Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

OH, WANN KOMMST DU?




BORKA kam als Welpe 2010 ins russische Shelter "Kozhuhovo". Die Jahre vergingen, aus dem kleinen verängstigten Welpen wurde ein stattlicher Rüde… und nun ein Senior.


Doch so hart sein Leben auch war, seine Fröhlichkeit konnte ihm nichts und niemand nehmen. Die freiwilligen Helfer sagen über ihn: "Unser Borka ist der positivste und fröhlichste Typ! Das Alter ist für ihn kein Hindernis. Schließlich ist er nur nach den Unterlagen ein erwachsener Hund und in der Seele ein ewiger Welpe."


Borka liebt es zu laufen, zu spielen und zu buddeln… am liebsten alles auf einmal. Aber wie könnte man es ihm auch verdenken? Sein Alltag besteht aus einem Außenzwinger von 3 Quadratmetern Größe, den er sich mit mehreren Hunden teilt… und das bereits sein Leben lang. Seit 10! langen Jahren.


Nur am Wochenende, wenn die freiwilligen Helfer ins Shelter kommen, öffnen sie auch seinen Zwinger. Dann darf auch er für eine kurze Zeit in den Auslauf. Dort vergisst Borka alles, was war. Vergisst die Einsamkeit, die Enge und die Trostlosigkeit. Für Borka zählt dann nur der Moment. Sein Moment.




Die dunklen Zeiten holen ihn ja doch früh genug wieder ein. Spätestens nach einer Stunde Glück folgt das Unvermeidbare – die Rückkehr in den Zwinger und dann eine Woche warten. Das war schon immer so… und wird wohl auch immer so sein. Denn Borka ist einer von vielen, einer von 3000 Hunden allein in diesem Shelter.


Und doch hoffen wir auf einen Menschen, der erkennt, wie besonders und liebenswert Wirbelwind Borka ist. Noch hat er die Chance, dass sein Schicksal sich doch noch wenigstens ab jetzt zum Guten wenden könnte. Aber dazu braucht Borka endlich ein Zuhause.


Seine Betreuer vermuten, dass in Borkas Genen auch etwas Windhund steckt. Dies erklärt vielleicht etwas seine angeborene Aktivität und Verspieltheit, die nicht mit dem Alter verblasst.



Deshalb suchen wir für Borka liebe Menschen, die ihr Herz auch einem 10-jährigen Hund schenken… aber auch sein aktives, verspieltes Wesen zu schätzen wissen. Da Borka bisher nichts als das Leben im Shelter kennt, benötigt er Menschen an seiner Seite, die ihm helfen all das Neue und Interessante zu entdecken und ihm Sicherheit geben.


Borka ist freundlich zu Menschen und im Kontakt mit ihm vertrauten Personen zeigt er seine pure Lebensfreude. Bei Fremden braucht er Zeit, um Vertrauen zu fassen.


Borka ist gut verträglich und freundlich zu seinen Artgenossen und spielt gerne mit jedem, der auch mit ihm spielt. Er wurde 2010 geboren, ist ca. 60-65 cm hoch und bereits geimpft, gechipt und kastriert.


Wir suchen, wie für all unsere Hunde, nur eine Endstelle für Borka. Ob er sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht zuverlässig testen.


Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kollegin Daniela Bansche
eMail: d.bansche@tierschutz-miteinander.de
Tel.:
 05371-687266

Nickname 25.06.2020, 16.48 | (0/0) Kommentare | PL

ALLES, WAS DER MENSCH DEN TIEREN ANTUT

...kommt wieder auf den Menschen zurück.
PYTHAGORAS VON SAMOS

Zum Gedenken an alle Tieropfer von YULIN

im Corona-Jahr, 21. – 30. 6. 2020





Wir trauern um die Ermordeten von Yulin.
Es tut uns unendlich leid, dass wir euch nicht retten konnten.
Mögen eure Seelen geheilt
und eure Qualen euch vergolten werden,
auf der anderen Seite des Regenbogens!



Nickname 21.06.2020, 18.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

AUF DEM LETZTEN WEGE NICHT ALLEIN




Seit 9 langen Jahren ist Mishuta im Shelter. Dort ist er alt geworden - ohne jemals gelebt zu haben. Seine Zwingernachbarn aus dem Jahr 2011 sind schon lange nicht mehr da. Fast alle haben ein Zuhause gefunden.


Lange Jahre voller Entbehrungen und Einsamkeit liegen hinter ihm, doch aufgegeben hat Misuhta in dieser Zeit nie. Tapfer hat er die Zeit ertragen, auch wenn es bestimmt nicht einfach war. Viele heiße Sommer und viele eiskalte Winter hat er fast ausschließlich auf 3 qm zugebracht. Seine Betreuer, die er 1x in der Woche sieht, sind wohl das Einzige, worüber er sich je gefreut hat.


Seine Augen sind mittlerweile müde und strahlen eine Traurigkeit aus – fast so, als wüsste er, dass er das Shelter wohl niemals mehr verlassen wird.



Soll das sein ganzes Leben gewesen sein?


Mishuta ist ein bescheidener und zurückhaltender Rüde. Obwohl die Streicheleinheiten sehr beschränkt sind, wartet er in 2. Reihe darauf, dass eine Hand auch ihn erreicht. Er geht jedem Streit mit anderen Hunden aus dem Weg und schaut ihnen lieber aus einiger Entfernung zu.


Bei Fremden ist Mishuta am Anfang vorsichtig – wer will es ihm verdenken, hat er doch so gut wie keinen Kontakt, kennt er doch nichts außer eine Welt hinter Gitterstäben.


Seine Chancen noch einmal ein eigenes Zuhause zu finden, stehen nicht sonderlich gut – er ist nur einer von 3.000 Hunden und dazu noch alt und schwarz.


Doch wir hoffen darauf, dass wir hier für Mishuta ein Zuhause finden. Er soll nicht seine restliche Zeit eingesperrt warten müssen, um dann irgendwann den letzten Weg allein zu gehen.


Unser Wunsch für Mishuta ist eine liebe, ruhige Familie, die ihm die Chance seines Lebens ermöglicht. Menschen, die ihn mit Geduld und Verständnis in eine ihm unbekannte Welt führen, die ihn in Ruhe ankommen lassen und sein Leben so schön wie möglich machen.


Mishuta ist geimpft, gechipt und kastriert. Wir wissen, dass es nicht einfach wird, Menschen für einen alten, schwarzen Hund zu finden. Jedoch ist es die einzige Chance, die Mishuta hat.


Bei ernsthaftem Interesse freut sich Mishutas Vermittlerin Claudia Peters auf Ihre Nachricht.


eMail: c.peters@tierschutz-miteinander.de

Telefon: 05363-989350
Mobil: 0160-93286787

Nickname 19.06.2020, 19.29 | (0/0) Kommentare | PL

EIN KERL WIE SAMT UND SEIDE




Kian kam bereits als kleiner Welpe in das Shelter und verbrachte seine ganze Kinderzeit in einem kleinen engen Käfig in der Quarantäne. 


Als er als Junghund in den Sektor kam, fiel er den Betreuern sofort auf. Seine Augen schauten die Menschen an, als wären sie das größte Geschenk für ihn. Er vertraute ihnen sofort und legte all sein Glück in ihre Hände. 


Sein Glück besteht einzig und allein darin, dass seine Betreuer sich mit ihm beschäftigen und er nicht allein sein muss. Er versteht sich gut mit anderen Hunden und kommuniziert mit seinen Artgenossen ohne jegliche Angst oder Aggression. 


Leider bleibt in diesem großen Shelter so gut wie keine Zeit für einen einzelnen Hund, doch seine Betreuer versuchen immer wieder, Kian positive Momente zu geben. Diese wenigen Augenblicke genießt Kian mit allen Sinnen. 


Wie sie ihn beschreiben, hört sich einfach unglaublich an: Kian versucht von der ersten Begegnungan, alles richtig und gut zu machen. Er hat einen lieben Charakter und ist intelligent. Schnell lernte er an der Leine zu laufen, mit den wenigen Dingen zu spielen, die dort zu Verfügung stehen. Auch bei Autofahrten verhält er sich prima – aobwohl er dann natürlich ein wenig aufgeregt ist. 


Kian wurde von seinen Betreuern auch schon bei einer Tierschutzveranstaltung in Moskau vorgestellt. Jeden Besucher, der in seine Nähe kam, hat er überschwänglich begrüßt. Mit seiner Größe und seiner positiven Ausstrahlung war er dort fast ein Star. Jeder, ob groß oder klein, wollte diesen großen und freundlichen Hund streicheln. Doch adoptieren wollte ihn niemand. 




Nun haben uns Kians Betreuer um Hilfe gebeten, Kian soll endlich glücklich werden dürfen - und Kian kann eines ganz gewiss nicht: allein ein Zuhause und eine Familie für sich finden. 


Darum machen wir uns hier auf die Suche nach einer aktiven Familie, die sich vorstellen kann, ihr Leben mit Kian zu bereichern. Menschen, die ihn mit Liebe und Freude durch die gemeinsame Zeit führen. 


Kian ist im Juni 2017 geboren, ca. 65 cm groß, kastriert, gechipt und geimpft. Ob Kian mit Katzen leben kann, können wir vor Ort leider nicht zuverlässig testen. Für Kian suchen wir ausschließlich ein Endzuhause.


Bei ernsthaftem Interesse an Kian würde sich seine zuständige Vermittlerin Claudia Peters über Anfragen freuen.
eMail: c.peters@tierschutz-miteinander.de
Telefon: 05363-989350
Mobil: 0160-93286787


Wer weitere Bilder und Videos von Kian sehen möchte, findet diese auf unserer HP:

 https://tierschutz-miteinander.de/project/kian/

Nickname 15.06.2020, 18.53 | (0/0) Kommentare | PL

ES SIND BLICKE WIE DIESE...UND IRGENDWANN WERDEN SIE ERWIDERT!

Ein Taum wird wahr!


Soeben bekam ich die Nachricht,

dass STEPA reserviert ist und sobald wieder Flüge von Moskau nach Deutschland stattfinden,

in sein neues Für-Immer-Zuhause reisen darf!


DANKE, LIEBER GOTT!




Es gibt Hunde, da fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden, um sie vorzustellen.
Es sind Hunde wie Stepa  – sie berühren zutiefst, lassen einen verzweifeln und motivieren gleichzeitig.
Motivieren? Sie fragen sich vielleicht, warum?


Ganz einfach: Diese Hunde fügen sich in ein Schicksal, an dem so mancher Mensch schon längst verzweifelt wäre. Ohne zu klagen und zu jammern, akzeptieren sie ihr Los. Nur wer genau hinschaut, wer ihnen in die Augen blickt, kann leise erahnen, wie schwer ihnen dieses von Menschen aufgezwungene Leben fällt. Damit motivieren sie uns, weiter zu machen und nicht nachzulassen in dem Bemühen, für sie ein schönes Zuhause zu finden.


Genau so ein Hund ist Stepa.


Als er ins Shelter "Kozhuhovo" in Moskau gebracht wurde, war er geschätzt 4 Jahre alt. Seitdem sind 11 Jahre vergangen. 11 Jahre, in denen er Sommer wie Winter in einen winzigen Außenzwinger gesperrt war. 24 Stunden am Tag, 6 Tage pro Woche.


Nur ein einziger Tag wurde zu einem Highlight für ihn- es ist der Tag, an dem die ehrenamtlichen Betreuer ins Shelter kommen, um den Hunden wenigstens eine Stunde Freilauf zu ermöglichen. Mit Glück gibt es dann auch mal leckeres Dosenfutter als kleine Abwechslung zum minderwertigen, geschmacklosen Trockenfutter.

Stepa hat all die Jahre tapfer durchgehalten – es blieb ihm gar nichts anderes übrig. Er sah seine Hundefreunde gehen – der alte Fantik ist gestorben, Freundin Grushenka hatte das große Glück, ein schönes Zuhause in Deutschland zu finden. Stepa ist immer zurück geblieben – niemand hat sich je für diesen bescheidenen und ruhigen , inzwischen sehr alten Hund interessiert.


So wartet er noch immer…




Schaut man seine Bilder an und sieht man seine Blicke, trifft es einen mitten ins Herz. Wieviel Traurigkeit und Verzweiflung sieht man in seinen Augen… und auch Unsicherheit. Obwohl Stepa keinerlei Probleme mit seinen Artgenossen hat, macht ihm die Masse an Hunden im Shelter mehr und mehr zu schaffen. Er hat ihnen in seinem Alter auch einfach nichts mehr entgegen zu setzen. So sucht er im Freilauf immer die Nähe seiner Betreuer und versucht teilweise, sich hinter ihnen ein wenig unsichtbar zu machen.


Stepas Betreuer beschreiben den alten Herrn als ruhig und bescheiden. Nie drängt er sich auf oder in den Vordergrund. Schüchtern sitzt er da und wartet geduldig, bis er an der Reihe ist. Still bleibt er dann sitzen, bewegt sich keinen Zentimeter zur Seite – es könnte den Moment sonst zerstören. Den einzigen Moment in dem er sich wirklich sicher und beschützt fühlen darf.


Für uns ist dieser alte Hundeopa ein Notfall, der mehr als dringend ein Zuhause bei lieben Menschen braucht. Er muss heraus aus dem Shelter, aus dem Lärm, dem Dreck und dem trostlosen Shelteralltag, der nicht mehr für ihn bereit hält, als das Warten auf den einen Tag in der Woche.


Stepa läuft die Zeit davon…




Und wir sind verzweifelt, denn bedingt durch die Pandemie kann es noch dauern, bis wir ihn dort endlich herausholen können. Zudem braucht es ja auch ein Zuhause für ihn…


Wir suchen für Stepa liebe Menschen mit viel Herz für alte Hunde, mit Geduld und Empathie. Menschen, die dieser alten Socke Zeit lassen, sich an ein eigenes Körbchen zu gewöhnen. Menschen, die Stepa einfach noch einmal ein lebenswertes Hundeleben ermöglichen. 


Und ja: Menschen, die mit uns auf den Tag warten, an dem endlich wieder ein Transport nach Deutschland möglich sein wird und Stepa dann mit offenen Armen bei sich willkommen heißen.


Stepa ist geimpft, gechipt und kastriert. Er läuft gut an der Leine und ist verträglich mit Artgenossen. Sein neues Zuhause sollte etwas ruhiger und ebenerdig gelegen sein. Schön wäre ein Haus mit eingezäuntem Garten im ländlichen Bereich.


Wir wünschen uns so sehr, dass Stepa einmal in seinem Leben Gras unter den Pfoten spüren und entspannt in der Sonne träumen darf. Bitte gebt ihm eine Chance.

 


Bei ernsthaftem Interesse melden Sie sich bitte bei unserer Team-Kollegin Stefanie Söchtig: 


eMail: s.soechtig@tierschutz-miteinander.de
Tel:05371-687266
Mobil:0176-24615694

Nickname 15.06.2020, 18.28 | (0/0) Kommentare | PL

VOLLE FAHRT VORAUS!




Sag mal, wann schreibst du nun endlich dein Buch? Diese Frage hörte ich heute wohl zum hundertsten Mal von meiner besten Freundin und sie ist durchaus berechtigt. Seit mindestens zwei Jahren schiebe ich das Unternehmen vor mir her. Aus Faulheit, aus Bequemlichkeit oder warum sonst? Am fehlenden Material liegt es sicher nicht. Unser Leben ist und war schon immer so vielseitig, so anders als alle anderen und nie auch nur einen Tag langweilig. Liegt es vielleicht daran, dass ich denke, ich schreibe nicht schön genug? 


Schreibe, wie du redest, so schreibst du schön.


Diese kluge Regieanweisung für alle Schriftsteller und solche, die es gern werden wollen, stammt ausgerechnet von meinem Lieblingsklassiker Gotthold Ephraim Lessing. Er war vor sechsundvierzig Jahren schuld an meiner Eins im mündlichen Deutschabitur. Aber einfach frei von der Leber weg drauflos schreiben, die Gedanken, wie sie gerade kommen, in die Tastatur fließen lassen ohne Filter und Zensur – das fällt mir bis heute schwer. Vielleicht, weil es oft kritische und unbequeme Gedanken sind, die keiner gern hören oder lesen mag. Aber es sind meine Gedanken, niemand muss sie teilen oder sich zu eigen machen. Papier ist geduldig, hieß es früher, und ich befürchte, ich habe so einige Bäume auf dem Gewissen, denn geschrieben habe ich schon immer gern. Zum Glück gibt es heute Computer, da hält sich die Rohstoffverschwendung in Grenzen. Obwohl der Strom ja auch nicht immer umweltfreundlich erzeugt wird, also irgendwo beißt sich die Katze in den Schwanz. 


Und dann ist da ja auch noch die Frage des Konzepts. So ein Buch braucht doch eine klare Linie, eine ordentliche Gliederung. Vergangenes, soeben Erlebtes und gerade Gedachtes, bei mir geht das alles drunter und drüber. Möglicherweise ist das aber gar nicht so wichtig. Viele kennen sicher noch diesen Satz von Heinz Rühmann am Ende der „Feuerzangenbowle“:  


Wahr sind nur die Erinnerungen,
die wir in uns tragen,
die Träume, die wir spinnen
und die Sehnsüchte, die uns treiben.
Damit wollen wir uns bescheiden.


Nun ist das mit meinen Erinnerungen so eine Sache. Sie kommen selten in zeitlicher Abfolge und meistens dann, wenn ich eigentlich an etwas ganz anderes denke. Ich betrachte einen Gegenstand oder ein Foto, höre ein spezielles Lied oder lese einen bestimmten Satz – und schon sind sie da, die Bilder aus der Vergangenheit. Und weil das so ist und ich ganz sicher nicht alles chronologisch aufschreiben kann, fange ich ganz einfach irgendwo an. Ordnen und sortieren kann die einzelnen Kapitel später immer noch. 


Möglicherweise wird es ein ziemliches Durcheinander geben. So eine Art „Kessel Buntes“: Lustiges, Trauriges, Biografisches, Nachdenkliches und Zorniges werden sich abwechseln und im Mittelpunkt stehen immer – immer!  - die Tiere, in meinem Fall besonders die Hunde. Das ist meine Welt, und um die soll´s hier ja auch in erster Linie gehen.


Entschuldigen möchte ich mich schon jetzt bei allen, die sich von mir vielleicht nicht immer ganz korrekt angesprochen fühlen. Das hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun! Ich empfinde diese andauernde Genderdiskussion nur als reichlich albern (aber schön, wenn wir sonst keine Sorgen haben) und es wäre doch auch mehr als betrüblich, hinge mein Selbstverständnis von einem Sternchen und einer kleinen Nachsilbe ab. (Sie wissen schon, Lehrer*Innen, Friseur*Innen und so weiter und so fort).


Mir scheint, der Bann ist gebrochen. Na dann Leinen los…



Nickname 08.06.2020, 19.12 | (0/0) Kommentare | PL

SIE WILL DOCH NUR SPIELEN!




Noch ein Welpe, und schon fand Busya sich im russischen Shelter "Kozhuhovo" wieder. Wie und warum, können wir leider nicht sagen.


Seit diesem Zeitpunkt wartet die kleine Hündin (ca. 40-45 cm) darauf, diesem endlich wieder entfliehen zu dürfen. Neben ca. 3000 Hunden lebt sie ein Leben, dass sie sich nicht ausgesucht hat. Ein Hund unter Vielen, der die gesamte Woche darauf wartet, dass ihre ehrenamtlichen Betreuer sie aus ihrem kleinen Zwinger holen. Ein Zwinger, der grade mal so 3 qm misst – eine kleine Holzkiste, die den 3-4 Hunde auf diesem kleinen Raum einen Rückzugsort bietet. Einen Ort, der sie vor Wind, Nässe und Kälte schützen soll. 


Der Winter in Russland kann erbarmungslos sein und lässt wenig Raum für Hoffnung. Wenn es ganz schlimm kommt, friert im Winter das Wasser in den Näpfen und dann bleibt den Hunden nicht mehr, als Schnee zu fressen, um ihren Durst zu stillen… und wer nur Trockenfutter zur Verfügung hat, bekommt zwangsläufig Durst. 




Doch einmal in der Woche ist ihr Tag… dann darf sie den Zwinger verlassen und mit ihren Betreuern und anderen Hunden in den Auslauf. Bewegung ist besonders in der kalten Jahreszeit sehr wichtig… ist es doch die einzige Möglichkeit, sich ein wenig aufzuwärmen. Busya ist, im Gegensatz zu den meisten Hunden dort, relativ klein. Doch genau diese Tatsache macht es für sie nicht einfacher. Als junge Hündin hat sie im Freilauf oft versucht, andere Hunde zum Spielen aufzufordern – vergeblich. Sie wurde nicht ernst genommen und konnte mit den größeren Hunden überhaupt nicht mithalten – sie hat es so oft versucht – doch sie lief immer Gefahr, dass die größeren Hunde sie einfach überrannten. 


Irgendwann schien sie es verstanden zu haben… wenn die Betreuer sie aus der Hundemenge zogen, der sie nicht gewachsen war, dann blieb sie bei den Menschen – fast so als wollte sie sagen, sie wüsste, wo ihr Platz im Leben ist…. außerhalb des Lebens! 


Busya ist verträglich mit Artgenossen und freut sich über jede noch so kleine Aufmerksamkeit ihrer Betreuer. Sie ist einfach eine liebe, vergessene Seele. Eine junge Hündin, die noch ihr gesamtes Leben vor sich hat. Ein Leben voller Glück und Freude! Doch auf dieses Leben wird sie in Russland vermutlich vergebens hoffen. Sie ist kein niedlicher Welpe und auch kein Rassehund. Sie ist einfach das, was sie ist. Eine Hündin, die auf eine Chance hofft, noch einmal mitten im Leben zu stehen. 


Daher machen wir uns hier auf die Suche nach Menschen, die einer jungen und wundervollen Hündin ein anderes Leben ermöglichen möchten. Busya (geb. Mai 2017) durfte in ihrem Leben noch nicht viel kennen lernen, aber mit Vertrauen, Geduld und Liebe wird sie das sicherlich hervorragend meistern. 


Das, was ihr zu ihrem Glück fehlt, sind ihre Menschen. Menschen, die bereit sind, sie sicher und zuverlässig in ihr neues Leben zu führen. Ob Busya sich mit Katzen verstehen würde, können wir vor Ort leider nicht zuverlässig testen, aber gegen einen lieben Hundekumpel hätte sie garantiert nichts einzuwenden. 


Wie all unsere Hunde vermitteln wir Busya nur auf eine Endstelle vermittelt. Vielleicht sieht in Busya genau jemand die Freundin, die er schon lange gesucht hat. Busya konnte schon bald geimpft, gechipt und kastriert in ihr neues Zuhause fliegen. Das wäre für sie die Reise ihres Lebens!! Ein Leben mittendrin und nicht außerhalb von Allem. 


Bei ernsthaftem Interesse würde sich ihre Vermittlerin Claudia Peters sehr über Anfragen freuen.
eMail: c.peters@tierschutz-miteinander.de
Telefon: 05363-989350 (Anrufbeantworter)


Wichtige Informationen zu unserer Vermittlungsarbeit und den Transporten können hier nachgelesen werden:

https://tierschutz-miteinander.de/proje…/vermittlungsablauf/


Liebe Busya, wir hoffen, dass es irgendwo Deine Menschen gibt. Menschen, die Dich in ein Leben holen, dass voll Freude und Liebe ist!

Nickname 24.05.2020, 19.07 | (0/0) Kommentare | PL

MAYBE...




Sonya


diese ruhige Hundeseniorin

 wartet schon seit 10 Jahren auf eine Chance.


Sonyas Geschichte beginnt wie so viele. Sie kam 2010 ins riesige Shelter „Kozhuhovo“ in Russland und lebte fortan in einem kleinen Zwinger.


Die Jahre vergingen und sie hat alles durchlebt... ob Angst und Unterdrückung, ob Hunger und Kälte. Sonya ertrug es einfach still und unauffällig.
Und so ist auch alles an Sonya... ihr Wesen wie auch ihr Aussehen. 


Ruhig, unauffällig, unaufdringlich. Dies sind doch eigentlich gute Eigenschaften? Doch leider nicht für einen Hund unter 3000 anderen Hunden. Es half ihr zwar zu überleben, nur um jemandem aufzufallen, reichte es nicht. 


Für viele Menschen sind Hunde wie Sonya zu gewöhnlich und somit uninteressant. Harte Worte... doch leider die harte Realität.


Und doch hoffe ich, dass dies nicht alles war. Denn es geht um ihr Leben... dem Leben dieser sanften Seele.


Im Winter 2017/2018 wäre es fast zu Ende gewesen. Die freiwilligen Helfer bemerkten, dass Sonya erst die Vorderbeine versagten... kurz darauf kam sie gar nicht mehr hoch. Sonya kam in die Krankenstation und wurde symptomatisch behandelt gegen Schmerzen und Entzündungen. Die Freiwilligen sammelten Geld für ein MRT des Kopfes und der Halswirbelsäule und es zeigte zum Glück kein schweres Problem. Die Tierärzte vermuteten eine neurologische Ursache verbunden mit Schwellungen im Bereich der Wirbelsäule und somit Beeinträchtigung der Nerven.


Die Behandlung schlug an und Sonya saß schon bald wieder in ihrem kleinen Zwinger. Soll es das nun gewesen sein?


Es gibt unzählige Fotos und Videos von Sonya... und alle ähneln sich auf die gleiche Weise. Sonya drängelt sich nie vor und doch sieht man, wie glücklich sie ist, wenn sie im Auslauf in der Nähe ihrer Betreuer sein kann. Ein klein wenig Nähe für einen kurzen Moment... denn danach folgt immer das Unvermeidliche – die Rückkehr in den Zwinger und das endlose Warten.





In diesen Videos ist Sonya in glücklichen Momenten zu sehen. Denn sie schafft es, trotz des Trubels um sie herum, wenigstens ein paar Streicheleinheiten von einer ihrer Betreuerinnen zu bekommen.


Sonya wird von ihren Betreuern als freundlich, ruhig und sanft beschrieben. Sie erwartet nicht viel und fordert nichts ein. Zu viel Aufmerksamkeit und wenn man sie direkt anschaut, sind ihr eher unangenehm. Besonders bei Fremden braucht sie Zeit, um Vertrauen zu fassen.


Im Shelter lebt sie konfliktfrei mit den anderen Hunden zusammen, sie verträgt sich gut mit ihren Artgenossen.


Sonya wurde ca. 2005 geboren und ist ca. 50 cm hoch. Ihr Alter wurde im Shelter geschätzt, wobei ihre Betreuer sagen, dass sie evtl. etwas jünger ist... aber eine Seniorin ist sie auf jeden Fall.
Sonya ist geimpft, gechipt und kastriert und läuft gut an der Leine.


Die Ausreise und Vermittlung erfolgt über Tierschutz miteinander e.V.
Für Sonya suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.


Sonya, ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass ein lieber Mensch Dich entdeckt und endlich sieht, wie Du bist... einzigartig und absolut liebens- und beschützenswert... egal wie alt Du bist. 


Über ernst gemeinte Anfragen freut sich unsere Teamkollegin Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@tierschutz-miteinander.de

Nickname 18.05.2020, 19.15 | (0/0) Kommentare | PL

SIE NANNTEN IHN DRECK




Heute ging ich, ganz still und leise,
auf meine allerletzte Reise.
Nun bin ich fort.
Vielleicht an einem besseren Ort?

Sie haben mich getreten, geschlagen.
Ich habe das alles tapfer ertragen.
Ihr habt gebrochen mein Herz,
Das war viel schlimmer, als jeder Schmerz.
Mein Leben, das war nur Qual.
Doch ich hatte leider keine Wahl.

Für uns Hunde ist es ein schrecklicher Ort,
doch allein können wir nicht fort.
Hatte oft keine Kraft mehr zu sein,
denn ich war da draußen immer allein.
Ich fand nie einen schönen Platz,
Keiner sah mich, "den Schatz".

Sie sind mit Gift im Futter gekommen.
Haben mir jetzt mein Leben genommen.
Leute da draußen, hört mal zu:
Ihr müsst endlich etwas dagegen tun.
Jeder, der einen Züchter beehrt,
uns eine Chance auf Rettung verwehrt.

Habe auch nie einen Namen bekommen.
Niemand hat mich je in die Arme genommen.
Warum tut Ihr uns das an?
Haben doch keinem hier etwas getan.
Ich hatte Träume vom "großen" Glück.
Doch die Hoffnung , die verlor ich Stück für Stück.

Bitte holt die Anderen hier weg,
Von der Straße und aus diesem Dreck.
Ich starb hier einsam und ganz allein.
Denn "DU" wolltest nicht bei mir sein.
Dass ich nicht mehr bin, interessiert hier Keinen.
Niemand wird je um mich weinen.
Ich liege hier auf diesem Fleck.
Sie nannten mich "Dreck."

Bitte vergesst mich nicht!



Zur Erinnerung an alle Straßenhunde

 Sabine O.


Feel free to share!

Nickname 05.05.2020, 19.48 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

DAS LEID DER TIERE VERÄNDERT DICH

...und deine Wahrnehmung




Der Missbrauch lässt dich härter werden.

Das Leiden verschattet deine Seele.

Die Dummheit ärgert dich.

Die Gleichgültigkeit regt dich auf.

Die Ungerechtigkeit zerstört dich.


Im Tagestakt…wird dein Vertrauen auf die Probe gestellt,

 dein Herz beschädigt und dein Seelenfrieden erschüttert.

Im Wochentakt…zweifelst du an dir selbst,

 an deiner Stärke, an der ganzen Welt.

Im Monatstakt…brichst du zusammen,

 du stehst wieder auf, du machst weiter.

Im Jahrestakt…schaust du zurück, du siehst ihre Gesichter.

 Du konntest sie nicht retten. Du wirst lernen, wie man trauert.

 Wie man beweint. Wie man schluchzt.


Du wirst lernen,

ein bisschen weniger zu vertrauen.

Ein wenig härter zu arbeiten.

Eine Spur härter zu kämpfen.

Du wirst lernen,

es immer wieder zu versuchen,

zu hoffen,

zu beten.


Du wirst lernen, zu verlieren.

Du wirst lernen, zu gewinnen.

Du wirst lernen, Dinge anzunehmen.

Du wirst lernen, wann es genug ist,

wann man aufgeben muss,

wann man loslassen muss.

Du wirst lernen, wer du wirklich bist. Wofür du wirklich stehst.

Du wirst begreifen, warum du den Unterschied machst.


Dann wird es Zeiten geben, wenn du vergisst,

 warum du den Unterschied machst.


Du hinterfragst, was du tust.

Du zweifelst, ob es all das wert ist.

Aber hier kommt die gute Nachricht

…wenn du es gerade vergessen haben solltest…wenn du zweifelst…


Alles, was du tun musst, ist hinzusehen…

dann wirst du es sehen…


Ihre Gesichter

Der glückliche Ausdruck

Du fühlst ihre Liebe

Du siehst die Freude in ihren Augen


Du erinnerst dich an ihre Geschichte

…als sie dich noch nicht hatten

…als sie noch niemandem vertrauten

…als sie sich aufgegeben hatten

Du weißt, wie weit sie es geschafft haben.

Du erinnerst dich daran, wie du sie geheilt hast.

Wie sehr du sie liebst…wie sehr sie dich zurück lieben.


Und während du zurück schaust,

 möchtest du weiter vorwärts gehen.


Für sie…Ihretwegen.


In deinen dunkelsten Stunden wirst du dich umschauen

 und den Unterschied sehen. …

Die geschenkte Hoffnung…All die geretteten Leben…


Weil es dich gibt!


In diesen Momenten siehst du ihnen in die Augen

 und all deine Zweifel verfliegen.

Jede Frage wird beantwortet sein.

Jede Sorge wird geringer.

Denn in diesem Moment teilt ihr beide

 den gleichen Gedanken im Herzen.


Es war all den Schmerz wert …für diesen Moment.


Und ganz ehrlich…ganz gleich, was sonst noch passiert…

Diese Momente schenken all die Stärke,

 die du brauchst, um weiter zu machen.


Tierschutz ist Schmerz

Tierschutz ist Freude

Tierschutz ist all die Mühe wert


WEIL SIE ES WERT SIND 




©  Gutes Karma to go. Text: Bettina Marie Schneider/

 Frei übersetzt und bearbeitet nach der Englischen Vorlage von

© Ashley Owen Hill

Nickname 03.05.2020, 19.37 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 64 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.

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