Mitternachtsspitzen
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Einträge vom: 04.02.2017

Best before


Vor kurzem entdeckte ich beim Aufräumen meines Kühlschranks einen Becher Sahnejoghurt und ein Päckchen Geflügelaufschnitt. Sie waren ans hintere Ende der Glasplatte gerutscht und dort in Vergessenheit geraten; daher lag ihr Mindesthaltbarkeitsdatum inzwischen eine Woche zurück. Ich wollte schon beides in den Mülleimer werfen, zögerte dann aber. Eine Freundin hatte kürzlich den Film „Taste the Waste“ gesehen und mir davon erzählt. Aus ihm geht hervor, dass in deutschen Haushalten und Supermärkten rund die Hälfte aller Lebensmittel weggeworfen wird. Nur die wenigsten davon sind tatsächlich verdorben. Aber jede Tomate, die nicht rot genug ist, jeder Apfel, der ein bisschen schrumpelig wirkt und jedes Brot, dessen Kruste nicht mehr genügend kracht, wandert gnadenlos in den Müll. Ganz zu schweigen von den vielen Tonnen an Nahrungsmitteln, die zwar für die Gesundheit noch völlig unbedenklich sind, jedoch das magische Datum erreicht oder bereits geringfügig überschritten haben. Diese dürfen nicht einmal mehr an Bedürftige verschenkt werden, weil der Gesetzgeber dies als menschenverachtend untersagt. Es tut mir leid, aber darunter verstehe ich etwas anderes. Im Übrigen handelt es sich, wie der Name deutlich macht, um ein Mindesthaltbarkeits- und kein Verfallsdatum. Wenn jemand während einer Autofahrt sagt, bis zur nächsten Raststätte sind es mindestens noch zwanzig Kilometer, dann meint er damit ja auch, es werden wohl eher fünfundzwanzig sein.

Mutig wagte ich einen Selbstversuch. Ich öffnete den Joghurtbecher und unterzog den Inhalt einer kritischen Prüfung. Rein optisch war nichts daran auszusetzen, und er roch, als sei er soeben frisch abgefüllt worden. Da es außerdem meine Lieblingssorte war, nämlich Kiwi mit Banane und Schokostückchen, löffelte ich den Becher genüsslich leer. Auch der Geflügelaufschnitt schien durchaus noch genießbar, und ich aß zwei Scheiben davon. Den Rest bot ich Nelly und Woody an, die sich begeistert darüber hermachten. Barny ging natürlich nicht leer aus; er bekam nur ein anderes Leckerchen, weil er ja kein Geflügel haben darf.-  Dann wartete ich ab, was passieren würde. Es geschah – nichts. Weder ich noch die Fellnasen zeigten irgendwelche Vergiftungserscheinungen, und auch Stunden später erfreuten wir uns immer noch bester Gesundheit.

Seitdem schrecken ein paar Tage „darüber“ mich nicht mehr, und ich kaufe öfters Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeit unmittelbar vor dem Ablauf steht. Sie haben obendrein den Vorteil, dass man sie meistens zum halben Preis bekommt. Das tut nicht nur meinem Gewissen gut, sondern auch meinem Portemonnaie. Gestern zum Beispiel erwischte ich ein Bio-Hähnchen für €7,59 statt für reguläre €15,98. Ich habe davon eine köstliche Hühnerbrühe gekocht, die genau richtig kam. Zurzeit geht ja gerade eine Grippewelle um, und frisch gekochte Hühnersuppe gilt bekanntlich als Geheimwaffe gegen Erkältungsviren.

Bei meiner Geburt bekam ich ebenfalls einen Aufkleber mit meinem Haltbarkeitsdatum. An manchen Tagen fühle ich mich, als wäre es bereits verstrichen. Im Selbstversuch stelle ich dann glücklicherweise fest, dass ich durchaus noch genießbar bin. Mindestens haltbar bis…? Das weiß nur der liebe Gott. In dem Sinne:

"Carpe diem"!

Nickname 04.02.2017, 21.02| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: ZEITREISE UND GEDANKENFLUG

Hundebabys zu verkaufen

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen:

Hundebabys zu verkaufen!

Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: "Für wie viel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer sagte, "zwischen 30 und 50 Dollar." Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Kleingeld heraus. "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich sie mir anschauen?" Der Besitzer lächelte und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, sichtlich weit hinter den anderen und deutlich langsamer als diese. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. "Was fehlt diesem kleinen Hund?", fragte er. Der Mann erklärte, dass der Welpe von Geburt an ein kaputtes Gelenk habe und nie richtig laufen würde.

"Den möchte ich kaufen!" sagte der Junge. "Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund", antwortete der Mann. "Aber wenn du ihn unbedingt haben willst, schenke ich ihn dir."

Der kleine Junge würde wütend. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde, und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und dann jede Woche 50 Cent, bis ich ihn abbezahlt habe." Der Mann entgegnete: "Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen Hunde."

Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf. Zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes und verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Liebevoll auf den Hund blickend, sagte er: "Ach, ich renne selbst auch nicht gut, und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht!"

Der Mann biss sich auf die Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."

(Nach DAN CLARK, "Weathering The Storm")


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Diese anrührende Geschichte kann uns die Augen öffnen. Viele Menschen fühlen sich wertlos und klein. Sie glauben, nicht gut genug zu sein, halten sich für unnütz und überflüssig. Sollten auch Sie so denken, bitte beherzigen Sie folgendes:


Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht an seiner Perfektion. Niemand ist vollkommen; selbst jene, die als die schönsten Menschen gelten, entdecken an sich noch Makel. Vielmehr kommt es darauf an, ob Sie die Herzen Ihrer Mitmenschen erreichen, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie – wenn vielleicht auch nur für einen Augenblick – glücklich machen können. Was zählt, ist nicht, wie Sie aussehen, sondern wer Sie sind. Wenn Sie ganz Sie selbst sind, werden andere Sie genau so akzeptieren, Sie schätzen und lieben. Vielleicht muss man erst ein gewisses Alter erreichen, um das zu begreifen – vor dreißig Jahren war ich auch noch nicht so weit. Aber alle Gedanken, die uns selber abwerten, alle Grenzen, die uns scheinbar gesetzt sind, existieren nur in unseren Köpfen. Was wir von uns halten, das halten auch andere von uns. Herzensgüte und Mitgefühl sagen mehr über den Menschen aus, als Body-Maß-Index und Körperfettanteil. Nobody is perfect, also lieben Sie Ihre Unvollkommenheit – Sie haben jedes Recht dazu!


Wir wünschen Allen


Nickname 04.02.2017, 14.20| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

Was wäre, wenn...?

Haben Sie schon mal Post von Ihrem Hund erhalten? Natürlich nicht, denn er kann ja nicht schreiben. Aber könnte er es, wären seine Briefe sicher höchst interessant und aufschlussreich. Er würde auch nicht lange - wie wir es gern tun - um die Sache herumreden, sondern gleich auf den Punkt kommen. Das läse sich dann beispielsweise so:

Liebes Frauchen!

Könntest du damit aufhören, mich in aller Öffentlichkeit "Bärchen" oder "Schieterle" zu nennen? Ich weiß, du tust das, weil du mich so süß und knuddelig findest. Zu Hause in unseren eigenen vier Wänden stört es mich ja auch nicht weiter; nur wenn wir unterwegs sind, vor den anderen, da ist es mir doch ein bisschen peinlich. Zum Beispiel heute, als wir Emmy in der Frühe beim Waldgassi trafen, hat sie mich kaum angeguckt. Aber bestimmt nicht aus Schüchternheit, sondern weil sie sich insgeheim halbtot gelacht hat darüber, wie du mich rufst. Wenn sich das rumspricht, bin ich bei den anderen Jungs unten durch. Ich finde meinen Namen, den du extra für mich ausgesucht hast, wirklich schön. Wollen wir es nicht dabei lassen? BITTE!

Dein Barny




BARNY, einfach nur Barny.
Na ja, vielleicht höchstens noch "Poldi",
nach meinem polnischen Landsmann aus der Nationalmannschaft.
Alles andere lassen wir sein.

Nickname 04.02.2017, 11.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

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ÜBER MICH:Geboren vor 61 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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Liebe Sabine,das sind wieder sehr schöne Kraf
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Ich freu mich mit für Herby,liebe Sabine.Er i
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Ganz liebe Grüsse.Was man vielen Tieren an tu
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Fällt mir mal wieder eine Gedichtzeile zu ein
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Schön sahst du aus in deinem Bienchenkostüm,l
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.. ich lass mich mal auch überraschen, wie es
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