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Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

CAROLITA - GRAUES SCHNÄUZCHEN, HELLER BLICK




Carolita

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 2014

Schulterhöhe: 63 cm


Am 4. Oktober 2019 fielen die Kerkertüren hinter Carolita ins Schloss. Damals war die mittelgroße Hundedame fünf Jahre alt, schlank und rank mit weichem, glänzendem Fell. Heute - mehr als sechs endlos lange Jahre später - ist unsere hübsche Carolita wegen des miserablen Futters, das fast nur aus Getreide und irgendwelchen Abfällen besteht und zwar dick, aber nie wirklich satt macht, außerdem natürlich wegen der fehlenden Bewegung ein wenig fülliger geworden. Ihr Zwinger misst ja gerade einmal vier bis fünf Quadratmeter und einen kleinen Spaziergang gibt es nur, wenn es den Tierschützern gnädig gestattet wird, die Hunde zu besuchen. Auch ihr Schnäuzchen zeigt bereits einen leichten Grauschimmmer. Aber der helle Blick aus ihren Bernsteinaugen, welcher den Betrachter oder die Betrachterin direkt ins Herz trifft, ist noch immer derselbe.



 

Für Carolita wird es allerhöchste Eisenbahn, dass sie ihr Gefängnis verlassen und für die Zeit, die ihr noch bleibt, ein Leben führen darf, dasdiesen Namen auch verdient. Wie gern möchte sie für ihre letzten Jahre endlich Hund sein: Spaziergänge unternehmen an der Seite ihrer/ihres Menschen, mit Liebe und Zärtlichkeit überschüttet werden und überschütten, vielleicht noch das eine oder andere Kommando lernen und zeigen dürfen, wie wunderbar sie trotz des Mangels an Gelegenheit an der Leine läufen kann; auf einer weichen Decke schlafen und ordentliches Futter erhalten. Auch ein Leckerlie von Zeit zu Zeit würde ihr herrlich schmecken.



 

Schon seit einer halben Ewigkeit ist Carolita eingesperrt in einer trostlosen Einöde aus Beton und Gitterstäben, ohne jede Abwechslung oder Ansprache. Nur alle Jubeljahre einmal dürfen die mit uns befreundeten Tierschützer sie besuchen. Für einen viel zu kuzen, dafür aber umso wertvolleren Moment darf sie dann mit ihnen nach draußen auf die Wiese. Die Tierschützererzählen uns dann immer, was für eine bildschöne, eindrucksvolle Hündin sie sei, die schon recht ordentlich an der Leine laufe. Sie orientiere sich am Menschen, sei anhänglich, aufmerksam und lerneifrig. Mit Hündinnen verstehe sie sich weniger, mit Rüden grundsätzlich schon; da käme es, wie bei uns auch, auf die Sympathie an. Carolita sei zutraulich und gesellig. Anscheinend konnte sie sich, allen Widrigkeiten zum Trotz, über die ganzen freudlosen Jahre hinweg das Grundvertrauen in die Menschen bewahren.



 

Für Carolita hat bereits der Spätherbst ihres Lebens begonnen. Ihr bleibt nicht mehr viel von dem, was wir Leben nennen. Wir sind Carolitas einzige Chance und Hoffnung, dass sich für sie eines Tages die Gefängnistore öffnen und sie in einen der weißen Transporter einsteigen darf, der sie zu ihrem/ihren weltbesten Menschen bringen wird. Bitte helfen Sie uns, dieses kleine Wunder für sie wahr werden zu lassen.



 

Können Sie sich ein Leben mit Carolita vorstellen, haben Sie schon Hundeerfahrung, ausreichend Platz und auch einen Garten, dann melden Sie sich bitte schnellstmöglich bei Carolitas Vermittlerin. Sollten Sie selbst zurzeit keinen Hund aufnehmen können, dann verbreiten Sie bitte Carolitas Geschichte in Ihrem privaten Umfeld, Ihren sozialen Medien. Gemeinsam haben wir schon viele Hunde gerettet, gemeinsam schaffen wir es auch für Carolita. Unser und narürlich Carolitas Dank ist Ihnen gewiss!

 

 

 

Simone Leitenbauer

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Nickname 21.01.2026, 20.17 | (0/0) Kommentare | PL

GINKO - GELD REGIERT DIE WELT!?



Ginko


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2017

Schulterhöhe: 59 cm


Es gibt Momente, in denen man merkt, wie kalt die Welt wirklich sein kann. Dann hört man hinter vorgehaltener Hand ein Flüstern - ein Gerücht, leise, aber scharf wie ein Messer: Die Gemeinde, die Ginkos und Ghemons Unterbringung zahlt, wolle sparen. Es geht um ein paar Cent pro Tag. Deshalb sollen Ginko und sein Bruder Ghemon in ein anderes Lager abgeschoben werden. Das ist der Moment, wenn man begreift: Leid hat keinen Boden. Es kann immer noch weiter nach unten gehen.

Sechs Jahre sitzen die Brüder nun im Lager. Sechs lange Jahre nichts als Gitter und Beton. Sechs endlose Jahre lang Hunger und Durst, Einsamkeit, Lärm und Langeweile. Und nun ein Flüstern, das grausamer ist als alles Bisherige: Es geht weder um ihr Wohl, noch um ihre Bedürfnisse und erst recht nicht darum, dass Ginko ein unglaublich kontaktfreudiger und zutiefst anhänglicher Hund ist, der sich nach Nähe sehnt, der Trost bei Menschen sucht und seinerseitsTrost spenden möchte. Nein, es geht wieder einmal mehr nur ums Geld, um Leben, die nach Tageskosten bewertet werden und die man effizienter machen will, indem man sie unsichtbar macht.




Wer jemals eine solche Hundeverwahranstalt gesehen hat, weiß: Das bedeutet, man streicht die Namen der Tiere aus einer Liste und verlegt sie wie Akten ins hinterste Regal, wo sie alsbald in Vergessenheit geraten. Die hauchdünne Verbindung zur Außenwelt, zu den wenigen Menschen, die überhaupt Zugang zu den Hunden haben, wird kurzerhand abgeschnitten. Das ist die wahre Grausamkeit - nicht laut, nicht blutig, aber vernichtend. Verrat am Leben selbst.

Während all das drohend über ihm schwebt, sitzt Ginko da und wirkt nicht gesund. Er ist viel zu dünn, sein Körper erzählt von Entbehrung. Er bewegt sich, als tät ihm vieles weh, und die hängenden Papillome, die seinen Körper bedecken, erscheinen wie stumme Zeugnisse eines Lebens, das niemand wirklich betreut hat.



Ginko und seine Brüder Ghemon und Gabek sind freundliche, fügsame und brave Hunde; liebevoll im Umgang mit Menschen, verträglich mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen. Alle drei marschieren sie brav an der Leine, als wollten sie sagen: „Wir geben uns Mühe. Wir wollen doch nur gesehen werden.“ Vor allem Ginko ist ein Hund, der menschliche Nähe sucht, der sich vorsichtig hoffnungsvoll anlehnt und dessen stiller Blick gellender schreit als jedes Jaulen. Es gibt Hunde, denen man das Leiden ansieht; und es gibt Hunde wie Ginko, deren leisesVergehen schwerer zu ertragen ist als jeder laute Schmerz.

Nun sollen die Brüder für immer in der Versenkung verschwinden. Nicht sterben, sondern viel schlimmer, nämlich vergessen werden. Wenn Sie je darüber nachgedacht haben, einem Hund zu helfen, der Sie wirklich braucht; einem Hund, der nichts falsch gemacht hat, außer zu lange zu leben, um billig zu bleiben, dann ist jetzt der Moment gekommen, Ginkos Vermittlerin anzurufen.



„…durch Leiden wird das Glück erkauft.“ (F. Dostojewski). Wenn das stimmt, dann haben unsere drei Brüder wahrscheinlich schon Glück für mehrere Leben angespart. Sie kennen die Welt jenseits der Gitterstäbe nicht, aber sie werden lernen, in ihr zu leben, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen.


Vielleicht wird es sie überwältigen, wenn sie zum ersten Mal die Sonne aufgehen sehen, Gras unter ihren Pfoten spüren und erleben, wie sich ein weiches Bett anfühlt. Aber sie werden erkennen, dass dies das echte Leben ist, wenn… ja, wenn ihre Menschen sie hier auf ihren kleinen Vorstellungsseiten entdecken und sich nicht abschrecken lassen von den Geschwüren, die sich an Ginkos Bauch und Oberschenkeln gebildet haben.





Für unseren lieben Jungen suchen wir warmherzige, einfühlsameMenschen, die verstehen, dass er auch und gerade deswegen die Hilfe und Geborgenheit braucht, die er nur in einem richtigen Zuhause finden kann.

Ich weiß nicht, ob Hunde von einer besseren Zukunft träumen können. Aber sie empfinden Schmerzen und sie leiden wie wir. Das Leid von Ginko und seinen Brüdern könnte ein Ende haben, wenn ihnen jemand hilft. Möchten Sie gern der/diejenige(n) sein? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!




Daniela Koenemann

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Nickname 19.01.2026, 20.19 | (0/0) Kommentare | PL

IM NAMEN DER SANFTMUT: PLÄDOYER VON GIOVANNE FÜR GIOVANNE



Giovanne


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 07.2017

Schulterhöhe: 50 cm


Ihr lieben Menschen, habt Ihr es auch so satt? Da gibt man sein Bestes, ist eine nette, artige Hündin; so wie Ihr auch alles tut, um uns lieben, braven Vierbeinern, die wir im schrecklichen Hundelager eingepfercht und ohne Euch für immer vergessen wären, zu helfen. Und kaum habt Ihr einen von uns adoptiert und ihm ein feines Leben beschert - schon erscheinen auf den Vereinsseiten die nächsten Bilder und rufen voller Verzweiflung um Hilfe. "Hört das denn nie auf?" fragt Ihr Euch bestimmt. Genau das fragen wir uns auch, und wissen ebensowenig eine Antwort. Wir sind einfach da, werden in großen Würfen geboren, immer und immer wieder müssen unsere armen Mütter das durchmachen. Eines von uns mag vielleicht gewollt sein, die übrigen sieben (oder mehr) dürfen zusehen, wo sie bleiben. Kastrationen würden würden helfen, viel von diesem Leid zu vehindern; aber erzählt das mal den Leuten, die sich mit unserem Elend die Taschen vollstopfen und sich daran dumm und dusselig verdienen!





Seit mehr als fünf endlos langen Jahren hocke ich nun schon einsam hier im Gefängnis, ohne Aussicht auf Befreiung. Einziger Hoffnungsschimmer seid Ihr, wenn sich nämlich jemand von Euch erbarmt und mich bei sich aufnimmt.





Ihr solltet noch wissen, dass ich ein Papillom am linken Hinterbein habe. Das ist eine gutartige Warze, die durch Viren hervorgerufen wird und besonders bei jungen Hunden mit schwachem Immunsystem auftritt. Kein Wunder bei dem Leben, das wir hier führen müssen im Dreck, mit ekligem Wasser und mit Futter, das den Namen nicht verdient. Wo sollen da gute Abwehrkräfte herkommen? Außerdem habe ich noch allerhand Wunden und Narben an meiner Schnauze, meinen Pfoten und anderen Körperteilen. Woher die stammen? Fragt lieber nicht, es gibt Dinge hier, über die man besser nicht spricht. Nur soviel: In diesem Hundeknast, wo jeder nur ans Geld und keiner an uns Vierbeiner denkt, wäre es wahrscheinlicher, einen Haupttreffer im Lotto zu machen als auf einen freundlichen, tierlieben Wärter zu treffen. Wir machen da so unsere eigenen Erfahrungen, nicht umsonst sind viele von uns so verängstigt und eingeschüchtert. Zwar gibt es da ein Gesetz, das uns Tiere schützen und das gar nicht mal so schlecht sein soll. Aber wem nützt das, wenn niemand kontrolliert, ob es auch wirklich befolgt wird? Klar, dass sich kaum jemand daran hält, jedenfalls nicht in solchen Schreckenslagern wie diesem hier.





Ich hoffe immer noch auf liebe, geduldige Menschen mit Herz. Im Lauf der Zeit bin ich sehr ängstlich geworden, weil ich nicht an ein Zusammensein mit Zweibeinern gewöhnt bin, weder an lobende Worte noch an streichelnde Hände. Was der Bauer nicht kennt... Dabei möchte ich so gern Neues dazulernen; zum Beispiel, wie man ordentlich an der Leine läuft, Bällchen apportiert, eben das ganze Hundeeinmaleins. Ich bin ein gutes Mädchen und werde mir die größte Mühe geben, Euch zu gefallen. Wenn Ihr schon einen netten Hund habt, werde ich ganz sicher prima mit ihm auskommen. Hier in meinem Betonloch hocke ich ja auch mit Rüden und Hündinnen zusammen und wir vertragen uns wunderbar. Von ihm könnte ich mir dann auch alles abgucken, was man so macht als Haushund und wie man es anstellen muss, damit Ihr mit einem zufrieden seid.




Ich stelle wirklich keine besonderen Ansprüche. Ein leckeres Fresschen, ein weiches Bettchen, wohin ich mich zurückziehen darf, wenn ich vom vielen Lernen müde bin - und endlich keine Angst mehr vor Tritten und Schlägen, dann wäre ich schon rundherum glücklich. Was Ihr mir sonst noch an Gutem tun wollt, werde ich dankbar annehmen.





Meint Ihr, ich könnte genau die Richtige für Euch sein? Dann ruft bitte schnell für mich an. Denn siehe oben - ich habe es so satt. Ein lieber Gruß von Eurer (?) Giovanne




Sabine Wojtok

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Nickname 18.01.2026, 17.15 | (0/0) Kommentare | PL

ISAETTE - HÄSCHEN IN DER GRUBE



Isaette


Rasse: Molosser Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 10.2023

Schulterhöhe: 50 cm

 

Das war mein erster Gedanke beim Ansehen des Videos von Isaette: Sie wirkt wie ein Häschen, das in eine Grube gefallen ist und nicht allein herauskommt, weil es nicht mehr hüpfen kann. Da sitzt sie nun mit diesem fragenden und hoffenden, zwischendurch ratlosen und dann wieder bittenden Blick, der einem fast das Herz zerreißen könnte. Denn der Ort, an dem sie seit zwölf Monaten ihr Dasein fristen muss, lässt sich durchaus mit einer Grube vergleichen, aus der es ohne Hilfe kein Entrinnnen gibt. Es ist ein sehr kalter und einsamer Ort, an dem die Hunde abgeschottet und vor den Augen der Welt verborgen werden, damit niemand sieht, mit welchem Elend hier viel Geld gemacht wird. Zum Dank behandelt man die Tiere wie jemand, der tatsächlich nicht mehr wert ist, als in die Grube geworfen zu werden.



Was tut eine kleine Hündin, die keine Ahnung hat, warum ihr das alles zustößt, wenn es wie durch ein Wunder plötzlich scheint, als würde Hilfe nahen? Wenn Menschen sie besuchen kommen, die sie vielleicht fortholen könnten aus diesem schmutzigen Loch? Nun, zuerst versucht sie sich zurechtzufinden. Aber als die Menschen sich ihr behutsam und freundlich nähern, gibt sie alles: Jeder, der dicht genug bei ihr ist, bekommt Küsschen von Isaette. Und nicht nur eines, sondern so viele wie möglich. Dabei drängelt sie sich nicht vor; Cyra, mit der sie einträchtig ihre Zelle teilt, ist einfach nur ein wenig zurückhaltender. Auch die Leine scheint die kleine Isaette zu kennen; und sie weiß auch, wofür so eine Leine da ist, nämlich um daran spazieren geführt zu werden. Aber in der Grube kann man nicht spazierengehen, also heißt angeleint werden wohl, dass es endlich nach draußengeht, dorthin, wo das möglich ist (Anm.: das heißt es leider nicht in dem Lager in welchem Isaette interniert ist, aber die Kleine zeigt auch im Zwinger, was sie kann).





Liebe Leserinnen, liebe Leser, unsere Isaette ist ein kleines Hundemädchen, das - wie wir es leider viel zu oft in Italien erleben - kurz nach ihrem ersten Geburtstag in einem Hundeasyl gelandet ist. Sie kennt die Leine und sie liebt Menschen. Daher vermuten wir, dass sie in ihrem ersten Lebensjahr ein Zuhause gehabt haben könnte; angeschafft als süßer, kleiner Welpe und weggegeben, als sie erwachsener wurde und vielleicht ein bisschen weniger niedlich war, um Platz zu machen für einen neuen Welpen, den über kurz oder lang das gleiche traurigeSchicksal ereilen wird.



Die Tierschützer, die Isaette besuchen durften, erzählten uns von einer bezaubernden, vertrauensvollen Hündin, die unsagbar unter der Gefangenschaft leidet und die so sehr gehofft hatte, an der Leine hinausgeführt zu werden; irgendwohin, wo sie nicht länger weggesperrt wäre. Sie im Zwinger zurücklassen zu müssen, fiel allen unendlich schwer.





Wir suchen nun nach einem Weg, sie aus ihrer Grube zu befreien. Dafür brauchen wir Sie! Möchten Sie unserer süßen Isaette ein liebevolles Zuhause geben, haben Sie eventuell schon etwas Erfahrung mit kleinen molossoiden Rassen und/oder sind Sie bereit, sich darauf einzulassen und eingehender damit zu beschäftigen? Isaette braucht Sicherheit, einen festen Platz im Leben und die Nähe zu ihrem/ihren Menschen. Dann wird aus dem Häschen in der Grube ganz sicher eine fröhliche, treue Begleiterin, die mit Freuden ihr Hundeherz verschenkt.



Simone Leitenbauer

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Nickname 17.01.2026, 20.17 | (0/0) Kommentare | PL

ANNIUS - ANGRIFF IST DIE BESTE VERTEIDIGUNG?!



Annius


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 06.2015

Schulterhöhe: 62 cm



Annius ist einer von den Hunden, bei deren Anblick einem fast das Herz stehen bleibt. Da sind sein leicht getrübter, fragender Blick, sein viel zu dickes, seit Jahren ungekämmtes und verfilztes Fell, sein vom ewigen Nichtstun und miserablen Futter zu schwerer Körper und sein heiseres Bellen, mit dem er sich misstrauisch die bisher meist unangenehmen Zweibeiner vom Leib halten will - oder ist es eher ein verzweifelter Hilferuf?

Hilfe braucht unser Großer nämlich dringend; vielleicht ja genau von Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, liebe Hundefreundinnen und Hundefreunde? Der ruhige Annius benötigt unbedingt jemanden, der/die bereit ist, sich auf einen zehnjährigen Hundesenioren einzulassen; auf ein Lebewesen, das in Gefangenschaft alt geworden ist und kaum mehr als sein zermürbendes, trostloses Dasein hinter Gittern kennt. Wir suchen Menschen mit viel Verständnis für unseren lieben Annius, hinter dessen scheinbar abweisender Fassade sich eine zutiefst verletzte Seele verbirgt.



Annius gibt sich im Hundegefängnis zuweilen als mürrischer, alter Knochen; dies dürfte jedoch reiner Selbstschutz sein. Dass darüber hinaus einiges mehr in ihm schlummert, haben die mit uns befreundeten Tierschützer erfahren. Als sie ihn und seine zwei Leidensgefährtinnen Lorianne und Imeria im Frühjahr 2025 besuchen durften (leider keine Selbstverständnlichkeit, sondern die große Ausnahme in einem italienischen Canile), trafen sie zunächst auf einen griesgrämig wirkenden, in die Jahre gekommenen Rüden, der zunächst nichts von ihnen wissen wollte und bei den ersten zaghaften Annäherungsversuchen anfing zu bellen. Doch schon nach kurzer Zeit konnte er über seinen Schatten springen und Streicheleinheiten sowie sanftes Kraulen zulassen. Und nachdem er begriffen hatte, dass diese Zweibeiner nichts Böses im Schilde führten, sei er sogar richtig neugierig geworden, berichteten uns die Tierschützer. Er habe genauer wissen wollen, wer ihn und seine zwei Zellengenossinnen besuche, habe ihre Hände beschnuppert und sich schon bald beruhigt.



Fast alle der betagteren Hunde, die wir vermitteln dürfen, gewöhnen sich erstaunlich schnell an ein neues Leben bei freundlichen, verständnisvollen und geduldigen Menschen, die sie so nehmen und liebhaben, wie sie sind. Natürlich geschieht die Verwandlung von einem nach oft lebenslanger Gefangenschaft körperlich und seelisch angeschlagenen Hund in einen verspielten, neugierigen, aufgeweckten Vierbeiner nicht von heute auf morgen. Für die Tiere bedeutet es eine Riesenleistung, sich plötzlich in einer unbekannten Umgebung bei wildfremden Menschen und mit einer Flut von neuen, beängstigenden Eindrücken zurechtzufinden.




Annius wäre daher dankbar für ein Zuhause bei einem Menschen/einer Familie, die schon ein wenig Hundeerfahrung mitbringen und sich mit ihm über jeden kleinen Fortschritt freuen. Ideal wäre ein Haus mit hundesicher eingezäuntem Garten in ruhiger Umgebung (bitte nicht inmitten einer Großstadt), wo er seine letzten Jahre in Beschaulichkeit und Geborgenheit verleben darf.

Wenn vielleicht gerade Sie unserem Annius ein richtiges Hundeleben bieten möchten - eines, das diesen Namen auch verdient -, dann zögern Sie nicht und melden sich bei seiner Vermittlerin, die sich riesig auf Sie freut. Vielen, lieben Dank!



Margot Wolfinger

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Nickname 12.01.2026, 16.43 | (0/0) Kommentare | PL

KIRO - JOKER 2. CHANCE?!



Kiro


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2018

Schulterhöhe: 45 cm


Zweifellos gibt es unendlich viele traurige Geschichten rund um unsere Schützlinge. Und natürlich kann man sich fragen, welche von ihnen am ärmsten dran sind: diejenigen, die nie etwas hatten, oder doch jene, die alles verloren haben?

Mit unserem kleinen Kiro möchten wir Ihnen ein „Alles-verloren-Exemplar“ vorstellen. Er hatte eine Familie, ein Zuhause mit Menschen an seiner Seite, die ihn von einem Moment zum anderen im Stich gelassen haben. Was für ein Schock muss es für den sensiblen Rüden gewesen sein, als er sich plötzlich in Lucianas Waldtierheim wiederfand? Sein Verhalten seit diesem Bruch in seinem Leben lässt uns erahnen, wie es dem süßen Kerl seither geht: Er versteht die Welt nicht mehr, ist unsicher und schlichtweg völlig verlassen.





Zurzeit sucht Kiro in dieser traurigen Situation sein Heil noch darin, fremde Menschen erst einmal auf Abstand zu halten. Aber die Fotos und der kleine Film von ihm sprechen eine deutliche Sprache: Es ist keineswegs so, dass der liebe Rüde nicht will - er braucht nur ein bisschen Zeit.




Wir sind sicher, dass dieser Hundebub im besten Alter und von handlicher Größe alle Voraussetzungen mitbringt, um seine Menschen mühelos um die Pfote zu wickeln. Obendrein ist Kiro rundum verträglich mit seinen Artgenossen und versteht sich sogar mit Katzen. Diesen begegnet er unaufgeregt und ruhig, sodass ein Zusammenleben mit Samtpfoten gut vorstellbar ist. Nun braucht er nur noch die richtigen Zweibeiner: Verständnisvolle, geduldige Menschen, die ihn liebevoll den Trennungsschmerz vergessen lassen und mit ihm gemeinsam in ein neues, glückliches Leben starten.





Fühlen Sie sich angesprochen? Dann melden Sie sich doch bitte schnell bei Kiros Vermittlerin! Vielen, lieben Dank!



Sabine Wojtok

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Nickname 02.01.2026, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL

EDELMIRA - LEBEN LERNEN IN HOMÖOPATHISCHEN DOSEN



Edelmira


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 25.03.2019

Schulterhöhe: 57 cm


Es ist das alte, ewig gleiche, aber doch jedes Mal unendlich traurige Lied: Ein Hundekind, ein kleines Welpchen von einigen Wochen oder höchstens Monaten, verschwindet auf Nimmerwiedersehen hinter den dicken Mauern eines italienischen Canile. Dort sitzt es in einer kahlen Betonbox mit Ausblick durch Gitterstäbe auf eine andere kahle Betonbox mit Gitterstäben und wartet; wartet vielleicht auf Futter und Wasser (kommen zwar unregelmäßig, aber meistens doch irgendwann), auf Ansprache und Abwechslung (kommen so gut wie nie), auf ein richtiges Leben (kommt nur äußerst selten und nur für die allerwenigsten der vielen gefangenen Hunde).


So oder ähnlich ergeht es Edelmira - mit der Besonderheit, dass für sie nun endlich Hoffnung auf ein richtiges Leben besteht. Denn obwohl sie seit dem zarten Alter von dreieinhalb Monaten in dem Betonbunker eingekerkert ist, hat sich ihr Blatt in diesem Sommer leicht gewendet. Ihre Strafe für nichts, außer, dass sie als unschuldiges, unerwünschtes Hundekind zur falschen Zeit am falschen Ort war, wurde von lebenslang in möglicherweise vorzeitige Entlassung abgemildert. Edelmira durfte nämlich durch eine gütige Schicksalswende oder eine unerwartete, menschliche Regung der Lagerleitung im August endlich Besuch von den mit uns befreundeten Tierschützern erhalten. Nun setzen wir alles daran, um Edelmira möglichst schnell in die Freiheit zu einer liebevollen Familie oder Einzelperson zu verhelfen.





Edelmira ist eine wunderschöne, schwarzweiße Hündin. Sie wirkt sehr aufmerksam, ihren pharaonenhundähnlichen Ohren scheint kaum etwas zu entgehen. Aber die lange Zeit in der Abgeschnittenheit von der Außenwelt hat bei ihr Spuren hinterlassen. Mehr als sechs ihrer knapp sieben Lebensjahre hat sie in einem immer gleichen, betonierten Rechteck zugebracht. Sie kennt wahrscheinlich jede Spalte, jede Unebenheit in den Mauern. Ihre feine Nase weiß genau, wo ihr Zellengenosse Lynwood noch vor zwei Minuten gelegen hat. Dann standen im August wie aus heiterem Himmel plötzlich wildfremde Menschen in ihrem Kerker, die sie kennenlernen und für einen kurzen Augenblick auf die angrenzende Wiese entführen wollten. Die Tierschützer beschreiben die Situation so: "Edelmira fühlte sich in ihrem Zwinger einigermaßen sicher. Sie kam unterwürfig angekrochen und ließ sich widerstandslos Halsband und Leine anlegen." Sehr mutig für eine Hündin, die in ihrem Leben noch nie zuvor freundlichen, verständnisvollen Menschen begegnet war.




Dann ging es nach draußen. Plötzlich waren ihre Orientierungspunkte – Betonmauern auf drei Seiten und vorn eine Gitterwand – weg, der gewohnte, steinharte Boden war Erde und Gras gewichen, es roch ganz anders; Lynwood, ihr getreuer Schicksalsgefährte, war nicht mehr an ihrer Seite, dafür gab es Bäume und, wenn man genau hinhörte, sogar Vogelgezwitscher. Wie soll ein Hund, der nichts weiter kennt als schmuzigen Steinboden, schimmelige Wände und das verzweifelte Bellen und Winseln seiner Mitgefangenen, mit alldem anfangen?  Edelmira habe vorübergehend ein bisschen die Orientierung verloren, schreiben die Tierschützer. Sie fürchtete sich, war plötzlich überwachsam, wollte fliehen und ließ sich vor lauter Stress nicht mehr anfassen. Nachdem sie sich halbwegs beruhigt hatte, lief sie brav an der Leine.


Für die liebe, aber unsichere Edelmira suchen wir Menschen mit Hundeerfahrung, viel Zeit und viel Geduld. Dazu ein ruhiges Umfeld mit einem sicher eingezäunten Garten, in welchem sich Edelmira aufhalten darf, sollte sie sich anfangs im Haus nicht recht wohlfühlen. Edelmira versteht sich gut mit Rüden, ein netter, umgänglicher Hundekumpel könnte ihr helfen, die ersten Hürden beim Sprung ins neue Leben zu nehmen. Anfangs wird sie viel Ruhe benötigen und einen Ort, an den sie sich zurückziehen, an dem sie schlafen und die vielen neuen Eindrücke nach und nach verarbeiten kann. Wenn sie erst Vertrauen gefasst hat, wird sie bereit sein für kurze Spaziergänge, um die Welt da draußen in kleinen Schritten kennenzulernen, ihre traurige Vergangenheit hinter sich zu lassen und irgendwann auf sicheren Pfoten an der Seite ihrer/ihres Lieblingsmenschen durchs Leben zu spazieren.




Vielleicht gehören Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, zu diesen Herzensmenschen und Hundeversteher(inne)n und haben sich in die hübsche Hündin verliebt? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Edelmira und wir freuen uns riesig auf Sie. Vielen, lieben Dank!

 


Margot Wolfinger

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DIE HORRORNACHT DES JAHRES

steht uns wieder unmittelbar bevor. Darin stimmen wohl die meisten Menscheneltern von Fellkindern sowie alle, für die Tier- und Umweltschutz mehr als nur leere Worthülsen sind, überein: Privates Feuerwerk an Silvester gehört verboten. Viel zu viel Stress und Panik für unsere Mitgeschöpfe, dazu unerträglicher Lärm und tonnenweise Dreck. Gar nicht zu reden von Hunderten entlaufener Hunde und Katzen, verletzter und leider auch toter Wildtiere und Vögel, die es am Neujahrsmorgen zu beklagen gibt – allesamt Opfer unserer menschlichen Vergnügungssucht und Rücksichtslosigkeit. 


Früher gab es bei uns auch ein Feuerwerk – letztmalig vor 48 Jahren, als der Beste und ich uns verlobt haben - allerdings, im Vergleich zur heutigen Massenböllerei, ein recht bescheidenes. Mein Papa hatte am 31. Dezember Geburtstag, was für Familie und Freunde sehr praktisch war, weil sie immer wussten, wohin sie zum Feiern gehen konnten. Papa war unser Pyro… nein, nicht -mane, sondern -techniker. Um Mitternacht gab es eine kleine, aber feine Show: Ein halbes Dutzend wirklich schöner Raketen, sowie zwei Sonnen, die ihren Sternenregen versprühten. Dazu für jeden Gast eine Wunderkerze – das war´s. Keine Kanonenschläge, Knallfrösche und wie diese unsäglichen Krachmacher sonst noch heißen. 


Natürlich spielte dabei auch das Geld eine große Rolle. Feuerwerkskörper waren damals um ein Vielfaches teurer, eine gute Sonne kostete allein schon um die zehn Mark. Heute bekommt man für fünfzehn Euro ein halbes Munitionslager! Und was sind schon fünfzehn Euro? In Rumänien immerhin knapp der Gegenwert von 15 Kilo Trockenfutter, von denen etliche Hunde im Shelter wochenlang leben müssen. 


Da wir beim Thema sind: Über 200 Millionen Euro werden allein die Deutschen in dieser Silvesternacht verpulvern. Ich will gar nicht davon reden, was man mit dem Geld an Gutem tun könnte. Aber überall hörst du sie jammern, wie teuer das Leben geworden ist, dass sie ihre Miete nicht mehr zahlen, ihre Kinder nicht mehr gesund ernähren können, auch der Kaffee ist unerschwinglich geworden. Und hier haben sie auf einmal genug, um es in der Luft verpuffen zu lassen. Mir scheint, vielen geht es immer noch zu gut.


In besagter Neujahrsnacht 1977/78 kam es zu einem Zwischenfall. Unser damaliger Hund war Ajax, ein Dobermann-Schäferhundmix und Papas erklärter Liebling. Umgekehrt galt dasselbe. Ajax hätte sich für sein Herrchen in Stücke reißen lassen – und genau das wäre um ein Haar passiert! Bevor wir alle nach draußen gingen, wurde jedem Gast eingeschärft, er möge bitte die Haustür sorgfältig schließen und darauf achten, dass der Hund drinnen bleibt. Leider hatte dann doch jemand nicht aufgepasst, und Ajax konnte entwischen. Mein Vater hatte gerade eine Rakete angezündet, da stürzte sich der Hund auf den schon brennenden Feuerwerkskörper und biss hinein - wohl um sein geliebtes Herrchen vor dem zischenden Ungeheuer zu beschützen. Der Ärmste versengte sich die Schnauze und büßte sämtliche Barthaare ein. Schlimm genug, aber es hätte für ihn auch ganz anders ausgehen können. Danach gab es bei uns nie wieder ein Feuerwerk. 


Für meine Omi (wie sicher für viele alte Menschen) war die Böllerei besonders schwer zu ertragen. Beim Milleniumswechsel 1999/2000, als hier buchstäblich die Hölle losbrach, hielt sie sich die Ohren zu und sagte: "Siehst du, Kind, so hat es sich angehört, als nachts die Bomben fielen." An diesen Satz muss ich immer denken, wenn hier alljährlich am 31.12. um Mitternacht der Weltuntergang inszeniert wird.


Inzwischen sind nach Umfragen rund 60% der deutschen für ein privates Böllerverbot. Das ist eine klare Mehrheit und ich frage mich, wo bleibt da die Demokratie? Noch eine Frage treibt mich seit langem um, ohne dass ich darauf eine Antwort finde: Warum funktioniert bei uns Menschen alles immer nur durch Verbote und Strafen,  anstelle von Vernunft und Mitgefühl? 


In der heutigen Zeit empfinde ich die Knallerei als besonders rücksichts-, empathie- und gedankenlos. Ich meine, es gibt Millionen Menschen, denen Tag und Nacht die Raketen und sonstige Geschosse um die Ohren fliegen; Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen als wieder einmal in Ruhe ohne Angst schlafen zu dürfen - und wir spielen hier Krieg. Wer das so toll findet, der möge dorthin fahren, wo er real geführt wird. Auswahl an möglichen Reisezielen gibt es genug.


Ich wünsche uns allen ein leises Neues Jahr. Möge uns der ganz große Knall noch eine Zeitlang verschonen.




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DAS IST DIE WIRKLICHKEIT


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HERACLIO - WAS IST GESCHEHEN?


Heraclio

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2020

Schulterhöhe: 65 cm


Es heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber wenn sie stirbt, dann langsam und qualvoll.

Was ist geschehen, Heraclio? Was hat man dir angetan, dass du keinen anderen Ausweg siehst als jedem Menschen, der sich dir nähern will, überdeutlich zu zeigen, dass du einen weiteren Schritt keinesfalls zulassen wirst.

Wenn du mit Ariana und Addison allein in der Zelle bist, drehst du dich ständig um dich selbst; und sobald ein Mensch euer Gefängnis betritt, flüchtest du hinter die Mauer und lässt niemanden herein. Also, was ist passiert? Willst du Ariana und Addison beschützen? Musstest du vielleicht früher einmal mit ansehen, wie deine Geschwister totgeschlagen wurden? Oder hast du selbst Prügel bezogen? Hat man dir gewaltsam eingebleut, Fremden auf die Art zu begegnen? Wir wissen es nicht, und du kannst es uns nicht sagen.


Genau da, mein lieber Heraclio, liegt die Schwierigkeit: Wir müssen für dich ganz besondere Menschen finden. Solche, die wirklich wissen, wie sie dir helfen können. Sie sind echte Hundeflüsterer und sie sind selten. Und eben, weil sie so selten sind, haben sie meist schon Hunde, die besondere Hilfe brauchen, Hunde wie dich.

Aber es gibt sie und wir werden sie suchen. Ich will ehrlich sein: Es könnte lange dauern, bis wir jemanden für dich gefunden haben. Aber wir werden nicht aufgeben. Glaub mir, die Hoffnung stirbt noch lange nicht, denn du bist ganz und gar kein böser Hund. Du bist nur gefangen in einem Schmerz, dessen Ursache wir nicht kennen und aus dem du dich allein nicht mehr befreien kannst - schon gar nicht an dem grauenvollen Ort, welcher jetzt dein Zuhause sein soll. Halte durch, Heraclio, wir stehen dir zur Seite!

Geschätzte Leserinnen und Leser! Wenn Sie unserem Brief an Heraclio bis hierher gefolgt sind, dann wissen Sie, dass wir für ihn Menschen brauchen, die ihm im Idealfall professionell helfen können. Es ist die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen und die Chancen, sie zu finden, stehen nicht besonders gut. Aber Heraclio hat sonst niemanden auf der Welt, der sich dafür interessieren würde, was aus ihm wird. Daher bitten wir Sie (falls Sie ihn nicht selbst aufnehmen können): Sollten Sie jemanden kennen, der vielleicht eine Möglichkeit sieht, zeigen Sie ihm doch Heraclios kleine Vorstellungsseite hier. Wir danken Ihnen von Herzen.



Daniela Koenemann

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 


Telefon
aus Deutschland:

0176 - 24 63 36 19

aus dem Ausland:
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per EMail:

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ÜBER MICH:Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.





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