Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: WIE DAS LEBEN SO SPIELT

SPÄTSOMMER, TEIL 8: WAS SAGST, DU WER STEHT DRAUSSEN?

Kennen Sie die Geschichte aus "Klein Erna", in der Frau Puvogel mit ihrem hölzernen Hörrohr in der Kirche sitzt und sich der um Ruhe und Ordnung besorgte Kirchendiener bei Beginn der Predigt von hinten an sie heranschleicht und ihr zuzischelt: "Beste Frau, ein TUUT mit dem Ding, und Sie sind draußen"?


Nun kann man zwar in heutiger Zeit das Hörrohr von damals durch einen Minisender hinterm Ohr ersetzen, doch nicht jeder, der in frühreren Zeiten das Gras wachsen hörte, verfügt über so ein Teil. Außerdem versteht man ja nur deshalb nicht alles, weil das Radio zu laut ist, draußen gerade ein LKW vorbeifährt oder der Sprechende fürchterlich nuschelt.


Diese Ausreden des Betroffenen können sich über einige Jahre hinziehen, ohne dass die Beschaffung einer Hörhilfe erforderlich wäre. Eine einigermaßen tolerante Familie kann mit diesem Zustand leben, zumal sich bei der alltäglichen Standardfrage "Was hast du gesagt?" durchaus auch belebende Momente ergeben, die zur Belustigung innerhalb der häuslichen Gemeinschaft beitragen. Besonders reizvoll ist der Zustand, wenn sowohl Er" als auch "Sie" dieser geringen Hörschwäche erlegen ist, was mit nachfolgenden Beispielen belegt werden kann:


Wenn "Sie" morgens beim Aufwachen gähnt, "eigentlich bin ich noch gar nicht wach" und "Er" versteht, "wer war eigentlich heute Nacht auf unserem Dach?", so kann man davon ausgehen, dass der Tag für beide fröhlich beginnt. Die Stimmung kann sich fortsetzen, wenn "Er" sich im Keller wiederfindet, weil verstanden wurde: "Hole mir die Matratze aus dem Keller", obwohl gesagt wurde "unsere Katze futtert immer schneller". Auch wäre denkbar, dass "Er" an "Sie" die Bitte richtet, die leere Tomatendose nicht fortzuwerfen, denn die sei für die Pinsel in seiner Werkstatt und "Sie" mit der Frage antwortet: "Seit wann bist du in der Gewerkschaft?"


Sollte sich allerdings einmal bei einer Autofahrt die Situation ergeben, bei der "Sie" an einer Kreuzung die Warnung ausspricht: "Die Ampel ist rot" und "Er" mit der Frage antwortet: "Wer ist tot?", so wäre sicherlich zu empfehlen, den Beistand eines Ohrenarztes einzuholen.


(D. Ibbeken)


Fazit: In allen anderen Fällen sollte der erheiternden Situationskomik wegen auf die Anschaffung jeglicher Hörhilfen verzichtet werden. Das könnte so manchen vor Kopfschmerzen oder gar einem Hörsturz bewahren, wenn man beispielsweise ihn direkt vor seiner Haustüre hat:



Nickname 07.07.2020, 20.30 | (0/0) Kommentare | PL

SPÄTSOMMER, TEIL 5: GUTE FRAGE

Mann beim Arzt: "Herr Doktor, wie kann ich 100 Jahre alt werden?" Arzt: "Rauchen Sie?" Patient: "Nein." Arzt: "Wie sieht es mit dem Alkohol aus?" Patient: "Ich trinke nicht." "Arzt: "Essen Sie gern reichlich?" Patient: "Nein." Arzt: "Und wie steht es mit der Liebe?" Patient: "Ich lebe enthaltsam." Arzt: "Wieso wollen Sie dann überhaupt so alt werden?" (Erzählt von Herrn B., 77 Jahre)


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Ein altes Mütterlein stürzt die Treppe hinunter. Arzt kommt - Operation gelungen - mindestens drei Wochen lang kein Treppensteigen. Vier Wochen später kommt ein Anruf vom Mütterlein: "Herr Doktor, kann ich nun endlich wieder Treppen steigen - es wird mir allmählich langweilig, immer die Dachrinne rauf- und runterzuklettern..." (Erzählt von Frau R., 91 Jahre)



Nickname 04.07.2020, 18.42 | (0/0) Kommentare | PL

VERGANGEN, VERGESSEN, VORÜBER




Einfach die Vergangenheit hinter sich lassen dürfen...


Irgendwann im Jahr 2015 war es, als Tutsi von den Hundefängern ins Shelter gebracht wurde. Gefangen wurde sie auf den Straßen Moskaus, auf denen sie schon einige Jahre herumirrte, in der Hoffnung auf einen Menschen, der ihr vielleicht ein Zuhause schenken möchte.


Aber dies wollte niemand, denn sie hatte in der ersten Zeit im Shelter einfach nur Angst vor den Menschen. Was muss sie wohl alles erduldet haben? Und nicht nur die Menschen machten ihr Angst. Auch die Enge, das laute Gebell und die fremden Gerüche. Alles bedeutete Stress für Tutsi.


Und so brauchte sie lange, um sich mit der Situation zu arrangieren. Die Betreuer versuchten immer wieder, ihr Vertrauen zu gewinnen. Aber bei jedem Versuch wollte Tutsi nur flüchten. Einfach nur weg. Nichts von den Menschen wissen.


Eines Tages änderte Tutsi jedoch ihr Verhalten. Sie kam ihren Betreuern ein wenig näher, ließ sich streicheln. Stück für Stück lernte sie, ihren bekannten Menschen zu vertrauen. Sie lernte an der Leine zu gehen, lernte, dass von Menschen nicht nur Schlechtes ausgeht.




Und so machten ihre Betreuer sich auf die Suche nach einem Zuhause für Tutsi. Ein Zuhause, in dem man Verständnis für Tutsi hat. Ein Zuhause, in dem sie ankommen darf und ihre Vergangenheit hinter sich lassen kann. Ein eigenes Zuhause, was aber in Russland nicht gefunden wurde.


Aber vielleicht ja hier? Bei Menschen, die Tutsi die Zeit geben, die sie braucht um Vertrauen zu fassen. Menschen, die ihr eine andere Welt zeigen möchten. Eine Welt in Frieden, Liebe und mit einem eigenen Körbchen.


Tutsi ist eine ca. 50 cm große (Schulterhöhe) Collie-Mischlingshündin, die ca. 2011 geboren wurde. Sie ist kastriert, gechipt und geimpft und könnte schon bald zu ihren Menschen fliegen. Tutsi hat im Shelter gelernt, an der Leine zu gehen, kann hier aber bestimmt noch einiges dazu wenig lernen. Dem Menschen gegenüber ist Tutsi freundlich, braucht bei Fremden aber ein wenig Zeit, um Vertrauen zu fassen. Mit den anderen Hunden im Shelter ist Tutsi verträglich, daher wäre es schön, wenn im neuen Zuhause bereits ein Hund lebt, an dem sie sich orientieren kann. Ob Tutsi sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht mit Gewissheit sagen. Auch nicht, wie sie auf kleine Kinder reagiert.




Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für Tutsi ausschließlich eine Endstelle suchen.


Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kollegin Diana Rinke
eMail: d.rinke@tierschutz-miteinander.de
Mobil: 0171-1406060

Nickname 03.07.2020, 19.05 | (0/0) Kommentare | PL

WOHL BEKOMM´S!

Fast jeder zweite deutsche Mann besitzt einen. Manche tragen ihn stolz zur Schau, andere strengen sich mächtig an, um ihn möglichst zu verstecken. Vielen Frauen gefällt das muckelige, runde Ding in der Körpermitte ihres Liebsten; sie betrachten es als zusätzliche "erotische Nutzfläche". 

Die Rede ist hier vom Bierbauch, dem mittlerweile sogar ein eigener Gedenktag gewidmet wurde. Zu Recht, oder was meinen Sie? Warum soll man(n) sich schließlich mit einem Sixpack zufriedengeben, wenn er ein ganzes Fässchen haben kann? Doch Vorsicht: Allzu viel ist ungesund, diese Regel gilt auch hier. Mit jedem Zentimeter, den die Speckrolle wächst, vergrößert sich nämlich das Risiko von Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes und sogar Krebs. Trotzdem wollen wir den Freunden von Hopfen und Malz den Genuss nicht vermiesen. Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren - nur eben in Maßen und nicht in Massen.

Na dann, zum Wohl!


Nickname 26.06.2020, 15.09 | (0/0) Kommentare | PL

ACH, DU DICKES EI!


Wie man sich´s abgewöhnt: „Schnäppchen! Marlboro aus gesundheitlichen Gründen zum D-Mark Preis abzugeben“


Keine faulen Ausreden: „Wenn Sie diese Rechnung nicht erhalten, ist das kein Grund, den unten stehenden Betrag nicht zu zahlen.“


Lernen im Schlaf: „Junger Lehrer sucht Zimmer mit Bett, in dem Unterricht erteilt werden kann“


Das ist fair: „Ich muss zugeben, dass die Zeugin die reine Wahrheit sagt, auch wenn sie meine Schwiegermutter ist.“


Polyglottes Gebrüll: „Übernehme Schreiarbeiten in Deutsch, Englisch, Französisch“


Kaum zu glauben: „Was Sie da gerade behaupten, wird meinen verstorbenen Bruder ebenfalls überraschen!“


„Starren Sie gut, quatsch, stottern Sie, nein ich - na, das muss doch möglich sein: strafen Sie – ist ja ´ne Strafe, dabei wollte ich Ihnen nur einen guten Start in die Woche wünschen!“


Den wünschen wir auch!

Nickname 13.04.2020, 09.00 | (0/0) Kommentare | PL

HOCHPROZENTIGES BEI SONNENAUFGANG



Ich erinnere mich, wie mir meine ostpreußische Omi von diesem Brauch erzählte. In ihrem Heimatstädtchen Barten gab es ein Flüsschen, zu dem sie als junges Mädel mit ihren Freundinnen zum "Osterwasser holen" ging. Das war eine Tradition für die holde Weiblichkeit in der Ortschaft. Dabei gingen die Frauen und Mädchen am Morgen des Ostersonntags bei Sonnenaufgang los, um Wasser vom Brunnen, Bach oder Fluss zu holen. Dem Osterwasser wurden besondere Eigenschaften zugeschrieben. Neben seiner heilenden Kraft wurde ihm auch eine Förderung der Fruchtbarkeit nachgesagt. Wenn verheiratete Frauen sich also mit dem Osterwasser wuschen, sollten sie schneller schwanger werden. Für junge Mädchen hieß es, dass das Osterwasser ihre Schönheit zum Vorschein bringen würde. Und wenn eine gerade frisch verliebt war, sollte sie das Osterwasser auf den Mann oder Burschen ihrer Träume sprenkeln, der dann die Zuneigung erwidern würde.



Je nach Region gab es dabei aber ein Hindernis: Der Kniff an der Sache war, beim Osterwasser holen entweder nicht gesehen zu werden oder aber kein Wort auf dem Hin- und Rückweg zu sprechen, sonst würde das Osterwasser seine Wirkung verlieren. Stellen Sie sich bitte eine Horde von unentwegt schnatternden Teenagern vor, die plötzlich für längere Zeit mucksmäuschenstill sein sollen. Eine echte Herausforderung! Erschwert wurde das Unterfangen durch den männlichen Teil der Bevölkerung im Ort. Die Herren der Schöpfung versuchten nämlich, die Frauen beim Osterwasser holen zu erwischen oder auf dem Rückweg ins Gespräch zu verwickeln.


Heutzutage gibt es das "Osterwasser" immer noch, es wird aber nur noch selten auf die traditionelle Weise geholt. Das lässt sich denken - versuchen Sie mal, eine Fünfzehnjährige am Feiertag in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett zu holen, nur für ein paar Schlucke Wasser! Deswegen ist "Osterwasser" inzwischen ein anderes Wort für einen guten Schnaps, der beim Osterfestmahl zu sich genommen wird. Na dann, wohl bekomm´s!



Nickname 12.04.2020, 05.45 | (0/0) Kommentare | PL

BLÖD UND FAUL?

Die Mutter sitzt abends spät noch in der Küche und färbt die Ostereier, ganz heimlich hinter verschlossener Tür.

Der kleine dreijährige Sohn steht plötzlich in der Tür und sieht die Mutter beim Eierfärben. "Mutti, was machst du denn da?" "Ach weißt du, der Osterhase hat doch gerade so viel Arbeit und ich wollte ihm einfach dabei helfen." "Arme Mutti, das ist aber lieb von dir."
Am nächsten Tag gehen sie in ein großes Kaufhaus. Sie stehen auf der Rolltreppe und durch die Regale sieht der Dreijährige einen großen Osterhasen, im Gras liegend, mit einer Möhre in der Pfote. Das Kind ruft empört: "Schau Mutti, dieser faule Sack! Der liegt da im Gras und du kannst für ihn schuften!"




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Der Osterhase geht in den Bäckerladen und sagt zu dem Bäcker: "Fünf Brötchen, du Blödmann!" Der Bäcker ist verärgert, aber Kunde ist Kunde; und so packt er dem Hasen die Brötchen ein. Am nächsten Tag kommt der Hase wieder und verlangt: "Fünf Brötchen, du Blödmann!" Natürlich ist der Bäcker wütend, aber der Kunde ist schließlich König. Er schweigt und packt dem Hasen die Brötchen ein. Am dritten Tag dasselbe Spiel: "Fünf Brötchen, du Blödmann!" Da reißt dem Bäcker die Geduld und er schreit den Hasen an: "Jetzt hör mir gut zu, Osterhase hin oder her. Wenn du noch einmal kommst und frech wirst, hänge ich dich an dem Haken da oben in der Decke auf." Am nächsten Tag kommt der Hase wieder und fragt: "Hast du Seil?" Der Bäcker: "NEIN!" Darauf der Osterhase: "Dann kannste mich auch nicht aufhängen, also gib mir fünf Brötchen, du Blödmann!"


Allen ein vergnügtes Osterfest!

Nickname 11.04.2020, 10.15 | (0/0) Kommentare | PL

JA, WER BIN ICH DENN?

In metallic-blauer Schrift auf einem Kuvert aus goldfarbener Knisterfolie leuchtet es mir entgegen: „Herzlichen Glückwunsch, liebe Frau D.! Sie wurden als V.I.P. Kundin von uns ausgewählt…“ Wie denn, ich als V.I.P.? Na, da soll doch gleich…! Ich ahne schon, was mich erwartet, und richtig: In dem nobel aussehenden Umschlag steckt der brandneue Katalog eines Modehauses für Damen ab Konfektionsgröße 42. Alles, was die stärkere Frau in der kommenden Herbst/Wintersaison so trägt, fotografiert an bildhübschen Zwanzigjährigen mit, na sagen wir, höchstens Größe 36. Wir erinnern uns: Zielgruppe soll hier Mrs. Molly und nicht Miss Twiggy sein! Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Also, Mode für die Saison 2020/21. Donnerwetter, die haben vielleicht ein Tempo drauf! Ich habe noch nicht einmal meine Garderobe für den diesjährigen Sommer aufgefrischt; ganz abgesehen davon, dass die meisten von uns zurzeit wohl andere Sorgen haben dürften. Auf der Titelseite geht es dann folgendermaßen weiter:


„…Sie kommen als Erste (Frage: Und Einzige? Wenn man das so liest, könnte man es fast glauben) in den Genuss unserer Kollektion für die Saison Herbst-Winter 2020/21. Für Ihre Vorabbestellung bis 20.04.2020 aus unserem neuen Katalog bedanken wir uns mit lohnenden Vorteilen: 


Geschenk 1: praktischer Multifunktionswecker (brauchen wir nicht, unsere Fellkinder sorgen mit ihren kalten Nasen schon dafür, dass wir nicht verpennen)


Geschenk 2: Gutschrift über 10 € für Sie (wenn ich nichts bestelle, spare ich mehr)


Extra: bevorzugte Lieferung ab Anfang September 2020"


Das ist ja wohl der Hohn auf Socken! Ich kaufe doch heute nichts, was ich erst in fünf Monaten bekomme. Geduld ist nicht meine Stärke, und wenn ich überhaupt etwas bestelle, dann will ich es möglichst schon gestern geliefert haben. Außerdem, wer sagt, dass ich im September noch Mode für große Größen brauche? Schließlich könnte ich bis dahin abnehmen. Na schön, vielleicht nicht gleich mehrere Kleidergrößen und erst recht nicht über die "Eiszeit" (am liebsten Zitrone und Stracciatella). Aber das wissen die ja nicht.


Regelmäßig finde ich mindestens drei solcher Druckerzeugnisse, alle ganz ähnlich marktschreierisch aufgemacht, in unserem Hausbriefkasten vor. Pro Woche? Nicht doch, pro Tag! Woher wissen die bloß alle, wie ich heiße und wo ich wohne, obwohl ich noch nie etwas bei ihnen geordert habe? Ganz zu schweigen von der Flut an Flyern diverser Pizzalieferdienste, Handwerksbetriebe und Gärtnereien, dem Kirchenblättchen und den Wurfsendungen sämtlicher ortsansässiger Discounter. Für die kleinen, unscheinbaren, dafür aber immens wichtigen Briefe – Liebesgrüße vom heimlichen Verehrer, Steuergutschrift vom Finanzamt, das kommt schon mal vor! – bleibt kaum noch Platz, und man muss höllisch aufpassen, dass man sie nicht versehentlich mit all dem unerwünschten Papierkram in der blauen Tonne entsorgt. Unser Postbote hat jedes Mal seine liebe Not, den ganzen Wust in unseren Briefkasten zu stopfen, der sich dann wegen Überfüllung oft nur mit Gewalt öffnen lässt. Aber das ist noch längst nicht alles. Neulich kam der Katalog eines bekannten Versandhauses mit vier Buchstaben sogar per Paketauto. Der Wälzer wog mindestens drei Kilo und war ungefähr so dick wie der 10. Band des Großen Brockhaus (die Älteren erinnern sich: Das ist ein auf Papier gedrucktes Lexikon, also ein Buch).


Der Text auf Umschlag oder Titelblatt variiert von Firma zu Firma, Inhalt und Aussage bleiben sich dagegen stets gleich. Papier ist geduldig; ich bin es nicht, und ich merke, wie ich beim Lesen immer mehr erröte. Vor Freude? Nein, vor Wut und das aus mehreren Gründen.


Erstens: Halten die mich echt für so bescheuert, dass ich ihnen abkaufe, gerade ich sei unter Tausenden - ach was sage ich, Hunderttausenden - auserwählt worden, diese tollen, extra für mich designten Modelle zu erwerben und zu tragen? Nicht wahr, da fühle ich mich doch gleich wie Claudia Schiffer, Heidi Klum und Naomi Campbell in einer Person! Und wäre es wirklich an dem, was um Himmelswillen sollen all die anderen, minder Privilegierten in der kommenden Saison anziehen? Oder müssen die nackt herumlaufen?


Zweitens: Wissen die Verantwortlichen für diese überflüssigen Papierberge noch immer nicht, welchen Schaden Folien und ähnliche Verpackungen in der Umwelt anrichten? (Dazu fällt mir ein: Wer, zum Teufel, ist eigentlich irgendwann auf den idiotischen Einfall gekommen, bunte Blumensträuße in Klarsichtfolie zu verpacken, die man noch nicht einmal wiederverwenden kann, weil sie beim Versuch, den Tesafilm abzuziehen, todsicher zerreißt?) Abgesehen davon haben die Prospektmacher und ihre Auftraggeber wohl auch nichts vom Sterben des Regenwaldes gehört. Das Papier für ihre bunten Hochglanzblätter wird bekanntlich aus Holz gemacht, und woraus bestehen Bäume? Aus Holz. Botschaft angekommen? Ein paar Zyniker werden jetzt einwenden, dass das vorhin erwähnte Lexikon schließlich auch auf Papier gedruckt wurde; aber das lässt sich ja wohl nicht vergleichen. 


Alle meine Bemühungen, die lästigen Briefkastenverstopfer loszuwerden, sind kläglich gescheitert. Ich habe versucht, sie telefonisch abzubestellen. Das Gespräch ging natürlich auf meine Kosten, weil die meisten Unternehmen wenig kundenfreundliche, gebührenpflichtige 01805er Rufnummern verwenden. Dutzende von Mails habe ich geschrieben, mit der Bitte, meine Daten doch schleunigst aus dem Firmencomputer zu löschen. Ich habe geweint, gebettelt und gedroht. Es war vergebens. Man kann oder will mich einfach nicht verstehen. Prospekte und Kataloge flattern weiterhin munter ins Haus - und wandern gleich darauf ungelesen in den Müll.


Bisher glaubte ich, das Kürzel V.I.P. stände für „Very Impotent Person“. In Wahrheit bedeutet es aber etwas ganz anderes, nämlich: „Vollkommen Irrsinnige Papierschwendung“!

Nickname 28.03.2020, 18.46 | (0/0) Kommentare | PL

OUR DAILY SOUP - BITTE AUCH EIN WENIG FÜR MICH!



Heute hat´s mal wieder nicht gereicht, und ich bin leer ausgegangen. Ich bin ja so klein und auch schon alt. Die jüngeren, kräftigeren Hunde drängeln und schubsen mich beiseite. Sie sind genauso hungrig wie ich, und jeder will seinen Anteil haben. Die lieben Menschen tun, was sie können. Aber es reicht hinten und vorne nicht, um uns alle satt zu kriegen. Wir sind einfach zu viele, und es kommen immer mehr.




WARUM IST DAS SO???


WARUM MÜSSEN WIR GEBOREN WERDEN,

 WENN UNS NIEMAND WILL???


Vielleicht habe ich morgen mehr Glück. Jetzt verkrieche ich mich in meiner Ecke und versuche zu schlafen. Vorher lecke und knabbere ich noch eine Weile an meinen Pfoten. Die sind schon ganz wund, aber der Schmerz lenkt mich ab vom Kneifen und Ziehen in meinem Bäuchlein.


 DER HUNGER TUT SO WEH…!!!



Nickname 31.01.2020, 19.22 | (0/0) Kommentare | PL

FRIEDE, FREUDE, WEIHNACHTEN...




Die Großmutter zur Enkelin: "Du darfst dir zu Weihnachten von mir ein schönes Buch wünschen!" - "Fein, dann wünsche ich mir dein Sparbuch!"

***


Der Vater will seine vierjährige Tochter zum Weihnachtsfest überraschen. Er leiht sich ein Weihnachtsmannkostüm aus, zieht es sich im Schlafzimmer an, bewaffnet sich mit Sack und Rute und geht in das Wohnzimmer, wo seine Tochter und seine Frau sind, und sagt sein Sprüchlein auf: "Drauß' vom Walde komm' ich her. Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr, und überall auf den Tannenspitzen, sah ich die goldenen Lichtlein blitzen."
Darauf die Tochter: "Mama, ist der Papa wieder mal besoffen?"


***


Josef und Maria sind auf Herbergssuche. Leicht genervt klopft Josef an die zwölfte Tür. Der Wirt öffnet, es entsteht folgender Dialog:
Josef: "Habt Ihr Quartier für mich und meine Frau?"
Wirt: "Nein, alles ausgebucht!"
Josef: "Aber seht doch, meine Frau ist hochschwanger!"
Wirt: "Da kann ich doch nichts für..."
Josef: "Ich doch auch nicht!"


***


Die beiden Kinder streiten sich ausgerechnet am Heiligabend heftig und laut um die Weihnachtskekse. Die Mutter ist völlig entnervt und jammert: "Könnt ihr beide denn nicht ein einziges Mal einer Meinung sein?" Antwort der Kinder: "Sind wir doch - wir wollen beide die gleichen Kekse!"


Nickname 26.12.2019, 13.45 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 64 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.

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