Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

EINMAL ZUM MOND UND ZURÜCK!



MICHELLE

 

 Hündin

 geb. 2018

 50-55 cm Schulterhöhe

 kastriert, geimpft, gechipt

 

 

Den Weg nach draußen, werde ich ihn jemals schaffen?

 

Wieder einmal stehe ich vor der Frage: Wie fange ich an zu schreiben? Wie gelingt es mir, für Michelle einen Menschen zu finden, dessen Herz ich mit ihrer Geschichte so sehr berühren kann, dass er sich für sie entscheidet?

 

Vielleicht beginne ich damit zu erzählen, was mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt hat - neben all den Hunden, die ich noch vorstellen und deren Lebensgeschichte ich gern in die Welt hinaustragen möchte, damit sie irgendwann die Mauern und Gitterstäbe des Moskauer Shelters Kozhuhovo hinter sich lassen können.



 

Es ist das stille Sterben im Shelter. Ein Sterben, welches sich leise und fast immer unbemerkt vollzieht. Eines, das viel zu oft nach langen Jahren der Einsamkeit, der Härte, der Entbehrung und des Leidens kommt und kein Aufsehen von sich macht. Es nimmt die alten, aber auch immer mehr jüngere Hunde mit hinter den Regenbogen, in eine hoffentlich bessere Welt.

 

Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.

 

Aber das stimmt nicht. Jeder einzelne Hund, jedes Leben und jede gerettete Seele zählt. So ist dieses stille Sterben zugleich auch Antrieb und Motivation, um weiterzumachen und so vielen Hunden wie möglich die Gelegenheit zu bieten, dass sie gesehen werden. Sie sollen ins Licht gerückt werden und bei guten Menschen ein Leben in Sicherheit, Geborgenheit und Liebe führen dürfen.

 

MICHELLE wurde gemeinsam mit ihren Schwestern von einer jungen Frau in einem Wald entdeckt – in einem Pappkarton ausgesetzt zum Sterben. Damals waren die Geschwisterchen ungefähr zwei Monate alt. Mit der Abgabe der Hundekinder begann für die Finderin auch ihre Zeit als Freiwillige im Shelter. Sie brachte fünf kleine Welpen und fand sich unvermittelt unter Tausenden verlassener Hunde wieder.

 



Leider konnte sie trotz größter Bemühungen bis heute kein Zuhause für Michelle finden. Zwei von deren Schwestern hatten Glück, sie wurden recht schnell adoptiert; zusammen mit Michelle sitzen nun noch die beiden übrigen Hundemädchen – Lapa und Tata – in Shelterhaft. Der nächste Winter naht mit Riesenschritten, und es treibt uns die bange Frage um: Wird es für Michelle, ihre Schwestern und für so viele andere schon bald zu spät sein?

 

Denn das üble Futter, welches höchstens den Magen vorübergehend füllt, jedoch keinerlei Nährwert besitzt, hat deutliche Spuren an Michelle, ihren Schwestern und zahllosen weiteren Hunden hinterlassen. Das Zufüttern durch die Freiwilligen kann die Defizite nicht ausgleichen, es kann den Hunger nicht stillen und ist letzten Endes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Obendrein kommt es in den beengten Zwingern immer häufiger zu Beißereien; die Schwächeren, diejenigen, die entkräftet sind und sich nicht behaupten können, werden die ersten Opfer sein. Mit Sorge erinnern wir uns an die eisigen Temperaturen des vergangenen Winters. Hunde ohne Reserven haben dann für immer verloren.



 

Die junge Frau, die Michelle und ihre Schwesterchen damals im Wald fand und nun deren Betreuerin ist, beschreibt die Hündin als unglaublich liebevoll und sanft. Michelle liebt sie innig und vertraut ihr blind – so als wüsste sie, wem sie ihr Leben verdankt. Fremden gegenüber hält sie sich erst zurück, taut aber schnell auf, wenn sie spürt, dass man ihr nichts Böses will. Bei fremden Menschen ist Michelle erst zurückhaltend, taut dann aber schnell auf. Sie läuft ruhig und gelassen an der Leine, obwohl es im Shelter immer laut und stressig ist und manche Hundebegegnung nicht immer ganz problemlos verläuft. Wohlgemerkt: Keiner dieser Hunde ist bösartig; sie sind einfach nur verzweifelt und haben gelernt, dass Angriff manchmal die beste – weil einzige – Verteidigung ist.

 

Für die empfindsame Michelle soll dieser Leidensweg nun ein Ende haben. Sie soll endlich leben dürfen, in einem schönen Zuhause bei verständnisvollen und geduldigen Menschen, mit denen Michelle durch dick und dünn gehen kann und die ihr versprechen, sie zu lieben – bis zum Mond und wieder zurück!



 

Michelles Geschichte in Bildern und beim Gassi im Shelter:

 

 

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Vermittlerkontakt/Fragen:


Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org


https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Nickname 15.08.2022, 18.34 | (0/0) Kommentare | PL

WAS ZÄHLT, IST NUR DER AUGENBLICK



BORKA kam als Welpe 2010 ins russische Shelter "Kozhuhovo". Die Jahre vergingen, aus dem kleinen verängstigten Welpen wurde ein stattlicher Rüde… und nun ein Senior.


Doch so hart sein Leben auch war, seine Fröhlichkeit konnte ihm nichts und niemand nehmen. Die freiwilligen Helfer sagen über ihn: "Unser Borka ist der positivste und fröhlichste Typ! Das Alter ist für ihn kein Hindernis. Schließlich ist er nur nach den Unterlagen ein erwachsener Hund und in der Seele ein ewiger Welpe."


Borka liebt es zu laufen, zu spielen und zu buddeln… am liebsten alles auf einmal. Aber wie könnte man es ihm auch verdenken? Sein Alltag besteht aus einem Außenzwinger von 3 Quadratmetern Größe, den er sich mit mehreren Hunden teilt… und das bereits sein Leben lang. Seit 10! langen Jahren.


Nur am Wochenende, wenn die freiwilligen Helfer ins Shelter kommen, öffnen sie auch seinen Zwinger. Dann darf auch er für eine kurze Zeit in den Auslauf. Dort vergisst Borka alles, was war. Vergisst die Einsamkeit, die Enge und die Trostlosigkeit. Für Borka zählt dann nur der Moment. Sein Moment.




Die dunklen Zeiten holen ihn ja doch früh genug wieder ein. Spätestens nach einer Stunde Glück folgt das Unvermeidbare – die Rückkehr in den Zwinger und dann eine Woche warten. Das war schon immer so… und wird wohl auch immer so sein.


Denn Borka ist einer von vielen, einer von 3000 Hunden allein in diesem Shelter.


Und doch hoffen wir auf einen Menschen, der erkennt, wie besonders und liebenswert Wirbelwind Borka ist. Noch hat er die Chance, dass sein Schicksal sich doch noch wenigstens ab jetzt zum Guten wenden könnte. Aber dazu braucht Borka endlich ein Zuhause.


Seine Betreuer vermuten, dass in Borkas Genen auch etwas Windhund steckt. Dies erklärt vielleicht etwas seine angeborene Aktivität und Verspieltheit, die nicht mit dem Alter verblasst.




Deshalb suchen wir für Borka liebe Menschen, die ihr Herz auch einem 10-jährigen Hund schenken… aber auch sein aktives, verspieltes Wesen zu schätzen wissen.
Da Borka bisher nichts als das Leben im Shelter kennt, benötigt er Menschen an seiner Seite, die ihm helfen all das Neue und Interessante zu entdecken und ihm Sicherheit geben.


Borka ist freundlich zu Menschen und im Kontakt mit ihm vertrauten Personen zeigt er seine pure Lebensfreude. Bei Fremden braucht er Zeit, um Vertrauen zu fassen.


Borka ist gut verträglich und freundlich zu seinen Artgenossen und spielt gerne mit jedem, der auch mit ihm spielt. Er wurde 2010 geboren, ist ca. 60-65 cm hoch und bereits geimpft, gechipt und kastriert.


Wir suchen, wie für all unsere Hunde, nur eine Endstelle für Borka. Ob er sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht zuverlässig testen.


Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!


https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde


https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Nickname 15.08.2022, 18.34 | (0/0) Kommentare | PL

EIN GEFANGENER ERZÄHLT




DARF ICH DICH GANZ KURZ IN MEINE WELT FÜHREN?


Dein Leben ist bestimmt schön… Du hast ein Dach über dem Kopf, das Dich vor Schnee und Regen schützt. Du triffst vermutlich Menschen, die Dich gernhaben und die für Dich da sind, die Dich unterstützen, wenn es Dir mal schlecht geht. Du kannst schöne Dinge erleben… auch wenn es nur ein kleiner Spaziergang in der Natur ist. Du kannst Dich an einen See legen, wenn die Sonne im Sommer erbarmungslos scheint. Im Winter hast Du wahrscheinlich einen Ofen oder eine Heizung, die Dich nicht frieren lassen. Du hast ein weiches Bett, in dem Du Dich schlafen legen kannst. Du kannst sicher einschlafen und Dich Deinen Träumen hingeben, ohne ständig wachsam sein zu müssen… zumindest hoffe ich das für Dich.


Nimm Dir bitte nur einige Minuten Zeit, um mein Leben kennen zu lernen - es kostet Dich nichts, außer ein paar Minuten! Mein Leben sieht etwas anders aus… ich habe einen kleinen Außenzwinger von 3 qm, den ich mir mit Artgenossen teile und das jeden einzelnen Tag. Jeder Tag ist einer, an dem ich keine Bewegung, Ansprache oder sonstiges erhalte. Wenn ich abends meine Augen schließe, bin ich dennoch immer wachsam… denn man weiß ja nie, was so passiert! Ein weiches Bett ist für mich meilenweit entfernt… ich liege 365 Tage in einer Holzhütte… wenn ich viel Glück habe, wird diese im Winter mit etwas Stroh ausgelegt. Im Winter kämpfe ich darum, dass ich bei bis zu -40 Grad irgendwie überlebe…. Im Sommer ist das leider auch nicht anders. Wenn die Sonne ohne Erbarmen auf meinem Körper brennt, kann ich nur hoffen, dass ich irgendwo in meinem Zwinger ein kleines Stückchen Schatten finde. Einen Spaziergang oder einen See kenne ich nicht… Ein wirkliches Dach über den Kopf hatte ich noch nie. Doch das Allerschlimmste ist, dass sich niemand wirklich um mich schert, dass die meisten Menschen mich noch nicht einmal sehen, und dabei bräuchte ich so dringend einen wahren Freund.




Ich möchte mich bestimmt nicht beschweren, denn ich bin am Leben, kann sehen, hören und fühlen… doch so manches Mal wünsche ich mir, dass ich das nicht könnte. Mein Leben muss nicht mehr gerettet werden, das wurde es schon vor vielen Jahren… doch seit 8 Jahren möchte mich niemand mehr haben, seit 8 Jahren interessiert sich niemand mehr für mich! 


Sei mir bitte nicht böse, dass ich vielleicht ein wenig neidisch auf Dein Leben bin…. ich versuche meins auch einfach so zu nehmen. Eine andere Möglichkeit habe ich sowieso nicht! Meine Betreuer geben ihr Bestes, um mir die Hoffnung und die Träume zu erhalten… aber irgendwann ist auch das zu wenig! Und in manchen stillen Minuten wünsche ich mich an einen Ort... diesen Ort kenne ich zwar nicht, aber es muss doch noch etwas anderes geben, als das was ich hier habe (kaum einer kann sich überhaupt eine Vorstellung davon machen).




Ich würde so gerne Gras unter den Pfoten fühlen, würde gerne sicher in einem weichen Körbchen einschlafen dürfen. Morgens würde ich gerne Deine weiche Hand auf meinem Kopf fühlen… fühlen, dass es da jemanden gibt in dieser großen weiten Welt, dem ich nicht gleichgültig bin. 




Doch natürlich weiß ich auch, dass sich die Menschen nicht um mich reißen... ich bin alt, unscheinbar und habe außer einem großen Herz nichts zu bieten. Ich gehe davon aus, dass ich für immer hier bleiben werde... aber noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben.
Noch nicht... vielleicht habe ich noch eine winzig kleine Chance?!


Ich bin nur einer von unzähligen Hundesenioren hier im Shelter Kozhuhovo, die wie ich seit vielen Jahren vergeblich auf "ihren" Menschen warten. Wenn Ihr ernsthaft Interesse an uns habt, könnt Ihr Euch gern an eine unserer Vermittlerinnen wenden.


https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde

 

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

 



DANKE FÜR DEINE ZEIT UND FÜR DEINE GEDULD!



Nickname 15.08.2022, 18.34 | (0/0) Kommentare | PL

BALSAM FÜR DIE GEBROCHENE SEELE



KORI


Hündin

13 Jahre alt (geb. Mitte 2008)

 55-60 cm Schulterhöhe

kastriert, geimpft, gechipt

 

 

Gibt es vielleicht irgendwo doch noch jemanden für mich, der die dunklen Schatten von meiner Seele nimmt und mich nach Hause in Sicherheit bringt?

 

Kori lebt seit 2011 im Shelter Kozhuhovo. Das bedeutet nicht weniger als zehn Jahre vergebliches Warten, vergebliches Hoffen. 

 

Das Leben im Shelter ist hart. Unbarmherzig beugt es jede Hundeseele, denn irgendwann siegt die Hoffnungslosigkeit – so auch über die scheue Kori.



 

Lange hat es gedauert, bis Kori sich getraute, die kleine Holzkiste in ihrem Zwinger zu verlassen. Und bis heute zeigt sie praktisch keinerlei Gefühlsregung weder Freude, noch Abwehr – Kori lässt alles willenlos über sich ergehen. Nur wenn man in ihre bernsteinfarbenen Augen schaut, erkennt man darin ihre abgrundtiefe Traurigkeit und die ganze Last ihres schweren, entbehrungsreichen Lebens.



 

Kori ist hinter den Sheltermauern zur Seniorin geworden. Dort gibt es jedoch keinerlei Sonderbehandlung für die Alten - und für eine schwarze, hochbetagte Hündin erst recht keine Chance, unter dreitausend Leidensgefährten irgendwie aufzufallen oder gar jemandes Herz zu gewinnen.

 

Einzig die freiwilligen Helfer, die am Wochenende ins Shelter gehen, um den Hunden das Leben dort wenigstens für kurze Zeit ein wenig erträglicher zu machen, sehen diese überaus liebe Hündin und ihr bitteres Los. Sie baten uns um Hilfe, um vielleicht doch noch ein Gnadenplätzchen für Kori zu finden.

 

Kori ist eine bedächtige und zurückhaltende Hündin. Stellt man sich auf sie ein, dann wagt sie es, zaghaft Kontakt aufzunehmen. Gern schaut sie sich ihr Gegenüber zunächst in aller Ruhe an und beginnt irgendwann damit, vorsichtig zu schnuppern – ein Zeichen dafür, dass das Eis ganz allmählich bricht. Ihre Betreuerin sagt, behutsame Gesten und ein sanfter Umgang tun Koris gebrochener Seele sichtlich gut.



 

Kori bei einem kurzen Spaziergang an der Leine mit ihrer Betreuerin durch die Sheltergänge:

 

 

Das Video ist schon 3 Jahre alt, denn leider gibt es diese Möglichkeit für einen einzelnen Hund nur selten.

 

Für Kori suchen wir ein ruhiges Zuhause mit geregeltem Tagesablauf bei lieben und verständnisvollen Menschen, bereit sind, ohne große Erwartungen ihr Herz an einen dreizehnjährigen Hund zu verschenken. Ein netter und souveräner Hundefreund an ihrer Seite wäre für Kori eine große Hilfe, um sich im neuen Heim einzugewöhnen und in einem Leben zu orientieren, von dem sie bis dahin nicht einmal träumen durfte.

 

Kori verhält sich Menschen gegenüber freundlich und lässt sich gern von ihren Betreuern streicheln. Wenn sie sich für die betagte Hundedame entscheiden sollten, geben Sie ihr bitte Zeit, um Vertrauen zu Ihnen zu fassen. Mit ihren Artgenossen hat sich Kori stets gut vertragen. In all den vielen Jahren kam es von ihrer Seite niemals zu einem Zwischenfall.



 

Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Für Kori suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

 

Liebe Kori, aus tiefstem Herzen hoffe ich, dass es auch für Dich noch den einen Menschen gibt, bei dem Du Dich geborgen fühlen darfst und für den Du etwas ganz Besonderes bist.



 

Vermittlerkontakt/Fragen:

 

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Nickname 15.08.2022, 18.34 | (0/0) Kommentare | PL

EIN LIED AUS ALTEN ZEITEN

"I have a dream, a fantasy to help me through reality". So sangen ABBA in einem ihrer erfolgreichen Hits. Ich habe auch einen Traum. Ich träume von einer Welt, in der es keine Tierschutzgesetze und keine Tierschützer mehr gibt. Beide sind überflüssig geworden, weil die Tiere nicht länger des Schutzes bedürfen. Der Mensch hat endlich erkannt, dass diese seine Brüder und Schwestern sind und dass die GOLDENE REGEL nicht nur für den Umgang mit seinesgleichen, sondern mit allen Geschöpfen auf Erden gilt.


(Zur Erinnerung: Der Hauptgedanke hinter der Goldenen Regel ist, dass man mit anderen so umgehen sollte, wie man es auch selbst gerne hätte. Einfach ausgedrückt: Verhalte dich deinen Mitmenschen gegenüber so, wie auch du von ihnen behandelt werden willst. Wir kennen diese Regel meistens in der Umkehrform als Sprichwort: Was du nicht willst, das man dir tu', das füge keinem anderen zu.) 


Vielleicht lächeln Sie jetzt mitleidig und sagen: Träum weiter, Mädchen. Genau das tue ich, weil solche Träume mir dabei helfen, in der Wirklichkeit zu überleben.


https://www.facebook.com/1603017826660908/

videos/638280130252744/


http://www.saving-angels-deutschland.de/

Nickname 15.08.2022, 18.34 | (0/0) Kommentare | PL

LEBEN, WIR KOMMEN!

Der Freiheit und dem Glück so nah - 11 Hunde dürfen endlich in ein besseres Leben reisen – ein Leben, welches den Namen auch verdient.


 

Ich habe sie Ihnen hier alle vorgestellt, jeden mit seinem ganz eigenen, traurigen Schicksal. Es einte sie, dass sie jahre-, manche sogar lebenslang ohne Hoffnung auf einen Ausweg im riesigen Shelter „Kozhuhovo“ ihr armseliges Dasein fristen mussten. 


Umso glücklicher sind wir, dass sie nun endlich doch von „ihren“ Menschen gesehen wurden und ihr Leben einen versöhnlichen Ausklang finden soll. Ganz besonders freut es uns, dass dieses Mal so viele alte und schwarze Hunde dabei sind, die es immer noch am schwersten haben.


Die Vierbeiner reisen auf dem Landweg von Moskau nach Deutschland. Eine anstrengende Fahrt für die Tiere, an deren Ende liebe Menschen sehnsüchtig darauf sie warten, sie in ihre Arme zu schließen. 


Das große Abenteuer beginnt schon am kommenden Wochenende, und natürlich stellen uns die Reisekosten wie immer vor eine besondere Herausforderung. Die Schutzgebühren, die wegen des fortgeschrittenen Alters vieler Hunde reduziert sind, decken nicht annähernd die Kosten des gesamten Transports; denn diese beinhalten die Abschlussuntersuchungen, die üblichen Bluttests, Zollgebühren, Broker auf beiden Seiten für den EU-Übertritt und vieles mehr.


Damit dies gelingen kann, starten wir für Timon, Kori, Borka, Taiga, Zhuk, Patty, Yula, Ronnie, Aria, Mara und Vasilisa nun unsere Reisepfötchenaktion. Es handelt sich um virtuelle Pfötchen, die den Hunden bei der Ausreise helfen sollen. Ein Reisepfötchen steht für einen Betrag von 10,- €. Insgesamt benötigen unsere Hunde für ihre Ausreise von 135 virtuellen Pfötchen. Werden nun 10,- € gespendet, hinterlässt der Spender einen Pfötchenabdruck. Diesen machen wir auf unserem Reispatenfoto sichtbar, bis 135 Pfötchenabdrücke den Sheltergang entlang zum Ausgang hinführen. 


Sollten nicht alle 135 Pfötchen zusammenkommen, reisen die Hunde natürlich trotzdem in ihr neues Leben. Den fehlenden Betrag steuern wir dann aus der Vereinskasse bei. Bisher haben wir es mit vereinten Kräften noch jedes Mal geschafft und dafür sagen wir von ganzem Herzen "DANKESCHÖN!"


Möchten Sie auch gern 'Pfötchen geben'? Dann wenden Sie sich bitte an uns!


Bei Fragen:


Ulrike Worringer

Handy: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org


https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos



Nickname 15.08.2022, 18.34 | (0/0) Kommentare | PL

WARUM?



 

Es tut mir unendlich leid.
Bitte verzeiht mir, wenn Ihr könnt.
Ich liebe Euch.
Danke.

Nickname 15.08.2022, 18.34 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

ZUM LEBEN ZU WENIG, ZUM STERBEN ZU VIEL



MARA/MARUSHKA


Hündin

geb. 2009

ca. 45 cm Schulterhöhe

keine Krankheiten bekannt

geimpft, gechipt, kastriert

 

Zu schwarz, zu klein, zu unscheinbar – ist das die Endstation?

 

Mara (von den Betreuern liebevoll Marushka genannt) kam 2010 als blutjunge Hündin ins Shelter Kozhuhovo. Dieses gigantische Gefängnis für mehr als 3000 Hunde sollte fortan ihr Zuhause sein. Zwei lange Jahre fiel Mara niemandem auf, als eine der wenigen Kleineren ging sie in der Masse der unzähligen Hunde einfach unter. Sie versuchte sich, so gut es ging, in einer Umgebung durchzukämpfen die man sich kaum unwirtlicher denken kann:

 

Enge, kahle Außenzwinger, in denen immer drei bis vier Hunde zusammenhocken. Minderwertiges, geschmackloses Futter, welches zwar den Magen füllt, jedoch weder richtig sättigt noch den Körper mit dem versorgt, was ein Hund für ein gesundes Leben braucht.

 

Brütend heiße Sommer, in denen es vor der Hitze und der stickigen Luft, die sich in den Zwingern staut, kein Entrinnen gibt. Eisige, erbarmungslose Winter, in denen lediglich eine einfache Holzhütte die Hunde notdürftig vor der schneidenden Kälte schützt.

 

Trotz aller Widrigkeiten hat Mara hat es irgendwie geschafft, im Shelter zu überleben.


Einfach war es nicht für sie. Weil sie so klein ist und sich kaum verteidigen kann, wurde sie immer wieder von den größeren, kräftigen Hunden attackiert. Diese sind beileibe nicht bösartig – nur verzweifelt und brauchen ein Ventil. 

 

Deshalb traut sich Mara auch nicht mit den anderen Hunden in den gemeinsamen wöchentlichen Auslauf. Sie wartet auf ihre Betreuer, mit denen sie in den Bereich direkt vor den Zwingertüren darf. Solange jemand bei ihr ist, fühlt sich die kleine Hündin sicher.




Wenn sie Glück hat und einmal genügend Zeit bleibt, dann geht Mara auf dem Sheltergelände auch kurz Gassi, immer in engem Kontakt zum menschlichen Begleiter.

 

Nun ist die bezaubernde, unglaublich liebenswerte Mara im Shelter alt geworden und zählt inzwischen zu den Langzeitinsassen. Weil sie kaum Gelegenheit hat sich zu bewegen, wiegt sie leider zu viel. Denn auch wenn das Futter nicht schmeckt, so ist Fressen doch die einzige Möglichkeit, sich die Langeweile zu vertreiben und die Traurigkeit und Einsamkeit zu betäuben.

 

Noch hat Mara eine Chance, dieses furchtbare Hundegefängnis lebend zu verlassen. Dafür braucht es nur Sie, damit die liebebedürftige Hündin ihr Herz an Sie verschenken darf. Auch wenn sie rein äußerlich vielleicht nicht zu den absoluten Schönheiten zählt – wobei Schönheit ja doch immer im Auge des Betrachters liegt – verbirgt sich in ihrem Innern ein reicher Schatz, den es zu entdecken gilt.


Für unsere Mara wünschen wir uns ein ruhiges Zuhause, in dem nicht allzu viel von ihr erwartet wird und sie einfach Hund sein darf; gern mit einem freundlichen, älteren Artgenossen zur Gesellschaft.




 

Mara, von ganzem Herzen wünschen wir Dir, dass auch Du einmal Glück hast und Deine letzten Jahre in der Liebe und Geborgenheit einer eigenen Familie verleben darfst!

 

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Für Mara suchen wir, wie für alle unsere Schützlinge, ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

 

Vermittlerkontakt/Fragen:


Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org


https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)

Nickname 14.08.2022, 17.58 | (0/0) Kommentare | PL

FÜR IMMER UND EINEN TAG



CHERNYSH


Rüde

55 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2007

geimpft, gechipt, kastriert

Zwingernummer: PS Moskau

 

Zwei Seelen – ein Schicksal: Ebenso wie Reksik, den ich Ihnen kürzlich vorgestellt habe, kam auch Chernysh als Fundtier ins Kuzhuhovo. Also wurde auch er nicht mehr geliebt, nicht mehr gewollt, auf die Straße gesetzt und seinem Schicksal überlassen. Erste Aufzeichnungen über ihn durch seine Betreuer gibt es 2011; das heißt, auch er feiert ein trauriges Jubiläum, nämlich 10 Jahre Sheltereinerlei.


Im vergangenen Herbst bemerkten die Freiwilligen, dass Chernysh immer ruhiger und matter wurde. Sie sorgten sich so sehr um ihn, dass sie beschlossen, ihn in einer Hundepension unterzubringen. Chernysh musste dringend seinen winzigen Aussenzwinger verlassen –heraus aus Kälte und Nässe und der fehlenden Bewegungsfreiheit. Sei seinem Umzug geht es Chernysh deutlich besser und er lebt zusehends auf. 




Die Menschen, die mit ihm zu tun haben, beschreiben Chernysh als äußerst freundlichen, in sich ruhenden Hundemann. Bei Spaziergängen mit seinen Betreuern läuft er brav und ohne Ziehen oder Zerren an der Leine.


Dieser menschenbezogene Hundesenior ist einfach nur lieb. Nie drängt er sich in den Vordergrund, ist jedoch überglücklich, wenn ihm Aufmerksamkeit zuteil wird. Und obwohl er mit Artgenossen bestens auskommt, verträglich ist, ist ihm die Nähe zum Menschen viel wichtiger.




Chernysh befindet sich zwar nicht mehr im Shelter, aber dennoch fehlt ihm ein eigenes Für-immer-Zuhause. Die meisten Hundepensionen in Moskau sind vergleichbar mit kleinen deutschen Tierheimen – zwar hat er es dort tausendmal besser als im Shelter (dazu gehört allerdings auch nicht viel), aber dennoch muss er auch hier viele Stunden am Tag eingesperrt in einem Zwinger verbringen.




Eine Adoption in seinem Heimatland ist aussichtslos, denn mag der Hund auch noch so einen goldenen Charakter haben – schwarz, groß und obendrein alt sind in Russland absolute No – Gos.


Daher wünschen wir uns für den zauberhaften Chernysh auf seine alten Tage nette Menschen, bei denen er sein eigenes Körbchen im Warmen und mit vollem Familienanschluss beziehen darf.




https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)


https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)

Nickname 14.08.2022, 17.58 | (0/0) Kommentare | PL

WEM ERZÄHLST DU DEINE TRÄUME?



PUSHOK

 

Rüde

geb. etwa November 2013

50/55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

streichelnde Hände auf Lebenszeit gesucht


Sie fragen (völlig zu Recht), warum ein so niedlicher, fluffiger Vierbeiner wie Pushok auch nach Jahren immer noch kein Zuhause gefunden hat? Nun ja, es sind einfach zu viele auf der Suche, und die freiwilligen Helfer können nicht jeden der neu Eingelieferten immer sofort präsentieren. Obendrein fehlt es an guten Geistern: Auf rund dreitausend Fellnasen kommen nur etwa einhundert Betreuer. Da dauert es oft lange, bis die Hunde überhaupt auffallen und gesehen werden, und viele schaffen es nie.

 

Dabei ist Pushok ein überaus freundlicher und sehr geselliger  Bursche, der die Menschen liebt und ihre Nähe sucht, wann immer sich ihm die Gelegenheit dazu bietet. Dann wirft er sich vor ihnen auf den Rücken und fordert sie auf - mit einem Blick, der auch noch die letzten Eisberge zum Schmelzen bringen könnte – ihm die Brust und den Bauch zu kraulen.



 

Der niedliche Rüde fristet schon seit dem November 2016 sein Dasein in dem unüberschaubaren Hundegefängnis. Über sein früheres Leben wissen wir leider nichts; jedoch so freundlich und zutraulich, wie er sich den Betreuern gegenüber verhält, muss er wohl zu jemandem gehört und ein Zuhause gehabt haben.


Das Shelter ist aufgeteilt in vier Sektoren, von A bis D. Zu jedem der Sektoren gehört ein eingezäunter Auslauf, in dem sich die Hunde einmal in der Woche für ein Stündchen austoben, miteinander spielen und mit viel Glück – denn der Andrang ist groß – von den Betreuern ein paar Streicheleinheiten abholen können.  Pushok, dessen Zwinger im Sektor B liegt, kommt mit allen seinen Artgenossen wunderbar aus. Sein bester Freund ist Chernos; mit ihm und zwei weiteren Schicksalsgefährten teilt sich Pushok den kleinen Außenzwinger.



 

Aber das Größte ist es für den anhänglichen Rüden, wenn er sich in der Nähe der Betreuer aufhalten darf. Besonders glücklich ist er, wenn sie ihm hin und wieder einige mitgebrachte Leckerlis zustecken; eine willkommene Abwechslung zu dem schrecklichen Shelterfutter, das weder schmeckt, noch sättigt. Durch die fehlenden Nährstoffe hat Pushok, wie viel andere Hunde auch, mit den Jahren fast alle seine Zähne verloren, was das Kauen des faden Trockenfutters für ihn immer schwieriger macht.

 

Wovon mag Pushok träumen, wenn es nachts stockdunkel und totenstill im Shelter ist und er zusammengerollt in seinem kahlen Zwinger liegt? Vielleicht träumt er von einer weichen Decke oder einem bequemen Körbchen in einem schönen Zuhause bei herzensguten Menschen, die ihn verwöhnen mit köstlichem Dosenfutter, das er nur noch zu schlucken braucht und das ihn richtig satt macht – die ihm vor allen Dingen die Liebe und Geborgenheit schenken, die er seit Jahren so schmerzlich vermisst.



 

Über einen netten Artgenossen würde sich Pushok bestimmt freuen. Katzen dagegen sind eher nicht seine Welt - wie seine Betreuerin berichtet, fürchtet er sich vor den Stubentigern und ergreift die Flucht, wenn er ihnen begegnet.

 

Möchten Sie dem niedlichen Hundemann gern seinen großen Traum erfüllen? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht. Vielen lieben Dank!

 

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Pushok und Chernos in ihrem kleinen Zwinger im Shelter:

 

 

Pushok, ein wahrer Kuschelbär:

 

 

 

Vermittlerkontakt/Fragen:

 

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org


https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Nickname 14.08.2022, 17.58 | (0/0) Kommentare | PL

2022
<<< August >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01020304050607
08091011121314
15161718192021
22232425262728
293031    
ÜBER MICH:Geboren vor 67 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.





Einige Beiträge dieses Blogs enthalten
kostenfreie, unbestellte Werbung
durch Bilder, Namensnennung und/oder Verlinkung,
welche meinen persönlichen Geschmack wiedergeben
und KEINE Kaufempfehlung darstellen!
Besucherzaehler