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Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Mensch

HERACLIO - WAS IST GESCHEHEN?


Heraclio

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2020

Schulterhöhe: 65 cm


Es heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber wenn sie stirbt, dann langsam und qualvoll.

Was ist geschehen, Heraclio? Was hat man dir angetan, dass du keinen anderen Ausweg siehst als jedem Menschen, der sich dir nähern will, überdeutlich zu zeigen, dass du einen weiteren Schritt keinesfalls zulassen wirst.

Wenn du mit Ariana und Addison allein in der Zelle bist, drehst du dich ständig um dich selbst; und sobald ein Mensch euer Gefängnis betritt, flüchtest du hinter die Mauer und lässt niemanden herein. Also, was ist passiert? Willst du Ariana und Addison beschützen? Musstest du vielleicht früher einmal mit ansehen, wie deine Geschwister totgeschlagen wurden? Oder hast du selbst Prügel bezogen? Hat man dir gewaltsam eingebleut, Fremden auf die Art zu begegnen? Wir wissen es nicht, und du kannst es uns nicht sagen.


Genau da, mein lieber Heraclio, liegt die Schwierigkeit: Wir müssen für dich ganz besondere Menschen finden. Solche, die wirklich wissen, wie sie dir helfen können. Sie sind echte Hundeflüsterer und sie sind selten. Und eben, weil sie so selten sind, haben sie meist schon Hunde, die besondere Hilfe brauchen, Hunde wie dich.

Aber es gibt sie und wir werden sie suchen. Ich will ehrlich sein: Es könnte lange dauern, bis wir jemanden für dich gefunden haben. Aber wir werden nicht aufgeben. Glaub mir, die Hoffnung stirbt noch lange nicht, denn du bist ganz und gar kein böser Hund. Du bist nur gefangen in einem Schmerz, dessen Ursache wir nicht kennen und aus dem du dich allein nicht mehr befreien kannst - schon gar nicht an dem grauenvollen Ort, welcher jetzt dein Zuhause sein soll. Halte durch, Heraclio, wir stehen dir zur Seite!

Geschätzte Leserinnen und Leser! Wenn Sie unserem Brief an Heraclio bis hierher gefolgt sind, dann wissen Sie, dass wir für ihn Menschen brauchen, die ihm im Idealfall professionell helfen können. Es ist die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen und die Chancen, sie zu finden, stehen nicht besonders gut. Aber Heraclio hat sonst niemanden auf der Welt, der sich dafür interessieren würde, was aus ihm wird. Daher bitten wir Sie (falls Sie ihn nicht selbst aufnehmen können): Sollten Sie jemanden kennen, der vielleicht eine Möglichkeit sieht, zeigen Sie ihm doch Heraclios kleine Vorstellungsseite hier. Wir danken Ihnen von Herzen.



Daniela Koenemann

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Nickname 22.05.2026, 17.00 | (0/0) Kommentare | PL

CHUCKY - WAS IST EIN WEITERES JAHR?



Chucky


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2013

Schulterhöhe: 60 cm


Es gibt Zahlen, die brennen sich in die Seele, wenn man sie laut ausspricht. 2.920 ist so eine Zahl. Aber mehr noch: Es sind 8 Jahre, es sind 2.920 Nächte, in denen Chuckys ganze Welt aus nacktem, kaltem, grauem Stein bestand.

Lesen Sie diese Zahl bitte noch einmal ganz langsam: 2.920…  Und dann schließen Sie bitte kurz die Augen.

Seit 2018 atmet dieser arme Hund die Enge eines Zwingers. Während draußen die Jahreszeiten wechselten, Menschen lachten und das Leben in tausend Farben spielte, war die einzige Antwort auf sein Flehen nach Liebe das hohle Echo seiner eigenen Pfoten auf hartem Beton; einem Boden, der im Winter die Glieder gefrieren lässt und im Sommer die Hitze staut, bis die Luft zum Schneiden dick ist.





Acht Jahre Stein. Drei Mal Wiese.


Lesen Sie auch das noch einmal und dann schließen Sie bitte wieder kurz die Augen. In dieser unendlich langen Zeit durfte Chucky ganze drei Mal - nur drei flüchtige Augenblicke in fast einem Jahrzehnt - weiches Gras unter seinen Pfoten spüren. Das war zuerst 2022, dann 2023 und schließlich heute, im Jahr 2026. Drei selige Augenblicke, in denen er kurz vergessen durfte, dass er eigentlich lebendig begraben ist. Spüren Sie diesen Stich im Herzen? Das ist Ihr Mitgefühl, welches Ihnen zuschreit: Das ist falsch!




Acht Jahre Einsamkeit. Drei Mal Aufmerksamkeit.


Fast alle - Tiere und Menschen - wären an dieser Vereinsamung zerbrochen. Sie wären bösartig geworden oder stumpfsinnig in einer Ecke verkommen. Chucky jedoch hat etwas getan, das uns Menschen tief beschämt: Er hat sich geweigert, den Glauben an das Gute zu verlieren. Er hat sich geweigert, den Hass zu lernen. Wenn die Gittertür sich für die wenigen Minuten der Besuche öffnet, drückt er seinen alten, schweren Körper gegen das kalte Metall; nicht, um mit Gewalt zu fliehen, sondern um für eine einzige Sekunde die Wärme einer menschlichen Hand zu spüren. Sein Blick ist eine stumme, herzzerreißende Frage: "Schaut her, ich mache alles richtig. Bin ich immer noch nicht gut genug für die Freiheit?"




Acht Jahre Warten. Nur noch wenig verbleibende Zeit.


Die Uhr tickt jetzt unerbittlich und wir kämpfen einen verzweifelten Krieg gegen den Beton. Chucky zählt 14 Jahre. Er ist in diesem Zwinger alt geworden. Seine Gelenke schreien vor Schmerz vom ewigen Liegen auf dem harten Untergrund, sein Körper ist todmüde, seine Kraft schwindet mit jedem Atemzug. Er hat fast ein Jahrzehnt darauf gewartet, dass jemand seinen Namen ruft. Er träumt davon, sich einmal in der Sonne wälzen zu dürfen, ohne danach das metallische Knallen der Stahltür zu hören, die ihn wieder in die Dunkelheit verbannt.





Ihm läuft die Zeit mit Siebenmeilenstiefeln davon. Es gibt nur noch zwei Möglichkeiten für Chuckys Ende: Entweder er stirbt irgendwann einsam und unbeweint auf diesem kalten Stein, den er seit acht Jahren anstarrt. Oder wir finden jetzt, in letzter Sekunde, den Menschen, der ihm zeigt, dass das Leben mehr sein kann als ein Gefängnis. Chucky braucht keine Villa. Er braucht nur das Versprechen, dass sein letzter Atemzug nach Sommerregen und Blumen riecht, anstatt nach feuchtem, schmutzigem Beton.





Sie sind der einzige Mensch auf dieser Welt, der seine Geschichte noch umschreiben kann. Sie brauchen keine acht Jahre, um sein Leben zu retten. Sie brauchen nur acht Sekunden, um zum Hörer zu greifen und Chuckys Vermittlerin anzurufen. Bitte lassen Sie den Stein nicht das letzte sein, das er fühlt.





Und sollte es bei Ihnen nicht passen, dann: Danke, dass Sie Chucky nicht einfach übersehen. Danke, dass Sie anderen von ihm erzählen und ihnen diesen Text zu lesen geben. Vielleicht ist ja genau sein Mensch dabei und Chuckys Wunder beginnt bei Ihnen.




Margot Wolfinger

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Nickname 09.05.2026, 20.03 | (0/0) Kommentare | PL

KIRO - JOKER 2. CHANCE?!



Kiro


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2018

Schulterhöhe: 45 cm


Zweifellos gibt es unendlich viele traurige Geschichten rund um unsere Schützlinge. Und natürlich kann man sich fragen, welche von ihnen am ärmsten dran sind: diejenigen, die nie etwas hatten, oder doch jene, die alles verloren haben?

Mit unserem kleinen Kiro möchten wir Ihnen ein „Alles-verloren-Exemplar“ vorstellen. Er hatte eine Familie, ein Zuhause mit Menschen an seiner Seite, die ihn von einem Moment zum anderen im Stich gelassen haben. Was für ein Schock muss es für den sensiblen Rüden gewesen sein, als er sich plötzlich in Lucianas Waldtierheim wiederfand? Sein Verhalten seit diesem Bruch in seinem Leben lässt uns erahnen, wie es dem süßen Kerl seither geht: Er versteht die Welt nicht mehr, ist unsicher und schlichtweg völlig verlassen.





Zurzeit sucht Kiro in dieser traurigen Situation sein Heil noch darin, fremde Menschen erst einmal auf Abstand zu halten. Aber die Fotos und der kleine Film von ihm sprechen eine deutliche Sprache: Es ist keineswegs so, dass der liebe Rüde nicht will - er braucht nur ein bisschen Zeit.




Wir sind sicher, dass dieser Hundebub im besten Alter und von handlicher Größe alle Voraussetzungen mitbringt, um seine Menschen mühelos um die Pfote zu wickeln. Obendrein ist Kiro rundum verträglich mit seinen Artgenossen und versteht sich sogar mit Katzen. Diesen begegnet er unaufgeregt und ruhig, sodass ein Zusammenleben mit Samtpfoten gut vorstellbar ist. Nun braucht er nur noch die richtigen Zweibeiner: Verständnisvolle, geduldige Menschen, die ihn liebevoll den Trennungsschmerz vergessen lassen und mit ihm gemeinsam in ein neues, glückliches Leben starten.





Fühlen Sie sich angesprochen? Dann melden Sie sich doch bitte schnell bei Kiros Vermittlerin! Vielen, lieben Dank!



Sabine Wojtok

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Nickname 08.05.2026, 16.29 | (0/0) Kommentare | PL

BENOIT - NACHTRAG: DIE ZEIT LÄUFT AB



Benoit

Rasse: Labradormischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2023

Schulterhöhe: 66 cm

 

25/11: Jedem, der Benoit zum ersten Mal sieht, fällt sofort sein Blick auf: helle, warme Augen, die so viel erzählen: von Enttäuschung, Hoffnung und dem unbändigen Wunsch, endlich gesehen zu werden. Seit zwei Monaten sitzt er eingesperrt in einem der kahlen Betonboxen eines schlimmen Caniles, in welchem sein einziger Lichtblick Olena ist, mit der er sich friedlich den Zwinger teilt. Dieser düstere Ort ist wahrlich nicht fürs Leben eines jungen Hundes gemacht.





Benoit zählt erst ungefähr zweieinhalb Jahre; ein stattlicher, schneeweißer Hundebub mit unbekannten Wurzeln. Weit wichtiger als seine Herkunft ist jedoch sein Wesen: Er wird als unglaublich gefühlvoller, kontaktfreudiger und menschenbezogener Hund beschrieben, der sehnsüchtig nach Nähe sucht und jede noch so kleine Zuwendung aufsaugt wie ein Verdurstender. Zu lange wartet er schon und vermisst einen - seinen - Menschen. Soviel an Liebe wie er braucht, soviel hat er auch zu geben.



So berichteten wir über Benoit im November des vergangenen Jahres. Seitdem hat sich etwas verändert, leider nicht zum Guten. Benoit hat sichtlich an Gewicht verloren. Er wirkt angeschlagen, sein Allgemeinzustand ist besorgniserregend. Die warmen, hellen Augen, die so viel erzählten, sprechen jetzt vor allem von Erschöpfung. Leider wurde Benoit inzwischen positiv auf Leishmaniose getestet. Zwar ist die Krankheit unheilbar, sie lässt sich aber mit einem kostengünstigen Medikament in der Regel problemlos in Schach halten. Ohne Behandlung führt sie jedoch früher oder später unweigerlich zum Tod.





In diesem Hundelager gibt es weder eine tierärztliche Betreuung oder Behandlung, noch eine lebensrettende, tägliche Tablette. Benoit stirbt - aber nicht, weil es keine andere Lösung gäbe, oder weil eine Therapie zu teuer und zu aufwändig wäre; sondern einzig und allein, weil er in diesem Hundegefängnis niemandem genug wert ist, um ihm täglich eine einfache, preiswerte Tablette zu verabreichen.





Benoits heller, warmer Blick hofft noch immer, aber er wird schwächer, er baut immer mehr ab. Die Krankheit frisst sich durch seinen Körper, während er in seinem Zwinger sitzt und auf Menschen wartet, die nicht kommen. Das ist kein erfundenes Drama, das ist die Wirklichkeit, die jetzt, in diesem Augenblick passiert. Seine Uhr tickt unaufhaltsam, Benoit rennt die Zeit davon.




Bitte, wenn Sie es irgend ermöglichen können, seien Sie der Mensch, dem Benoit genug wert ist; bevor aus "schwächer" "zu schwach" und aus "drängend" "zu spät" wird. Benoit hat nicht mehr viel Zeit und er hat nur Sie. Vielen, lieben Dank!




Margot Wolfinger

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Nickname 01.05.2026, 19.34 | (0/0) Kommentare | PL

HALCYON - WECK MICH, BEVOR DU GEHST



Halcyon


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.10.2024

Schulterhöhe: 45 cm



Hab keine Angst, lieber Halcyon. Durch irgendeinen unerklärlichen und grausamen Zauber bist du zu Deinem ersten Geburtstag in einen tiefen Schlaf gefallen und seitdem in einem Albtraum gefangen. Er handelt von einer engen, vergitterten Zellle, von weinenden und wimmernden Zellengenossen, von Kot und Urin auf nassem Beton, von Hoffnungslosigkeit, Schmerzen und Elend, wohin man schaut.



Du, ein bildhübscher Hundebub mit großen Augen, die ungläubig diesen Schrecken sehen - du wirst bald wieder aufwachen und dich in einer besseren Welt wiederfinden. Du wirst mit deinem treuen Blick und deiner lieben, sanftmütigen Art mühelos die Menschen bezaubern, die sich für dich entscheiden und alles dafür tun werden, dass deine (brutal von Menschenhand) verkürzte Rute wieder fröhlich wedelt, dass dein Mut, dich anzuschließen, zu suchen, mit viel Kuscheln und Streicheln belohnt wird. Du wirst endlich Futter bekommen, das richtig gut schmeckt und dich nicht nur mehr schlecht als recht notdürftig am Leben erhält. Du wirst spannende Spaziergänge unternehmen, dich behaglich in der Sonne räkeln und in einem richtigen Haus dein eigenes, weiches Bettchen haben, statt dich auf dem harten, rauen Beton deiner Zelle wundzuliegen.





Schon bald werden deine Menschen kommen und dich aus deinem Albtraum wecken. Sie werden deine Vermittlerin anrufen und die bösen Geister verjagen. Du wirst es ihnen mit all deiner Liebe und Anhänglichkeit danken!




Liebe Leserinnen, liebe Leser! Was wir hier beschrieben haben, ist das, was wir sehen, wenn wir die wenigen Fotos und Videos aus dem Hundelager bekommen. Auch wir denken dann, das alles kann doch nur ein böser Traum sein. Leider ist es die traurige Wirklichkeit in den italienischen Hundegefängnisssen.


Abschließend möchten wir Ihnen kurz schildern, was wir über Halcyon wissen: Er teilt sich seine kleine Box friedlich mit weiteren Rüden und Hündinnen. Anfangs wirkt er wie ein kleiner, verstörter Hund mit angstvoll aufgerissenen Augen, der ganz still sitzenbleibt, um nur ja nicht aufzufallen. Aber wenn man freundlich mit ihm spricht und er merkt, dass man ihm nichts Böses will, beruhigt er sich schnell und sucht von sich aus den Kontakt zu uns Menschen. Er kann schon an der Leine laufen und vertraut den Menschen, wenn er sie erst ein bisschen näher kennt.



Sabine Wojtok

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Nickname 10.04.2026, 20.52 | (0/0) Kommentare | PL

EINMAL ZUM MOND UND ZURÜCK! MICHELLE



MICHELLE

 

 Hündin

 geb. 2018

 50-55 cm Schulterhöhe

 kastriert, geimpft, gechipt

 

 

Den Weg nach draußen, werde ich ihn jemals schaffen?

 

Wieder einmal stehe ich vor der Frage: Wie fange ich an zu schreiben? Wie gelingt es mir, für Michelle einen Menschen zu finden, dessen Herz ich mit ihrer Geschichte so sehr berühren kann, dass er sich für sie entscheidet?

 

Vielleicht beginne ich damit zu erzählen, was mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt hat - neben all den Hunden, die ich noch vorstellen und deren Lebensgeschichte ich gern in die Welt hinaustragen möchte, damit sie irgendwann die Mauern und Gitterstäbe des Moskauer Shelters Kozhuhovo hinter sich lassen können.



 

Es ist das stille Sterben im Shelter. Ein Sterben, welches sich leise und fast immer unbemerkt vollzieht. Eines, das viel zu oft nach langen Jahren der Einsamkeit, der Härte, der Entbehrung und des Leidens kommt und kein Aufsehen von sich macht. Es nimmt die alten, aber auch immer mehr jüngere Hunde mit hinter den Regenbogen, in eine hoffentlich bessere Welt.

 

Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.

 

Aber das stimmt nicht. Jeder einzelne Hund, jedes Leben und jede gerettete Seele zählt. So ist dieses stille Sterben zugleich auch Antrieb und Motivation, um weiterzumachen und so vielen Hunden wie möglich die Gelegenheit zu bieten, dass sie gesehen werden. Sie sollen ins Licht gerückt werden und bei guten Menschen ein Leben in Sicherheit, Geborgenheit und Liebe führen dürfen.

 

MICHELLE wurde gemeinsam mit ihren Schwestern von einer jungen Frau in einem Wald entdeckt – in einem Pappkarton ausgesetzt zum Sterben. Damals waren die Geschwisterchen ungefähr zwei Monate alt. Mit der Abgabe der Hundekinder begann für die Finderin auch ihre Zeit als Freiwillige im Shelter. Sie brachte fünf kleine Welpen und fand sich unvermittelt unter Tausenden verlassener Hunde wieder.

 



Leider konnte sie trotz größter Bemühungen bis heute kein Zuhause für Michelle finden. Zwei von deren Schwestern hatten Glück, sie wurden recht schnell adoptiert; zusammen mit Michelle sitzen nun noch die beiden übrigen Hundemädchen – Lapa und Tata – in Shelterhaft. Der nächste Winter naht mit Riesenschritten, und es treibt uns die bange Frage um: Wird es für Michelle, ihre Schwestern und für so viele andere schon bald zu spät sein?

 

Denn das üble Futter, welches höchstens den Magen vorübergehend füllt, jedoch keinerlei Nährwert besitzt, hat deutliche Spuren an Michelle, ihren Schwestern und zahllosen weiteren Hunden hinterlassen. Das Zufüttern durch die Freiwilligen kann die Defizite nicht ausgleichen, es kann den Hunger nicht stillen und ist letzten Endes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Obendrein kommt es in den beengten Zwingern immer häufiger zu Beißereien; die Schwächeren, diejenigen, die entkräftet sind und sich nicht behaupten können, werden die ersten Opfer sein. Mit Sorge erinnern wir uns an die eisigen Temperaturen des vergangenen Winters. Hunde ohne Reserven haben dann für immer verloren.



 

Die junge Frau, die Michelle und ihre Schwesterchen damals im Wald fand und nun deren Betreuerin ist, beschreibt die Hündin als unglaublich liebevoll und sanft. Michelle liebt sie innig und vertraut ihr blind – so als wüsste sie, wem sie ihr Leben verdankt. Fremden gegenüber hält sie sich erst zurück, taut aber schnell auf, wenn sie spürt, dass man ihr nichts Böses will. Bei fremden Menschen ist Michelle erst zurückhaltend, taut dann aber schnell auf. Sie läuft ruhig und gelassen an der Leine, obwohl es im Shelter immer laut und stressig ist und manche Hundebegegnung nicht immer ganz problemlos verläuft. Wohlgemerkt: Keiner dieser Hunde ist bösartig; sie sind einfach nur verzweifelt und haben gelernt, dass Angriff manchmal die beste – weil einzige – Verteidigung ist.

 

Für die empfindsame Michelle soll dieser Leidensweg nun ein Ende haben. Sie soll endlich leben dürfen, in einem schönen Zuhause bei verständnisvollen und geduldigen Menschen, mit denen Michelle durch dick und dünn gehen kann und die ihr versprechen, sie zu lieben – bis zum Mond und wieder zurück!



 

Michelles Geschichte in Bildern und beim Gassi im Shelter:

 

 

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Vermittlerkontakt/Fragen:


Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org


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Nickname 25.01.2026, 19.52 | (0/0) Kommentare | PL

FÜR EINE STUNDE VOLLER SELIGKEIT: FLINT



FLINT kam im Juni 2016 als Fundhund ins russische Shelter Kozhuhovo. Der hübsche, ca. 55cm große Rüde hatte allem Anschein nach einmal ein Zuhause. Welches Schicksal ihn ereilte, dass er eines Tages auf der Straße landete, wissen wir nicht

Die Betreuer im Shelter beschreiben Flint als sehr kontaktfreudigen und freundlichen Hund. Ein schlauer Bursche, der niemals aufdringlich wird, sondern geduldig auf die Menschen wartet. Ganz gleich, auf welchen der Betreuer Flint trifft, er freut sich über jeden und springt und hüpft in seinem Zwinger hin und her.


Flint liebt das Zusammensein mit den Menschen über alles.  Er fühlt sich im Shelter sehr einsam und trauert jedesmal, wenn die Freiwilligen sich von ihm verabschieden.




Für einen Hund wie Flint, der einfach nur mit einem Menschen zusammen sein möchte, ist das Leben im Shelter eine Qual. Dort sitzt er Tag ein und Tag aus in seinem winzigen Zwinger. Die einzige Möglichkeit, in den Genuss von menschlicher Nähe und ein paar streichelnden Händen zu kommen, ist dieser eine Tag in der Woche, an dem seine Betreuer ins Shelter kommen.


Ein Tag in der Woche, an dem Flint seine Betreuer für eine selige Stunde sehen darf. Eine Stunde, in der er soviel Nähe und Streicheleinheiten aufsaugen muss, dass es bis zum nächsten Besuch ausreicht. So lebt Flint nunmehr seit über vier Jahren. Ein Leben zwischen unendlicher Traurigkeit, Einsamkeit und dem kurzen Hochgefühl von Zuwendung und Liebe.


Mit seinen Artgenossen ist Flint gut verträglich und spielt auch gern mit ihnen. Auf Spaziergängen läuft er an der Leine mit und konzentriert sich auf den jeweiligen Betreuer. Flint ist nur allzu bereit, das Shelter zu verlassen. Dafür braucht der zuckersüße Hundebub jedoch seine eigenen Menschen, mit denen er sein übervolles Herz teilen und bei denen er seine freundliche Hundeseele baumeln lassen darf. Menschen, mit denen er sein restliches Leben verbringen kann und die ihm all die Liebe, Nähe und Zuneigung schenken, die er Woche für Woche so schmerzlich entbehrt.




Flint ist bereits kastriert, gechipt und geimpft. Somit steht seiner baldigen Reise nach Deutschland nichts mehr im Weg.


Flint wartet voller Sehnsucht
im Sektor B, Zwingernummer 91.


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Nickname 30.09.2024, 13.29 | (0/0) Kommentare | PL

MEIN KÖFFERCHEN IST SCHNELL GEPACKT! VENYA



JANUAR 2022: Die Jahre sind vergangen.

Im Shelter ist der einst junge Venya nun zum Senior geworden.

Ein Leben hinter Gittern, ohne ein eigenes Zuhause…


Vorgeschichte:


VENYA kam 2014 als junger Rüde ins Shelter. Er war ein Fundhund, daher ist uns über sein Leben vor der Zeit im Shelter leider nichts bekannt.


Er scheint jedoch nichts Schlimmes erlebt zu haben, denn er ist stets freundlich den Menschen gegenüber und genießt die Streicheleinheiten, wann immer er diese bekommt.


Mit den anderen Hunden im Auslauf spielt Venya gern, wenn er einmal die Woche die Möglichkeit dazu bekommt. Er genießt das kleine bisschen Freiheit, bevor er wieder in den engen Zwinger zurück muss.



Seine Betreuer haben mit ihm geübt an der Leine zu laufen, was Venya auch sehr gut macht. Er lernt gern und schnell dazu.


Der ca. 60 cm große Rüde hat aber, obwohl er ein toller Freund und Begleiter wäre, in Russland praktisch keine Chance auf eine Vermittlung. Er ist kein Welpe mehr, er ist ein Mischling und er drängt sich nicht sofort in den Vordergrund. All das sind Gründe, dass Venya in Russland nicht adoptiert wird. Und dabei möchte er doch noch so viel erleben und lernen.



Venya könnte schon bald sein Köfferchen packen und gechipt, geimpft und kastriert zu Ihnen nach Deutschland reisen, um Ihren Alltag bereichern. Gern darf in seiner neuen Familie ein Zweithund vorhanden sein, aber auch größere Kinder sind kein Problem für Venya.



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Nickname 30.09.2024, 13.29 | (0/0) Kommentare | PL

DER MOHR HAT SEINE SCHULDIGKEIT GETAN: JULES



JULES -endlich wieder Geborgenheit und Freiheit spüren!


Jules ist ein ca. 8 Jahre alter Rüde und kam vor drei Jahren ins Shelter in Russland. Zuvor lebte er als Wachhund auf einer Baustelle; dort war er täglich von Menschen umgeben und bewachte das Grundstück. Doch als die Bauarbeiten beendet waren, gab es für Jules leider keinen Verwendungszweck mehr - die Menschen verschwanden und Jules wurde seinem Schicksal überlassen.


Da er nun nutzlos war, wurde er von den Menschen dort allein gelassen und musste sich so ohne Dach über dem Kopf durchkämpfen, bis er gefangen und ins Shelter gebracht wurde. Dort muss er seitdem eingesperrt hinter Gittern in einem kleinen Käfig leben.


Er kann die Einsamkeit im Zwinger kaum ertragen, jault und will nach einem Spaziergang nicht mehr dorthin zurück. Aus Sehnsucht nach Geborgenheit und Verzweiflung lehnt er sogar gutes Dosenfutter ab, welches die freiwilligen Betreuer ihm gelegentlich mitbringen. Ihm ist es viel wichtiger, dass der Mensch in seiner Nähe bleibt und ihn nicht wieder allein zurücklässt.


Jules ist ein aktiver und sehr menschenbezogener Hund. Er liebt es zu kuscheln und zu spielen, besonders gern spielt er mit dem Ball. Eine ganze Woche lang wartet er auf die freiwilligen Helfer im Shelter, damit diese ihn zu einem kurzen Spaziergang endlich aus dem Käfig holen. Eine Woche lang liegt er auf dem Boden in seinem Zwinger und wartet auf diesen Moment. Nach dem Spaziergang beobachtet er die Betreuer traurig durch die Gitter seines winzigen Zwingers, den er sich obendrein mit weiteren Hunden teilen muss.




Besonders schwer ist es für Jules im Winter, denn wegen der Feuchtigkeit und der enormen russischen Kälte im ungeschützten Außenzwinger entwickelt er eine Bursitis (Schleimbeutelentzündung): Seine Pfoten können sich schnell entzünden und schmerzen, so dass er in der Krankenstation behandelt werden muss.


Jules ist freundlich und liebevoll zu Menschen und eher neutral zu anderen Hunden. Er mag es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und sollte daher als Einzelhund vermittelt werden. Ob er sich auch mit Katzen versteht, können wir leider nicht sagen.


Wie für all unsere Hunde suchen wir auch für Jules eine Endstelle auf Lebenszeit. Er wird bereits geimpft, gechipt und kastriert in sein neues Zuhause vermittelt.


Sie möchten Jules ein neues Leben schenken? Dann melden Sie sich bitte bei unseren Teamkolleginnrn. Vielen, lieben Dank!


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Nickname 30.09.2024, 13.29 | (0/0) Kommentare | PL

FREIZEIT EINMAL ANDERS! UTAH



UTAH

 

Hündin

60 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2007

geimpft, gechipt, kastriert

Zwingernummer: C 100

 

Utah kam 2009 als junge und hoffnungsvolle Hündin ins russische Shelter Kozhuhovo. Doch schon bald wurde jede Hoffnung zerstört: Fast ihr ganzes Leben hat sie nun dort zugebracht und wenn kein Wunder geschieht, wird sie es eines Tages allein, still und unbeweint auch dort beschließen.


Inzwischen gehört die schlanke, hochgewachsene Schönheit zu den Seniorinnen in dem sogenannten Tierheim (ein Name, den dieser unbarmherzige, geisterhafte Ort kaum verdient). Ihr verbleibt nur wenig Zeit, um noch ein richtiges Hundeleben - umsorgt, behütet und geliebt von warmherzigen Menschen – kennenzulernen.




Die jungen Männer und Frauen, die am Wochenende ins Shelter kommen, um den Hunden wenigstens ein bisschen menschliche Nähe und Aufmerksamkeit zu spenden, beschreiben Utah als charmante, sanfte und eher schüchterne Hündin. Sie saugt jede noch so kleine Zuwendung förmlich auf und ist besonders dankbar, wenn ihr Fell ausgiebig gebürstet wird.




Diese jungen Menschen genießen meine größte Dankbarkeit und Hochachtung. Statt sich am Wochenende auf Partys, in Discos oder anderswo zu vergnügen, verbringen sie ihre freie Zeit im Shelter und kümmern sich um verlassene Hunde. Aber leider sind sie viel zu wenige. Auf 3000 Hunde kommen ungefähr 100 Freiwillige, sodass zahlreiche Hunde oft wochenlang in ihren engen Zwingern praktisch bewegungslos ausharren müssen, bis auch sie in den Genuss von etwas Bewegung und Ansprache kommen.


Bei den seltenen Freistunden im Auslauf versteht Utah sich blendend mit ihren Artgenossen. In erster Linie sucht sie aber die Nähe zu den Betreuern, dank derer sie auch gelernt hat, brav an der Leine zu gehen.





Doch schon bald steht wieder der bitterkalte, russische Winter vor der Tür, welcher besonders den alten und geschwächten Hunden zusetzt. Die zugigen Außenzwinger, die immer mit drei oder noch mehr Hunden besetzt sind (auf dreieinhalb Quadratmetern) bieten – abgesehen von der winzigen Holzhütte, die sich die Hunde teilen müssen – keinerlei Schutz. So wird auch Utah die meiste Zeit auf dem vereisten Holzboden ausharren müssen.




Daher hoffen wir, für Utah möglichst schnell eine Heimat zu finden bei Menschen, die ein Herz für vierbeinige Senioren haben und die ihr weitere eisige Winter ersparen wollen; Menschen, bei denen sie die kurze Spanne, die ihr noch zu leben bleibt, in Liebe und Geborgenheit verbringen darf.




https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)


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Nickname 30.09.2024, 13.28 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.





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