Mitternachtsspitzen
Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig dessen Fehler zu besitzen. FRIEDRICH II. DER GROSSE

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gemeldet am: 22.10.2017 17:39

WIE BOLLE AUF DEM MILCHWAGEN

  Hey, Bolle!  


Da staunste, was? Biste zum Patenonkel gekommen wie die Jungfrau zum Kind! Na ja, als wir Dein Foto im Internetz gesehen haben, konnten wir nicht widerstehen. Herrchen hat Dich zuerst entdeckt und dann Frauchen gezeigt. Die meinte sofort, der sieht ja aus wie unser Woody. Also, ganz soweit würde ich jetzt nicht gehen, aber ähnlich sind wir uns schon. Könnten tatsächlich entfernt verwandt miteinander sein. Obwohl, Du kommst ja aus Polen und ich aus Rumänien. Aber wer weiß, vielleicht ist irgendein Ur-Urgroßvater mütterlicher- oder väterlicherseits weit rumgekommen. Soll es bei den Zweibeinern ja auch geben, hehehe…


Altersmäßig sind wir ungefähr gleich, mich schätzen sie auf zehn bis zwölf Jahre. War kein schönes Leben da auf der Straße und die drei Jahre im Hundeknast, kannste mir glauben. Hatte aber einen guten Schutzengel, eine ganz liebe Frau, die mich gefüttert und aus dem Gefängnis rausgeholt hat. Wollte sie schon viel früher machen, aber die haben ihr erzählt, ich wäre langst totgebissen worden. Sauerei das!


Überfahren hamse mich auch und dann liegenlassen. Ist alles irgendwie krumm und schief zusammengewachsen, deswegen ist mein linkes Hinterbein kürzer als das rechte. Wenn Wetterumschwung ist, merke ich es schon in den Knochen, man ist ja nicht mehr der Jüngste.


Du, das mit dem Zähnezeigen und Knurren bringe ich auch noch manchmal, sogar meinem Herrchen gegenüber, wenn der mir Halsband und Leine anlegen will. Kommt wohl daher, weil mich Männer mit dieser grässlichen Drahtschlinge eingefangen und ins Hundeasyl verschleppt haben.

Damit es keine Missverständnisse gibt: Unser Herrchen ist ein dufter Typ, immer freundlich und geduldig und ich weiß, es macht ihn traurig, wenn ich mich so verhalte. Aber da kann ich nix für, steckt eben noch so drin. Seit zehn Monaten lebe ich jetzt hier und alles ist gut. Für Dich hoffe ich das auch, wobei ich finde, Du hast ordentlich Dusel gehabt, dass Du gerade in Herzsprung gelandet bist. Barny, mein Rudelkumpel, den Deine Pflegeeltern in Polen aus einer Tötungsstation gerettet haben, hat mir allerhand erzählt. Er sagt, die Bertholds haben das Herz auf dem rechten Fleck, die geben ihr letztes Hemd für ihre Schützlinge. Deswegen die Patenschaft für Dich, hilft ja vielleicht ein bisschen weiter. Herrchen und Frauchen lassen ausrichten, wenn der monatliche Betrag mal nicht ausreicht, weil Du zum Beispiel krank wirst (hoffen wir aber nicht!) und besondere Medizin brauchst oder so, dann sollen sich die lieben Bertholds bitte melden.


So, alter Junge, das war´s für heute. Halt die Ohren steif, lass es Dir gut gehen, bleib gesund und tu nix, was ich nicht auch tun würde, haste gehört? Dass mir keine Klagen kommen!


Einen kräftigen Pfotendruck und ein herzliches „WAU!“ sendet Dir Dein Patenonkel WOODY



WHO IS WHO?

(links BOLLE, rechts unser WOODY)


" style="margin:0px">http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/Gnadenhoftiere.htm

Nickname 22.10.2017, 17.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

SCHWANENGESANG


Ein liebes Hallo an Euch alle...


Heute haben wir Euch eine der schwierigsten und schmerzlichsten Entscheidungen unseres Lebens mitzuteilen: Auch wir müssen und werden uns nun, nach soviel Kampf und Tränen, dramatisch verändern.

 
Es hat viel mit den Finanzen, den immer weniger werdenden Spenden und/oder anderen schlimmen Dingen zu tun.


Es ist für uns einfach nicht mehr zu schaffen. Und das liegt nicht an den Tieren!!!


Es ist einfach zu viel an Bürokratie, Papierkram, Umbauten, Ämtern, Behörden, Rechtsanwälten, Finanzen usw. und das nun schon seit fast 7 Jahren.


Wer uns kennt, der weiß, dass unser Arbeitstag mit den Tieren unsere Erfüllung war, egal wie viele Stunden wir am Tag geschuftet haben.


Ob es um ganz junge Tiere, Tierbabys, unsere Senioren, unsere Sorgenkinder, die Dauerkranken, Normalen oder die problematischen Fälle ging: Wir waren für alle da, egal wie lange es auch dauerte; ob morgens, mittags, abends oder die ganze Nacht.


Da einige von uns auch noch ihrer regulären Arbeit nachgehen, haben sie beim besten Willen einfach keine Zeit und Nerven mehr, sich dann noch täglich mit Abrechnungen, Buchführung, Bestandsbuch, Ämtern, Rechtsanwälten und dergleichen mehr zu beschäftigen.


Wir können nicht länger den ganzen Tag am PC oder Telefon sitzen und uns mit der Bürokratie oder den finanziellen Problemen herumschlagen.


Die Arbeit mit den Tieren sollte an oberster Stelle stehen: Ausläufe und Tierzimmer sauber machen, Füttern, Pflegen, Spazierengehen, tierärztliche Versorgung, Erziehung und Beschäftigung und was sonst noch dazu gehört.

 
Zudem müsste vieles bei uns erneuert oder instandgesetzt werden: Hundezimmer, Katzenhausdach, Zäune, Ausläufe und und und... Aber uns fehlen die Helfer und das Geld fürs Material.


Daraus folgt:


- Ab Januar wird das Katzenhaus komplett geschlossen. Aufnahmestopp für Katzen besteht jetzt schon.


- Die Aufnahme von Problemhunden ist ab sofort gestoppt.


- Die Aufnahme von Klein-, Nutz- und Wildtieren ist ab sofort gestoppt.


- Und wenn unser letzter Lehrling mit seiner Ausbildung fertig ist (voraussichtlich im  Mai 2018), wird das Tierheim komplett geschlossen. Ob wir unsere Arbeit mit einem Gnadenhof fortsetzen können, steht noch nicht fest; es ist aber unsere Hoffnung, unser Lichtblick und unser erklärtes Ziel.


Diese Entscheidung bricht uns allen das Herz und bereitet uns jetzt schon schlaflose Nächte.


Aber der tägliche Kampf ums Überleben und um die Erhaltung des Tierheims mit den damit verbundenen hohen Kosten ist nicht mehr zu ertragen und zu stemmen.


So viele Jahre haben wir gekämpft und nun doch verloren. Leider haben uns die vielen Ämter, die hohe finanzielle Belastung und die Menschen, die uns das Leben schwer gemacht haben, zum Aufgeben gezwungen. Wir könnten hier noch viel schreiben, aber die meisten von Euch kennen uns und unsere Arbeit und wissen, dass die Arbeit mit den Ärmsten der Armen ( den Tieren ) unser Leben war.


Wir danken Euch für Euer Verständnis und hoffen, das Ihr unsere Tiere bis zur Schließung noch unterstützt.


Vielleicht gewinnen wir irgendwann im Lotto, dann wird das ganze Berthold- Team mit Herz, Leib und Seele wieder so viele Tierleben retten, wie es in unserer Macht steht.


Mit vielen, vielen traurigen Grüßen...

http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 22.10.2017, 16.59| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

PIKSENDE WEGBEGLEITER UND SPAZIERGÄNGE IM DUNKELN


In den Wäldern und Parks ist bereits deutlich sichtbar, dass der Sommer seinen Abschied verkündet hat. Die Blätter sind gefallen, Kastanien und Eicheln säumen wieder den täglichen Spaziergang. Auch im Herbst haben unsere Hunde besondere Ansprüche, denen wir gerecht werden müssen.

Die herbstlichen Tücken

Der zu heiße Asphalt ist Geschichte, nun bestehen die gemeinen Gefahren für empfindliche Hundepfoten in spitzen Kastanienschalen und harten Laubstücken. Prüfen Sie daher nach jedem Spaziergang die Pfotenballen Ihres tierischen Begleiters. Es kann auch schon mal vorkommen, dass Sie noch während der Gassirunde einen spitzen Kastanienstachel entfernen müssen.

Schon seit einigen Wochen sind neben Zecken und Flöhen auch wieder weitere Plagegeister unterwegs: die Grasmilben. Ihre Larven befallen im Spätsommer und Herbst vor allem Hunde und Katzen und machen ihnen jede Menge Ärger. Einige Tiere reagieren sehr empfindlich auf die Bisse. Oft hilft es schon, wenn Sie Ihrem Vierbeiner nach dem Rennen durch hohes Gras die Pfoten und Beine kurz abwaschen. Wenn Ihr Hund sich jedoch verstärkt schleckt und Sie sich Sorgen machen, suchen Sie vorsichtshalber den Tierarzt Ihres Vertrauens auf.

Sehen und gesehen werden

Zum Bedauern der meisten Menschen wird es nun auch wieder früher dunkel und viele Spaziergänge werden künftig in der Finsternis stattfinden. Sorgen Sie unbedingt dafür, dass Ihr Hund gesehen wird. Auch schon bei kleinen Runden besteht große Gefahr durch Autos oder andere motorisierte Fortbewegungsmittel. Auch Radfahrer könnten Ihren Vierbeiner schnell übersehen. Der Tierbedarfshandel bietet mittlerweile jede Menge Ausstattung an. Die Angebotspalette reicht von leuchtenden Halsbändern, über reflektierende Leinen und Geschirre bis hin zu Regenmänteln mit Reflektoren. Vergessen Sie sich selbst nicht: Auch Sie sollten in der Dunkelheit sichtbar sein. Stecken Sie zudem für unterwegs eine kleine Taschenlampe ein, wenn Sie für einen Spaziergang im Wald oder Feld die beleuchteten Bereiche verlassen. Dann sehen Sie besser, Sie werden besser gesehen und Sie finden bei der Entsorgung die Hinterlassenschaften Ihres tierischen Freundes in der Dunkelheit leichter wieder.

Vorsorge ist die halbe Miete

Vergessen Sie auch im Herbst niemals die TASSO-Marke an Halsband oder Geschirr. Ein interessantes Geräusch wie die Bewegung eines Wildtieres oder ein intensiver Geruch können besonders bei Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb in einem ungünstigen Fall schon ausreichen, um das Weite zu suchen. Um auf Nummer sich zu gehen, sollten Sie Ihren Hund im Dunkeln an der Leine lassen, vor allem dort, wo Verkehr herrscht. So gut er auch hört und so hell er in der Dunkelheit auch leuchten mag – es kann immer jemanden geben, der ihn übersieht.

Haben Sie auf Ihrer Gassirunde einen Hund ohne sichtbare TASSO-Marke gesehen? Sprechen Sie sein Frauchen oder Herrchen doch mal darauf an, ob er bereits bei TASSO registriert ist. Denn egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Mit der Registrierung bei TASSO erhält jedes Tier den größtmöglichen Schutz davor, nie wieder nach Hause zu finden.

© TASSO e. V.


Au fein, gleich geht es raus!

Nickname 15.10.2017, 17.06| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

STILLE NACHT, SCHLAFLOSE NACHT!


Ich erinnere mich, als wir unsere Familienpension hatten, schliefen einige der Gäste in den ersten Nächten sehr schlecht. Nicht wegen knarrender Bettgestelle oder zu harter Matratzen, sondern wegen der für sie ungewohnten Stille. Die Menschen kamen aus anderen Großstädten zu uns, und der vertraute Straßenlärm, der sie zu Hause in den Schlaf sang, fehlte ihnen hier.

Tatsächlich herrscht bei uns besonders nachts eine himmlische Ruhe, obwohl wir kaum zweihundert Meter Luftlinie von der Autobahn entfernt liegen. Der Wald verschluckt fast sämtliche Geräusche. Nur manchmal, wenn der Wind ungünstig steht, hören wir die Bremsen der Lkws. Das klingt dann so ähnlich wie das Tuten einer Schiffssirene. Ansonsten, wie gesagt, nahezu klösterliche Stille.

Das gilt allerdings nur für draußen. In unserem Schlafzimmer geht es um so geräuschvoller zu. Wir schlafen hier zu fünft: zwei Menschen und drei Hunde, jeder mehr oder weniger lautstark. Außer mir natürlich, wenngleich der Beste das Gegenteil beteuert. Seltsamerweise stört mich ausschließlich s e i n Geschnarche; dabei ist das höchstens ein müder Abglanz dessen, was sein Schwiegerpapa von sich gab: Der konnte nämlich mühelos in einer einzigen Nacht ganze Urwälder roden!


Bei den Hunden dagegen finde ich es anheimelnd und gemütlich. Nelly zum Beispiel grunzt und schmatzt im Schlaf wie ein Schweinchen, oder sie singt kleine Lieder. Zwar verfehlt sie dabei regelmäßig das hohe C; trotzdem hört es sich niedlich an.

Barny ist nachts immer ein bisschen kurzatmig, so als wäre er zu schnell gelaufen. Das liegt an seinem Altersherzen, ist aber Gott sei Dank nicht besorgniserregend. Wir haben ihn ja mit entsprechenden Medikamenten gut eingestellt. Manchmal wird es schlagartig still in seinem Bettchen. Dann stehe ich auf und sehe nach, ob er noch atmet. Hin und wieder verbellt er im Traum eine Katze oder einen anderen Hund. Außerdem hält er sich gern mit der Pfote ein Nasenloch zu. Dann schnorchelt er, als hätte er eine verstopfte Nase.

Woody pfeift, wenn er schläft, wie ein alter Teekessel. Zwischendurch schnarcht er, dass die Wände wackeln; und wenn er im Traum erst mal zu rennen beginnt, dann bebt der Fußboden unter ihm.

Das alles hält mich oft stundenlang wach, aber um nichts auf der Welt möchte ich es missen. So viel weiß ich jetzt schon: Sollten die Geräusche irgendwann verstummen (was leider unausweichlich ist), dann werde ich sicher mehr als nur ein paar Nächte sehr schlecht schlafen. Wegen der für mich ungewohnten Stille...

Nickname 13.10.2017, 07.30| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

MEIN KRAFTGEBER FÜR DEN 10. OKTOBER 2017


Die Welt ist im Wandel,
und ich bin es mit ihr.


Es wird Zeit, meine Selbstliebe,
meine inneren Werte

und wahren Freundschaften zu finden.


Dann wird mich die Veränderung
wie eine sanfte Welle aus Energie
in die Neue Zeit tragen.


Nickname 10.10.2017, 16.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

IN DIESEN TAGEN

...wünsche ich uns den ENGEL DER GEWALTLOSIGKEIT.
Gewaltlos zu sein bedeutet keine Nachgiebigkeit und erst recht keine Schwäche. Wir durchbrechen dadurch den Teufelskreis aus Verletzung und Gegenverletzung und machen es so auch dem anderen möglich, dass seine Kränkungen heilen können. 


Gewalt ist immer ein Schrei nach Liebe. Der Engel der Gewaltlosigkeit möge uns in schwierigen, hitzigen Situationen und gerade auch dann, wenn wir selber verletzt wurden, Phantasie schenken und uns zeigen, wie wir auf die Spiele der Gewalt gewaltlos antworten und den Gewalttäter durch Liebe von seiner Gewaltbereitschaft abbringen können.

Nickname 09.10.2017, 12.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

VERY BEST NEWS - TIERISCH GUTE NEUIGKEITEN

Vor einigen Tagen erhielten wir vom Tierheim die frohe Botschaft, dass unser Patenhund LUCKY endlich ein schönes Zuhause gefunden hat. Das freut uns riesig, vor allem, weil es gerade die älteren und kranken Tiere ja immer am schwersten haben, in liebevolle Hände vermittelt zu werden. Es müssen besonders gute Menschen sein, die den goldigen Kerl bei sich aufgenommen haben und wir wünschen ihnen von Herzen eine lange, glückliche gemeinsame Zeit.

Inzwischen haben wir wieder ein neues Patentier, dieses Mal ein Hundemädchen. Die Süße entspricht haargenau unserem Beuteschema - aber leider, leider... Ein vierter Hund ist einfach nicht drin. Rein kräftemäßig und auch, weil Barny, Nelly und Woody das nicht verstehen würden. Wir sind froh, dass die Drei so friedlich koexistieren, vor allem unser Bärchen hat ja schon einige Hundekumpels und -kumpelinen er- und überlebt und er wird schließlich auch nicht jünger. "Aller guten Hunde sind drei", dabei soll und muss es bleiben.

Ich möchte Ihnen unsere 'Patentochter' gern vorstellen. Sie ist ein solcher Goldschatz und hat es - ebenso wie alle anderen - verdient, ihr Leben nicht im Tierheim, sondern im eigenen Zuhause bei freundlichen, fürsorglichen Menschen zu beenden. Das also ist:

R O S E L 


Vermittlungs – Nr.: 15/5789

Rasse: Schäferhund – Mix

Geburtsdatum: 06/2013

Im Tierheim seit: 23.07.2015

Geschlecht: weiblich


Unsere Rosel wurde mit einer stark verletzten und entzündeten Pfote gefunden. Da sie sich diese immer wieder wund leckte, mussten ihr nach und nach mehrere Zehen und nun leider das gesamte linke Vorderbein amputiert werden. Ihr Handicap merkt man der hübschen Hündin allerdings kaum an - sie fühlt sich sehr wohl und ist auf drei Beinen genauso gern und flott unterwegs wie vorher. Wir hoffen sehr, dass sie möglichst bald in ein liebevolles Zuhause ziehen darf.

Rosel ist stubenrein, sehr menschenbezogen und trotz ihrer langen Zeit im Tierheim eine ganz zauberhafte Frohnatur. Sie liebt die Spaziergänge mit ihrer ehrenamtlichen Gassigeherin, geht sehr gern ins Wasser und hat jede Menge Energie. Damit sie sich nicht übernimmt, muss sie deshalb manchmal etwas ausgebremst werden. Das ist aber absolut kein Problem, denn auch gebürstet und ausgiebig gekrault zu werden findet sie richtig toll. An ihren Artgenossen lässt sie sich ruhig vorbeiführen.

Für das liebenswerte Dreibein suchen wir einen ebenerdigen Haushalt in einer eher ruhigen Gegend, gerne mit einem eingezäunten Garten. 

Da Rosel in stressigen Situationen teilweise sehr unsicher reagiert, sollten ihre neuen Menschen schon Erfahrung mit Hunden haben und ihr Sicherheit und Gelassenheit vermitteln können. Ruhige Spaziergänge sind kein Problem, actionreiche Sportarten, Sprünge und ruckartige Bewegungen sollten aber vermieden werden. Ideal wäre es, wenn ihre neuen Zweibeiner Rosel mit Physiotherapie unterstützen könnten. Kleine Kinder sollten nicht mit im Haushalt leben.

Wer kann Rosel das lang ersehnte eigene Körbchen bieten? Rosel wartet im Benji-Haus sehnsüchtig auf ihre neuen Menschen. Telefonisch erreichen Sie ihre Tierpfleger unter 030 / 76 888 212   

Nickname 03.10.2017, 17.26| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

BEINAHE WIE ODYSSEUS

  AHOI! (14. Juli 2015)


Liebe Leute, die vergangenen Wochen waren der reinste Höllentrip; eine wahre Odyssee, wie Frauchen sagt. Sowas braucht kein Mensch, erst recht kein Hund. Sie haben mich regelrecht auf den Kopf gestellt, um herauszufinden, was mir fehlt: Röntgen, Ultraschall, Blutbild, Kot- und Urinproben fürs Labor (das war bestimmt ein Bild für Götter, wie Herrchen mit dem Marmeladenglas hinter mir her hechelte und versuchte, den Strahl einzufangen) – sogar den Bauch haben sie mir aufgeschnitten, weil sie glaubten, ich hätte vielleicht eins von meinen Spielzeugen verspeist. Da gibt es die unglaublichsten Sachen. Ein anderer Patient von Frau K., ein Schäferhund, hat zum Beispiel mal einen ganzen Tennisball verschluckt, aber fragt mich bitte nicht, wie. Und ein Cockerspaniel bekam den Spitznamen „Ü – Ei“, weil er immer die kleinen Figürchen aus den Überraschungseiern so lecker fand, weswegen er dreimal operiert werden musste, damit die Kinder ihre Sammlung wieder vollständig hatten. Bei mir endete die Sache allerdings wie das berühmte Hornberger Schießen. Sämtliche Befunde waren negativ, was in dem Fall ja eigentlich positiv wäre – nur dass es mir trotzdem weiterhin dreckig ging. Ich wurde immer schlapper, hing herum wie ein Schluck Wasser und fraß kaum noch. Frauchen gab sich alle erdenkliche Mühe. Sie kaufte mir die feinsten Leckerbissen, nach denen jeder andere Hund sich alle vier Pfoten geleckt hätte, aber ich kriegte einfach nix runter. Die Ärmste verzweifelte beinahe. Sie weinte viel und betete immer wieder zum lieben Gott um ein Wunder für mich.


Ich hatte schlimmes Bauchweh und bekam jeden zweiten Tag ein starkes Schmerzmittel gespritzt. Das brachte sie dann endlich auf eine heiße Spur. Nachdem ich mich nämlich trotz allem kein bisschen besser fühlte und immer weiter abnahm, zapfte Frau K. mir noch einmal Blut ab, und diesmal gab es tatsächlich einen Befund: Ich hatte wohl inwendig ein bisschen geblutet; dadurch waren zwei Werte erhöht und die deuteten klar auf ein Magengeschwür hin. Das Schmerzmittel war also genau verkehrt gewesen, denn bekanntlich gehen derartige Medikamente ja tierisch auf den Magen; ohne diesen unbeabsichtigten Behandlungsfehler würden wir aber wahrscheinlich heute noch im Dunkeln tappen, oder ich wäre vielleicht schon gar nicht mehr da. Nun fragt Ihr Euch sicher, wie gerät ein Hund an ein Magengeschwür? Schwer zu sagen, da gibt es verschiedene Möglichkeiten; beispielsweise eine Vergiftung oder eine Infektion mit bestimmten Bakterien. Ehrlich gesagt ist es uns auch total piepegal, woher es kam – Hauptsache, ich werde das fiese Ding möglichst schnell wieder los. Jetzt kriege ich einen Säureblocker, dazu Tabletten, die die Magenwände schützen und natürlich Diät. Wie die allerdings genau auszusehen hat, daran scheiden sich hier bei uns die Geister. Das erzähle ich Euch dann beim nächsten Mal.


Also, bis die Tage.


Macht´s gut, Nachbarn!

Euer Barny


Nickname 26.09.2017, 17.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

UNSER HELD DES TAGES

  Hallo, mein Barnybärchen! (6. Juni 2015) 


Unverhofft kommt oft, davon können wir alle hier ein Lied mit vielen Strophen singen! Eigentlich war Deine Zahn – OP ja erst für nächste Woche angesetzt; aber wie heißt es noch: Wer vorher plant, muss doppelt planen. Am Donnerstag wolltest Du lieber neben Deinem gefüllten Napf verhungern, als nur einen einzigen Happen fressen. Du hattest offensichtlich große Schmerzen. Also rief ich kurz entschlossen bei der Tierärztin an, und sie sagte: „Gut, dann machen wir es morgen früh.“ Da hatten wir Glück, denn ursprünglich stand schon ein anderer Termin auf ihrem Kalender, den sie aber verschoben hatte – warum, das wusste sie selbst nicht mehr genau. Es sollte wohl so sein.


Die Operation war kein Zuckerschlecken, und Frau K. leistete Schwerstarbeit. Über eine Dreiviertelstunde lang fuhrwerkte sie in Deinem Mäulchen herum, die Narkose musste zweimal vertieft werden. Die eine Zahnwurzel steckte so „festgemauert in der Erden“, dass sie nur in Einzelteilen regelrecht heraus gemeißelt werden konnte. Ein Stückchen blieb trotzdem drin, aber Frau K. versicherte uns, dass es keinen Schaden mehr anrichten würde. Um es zu entfernen, hätte sie die Narkose ein weiteres Mal verlängern müssen. Das mochte sie nicht riskieren, denn Dein Blutdruck war so niedrig, dass sie schon Probleme hatte, eine Vene zu finden, um die Braunüle zu legen. So stellte sich ganz nebenbei heraus, dass Dein Herz nicht mehr das kräftigste und wohl auch schon ein bisschen ausgeleiert ist. Eigentlich wäre es dafür bei einem Hund von sieben bis acht Jahren zu früh, aber wir kennen ja Deine Vorgeschichte nicht. Wenn Du Dich von dem Eingriff erholt hast, werden wir eine Ultraschalluntersuchung machen, danach wissen wir mehr. Zum Glück lässt sich so etwas gut behandeln und mit den passenden Medikamenten kannst Du steinalt werden.


Um elf Uhr durften wir Dich abholen. Da wusstest Du schon wieder, wer wir waren und freutest Dich, uns zu sehen. Allerdings warst Du noch recht wackelig auf den Beinchen und knicktest immer wieder ein, darum trug Herrchen Dich vorsichtshalber ins Auto. Kaum zu Hause angekommen, wurde Dir schlecht. Die Tierärztin hatte uns vorgewarnt, dass das als Folge der Narkose passieren könne. Ich wunderte mich allerdings, was da alles zutage kam. Der Menge nach hättest Du nämlich mindestens ein Bernhardiner sein müssen!


In den nächsten Stunden schliefst Du erst einmal Deinen Rausch aus, und gegen Abend warst Du fast wieder der Alte. Dein Magen meldete Hunger, das gabst Du mir deutlich zu verstehen. Gedünstete Hähnchenleber, mikrofein zerkleinert mit Reis war genau das richtige Menü für einen Zahnkranken. Du verspeistest es mit größtem Behagen - so genüsslich hatten wir Dich lange nicht mehr futtern gesehen!


Ich staune immer wieder, wie hart im Nehmen Ihr Hunde seid. Beim Julchen verhielt es sich ebenso. Der Ärmsten wurden ja gleich sechs Zähne auf einmal ausgerupft. Na und? Hinterher ein paar Stunden ratzen, einmal kräftig schütteln und die Angelegenheit war so gut wie vergessen. Dagegen würde unsereiner noch tagelang jammern, sich die Backe halten und sich mit Schmerztabletten dopen.


Heute ging es dann zur Nachkontrolle. Die Tierärztin zeigte sich recht zufrieden; nur an einer kleinen Stelle war die Wundnaht aufgegangen, aber in ein paar Tagen wird auch das verheilt sein. Du bekommst jetzt ein Antibiotikum, damit sich die Knochenhaut vom Kiefer nicht entzündet, und bald kannst Du wieder Deine geliebten Beefsticks kauen.


Hast Dich tapfer geschlagen, mein Kleiner, wir sind mächtig stolz auf Dich. Hoffentlich war es das erst einmal für lange, lange Zeit. Wir lieben Dich von ganzem Herzen!


Dein sehr erleichtertes Frauchen


Nickname 26.09.2017, 17.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

EIN SCHUSS IN DEN OFEN

  Hey, Barny! (3. Juni 2015)


Gratuliere, mein Lieber - das hast Du sauber hingekriegt! Ein paar Stunden vor dem Besuch bei der Tierärztin fängst Du mitten in der Nacht plötzlich an, Dir die Seele aus dem Leib zu husten und spuckst jede Menge weißes Zeug, dass einem angst und bange werden kann. Frauchen kriegt natürlich voll die Panik, Du könntest was Giftiges gefressen haben. Sie rüttelt Herrchen wach und sagt: „Los, steh auf, wir müssen sofort mit Bärchen in die Klinik fahren!“ Dann springt sie aus dem Bett, zieht sich in Schallgeschwindigkeit an und steht frühmorgens um halb vier vor dem Spiegel, um sich zu schminken. Sie ist ja so eitel, dass sie ohne Farbe im Gesicht nicht mal dem Postboten die Tür aufmachen würde. Ich wette, wenn ihr das Haus überm Kopf abbrennt, legt sie auch erst noch Make-up auf, bevor sie sich von der Feuerwehr retten lässt!


Irgendwann beruhigt sich Dein Husten etwas, und sie wollen nun doch bis neun Uhr warten, wenn du sowieso zur Tierärztin musst. Die zeigt sich verständlicherweise not amused, diagnostiziert eine saftige Erkältung, und damit ist Deine Zahnbehandlung fürs Erste vom Tisch. Aber freu Dich nicht zu früh, das gewährt Dir nämlich nur eine Galgenfrist: Dein neuer Termin für nächsten Mittwoch steht bereits fest!


Der ganze Tag ist irgendwie daneben. Chef kommt nur schwer in die Gänge, das Fraule läuft wie eine Schlafwandlerin durch die Gegend; aber das Beste hast Du Dir mit dem Hustensaft geleistet. Frauchen will ihn Dir richtig professionell mittels einer Spritze ins Maul geben, und was machst Du? Schnalzt einmal kräftig mit der Zunge, und anstatt in Deinem Hals landet das klebrige Zeug mitten in Frauchens linkem Auge! Na, die hat vielleicht geweint! Erstens vor Schmerz, weil es höllisch gebrannt hat und zweitens vor Wut, weil sie sich nun noch mal neu schminken musste. Ich erwähnte wohl schon, wie eitel sie ist. Dann musste sie aber doch lachen und sann auf eine List, wie sie Dir den Saft erfolgreich einflößen könnte. Not macht bekanntlich erfinderisch, und sie kennt ja ihr Leckermäulchen. Frischkäse – Doppelrahmstufe, versteht sich – mit Hustensirup vermischt (in angemessenem Verhältnis, also drei Teile Frischkäse und ein Teil Hustensaft), dann klappt´s auch mit der Medizin!


Ehrlich gesagt beneide ich Dich nicht um das, was Dich nächste Woche erwartet. Ich habe ein bisschen gelauscht, wie Frauchen mit der Tierärztin telefonierte, und was ich da zu hören bekam, klang richtig gruselig. Aber ich weiß ja, Du bist hart im Nehmen, ein ganzer Kerl eben, und sicher werden sie Dich hinterher nach Strich und Faden verwöhnen. Hühnchen, Leber und Schabefleisch, mmhhh... mir läuft gleich das Wasser im Maul zusammen. Bobby und ich kriegen natürlich unseren Anteil, da passen wir schon auf. Jetzt schlaf Dich erst mal gesund, dann sehen wir weiter.


Gute Nacht, und schnarch uns was Feines.

Deine Nelly


Nickname 26.09.2017, 16.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

AU BACKE MEIN ZAHN!

(2. Juni 2015)


Na, Kumpel, da hast Du morgen einen richtig bescheidenen Tag vor Dir: Um neun Uhr früh heißt es antreten bei der Tierärztin zur Zahnbehandlung. Das Ganze unter Vollnarkose, wir machen schließlich keine halben Sachen. Wie es scheint, hast Du echt Zahnweh, weil Du nur noch weiches Zeug fressen magst. Frauchen macht sich natürlich Vorwürfe, dass sie so lange gewartet haben, Du kennst sie ja. Aber jetzt ist sicher genau der richtige Zeitpunkt, damit Du auch über- und überübermorgen noch kraftvoll zubeißen kannst!
(WIR LIEBEN REKLAME!!!)



Bobby und ich drücken Dir sämtliche Pfoten, dass alles gut vonstattengeht. Bist ja ein tapferes Kerlchen, und Chef bleibt bei Dir, da kann gar nichts passieren. Viel Glück, Freund Barny, und halte die Öhrchen fein steif!


Deine Rudelgefährtin
NELLY

Nickname 26.09.2017, 16.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

LERHMEISTER HUND: DIE KLUGHEIT DER SCHNÜFFELNASEN

  AHOI! (24. Februar 2015)


Liebe Leute, das ist ja schon wieder ewig lange her, seit ich zuletzt etwas geschrieben habe. Hier war in den vergangenen Monaten einiges los. Zuerst mussten wir dem Julchen nachwinken, als sie über die Regenbogenbrücke lief. Mit ihr war ich zwar nicht so dicke wie vorher mit Wendy, trotzdem ging mir der Abschied an die Nieren. Drei Tage später zog Nelly bei uns ein; und als hätte ich mit ihr nicht genug zu tun, kam auch noch Bobby ins Haus. Fairerweise muss ich sagen, dass es mit ihm keinerlei Probleme gibt. Der alte Knabe ist recht bescheiden, mimt nicht den Boss und freut sich, wenn er seine Ruhe hat. Die sei ihm gegönnt, so brauche ich bei den Mädels wenigstens keine Konkurrenz zu fürchten!


Vor kurzem hörte ich Frauchen mit Chef darüber sprechen, wie es früher war, bevor sie sich kannten. Sie erzählte von den Tieren, die bisher ihr Leben begleitet haben. Das waren echt viele: Mit uns Dreien insgesamt fünfzehn Hunde, ein Wellensittich, rund ein Dutzend Meerschweinchen und sogar ein Pony! Die hatte sie alle sehr lieb; aber sie meinte, besonders wir Hunde seien gute Lehrmeister und könnten den Menschen mancherlei beibringen. Das brachte mich auf eine Idee. Wie wäre es, wenn ich ein paar Kapitel darüber schriebe, was die Zweibeiner sich so alles von uns abgucken und wie sie sich selbst in uns wiedererkennen können? Das ist ein spannendes Thema, und ich bin auf dem Gebiet ja sozusagen Fachhund. Bevor ich anfange, muss ich mich nur noch ein wenig sammeln.


Das geht am besten mit Yoga:



Also dann, bis in Bälde.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny

Nickname 25.09.2017, 17.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

VERSUCH MACHT KLUG

   Bobbys erster Barftag (10. Februar 2015)


Ja, da sind wir so langsam wirklich am Verzweifeln. Böbchens Verdauung will einfach nicht besser werden. Seit er bei uns ist, hat er damit Probleme. Das heißt, vorher hatte er sie mit Sicherheit auch schon, es ist nur niemandem aufgefallen. Seiner Pflegemama kann man keine Vorwürfe machen, bei einem Dutzend Schützlinge ist es praktisch unmöglich, jede einzelne Hinterlassenschaft genau zuzuordnen. Außerdem fehlt es natürlich am Geld für regelmäßige Tierarztbesuche. Wir haben inzwischen alles durch: Diverse Laboruntersuchungen, Röntgen, Ultraschall. Traurig, aber wahr: Abgesehen von seinen falsch zusammengewachsenen Knochen, seiner schweren Arthrose und der Kugel in der Schulter sind auch seine Organe in Mitleidenschaft gezogen. Besonders betroffen sind Magen, Darm, Lunge und Niere. Kein Wunder, wenn man sich, wie der Süße, mehr als zehn Jahre lang vermutlich nur von Abfällen ernährt hat. Zum Glück ist das alles nicht lebensbedrohlich, bereitet aber doch Probleme. Wir haben es mit Dosenfutter und Trockennahrung versucht, mit Ausschlussfütterung (das heißt mit nur einer Proteinquelle und getreidefrei), mit selbst zubereitetem Fressen und zum Schluss sogar mit Babynahrung. Es war immer dasselbe, wenig zufriedenstellende Resultat. Nun hat uns die Tierärztin Barfen als letzten Rettungsanker vorgeschlagen. Barfen steht für „Biologisch artgerecht roh füttern“. Es gibt also ausschließlich rohes Fleisch zu futtern. Klingt im Grunde vernünftig; der Hund stammt schließlich vom Wolf ab, und der findet in der freien Wildbahn garantiert keine vorgekochte (manchmal möchte man fast sagen vorgekaute) Nahrung.


Übers Internet haben wir also Fleisch bestellt, das heute tiefgefroren bei uns ankam. Ein paar Dinge muss man beim Rohfüttern beachten, vor allem Hygiene ist oberstes Gebot. Und wenn es mit der Umstellung klappt, braucht der Hund langfristig einiges an Zusätzen – Obst oder Gemüse, einzelne Mineralstoffe und gutes Öl. Aber in den ersten Tagen gibt es nichts anderes als Fleisch.


Heute haben wir bei Bobby nun den Versuch gestartet. Eins kann ich schon sagen, ihm schmeckt´s! So schnell hatte er seinen Napf noch nie leergeputzt. Dann stand er daneben und sah mich erwartungsvoll an, als wollte er fragen: „“Hör mal, diese Miniportion, war das schon alles?“ Ja, mein Guter, für den Anfang war es das. Wir müssen erst mal sehen, ob du es verträgst. Wie sagte schon unser Altkanzler Dr. Helmut Kohl: „Wichtig ist, was hinten rauskommt.“ Wo er recht hatte, da hatte er recht. Das Ergebnis werden wir dann morgen sehen.


Nelly und Barny zeigen sich ebenfalls am Neuen interessiert. Bei Nelly verwundert das nicht, sie frisst wirklich alles. Barny gibt sich da schon wählerischer. Mal sehen, vielleicht stellen wir das Futter für die Beiden ebenfalls um, dann ist es ein Aufwaschen und gesünder ist es womöglich auch.


Lassen Sie sich´s gut gehen!

Frauchen



Poor boy Barny - na, Kleiner, mit dir spielt wohl keiner?

Nickname 25.09.2017, 17.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

MEISTENS IST NICHT IMMER

(17. Juni 2015)


Unser Frauchen pflegt zu sagen: „Achtsamkeit ist die rechte Hand der Engel.“ Damit will sie ausdrücken, dass die Menschen ihren Schutzengeln die Arbeit ganz schön erleichtern können, indem sie selber gut aufpassen. Den Engeln vertrauen heißt nämlich nicht, dass man einfach leichtsinnig und gedankenlos durchs Leben laufen darf. In erster Linie kommt´s auf die eigene Verantwortung an, meint Frauchen. Meistens stimmt es ja, was sie sagt – aber manchmal auch nicht. Zum Beispiel gestern Nachmittag:


Unsere Große sitzt gemütlich im Wohnzimmer und schaut sich im Fernsehen eine Romanverfilmung von Rosamunde Pilcher an. Sie liebt solche Schnulzen, natürlich nur wegen der herrlichen Landschaftsaufnahmen. Das behauptet sie wenigstens, aber mir macht sie nichts vor: Sie ist und bleibt nun mal eine hoffnungslose Romantikerin. In der Werbepause sieht sie zufällig durchs Fenster auf Nachbars Dach und sagt zu sich: „Ach, guck, die Ziegel glänzen ja so, anscheinend hat´s geregnet.“ Weiter denkt sie sich nichts dabei. Als der Film zu Ende ist, fällt ihr plötzlich siedend heiß ein, dass Bobbys Gartendecke immer noch draußen liegt. „So ein Mist“, schimpft sie vor sich hin, „die ist jetzt sicher klatschnass, und ich kann zusehen, wie ich sie wieder trocken kriege.“ Chef weiß Rat, wie so oft. Erwähnte ich schon, dass wir ein besonders kluges Herrchen haben? Er schlägt vor, die Decke in den Heizungskeller zu bringen, wo es schön warm ist und bei Regenwetter immer die feuchten Gassisachen aufgehängt werden.


Gesagt, getan. Er schnappt sich das quietschnasse Teil und geht fröhlich pfeifend nach unten. Kaum hat er die Tür zum Heizraum aufgemacht, da hören wir ihn auch schon fluchen: „Ach nee, sag mal, was ist das denn hier für eine Sch….?“ Na ja, das ist es nicht, sondern zum Glück nur Wasser, aber davon reichlich. Es kommt aus der Wand, läuft an verschiedenen Rohren entlang und hat auf dem Fußboden schon ein paar beachtliche Pfützen gebildet. Also erst einmal her mit dem Lappen, alles aufwischen und Eimer unterstellen. Die beiden Großen sind im Keller, ihre Stimmung auch. Sie haben keine Ahnung, was die Ursache sein könnte – ein Rohrbruch, eine geplatzte Nahtstelle oder ein durchgerosteter Flansch. Vorsichtshalber dreht Herrchen sämtliche Ventile zu, damit kein Nachschub mehr fließen kann. Das heißt keine Toilettenbenutzung, Duschen fällt ebenfalls flach und das Ganze natürlich wie immer zum Wochenende. Gott sei Dank haben wir hinten noch das kleine Haus, in dem Frauchen früher mit ihren Eltern gewohnt hat und das heute für Partys und Logierbesuch genutzt wird. Als Großherrchen und –frauchen gestorben waren, rieten ihr alle, sie solle das Häuschen doch abreißen und stattdessen lieber einen schönen, großen Pool bauen lassen. Das brachte sie aber nicht übers Herz und ist jetzt nicht zum ersten Mal froh darüber.


Nun muss also morgen der Klempner ran, und es dürfte wohl eine Riesenschweinerei geben. Für uns Hunde bedeutet das wieder allerhand Unruhe. Dabei haben wir eben erst den Frühjahrsputz überstanden! Das einzig Gute an der Sache ist: Wäre Frauchen aufmerksamer gewesen und hätte sie Böbchens Decke vor dem Regen ins Haus geholt, dann wäre Chef nicht in den Heizkeller gegangen. So wäre die Bescherung wahrscheinlich erst ein paar Tage später entdeckt worden, wenn schon der halbe Keller unter Wasser gestanden hätte. Daran sieht man wieder, dass man im Leben nichts übertreiben soll – auch nicht die Achtsamkeit.


Also dann, auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Bloß nicht aufregen -

kommt lieber spielen!


Nickname 25.09.2017, 16.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

DER ALTE KETTENHUND

"Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh'.


Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht, der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht, ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durch's morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.


Die Nacht ist kalt, der Hunger quält, mein Winseln niemand hört -
und wüsst mein Herr auch, was mir fehlt - er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang - zum zehnten Mal leck ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.


Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück, und nie werd' ich sie los.
Was Freiheit ist, das lern' ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei."


(VERFASSER LEIDER UNBEKANNT)



Immer noch gibt es Menschen (?), die ihre treuen Weggefährten mit solcher Rohheit, Gleichgültigkeit und grobem Undank behandeln. Früher war ich nie eine Befürworterin des Bibelworts "Auge um Auge, Zahn um Zahn" und nahm an, es würde wenig nützen, wenn man Gleiches mit Gleichem vergilt. Inzwischen denke ich anders darüber. Nur wer am eigenen Leib erfährt, welches Leid und welchen Schmerz er einem anderen Lebewesen zufügt, lernt vielleicht etwas daraus und macht es in Zukunft besser.

Nickname 24.09.2017, 17.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

ALLE SIND GLEICH, ABER MANCHE SIND GLEICHER


"Der Tag mag kommen, an dem der Rest der belebten Schöpfung jene Rechte erwerben wird, die ihm nur von der Hand der Tyrannei vorenthalten werden. Ein voll ausgewachsenes Pferd aber oder ein Hund ist unvergleichlich verständiger und mitteilsamer als ein einen Tag oder eine Woche alter Säugling oder sogar ein Säugling von einem Monat. Doch selbst wenn es anders wäre, was würde das ausmachen? Die Frage ist nicht: Können sie verständig denken? Oder: Können sie sprechen? Sondern: Können sie leiden? Warum sollte das Gesetz irgendeinem empfindenden Wesen seinen Schutz versagen?"


(JEREMY BENTHAM

* 15. Februar 1748 in Spitalfields, London

† 6. Juni 1832 ebenda)



Bentham war ein englischer Jurist und Philosoph. Außerdem war er einer der wichtigsten Sozialreformer Englands im 19. Jahrhundert und ein Vordenker des modernen Wohlfahrtsstaats. Seiner Zeit weit voraus forderte er allgemeine Wahlen, das Frauenstimmrecht, die Abschaffung der Todesstrafe, Tierrechte, die Legalisierung der Homosexualität und die Pressefreiheit. Er gilt als Vordenker des Feminismus, als Vorkämpfer der Demokratie, des Liberalismus und des Rechtsstaats.


************************


2002 war ein wichtiges Jahr für den deutschen Tierschutz: In diesem Jahr beschloss der Deutsche Bundestag, den Schutz der Tiere als "Staatszielbestimmung" in die Verfassung aufzunehmen. Vorher gab es zwar auch schon ein vergleichsweise fortschrittliches Tierschutzgesetz, das aber rechtlich gesehen immer dann in den Hintergrund trat, wenn dem Tierschutz ein in der Verfassung garantiertes Grundrecht für Menschen entgegenstand, wie das Recht auf Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit. Eben dies sollte sich ändern.


Zwar lässt der Tierschutz hierzulande noch immer vieles zu wünschen übrig, aber immerhin beschritt Deutschland damit als erstes EU-Mitgliedsland den von Bentham vorhergesehenen Weg: Wenn es darum geht, wem wir als Menschen sowohl moralischen als auch gesetzlichen Schutz gewähren sollen, darf nicht der Unterschied zwischen Mensch und Tier zählen, sondern allein die zweifache Frage, welche Wesen leiden können und ob wir als Menschen oder Gesetzgeber dieses Leid verhindern können.


Nickname 20.09.2017, 14.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

CHARLY BROWN, DAS IST EIN CLOWN

Ein freundliches Hallo an alle Hundeliebhaber!

 
Ich heiße Charly und ich bin ungefähr zwei Jahre jung. Ich bin ein Mischlingsrüde mit einer Schulterhöhe von etwa 38cm. Findet Ihr nicht auch, dass ich ein wunderhübscher Hundemann bin und einfach unglaublich niedlich aussehe? Leider brachte mir das bisher kein Glück, denn ich wurde wie ein Wanderpokal immer wieder hin und her gereicht, bis ich zum Schluss im Tierheim Herzsprung abgegeben wurde. Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir versprochen, dass jetzt damit Schluss ist und sie mir ein Zuhause bei verantwortungsbewussten Menschen suchen, mit denen ich den Rest meines Lebens verbringen darf. Ich finde das klasse und möchte Euch vieles über mich erzählen, damit Ihr entscheiden könnt, ob ich in Eure Familie passen würde.



Allerdings bin ich kein Anfängerhund. In meiner Brust schlagen sozusagen zwei Seelen. Die eine ist die eines liebevollen, anhänglichen, lebensfrohen und aufgeweckten Hundejungen. Ohne Übertreibung darf ich sagen, dass ich Euch Zweibeiner liebe und jede Zuwendung von Euch genieße. Kuscheln und Schmusen gehört zu meinen absoluten Lieblingsbeschäftigungen. Auch habe ich von meinen Pflegefrauchen schon allerhand Spitznamen bekommen, wie z.B. „Tolpatsch“, „Clown“ oder „Schlingel“. Ich denke sie haben sich für diese Kosenamen entschieden, weil ich im Geiste noch ein richtiges Kind bin und die Welt für mich ein riesengroßer Spielplatz ist. Ich liebe es zu toben, rennen, spielen, springen und jede Menge Dinge zu erforschen. Lange Spaziergänge sind genau das Richtige für mich und dabei blühe ich regelrecht auf. Ein paar Dinge habe ich schon gelernt, wie z.B. Stubenreinheit, das Kommando „Sitz“ und das brave Mitfahren im Auto. Natürlich gibt es im Hunde-Ein-Mal-Eins für mich noch einiges zu lernen. Aber mit Eurem liebevollem Training und meiner Intelligenz werde ich sicher bald Klassenbester und ein richtiger Vorzeigehund.


Meine andere Seele ist leider das genaue Gegenteil. Ich habe in meinem kurzen Leben schon viele schlechte Erfahrungen machen müssen und ein fürsorgliches Zuhause ist mir bisher fremd. So habe ich es mir angewöhnt, auf mir unbekannte Situationen, oder wenn ich etwas nicht möchte, mit Knurren und Schnappen zu reagieren. Dies ist kein leichtes Welpenzwacken, sondern ernst gemeintes Zuschnappen.


Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir aber erklärt, dass ich bei den passenden Menschen und mit einer liebevollen, konsequenten Erziehung dieses Verhalten nach und nach wieder ablege. Wir werden dann zu einen klasse Team und können gemeinsam jede Lebenssituation meistern.



Auf jeden Fall suche ich ein sportliches Zuhause, bei einer Familie ohne kleine Kinder, die mich körperlich sowie geistig auslastet. Mit meinen Artgenossen komme ich auf neutralem Gelände sehr gut zurecht, jedoch reagiere ich in meinem eigenen Reich eifersüchtig. Aus diesem Grund suche ich ein Zuhause ohne einen anderen Hund.


Ich hoffe sehr, dass freundliche Menschen sich mich verlieben und ich bei ihnen die schlechten Erfahrungen meiner Vergangenheit schnell vergessen kann!

http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 18.09.2017, 13.30| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DIE TELEKOM VERTICKT LOSE

...und auch noch so einiges andere. Gemeint ist aber wohl, dass sie Tickets verlost. Glückwunsch an jene, die ein solches ergattern konnten. Für die leer Ausgegangenen hier ein kleines Trostpflaster in Form einer Handvoll neuer, herrlicher Stilblüten. Viel Vergnügen beim Lesen!



Ein unbeschriebenes Blatt: „Der Täter behauptete, noch nie etwas gestohlen zu haben, ohne zu bezahlen.“


Sehr geschickt: „Es gelang der Täterin, den Pullover zu entwenden, ohne dafür zu bezahlen.“


Wie man sich bettet…: „Die Polizei fand heraus, dass der Gesuchte einen Mercedes, eine Segeljacht und rund 50.000 Euro unter seiner Matratze versteckt hatte.“


Zwingende Logik: „Der Täter hatte keinen Hund bei sich, weshalb er auch nicht bellte.“



Vornehm ausgedrückt: „Die Täter hatten vor, die Hauptkasse von ihrer Einnahme zu befreien.“


Großes Aufgebot:  „Der gesuchte Schwerverbrecher wurde mit 200 Tunten gejagt.“ (Hunden)


Eindeutige Rechtslage: „Die Obduktion ist rechtens, solange der Patient nicht ausdrücklich widerspricht.“


Stumm wie ein Grab: „Der eine Täter schwieg beharrlich, der andere sagte gar nichts.“


„Die Panne zu Beginn bitten wir zu verzögern.“


Allen ein pannenfreies

und bärig gemütliches Wochenende!


Nickname 16.09.2017, 13.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

IM GROSSEN WIE IM KLEINEN

  AHOI!

Liebe Leute, wie schnell die Zeit vergeht. Bloß mal kurz mit dem Schwanz gewedelt, schon sind die Ferien vorbei. Frauchen sagt, man merkt es deutlich auf den Straßen und in den Geschäften. Die meisten von unseren Hundekumpels sind zurück, und im Wald geht´s wieder richtig rund. Manche sind ziemlich weit rumgekommen und bellen jedem, der es hören will oder nicht, von ihren Erlebnissen. Ob ich dabei Fernweh kriege? Nö, keine Spur. Hier habe ich alles, was ich mir wünsche, ich liebe meine Behaglichkeit und die große Welt kann mir bitteschön gestohlen bleiben.

Die Tierärztin ist auch wieder da (mal ehrlich, auf  die hätte gern noch eine Zeitlang verzichten können), und unsere Große macht drei Kreuze. Ist ja auch immer eine richtige Zitterpartie, wegen meiner doofen Autoimmunkrankheit. Ich habe mich aber tapfer gehalten, und Frauchen brauchte mir keine Spritze zu geben. Das wird sie mir ewig danken, denn davor hat sie mindestens ebenso viel Schiss wie der Börsianer vorm Schwarzen Freitag.

Blöderweise mussten Nelly und ich vergangene Woche gleich in die Praxis, wir hatten uns nämlich eine Erkältung eingefangen. Emmys Muddi (das ist die mit dem Fellwechsel in der Bikinizone) behauptet zwar, unser Frauchen würde es übertreiben, weil sie sofort mit uns zur Frau Doktor rennt, wenn wir ein bisschen hüsteln. Also, erstens sagt das die Richtige; die macht sich doch schon ins Hemd, wenn ihr Hündchen sich bloß mal die Pfoten leckt. Und zweitens hat das durchaus seine Berechtigung. Meine Abwehrkräfte sind nun mal gleich Null, und ich belle als Erster "HIER!", wenn irgendwo ein paar Viren herumschwirren. Wehret den Anfängen, heißt da die Devise. Zum Glück ist unsere Frau Doktor keine, die mit Kanonen auf Spatzen schießt. Sie versucht es zunächst auf die sanfte Tour mit homöopathischen Mitteln, und nur wenn alle Stricke reißen, gibt es ein Antibiotikum. Lässt sich bei mir leider nicht immer vermeiden, und überhaupt ist das ganz allein ihre Entscheidung, sagt Frauchen. Außerdem wäre es schön, wenn sich die Leute mehr um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern und sich weniger bei anderen einmischen würden. Dann ginge es auf der Welt garantiert  bedeutend friedlicher zu. Das gilt im kleinen Privaten genauso wie in der großen Politik, sagt sie. Darüber will ich in Ruhe nachdenken, deswegen ziehe ich mich jetzt in mein Körbchen zurück. In dem Sinne:

Macht´s gut, Nachbarn!
Euer BARNY

14.09.2017, 01.30| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

DAS WANDERN IST DES MÜLLERS LUST...

... und der Hausfrau/des Hausmannes Frust. Das folgende Lied von Edith Schollwer - wie ich finde, ein Juwel kabarettistischer Kleinkunst - spricht bestimmt Tausenden von guten Hausgeistern aus der Seele. Es ist eine Hommage an alle, die sich tagtäglich und nachtnächtlich für ihre Lieben aufopfern und dafür leider oft nur wenig Dankbarkeit ernten. Viel Vergnügen!


Der Doktor sagt, dass wir zu wenig wandern
und dass kein Mensch spazieren gehen mag, fidebum.
Wahrscheinlich spricht der Doktor bloß von andern,
denn ich als Hausfrau latsch den ganzen Tag.
Morgens früh schon um halb acht,
hab ich Brötchen raufgebracht.
Danach steht der Gang zur Küche mir bevor;
dann nehm ich die Zeitung ab
und dann laufe ich im Trab
mit den Kaffeetassen durch ´n Korridor.-


***


Ja, als Hausfrau ist man ständig auf der Wanderschaft,
jowiwallerallela, jowiwallerallela.
Täglich mach ich zwanzig Mal mit viel Geklirr
einen Gepäckmarsch mit dem ganzen Essgeschirr.
Darum habe ich als Hausfrau einen Zorn
aufs Wandern, aufs Wandern.
Meine Sohlen haben ´ne Haut, die ist von Horn,
denn bin ich hinten, klingelts gerade immer vorn.



***


Und sind die Kinder endlich in der Schule
und ist der Mann dann schließlich im Geschäft, fidebum,
dann sitz ich nicht gemütlich auf'm Stuhle,
der Hund muss nämlich runter, weil er kläfft.
Darauf hol ich mit dem Netz die Kartoffeln, die Koteletts,
und der Hund führt mich spazieren von Baum zu Baum.
In der Wohnung ist zu tun und anstatt mich auszuruhn,
galoppier ich mit'm Staubtuch durch'n Raum.


***


Ja, als Hausfrau ist man ständig auf der Wanderschaft,
jowirallerallala, jowirallerallala.
Mit der letzten Kraft bring ich das Abendbrot,
dann will Max spazieren gehen, doch ich bin halb tot.
Aber sage ich, ich habe keinem Mumm
aufs Wandern, aufs Wandern
Schimpft mein Männeliek: "Nun geh doch nicht so krumm -
denn du sitzt doch hier den ganzen Tag bloß rum!"




All den vielen fleißigen Hausfrauen und -männern
ein erholsames Wochenende!

Nickname 09.09.2017, 13.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

TEMPO, TEMPO: IN FRIESLAND IST DAS SO!

Hoch oben im Norden ist vieles anders. Die Uhren gehen rückwärts (in unserem Badezimmer hängt eine solche Ostfriesenuhr, ein Reisemitbringsel, das schon oft für Verwirrung gesorgt hat, wenn wieder einmal die Zeit umgestellt wird). Die Küstenbewohner reden Plattdütsch, essen Labskaus und gelten insgesamt als ganz eigener Menschenschlag. Aber nicht nur Einwohner und Zeitmesser, sondern auch die Tachometer der Autos ticken dort offenbar anders als ihre Kollegen andernorts in der Republik. Das lässt zumindest der Fall eines jungen Rasers im sächsischen Zwickau vermuten:


Der Fünfundzwanzigjährige war von der Polizei nach einer wilden Verfolgungsfahrt gestoppt worden und begründete seine rasante Fahrweise mit der lapidaren Bemerkung, in Friesland sei das eben so. Er erklärte den Beamten, er sei erst kürzlich aus dem norddeutschen Friesland zugezogen.


Dort werde auf Straßen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h „in aller Regel“ 170 gefahren, weil niemand sich um das Tempolimit schere. Laut Protokoll war der Mann mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h gefahren.


Leider konnte die Polizei keine Auskunft darüber geben, von welchem Teil Frieslands der Temposünder sprach. Ich habe da aber so einen Verdacht…


(Quelle: dpa)




Nickname 05.09.2017, 14.59| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ES SPIELTE DAS PHILHARMONISCHE STREICHPARKETT

Rekordverdächtig: „Brigitte Mira war dreimal verheiratet und fünfmal geschieden.“


Da war was los: „Riesenstimmung herrschte unter den 37.000 ausverkauften Zuschauern.“


Schon wieder hungrig: „Können wir jetzt endlich zur Tageskarte kommen?“ (Tagesordnung)


Toller Service: „Ich bin noch Marktfrau der alten Schule: Wenn ein Kunde keine Tasche mithat, schlage ich ihm die Eier ein.“


Es war nicht alles schlecht: „Vor der Wende gab es nicht mal Apfelsinen bei uns, jetzt gibt es Mangos und Zivis.“ (Kiwis)


Goethe lässt schön grüßen: (An die Versicherung) „Beide Hunde liefen frei, da kam es zur Beißerei. Unser Schäferhund gewann – und Sie sind dran!“


Allen einen harmonischen Nachmittag!


Nickname 04.09.2017, 15.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

MEINE VEREHRTEN UND HERREN!

Es ist schon erstaunlich, was so im Eifer des Gefechts dahin geredet und geschrieben wird - sehr zur Freude des aufmerksamen Zuhörers und Lesers.


Zwar ist mir selbst angesichts all der Scheußlichkeiten und Verbechen, die wir Menschen an unseren tierischen Brüdern und Schwestern begehen, längst das Lachen vergangen. Da aber viele von Ihnen meine Schmunzelecke lieben, werde ich diese trotzdem weiterführen. Hier ein paar neue Kostproben:


"Der Herr hat unsere Hände herrlich geföhnt." (gefüllt)


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"Motorschäden werden von uns prompt und zuverlässig durchgeführt."


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"Fürwahr, du bist ein verbogener Gott!" (verborgen)


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"Ich danke der Gemeinde herzlich für die reiche Gage vom letzten Sonntag." (Gabe)


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"Aufgabe der Bundeswehr ist es, die Freizeit der Deutschen zu verteidigen." (Freiheit)


************


"Allein am Samstag rückte die Feuerwehr mehrere Dutzendmal aus, um Eiszapfen und undichte Dächer zu reparieren..."


Allen Lesern einen unbeschadeten Wochenbeginn!



Nickname 03.09.2017, 17.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ES BLEIBT NATÜRLICH UNTER UNS!

Ich liebe Politiker auf Wahlplakaten:

Sie sind tragbar, geräuschlos
und leicht zu entfernen.



Nickname 03.09.2017, 17.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

IHR KÖNNT MICH MAL...


 

...ganz doll lieb haben!!!

Nickname 01.09.2017, 17.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

NIEMAND HAT ETWAS ZU VERSCHENKEN!


TASSO e.V. weist auf Betrugsmasche mit Kamerunwelpen hin


Ein Leben ohne Hund ist für viele Tierfreunde unvorstellbar. Aus unterschiedlichen Gründen entscheiden sich viele Menschen für den Einzug eines Welpen. Oft suchen sie eine bestimmte Rasse oder möchten das Hundeleben von Anfang an begleiten.


Es gibt nichts umsonst: Betrugsmasche Kamerunwelpen


Die Möglichkeiten, einen zur Familie passenden Hundewelpen zu finden, sind vielfältig. Allen gemein ist, dass vor allem seriöse Züchter die Ausgaben für die Pflege, Aufzucht, Sozialisation und die medizinische Vorsorge ihrer Schützlinge dem zukünftigen Halter in Rechnung stellen. Diese fällt oft höher aus, als manch Interessent es vorher erwartet hat. Auf der Suche nach günstigeren Alternativen stoßen Interessenten, die einen Welpen kaufen möchten, im Internet meist schnell auf dubiose Angebote. Weit verbreitet ist dabei seit Jahren das Angebot von Kamerunwelpen: Bei dieser Betrugsmasche sitzen die Hintermänner in Kamerun und sind so Namensgeber der Abzocke. Mittlerweile haben längst auch Betrüger in anderen Ländern die Vorgehensweise übernommen. In letzter Zeit haben uns Nachrichten enttäuschter Tierfreunde erreicht, die einen Welpen aus Kamerun aufnehmen wollten.


Und so läuft das betrügerische Geschäft ab:

Welpen werden in Internetanzeigen als zu verschenken inseriert. Möchte ein Tierfreund nun einen solchen Welpen übernehmen, dann muss er zunächst die Transportkosten im Voraus bezahlen. Regelmäßig meldet sich dann der Anbieter erneut und fordert weiteres Geld für Flughafen- oder Zollgebühren, Versicherungen, tierärztliche Bescheinigungen oder Einreiseformulare, da sonst der Welpe nicht ausgeliefert werden könne.


„Am Ende hat der geschädigte Tierfreund einen drei- oder vierstelligen Eurobetrag per anonymen Bargeldtransfer bezahlt, und der Anbieter löst sich in Luft auf. Das überwiesene Geld ist unwiederbringlich verschwunden“, fasst Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher bei TASSO, den typischen Hergang zusammen. „In verschiedenen Online-Kleinanzeigen werden immer wieder kostenlos Welpen, überwiegend kleine Rassen wie Chihuahuas oder Yorkshire-Terrier, aus Kamerun oder anderen Ländern angeboten. Die Gründe der Abgabe sind verschieden, suggerieren aber immer Dramatik oder Dringlichkeit. Die angebotenen Welpen existieren jedoch in Wirklichkeit gar nicht.“


Auch billig hat seinen Preis: Wühltischwelpen


Ein weiteres Problem ist der Verkauf von sogenannten Wühltischwelpen. Ihr Erwerb kostet Geld. Sie werden von Hundevermehrern, meist aus Osteuropa, zu sehr günstigen Preisen über das Internet verkauft. Im Unterschied zu den Kamerunwelpen existieren diese Hunde auch wirklich. Aber das macht die Sache nicht besser: In der Regel kommen sie unter tierquälerischen Verhältnissen zur Welt, werden der Mutter zu früh entzogen, damit der Niedlichkeitsfaktor noch hoch genug ist und haben somit keine Chance auf eine artgerechte Sozialisation. Zudem sind diese Welpen nicht geimpft, meist krank, manchmal sogar todkrank, denn es findet keine medizinische Vorsorge beziehungsweise Versorgung statt. „Was für Käufer von Wühltischwelpen oftmals folgt, sind teure Tierarztbesuche, in der Hoffnung, dem Hund doch noch ein gesundes und fröhliches Leben zu ermöglichen. Doch leider stirbt etwa jeder fünfte Wühltischwelpe noch bevor er sechs Monate alt wird“, schildert Ruckelshaus die dramatische Situation dieser Hunde und ihrer Halter.


TASSO rät:

Vertrauen Sie nur seriösen Züchtern, Tierschutzorganisationen und Tierheimen. Unter www.tasso.net/wuehltischwelpen stellen wir ihnen die Grundkriterien für seriöse Züchter zusammen. Schauen Sie auf der Suche nach einem neuen Haustier auch im TASSO-Onlinetierheim www.shelta.net vorbei. Hier warten zahlreiche Hunde, auch Rassehunde und Welpen, sehnsüchtig auf ein neues Zuhause.


©TASSO e.V.


Anmerkung: Bis zu einem gewissen Grad verstehe ich Menschen, die sagen, wenn schon einen Hund, dann nur einen ganz jungen, der frühe Abschied täte mir sonst zu weh. Dabei gebe ich eins zu bedenken, nämlich, um wen es letzten Ende geht - um mich oder um den Hund. Ich darf echte Tierliebe nicht mit Egoismus verwechseln. Gerade die älteren Semester haben so unendlich viel zu geben an Liebe, Dankbarkeit, ja, und auch an Weisheit. Wir persönlich durften besonders von unseren Hundesenioren schon vieles für uns selber lernen. Unsere Tierheime sind voll von diesen wunderbaren Wesen. Der erste (und für mich einzige) Weg zum Hund sollte daher immer in ein Tierheim oder zu einer seriösen Tierschutzorganisation führen.


Nickname 01.09.2017, 15.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GUT GESCHNURRT, KATZE!

Das Thema Aussetzen von Haustieren ist an sich überhaupt nicht lustig; und ich vertrete die Meinung, dass den Menschen, die es tun, Gleiches mit Gleichem vergolten werden sollte: Irgendwo in der Einöde an einen Baum gebunden, ohne einen Tropfen Wasser der sengenden Sonne ausgeliefert - und erst in allerletzter Sekunde gerettet (was den meisten ausgesetzten Hunden leider nicht vergönnt ist). Über die folgende Geschichte musste ich aber dennoch schmunzeln:


Ein Mann will die Katze seiner Frau heimlich loswerden und beschließt, sie auszusetzen. Er nimmt sie mit ins Auto, fährt zwanzig Häuser weit, setzt die Katze aus und fährt heim. Zehn Minuten später ist die Katze auch wieder da. "Na gut", denkt sich der Mann, "war vielleicht ein wenig zu kurz, die Strecke". Er setzt sich wieder mit der Katze ins Auto, fährt fünf Kilometer weit und setzt sie aus. Zwanzig Minuten später ist die Katze wieder zu Hause. "Jetzt reichts!", denkt sich der Mann, nimmt die Katze mit ins Auto und fährt 20 Kilometer, dann durch den Wald, über eine Brücke, rechts, links und setzt die Katze dann schließlich mitten im Wald auf einer Lichtung aus. Eine halbe Stunde später ruft der Mann zu Hause an. "Ist die Katze da?" fragt er seine Frau. "Ja natürlich, warum?" "Hol sie doch mal ans Telefon, ich habe mich verfahren!"


Ich bin sicher, die Katze hat ihm den Heimweg erklärt - denn anders als Menschen tragen Tiere uns nichts nach und verzeihen uns alles.



Nickname 31.08.2017, 16.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

NUR EIN AUGENBLICK - UND WAS DANN?

"Manchmal reicht ein Leben nicht aus,
um einen Moment zu löschen -
aber ein Moment reicht aus,
um ein Leben zu löschen."


Lasst uns gemeinsam versuchen, so viele Tierleben wie möglich zu retten. Jeder kann eine Menge tun: Einmal pro Woche - oder so oft, wie man mag - auf tierische Nahrungsmittel verzichten... bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Verspannungen (die häufig durch Stress verursacht werden) spazierengehen an der frischen Luft oder ganz einfach mal richtig ausschlafen, anstatt Tabletten zu schlucken... beim Kauf von Schönheits- und Putzmitteln darauf schauen, dass sie tierversuchsfrei hergestellt wurden...


Es gibt Tausende von Möglichkeiten. Tiere haben eine Seele. UND:


"Wer eine Seele rettet, der rettet die Welt."

(MARTIN BUBER)


Nickname 26.08.2017, 13.27| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

BRANDAKTUELL

Wir alle können eine Lektion vom Wetter lernen.

Denn es lässt sich von seinem Weg überhaupt nicht abbbringen,

egal wie viele Menschen es auch kritisieren.


Machen wir´s doch ebenso:

Gehen wir unseren eigenen Weg

und lassen die Leute einfach reden …


Nickname 24.08.2017, 13.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BON VOYAGE!


Egal, wie das Wetter wird – Sommerzeit i s t und bleibt Reisezeit. Wir merken es deutlich, wenn wir mit unseren Fellis im Auslaufgebiet spazieren gehen. Fast alle Gassibekannten sind ausgeflogen und an manchen Tagen haben wir den Wald praktisch für uns allein. Nelly findet das gut, sie legt kaum Wert auf zwischenhundliche Kontakte. Seitdem sie nur ein Auge hat, ist sie noch schreckhafter geworden; und wenn so ein wuseliger, kläffender Hundezwerg von der verkehrten – also der blinden – Seite auf sie zugefegt kommt und wie ein aufgeregter Gummiball um sie herumhüpft, kann es passieren, dass sie zuschnappt und ein bisschen zwickt. Da müssen wir immer besonders achtsam sein, aber zurzeit ist alles ganz entspannt.


Gestern hat nun auch unsere Tierärztin ihre Praxis für zwei Wochen geschlossen. Wir gönnen ihr natürlich die Erholung; trotzdem habe ich immer ein leicht mulmiges Gefühl, wenn sie nicht da ist, vor allem Barnys wegen. Zwar ist die Hausapotheke unserer Süßen besser bestückt als unsere eigene und Frau Doktor hat mir vor ihrer Abreise sogar noch gezeigt, wie ich unserem Bärchen notfalls selbst eine Spritze geben kann. Ich hoffe allerdings inständig, dass dies nicht nötig sein wird. An einem Stofftier zu üben ist nämlich eine Sache, es am lebendigen Objekt zu praktizieren eine ganz andere. Obendrein habe ich vor Nadeln zeitlebens einen Heidenrespekt – genauer gesagt, panische Angst.


Und was tun wir, während die anderen durch die Weltgeschichte gondeln? Wir bleiben im Lande und nähren uns redlich. Manchmal werden wir gefragt, findet ihr nicht, dass ihr was verpasst, wenn ihr immer nur zuhause hockt? Nö, finden wir nicht. Es gibt hier alles, was wir uns wünschen (vom Meer vielleicht einmal abgesehen), außerdem hätte ich keine Ruhe, wenn ich Haus und Hof für längere Zeit allein lassen sollte. Auch meine Senioren würden mich schmerzlich vermissen, gerade jetzt, wo in den Heimen ebenfalls Urlaubszeit und damit Personalmangel herrscht.


Mit unseren Hunden wegfahren zu wollen, wäre im Übrigen keine gute Idee. Nelly fühlt sich unwohl in fremder Umgebung, Barny braucht – wenn schon nicht seine Leibärztin – wenigstens die Tierklinik in erreichbarer Nähe. Und Woody? Der setzt nach wie vor freiwillig keine Pfote in ein Auto. Alle unsere Bemühungen – ob mit bergeweise Leckerlis, gutem Zureden oder sanfter Gewalt – scheitern bislang kläglich. Wenn wir es trotzdem versuchen, wehrt sich der Dicke mit Zähnen und Krallen. Dabei schreit er, als stünde er kurz vor der Notschlachtung. Warum sollten wir dem armen Tier das zumuten? Und mal ehrlich: Schlechtes Wetter können wir daheim doch auch billiger haben, oder? 

Nickname 20.08.2017, 17.29| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

HAPPY BIRTHDAY TO ME!

„Was du heut´ nicht willst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen!“ Ich weiß, das Sprichwort heißt anders; nur diese Lesart entspricht mir persönlich mehr. Ich gehöre zu denen, die bestimmte Angelegenheiten gern hinauszögern – in der Hoffnung, dass die sich irgendwann von selbst erledigen. Aussitzen nannte es unser Altkanzler Kohl, und manchmal funktioniert das auch prächtig. Es gibt aber Dinge, die sollte man besser nicht auf die lange Bank schieben, sondern bald tun, wenn einem die Intuition oder ein Engel (beide sind im Grunde ein- und dasselbe) dazu raten.

 

Als mein 50. Geburtstag bevorstand, überlegte ich, wie wir ihn begehen sollten. Zu einem großen Fest hatte ich keine rechte Lust. Früher war unsere Familie riesig. Es gab jeden Monat wenigstens drei Geburtstage, die alle gefeiert wurden. Ich fühlte mich einfach übersättigt. Vielleicht in ein paar Jahren wieder, zur Goldenen 55; für den Runden schwebte mir nur ein gemütliches Essen vor mit dem Besten, meinem Papa und höchsten drei oder vier weiteren Gästen.- Irgendwann flüsterte mir jedoch eine innere Stimme zu: Komm schon, dieses eine Mal noch. Sie sind schließlich alle nicht mehr die Jüngsten, und man weiß ja nie.

 

Am Ende umfasste meine Gästeliste fünfzig  Personen, und bis auf zwei waren sie zur Party vollzählig versammelt. Nur unsere Tierärztin mit ihrem Mann fehlte, weil sie den Termin verwechselt hatte und dachte, wir würden erst eine Woche später feiern. Sie wäre ohnehin entschuldigt gewesen, denn an diesem Sonntagmittag hatte sie in ihrer Praxis noch einen Notfall zu versorgen.

 

Es wurde ein rundum fröhliches und harmonisches Fest. Besonders mein Papa, der schon immer sehr gesellig war und gern den Entertainer spielte, kam voll auf seine Kosten. Er kannte ja viele der Anwesenden schon sein halbes Leben oder länger und unterhielt sich glänzend. Auf Geschenke hatte ich verzichtet und stattdessen um eine  Spende für ein Kinderhospiz gebeten. Von Kleinigkeiten abgesehen hielten sich alle daran. Sie zeigten sich äußerst großzügig und ich konnte dem „Sonnenhof“ stattliche 732 € überweisen!

 

Einen halben Monat später starb mein Papa völlig überraschend. Er hatte eine leichte Grippe mit den üblichen Begleiterscheinungen, wie Gliederschmerzen und erhöhter Temperatur. Abends kam noch die Ärztin und gab ihm eine Spritze. Gegen Mitternacht sagte er zu uns: „Ich bin jetzt müde und ihr seid es auch. Also, geht schlafen. Danke für alles und gute Nacht.“


Am nächsten Morgen fanden wir ihn tot in seinem Bett. Er lächelte und wirkte so entspannt, als sei er ganz friedlich eingeschlafen. Für uns war sein plötzlicher Tod ein Schock. Trotzdem freute ich mich, dass ich - meiner Eingebung folgend -  den Geburtstag mit den noch übrigen Familienmitgliedern und den alten Freunden gefeiert hatte. So konnten sie ein letztes Mal mit ihm reden und sich von ihm verabschieden.


 

Nickname 17.08.2017, 21.09| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ALT WERDEN SOLLEN SIE ALLE...

…aber sein darf es dann keiner, da geht es uns Hunden wie den Menschen. Jeder liebt die kleinen, zuckersüßen Welpen, und fast alle Zweibeiner geraten vor Entzücken außer sich, wenn die tolpatschigen Fellknäuel durcheinanderpurzeln und allerlei lustigen Unsinn anstellen. Dass auch sie eines Tages alt und gebrechlich sind, wird häufig von ihren Besitzern verdrängt. Ist es soweit, landen unzählige Hundesenioren im Tierheim. Die Arztkosten werden zu hoch (aber drei Urlaubsreisen jährlich sind im Budget drin). Der alte Hund entwickelt, genau wie Oma und Opa, die eine oder andere unbequeme Eigenart; und wenn dem betagten Hausgenossen mal ein Malheur passiert, weil er Blase und Darm nicht mehr so gut kontrollieren kann, hat niemand Lust, die Bescherung wegzuputzen.


Wohlgemerkt, es gibt auch andere Menschen, ganz viele sogar, und das ist gut so. Im Gegensatz zu früher dürfen viele von uns heute in Liebe und Geborgenheit altern. Damals wurden wir in erster Linie aus Gründen der Nützlichkeit gehalten. War so ein Jagd- oder Hütehund dann irgendwann nicht mehr „diensttauglich“, weil er auch einmal krank wurde oder seine Reaktionsfähigkeit nachließ,  gab es zum „Dank“ für ein, langes, treues Arbeitsleben fast immer eine Gewehrkugel. Wenn einer wirklich mal das Gnadenbrot erhielt, wurde sein Besitzer als sentimental belächelt oder galt als sonderbarer Kauz.


Heutzutage werden wir in erster Linie als Familienmitglieder und freundliche Begleiter gehalten. Unsere Menschen gehen zumindest hierzulande eine innige Beziehung mit uns ein, und für den normalen Hundefreund ist es unvorstellbar, dass er seinen Bello töten lässt, nur weil der alt ist.


Was für ein Glück, dass wir hier und heute leben dürfen: Mein guter Kumpel Barny, unser doch schon etwas betagter Woody und ich.


Gutes Nächtlein und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre Nelly



Das SCHNUPPCHEN habe ich leider

nicht mehr kennenlernen dürfen.


Wir hätten uns sicher gut verstanden.

Nickname 17.08.2017, 20.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GRAUE THEORIE GANZ IN WEISS - EIN STÜCK FAMILIENGESCHICHTE

„…ein graues Haar tut doch nicht weh; es sagt dir nur, dass du noch lebst!“, so behaupten es Brunner & Brunner in einem ihrer erfolgreichsten Schlager. Na schön, ein einzelnes lasse ich mir ja noch gefallen, oder ich rupfe es kurzerhand aus. Aber wie fühlt es sich an, wenn jemand plötzlich über Nacht komplett graue Haare kriegt? Geht das überhaupt? Darüber streiten sich die Gelehrten.


Dermatologen  sagen, grundsätzlich nein. Genau genommen wird unser Haar auch gar nicht grau, sondern weiß. In den Haarwurzeln sitzen Zellen, die Pigmente bilden – so genannte Melanoyzyten - und unseren Haaren ihre Farbe geben. Mit den Jahren verlieren sie diese Fähigkeit und so wachsen weiße, also farblose Haare nach. Das passiert aber nicht bei allen Zellen gleichzeitig. Dadurch mischen sich dunkle und weiße Haare. Das Gesamtbild erscheint dann grau. Bei manchen beginnt dieser Prozess schon recht früh. Das ist genetisch bedingt. Diese Menschen haben besonders sensible Pigmentzellen, bei ihnen versiegt die Farbproduktion viel früher als bei den anderen.  Es wird uns also in die Wiege gelegt, wann wir grau werden.


Rein aus medizinischer Sicht mag das alles stimmen. Psychologen meinen aber, dass Kummer oder extremer Stress einen Menschen durchaus innerhalb kürzester Zeit ergrauen lassen können.


Mein Papa war ein Beispiel dafür. Er kam als letztes von drei Kindern zur Welt. Der Kronprinz und das Wunschmädchen waren bereits geboren; daher betrachtete sein Vater ihn eher als überflüssiges Anhängsel. Beim Alten Fritz (so lautete der Spitzname meines Großvaters) drehte sich alles ums Geld. Dementsprechend suchte er sich nach dem frühen Tod meiner Großmutter eine ebenso reiche wie bösartige Frau, die mit Fleiß und Erfolg alles daran setzte, einen endgültigen Keil zwischen die Geschwister zu treiben. Geiz ist geil, dieser Slogan hätte von ihm stammen können. Für den Erstgeborenen und das Töchterchen war ihm allerdings nichts zu teuer; da blieb für den Jüngsten kaum etwas übrig. Notgedrungen bezahlte er diesem das Studium, aber damit hatte es sich. Als mein Vater ihm dann eines Tages meine, aus bescheidenen Verhältnissen stammende Mutter vorstellte, sagte er: „Wenn du die da aus der Hundehütte tatsächlich heiratest, brauchst du nicht mehr nach Hause zu kommen.“


Natürlich heirateten die Beiden trotzdem.  Zur eigenen Wohnung langte es vorerst nicht, und so bezogen sie die kleine Mansarde im Haus meiner Großeltern mütterlicherseits. Immerhin brauchten sie ein paar einfache Möbel, für die mein Papa einen Wechsel über zweihundert Mark unterschrieb. Der wurde eines Tages fällig - nur hatten meine Eltern kein Geld, um ihn einzulösen. In seiner Not suchte Papa seinen Vater auf und bat ihn, ihm die Summe zu leihen. Der Alte Fritz zückte sein Portemonnaie, drückte seinem Sohn ein Geldstück in die Hand und sagte: „Hier hast du fünf Mark, nun lass mich in Ruhe.“ Dabei lief seine Firma glänzend, und er hätte, ohne es überhaupt zu merken, die Schulden seines Jüngsten begleichen können. Wie die Familie erzählte, wurde nach diesem Erlebnis das Haar meines erst dreißigjährigen Vaters über Nacht schlohweiß.


Ins Gefängnis brauchte er wegen des fälligen Wechsels glücklicherweise jedoch nicht. Seine Schwiegereltern, die – wie die meisten damals in den Fünfzigern – selber hohe Schulden hatten, kratzten das Geld irgendwie zusammen. Mit meiner Omi verband ihn ohnehin von Anfang an ein besonders inniges „Bratkartoffelverhältnis“. Sie nahm ihn auf wie ihren eigenen Sohn, nachdem sein Vater Wort gehalten und ihn wegen seiner Mésalliance mit „der da aus der Hundehütte“ hinausgeworfen hatte.


Jahrzehnte lang blieb mein Papa seinem weißen Schopf treu. Erst als seine Haare mit zunehmendem Alter zu vergilben begannen, färbte er sie silbergrau. Als ihn seine Schwiegermutter zum ersten Mal so sah, lächelte sie, strich ihm über den Kopf und meinte süffisant: „Du eitler Fratz!“ Das sagte die Richtige – gerade sie, die noch mit 94 Jahren ihre Haare nachtönen ließ, sobald sie am Ansatz nur eine einzige weiße Stelle entdeckte!


Nickname 17.08.2017, 20.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WEIT GEBRACHT

Mancher Einwohner von Navi Mumbai, einem Vorort der indischen Hauptstadt Mumbai, dürfte sich jüngst gefragt haben, ob ihm jemand was ins Essen gemischt hat.


Denn plötzlich tauchten auf den Straßen Schlumpf-blaue Hunde auf. Das ist allerdings nur halb so witzig wie es klingt. Grund dafür ist nämlich massive Umweltverschmutzung.


"Wir sahen mindestens fünf blaue Hunde", erklärte Arati Chauhan, Vorsitzende einer lokalen Tierschutzgruppe, der "HINDUSTAN TIMES".



VERSCHMUTZTER FLUSS MÖGLICHE URSACHE


Die Tierschützer vermuten, dass das Fell der Streuner sich verfärbt, wenn sie im nahen Fluss Kasadi nach Nahrung suchen. Angeblich leiten örtliche Fabriken Farbstoffe direkt ins Wasser, anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen.


Der zuständige Bundesstaat Maharashtra hat Ermittlungen aufgenommen und glaubt, den Verursacher gefunden zu haben.


Ein Waschmittelhersteller habe blaue Farbstoffe offen auf seinem Gelände gelagert. Die Tiere hätten diese entdeckt und sich die Fellverfärbung eingefangen.


UMWELTVERSCHMUTZUNG IN NAVI MUMBAI IST HOCH


"Wir haben der Firma sieben Tage Zeit gegeben, die Schadstoffe von ihrem Gelände zu entfernen", sagte ein Verantwortlicher. Außerdem müsse sie ihr Gelände wirksam gegen Tiere absichern.


In dem betroffenen Industriegebiet gibt es etwa 1000 Fabriken, die es teilweise mit der Müllentsorgung nicht so genau nehmen.


Die örtlichen Gewässer sind zumeist übel verschmutzt, was nicht nur Tieren schadet. Auch die Anwohner können das Wasser nicht mehr nutzen, geschweige denn trinken.


(QHELLE: BERLINER KURIER)

Nickname 16.08.2017, 22.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EIN JEGLICHES HAT SEINE ZEIT

„Du, Tante Meislein – warum sterben Tiere früher als Menschen?“ Louis, der fünfjährige Urenkel unserer Nachbarin, der gerade dabei ist, Barny ein Loch ins Fell zu kraulen, sieht mich fragend an. Vor einer Woche ist sein Hund Bismarck über die Regenbogenbrücke gelaufen. Bismarck war ein Mischling – halb Bernhardiner, halb Berner Sennenhund -, ein Riesentier mit einem flaumfederweichen Herzen. Für den stillen, zurückhaltenden Jungen war er viel mehr als nur ein Hund: Er war Louis´ Spielkamerad, sein Vertrauter und sein bester Freund. Stolze elf Jahre ist Bismarck geworden. Bei einem Hund seiner Abstammung und Größe ist das ziemlich viel, ein Mensch wäre ungefähr fünfundsiebzig Jahre alt.


Wenn man es recht bedenkt, altern unsere vierbeinigen Freunde gar nicht schneller als wir; sie erfahren die Zeit nur angepasst an ihren eigenen Lebensrhythmus und altern nach ihrem eigenen Zeitempfinden. Jungtiere werden ja auch viel früher selbstständig als Menschenkinder; und innerhalb der ihnen von der Schöpfung zugeteilten Spanne ist ihr Leben genauso er- und ausgefüllt wie unseres. Vorausgesetzt, dass der Mensch diese Spanne respektiert und nicht willkürlich vor ihrem natürlichen Ablauf beendet; sei es aus Bequemlichkeit, weil der Hund der Urlaubsplanung im Wege steht, oder aus Geiz, um bei älteren Tieren die zwangsläufig höher werdenden Tierarztkosten zu sparen. Wobei sich jeder verantwortungsvolle Veterinär strikt weigern sollte, ein gesundes Tier aus derart fadenscheinigen Gründen einzuschläfern.-


Bloß wie erkläre ich das Louis, der gerade den ersten schweren Verlust seines Lebens erlitten hat? Für den Jungen ist der Begriff „Zeit“ ja noch eine völlig abstrakte Größe, mit der er herzlich wenig anfangen kann – und im Grunde verstehe ich es selber nicht. Wie oft habe ich mich schon gefragt, weshalb unsere Süßen nicht einfach ebenso lange leben können wie wir. Gemeinsam alt werden und friedlich miteinander auf die andere Seite gehen, das wäre es doch. Von dreizehn geliebten Tieren habe ich nun schon Abschied nehmen müssen. Ich habe das Gefühl, mein Herz wird immer kleiner, weil jedes Mal ein Stück davon mitgeht.


Meine einzige Erklärung ist, dass wir nur, indem wir den natürlichen Lauf der Dinge akzeptieren und den Trennungsschmerz in Kauf nehmen, in der Lage sind, mehr als einem Tier ein Zuhause und Geborgenheit zu schenken. Sicher ist es bitter, wenn man seinen Liebling, den man schon alt und krank bekommen hat, nach weniger als einem Jahr wieder hergeben muss. Dreimal haben wir das bisher erlebt, und immer denkst du, es bringt dich um. Aber wir möchten trotzdem keinen von diesen „Lebensabschnittsgefährten“ missen, sie alle haben uns reich und glücklich gemacht mit ihrer bedingungslosen Liebe und Anhänglichkeit. Die Zeit heilt bekanntlich Wunden, und sicher wird auch Louis eines Tages einen neuen Hund in sein Herz schließen. Dennoch werden Bismarck und all unsere anderen treuen Wegbegleiter unvergessen bleiben, bis wir sie eines Tages wiedersehen.


Nickname 13.08.2017, 21.54| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GANDHI UND ICH


„Du musst selbst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst.“ Diesen Satz von Mahatma Gandhi hörte ich in einer Folge der US – Fernsehserie „Eine himmlische Familie“. Ich liebe die Camdens. Sie sind so ungeheuer amerikanisch, und sämtliche gängigen Klischees vom pappigen „Dairy Shake“ - Burger über den autoritären Cop bis zum unrealistisch - prüden „No sex before marriage“ werden in den einzelnen Folgen bedient. Die Serie macht süchtig, und seit ich mit dem Gucken angefangen habe, kann ich die Fortsetzung kaum erwarten.


Zurück zu Gandhi. Dieser weise Mann hat in seinem Leben vieles gesagt und getan, was nachdenkens- und –ahmenswert ist. Das obige Zitat spricht mich besonders an, denn im Grunde ist es ganz einfach. Wenn dir solche Dinge wie Unfrieden, Vorurteile, Hass, Intoleranz oder Neid in der Welt missfallen, dann sieh zu, dass du sie aus deinem persönlichen Leben verbannst.


Im Klartext heißt das: Entferne den Balken aus deinem Auge und kehre vor deiner eigenen Tür. Ich zum Beispiel kann nachtragende Menschen überhaupt nicht leiden; aber dass unsere Patentochter uns im vergangenen Sommer wegen ihres Ferienjobs angelogen hat, werfe ich ihr heute noch bei jeder Gelegenheit vor. Neid ist mir ein Gräuel, man muss schließlich auch gönnen können. Trotzdem bin ich felsenfest überzeugt, dass der Pokal bei der Berliner Meisterschaft in den Standardtänzen damals viel eher uns zugestanden hätte als dem Siegerpaar. Von Vorurteilen bin ich sowieso frei – denn dass ältere Herren mit Brille, Hut und Mercedes allesamt (außer meinem Papa) gemeingefährliche Autofahrer sind, Frauen grundsätzlich (mit Ausnahme von mir) nicht rückwärts einparken können und Hunde, die bellen, prinzipiell (gilt nur für unsere) nicht beißen, sind doch längst bewiesene Tatsachen, oder?


Sagte ich, es wäre einfach? Da habe ich den Mund wohl ein bisschen voll genommen, ich bin eben nicht Gandhi. Den Balken zu entfernen und vor der eigenen Türe zu kehren ist viel schwieriger, als ich mir das vorgestellt hatte. Immerhin arbeite ich fleißig daran.

Nickname 13.08.2017, 16.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WER VORHER PLANT, MUSS ZWEIMAL PLANEN

So lautete der Lieblingsspruch meiner Mutter, und sie hatte reichlich Gelegenheit, ihn anzubringen: Wenn der Bau unserer Familienpension zum x-ten Mal stockte, weil der Maurer aus dem „Blauen Montag“ eine ganze Woche machte und alle anderen Handwerkertermine auf unbestimmte Zeit verschoben werden mussten. Wenn die Gartenparty für dreißig Personen in letzter Minute panikartig nach drinnen verlegt wurde, weil das Wetter aus heiterem Himmel umschlug und es anfing, wie aus Kannen zu gießen. Oder wenn wir in den Urlaub fahren wollten, mein Vater jedoch pünktlich am Tag vor der Abreise hohes Fieber bekam und auf ärztliches Anraten hin das Bett hüten musste (irgendwann gaben wir es auf und blieben zu Hause).


Unsere Patentochter versucht gerade, ihr Leben bis ins letzte Detail zu planen. Zuerst einmal will sie auf Lehramt studieren, anschließend für ein Jahr ins Ausland gehen und danach eine Zeitlang im Beruf arbeiten; dann Hochzeit (den passenden Ehekandidaten hat sie schon im Visier, nur weiß der noch nichts von seinem Glück), ein Haus bauen, zwei Kinder bekommen und bis zur Pensionierung in Amt und Würden bleiben.


Lässt sich das überhaupt so minutiös durchziehen? Nach meiner Erfahrung klappt es höchstens in der Theorie. Gott sei Dank, möchte ich sagen; denn sonst würden wir uns schnell zu Tode langweilen. Praktisch können wir bestenfalls auf mittlere Sicht planen. Ansonsten reagieren wir auf das, was uns das Leben gerade anbietet und überlegen, ob wir das Angebot akzeptieren wollen oder nicht. Mit der Entscheidung müssen wir dann leben – aber wir dürfen uns später niemals fragen, was wäre, wenn wir damals anders entschieden hätten!


„Wie lautet die Vergangenheit von: Der Mensch denkt, Gott lenkt?“, will die Lehrerin im Deutschunterricht wissen. Ein Schüler meldet sich und antwortet: „Der Mensch dachte, Gott lachte.“ Oder wie drückte es mein damals gerade achtjähriger Cousin aus? Er sagte in seiner kindlichen Weisheit: „So ist eben die Welt.“ Dem habe ich nichts hinzuzufügen.


Nickname 13.08.2017, 15.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WEM GOTT DIE RECHTE GUNST ERWEISEN WILL

Hier in unserer Gemeinde lebt eine kleine, alte Dame; die Achtzig hat sie längst weit überschritten. Ich kenne sie vom Sehen und Grüßen, weil sie immer um die Monatsmitte das Kirchenblatt austrägt und bei der Gelegenheit unserer ebenfalls hochbetagten Nachbarin einen Besuch abstattet. Das tut sie schon seit über zwanzig Jahren, bei brütender Hitze und eisiger Kälte - egal, ob es draußen gerade regnet, stürmt oder schneit. Unverdrossen zieht sie ihren Einkaufswagen mit den Heftchen, die sie gewissenhaft verteilt. Auch wir finden regelmäßig eines im Briefkasten vor. Dabei zahlen wir schon ewig keine Kirchensteuer mehr. Ich habe ihr das wohl einmal angedeutet. Sie meinte aber, das mache nichts, der liebe Gott brauche sowieso kein Geld. Sein Bodenpersonal dürfte da ganz anderer Meinung sein; aber das nur nebenbei.


Menschen wie dieses alte Muttchen bewundere ich. Sie hat ihre Bestimmung gefunden, eine Aufgabe, die sie ausfüllt, die sie zufrieden und glücklich macht. Jeder von uns sollte so etwas haben. Dabei spielt es keine Rolle, wofür wir uns entscheiden: Ob wir uns um verlassene Tiere kümmern, Kindern vorlesen, dementen Senioren unsere Zeit schenken oder einen Ökogarten anlegen möchten. Es kommt einzig darauf an, dass das, was wir tun, unsere Seele erfreut und unser Herz zum Lachen bringt.


Nickname 13.08.2017, 15.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SPÄTSOMMER, TEIL 14: NAME IST NICHT NUR SCHALL UND RAUCH

„Sie“ oder „Du“ im Altersheim? Das kommt auf den Einzelfall an. Wir halten es grundsätzlich so, dass wir alle Bewohner mit ihrem Familiennamen und mit „Sie“ anreden. Es ist eine Frage der Achtung und des Respekts, die alten Menschen nicht wie kleine Kinder zu behandeln (selbst wenn sie sich manchmal wieder so benehmen). Es gibt jedoch Ausnahmen. Einige sind bereits so verwirrt, dass sie mit ihrem Nachnamen nichts mehr anfangen können. Da vermittelt ihnen dann der Vorname zusammen mit dem vertraulichen „Du“ ein Gefühl von Beschütztsein und Geborgenheit. Ob so oder so: Wichtig ist in jedem Fall, dass die Menschenwürde auch – und gerade – im Alter gewahrt bleibt.


Im Büro des „Lindenhofs“ hängt in einem schönen, silberfarbenen Rahmen, folgender Text:


BETREUUNGSWUNSCH EINER ALTENPFLEGERIN FÜR DAS JAHR 2026


„Da ich im Jahr 2026 stolze 75 Jahre sein werde, möchte ich mich bei Ihnen vorstellen:


Lassen Sie mir bitte meine Identität. Ich heiße Helga W. und möchte auch so genannt werden. Nicht Oma oder Helga, auch bin ich kein Zirkusmitglied und heiße Floh.


Wahrscheinlich werde ich nicht mehr in der Lage sein, meine Wünsche zu äußern, darum möchte ich es jetzt tun. Aus finanziellen Gründen kann ich mir kein Einzelzimmer leisten, aber meine Bitte: Bei der morgendlichen Grundpflege stellen Sie doch bitte einen Sichtschutz auf, damit ich nicht allen Blicken preisgegeben bin. Beim Duschen zum Abschluss bitte einmal ganz kalt, das bin ich von Kind auf so gewöhnt (daher selten erkältet). Trocknen Sie mich bitte gut ab, damit ich nicht wund werde. Solange ich noch als Altenpflegerin tätig war, habe ich immer auf kurze, saubere Fingernägel Wert gelegt. Würden Sie das bitte für mich übernehmen (auch zu Ihrem eigenen Schutz, damit ich Sie nicht kratzen kann). Falls ich mich nicht mehr allein anziehen kann, hätte ich gern, dass mir die Schwester dabei behilflich ist. Ich möchte so nett wie möglich gekleidet sein. Bitte keinen bunten Paradiesvogel kleiden! Strümpfe ohne Laufmaschen sehen dazu gepflegt aus.


Mein Bargeld reicht wahrscheinlich dazu, dass ich einmal im Monat zum Friseur kann. Ach ja, und einmal Fußpflege bitte, die Hühneraugen tun so schrecklich weh.


Wenn man mir ein gutes Buch zu lesen gibt, zum Beispiel Eugen Roth, reichen Sie mir dann bitte auch meine Brille?
Sollte ich nicht mehr allein essen können, zerkleinern Sie doch bitte die großen Stücke für mich mundgerecht. Gern will ich versuchen, mit dem Löffel auch allein zu essen, damit Sie mich nicht zu füttern brauchen. Der Teller dürfte wohl einen höheren Rand haben, damit ich das Essen nicht über den ganzen Tisch jagen muss. Sie sind sonst verärgert mit mir (was ich vielleicht nicht mehr verstehe), und ich bekomme keine neue Tischdecke.


Wenn ich Blase und Darm nicht mehr kontrollieren kann, würden Sie mich bitte trotzdem wie einen normalen Menschen behandeln? Könnten Sie versuchen, die Nase nicht zu rümpfen, wenn Sie die Bettdecke aufschlagen und es nicht so gut riecht? Nennen Sie mich bitte auch nie einen Schmutzfink, auch wenn es im Sozialhilfegesetz die erhöhte Geldzulage für Schmutzer gibt.


Sollte ich einmal senil sein, Ihre Wünsche nicht verstehen können, schimpfen Sie nicht mit mir, das macht mich nur noch unruhiger und aggressiver.


Behandeln Sie mich bitte mit Ruhe und Nachsicht. Meine Welt wird zunehmend kleiner, darum lassen Sie mich doch an Ihrer ein klein wenig teilhaben. Erzählen Sie mir doch etwas von Ihrer Familie oder wie Ihr Urlaub war.


Meine Wünsche nehmen kein Ende, doch sind sie alle recht einfach zu erfüllen. Was ich brauche ist ein gutes Essen, menschliche Wärme und jemand, der mich liebevoll betreut und versorgt. Ich habe Ihnen viel zum Nachdenken gegeben, vielleicht kann ich auch das später nicht mehr und Sie müssten es für mich tun. Würden Sie das für mich übernehmen?


Für alle Ihre Bemühungen möchte ich mich jetzt bei Ihnen bedanken, vielleicht kann ich das später nicht mehr.
Helga W."


Ich gestehe, dass mir beim Lesen regelmäßig die Tränen kommen. Im Grunde klingt das alles ganz selbstverständlich, ist es aber leider nicht immer und überall. Nachdenkenswert ist es allemal, finde ich.


Alles Liebe, und bleibt neugierig!



Nickname 12.08.2017, 13.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 13: ALTE LIEBE ROSTET NICHT


Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind, daran hat sich seit Wirtschaftswunderzeiten kaum etwas geändert. Laut Statistik verbringt der männliche deutsche Autofahrer im Schnitt rund 100 Stunden pro Jahr ( also über vier ganze Tage und Nächte) - damit, voller Hingabe an seinem fahrbaren Untersatz herumzubasteln, ihn zu waschen, zu ölen und zu salben. Das ist mehr als mit seinen Freunden am Stammtisch oder auf dem Fußballplatz. Die Zeit, die er seiner Partnerin und/oder den Kindern widmet, liegt noch weiter abgeschlagen auf Platz 4.


Wie die folgende Geschichte beweist, hängt aber nicht nur das so genannte starke Geschlecht mit inniger Liebe an seinem Automobil:


Aus Glück und Freude über das unverhoffte Wiedersehen mit ihrem alten Wagen wäre eine Seniorenheimbewohnerin aus der schwäbischen Gemeinde Burgau um ein Haar zur Diebin geworden. Die73jährige Rentnerin sah während eines Spaziergangs ihr bereits vor längerer Zeit verkauftes Auto am Straßenrand stehen. Laut Polizeibericht stellte die Frau ihre Gehhilfe kurzerhand am Bordstein ab, setzte sich ans Steuer ihres früheren Fahrzeugs (zu dem sie immer noch einen Zweitschlüssel als Andenken in ihrer Handtasche bei sich trug) und fuhr davon. Ein Streifenwagen konnte die Fahrt erst vor dem Altersheim stoppen. Der Schlüssel wurde natürlich von den Beamten auf der Stelle beschlagnahmt.


Der neue Eigentümer des Oldtimers – ein 23jähriger Mann, zufällig selbst Altenpfleger – zeigte Verständnis und nahm den Vorfall mit Humor. Er versprach, die Seniorin in Zukunft manchmal an seinem freien Tag zu einer Spritztour mit ihrem geliebten Wagen abzuholen.


Jemand, der seinen Beruf nicht nur als Job zum Zweck des Geldverdienens, sondern dem Wortsinne nach als Berufung sieht. Das lässt hoffen, finde ich.


Nickname 11.08.2017, 09.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

NA, DANN PROST!

Seine Nachbarn kann man sich bekanntlich nur in den seltensten Fällen aussuchen. Es wäre ja auch recht mühsam und umständlich, wenn man erst sämtliche Nachbarhäuser abklappern und die Bewohner unter die Lupe zu nehmen wollte, bevor man sich entscheidet, wo man sein Domizil aufschlagen will. In der Regel würde man dann wahrscheinlich hoch oben auf einen touristisch unerschlossenen Berg oder eine einsame Insel ziehen müssen, denn irgendjemandes Nase passt einem doch immer nicht.


Aber manchmal hat man auch einfach Glück - wie die benachbarten Haushalte einer Kellerei in Trier, die mit Sekt aus dem Wasserhahn verwöhnt wurden. Etwa 2500 Liter der "Kapitalistenbrause" waren durch einen technischen Defekt am Rückstoßventil der Abfüllanlage in die Wasserleitungen der Stadtwerke geflossen. Ein Mechaniker bemerkte in seinem Betrieb den "angenehmen Geruch nach Sekt im Trinkwasser", als er den Hahn zum Kaffeekochen aufdrehte. Daraufhin ließen die Stadtwerke Trier das örtliche Rohrnetz kräftig durchspülen.-


Jammerschade, wie ich finde - sonst hätte man doch, wenn man als Autofahrer in eine morgendliche Verkehrskontrolle geraten wäre, mit bestem Gewissen behaupten können: "Verssseihung, Herr Wald..., Herr Wachtmeister, ischhabe nur Tee getrunken, das sind beschtimmt nich mehr als einskommanull Kamille!"


Nickname 10.08.2017, 14.53| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

JEDER TAG IST EINE ROSE


Ganz in der Nähe unseres Grundstücks – nur etwa dreihundert Meter Luftlinie entfernt - liegt der Berliner Waldfriedhof. Immer dienstags und donnerstags finden dort Beerdigungen statt; und wenn der Wind entsprechend steht, hören wir alle halbe Stunde das Glockenläuten von der Kapelle neben der Aussegnungshalle.


Es ist schon ein seltsames Gefühl, quicklebendig und entspannt im Garten die Sonne zu genießen, während gleich nebenan Menschen ihre verstorbenen Angehörigen beweinen. Dabei wird mir wieder einmal bewusst, wie kostbar und unwiederbringlich jeder Augenblick ist.


In dem Sinne: CARPE DIEM! Macht etwas Schönes aus diesem Tag.


Nickname 09.08.2017, 17.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SPÄTSOMMER, TEIL 12 : ALTER SCHÜTZT VOR TRIEBEN NICHT

Zwei alte, wohlhabende Herren unterhalten sich.
"Du Karl, wie hast du es eigentlich geschafft, eine so hübsche junge Frau zu heiraten? Du bist immerhin schon 75 und sie ist gerade 23!"
"Ganz einfach: Ich habe ihr gesagt, ich bin 85...!"


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Zwei Achtzigjährige treffen sich. "Na, wie geht´s denn so?" "Fantastisch, ich habe eine neue Freundin!" "Sag bloß." "Ja, sie ist fünfundzwanzig und nächste Woche fahren wir in den Urlaub." "Hui, da wünsche ich dir viel Vergnügen. Und du erzählst mir dann, wie es war, ja?"


Zurück aus dem Urlaub: "Na, wie war´s?" "Toll! Essen, Theater, Konzerte, es war traumhaft." "Jaaa... und wie war´s mit der Liebe?" "Fast jeden Tag!" "Fast jeden Tag???" "Ja - fast am Montag, fast am Dienstag, fast am Mittwoch...!"


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Zwei Senioren - beide frisch pensioniert - sitzen auf einer Parkbank. Da geht eine gut gebaute junge Dame mit reichlich Kurven vorbei. "Sagt der eine: "Wenn ich die Dame so anschaue, möchte ich noch mal zwanzig sein." Fragt der andere: "Warum denn das?" "Na, um sie zu vernaschen, ist doch klar!" "Bist du blöd?" empört sich sein Freund. "Für zehn Minuten Spaß willste noch mal 40 Jahre arbeiten und auf die Rente warten?"


Nickname 08.08.2017, 14.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 11 : AUS DER PRAXIS EINES GROSSVATERS

 !!!


Es ist nun fast ein Jahr her, dass man mich zum Großvater erhob. Großvater zu sein ist nicht nur ein simpler Verwandtschaftsgrad, sondern so eine Art Ritterschlag, für den man zwar nichts kann, dem man aber verpflichtet ist, wenn man diesen Posten ernst nimmt. Nicht jeder Großvater ist so. Meiner zum Beispiel war eine reine Respektsperson, völlig unnahbar, der morgens um Punkt 11 Uhr (vorher hatte er auf seine Taschenuhr mit Klappdeckel geblickt) im Lehnstuhl einen rotbackigen Apfel scheibchenweise verzehrte. Wehe, ein Enkelkind hätte es gewagt, um eines der Apfelstücke nachzufragen. Es wäre mahnend in den Keller verwiesen worden, wo genügend dieser Äpfel lagerten.


Diese autoritäre Verhaltensweise kann sich ein Großvater der Neuzeit nicht mehr erlauben, und faules Herumsitzen im Lehnstuhl geht schon gar nicht. Dafür sorgt die Familie, die ihren Opa auf seine Leistungsfähigkeit hin beobachtet. Was kann er denn noch s0? Was sollte man ihm noch zutrauen? Ist er noch lernfähig und auf welchen Gebieten braucht man es gar nicht mehr zu versuchen?


Wie man aus nachfolgend beschriebenen Tätigkeiten schließen könnte, habe ich offensichtlich meine Probezeit nach nunmehr einem Jahr bestanden. So halte ich beim Tragen des Kindes den Kopf nach Vorschrift und weiß, dass man seine Augen nicht der grellen Sonne aussetzt. Auch erkenne ich frühzeitig, wann das Kind nach dem Schnuller verlangt. Das Umbinden eines Lätzchens mit der richtigen Seite nach oben beherrsche ich aus dem Effeff. Auch würde mir die eigenhändige Fütterung des Enkels gelingen, die man mir jedoch aus unerfindlichen Gründen bislang verwehrt hat. Die sich anschließende Prozedur, dem Kind das berühmte "Bäuerchen" zu entlocken, gelingt mir auf Anhieb. Mein Geruchssinn, durch den Genuss von Rotwein im Alter besonders entwickelt, wird innerhalb der Familie hoch gelobt. Er versetzt mich in die Lage, volle Windeln als Erster zu wittern und deren Beseitigung eigenhändig auszuführen.


Aber auch anspruchsvolleren Aufgaben fühle ich mich mittlerweile gewachsen. Da wäre beispielsweise die Handhabung eines modernen Kinderwagens. Während zu meiner Zeit dieses Beförderungsmittel für Kleinkinder aus einem Chassis mit vier Rädern, einem Bügel zum Schieben oder Ziehen und einem korbähnlichen Gehäuse bestand, welches sich in Ausnahmefällen auch für den Transport von Kartoffel- oder Kohlesäcken eignete, ist der Kinderwagen dieser Tage ein hochtechnisches Konstrukt (neusprachlich Hightech-Konstruktion). Es läuft auf Breitwandfelgen mit einem Chassis aus hochwertigem, nichtrostendem Material, mit kompakter Federung und einem fein gepolsterten Design-Gehäuse in Cabrio-Ausführung, das mittels eines ausgetüftelten Gestänges mit verschiedensten Zugvorrichtungen komplett zusammengeklappt und wieder aufgeklappt werden kann.


Nun zeigt sich die wahre Qualität eines gut trainierten Großvaters, der das lückenlose Funktionieren seiner Sinne nochmals unter Beweis stellen muss. Wenn er nämlich bei den kurzen Einweisungen der Kindesmutter in die technischen Abläufe des Auf- und Zusammenklappens nicht genau aufgepasst hat, steht er in der täglichen Praxis vor massiven Problemen, die ihm keiner abnimmt. Selbst diplomierte Ingenieure schaffen das nicht mit links. Was ist denn, wenn man bei einem plötzlichen Regenguss das Kind gerade noch trocken in den Autokindersitz Marke "Maxi Cosi" verfrachtet hat, aber das Zusammenfalten des verdammten Kinderwagens nicht klappt? Apropos: Autokindersitz. Als ich den kürzlich falsch montierte, gab´s von der Mutter einen Rüffel.


(Dirk Ibbeken)


MERKE: Auch als Großvater lernt man niemals aus!


Nickname 08.08.2017, 08.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 10: LEBENSANZEIGE

"Mein Großvater


KARL FRIEDRICH EBERLING (Anm.: Namen und Jahreszahl können beliebig ausgetauscht werden)


feiert heute seinen 87. Geburtstag.


Seit Jahren ist er durch eine sehr schwere Krankheit Tag und Nacht ans Bett gefesselt. Er, der ehemals so beliebt und hochgeachtet war, fristet nun sein Dasein in großer Einsamkeit.


Wenn wir Angehörigen statt dieses vielleicht sonderbaren Aufrufes die traurige Nachricht von dem in Gott erfolgten Ableben unseres verehrten Karl Friedrich Eberling hier hätten abdrucken lassen, wäre des geäußerten Bedauerns kein Ende gewesen. Sein Leichenzug hätte sich durch die Anzahl von Trauernden, durch Ehrengeleit, Pracht der Blumen und die Feierlichkeit der Nachrufe zu einer Massenkundgebung seltener Wertschätzung eines Mitbürgers ausgeweitet.


Ich erlaube mir vorzuschlagen, dass man von dieser einem Toten zu spät dargebrachten Ehrung absehen möge, dafür aber die wenigen Wochen, die dem Kranken und Einsamen noch zu erleben verbleiben, durch abwechselnde Besuche und gelegentliche Ansichtskarten, die ihn sicher sehr freuen würden, zu verschönen.


Im Namen der Angehörigen
Manfred Eberling" 

Nickname 07.08.2017, 22.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 9 : WAS SAGST DU, WER STEHT DRAUSSEN?


Kennen Sie die Geschichte aus "Klein Erna", in der Frau Puvogel mit ihrem hölzernen Hörrohr in der Kirche sitzt und sich der um Ruhe und Ordnung besorgte Kirchendiener bei Beginn der Predigt von hinten an sie heranschleicht und ihr zuzischelt: "Beste Frau, ein TUUT mit dem Ding, und Sie sind draußen"?


Nun kann man zwar in heutiger Zeit das Hörrohr von damals durch einen Minisender hinterm Ohr ersetzen, doch nicht jeder, der in frühreren Zeiten das Gras wachsen hörte, verfügt über so ein Teil. Außerdem versteht man ja nur deshalb nicht alles, weil das Radio zu laut ist, draußen gerade ein LKW vorbeifährt oder der Sprechende fürchterlich nuschelt.


Diese Ausreden des Betroffenen können sich über einige Jahre hinziehen, ohne dass die Beschaffung einer Hörhilfe erforderlich wäre. Eine einigermaßen tolerante Familie kann mit diesem Zustand leben, zumal sich bei der alltäglichen Standardfrage "Was hast du gesagt?" durchaus auch belebende Momente ergeben, die zur Belustigung innerhalb der häuslichen Gemeinschaft beitragen. Besonders reizvoll ist der Zustand, wenn sowohl Er als auch Sie dieser geringen Hörschwäche erlegen ist, was mit nachfolgenden Beispielen belegt werden kann:


Wenn Sie morgens beim Aufwachen gähnt, "eigentlich bin ich noch gar nicht wach" und Er versteht, "wer war eigentlich heute Nacht auf unserem Dach?", so kann man davon ausgehen, dass der Tag für beide fröhlich beginnt. Die Stimmung kann sich fortsetzen, wenn Er sich im Keller wiederfindet, weil verstanden wurde: "Hole mir die Matratze aus dem Keller", obwohl gesagt wurde "unsere Katze futtert immer schneller". Auch wäre denkbar, dass Er an Sie die Bitte richtet, die leere Tomatendose nicht fortzuwerfen, denn die sei für die Pinsel in seiner Werkstatt und Sie mit der Frage antwortet: "Seit wann bist du in der Gewerkschaft?"


Sollte sich allerdings einmal bei einer Autofahrt die Situation ergeben, bei der Sie an einer Kreuzung die Warnung ausspricht: "Die Ampel ist rot" und Er mit der Frage antwortet: "Wer ist tot?", so wäre sicherlich zu empfehlen, den Beistand eines Ohrenarztes einzuholen.


(D. Ibbeken)


Fazit: In allen anderen Fällen sollte der erheiternden Situationskomik wegen auf die Anschaffung jeglicher Hörhilfen verzichtet werden. Das könnte so manchen vor Kopfschmerzen oder gar einem Hörsturz bewahren, wenn man beispielsweise ihn direkt vor seiner Haustüre hat:


Nickname 07.08.2017, 22.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 8 : ALLES EASY ODER WAS?

  !!


Vergangene Woche haben wir im "Lindenhof" unser diesjähriges Sommerfest gefeiert. Es war wunderschön und rundherum gelungen. Die Musik, die Stimmung, das Essen – alles hat gepasst. Sogar Petrus hatte ein Einsehen und wir blieben ausnahmsweise vom Regen verschont. Als Dankeschön für meine Mitwirkung bekam ich einen Riesenstrauß Sonnenblumen und ein Buch. Es enthält allerhand Lustiges und Nachdenkliches, Komisches und Skurriles rund um das Thema „Alt werden möchten alle, aber alt sein will keiner“. Darin fand ich auch den folgenden Briefwechsel zwischen einem Enkel und seiner Großmutter, den ich Euch auf keinen Fall vorenthalten möchte. Viel Vergnügen!


Liebe Omi, aus Italy schicke ich dir ´ne Message, damit du schnallst, dass ich gut drauf bin. Wir sind mit dem Ofen erst bis Pisa gebrettert, wo sie diesen affengeilen Tower haben und haben uns eine Mafiatorte reingezogen. Am ersten Abend haben wir heavy abgebaggert, aber jetzt sind die Vibrations gut. Wir kübeln reichlich Wein rein, sind aber gut drauf und checken den Trip gut ab. Mach dir keine Sorgen, liebe Omi. Wir heizen jetzt noch durch die Pampa nach Rom, das soll ja galaktisch sein. Lauter Antikschrott haben die da, das wird der Royal Flash. So long, liebe Omi. Wenn du genug Power hast, schick doch mal Schotter blau gebündelt, postlagernd Rom, rüber. Jetzt muss ich sehen, dass ich in die Hufe komme. Kisses, Harry


Mein lieber Harald, vielen Dank für Deinen schönen Brief aus Pisa. Deine Omi freut sich immer, wenn sie etwas von Dir hört. Aber Harald, schreib doch auch einmal, was Du so machst und wie es Dir geht, denn davon schreibst Du gar nichts. Ich mache mir doch Sorgen. Kommst Du denn mit dem Geld klar, oder soll die Omi Dir noch 20 Euro schicken? Ich gehe heute Tante Leni besuchen und gebe ihr Deinen Brief zu lesen. Sie freut sich sicher darüber. Erhol Dich nur gut, lieber Harald, und schreib mal wieder. Deine Omi


P.S. Habe ich Dich richtig verstanden, Ihr fahrt nach Rom? Ach bitte, mein Junge, grüße doch den Heiligen Vater von mir, wenn Du ihn triffst. Er wohnt ja dort.


Liebe Omi, danke für den Schotter, du bist wirklich eine schrille Gurke. Schreibe heute nur ganz kurz, will noch auf die Disko - Piste gehen. Habe die Freaks hier gefragt: Der Typ, den ich von dir grüßen soll, wohnt in ´ner abgeschotteten WG. Man muss schon elende Connections haben, um da dran zu kommen – und darauf habe ich echt null Bock. Rom ist tierisch! Love, Harry


P.S. Was macht deine Thrombose?


Mein lieber Harald, danke für die schöne Postkarte aus Rom.Mit meiner Thrombose ist es schon viel besser geworden.Die neue Salbe von Dr. Möbels hilft doch gut. Hast Du den Heiligen Vater schon gesehen? Du schreibst gar nichts davon. Ich hoffe, es geht Dir gut. Geh doch mal in den Petersdom, da hält sich der Heilige Vater oft auf. Es wäre zu schön, wenn Du ihn einmal sehen könntest. Immer Deine Omi


P.S. Übrigens, ich wollte Dir eigentlich noch 20 Euro in den Brief einlegen, aber ich hatte den Umschlag schon zugeklebt.


Hey Omi, bin in den Peters-Schuppen gemoved. Affenstark! Habe den Freak, den du kennst, gesehen. Trägt ja tierische Klamotten! Der ist voll auf dem Jesustrip und hat in dieser Petersdisko ´ne irre Show abgezogen – Wahnsinnssound! Kam leider nicht näher an ihn heran. Ich flipp ja aus, was du für coole Zampanos kennst, Omi. Der Riesentyp weiß echt, was Tango ist. Schätze, dass ich in Deutschland jetzt verschärft zuschlagen werde, um auch so einen Superjob zu kriegen. Take it easy! Love, Harry


************************


Na, alles gepeilt? Ich gestehe, dass ich ein paar Mal im Wörterbuch der Jugendsprache nachschlagen musste. Dafür ticke ich jetzt aber auch voll durch und raffe, was abgeht. Echt krass, oder?


Nickname 06.08.2017, 21.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 7 : ZWEITE SELIGPREISUNGEN

WOHL MIR,

wenn ich geduldig langsam gehe mit alten Menschen und warte,

wenn ihre Hände nicht so schnell arbeiten wie meine.


***


WOHL MIR,

wenn ich die Anstrengung auf mich nehme, laut mit Schwerhörigen zu sprechen
und manches geduldig wiederhole, wenn es nicht verstanden wurde.


***


WOHL MIR,

wenn ich warten kann, bis die richtige Brille aufgesetzt ist
und wenn ich den müden Geist der Alten nicht überfordere.


***


WOHL MIR,

wenn ich mir die Zeit nehme, freundlich mit alten Menschen zu plaudern
über Dinge, die sie interessieren.


***


WOHL MIR,

wenn ich mir nicht anmerken lasse, dass mir die Geschichten und Erlebnisse,
die alte Menschen mir immer wieder erzählen, zum Halse heraushängen.


***


WOHL MIR,

wenn ich begreife, dass das Leben alt gewordener Menschen
einen tiefen Sinn und Bedeutung für uns hat,
dass ich sie liebe, achte und mich ihnen gegenüber engagiere.


***


WOHL MIR,

wenn ich sie auf ihrem letzten Wege gütig begleite,
ihnen Steine aus dem Weg räume und ihnen helfe,
ein Licht zu sehen bei der Überwindung der letzten Wegstrecke."


Nickname 06.08.2017, 20.40| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 6: ERSTE SELIGPREISUNGEN

"Selig, die Verständnis zeigen

für meine lahme Hand und meinen stolpernden Fuß.


***


Selig, die begreifen,

dass mein Ohr sich anstrengen muss, um alles aufzunehmen,
was man zu mir spricht.


***


Selig, die zu wissen scheinen,
dass meine Augen trüb

und meine Gedanken träge geworden sind.


***


Selig, die mit freundlichem Lächeln verweilen,
um ein wenig mit mir zu plaudern.


***


Selig, die niemals sagen:
'Diese Geschichte haben Sie mir heute schon zweimal erzählt.'


***


Selig, die es verstehen,
Erinnerungen an frühere Zeiten in mir wachzurufen.


***


Selig, die mich erfahren lassen,
dass ich geliebt, geachtet und nicht allein gelassen bin.


***


Selig, die mir in ihrer Güte

die Tage, die mir noch bleiben auf dem Weg in die Heimat,
erleichtern."


Nickname 06.08.2017, 17.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 5: Eine gute Frage

Mann beim Arzt: "Herr Doktor, wie kann ich 100 Jahre alt werden?" Arzt: "Rauchen Sie?" Patient: "Nein." Arzt: "Wie sieht es mit dem Alkohol aus?" Patient: "Ich trinke nicht." "Arzt: "Essen Sie gern reichlich?" Patient: "Nein." Arzt: "Und wie steht es mit der Liebe?" Patient: "Ich lebe enthaltsam." Arzt: "Wieso wollen Sie dann überhaupt so alt werden?" (Erzählt von Herrn B., 77 Jahre)



************************


Ein altes Mütterlein stürzt die Treppe hinunter. Arzt kommt - Oparation gelungen - mindestens drei Wochen lang kein Treppensteigen. Vier Wochen später kommt ein Anruf vom Mütterlein: "Herr Doktor, kann ich nun endlich wieder Treppen steigen - es wird mir allmählich langweilig, immer die Dachrinne rauf- und runterzuklettern..." (erzählt von Frau R., 91 Jahre)


Nickname 06.08.2017, 14.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 4: WAS DU NICHT WILLST, DASS MAN DIR TUE

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floss auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen musste sich der Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm nass. Einmal auch konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus musste er nun essen.


Wie sie da sitzen, trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. "Was machst du da?", fragte der Vater. "Ich mache ein Tröglein", antwortete das Kind, "daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin." Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen endlich an zu weinen, holten allsofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.


(Gebrüder Grimm)


Nickname 05.08.2017, 12.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 3: Wenn der Eismann klingelt

Als Moni erfuhr, dass ihr 96-jähriger Großvater gerade gestorben war, lief sie direkt zum Haus ihrer Großeltern, umd ihre Großmutter zu trösten. Als sie fragte, wie ihr Großvater gestorben sei, erwiderte ihre Großmutter, dass er, während sie ihren Sonntagmorgen-Sex hatten, einen Herzanfall erlitt. Entsetzt erklärte Moni ihrer Oma, dass, wenn zwei fast 100-jährige Menschen noch miteinander schliefen, sie das Schicksal regelrecht herausforderten.


"Aber keineswegs, meine Liebe", antwortete die Oma. "Vor vielen Jahren, als uns unser voranschreitendes Alter klar wurde, fanden wir heraus, dass die beste Zeit, 'es zu tun', dann war, wenn die Kirchenglocken zu läuten begannen. Es war genau der richtige Rhythmus. Nett und langsam und gleichmäßig. Nicht zu anstrengend, einfach 'rein' beim Ding und 'raus' beim Dong." Sie musste unterbrechen, wischte eine Träne weg und fuhr dann fort, "und wenn dieser verdammte Eiswagen mit seinem blöden Gebimmel nicht vorbeigefahren wäre, dann wäre dein Opa heute noch am Leben."


(ERZÄHLT VON FRAU HELENE K: 87 JAHRE)



Nickname 04.08.2017, 22.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 2: Jahresringe

Bäume und Menschen haben vieles gemeinsam: Am Beginn ihres Lebens sind sie biegsam und geschmeidig. Mit den Jahren werden sie starrer und weniger flexibel; aber die Erfahrung lehrt sie, sich den Gegebenheiten anzupassen und so allen Stürmen zu trotzen. Beide setzen im Laufe ihres Lebens Jahresringe an. Und wie beim Baum die Rinde, wir die Haut des Menschen mit der Zeit poröser und durchlässiger - er bekommt ein dünneres Fell. Dabei muss es im Alter keineswegs düster oder trist zugehen. "Küss mich, ich bin der Herbst und habe auch noch meine sonnigen Tage!", heißt es nicht umsonst. Ältere Menschen haben wie wir alle ein Recht auf Liebe und sie haben ihren ganz eigenen, mit viel Lebensweisheit gewürzten Humor. Manchmal werden sie auch wieder wie Kinder: genauso offen, ehrlich und direkt.


Daher habe ich mich entschlossen, meinen lieben Alten eigene Blogeinträge zu widmen. Genügend Material dafür gibt es. Zu den selbst erlebten Geschichten aus meiner ehrenamtlichen Arbeit in zwei Seniorenheimen werden sich unter anderem die von Wolfgang Lange in seinem Buch "Omas Sparbuch, Opas Krückstock..." gesammelten Anekdoten gesellen. Die Bilder habe ich nach Fotos selbst gebastelt und veröffentliche sie mit freundlicher Erlaubnis.


Hier ein kleiner Vorgeschmack:


"Wenn man mich fragt, wie es mir gehe
und wie´s mit der Gesundheit stehe,
so sage ich mit frohem Mut:
"Danke, gut!"-


Es wurde mancher Mediziner
erfolgreich an mir zum Verdiener.
Zuerst mal waren es die Augen,
die nicht so recht mehr wollten taugen.
Dann spürte ich nach kurzer Zeit:
Du läufst ja nicht mehr allzu weit!
Und ein Geheimnis war zu lüften,
woher die Schmerzen in den Hüften?
Ein Othopäd von hoher Kunst
hat mir die linke flott verhunzt.
Ein steifes Knie, ein kurzes Bein
bracht´ mir die Unternehmung ein.
Dann ging die rechte Hüft´ entzwei.
In Hamburg machte man sie neu
Und baute nach der Anamnese
gleich ´ne vernünftige Prothese.


Nun will das Hören nicht gelingen,
ich hör nicht mehr die Vöglein singen.
Der Ohrenarzt weiß guten Rat
und kommt mit einem Apparat,
setzt mir ein Knöpfchen in das Ohr,
schwupps! - hör ich lauter als zuvor.


Der Zahnarzt hat sein Teil getan,
dass beißen ich - und lachen kann.
Erst war´s ne Krone, dann die Brücke,
er tauschte aus mir Stück um Stücke.
Drum sagt man mir trotz aller Falten:
"Du hast dich wunderbar gehalten!"


So wird der Mensch zu guter Letzt
von Kunst und Technik ganz durchsetzt.
Sogar ein Herz ersetzt man dreist,
doch nie die Seele und den Geist.
Drum fragt mich einer, wie´s mir gehe
Und wie´s mit der Gesundheit stehe,
dann sagt mein Ich mit frohem Mut:
"Danke, gut!"


(Gefunden im Nachlass einer Heimbewohnerin)


So humorvoll kann Älterwerden also auch gehen. Ich finde:
Zur Nachahmung empfohlen!


Nickname 03.08.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 1: Was heißt hier alt?

Drei Schwestern, 92, 94 und 96 Jahre alt, leben zusammen in einem Haus. Eines Abends lässt sich die 96jährige ein Bad ein. Als sie mit dem ersten Fuß drinnen ist, ruft sie ihre Schwestern: "War ich gerade dabei aus dem Bad oder in das Bad zu steigen?"
Die 94jährige ruft zurück: "Ich weiß es nicht. Ich komme zu dir rauf um nachzusehen!"
Auf halbem Weg auf der Treppe bleibt sie stehen und ruft: "War ich gerade dabei die Treppe hinauf oder hinunter zu gehen?"
Die 92jährige sitzt am Küchentisch bei einer Tasse Tee und hört ihren Schwestern zu.
Sie schüttelt den Kopf und klopft auf den Tisch: "Auf Holz klopfen und hoffen, dass ich nicht auch so werde."
Dann ruft sie ihren Schwestern zu: "Ich komme gleich um euch zu helfen, aber zuerst muss ich nachsehen, wer gerade an der Tür geklopft hat!"



************************


Als ehrenamtliche Mitarbeiterin in zwei Seniorenheimen (wobei der Begriff durchaus wörtlich zu nehmen ist, denn dieses Amt bedeutet eine Ehre für mich) halte ich immer wieder kurze Referate zum Thema Menschen und Leben ab 60 plus vor interessierten Heimbewohnern und deren Angehörigen. Mein Augenmerk liegt dabei vor allem auf der Tatsache, dass dieser Lebensabschnitt nicht in erster Linie Abbau und Siechtum bedeutet, sondern ebenso bewusst und erfüllt gelebt werden kann, wie die Jugend und das „Mittelalter“. Und je mehr man darüber weiß, desto mehr verliert diese Lebensphase ihren Schrecken. Ich wende mich mit meinen kleinen Vorträgen an alle, die ältere Angehörige pflegen oder für ihre eigene Zukunft gewappnet sein wollen. Einiges davon möchte ich hier gern wiedergeben. Ich wünsche unterhaltsame und informative Lektüre!


Zunächst einmal gilt es zu klären: Altern und Alter - was ist das eigentlich? Es handelt sich dabei um einen ganz normalen, biologischen Vorgang, welcher, wenn man es genau nimmt, bereits im Moment der Zeugung einsetzt. Im Laufe seines Lebens sammelt der Mensch Erfahrungen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Zwar ist manchmal vom „kindischen Greis“ die Rede, wenn ein Mensch im höheren Alter in kindliche Verhaltensweisen zurückzufallen scheint. In Wahrheit bedeuten diese Parallelen zu kindlichen Verhaltensweisen aber keinen Rückschritt in der Entwicklung des Menschen, sondern sind Teil derselben.


Auf welche Weise und in welchem Tempo der Alterungsprozess fortschreitet, hängt wesentlich von der Persönlichkeit des Einzelnen, seinen Lebensumständen und seiner Lebensführung ab.


Nach neuesten Erkenntnissen der Gerontologie (Altersforschung) ist der Mensch
nicht so alt:


- wie seine Gefäße und seine Stoffwechselfunktion (körperliche Begriffsbestimmung)
- wie er sich fühlt
(seelisch-geistige Begriffsbestimmung) - auch wenn der Volksmund etwas anders behauptet. Denn sonst könnte man sich subjektiv nicht manchmal wie ein Teenager und dann wieder wie Methusalem fühlen.
- wie gesellschaftliche und politische Rollenzuweisungen ihn definieren
(gesellschaftspolitische Begriffsbestimmung), sondern er ist so alt wie sein Anpassungsvermögen (Adaption) an seine Umwelt und die jeweilige Situation. Dieses nimmt mit zunehmendem Alter in bestimmten Bereichen ab, während es sich in anderen Bereichen wandelt. Es ist außerdem abhängig von Umweltbedingungen und der Fähigkeit, seinem individuellen Leben auf körperlichem, geistigem und mitmenschlichen Gebiet einen Sinn zu geben.


Nickname 03.08.2017, 14.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BLICK ZURÜCK OHNE ZORN UND EIN DANKESCHÖN

Es gibt Momente, in denen man feststellt,
dass das Ende näher ist als der Anfang.


Dann zieht man Bilanz und fragt sich,
ob man im Leben alles richtig gemacht hat.


Wenn vielleicht auch nicht alles,
dann doch das meiste oder zumindest einiges -
das wäre immerhin schon etwas.



DANKE AN ALLE,

DIE MIR BIS HIERHER DIE TREUE GEHALTEN HABEN!

BLEIBT GESUND UND FROH!!!

Nickname 24.07.2017, 13.23| (3/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

DIE WELT BEFINDET SICH IM WANDEL

"...und ich mit ihr.
Es ist an der Zeit, meine Selbstliebe,
meine inneren Werte und wahren Freundschaften zu finden.
Dann wird mich die Veränderung
wie eine sanfte Welle aus Energie
in die Neue Zeit tragen."


Nickname 23.07.2017, 21.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

WENN EIN STURM AUFKOMMT

"...in meinem Leben,
finde ich bei meinem Engel Schutz.
Er schafft mir einen inneren Raum,
in dem ich Kraft schöpfen kann.
So kann ich dem wilden Abenteuer 'LEBEN'
mit neuer Energie begegnen."


Nickname 23.07.2017, 21.34| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

VERÄNDERUNG UND WACHSTUM

"...eröffnen mir aufregende Möglichkeiten.
Inmitten allen Wandels
bin ich stets sicher und behütet."


***


"Ich beginne und beende jeden Tag damit,
dass ich für alle Segnungen danke,
die mir geschenkt werden."


Nickname 23.07.2017, 21.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SCHÖNHEIT IST DA

"...ich muss sie nur sehen,
anstatt mich in trüben

Gedanken zu drehen."


Nickname 23.07.2017, 21.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SINGLE ODER LANGSPIELPLATTE?

Statistiken sind eine feine Sache. Sie verraten viel über uns, sowie über die Welt, in der wir leben und untermauern es mit unbestechlichen Zahlen. Wir erfahren beispielsweise, dass der Vatikan im Verhältnis zu seiner Bevölkerung die höchste Verbrechensrate aufweist. Allerdings werden die Delikte fast ausschließlich von Touristen begangen, die in der Regel ungestraft davonkommen, weil sie sich der päpstlichen Justiz durch Flucht ins benachbarte Italien entziehen. Interessant, oder?


Aber das ist längst nicht alles. Statistiken vermögen noch einiges mehr, sie können sogar bei einer Diät hilfreich sein. Wenn etwa der beste aller Ehemänner ein ganzes Brathähnchen samt der knusprigen Haut verputzt, während ich mich mit einer Handvoll Radieschen und ein paar Salatblättern begnüge, darf ich mich anschließend ebenso satt und zufrieden fühlen wie er. Schließlich habe ich – statistisch gesehen – auch ein halbes Hähnchen verspeist. Falls ich trotzdem weiter hungrig bin, liegt das bestimmt nicht an den nackten Zahlen (eher an dem Haufen nackter, sorgfältig abgenagter Knochen auf dem Teller des Besten), denn Zahlen lügen bekanntlich nicht.


Wie die aktuellen, kürzlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Ziffern belegen, gibt es in Deutschland rund 1,6 Millionen Singles. Das heißt, zirka jeder fünfte Bundesbürger ist solo. Das Leben ohne Anhang hat zweifellos seine guten Seiten. Die Herren der Schöpfung brauchen keine drastischen Strafmaßnahmen (wie Liebesentzug und Nächtigen auf dem Sofa) zu befürchten, wenn sie ihre freie Zeit im Fußballstadion, in der Kneipe oder einem anderen Etablissement verbringen. Singlefrauen ihrerseits engagieren gut gebaute Nacktputzer und feiern wahre Shoppingorgien, ohne dass ein „Er“ sich aufführt wie Othello oder ihnen die Kreditkarte sperrt. Kurz und gut, Männlein wie Weiblein dürfen ganz nach der eigenen Fasson selig werden.


Trotz aller unbestrittenen Vorzüge des Singledaseins oute ich mich als überzeugte Langspielplatte. Der beste aller Ehemänner und ich spielen nun schon seit fast dreißig Jahren unser Lied (sieben Jahre "wilde Ehe", quasi als Intro, kommen hinzu): Mit täglich wechselnden Strophen, mal Staccato, mal Vibrato; heute in Dur und morgen vielleicht in Moll, aber immer nach unserer eigenen Melodie. So wird es bleiben bis ans Ende des Vinyls – selbst gegen den Rat von Experten, man solle die Nadel auswechseln, wenn die Rille zu knistern beginnt. Honi soit, qui mal y pense!


Nickname 23.07.2017, 19.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

JE OLLER, JE DOLLER ODER: WER SCHLECHTES DABEI DENKT


Neben der Socken fressenden Waschmaschine gibt es noch ein zweites Phänomen: Das Hamster-Syndrom. Kaum zeigt der Kalender einen Feiertag an, schon kaufen die Leute ein, als stünden wir kurz vor einer Blockade. Um ehrlich zu sein bilde ich da keine Ausnahme. Irgendwas fehlt ja immer, entweder Leberwurst, Gummibärchen oder Toilettenpapier. So machte ich mich am Pfingstsonnabend ebenfalls auf den Weg zum Supermarkt.


Am Eingang traf ich eine Nachbarin, deren kleiner Hund vor kurzem gestorben ist. Candy, ein West-Highland-Terrier, war dreizehn Jahre lang ihr treuer Begleiter, und sie vermisst ihn sehr. Eigentlich wollten sie und ihr Mann ihm keinen Nachfolger geben, aber: "Inzwischen überlegen wir, uns doch wieder einen anzuschaffen, vielleicht aus dem Tierheim. Wir sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber einer, der schon so sechs oder sieben ist, könnte noch ein paar gute Jahre bei uns haben." Dafür hätte ich sie küssen mögen, und ich begann sofort, in den höchsten Tönen ein Loblied auf die Tierheimhunde zu singen. Wir waren völlig in unser Gespräch vertieft und bemerkten erst, dass wir den Weg zu den Einkaufswagen blockierten, als uns ein Mann von der Seite her anblaffte. "Hören Sie mal, können Sie Ihren Kaffeeklatsch vielleicht woanders abhalten?", fuhr er uns an. "Wenn Sie hier noch lange rumstehen, gibt es bald einen dickeren Stau als auf der Stadtautobahn!"


Hallo, geht´s vielleicht auch ein bisschen freundlicher? Mich piekte der Hafer. Ich machte ein schuldbewusstes Gesicht und sagte kleinlaut: "Bitte verzeihen Sie, dass wir Sie behindert haben, aber wir stehen wirklich vor einer schwierigen Entscheidung. Wissen Sie, es geht nämlich darum, sich einen neuen Lebensabschnittsgefährten anzuschaffen, und da gibt es allerhand zu bedenken. Herkunft, Größe, Rasse, Haarfarbe... auch das Alter spielt natürlich eine Rolle. Nicht zu jung, aber auch nicht zu alt sollte er sein - man will ja noch seinen Spaß mit ihm haben. So eine Wahl muss gut überlegt werden, die trifft man nicht in ein paar Minuten!" Der Mann sah mich an, als wäre ich nicht ganz bei Trost, schnappte sich einen Wagen und verschwand im Laden. Er brummte noch etwas vor sich hin, das ungefähr so klang wie: "Bloß weg hier, wer weiß, was den beiden mannstollen, alten Schachteln sonst einfällt." Dabei hatten wir doch nur über einen neuen Hund gesprochen...


Nickname 23.07.2017, 19.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAS VERLORENE - SOCKEN - PHÄNOMEN

Jeder, der eine Waschmaschine besitzt, kennt das: Man gibt eine bestimmte – gerade! – Anzahl von Socken hinein, immer schön paarweise, wie die Tiere auf der Arche Noah: Zwei braune kurze, zwei bunt karierte lange, zwei grün-gelb gestreifte, vier blau-rot geringelte Tennissocken, zwei gepunktete und so fort. Man startet das Programm und überlässt die Gestrickten ihrem Los. Ein fataler Fehler, denn kaum hat man eine Stunde später die Maschine geöffnet und den gesäuberten Inhalt zwecks weiterer Bearbeitung entnommen, gerät die heile Sockenwelt aus den Fugen. Zum Vorschein kommen zwei kurze braune, eine lange bunt karierte, drei Tennissocken, zwei gepunktete und eine grün gestreifte (der gelbe Streifen hat sich durch das Blau in den Tennisocken ebenfalls grün verfärbt). Die restlichen sind irgendwo im Universum auf Nimmerwiedersehen verschollen. Wenigstens die Tennissocken sind noch zu gebrauchen, weil bei drei gleichen ja zwangsläufig immer ein Paar übrig bleibt. 



Was habe ich nicht alles versucht, um das Phänomen zu ergründen oder es womöglich sogar auszutricksen. Stundenlang habe ich in das Bullauge der Waschmaschine gestarrt, um den Sockendieb dingfest zu machen, bis mir von der ständigen Dreherei schwindlig wurde. Vergebens. Ich habe die einzelnen Paare zusammengenäht, -geklammert, -getackert und mit Paketband umklebt. Die Mühe hätte ich mir sparen können, denn außer einer Tackerklammer in meinem linken Zeigefinger und einer mit Klebeband verpappten Gepunkteten kam nichts dabei heraus. Das Phänomen ist stärker, es gewinnt immer. Und weil es sich dabei um ein weltweites, an keine Nationalität oder Konfession gebundenes handelt, wird seit einigen Jahren am 9. Mai ganz offiziell der „Tag der verlorenen Socke“ begangen. Wir würden sie so gern feiern – nur können wir sie leider nicht finden…


P.S. Es ist wohl reiner Zufall, dass am selben Datum in der nordbrasilianischen Kleinstadt Esperantina der „Tag des Orgasmus“ gefeiert wird. Denn der hat, soviel ich weiß, nur wenig mit geringelten Tennissocken zu tun.

Nickname 23.07.2017, 19.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

GEMÄCHLICH KOMMT MAN AUCH ANS ZIEL


Graue Haare, erste Fettpölsterchen und ein schwerfälligerer Gang. Auch unsere vierbeinigen Freunde werden älter. Im Idealfall begleiten sie uns schon ihr Leben lang und dürfen bis zum Ende bei uns sein. Manche finden aber auch erst später ein liebevolles Zuhause in einer Familie. Unabhängig davon wünschen sich alle Halter dasselbe für ihren Begleiter: Er soll in allen Lebensphasen glücklich sein und in Würde altern. Aber ebenso wie bei uns verändern sich die Bedürfnisse unserer Lieblinge im Laufe ihres Lebens.


Ab wann sind unsere tierischen Begleiter alt? Wann müssen wir verstärkt Rücksicht auf sie nehmen und was benötigen sie dann? „Die Rechnung, dass ein Hunde- und Katzenlebensjahr in etwa sieben Menschenjahren entspricht, ist nicht korrekt“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. So sind die Tiere zwar schon mit etwa einem Jahr im Teenageralter und somit schneller erwachsen. Danach läuft der Alterungsprozess jedoch langsamer. So gelten Katzen in der Regel ab zwölf Jahren als „alt“, dennoch können sie noch viele Jahre gesund weiterleben. Bei Hunden gilt, dass große Tiere oft schneller altern als kleine. Andererseits können selbstverständlich auch große Vierbeiner gesund alt werden. Pauschal lässt sich also nicht sagen, ab wann ein Tier besondere Fürsorge benötigt. Es liegt an uns Haltern, darauf zu achten, wie sie sich entwickeln. Natürlich sollte im Zweifelsfall immer der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.


Nicht nur alleine das Alter sagt etwas über die Bedürfnisse von Hunden und Katzen aus. Schließlich sind sie auch in ihrer Jugend schon oft sehr verschieden. Der eine spielt für sein Leben gerne, die andere hat schon immer am liebsten geschmust. In der Regel schlafen jedoch die meisten Tiere im Alter mehr als in jungen Jahren. Und sie freuen sich darüber, wenn ihre Lieblingsplätze leicht zugänglich sind. Weniger Beweglichkeit oder Arthrose führen dazu, dass nicht mehr all das möglich ist, was viele Jahre lang geliebte Gewohnheit war. Auch die Sinnesorgane können im Alter nachlassen. Eine Katze, die ihr eigenes Maunzen nicht mehr so laut hört wie früher, wird beispielsweise vermutlich lauter miauen. Ein Hund, der nicht mehr so gut sehen kann, wird gewohnte Spazierwege genießen.


Und auch die Ernährung unserer Haustiere sollte ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Starkes Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da es die Gelenke und den Kreislauf zusätzlich unnötig belastet und das Diabetes-Risiko steigt. „Bei Katzen ist zudem gerade im Alter besonders darauf zu achten, dass sie genug Wasser zu sich nehmen, damit sie keine Nierenprobleme bekommen. Dies erreicht man am besten über ein hochwertiges Nassfutter“, rät Tierärztin Dr. Bettina Schmidt.


Grundsätzlich sollten die Halter älterer Tiere auf Veränderungen bei ihren tierischen Lieblingen achten und sich regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen. Ein Vorsorge-Check-Up mit einer Blutuntersuchung kann dabei helfen, eine Alterserkrankung frühzeitig zu erkennen.




Wer rastet, der rostet


Doch Vorsicht: Nur weil ein Haustier älter geworden ist, möchte es nicht automatisch nur noch auf der faulen Haut liegen. Ebenso wie Ruheständler haben die Tiere noch jede Menge Lust, etwas zu erleben. Es muss nur eben nicht immer so wild zugehen wie in der Jugend. Auch in einem gemütlichen Tempo können Hunde beim Spaziergang noch viel entdecken. Wichtig ist, dass die Tiere in Bewegung bleiben und weiter ihren Bedürfnissen entsprechend ausgelastet und gefordert werden.


Respektieren Sie es, wenn Ihre Katze mehr Ruhe sucht und lassen Sie Ihren Hund gewähren, wenn er nicht mehr ganz so lange spazieren gehen mag. Das Wichtigste aber ist: Seien Sie an der Seite Ihres Tieres. In Gesundheit und Krankheit, unsere tierischen Lieblinge haben es verdient.



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Nickname 23.07.2017, 18.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GRUPPE DER ANONYMEN HUNDE - ABHÄNGIGEN (AHA)

Vielleicht kennen Sie das schon, oder sind selbst in Behandlung!!

Stellen Sie sich vor, wir sitzen kreisförmig mit mehreren Personen in einem gut klimatisierten Raum und halten uns an den Händen.


Ich fange an zu erzählen:


Hallo, mein Name ist ...... und ich bin ein Hundeabhängiger. Einige von Ihnen sind hier, weil ein Freund oder Familienangehöriger Sie hierher geschickt hat. Vielleicht sitzen Sie hier und glauben, dass Sie das alles gar nicht betrifft, dass mit Ihnen alles in Ordnung ist. Es ist nicht leicht einzusehen, dass man ein Hundeabhängiger ist – und es ist noch schwieriger, zu uns bei den AHA zu kommen und um Hilfe zu bitten.


Lassen Sie mich Ihnen einige Fragen stellen:


- Können Sie sich eher an den Namen eines Hundes als an den seiner Besitzer erinnern?


- Sind Sie der Meinung, dass "festliche Kleidung" bedeutet, eine saubere Jeans ,frisch gewaschene Tennisschuhe und eine Hundeleine leger über dem Brustkorb zu tragen?


- Sind Sie der Meinung, dass "Hundesohn" kein Schimpfwort ist?


- Müssen Sie, wenn Sie jemandem in Ihrem Auto mitnehmen wollen, erst einmal den Beifahrersitz enthaaren?


- Verbringen Sie viel Ihrer Freizeit und Ferien auf Hundetreffen, auf Hundeplätzen oder in Fachgeschäften für Hundesportartikel?


- Können Sie beim Essen in einem feinen Restaurant (Hunde-)Dinge diskutieren, die dazu führen, dass sich die Nebentische schnell leeren und die Leute, die dort saßen, grün um die Nase wirkten?


- Meiden Sie Ladengeschäfte, an denen ein Schild "Ich muss draußen bleiben" hängt?


- Besteht Ihre Post größtenteils aus Katalogen für Hundefutter, Hundebücher, Hundezubehör und Outdoorkleidung?


- Ist Ihre Inneneinrichtung so ausgesucht, dass sie zu Ihrem Hund passt?


- Stehen Sie Sonntag morgens vor der Morgendämmerung auf, um mit Ihrem Hund Gassi zu gehen, weil man da die wenigsten Leute trifft?


- Wenn Sie jemanden Neues kennen lernen, fragen Sie dann, was für einen Hund er hat und bemitleiden ihn, falls er keinen hat?


- Wissen Sie, was man unter VDH, FCI, Kong, IPO, CACIB, Agi, HD, ZTP, BH und CACIT versteht, aber nicht, welches Medikament man seinem Ehepartner aus der Apotheke holt, wenn dieser einen Schnupfen hat?


- Haben Sie in allen Jackentaschen Hundekekse, Trockenfleisch, Käsebrocken, Bälle und Quietschespielzeug?


- Ist es Ihnen schon manchmal passiert, dass Sie sich als „Hassos Mama/Papa“ vorgestellt haben?


- Finden Sie Leute ohne Hunde langweilig?


Falls Sie lediglich eine dieser Fragen mit "Ja" beantwortet haben, brauchen Sie uns nicht.
Haben Sie zwei Fragen bejaht, besteht bereits Suchtgefahr.
Lautet Ihre Antwort auf drei oder mehr Fragen "Ja", dann sind Sie hier bei uns an genau der richtigen Stelle.


Meine Empfehlung für alle, die drei oder mehr Fragen mit "Ja" beantwortet haben, ist zu lächeln, sich dem lächelnden Menschen neben ihnen zuzuwenden und ihn dazu zu beglückwünschen, dass sein Leben – wie auch das Ihre – immer voller guter Freunde und guter Hunde sein wird und nie, niemals langweilig sein wird.


Viel Spaß und Freude mit Ihrer 'Krankheit!'



Drei, die süchtig machen -
ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen!

Nickname 23.07.2017, 15.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GEBET EINES STREUNERS

Lieber Gott, bitte hilf mir in meiner Qual,
der ganzen Welt bin ich egal,
niemand da, der an mich denkt,
der mir ein wenig Liebe schenkt.


So müde von der Streunerei,
zieht keine Hoffnung mehr vorbei.
Vor Schmerzen kann ich kaum noch stehn,
muss trotzdem durch den Regen gehn.


Bei meinem schweren Gange hier,
verzweifle ich und bet' zu dir:
um jemand, der mich wirklich liebt,
mir eine warme Obhut gibt:


Mit einem schönen, warmen Bett.
Ja - und 'nen Knochen - das wär nett!
Beim letzten Herrchen war es schlimm,
bin froh, dass ich dort nicht mehr bin.


Ohne Wasser, angekettet,
hat mich nur die Flucht gerettet.
Meine Leine hab ich durchgebissen,
und bin von dort dann ausgerissen.


Lieber ein Streuner! Lieber allein!
Als ewig eingesperrt zu sein.


Jetzt, lieber Gott, bin ich geschafft.
Ich kann nicht mehr, mir fehlt die Kraft.
Bin müde, hungrig - mir ist kalt,
ich fürchte, Gott, ich werd' nicht alt.


Mit Stöcken jagt man mich und Steinen,
doch mir bleibt keine Zeit zum weinen.
Muss durch die Straßen - Knochen finden -
obwohl stetig meine Kräfte schwinden.


Hab's nicht verdient, bin eigentlich gut,
will nicht, dass man mir Böses tut.
Von Würmern geplagt, von Flöhen gebissen,
lieber Gott, ich möchte von dir wissen,
Ob's jemanden gibt auf dieser Welt dem ich,
und der auch mir gefällt?


Sollt es diesen Jemand geben,
so würd' mein Herz vor Freude beben.
Ja! Alles würd' ich für ihn machen
und kau auch nicht auf seinen Sachen.


Ihm lauf ich ganz bestimmt nicht fort,
ich liebe ihn und hör auf's Wort.
Doch so schwach, allein wie ich jetzt bin,
macht Weiterleben keinen Sinn.


Schmutzig und unendlich mager
weine ich jede Nacht in meinem Lager,
weil ich mir solche Sorgen mache,
ob ich am nächsten Tag erwache.


Soviel Liebe und Treue kann ich geben,
will deshalb eine Chance zum Leben.
Oh lieber Gott, erhör' mich gleich,
bevor die letzte Hoffnung weicht
und schicke jemand, der mich liebt.


Mein Gott - wenn es dich wirklich gibt...


(Bev Davenport
Homeless Afghan Rescue & Care
übersetzt aus dem Amerikanischen von Bastian Rosing)


*********


Ob unser Böbchen sein Dasein als Kettenhund fristen musste, bevor man ihn gewaltsam fortgejagt hat (wofür das Geschoss in seinem Schulterblatt, das ausgestochene linke Auge und die gebrochenen Vorderbeine sprechen könnten), oder ob er sein ganzes bisheriges Leben als Streuner auf den Straßen Rumäniens verbrachte, wissen wir nicht. Er mag etwa zwölf bis dreizehn Jahre alt gewesen sein, als er uns anvertraut wurde, lebte auf den Tag genau zwei Jahre bei uns und genoss hier sichtlich seine Rente.



Einen dankbareren, bescheideneren und zufriedeneren Hund haben wir selten erlebt. Wenn es nach uns ginge, dann würde jegliche kommerzielle Hundezucht verboten, bis auch der letzte Heimatlose und Ausgesetzte ein gutes Zuhause gefunden hat. Ich weiß, das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben. Wir geben jedoch nicht auf, denn es heißt - hoffentlich - nicht völlig umsonst: "Wer nur eine Seele rettet, der rettet die ganze Welt."


Nickname 23.07.2017, 14.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EIN WIEDERSEHEN

"Ich kann nicht bleiben, ich muss nun gehen...
der Regenbogen ruft mit den schönsten Farben.
Aber immer, wenn es regnet und die Sonne scheint,
bin ich bei Dir und leuchte nur für Dich.
Denk immer daran: Du hast mich nicht verloren,
ich bin Dir den Weg nur vorausgegangen...



Der Tag wird kommen, an dem wir uns wiedersehen -
der Tag, an dem wir zusammen am Himmel wandeln."



Das ist ein Trost und vielleicht der einzige, den es gibt.

Nickname 23.07.2017, 14.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DA STAND PREDIG AUF UND PETRETE

„Gottes Regieanweisung gilt noch immer: Sechs Tage sollt ihr schlafen, am siebenten ausruhen!“ (schaffen)


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Er muss es wissen: „Ob es nun ein Leben nach dem Tode gibt, darüber informiert jetzt der erfahrene Theologe Jürgen Moltmann.“


******


„Bevor wir uns um den Tisch des Herrn sammeln, singen wir 229: Kommt mit Gabeln und Lobgesang!“ (Gaben)


******


„Kehrt mit seiner Säge ein in jedes Haus…“ (seinem Segen)


******


In flagranti: „Der Herr hat uns im Schlaf erwischt.“ (erfrischt)



Besser als nichts: „Während der Kollekte sammeln wir das nächste Lied ein.“


******


„Ich sage euch: Es werden Blinde lahmen und Aussätzige Tauben sehen und rein werden, aus, äh, die Aussätzigen und die Tauben werden was hören.“


Nickname 23.07.2017, 13.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

HÄNGEN WIR DEN KIRCHTURM NICHT ZU HOCH!

Neues vom "Versprecherpapst":


"Gänzlich neue Perspektiven eröffnen sich durch die kirchliche Befruchtung." (künstliche)


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"Ich als verdorbener Diener, äh Verdiener, als verruf - äh o je, ich verordneter und berufener Diener der Kirche Jesu Christi..."


************


"...sondern erlöse uns von dem Pöbel!" (Bösen oder Übel)


************


"Besonders herzlich begrüße ich die Verstorbenen unserer Angehörigen." (oder doch lieber umgekehrt?)


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"Riesenstimmung herrschte unter den 37.000 ausverkauften Zuschauern."


Allen Lesenden einen stimmungsvollen Abend

und eine gute Nacht!


Nickname 22.07.2017, 22.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

BEAMTE, BITTE NICHT LESEN!

(Alle, die es trotzdem tun, sind als löbliche Ausnahmen selbstverständlich ausgeschlossen):


Ein Politiker, ein Wissenschaftler und ein Beamter wollen gemeinsam Schnecken sammeln. Sie treffen sich am vereinbarten Ort und ziehen gemeinsam in verschiedene Richtungen los.


Nach einer halben Stunde kehrt der Wissenschaftler mit 162 Schnecken zurück. Eine weitere halbe Stunde später kommt der Politiker und hat 87 Schnecken dabei. Vom Beamten ist weit und breit nichts zu sehen. Erst nach drei Stunden kommt auch er endlich wieder - und hat nicht mal eine Schnecke dabei. Die beiden anderen wundern sich: "Wieso hast du denn keine einzige Schnecke gefunden?" "Das ist unglaublich mit diesen Viechern!", empört sich der Beamte. Ich sehe eine Schnecke, bücke mich danach und - husch! - ist sie weg!"


Nickname 22.07.2017, 22.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ZUM NACHTISCH: DIE NEUE BRILLE

Eine Freundin fragt die andere: "Sag mal, warum trägst du eigentlich nie deine Brille, wenn du dich mit deinem Freund triffst?"

"Ach", erwidert die Gefragte, "er findet mich ohne Brille einfach hübscher - und ich ihn auch!"



Vierzig Jahre später:


Ein Rentnerehepaar sitzt beim Mittagessen.
Nach längerer Betrachtung sagt sie zu ihm:
"Also, mit der neuen Brille gefällst du mir überhaupt nicht."
"Wieso?"
, fragt er verwundert. "ich habe doch gar keine neue Brille."
Darauf sie: "Du nicht - aber ich."


Nickname 22.07.2017, 13.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

GUTER RAT ZUR FERIENZEIT

MERKE:


Ihr Urlaub sollte lange genug dauern,

dass der Chef Sie vermisst -

aber nicht so lange, bis er entdeckt,

dass er auch ohne Sie ganz gut

zurecht kommen kann!


Nickname 22.07.2017, 13.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

OHNE PUNKT UND KOMMA


"Hör mal gut zu, Paul", tadelt der Lehrer, "du hast eine furchtbare Angewohnheit, du sprichst keinen Satz zu Ende!"

"Aber Herr Lehrer, wieso denn, det hat mir noch keener, wo meene Mutta so uff mich, meen Vata meent ooch, denn hätte der doch schon, und überhaupt, da bemüht man sich un denn is man dauernd..."


***************************************


Wütend kommt Luise aus der Schule nach Hause und knallt ihre Mappe in die Ecke. "Na, dein Diktat war wohl nicht so gut?" fragt die Mutter. "Dämliche Rechtschreibreform!" empört sich Luise. "Det is so ´ne Unjerechtichkeit. Nu wern alle die bestraft, die bis jetzt immer richtich jeschrieben haben!" (Wie recht sie doch hat!)


Nickname 22.07.2017, 13.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

JEWICHTIJET


Scheenen, juten Tach ooch!


Als waschechte "Berliner Jöre" rede ich gern, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Hier habe ich ein bisschen etwas in unserer Mundart aufgeschrieben. Ville Vajnüjen!


Der Lehrer fragt: "Was wiegt schwerer, ein Pfund Federn oder ein Pfund Eisen?"

 Sabine meldet sich: "Een Pfund Eisen, Herr Lehrer!"

"Aber Sabinchen, ein Pfund ist doch ein Pfund. Kannst du das nicht einsehen?"

"Nee", mault Sabine.

"Sieh mal, das Paket mit den Federn ist zwar größer, aber genauso schwer wie das Eisen, verstehst du?"

Sabinchen schüttelt den Kopf.

Der Lehrer ist ratlos. "Was soll ich denn nur machen, um es dir zu erklären?"

"Jehnse mal uff´n Hof, Herr Lehrer, und ick werd Ihn vom dritten Stock een Pfund Federn uff´n Kopp werfen und hinterher een Pfund Eisen. Wennse dann immer noch derselben Meinung sind, schließ ick mir Ihn jerne an!"


************


"Fritzchen, det dürfste aba nich!", schimpft Ute mit ihrem kleinen Bruder, als der sich mit Mutters Puderquaste durch das Gesicht fährt.

"So, und weswejen nich?"

"Mensch, det is doch klar - nur Meechens dürfen sich pudern, Jungs müssen sich waschen!"


Allen Lesern een sonnijet Wochenende,

det sich jewaschen hat!


Nickname 22.07.2017, 13.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

WAS IST REINKARNATION?

Das Stammtischgespräch kommt auf das Thema Wiedergeburt.


"Was heißt denn das eigentlich?", will einer wissen.


"Seelenwanderung", klärt ihn einer von den Oberklugen auf. "Nach dieser Auffassung könntest du nach deinem Tod beispielsweise in Tiergestalt auf die Erde zurückkehren."


"Aha, dann wäre es also möglich, dass ich hier später einmal als Rindvieh herumlaufe?"


"Nein, auf keinen Fall. Niemand wird zweimal dasselbe!"


Nickname 21.07.2017, 22.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

LEICHTER GESAGT, ALS GETAN


„Lass dir nicht den Tag verderben, deine gute Laune klau´n!“ Ehrlich gesagt, manchmal fällt es mir schwer, diesen Rat der Gruppe TRUCK STOP zu beherzigen. Beispielsweise, wenn jemand sich in der Tiefgarage auf einen ausgewiesenen Frauen- oder Behindertenparkplatz stellt und der Fahrer sich als dreißigjähriger Bodybuilder entpuppt, dem das Testosteron aus allen Poren tritt und dessen einzige Behinderung darin besteht, dass er dringend eine Brille bräuchte, um die Hinweisschilder zu lesen. Oder wenn ich im strömenden Regen mit unseren Hunden den Waldspaziergang absolviere und plötzlich ein wildfremder Riesenköter, der eben noch in der dicksten Pfütze gebadet hat, auf mich zurast, mich anspringt und mir seine schlammigen Tatzen auf die Schultern meiner neuen, cremefarbenen Jacke legt. Sein Frauchen kreischt entsetzt: „Oh du Schlimmer, du sollst doch nicht immer springen, denk doch an deinen Rücken, hoffentlich hast du dir nichts verrenkt!“ Kein Wort der Entschuldigung, geschweige denn das Angebot, die Reinigungskosten zu übernehmen. Man braucht schon einen sehr speziellen Humor und eine gute Portion stoischer Gelassenheit, um in derartigen Situationen die Mundwinkel oben zu behalten.


Die Krönung all dessen erlebte ich kürzlich im Supermarkt an der Aufschnitttheke. Vor mir war eine Frau an der Reihe, die ich vom Sehen her kannte. Ich grüßte nett, aber sie tat, als wäre ich aus Fensterglas. Auf die Frage der Verkäuferin, was es denn sein dürfe, verlangte sie: „Geben Sie mir 14 Scheiben Parmaschinken, aber hauchdünn geschnitten!“ Die Verkäuferin versprach, ihr Bestes zu tun und schnitt eine Scheibe zur Ansicht ab. „Ist es recht so?“ „Oh Gott, nein“, mäkelte es vor mir, „das ist ja keine Scheibe, sondern ein Brett. Ich sagte hauchdünn, ich möchte durch die Scheiben Zeitung lesen können!“ Die Verkäuferin bedauerte, Leselupen könne ihre Maschine leider nicht schneiden. „Nun werden Sie mal nicht frech!“ keifte Madame. „Nennen Sie das etwa Service? Ja früher, da war der Kunde noch König! Vergessen Sie den Schinken und geben Sie mir 122 Gramm italienische Mortadella.“ Die Ärmste hinter der Theke kroch förmlich in sich zusammen und wisperte kleinlaut, leider sei die italienische Mortadella wieder nicht mitgekommen, aber ganz sicher zum Wochenende und ob es nicht stattdessen eine leckere Salami sein dürfe. Flehentlich bot sie Madame ein fast durchsichtiges Scheibchen als Kostprobe an. Jetzt ging es erst richtig los. „Was ist denn das für ein Saftladen hier? Das sind ja Zustände wie früher im Osten, ich werde…“


An dem Punkt mischte ich mich ein. „Hören Sie“, wandte ich mich an die Zeternde, „Höflichkeit hat wohl kaum etwas mit irgendeiner bestimmten Himmelsrichtung zu tun, also benehmen Sie sich ein bisschen und entscheiden Sie sich endlich, andere wollen schließlich auch noch bedient werden.“ Zustimmendes Raunen hinter mir, die Schlange reichte mittlerweile fast bis zum Eingang zurück. „Und übrigens, haben Sie keine anderen Sorgen? In Afrika verhungern täglich Tausende von Kindern, und Sie…“ Weiter kam ich nicht. Ohne mich, die Aufschnittverkäuferin oder sonst jemanden eines weiteren Blickes zu würdigen, machte Madame auf dem Absatz kehrt und rauschte davon wie eine griechische Erinnye; wohl um sich bei Zeus persönlich über den mangelnden Respekt des Erdenvolkes zu beklagen.


Zu Hause erzählte ich dem besten aller Ehemänner von dieser unmöglichen Person. Er kratzte sich am Kinn, sah mich sinnend an und meinte: “Hm, na ja, im Prinzip müsstest du die Frau verstehen können. Oder weißt du nicht mehr, wie gründlich es dir erst vor kurzem den Tag verdorben hat, als ausgerechnet dein Lieblingsmozarella und die Sanddornkonfitüre, die du so gern zum Frühstück isst, mal wieder nicht mitgekommen waren?“ Also, das kann man ja wohl nicht vergleichen, oder? Auf wessen Seite steht er eigentlich??


Nickname 21.07.2017, 22.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAS WASSERSTOFF - MYSTERIUM


Eine Blondine hat mit ihrem Auto ein anderes Fahrzeug gerammt. Brüllt der Fahrer: "Sie dummes Huhn, haben Sie überhaupt eine Fahrprüfung gemacht?"
Zischt die Blondine beleidigt zurück: "Bestimmt öfter als Sie!"


************


Zwei Blondinen sitzen im Auto und fahren an einer Wiese vorbei, auf der eine Artgenossin versucht, im Gras mit ihrem Boot zu rudern. "Das gibt's ja nicht", schimpft die erste Blondine im Auto. "Solche wie die sind es, die unseren Ruf ruinieren!""Ja, genau!", erwidert die zweite. "Und wenn ich schwimmen könnte, würde ich ihr dafür eine reinhauen!"


************


Eine Blondine fragt in einem Elektrogeschäft: "Wieviel kostet diese Mikrowelle"?. Der Verkäufer:"Ich verkaufe nichts an Blondinen." Die Blondine färbt sich die Haare schwarz und stellt dem Verkäufer erneut dieselbe Frage. Dieser antwortet wieder: "Ich verkaufe nichts an Blondinen." Sie fragt: "Woher wissen Sie denn, dass ich eine Blondine bin?" Der Verkäufer: "Weil nur Blondinen fragen, was eine Mikrowelle kostet und dabei auf eine Waschmaschine zeigen."


Wer kennt sie nicht, die unzähligen und meist unerträglich platten Witze über die Frau in Blond? Diese kleine Auswahl ist, genau wie die vielen tausend anderen ihrer Art, sowieso nur an den weizen- oder semmelfarbenen Haaren herbeigezogen. In Wahrheit ist die Blondine an sich nämlich alles andere als auf den - nicht nur äußerlich - hellen Kopf gefallen. Im Gegenteil, sie spielt bloß die Hilflose. Dabei macht sie sich den Umstand zunutze, dass die meisten Babys blond zur Welt kommen. Dieser Anblick löst bei fast jedem Mann automatisch Beschützerinstinkte aus; er kann gar nicht anders, als Beistand zu leisten. Und warum sollte man so unangenehme und lästige Dinge wie das Wechseln eines Autoreifens selbst erledigen (obwohl man es spielend könnte)? Also alles nur Masche, schlau ausgedacht obendrein.


Leider setzen manche Vertreterinnen der Wasserstoffzunft ihren ganzen Ehrgeiz daran, das Klischee vom blonden Dummchen weit- und hinreichend zu erfüllen: Eine 35jährige, blonde Pharmareferentin aus Uelzen erhielt wegen vorsätzlicher Geschwindigkeitsüberschreitung auf regennasser Straße einen Bußgeldbescheid in Höhe von €150.--, gegen den sie vor dem Amtsgericht Celle Einspruch einlegte. Als Begründung führte sie an, sie sei von mehreren dunklen Typen in einem Wagen mit stark getönten Scheiben verfolgt worden. Da ihr als blonder Frau das schon des Öfteren passiert sei, habe sie aus Angst und um die vermeintlichen Verfolger abzuschütteln, Gas gegeben. Ihr Pech war nur, dass es sich bei den 'dunklen Typen' um Polizeibeamte in einem Zivilfahrzeug handelte. Der Einspruch wurde abgewiesen. MERKE: Auch Blondinen dürfen nicht schneller unterwegs sein, als die Polizei erlaubt - schon gar nicht bei Regen.


Von mir fast unbemerkt, hat sich nach und nach auch in meinen mittelbraunen Schopf die eine oder andere "altersblonde" Strähne geschlichen. Gleichzeitig nimmt die Gefahr (oder die Chance), von dunklen Typen in Autos mit getönten Scheiben verfolgt zu werden, mit jedem Jahr weiter ab. Schade eigentlich.


TIPP: Die ganze Wahrheit erfährt man in dem Lied "Blond wie eine Semmel" von Rainhard Fendrich. Der Mann schreibt einfach geniale Texte und weiß auch hier offenbar genau, wovon er spricht.


Nickname 21.07.2017, 22.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

V.G.F.A.A.


Die folgende Geschichte widme ich denjenigen, für die „Wir sind alle über 40“ nicht mehr nur ein Schlagertitel, sondern längst eine Tatsache ist. Natürlich dürfen die Jüngeren ebenfalls mitlesen und sich einen Vorgeschmack auf Zukünftiges holen:


Mein Doktor stellte neulich beim mir „Verminderte Gedächtnisleistung als Folge des Allgemeinen Alterungsprozesses“ fest, kurz V.G.F.A.A.


Und das sind die Symptome: Ich beschließe, dem besten aller Ehemänner eine Freude zu machen und seinen Wagen zu waschen. Auf dem Weg in die Garage nehme ich den Autoschlüssel vom Brett; da sehe ich durchs Küchenfenster, wie der Briefträger soeben die Post in unseren Briefkasten wirft. Mal sehen, wahrscheinlich sind es doch wieder bloß Rechnungen und Reklame, aber vielleicht ist ja ausnahmsweise auch ein richtiger Brief dabei… so wie früher, mit der Hand geschrieben und nicht am Computer getippt.


Ich öffne den Briefkasten, lege den Autoschlüssel kurz darin ab und sortiere die Post. Die Werbung wandert gleich in die blaue Tonne, die Rechnungen bringe ich nach oben in mein Arbeitszimmer und lege sie dort auf den Schreibtisch, um sie später zu bezahlen. Ich nehme den Umschlag mit den PIN – Nummern fürs Onlinebanking aus der Schublade. Au weia, nur noch fünf PINS, da werde ich nachher sofort bei der Bank neue bestellen. Beim Schließen der Schublade stoße ich um ein Haar den halb ausgetrunkenen Kaffeebecher von heute morgen um. Gerade noch mal gut gegangen, meine Tastatur mag nämlich überhaupt keinen Kaffee. Nichts wie ab mit dem Becher in die Küche. Auf dem Weg nach unten höre ich, wie der Zimmerbrunnen in der Diele statt zu sprudeln nur noch heiser röchelt, er braucht dringend Wasser. Ich stelle den Kaffeebecher auf den Schuhschrank und – yipieehh! Da liegt ja meine Brille, die ich schon den ganzen Vormittag suche wie ein Stückchen Brot. Am besten setze ich sie gleich auf, bevor ich sie erneut verlege.


Dann gehe ich in den Keller, um eine Flasche destilliertes Wasser für den Brunnen zu holen. Himmel, A…. und Zwirn – da hat doch irgend so ein Vollidiot mein Handy auf dem Bügeltisch liegen lassen, und ich habe mich halb tot danach gesucht, als ich meiner Freundin eine SMS schreiben wollte. Ich bringe es lieber sofort zurück nach oben ins Esszimmer, wo es normalerweise neben dem richtigen Telefon liegt. In dem Moment höre ich, wie es an der Haustür läutet. Wendy und Barny stehen sofort auf der Matte und bellen wie verrückt. Ich werfe das Handy in den Korb mit der Bügelwäsche und haste die Treppe hinauf. Als ich die Haustür öffne, ist keiner da. Das waren bestimmt wieder die Kinder von nebenan mit einem ihrer Klingelstreiche. Während ich die Haustür schließe, versuche ich krampfhaft, mich daran zu erinnern, was ich eigentlich die ganze Zeit über tun wollte.


Abends muss ich erkennen, dass ich im Grunde nichts erledigt habe: Das Auto des Besten ist immer noch schmutzig, die Überweisungen sind unerledigt, der halbvolle Kaffeebecher steht nach wie vor auf dem Schuhschrank, die Brunnenpumpe hat mangels Wasser ihr Leben ausgehaucht, im Umschlag stecken unverändert nur fünf PINS, das Handy bleibt verschwunden und wo - zum Kuckuck! – habe ich den Autoschlüssel gelassen? Ich bin fix und fertig, denn obwohl ich eigentlich nichts geschafft habe, hatte ich doch den ganzen Tag zu tun.


V.G.F.A.A. ist offenbar ein sehr schweres und ernsthaftes Leiden. Ich werde im Internet darüber recherchieren. Vorher will ich nur noch einige Mails verschicken…


Hat es Euch auch schon erwischt? Gebt bitte diese Nachricht an alle Eure Freunde und Bekannten weiter; ich habe nämlich vergessen, wem ich sie bereits gesendet habe.
Vielen Dank!


Nickname 21.07.2017, 17.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

AUSGLEICHENDE GERECHTIGKEIT

  Wissen Sie..., es gibt ein paar Dinge, von denen ich sicher glaube, sie passieren mir nie: Beispielsweise zu Käsekuchen „Nein, danke!“ sagen, zu Fuß auf einen Berg steigen oder einen Euro im Schlitz des Einkaufswagens stecken lassen. Das hat nichts mit Geiz zu tun; ich gebe gern Geld aus für mich und für andere. Aber es irgendwo einfach zu vergessen, das geht mir gegen die Natur.


Manche Zeitgenossen sind da weniger achtsam. Zu meiner Freude: Ich habe mir nämlich angewöhnt, immer erst die Wagenschlange zu kontrollieren, bevor ich mir einen aus der Kette ziehe. So werde ich hin und wieder fündig; und weil ich, ebenso wie Ina Müller in ihrem Lied, noch immer in Mark umrechne, halte ich dann jedes Mal fast ein Zweimarkstück in der Hand. Kein schlechter Schnitt für ein bisschen genauer hingucken, oder?


Am vergangenen Sonnabend war ich schon um halb sieben Uhr morgens mit den Hunden unterwegs. Ich liebe es, in der Frühe durch den Wald zu gehen. Um die Zeit sind wir fast allein, ich kann den Sonnenaufgang beobachten und genieße die Stille.


Anschließend fuhr ich gleich noch zum Einkaufen. Besonders am Wochenende erledige ich das gern zeitig, bevor der große Ansturm beginnt. Mein erster Weg führte mich zum Bäcker, der in dem Supermarkt sein Geschäft, nebst einem kleinen Café, betreibt. „Shop-in-Shop“, wie das auf gut Neudeutsch heißt. Ich schob meinen leeren Einkaufswagen an die Seite, damit kein anderer Kunde darüber fallen konnte. Das Angebot war wie gewohnt vielfältig, und es fiel mir wieder einmal schwer, mich zu entscheiden. Zum Glück herrschte noch kaum Betrieb, und niemand drängelte.


Nach zehn Minuten hatte ich dann endlich meine Wahl getroffen. Ich bezahlte, nahm Kuchenpaket sowie Brötchentüte in Empfang, um sie in den Korb zu legen – und ließ um ein Haar beides auf den Boden plumpsen. Mein Wagen war weg, dabei hatte er doch eben noch hier gestanden! Suchend blickte ich mich um und entdeckte zehn Meter weiter einen Herrn (wenn er denn einer war), der fröhlich vor sich hin pfeifend einen – meinen! – Einkaufswagen durch die Gänge schob. Na, das war ja wohl die Höhe! „He, Sie da!“, wollte ich schon losbrüllen, „bringen Sie gefälligst die Karre zurück, die gehört mir!“ Nur, was sollte das nützen? Wie hätte ich beweisen können, dass es tatsächlich m e i n Euro war, der in dem Münzschlitz steckte? Ich fühlte, wie eiskalte Wut auf den dreisten Kerl in mir hochkam; doch dann obsiegte mein Sinn für Gerechtigkeit. Schließlich war es meine eigene Schuld, ich hätte den leeren Wagen nicht einfach so herum stehen lassen dürfen. Auch war mir kein Schaden entstanden – hatte ich doch erst wenige Tage zuvor wieder einen glücklichen Fund gemacht, das glich sich also aus. Und im Nachhinein besehen hatte mir der Wagendieb sogar einen Gefallen erwiesen, indem er mir die Steilvorlage für diese Geschichte lieferte. So fühlte ich mich am Ende noch als die Beschenkte. Es ist eben alles eine Frage des Blickwinkels und hängt ganz davon ab, in welchem Licht man eine Angelegenheit betrachtet.


Allen Lesern wünsche ich stets die richtige Perspektive...



...und einen sonnigen Feierabend!

Nickname 21.07.2017, 17.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

FOREVER YOUNG?


Träumen Sie auch von der immerwährenden Jugend? Meine Kusine Billa tut das. Ein ebenmäßiges, faltenloses Gesicht, straffe Brüste sowie Bauch/Beine/Po als cellulitefreie Zone und das alles auf ewig und drei Tage, das wär´s für sie. Trotz aller fieberhaften Suche ist dieser Jungbrunnen aber noch nicht gefunden; und bis es soweit ist, wird eben gecremt, geschnippelt, abgesaugt und aufgespritzt, was das Zeug hält. Die Prominenz macht es vor, und Billa erwägt ernsthaft, sich etwas Fett vom Gesäß entnehmen und in die Wangen injizieren zu lassen. Da bekommt das Wort „Arschgesicht“ eine ganz neue Bedeutung... Für mich hört sich das eher nach einem Horrorfilm an, Frankenstein lässt grüßen!


Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass sich wohl die wenigsten darüber im Klaren sind, mit welchem Tierleid und welcher Tierquälerei das vermeintliche Plus an Schönheit erkauft wird. Botulinumtoxin (besser bekannt als Botox) zum Beispiel ist ein Nervengift und zwar "das stärkste Gift der Welt. Schon ein Zehnmillionstel Gramm genügt, um einen Menschen zu töten."


Malen Sie sich bitte einmal aus, wie viele unserer Mitgeschöpfe unter unsäglichen Schmerzen sterben mussten, bevor dieses Präparat überhaupt auf dem Markt zugelassen wurde und fragen Sie sich dann, ob das bisschen makellose Haut solche Opfer rechtfertigt. Wobei „makellos“ relativ ist, da Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt. Trotzdem entwickeln sich kosmetische Operationen mittlerweile immer häufiger zur Sucht. Wer an einer Stelle angefangen hat, findet stante pede eine neue, die ebenfalls noch optimierungswürdig scheint.


Wissenschaftler und Alchimisten in der ganzen Welt arbeiten ja schon seit Jahrhunderten daran, dem Geheimnis der ewigen Jugend und nie vergehenden Schönheit auf die Spur zu kommen. Neben der unsterblichen Seele einen ebensolchen Körper zu besitzen, wäre jedoch eine Katastrophe. Wir sind eh schon zu viele, und täglich kommen einige Hunderttausende hinzu. Es ist abzusehen, wann Mutter Erde diese immer schwerer werdende Last nicht mehr tragen, geschweige denn ernähren kann.


Für immer jung, möchten Sie das wirklich sein? Also, ich nicht. Ewige Jugend wäre ja auch gleichbedeutend mit ewigem Stillstand, da der Geist, genau wie der Körper, auf der Stelle treten würde. Es gäbe keine Entwicklung, keinen Reifeprozess, keine Erfahrungen. Außerdem habe ich Heimweh nach denen, die schon mal vorgegangen sind - besonders nach meinen Großeltern und unseren Hunden – und freue mich darauf, sie eines Tages wiederzusehen. Im Übrigen besitzen alte Gesichter mit ihren Runzeln und Falten für mich eine besondere Ausstrahlung und ihren ganz eigenen Reiz. Ich lese gern in ihnen und höre den Menschen, die sie tragen, zu, wenn diese mir die Geschichten ihres langen Lebens erzählen.


Nickname 20.07.2017, 14.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

HEUTE NICHT, MORGEN NICHT, ÜBERMORGEN GANZ BESTIMMT


Sie kennen das: Alle Jahre wieder am Silvesterabend beschließen Sie, endlich abzunehmen, mit dem Rauchen aufzuhören, sich mehr zu bewegen oder was immer Ihnen sonst erstrebenswert scheint. Und alle Jahre wieder passiert dasselbe: Spätestens am 2. Januar haben Sie sämtliche guten Vorsätze vergessen. Schon der große griechische Philosoph Sokrates (469 – 399 v. Chr.) stellte sich die Frage, warum das wohl so ist: Weshalb tut der Mensch das Schlechte, obwohl er eigentlich weiß, was das Gute wäre? „Akrasia“ nannten die Griechen das Problem. Das bedeutet so viel wie „Willensschwäche“ oder „Handeln wider besseres Wissen“: Jemand hat sich entschieden, mit dem Trinken aufzuhören, weil Alkohol die Leber kaputt macht. Aber wenn´s doch so gut schmeckt und so gesellig ist…


Sokrates verwirrte damals seine Freunde mit der Behauptung, dass es dieses Phänomen im Grunde gar nicht gebe: Wenn einer das Schlechte tue, dann wüsste er eben doch nicht so genau, was das Gute sei, denn sonst würde er es auch tun. Dem widersprechen allerdings meine ganz persönlichen Erfahrungen: Ich weiß sehr wohl, dass es gut für meine Gesundheit wäre, die zehn Kilo, die ich so an überflüssigem Ballast mit mir herumschleppe, endlich abzuwerfen. Dafür müssten allerdings sämtliche Konditoreien und Eisdielen im Umkreis von mindestens hundert Kilometern auf der Stelle schließen. „…und führet mich nicht in Versuchung…!“


Die Schwierigkeit liegt also offensichtlich in der Diskrepanz zwischen guten Gründen auf der einen Seite und handlungswirksamen Motivationen auf der anderen. Eine solche könnte zum Beispiel die zauberhafte türkisfarbene Hose sein, die seit drei Jahren in meinem Kleiderschrank hängt und nur darauf wartet, dass ich den Reißverschluss wieder zukriege (wenn ich die Hose anhabe, versteht sich). Morgen beginne ich mit der Diät, ganz bestimmt. Und heute werde ich auch nicht mehr viel essen, höchstens gleich ein oder zwei klitzekleine Stückchen Pflaumenkuchen, zum Abgewöhnen sozusagen…


Nickname 20.07.2017, 13.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

MÜßIGGANG HAT GOLD IM MUNDE ODER: MORGENSTUNDE IST ALLER LASTER ANFANG


Wie heißt es richtig: „Lass mir die Arbeit machen“ oder „lass mich die Arbeit machen?“ Beides ist falsch: „Lass a n d e r e die Arbeit machen“, muss es korrekt lauten. So will es zumindest die deutsche Sprachlehre für Faule. Meine persönliche Grammatik ist das nicht. Vor Jahren waren wir mit einem bekannten, leider früh verstorbenen Showkünstler eng befreundet. Über sechs Monate gastierte er mit seinem Partner hier in der Stadt, aber natürlich konnten wir nur manchmal eine Vorstellung besuchen. Jeden Abend dachte ich, jetzt steht er wieder bis kurz vor Mitternacht auf der Bühne, danach noch abschminken, mit den Fans plaudern und Hunderte von Autogrammen schreiben. Vor eins kommt er nicht aus dem Theater, während du hier im Bett liegst und selig schlummerst. Also habe ich bis ein Uhr früh gelesen, gelernt und Seminararbeiten geschrieben. Mit unseren Gärtnern verhält es sich zurzeit ähnlich. Sie jäten fleißig Unkraut, schneiden Hecken, mähen Rasen; aber ich sitze derweil nicht etwa mit einem guten Buch in der Sonne. Stattdessen wasche ich den Wagen und räume die Garage auf.


Ich hatte schon immer ein schlechtes Gewissen, wenn andere arbeiten mussten, während ich mir einen feinen Lenz machte. Dabei habe ich es dreißig Jahre lang ebenso gehalten: Während die Gäste unseres kleinen Familienhotels sich die Stadt ansahen, gut essen gingen und eine tolle Zeit verlebten, habe ich ihr Frühstücksgeschirr abgewaschen, ihre Betten bezogen und ihre Toiletten geputzt. Das fand ich völlig in Ordnung. Anscheinend ist es eben doch nicht dasselbe, wenn zwei das gleiche tun. Aber vielleicht fällt es mir einfach nur schwer, mich daran zu gewöhnen, dass ich das Glück habe, anderen Menschen Arbeit geben zu können. Mögen mich nie schlimmere Sorgen plagen.


Nickname 20.07.2017, 13.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BEST BEFORE



Vor kurzem entdeckte ich beim Aufräumen meines Kühlschranks einen Becher Sahnejoghurt und ein Päckchen Geflügelaufschnitt. Sie waren ans hintere Ende der Glasplatte gerutscht und dort in Vergessenheit geraten; daher lag ihr Mindesthaltbarkeitsdatum inzwischen eine Woche zurück. Ich wollte schon beides in den Mülleimer werfen, zögerte dann aber.


Eine Freundin hatte kürzlich den Film „Taste the Waste“ gesehen und mir davon erzählt. Aus ihm geht hervor, dass in deutschen Haushalten und Supermärkten rund die Hälfte aller Lebensmittel weggeworfen wird. Nur die wenigsten davon sind tatsächlich verdorben. Aber jede Tomate, die nicht rot genug ist, jeder Apfel, der ein bisschen schrumpelig wirkt und jedes Brot, dessen Kruste nicht mehr genügend kracht, wandert gnadenlos in den Müll. Ganz zu schweigen von den vielen Tonnen an Nahrungsmitteln, die zwar für die Gesundheit noch völlig unbedenklich sind, jedoch das magische Datum erreicht oder bereits geringfügig überschritten haben. Diese dürfen nicht einmal mehr an Bedürftige verschenkt werden, weil der Gesetzgeber dies als menschenverachtend untersagt. Es tut mir leid, aber darunter verstehe ich etwas anderes. Im übrigen handelt es sich, wie der Name deutlich macht, um ein Mindesthaltbarkeits- und kein Verfallsdatum. Wenn jemand während einer Autofahrt sagt, bis zur nächsten Raststätte sind es mindestens noch zwanzig Kilometer, dann meint er damit ja auch, es werden wohl eher fünfundzwanzig sein.


Mutig wagte ich einen Selbstversuch. Ich öffnete den Joghurtbecher und unterzog den Inhalt einer kritischen Prüfung. Rein optisch war nichts daran auszusetzen, und er roch, als sei er soeben frisch abgefüllt worden. Da es außerdem meine Lieblingssorte war (Kiwi mit Banane und Schokostückchen), löffelte ich den Becher genüsslich leer. Auch der Geflügelaufschnitt schien durchaus noch genießbar, und ich aß zwei Scheiben davon. Den Rest bot ich unseren Fellnasen an, die sich begeistert darüber hermachten. Dann wartete ich ab, was passieren würde. Es geschah – nichts. Weder ich noch die Hundchen zeigten irgendwelche Vergiftungserscheinungen. Stunden später erfreuten wir uns immer noch bester Gesundheit und unternahmen zur Feier des Tages einen besonders ausgedehnten Waldspaziergang.


Seitdem schrecken ein paar Tage „darüber“ mich nicht mehr, und ich kaufe öfters Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeit unmittelbar vor dem Ablauf steht. Sie haben obendrein den Vorteil, dass man sie meistens zum halben Preis bekommt. Das tut nicht nur meinem Gewissen gut, sondern auch meinem Portemonnaie. Gestern zum Beispiel erwischte ich ein Bio-Hähnchen für €7,59 statt für reguläre €15,98. Ich habe davon eine köstliche Hühnerbrühe gekocht, die genau richtig kam. Der beste aller Ehemänner ist nämlich gerade ein wenig sommerverschnupft, und frisch gekochte Hühnersuppe gilt bekanntlich als Geheimwaffe gegen Erkältungsviren, egal zu welcher Jahreszeit.


Bei meiner Geburt bekam auch ich ein Etikett mit meinem Haltbarkeitsdatum. An manchen Tagen fühle ich mich, als wäre es bereits verstrichen. Im Selbstversuch stelle ich dann glücklicherweise fest, dass ich durchaus noch genießbar bin. Mindestens haltbar bis…? Das weiß nur der liebe Gott. In dem Sinne: „Carpe diem“!


Nickname 19.07.2017, 15.16| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTERES HAPPY END NICHT AUSGESCHLOSSEN

Heute möchte ich Ihnen den Rüden LUCKY aus dem Tierheim Berlin vorstellen. Hier sein Steckbrief:



Vermittlungsnummer: 17/415

Rasse: Labrador - Mix

Sonstiges: Ich suche ein Gnadenplätzchen

Geburtsdatum: 06/2005

Im Tierheim seit: 14.02.2017

Geschlecht: männlich


Lucky wurde gefunden. Er ist ein absolut liebenswerter und menschenbezogener Kerl. Auch mit seinen Artgenossen versteht er sich gut.


Aufgrund neurologischer Ausfälle hat Lucky Schwierigkeiten beim Laufen. Er wünscht sich deshalb ein ebenerdiges Zuhause und liebevolle Zweibeiner mit viel Zeit, die gut auf ihn aufpassen. Über einen eingezäunten Garten würde er sich auch sehr freuen. Auf seinen Bewegungsapparat wird er bei uns im Tierheim lebenslang kostenlos behandelt.


Können Sie Lucky ein tolles endgültiges Zuhause geben? Er wartet im Gruppenhaus auf seine neuen Menschen. Wenden Sie sich auch gerne telefonisch unter 030 / 76 888 204 an seine Tierpfleger.


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Am liebsten hätten wir ihn auf der Stelle zu uns geholt, er entspricht haargenau unserem Beuteschema. Aber unsere Familienplanung ist abgeschlossen. „Aller guten Hunde sind drei“, dabei soll und muss es bleiben. Denn einerseits wäre unser Dreigestirn von weiterem Rudelzuwachs wohl nur mäßig begeistert. Besonders Woody begegnet fremden Artgenossen immer noch mit Misstrauen. Er hat während seiner dreijährigen Gefangenschaft im rumänischen Hundeknast wohl zu schlimme Erfahrungen gemacht. Barny und Nelly findet er okay, sie gehören ja zur Familie. Aber alle übrigen Vierpfoter mögen sich bitteschön fernhalten.


Ich müsste außerdem meine Ehrenämter  bei meinen Senioren aufgeben. Zwar sind mir (von wenigen Ausnahmen abgesehen) Hunde lieber als Menschen, aber alte Leute haben hierzulande ebenso wenig eine Lobby wie unsere tierischen Mitgeschöpfe. In den vergangenen elf Jahren habe ich viele traurige, einsame Menschen gesehen und bei einigen, die sonst niemanden mehr hatten, gemeinsam mit einer Pflegekraft am Sterbebett gesessen.


Dass wir uns recht verstehen: Die beiden Heime, in denen ich tätig bin, sind tadellos geführt. Die Bewohner werden mit allem Notwendigen versorgt und respektvoll behandelt. Aber die Mitarbeiter stehen unter einem enormen Stress. Die Rundumbetreuung der großenteils schwer Pflegebedürftigen erfordert unglaublich viel Kraft und Energie. Da bleibt kaum Zeit übrig für persönlichen Zuspruch und Beschäftigung. Hier beginnt mein Job, und mir geht regelmäßig das Herz auf, wenn ich begrüßt werde mit Worten wie: „ Ach, schön, da sind Sie ja wieder. Jetzt gibt´s hier gleich was zu lachen!“ Ich habe meine Berufung und meine Aufgabe in diesem Leben gefunden. Dafür bin ich dankbar.


Zurück zu Lucky: Leider können wir ihn nicht bei uns aufnehmen, darum haben wir für ihn eine Patenschaft übernommen. Das ist eine echte Alternative für Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, kein eigenes Haustier halten können oder wollen, aber dennoch einem Vierbeiner etwas Gutes tun möchten. Bei einem Hund sind Sie ab 50€ monatlich dabei, es gibt auch Patenschaften für Katzen und Kleintiere. Wenn Sie Interesse haben, schauen Sie sich doch hier mal unverbindlich um:


http://www.tierschutz-berlin.de/nc/tierheim/tiervermittlung/hunde.html


Ihr Beitrag hilft, das Tier zu pflegen, ärztlich zu versorgen und zu ernähren, bis es in ein neues liebevolles Zuhause vermittelt werden kann. Als Pate haben Sie einen wichtigen Anteil am Happy End für Ihr Patentier!


Dabei geht es besonders um die Sorgenkinder, die aus ganz unterschiedlichen Gründen im Tierheim sind. Es sind ältere oder chronisch kranke Tiere - oder solche, die ganz spezielle Anforderungen an einen neuen Besitzer stellen. Diesen Tieren, die unter Umständen länger warten müssen, bis sie jemand zu sich nimmt, kann mithilfe Ihrer Patenschaft bis zu ihrer Vermittlung der Aufenthalt im Tierheim Berlin so liebevoll und artgerecht wie möglich gestaltet werden.


Natürlich bekommen Sie (über das befriedigende Gefühl, etwas Gutes zu tun, hinaus) auch etwas für Ihre Patenschaft:


Sie erhalten eine Urkunde mit einem Foto Ihres Patentiers, die Zeitschrift "Berliner Tierfreund", und Sie werden, falls Sie es wünschen, auf der Internetzseite des Tierheims als Pate genannt.


Wer Zeit und Freude daran hat, kann sein Patentier besuchen. Direkter Kontakt zu den Tieren ist über die Teilnahme und entsprechende Vorbildung an den ehrenamtlichen Arbeitsgemeinschaften z.B. für Hunde oder Katzen möglich. Und wer weiß, was sich daraus vielleicht entwickelt…



Es gibt eine Liste, aus der man sich ein Patentier wählen kann. LUCKY stand allerdings nicht auf dieser Liste. Wir haben ihn aus den Vermittlungshunden ausgesucht, weil er unserer verstorbenen Wendy - meiner Seelengefährtin - ähnlich sieht. Auch sie war ein Fundhund – ausgesetzt, weil sie schon älter und die Krebsgeschwulst in ihrer Achsel nicht mehr zu übersehen war. Ich habe beim Tierheim angerufen, unseren Wunsch vorgetragen, und wenige Tage später hielten wie die „Adoptionspapiere“ in der Hand. Sie können also auch für Ihr Traumtier eine Patenschaft übernehmen, bis es – hoffentlich – ein neues Zuhause gefunden hat.


Bestimmt gibt es diese Möglichkeit  auch in anderen Tierheimen. Das ersetzt den schuldlos verstoßenen Fellnasen zwar kein eigenes Zuhause, aber es bedeutet immerhin ein winziges Fünkchen Hoffnung. Das ist besser als nichts.


Nickname 16.07.2017, 22.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

KLEINE BIENE MAJA


Die kleine Hundeoma MAJA ist seit kurzem eine Bewohnerin unseres Tierheims. Ihr genaues Alter ist leider nicht bekannt, aber sie ist mindestens 10 Jahre alt. Charakterlich ist sie einfach unglaublich freundlich und aufgeschlossen gegenüber uns Menschen. Mit ihrer sanften Art fordert sie uns gern zum Kuscheln auf und genießt jede Zuwendung. Bei den Schmuseeinheiten macht die Kleine auch gern wie eine Katze einen Buckel und blüht zusehends auf. Auch mit ihren Artgenossen versteht sich Maja sehr gut und verhält sich freundlich ihnen gegenüber.


Leider ist die Süße in einem sehr schlechten Pflege- und Gesundheitszustand zu uns gekommen. Wir wissen nicht, was die Kleine in ihrem Leben schon alles durchmachen musste und was sie alles erlebt hat. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass sie bisher kein schönes Leben hatte. Die kleine Maja tut uns so Leid und wir tun unser Bestes, damit sie bei uns alles Schlimme vergessen kann. Sie soll sich in Ruhe bei uns erholen und wieder ganz viel Lebenskraft finden. Sie hat jetzt einen warmen Schlafplatz, täglich mehrere kleine Mahlzeiten, gute tierärztliche Versorgung, liebe Hundekumpels und ganz viel Zuwendung von uns Zweibeinern. Es werden nun auch alle tierärztlichen Behandlungen wie Zahnsteinentfernung, Blut- und Herzuntersuchung vorgenommen.


Hundeoma MAJA würde sich riesig freuen, wenn sich liebe Menschen finden würden, die sie mit einer Spende oder einer Langzeitpatenschaft unterstützen möchten. Sie sagt jetzt schon ganz lieb DANKE! 


Das Schönste für Maja wäre aber, wenn sie ein fürsorgliches Zuhause bei einer liebevollen Familie finden würde.


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 16.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

HEY, AMIGO CHARLY!


Ein freundliches "HALLÖCHEN" an alle Hundeliebhaber!

 
Mein Name ist CHARLY und ich bin zirka im September 2016 geboren. Ich bin ein Mischlingsrüde und habe eine Schulterhöhe von  38 cm. Findet Ihr nicht auch das ich ein wunderhübscher Hundemann bin und einfach unglaublich niedlich aussehe? Leider brachte mir das bisher kein Glück, denn ich wurde wie ein Wanderpokal immer wieder hin und her gereicht, bis ich zum Schluss im Tierheim Herzsprung abgegeben wurde.


Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir versprochen, dass jetzt damit Schluss ist und sie mir ein Zuhause bei verantwortungsbewussten Menschen suchen, bei denen ich den Rest meines Lebens verbringen darf. Ich finde das klasse und möchte Euch vieles über mich erzählen, damit Ihr wisst, ob ich in Eure Familie passen würde.


Ich muss Euch jetzt gleich sagen, dass ich kein Anfängerhund bin. Ich bin sozusagen ein Hundemann mit zwei Persönlichkeiten. Meine erste ist die eines liebevollen, anhänglichen, lebensfrohen und aufgeweckten Hundejungen. Ich übertreibe nicht, wenn ich euch sage dass ich euch Zweibeiner liebe und jede Zuwendung von Euch unheimlich genieße. Die angenehmen Kusche-l und Schmuseeinheiten liebe ich sehr und fordere sie auch regelmäßig ein. Auch habe ich von meinen Pflegefrauchen schon allerhand Spitznamen bekommen, wie z.B. „Tolpatsch“, „Clown“ oder „Schlingel“. Ich denke sie haben sich für diese Kosenamen entschieden, weil ich im Geiste noch ein richtiges Kind bin und die Welt für mich ein riesengroßer Spielplatz ist. Ich liebe es zu toben, rennen, spielen, springen und jede Menge Dinge zu erforschen. Lange Spaziergänge sind genau das Richtige für mich und dabei blühe ich unheimlich auf. Ein paar Sachen habe ich schon gelernt, wie z.B. Stubenreinheit, das Kommando „Sitz“ und das brave Mitfahren im Auto. Aber es gibt noch viele Punkte des Hundeeinmaleins, die ich lernen muss. Aber mit Eurem liebevollem Training, meiner Intelligenz und meinem „großem Appetit“ werde ich Klassenbester und ein richtiger Vorzeigehund.


Meine zweite Persönlichkeit ist leider das genaue Gegenteil. Ich habe in meinem kurzen Leben schon viele schlechte Erfahrungen machen müssen und ein fürsorgliches Zuhause ist mir fremd. Daher habe ich mir angewöhnt, auf mir unbekannten Situationen, sowie Dinge, die ich nicht möchte, mit Knurren und Schnappen zu reagieren. Dies ist kein leichtes Welpenzwacken, sondern ernst gemeint.

 
Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir aber erklärt, dass ich bei den passenden Menschen und mit einer liebevollen, konsequenten Erziehung dieses Verhalten wieder Stück für Stück ablege. Wir wachsen dann zu einen klasse Teamzusammen und werden jede Lebenssituation meistern. Ich suche auf jeden Fall ein sportliches Zuhause - bei einer Familie ohne kleine Kinder - das mich körperlich sowie geistig auslastet. Mit meinen Artgenossen komme ich auf neutralem Gelände sehr gut zurecht, jedoch reagiere ich in meinem Zuhause eifersüchtig. Aus diesem Grund suche ich ein Zuhause ohne einen anderen Hund.


Ich hoffe sehr, dass sich freundliche Menschen in mich verlieben und ich bei ihnen die schlechten Erfahrungen aus meiner Vergangenheit vergessen kann.


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 16.07.2017, 21.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

GEHT NICHT AN IHNEN VORÜBER!

Ich schenke mein Herz den Hundesenioren, die dankbar sind für streichelnde Hände, für langsame, gemütliche Spaziergänge, ein warmes Plätzchen auf dem Sofa und viel Liebe. Denn auch wir Menschen werden älter, aber deswegen doch nicht weniger liebenswert.

Ihr geht an mir vorüber
und seht mich gar nicht an,
da springt ein wilder Feger,
gleich da nebenan.


***


Ihr geht an mir vorüber,
haltet endlich an,
ich mag so gerne Kinder
und springe auch nicht an.


***


Ihr geht an mir vorüber,
ich warte viel zu lang,
mit meiner grauen Schnauze.
Nun zittert auch mein Gang.


***


Ihr geht an mir vorüber,
nun steh ich nicht mehr auf.
Mich schmerzen meine Glieder,
Trauer nimmt ihren Lauf.


***


Ihr geht an mir vorüber,
mein Blick ist grau und leer,
Meine Hoffnung schwindet,
ich liebte euch so sehr.


***


Ihr geht an uns vorüber,
wir sitzen auf der Bank,
streichelnd warme Hände,
mein Herz ist voller Dank.


(C.V.)


Nickname 15.07.2017, 13.43| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SPÄT FLIEGT ER, DOCH ER FLIEGT


"Wir fliegen über weite Strecken,
können das Lebenslicht erwecken;
bringen dir die Herrlichkeit dieser Welt,
zeigen dir Schönheit und was dir gefällt.
Zwinkern wir dir zu,
findest du Gelassenheit im Sein und Ruh´.
Wir sind die Boten des Glücks und der Unsterblichkeit,
über winden alle Ewigkeit,
vereinen die Welt in unserem Sein,
so gühren wir dich zu dir heim,
können still im Wasserstehen
und in den inneren Spiegel sehen.
Daraus erwächst die Kraft für alle unsere Tätigkeiten,
wir können mit den Wolken reiten
in die unendlichen Weiten."


Jeanne Ruland


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Kraniche gelten in Schweden als Glücksboten, weil sie den Frühling und damit neues Leben ankündigen. Bei den Kelten hingegen hüten sie das Geheimnis um das Ogham (das Keltische Baumalphabet) und sind mit dem keltische Gott Ogma verbunden, welcher die Oghamschrift erfunden haben soll, nachdem er den Flug der Kraniche beobachtet hatte.


So kommt das Krafttier Kranich zu uns, um uns einen Neubeginn und eine Überraschung anzukündigen. Es wird Zeit, dass wir den Winter unserer Lebensphase hinter uns lassen und uns einem neuen Frühling zuwenden. Als Meister der Meditation und Kontemplation zeigt uns das Krafttier Kranich, wie wir durch Meditation zu innerem Wissen und Weisheit gelangen und dadurch das Gleichgewicht in unserem Leben wiederfinden.


Themen wie Wachsamkeit, Glück, Neubeginn, Konzentration und Entspannung spielen eine zentrale Rolle. So zeigt uns der Kranich, wie wir gleichzeitig wachen und schlafen können, um uns tiefenentspannt zu erholen und dennoch blitzschnell präsent zu sein, wenn es erforderlich ist. Es geht also vermehrt um die Intensität des Erlebens oder Loslassens und die Bündelung der Gedankenkraft.


In diesem Sinne, allen Lesern einen von Glück und Harmonie geprägten Wochenausklang mit angenehmen Überraschungen. Denken wir stets daran: Die Welt ist voll von kleinen Freuden - die Kunst besteht nur darin sie zu sehen!


Nickname 14.07.2017, 22.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENFÜHRER AUF LEISEN SOHLEN

„Hunde haben Herrchen,

Katzen haben Personal.“


(Volksmund)


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Sie heißt Mimi, Pussy, Kitty oder Mohrle und ist, neben Hund und Vogel, unser liebstes Haustier: die Katze. Die alten Ägypter verehrten sie als Göttin und setzten sie als Tempelwächterin ein, weil sie ungebetene Geister und Kräfte mit ihrem „7. Sinn“ sofort wahrnehmen kann. Neun Leben soll die Katze haben, und in vielen Kulturen gilt sie als Orakeltier. Den Spruch „Schwarze Katze von links – Glück bringt´s, schwarze Katze von rechts bringt Schlecht´s“ kennen sicher viele. Auch sagt man ihr nach, dass sie zwischen den Welten reisen und mit Toten und Geistern kommunizieren könne.



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Als Krafttier will die Katze uns den Weg in die Selbstbestimmung zeigen und uns daran erinnern, dass wir unserer Intuition vertrauen und auf unsere innere Stimme hören sollen. Sie fordert uns auf, mit wachen Sinnen durchs Leben zu gehen und unsere Freiheit niemals um der Sicherheit willen aufzugeben (offen gestanden hätte ich damit ein Problem, denn mein persönliches Sicherheitsbedürfnis ist ausgesprochen groß). Unser Selbstwertgefühl hängt oftmals doch sehr stark vom Urteil anderer ab. Wir möchten geliebt und gelobt werden und erhoffen uns von unseren Mitmenschen Anerkennung, Aufmerksamkeit und seelische Streicheleinheiten. Wenn die Katze in unser Leben schleicht, will sie uns lehren, unabhängig zu sein. Nach dem Motto: „Ich hab euch gern, und ihr könnt mich auch gern haben.“


Wenn wir nicht mit denen zusammen sein können, die wir lieben, dann lieben wir doch einfach die, mit denen wir zusammen sind. Selbstliebe, das ist das Zauberwort, denn mit wem verbringen wir schließlich mehr Zeit, als mit uns selbst? Andere haben nur so lange Macht über uns, wie wir ihnen das erlauben. Erkennen wir uns an, wie wir sind und nehmen uns selbst liebevoll in den Arm. Wir sind bei uns selbst in den besten Händen, oder sollten es jedenfalls sein. Meisterin Katze leitet und dabei an: „Entspanne dich, strecke dich wohlig aus und lasse dich wärmen von der Sonne und der Liebe, die überall um dich ist.“ Umgeben wir uns mit Menschen, die uns zu schätzen wissen und lassen wir jene in Dankbarkeit und Frieden ziehen, die uns nicht mehr guttun. Durch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit ziehen wir neue, glückliche Erfahrungen an.



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Die Kehrseite der Katzenmedaille ist, dass die Samtpfoten für Täuschung, Hinterhältigkeit, Grausamkeit und Manipulation stehen. Sie gelten als egozentrisch, kratzbürstig, eigensinnig und unberechenbar. Zu ihrer Ehrenrettung sei aber gesagt, dass es sich auch um äußerst reinliche Tiere handelt, die den klaren Durchblick lieben. Und wenn der mal nicht gegeben ist, legen sie eben selber tatkräftig Pfote an:



AFFIRMATIONEN:


„Unabhängig und frei folge ich dem Weg meiner Seele.“


„Ich bin ich.

Frei und glücklich gestalte ich mein Leben

und lasse alles los,

was mir nicht mehr dient.“

Nickname 14.07.2017, 21.59| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENFÜHRER MIT WEI(S)SER SCHNAUZE

"Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und Antworten

sind im Hund enthalten."


(Franz Kafka)


Mein ganzes Leben lang haben Hunde mich begleitet. Sie sind meine Lieblingstiere, darum sollen sie auch den Reigen der beschriebenen Krafttiere eröffnen.


Ein Krafttier ist ein uns schützender Tiergeist. Es verleiht uns besondere Eigenschaften und Fähigkeiten, es warnt und begleitet uns, es hilft bei Heilbehandlungen, es schenkt uns den Mut und die Stärke, im Leben weiterzugehen und anstehende Aufgaben zu bewältigen und es zeigt uns, wie es um unsere Kraft steht und was wir tun können, um diese wiederherzustellen und zu erhalten.


Es gibt lebenslange Krafttiere und Helfertiere, die uns nur für eine Weile begleiten. Doch egal auf welche Weise ein Krafttier zu uns kommt, jedes birgt eine besondere Medizin in sich. Medizin meint im schamanischen Sinn eine Kraft, die heilig ist und jedem Wesen inne wohnt. Diese Kraft kann ohne greifbare Wirkstoffe wie Tabletten, Pülverchen oder Tropfen eine Heilung bewirken.


Der Hund wird oft dem Element Wasser zugeordnet und bringt uns die Medizin, die wir brauchen, um zu uns selbst zu finden. Wenn keiner mehr für uns da ist, steht er uns bei und ermutigt uns. Er erträgt uns auch dann, wenn wir uns mal nicht von der besten Seite zeigen. Er fordert uns auf, uns nicht zu vergraben, sondern vor die Tür zu gehen, die Natur zu genießen und sie anzunehmen, wie sie gerade ist. Mit seiner bedingungslosen Liebe zeigt er uns, dass jeder Tag ein neuer Anfang ist und neue Chancen bietet. Er lehrt uns die Kunst, im Hier und Jetzt zu sein, unsere Aufgaben und Pflichten zu erfüllen und unserem gewohnten Rhythmus zu folgen, egal, wie es gerade in uns aussieht.



Wenn der Hund in unser Leben tappst, dann haben wir in ihm einen treuen und aufrichtigen Begleiter und Lehrer gefunden. In der Mythologie fällt dem Hund die Aufgabe zu, die Zwischenwelten zu bewachen – so der Höllenhund Zerberus in den griechischen Sagen. Der Hund ist ein aufopferungsvoller Bewacher und Beschützer sogar in den schwierigsten Situationen. Er lehrt uns Loyalität gegenüber anderen. Dabei respektiert er unseren freien Willen und lässt uns das Tempo vorgeben. Er wartet, bis wir von uns aus ein Zeichen geben, dass wir bereit sind weiterzugehen. Der Hund schenkt uns Mut und Kraft, unseren Weg zu gehen, uns selbst und anderen zu vergeben und uns dabei selbst treu zu bleiben.



Das Verhalten unseres Hundes spiegelt oft auch unsere eigene Persönlichkeit wieder. Durch seine Beobachtungsgabe und das ständige Zusammenspiel mit uns kann er unseren nächsten Schritt schon vorausahnen und dient dadurch als Spiegelbild dessen, wer wir wirklich sind.


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Wo so viel Licht ist, gibt es natürlich auch Schatten. Von der negativen Seite betrachtet kann uns der Hund auf versteckte Aggressionen hinweisen, auf gedankenlose Befehlstreue und Obrigkeitshörigkeit, auf Verschlossenheit, starke Abgrenzung und Angst vor Strafe. Er verweist uns auch darauf, dass wir möglicherweise dazu neigen, uns in die Angelegenheiten anderer einzumischen, die uns nichts angehen und mehr auf andere als auf uns selbst ausgerichtet sind.


AFFIRMATIONEN:


„Ich nehme bedingungslos die Umstände,

das Hier und Jetzt in meinem Leben an.“


„Ich sage JA zu dem, was ist und vertraue meinem Weg.“


Nickname 14.07.2017, 17.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

JA, WO ISSES DENN?

  AHOI!


Liebe Leute, na, habe ich Euch den Mund wässrig gemacht? Bestimmt möchtet Ihr jetzt erfahren, was ein Krafttier ist und welche Bedeutung die einzelnen Tiere haben, wenn sie auf irgendeine Weise in Euer Leben trotten, rennen, traben, springen oder fliegen.


Also, ein Krafttier ist ein Seelenführer. Jeder Mensch kann eines oder mehrere Krafttiere haben und sie können so unterschiedlich sein wie Ihr. Das Krafttier bringt Euch sozusagen eine Botschaft, die für Eure aktuelle Lebenssituation wichtig ist. Wenn Ihr Eure Aufgabe gemeistert habt, kann es sein, dass ein Krafttier verschwindet und ein anderes Tier an seiner Stelle auftaucht, das Euch auf dem nächsten Abschnitt begleitet. Aber erst müsst Ihr sie ja mal finden, oder sie Euch. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ihr könnt Euch zum Beispiel überlegen, welches Tier Ihr schon als Kind immer besonders gern mochtet, welches Euch als Erstes einfällt, wenn Ihr an Tiere denkt oder von welchem Tier Ihr öfters träumt. Eventuell gibt es Tiere, mit denen Ihr etwas Besonderes erlebt habt. Das kann etwas Angenehmes oder Unangenehmes sein. Vor welchen Tieren habt Ihr vielleicht schon lange Angst? Das spielt nämlich auch eine Rolle, weil diese Tiere Euch auffordern wollen, dass Ihr Euch mit ihnen beschäftigt und Eure Angst vor ihnen verliert. (Bei unserer Madame sind das vor allem Spinnen und Schlangen, da kreischt sie schon und rennt weg, wenn sie die bloß mal im Fernsehen sieht).


Gibt es Tiere, die Euch seit Eurer Geburt begleiten, oder habt Ihr ein Tier als Sternzeichen? Da könnt Ihr ruhig auch mal in anderen Horoskopen nachschauen, zum Beispiel im chinesischen oder indianischen. Unser Frauchen ist so ziemlich von allem etwas: Löwe im westlichen Horoskop, Ziege im chinesischen und im indianischen ist sie ein Lachs. Der reinste Zoo! Wir werden ja sehen, was das zu bedeuten hat. Wurdet Ihr schon mal von einem Tier angegriffen oder gebissen, und welche Tiere trefft Ihr in Eurer Umgebung immer wieder? Das kann alles wichtig sein, wenn Ihr Euer ganz persönliches Krafttier finden wollt. Ihr könnt auch meditieren oder eine schamanische Krafttierreise machen, aber das ist schon mehr was für Fortgeschrittene; dann lieber vor dem Einschlafen das Tier bitten, dass es sich Euch im Traum zeigt. Wenn´s nicht gleich auf Anhieb klappt, lasst Euch nicht entmutigen, probiert es einfach immer wieder!


Nun wollt Ihr aber wissen, welches Tier den Anfang macht, stimmt´s? Das lest Ihr dann beim nächsten Mal; vorerst verrate ich Euch nur soviel: Es gilt schon seit ewigen Zeiten als bester Freund des Menschen.


Also, bis denne.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny



Nur ein ganz kleiner Snack -
Schreiben macht hungrig, sagt Frauchen auch immer!

Nickname 14.07.2017, 14.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

DIE KRAFT DER TIERE

  AHOI!


Liebe Leute, wie Ihr wisst, bin ich nur ein Hund. NUR? Einige Menschen denken, sie wären uns Tieren überlegen durch ihre Logik, ihr Urteilsvermögen und ihre Intelligenz. Es stimmt, in mancher Beziehung habt Ihr uns einiges voraus. Wir handeln rein instinktiv oder intuitiv und nicht nach dem Verstand (ob der allerdings immer ein Vorteil ist, weiß ich nicht); auch können wir nicht in die Zukunft planen, sondern leben ganz im Hier und Jetzt. Das lässt uns abhängig und angreifbar sein.


In der Bibel steht: "Macht euch die Erde untertan". So weit, so gut. Aber trägt ein Herrscher nicht auch die Verantwortung für das Wohlergehen seiner Untertanen? Trotzdem meinen viele Menschen, sie hätten das Recht, uns - ihre Mitgeschöpfe - zu missbrauchen, auszubeuten und zu quälen. Das war nicht immer so: In früheren Kulturen wurden die Tiere beschützt und als geistige Wesen verehrt. Man glaubte, dass es am Anfang eine Welt der Tiermenschen gegeben habe, in der beide Gattungen sich sozusagen 'vermählt' hätten und aus der die Menschenwelt erst geschaffen worden sei. Die Menschen lernten von den Tieren und waren überzeugt, dass sie verwandte Seelen hätten. Indianische Priester riefen Tiere zu Hilfe, wenn sie sich mit deren Kraft verbinden wollten, um zum Beispiel Kriege zu beenden und Krankheiten zu heilen.


Damals entstand auch das Wissen um die so genannten Kraft- und Helfertiere, von denen wir Euch in der nächsten Zeit berichten wollen. Wir erklären Euch, was ein Krafttier ist, wie Ihr Eures findet und was es für Euch tun kann. Vielleicht begegnet der Eine oder Andere seinem ganz persönlichem Krafttier, das ihn begleitet und ihm auf seinem Lebensweg zur Seite steht. Kommt mit, das wird eine richtig spannende Safari ohne jedes Blutvergießen. Also dann, bis bald.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny


Nickname 14.07.2017, 14.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

DIE UNTERSCHÄTZTE GEFAHR

Eigentlich möchte man nicht viel einkaufen, drei Minuten müssten reichen: Schnell ins Geschäft, nach einer Packung Salz, einem Kilogramm Zucker und einem Glas Gurken greifen und zur Kasse hasten, denn schließlich wartet der Hund vor dem Eingang.


TASSO warnt davor, Hunde vor dem Geschäft angeleint warten zu lassen


Immer wieder erreichen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale Meldungen, dass Hunde, die für einen kurzen Moment vor dem Laden angeleint wurden, verschwunden sind. „Das ist eine stark unterschätzte Gefahr“, erklärt TASSO-Leiter Philip McCreight, der sich seit über 30 Jahren für die Rückvermittlung verschwundener Tiere einsetzt. Hundehalter, die ihr Tier vor Geschäften anleinen, gehen dabei gleich drei Risiken ein. So kann der geliebte Vierbeiner gestohlen werden; Kriminelle können die Situation beobachten und blitzschnell zuschlagen. Der Hund ist in den allermeisten Fällen unwiederbringlich weg. Auch muss man sich bewusst machen, dass es viele Hundehasser gibt, die dem Hund unbemerkt einen Giftköder anbieten können. Hat der Hund nicht gelernt, Futter von Fremden abzulehnen, kann ein dreiminütiger Einkauf das Tier unter Umständen sein Leben kosten. Zuletzt muss man auch immer davon ausgehen, dass der angeleinte Hund von Passanten bedrängt werden kann. Da die Länge der Leine keine ausreichende Rückzugsmöglichkeit bietet, kann es passieren, dass er aus Angst zuschnappt und so eine unnötige Konfliktsituation losgetreten wird.


Vor Geschäften angeleinte Hunde können zudem auch selbst als Gefahr wahrgenommen werden: Für Menschen, die Angst vor Hunden haben, kann das Betreten eines Geschäftes, dessen Eingangstür scheinbar von einem Hund bewacht wird, zur stressigen und vielleicht sogar unmöglichen Herausforderung werden.


TASSO empfiehlt: Nehmen Sie Rücksicht auf die Sicherheit Ihres Hundes und auf Ihre Mitmenschen. Sofern es die Wetterbedingungen zulassen, kann der Hund einen kurzen Zeitraum im Auto warten. Am besten ist der Hund jedoch immer zu Hause aufgehoben.

©TASSO e.V.

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Anmerkung: Es kommt noch etwas hinzu: Wenn mehrere Hunde, die sich untereinander nicht kennen, gleichzeitig vor dem Laden angebunden sind, kann es leicht zu lautstarken Auseinandersetzungen oder sogar Beißereien kommen - einfach deshalb, weil die ansonsten friedliebenden Tiere "Frust schieben". Man hat sie dort zurückgelassen und ist allein in den Laden gegangen, aus dem es obendrein auch noch verlockend riecht. Sowas geht ja mal gar nicht! Manche Hundehalter behaupten allerdings, ihr Vierbeiner würde ums Verrecken nicht allein zu Hause bleiben. Das kann man aber üben. Unsere Holly war so eine Hündin. Kaum waren wir aus dem Haus und hatten die Tür hinter uns zugemacht, fing sie an, herzzerreißend zu jaulen. Dabei handelte es sich um nichts anderes als pure Verlassensangst, denn die Süße war als Fundhund ins Tierheim gekommen, sprich: Sie wurde ausgesetzt. Wir haben es dann so mit ihr trainiert: Rausgehen - Tür zu - Holly jault - wir Tür auf und zurück ins Haus - Holly fürs Aufpassen loben. Wir haben mit einer halben Minute begonnen und es nach relativ kurzer Zeit geschafft, sie bis zu drei Stunden allein zu lassen, ohne die gesamte Nachbarschaft durch Hundis "Sirenengeheul" in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen. Dass wir beim Nachhausekommen die Betten neu gemacht, einen vormals glatten Teppich mit Fransen versehen (siehe Foto) und einmal sogar zwei frischgebackene Kuchen, die ich leichtsinnigerweise offen auf dem Küchentisch hatte stehen lassen, halb aufgefressen vorfanden, gehört eigentlich nicht hierher...


HOLLY


Nickname 13.07.2017, 22.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

WENN HALTER ZUSAMMENHALTEN

...haben Hunde mehr Spaß!



Am liebsten begleiten unsere Hunde uns überall hin. Aufgeregt wedeln sie mit dem Schwanz, sobald Herrchen oder Frauchen zu den Schuhen greift und freuen sich über jeden noch so kleinen Ausflug.


Allerdings ist es nicht immer möglich, den geliebten Vierbeiner mitzunehmen. Manchmal ist es sogar sinnvoller, wenn er zu Hause bleibt. So beispielsweise beim Einkauf: Obwohl es immer noch weit verbreitet ist, rät TASSO dringend davon ab, Hunde vor dem Geschäft warten zu lassen. Den Hund im Auto lassen, ist da keine Alternative: Ab bereits frühlingshaften Temperaturen kann das Auto zur tödlichen Falle werden.


Ungern allein


Nicht nur der Kinobesuch oder Ausflug in einen Freizeitpark, sondern auch spontane Überstunden im Büro oder ein ungeplanter Krankenhausaufenthalt können dafür sorgen, dass Abwesenheitszeiten in zumutbarer Weise überbrückt werden müssen. Deshalb ist es sinnvoll, das Alleinbleiben von Anfang an zu trainieren. Beginnen Sie mit kleinen Schritten: Verlassen Sie den Raum für einen kurzen Moment und schauen Sie, wie Ihr Hund reagiert. Bleibt er entspannt, steigern Sie langsam die Zeit, ohne ihn zu überfordern. Mit der Zeit erkennt der Vierbeiner das Muster und verlässt sich darauf, dass Sie zurückkommen. Und Sie haben den wichtigsten Schritt getan: Ein gut vorbereiteter Hund, der Vertrauen in seinen Halter hat, wird so auch wenige Stunden allein zu Hause bleiben können.


Es geht auch anders


Meist ohne es zu wissen haben Hundehalter die großartige Möglichkeit, ein starkes Netzwerk zu gründen. Wer einen Hund hat, wird bestätigen, dass der regelmäßige Spaziergang zu vielen neuen Bekanntschaften führt. Schnell kommt man mit anderen Gassigehern ins Gespräch, erfragt Namen und tauscht Kontaktdaten aus.



Hundehalter verbindet nicht nur die gemeinsame Wahl des Haustieres, sondern auch die damit verbundenen Herausforderungen des Alltags. Haben Sie Menschen kennengelernt, mit denen Sie den Spaziergang gerne absolvieren, und haben sich auch die Hunde aneinander und an die jeweils andere Person gewöhnt, nutzen Sie diesen tollen Umstand! Besprechen Sie die Möglichkeiten, sich bei der Hundebetreuung gegenseitig zu unterstützen, indem Sie bei Bedarf den jeweils anderen Hund zu sich nehmen. Auf diese Weise tragen Sie zur Lebensqualität Ihres Hundes bei, der seine Zeit mit einem liebgewonnenem Artgenossen und einem sorgenden Menschen verbringen darf.



Wichtig ist, dass Sie den Hunden genügend Zeit geben, ihr jeweiliges Gegenüber gut kennenzulernen. Auch diese neue Situation muss geübt werden. Beginnen Sie mit kurzen Abwesenheitszeiten, die Sie nach und nach steigern. Entwickelt sich alles zu Ihrer und des Hundes Zufriedenheit, sind Sie auf einem guten Weg, auch mal für eine längere Zeit, Ihren Hund betreuen lassen zu können. Prüfen Sie aber auch, ob der andere Tierhalter mit Ihrem Hund zurechtkommt. Schließlich haften im Ernstfall Sie als Halter grundsätzlich für eventuelle Schäden, die Ihr Hund verursacht – auch wenn er sich in anderweitiger Obhut befindet. Besprechen Sie das Vorgehen in Notfällen und auch, wer wann und auf welche Weise benachrichtigt werden muss.


Sind alle Fragen geklärt und die Hunde gut vorbereitet, kann es bei der nächsten Möglichkeit losgehen.


TASSO wünscht allen Hunden und ihren Haltern viel Spaß!


©TASSO e.V.

Nickname 13.07.2017, 22.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

ACHTUNG, GIFTKÖDER!

Erschreckend, aber leider wahr: Auch in diesem Jahr häufen sich bereits wieder die Giftköderwarnungen und Berichte über vergiftete Hunde.


Giftköder sind mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen versehene Wurststückchen oder Hundeleckerlis. Hundehasser legen sie an durch Hunde gut frequentierten Orten aus: in Parks und Hundefreilaufflächen, hinter Büschen und Hecken sowie im hohen Gras.


Seien Sie aufmerksam!


Besteht der Verdacht, dass Ihr Hund einen Giftköder aufgenommen hat, müssen Sie schnell handeln. Obwohl die unterschiedlichen Giftstoffe auf verschiedene Arten wirken, verursachen die meisten Köder schon binnen kürzester Zeit erste Vergiftungsanzeichen. „Häufiges und oft erstes Symptom von Vergiftungen ist Erbrechen. Weitere Symptome einer Vergiftung können unter anderem ein übermäßiges Hecheln sowie eine vermehrte Produktion von weißem Speichel, blasse Schleimhäute, veränderte Pupillen sowie eine allgemeine Teilnahmslosigkeit sein“, erklärt TASSO-Tierärztin Frau Dr. Anette Fach.


Bei Rattengift können die ersten Symptome, wie beispielsweise Müdigkeit, Erbrechen, blutiger Durchfall oder auch eine herabgesetzte Körpertemperatur, auch erst nach einigen Tagen erscheinen. Zudem treten zwei bis drei Tage nach der Aufnahme von Rattengift Blutungen auf Schleimhäuten und aus den Körperöffnungen auf. Der Hund verstirbt meistens innerhalb von drei bis fünf Tagen an Organversagen. Auch das Insektenbekämpfungsmittel Schneckenkorn wird zum Präparieren von Giftködern genutzt. Aufgrund seines süßlichen Geschmacks wird es von Hunden, aber auch von Katzen gern gefressen. Darüber hinaus nutzen Hundehasser auch die tödliche Wirkung von überdosierten Sedativa für ihre Zwecke: Hat Ihr Hund einen mit Beruhigungsmitteln gespickten Köder geschluckt, kommen die ersten Anzeichen binnen kürzester Zeit. Er beginnt zu torkeln oder verliert das Bewusstsein. Jedoch nicht nur Giftstoffe kommen zum Einsatz. Ebenso können Köder zum Beispiel mit Nägeln oder Rasierklingen gespickt sein.


Bemerken Sie, dass Ihr Hund an etwas intensiv schnuppert oder bereits an etwas leckt, sollten sie sofort reagieren und das Verhalten unterbinden. Vorsicht ist immer geboten, denn viele Gifte wirken bereits dann, wenn sie nur eingeatmet werden oder das Tier lediglich daran leckt.


Beugen Sie vor!


Verlieren Sie Ihren Hund draußen nicht aus den Augen. Eine vertrauensvolle Bindung und ein guter Grundgehorsam bilden eine solide Basis, um den Hund im Zweifelsfall schnell abrufen zu können. Im Idealfall können Sie durch gezieltes Training Ihrem Hund beibringen, nichts vom Boden aufzunehmen. Holen Sie sich Rat bei einem Hundetrainer. Hilfreich ist es auch, den Hund beim Spaziergang ausreichend zu beschäftigen, damit er sich nicht selbst auf die Suche nach interessanten Dingen begibt. Von einer Fütterung des Tieres vor einem Spaziergang ist abzuraten, denn übermäßige Bewegung nach einer Mahlzeit zählt zu den möglichen Risikofaktoren, die eine Magendrehung verursachen. Zudem wird auch ein satter Hund ein gefundenes Leckerli nicht verschmähen.


Haben Sie einen Giftköder gefunden, zeigen Sie den Fund unbedingt bei der Polizei an, denn nur mit Erstattung einer Anzeige kann diese gegen die Täter ermitteln.


Verhindern Sie Unmut!


In Hundekot zu treten ist selbst für den größten Tierfreund nicht angenehm. Das rechtfertigt natürlich noch lange nicht, Hunde zu vergiften. Jedoch gibt es extremen Hundehassern Anlass für ihre Giftköder-Anschläge. Wir von TASSO wünschen uns, aber auch allen Hundehaltern und allen, die kein Tier haben, einen rücksichtsvollen Umgang miteinander. Dazu gehört auch, dass Hundekot vom Halter aufgesammelt und in Abfallbehälter entsorgt wird.



© Copyright TASSO e.V.

Nickname 13.07.2017, 22.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

HUNDEBABYS ZU VERKAUFEN

 Nach DAN CLARK, 'Weathering The Storm'

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen:


Hundebabys zu verkaufen.


Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: "Für wie viel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer sagte, "zwischen 30 und 50 Dollar." Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Kleingeld heraus. "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich sie mir anschauen?" Der Besitzer lächelte und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, sichtlich weit hinter den anderen und deutlich langsamer als diese. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. "Was fehlt diesem kleinen Hund?", fragte er. Der Mann erklärte, dass der Welpe von Geburt an ein kaputtes Gelenk habe und nie richtig laufen würde.


"Den möchte ich kaufen!" sagte der Junge. "Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund", antwortete der Mann. "Aber wenn du ihn unbedingt haben willst, schenke ich ihn dir."


Der kleine Junge würde wütend. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde, und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und dann jede Woche 50 Cent, bis ich ihn abbezahlt habe." Der Mann entgegnete: "Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen Hunde."


Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf. Zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes und verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Liebevoll auf den Hund blickend, sagte er: "Ach, ich renne selbst auch nicht gut, und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht!"


Der Mann biss sich auf die Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."


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Diese anrührende Geschichte kann uns die Augen öffnen. Viele Menschen fühlen sich wertlos und klein. Sie glauben, nicht gut genug zu sein, halten sich für unnütz und überflüssig. Sollten auch Sie so denken, bitte beherzigen Sie folgendes:


Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht an seiner Perfektion. Niemand ist vollkommen; selbst jene, die als die schönsten Menschen gelten, entdecken an sich noch Makel. Vielmehr kommt es darauf an, ob Sie die Herzen Ihrer Mitmenschen erreichen, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie – wenn vielleicht auch nur für einen Augenblick – glücklich machen können. Was zählt, ist nicht, wie Sie aussehen, sondern wer Sie sind. Wenn Sie ganz Sie selbst sind, werden andere Sie genau so akzeptieren, Sie schätzen und lieben. Vielleicht muss man erst ein gewisses Alter erreichen, um das zu begreifen – vor dreißig Jahren war ich auch noch nicht so weit. Aber alle Gedanken, die uns selber abwerten, alle Grenzen, die uns scheinbar gesetzt sind, existieren nur in unseren Köpfen. Was wir von uns halten, das halten auch andere von uns. Herzensgüte und Mitgefühl sagen mehr über den Menschen aus, als Body-Maß-Index und Körperfettanteil. Nobody is perfect, also lieben Sie Ihre Unvollkommenheit – Sie haben jedes Recht dazu!


Wir wünschen Allen

Nickname 13.07.2017, 21.53| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

WENN´S DEM ESEL ZU WOHL WIRD

…dann geht er aufs Eis. So will es jedenfalls das Sprichwort. In Wahrheit dürfte das aber weit neben der Realität liegen. Der Esel scheut nämlich das Wasser in jeder Form, also vermutlich auch in gefrorenem Zustand. Die Grauchen weigern sich hartnäckig, selbst durch kleinste Wasserläufe zu waten, obwohl sie dazu ohne weiteres in der Lage wären. Wegen der spiegelnden Oberfläche können sie nicht erkennen, wie tief der Bach oder das Flüsschen ist. Daher baute man ihnen etwa ab dem 19. Jahrhundert kleine Brücken, die sprichwörtlichen „Eselsbrücken“. Eine solche ist im übertragenen Sinn ein Umweg, der dennoch – oder gerade deswegen – zum Ziel führt. Außerdem überquert ein Esel nicht unbesehen jede Brücke, sondern setzt seinen Huf nur auf ihm geheuer erscheinenden Untergrund. Er geht erst hinüber, wenn ihm die Brücke ausreichend Halt bietet. In dem Sinne steht die „Eselsbrücke“ auch für Sicherheit.



Während der Schulzeit habe ich sie geliebt, jene kleinen gereimten, oftmals recht witzigen Merksätze, die man Eselsbrücken nennt. Besonders in Musik und Geschichte haben sie meinem Gedächtnis mehr als nur einmal auf die Sprünge geholfen: „753, Rom kroch aus dem Ei“, „333, bei Issos Keilerei“, sowie Eine Alte Dame Geht Häufig Einkaufen“ für die Reihenfolge der Saiten auf der Gitarre sind wohl heute noch jedem Schüler geläufig. Aber auch in anderen Fächern bewahren sie einen vor so mancher Stolperfalle. Beispielsweise in Physik, die optische Linse – ist konvex nun nach innen gewölbt und konkav nach außen, oder verhält es sich genau umgekehrt? Ich weiß nicht mehr, in wie vielen Klausuren mich das Punkte gekostet hat, weil ich die beiden immer wieder verwechselt habe – bis mein Papa (Ingenieur von Beruf und daher physikalisch bewandert) mir folgenden Spruch verriet, der mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird: „Ist ein Mädchen brav, bleibt der Bauch konkav; hat ein Mädchen …, wird der Bauch konvex“. Glauben Sie mir, seitdem habe ich das nie mehr durcheinandergebracht.


So, und nun sind Sie dran. Was meinen Sie, wodurch wird der Bauch des Mädchens konvex? Ein kleiner Hinweis: Es liegt nicht am zu vielen Essen…

Nickname 13.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENHUNDE


Manche sind unvergessen...

...weil sie ein Leben verändert haben und auch nach ihrem Tod in einem weiter leben.


Man spürt es - in seinem Denken, in seinem Handeln, in seinem Fühlen. Seelenhunde hat sie jemand genannt: Jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.


Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.


Kein Tag wird vergehen, ohne an sie zu denken und ohne sie zu vermissen. Nur Hundemenschen können verstehen, wie es ist, einen Hund zu verlieren!



Trotzdem - oder gerade deshalb -  ist es wichtig, sich zu fragen:


Was hätten sie gewollt?


"Wir können Tränen vergießen, weil sie gegangen sind,
oder wir können lächeln, weil sie gelebt haben.

Wir können unsere Augen verschließen und beten,
dass sie wiederkehren,
oder wir können unsere Augen öffnen und all das sehen,
was sie hinterlassen haben.


Das Herz kann leer sein, weil wir sie nicht sehen können,
oder es kann voll Liebe sein, die wir mit ihnen geteilt haben.


Wir können uns vom Morgen abwenden und im Gestern leben,
oder wir können morgen glücklich sein, wegen des Gestern.


Wir können uns grämen, dass sie gegangen sind,
oder wir können uns dankbar erinnern, ihr Andenken bewahren
und es weiterleben lassen.

Wir können weinen und uns verschließen,

leer sein und uns abwenden,
 oder wir können tun, was sie gewollt hätten:
lächeln, unsere Augen öffnen, leben und weitermachen."


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Ich will es versuchen, um all unserer Lieblinge im Regenbogenland willen. Und ich will dankbar sein, dass es sie für uns gab, dass wir sie lieb haben und ihrem Leben einen versöhnlichen Ausklang bereiten durften. Eines wunderschönen Tages sehen wir uns wieder!


Nickname 13.07.2017, 17.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

LIEBESKUMMER LOHNT SICH NICHT, MY DARLING

  AHOI!


Tagchen, ich bin´s mal wieder. Hatte ich schon erwähnt dass hier in meiner Gegend die allerschönsten Mädchen weit und breit wohnen? Ehrlich, von so was können die meisten andernorts nur träumen. Es gibt Blonde, Braune und Schwarze; mit Locken, kraushaarig oder glatt. In allen Rassen und Größen – eine hübscher als die andere. Wie soll hund sich da bloß entscheiden? Na ja, was mich angeht, habe ich meine Wahl getroffen:


Die Niedlichste überhaupt ist und bleibt EMMY, sie habe ich am liebsten (außer Wendy natürlich, das ist klar). Emmy ist ein Retriever-Mischlingsmädchen, mit wunderschönen hell- bis mittelblonden Löckchen und den seelenvollsten Augen von der Welt. Eigentlich ist Emmy sehr schüchtern und guckt immer ganz verlegen zur Seite, wenn wir uns treffen. Aber sie wedelt mit dem Schwänzchen, was heißen soll, dass sie sich freut, mich zu sehen. Unsere Frauchen verstehen sich gut, und die gemeinsamen Spaziergänge sind für uns Hunde jedes Mal ein Fest. Treue lautet Emmys zweiter Vorname, wenigstens dachte ich das bis vor kurzem. Aber dann war plötzlich alles anders, sie tat, als würde sie mich gar nicht kennen, und schüchtern konnte man sie weiß Gott auch nicht mehr nennen. Emmy war heiß. Das hatte aber nun so rein gar nichts mit dem Wetter zu tun. Nein, mein Frauchen sagte, sie (also Emmy) wäre läufig, und das konnte man ruhig wörtlich nehmen. Wenn ihr Frauchen nämlich nicht höllisch aufgepasst hat, ist sie ausgebüxt und jedem Köter hinterher gelaufen, egal ob der nun hübsch oder hässlich war. Auf einmal fand sie sogar den doofen Pepper toll, der sonst Luft für sie ist und den sie normalerweise nicht mal mit der Kneifzange anpacken würde. Er war auch ziemlich scharf auf sie; na ja, wie der Name schon sagt. Bloß mich hat sie kaum noch angeguckt. Also, nicht dass ich richtig eifersüchtig gewesen wäre, ich fand sie auch gar nicht so viel anders als sonst. Das liegt wohl daran, dass ich damals in dem polnischen Tierheim kastriert wurde, irgendwie habe ich das mit der Liebe anscheinend vergessen. Aber es machte mich doch traurig. Ich meine, vielleicht bin ich ja nur noch ein halber Mann, aber trotzdem immer noch ein ganzer Kerl!


Dann fuhr Emmy mit ihrer Familie für zwei Wochen weg, und ich konnte nur hoffen, dass, wenn sie zurück kommt, alles wieder beim Alten ist. Wie mein Frauchen meinte: „Ewige Liebe vergeht, aber wahre Freundschaft besteht.“ Es hieß also abwarten und Knochen kauen! Und was soll ich Euch erzählen – als Emmy wiederkam, war sie wie früher: Lieb, schüchtern und noch immer ein bisschen verlegen. Mann, war ich froh! Das mit der Hitze hat sich in Zukunft auch erledigt, Emmy wurde nämlich vorige Woche ebenfalls kastriert. Seit gestern ist sie diesen lästigen Plastikkragen los, und wir können wieder zusammen spielen, als ob da nie was gewesen wäre. Und das Schönste ist, heute Mittag haben wir im Wald Pepper getroffen. Der Blödmann dachte sich wohl, mal sehen, vielleicht geht da ja doch noch was. Ich wollte ihm schon zeigen, wo das Stöckchen hängt, aber das war gar nicht nötig. Emmy lief einfach an ihm vorbei, präsentierte ihm kurz ihren niedlichen Südpol, und Leute, das war´s. Ich bin wieder ihre Nummer Eins, (wenn auch nur platonisch, wie Frauchen das nennt), und das Leben ist ja sowas von schön!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny


Nickname 13.07.2017, 17.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

SAUER MACHT LUSTIG - WER´S GLAUBT, MUSS NIESEN

  AHOI!


Liebe Leute, na das war vorhin vielleicht ätzend, sowas passiert mir auch nur einmal und nie wieder! Ihr müsst wissen, unser Frauchen, die ist echt ´ne Wucht. Kaum, dass die mal mit uns schimpft; höchstens, wenn wir uns beim Briefträger oder beim Paketboten so richtig eingegroovt haben und einfach nicht mehr aufhören wollen zu bellen - da kann´s schon vorkommen, dass sie etwas energischer wird. Aber sonst lässt sich wirklich nichts gegen sie sagen. Klar hat sie ihre Macken und den einen oder anderen Tick: Zum Beispiel, wenn´s um gesunde Ernährung geht.


Sie ist kein Ökofreak oder so, isst ein-, zweimal im Monat wohl auch ein Stück Fleisch oder Wiener Würstchen (das meiste davon fällt ihr allerdings "rein zufällig" auf den Boden, wo wir es dann aufsammeln dürfen). Aber sie sagt, gerade weil sie und Chef nicht immer nur das essen, was wirklich bio-logisch ist, kommt es auf eine gute Nahrungsergänzung an. Sie behauptet sogar, dass es heutzutage gar nicht mehr ohne geht, weil in den meisten Lebensmitteln zu wenig von dem drin ist, was der Körper so zum Leben braucht.


Zurzeit schwört sie auf Vitalpilze und Apfelessig - und ich stecke ab heute meine Nase garantiert nie mehr in Sachen, die mich nichts angehen, das gelobe ich bei meinem Schnurrbart und meinen Schlappohren! Ich wollte nämlich unbedingt wissen, was drin ist in dieser Dose mit den weißen Tabletten; man will ja schließlich mitbellen können. Da hat sie mich eben dran schnuppern lassen. Das hat vielleicht gebissen in meiner Nase und im nächsten Moment ging´s auch schon los: Ich habe geniest und geniest und konnte gar nicht mehr aufhören. Anstatt mich zu bedauern, hat Frauchen nur gelacht und gemeint, so würde es neugierigen Hunden ergehen, und Apfelessig habe nun mal kein Leberwurstaroma. Also, wenn das wirklich gesund sein soll, na dann ha-ha-hatschiiii, Prost Mahlzeit!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer BARNY


Nickname 13.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DIE GESCHICHTE VON LEA



Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

Als sie mich meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir, ihnen auf die Nerven ginge. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche, wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.


Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich soll verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.


Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen.


Ich heiße jetzt Lea.


Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und es gibt nichts Schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.


Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte es wäre o.k., dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Zuchten und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.


Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.


In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "man kann nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken nur noch schreien vor Schmerzen.


Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand.


Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich ...... Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.


Ein Traum:
Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie "Auf Wiedersehen" auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.


Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es sollte nicht sein. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht.
Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.


Lea


©1999 J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Witt


Meine eindringliche Bitte an alle, die sich einen Familienhund anschaffen möchten: "Es geht auch billiger" und "Geiz ist geil" - diese Mentalität mag beim Kauf eines Fernsehers oder einer Waschmaschine durchgehen, nicht aber bei einem lebendigen Wesen. Wer einen Hund so billig wie möglich haben möchte (z. B. auf Polenmärkten oder im Internet), sollte sich darüber im klaren sein, dass er damit Qualzuchten unterstützt. Dabei werden Hündinnen als reine Gebärmaschinen missbraucht; und wenn sie dann mit vier, spätestens fünf Jahren "ausgedient" haben, kann sich jeder ausmalen, was mit ihnen geschieht. In den Tierheimen hierzulande sitzen die schönsten Hunde, die dort für kleines Geld zu haben sind. Die meisten von ihnen mögen nicht "reinrassig" sein - was immer das heißt, denn sie sind auf jeden Fall echte Hunde. Und sie haben einen unschätzbaren Vorteil: Sie alle sind Individualisten, keiner gleicht punktgenau (wie die berühmten 101 Dalmatiner) dem anderen, und Sie können Ihren Liebling unter Tausenden erkennen!


Nickname 13.07.2017, 17.08| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

BRIEF EINES ARBEITERS AUS EINER PERRERA

Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht einen Weckruf!

Als Leiter einer Perrera werde ich etwas mit Euch teilen ... einen Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt.


Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die Ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn sie nicht mehr die süßen Hundebabies sind. Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass eine 90%ige Chance besteht, dass diese Hunde nie mehr aus dem Zwinger kommen, wenn sie erst einmal hier gelandet sind? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt herum laufen, sind reinrassige Tiere.


Die häufigsten Ausreden, die ich höre, sind:


"Wir sind umgezogen, und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen."Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus, in dem sie mit ihrem Tier leben können?


"Der Hund wurde größer, als wir dachten."Und was dachten Sie denn, wie große ein deutscher Schäferhund wird????


"Ich habe keine Zeit mehr für das Tier."Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.


"Er zerstört meinen ganzen Garten."Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?


Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund." Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird. Und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal erklären:


Dein Tier hat 72 Stunden Zeit, eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es.


Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.


Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren.


Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die es verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass es mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Fressen, welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen.


Wenn Dein Hund groß und schwarz ist oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...) angehört, hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick, in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" sie sind.


Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist, wird er sterben.


Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.


Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt.


Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektion der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von €150,- zu bezahlen.


Und nun möchte ich Euch etwas über die Euthanasie schreiben, für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:


Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz, bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.


Dein Hund oder Deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem, wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht und eine Dosis einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lautem Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.


Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten, wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig?


Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag wenn ich nach Hause komme von der Arbeit. Ich hasse meinen Job, ich hasse es, dass es ihn überhaupt gibt, und ich hasse es zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn Ihr Euch nicht ändert.


Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras! Nur Du kannst das stoppen! Ich mache alles Mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere, die rein kommen als die, die raus dürfen.


Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben!


Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh, und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.


Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe Ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt.


Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.


Jazz M. Onster.


QUELLE: bmt


**********************************************



Anmerkung: Auch unser Barny saß in Polen in einer solchen Tötungsstation. Die Todeskandidaten werden meist wahllos zusammengestellt und den Verantwortlichen ist es egal, ob junge oder alte, hübsche oder hässliche, gesunde oder kranke Hunde sterben. Wieviele Hunde an einem Tag sterben, hängt davon ab, wie voll die Perrera ist. Es können 50 Hunde sein, es können aber auch "nur" 15 sein. Da kommt der Veterinär und sagt: "So, jetzt dieser Zwinger, dieser und dieser..." Barny hatte das große Glück, dass er über das Tierheim Herzsprung nach Deutschland kam und so den Weg zu uns fand.

Nickname 13.07.2017, 16.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

A PROPOS: SCHÖNHEITSIDEALE

  AHOI!


„Spieglein, Spieglein dort am Schrank, seh´ ich dich, dann werd´ ich krank!“ Diesen Spruch sagt unser Frauchen jeden Morgen innerlich auf, wenn sie sich in der Spiegeltür am Kleiderschrank anschaut. Ihr gefällt rein gar nichts, was sie da sieht. Ihren Bauch findet sie zu wabbelig, die Oberschenkel zu dick, den Po zu flach. Klar, sie ist keine zweite Claudia Schiffer oder Heidi Klum, und die Zeit ihrer Idealmaße (damals 68,5 kg bei 1,76 m Körpergröße) liegt auch schon ein paar Jahrzehnte zurück. Aber Nelly, Woody und ich, wir Drei lieben sie genauso wie sie ist, weil sie uns lieb hat und gut für uns sorgt. Das ist überhaupt das Wichtigste.


Ihr Menschen legt viel zu viel Wert auf Äußerlichkeiten. Für einen perfekten Body quält Ihr Euch im Fitnessstudio (das ist ja noch harmlos), lasst Euch mit schmerzhaften Spritzen malträtieren und legt Euch sogar unters Messer. Und was kommt dabei raus: Muskelpakete, die nicht mehr zum übrigen Körper passen, Brüste wie Atombomben und Lippen, dass man meinen könnte, jemand sei in einen Bienenschwarm geraten. So ein Stückchen glattere Haut macht aus Euch ja auch noch keinen neuen, besseren Menschen - abgesehen davon, das unzählig viele meiner Artgenossen und andere Tiere dafür in grausigen Tierversuchen schreckliche Schmerzen erleiden und sogar mit ihrem Leben bezahlen müssen. Macht Euch doch mal locker, und denkt nicht immer nur an Euer Aussehen. Wie Ihr inwendig beschaffen seid, darauf kommt´s nämlich an. Wir Hunde würden niemals einen Artgenossen verachten, bloß weil sein Fell struppig wirkt, seine Beine ein bisschen krumm gewachsen sind oder seine Schnauze ein Stück zu kurz geraten ist. Hauptsache, er gibt einen duften Kumpel ab, mit dem man Knochen stehlen kann. Schönheit liegt jeweils im Auge des Betrachters, und bekanntlich sieht man nur mit dem Herzen gut.


Weiter nichts als Gemeinplätze, sagen Sie? Schon möglich, aber stimmen tun sie doch. Nehmen Sie zum Beispiel unseren Bobby. Mit seinen deformierten Vorderbeinen, dem fehlenden Auge, der schiefen Schnauze und dem gespaltenen Ohr war er wahrlich kein Adonis und wäre bei Schönheitskonkurrenzen wohl regelmäßig leer ausgegangen. Dafür hatte er ein Gemüt wie Samt und Seide und ein flaumfederweiches Herz. Das hatten Nelly und ich auf Anhieb gecheckt und ihn mit offenen Pfoten in unser Rudel aufgenommen. Für uns Hunde zählt wirklich nur die innere Schönheit, und die sehen wir bei Euch auch ohne dass Ihr Euch wenden oder operieren lasst!


Na dann, bis in Bälde.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny




Wellness im Schnee - mei, d e s macht schee!

Nickname 12.07.2017, 22.26| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

JETZT BIN ICH BERÜHMT!

Heute wurde ich geboren. Eins von zehn. Mein Vater war sehr berühmt. Ich habe eine Menge Halbbrüder und -schwestern. Meine Mutter ist sehr berühmt. Seit sie berühmt wurde, hatte sie immer nur Welpen. Keine liebende Hand, keine lustigen Ausflüge . . . nur Welpen. Sie ist immer sehr traurig, wenn sie von ihr weggehen.


Heute verließ ich mein Heim. Ich wollte nicht weg, deshalb habe ich mich hinter meiner Mutter und drei übrigen Geschwistern versteckt! Ich mochte dich nicht. Aber sie sagten, ich würde eines Tages berühmt sein. Ich frage mich, ob berühmt das gleiche ist wie Spaß und gute Zeiten? Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl es Dich gestört hat, daß ich mich vor dir versteckt habe. Ich glaube nicht, daß Du mich mochtest.


Mein neues Heim ist weit weg. Ich bin verstört und ängstlich. Mein Herz sagt: Sei tapfer. Meine Verwandten sind es auch. Ob sie auch in gute Hände kamen wie ich? Ich bin hungrig, weil zuviel essen schlecht für meine Knochen ist. Ich kann nicht beißen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind. Ich laufe einfach weg und spiele und tue so, als ob ich auf einer großen Wiese bin mit Schmetterlingen, Rotkehlchen und Fröschen.


Ich weiß nicht, warum sie mich treten. Ich bin still, aber der Mann schlägt mich und sagt laute Dinge. Die Frau gibt mir keine guten Sachen, wie ich sie bei meiner Mutter hatte. Sie wirft nur trockenes Futter auf den Boden und geht weg, bevor ich nah genug zum Berühren und Schmusen kommen kann. Manchmal riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem.


Heute bekam ich zehn Welpen. Sie sind so wundervoll und warm. Bin ich jetzt berühmt? Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen, aber sie sind so klein. Ich bin so jung und verspielt, daß es schwer ist, hier in dem Loch unter dem Haus zu liegen und meine Welpen zu säugen. Jetzt weinen sie. Ich zerkratze und zerreiße mein Fell. Ich wünschte, jemand würde mir etwas Futter hinwerfen. Ich bin auch sehr durstig.


Jetzt habe ich nur noch acht. Zwei wurden während der Nacht kalt und ich konnte sie nicht warm machen. Sie sind tot. Wir sind alle sehr schwach. Vielleicht können wir etwas Futter bekommen, wenn ich sie auf die Veranda trage?


Heute haben sie uns weggeholt. Es war zuviel Aufwand, uns zu füttern und jemand kam, um uns zu holen. Jemand schnappte meine Welpen, sie weinten und winselten. Wir wurden in einen Lastwagen mit Boxen getan. Sind meine Babies jetzt berühmt? Ich hoffe es, denn ich vermisse sie. Sie sind weg.


Der Ort riecht nach Urin, Angst und Krankheit. Warum bin ich hier? Ich war genau so schön wie meine Verwandten. Ich bin hungrig, schmutzig, in Panik und unerwünscht. Vielleicht das Schlimmste, unerwünscht zu sein. Niemand kam, obwohl ich lieb zu sein versuchte.


Heute kam jemand. Sie legten mir ein Band um den Hals und führten mich zu einem Raum, der sehr sauber war und einen glänzenden Tisch hatte. Sie hoben mich auf den Tisch. Jemand hielt mich und streichelte mich. Ich fühlte mich so gut!!! Dann fühlte ich mich müde und lehnte mich hinüber zu demjenigen, der mich gestreichelt hatte.


Jetzt bin ich berühmt:

Heute hat sich jemand um mich gekümmert!


Aus: Dalmatinerpost, Juni 1997,
Verfasser leider unbekannt

Nickname 12.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EINE LEIHGABE

"Ich werde dir für eine Weile diesen Hund leihen", sagte Gott. "Damit du ihn liebst, während er lebt und damit du um ihn trauerst, wenn er gegangen ist. Vielleicht für zwölf oder vierzehn Jahre, oder vielleicht auch nur für zwei oder drei.


Aber wirst du, bis ich ihn zurückrufe, für ihn sorgen?


Er wird dich mit all seinem Charme erfreuen.Und sollte auch sein Aufenthalt kurz sein, wirst du dich doch immer an ihn erinnern, auch in deinem größten Kummer.


Ich kann dir nicht versprechen, dass er bleiben wird, weil alle von der Erde wieder zurückkehren.


Aber es gibt Dinge, die hier gelernt werden, die dieser Hund lernen soll. Ich habe um die ganze Welt geschaut, um einen geeigneten Lehrer zu finden. Und von allem Volk, das sich auf der Erde tummelt, habe ich dich gewählt.


Wirst du ihm nun all deine Liebe geben, nicht das Unvermeidliche scheuen, noch mich hassen, wenn ich komme, um ihn zurück zu holen?


Trotz all der Freude, die dieser Hund dir bringen wird, gehst du das Risiko von großem Schmerz ein.


Wirst du ihn mit Zärtlichkeit aufnehmen, wirst du ihn lieben, während du darfst, und für das Glück, das du kennen lernen wirst, für immer dankbar sein?


Aber sollte ich ihn viel früher zurückrufen, als du rechnest, bitte trage tapfer den bitteren Schmerz, der kommt, und versuche zu verstehen.


Erinnere dich daran, als du ihn mit deiner Liebe umhegen konntest, halte jeden Moment eures vertrauten Bandes fest und sei sicher:


Er liebte dich auch"


(Verfasser leider unbekannt)



Wir haben den Trennungsschmerz von einem geliebten Vierbeiner schon oft erlebt - die kürzeste, gemeinsam verbrachte Zeitspanne mit unserem JULCHEN betrug gerade acht Monate - und er steht uns noch des öfteren bevor. Jedes Mal bricht es uns das Herz, aber wir möchten keinen unserer Lieblinge missen. Und ich glaube, am Ende sind sie die größeren Lehrer als wir.

Nickname 12.07.2017, 22.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EIN KLEINER, ALTER RÜDE


Einer nach dem Anderen geht an meinem Käfig vorbei.
Zu alt, zu verbraucht, zu abgenutzt, auf keinen Fall.
Hat die Zeit hinter sich, taugt nicht mehr
für Lauf und Spiel mit dem Ball.
Dann schütteln sie langsam den Kopf und gehen vorbei.


Ein kleiner alter Rüde, krank von Arthrose und Schmerz.
Es scheint, für mich gibt es keinen mehr mit Herz.
Ich hatte mal ein Zuhause und auch ein Bett.
Einen warmen Platz und Futter - so nett.


Nun wird mein Fang grau und mein Augenlicht schwach.
Wer möchte einen Hund, so alt und schwach.
Meine Familie entschied, ich sollte weg.
Ich war im Weg und meine Haltung, kein Zweck.


Ganz gleich welcher Grund in den Sinn ihnen kam.
Es war nicht Recht, dass man mein Leben mir nahm.
Nun sitz ich im Käfig. Tagaus und tagein
finden jüngere Hunde ein neues Daheim.


Als ich, fast am Ende, schon den Glauben verlor,
sahst du mein Gesicht und Hoffnung kam empor.
Du sahst durch das Grau und die vom Alter gebeugten Beine
Und sagtest mir, dass jenseits des Käfigs die Sonne noch scheine.


Du nahmst mich nach Hause, gabst mir Futter
und einen Platz zu leben,
teiltest dein Kissen mit meinem armen müden Kopf daneben.
Wir schmusen und spielen und du sprichst lieb mit mir.
Du liebst mich so innig und zeigst es auch hier.


Auch wenn ich viele Stunden mit andren verbracht habe,
so ist deine Liebe zu mir eine besondere Gabe.
Ich verspreche die Liebe zurück zu geben,
während meines gesamten restlichen Lebens.


Wir werden Wochen oder Jahre miteinander überstehen.

Wir teilen ein Lächeln und ich werde dich weinen sehen.
Und wenn der Abschied kommt für mich und dich,
weiß ich, dass du weinst und dein Herz trauert um mich.


Wenn ich dann die Brücke erreiche, ganz frisch
Sind meine Gedanken bei dir an deinem Tisch.
Und ich werde prahlen vor allen und jedem
Von dem Menschen, der meine letzten Tage erfüllte -
mein Leben.


(Gefunden im Internet, Verfasser leider unbekannt)



Nickname 12.07.2017, 22.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

MÖRDER HUND? BESTIE KIND?


Wir sind allein im Zimmer, deine Mutter ist im Obergeschoss des Hauses. Ich mag dich, habe dich von Anfang an sehr gern gehabt. Ich nehme es dir nicht übel, dass du oft grob zu mir bist, du bist ja noch klein.


Plötzlich findest du diesen Bürotacker, beginnst damit zu spielen... Du bist ja noch so klein, so neugierig, willst alles ausprobieren. Du tackerst Papier zusammen, jauchzt vor Freude. Ganz selten beschäftigt sich jemand mit dir, armes Kind, das musst du meist selbst machen, sie wollen nur ihre Ruhe haben.


Dann kommst du auf mich zu, mit dem Tacker in der Hand. Deine kleine Kinderhand greift nach meinem Schlappohr, und ... AU! Das hat weh getan! Ich jaule auf, doch du verstehst es nicht. Bist ja noch so klein, für dich ist es nur ein Spiel. Du greifst wieder nach meinem Ohr, ich will fliehen, doch wir sind in dem kleinen Zimmer eingesperrt.


Du tust es wieder, wieder jaule ich laut auf unter dem Schmerz. Du verstehst es nicht, denkst es wäre ein Spaß, ein lustiges Spiel. Ich bin dir nicht böse, du bist ja noch so klein. Du tust es wieder und wieder und wieder, ich kann dir nicht entkommen.


Mein lautes Jaulen schallt durchs ganze Haus, doch niemand kümmert sich darum. Wo ist deine Mutter? Warum läßt sie uns wieder so lange allein? Warum hört sie mein Jaulen, meine verzweifelten Hilfeschreie nicht? Du rennst hinter mir her, drängst mich in die Ecke, tust es wieder. Wieder jaule ich gequält auf, dieses Mal noch lauter als zuvor.


„Halt endlich die Schnauze du Scheißköter!", hallt die Stimme deiner Mutter durchs Treppenhaus. Sie nennt mich immer so, sie mag mich nicht besonders. Eigentlich hat sie mich nur gekauft, damit du etwas zum Spielen hast, und sie in Ruhe lässt. Sie will immer nur ihre Ruhe haben. Sie mag sich nicht um dich kümmern, und sie mag sich erst recht nicht um mich kümmern.


Mein Ohr schmerzt, doch du lässt nicht von mir ab. Was soll ich nur tun? Ich will dir nicht wehtun, weiß du meinst es micht böse. Du verstehst es nicht, weil dir niemand beigebracht hat, dass man Tiere nicht zum Spaß quälen darf. Niemand hat dir je beigebracht, dass auch ich Schmerzen empfinde. Sie wollen nur ihre Ruhe haben ...


Wieder spüre ich diesen stechenden Schmerz, er macht mich rasend. Wieder versuche ich zu entkommen, doch es glingt mir nicht. Ich will dir nicht wehtun, ich liebe dich doch! Du tust es wieder und immer wieder, der Schmerz wird unerträglich. Doch du hörst nicht auf, jagst mir eine Klammer nach der Anderen ins Ohr. Du kannst nichts dafür, du weißt nicht was du tust. Du bist ja noch so klein, verstehst es nicht.


Schließlich kann ich nicht mehr, halte die Schmerzen nicht länger aus. Ich schnappe nach dir, mein Fangzahn streift dich an der Wange. Wir halten beide erschrocken inne, sehen uns einen Moment in die Augen. Ich wollte dich nicht verletzen, wollte nur dass es aufhört ... Du greifst dir mit deiner kleinen Hand an die Wange, und als du das Blut an ihr siehst, beginnst du zu schreien.


Plötzlich geht alles ganz schnell. Deine Mutter kommt, reißt dich an sich. Dein Vater kommt, tritt brutal auf mich ein und schleift mich ins Auto. Er bringt mich zum Tierarzt. „Sofort einschläfern, die Töle hat mein Kind gebissen!", brüllt er aufgebracht. Der Tierazt kennt mich, er wundert sich, kann kaum glauben, dass ich das wirklich getan haben soll. Tränen schießen ihm in die Augen, als er die annähernd 100 Heftlammern in meinem Ohr sieht. Er streichelt mir sanft über den Kopf, dann greift er zur Spritze.


Er muss es tun, ist dazu verpflichtet ...


Morgen werde ich die Sonne nicht mehr aufgehen sehen. Aber ich werde berühmt sein. Auf den Titelblättern aller großen Zeitungen wird mein Foto stehen. Darüber wird in großen Buchstaben geschrieben sein: „HUND ZERFLEISCHT KIND!"


In den Artikeln wird es heißen:


„Schon wieder fiel ein vermeintlich braver Familienhund grundlos ein Kind an und verletzte es schwer im Gesicht..."


Vielleicht wird die Geschichte sogar im Fernsehen diskutiert. Viele Menschen werden dann entsetzt aufschreien, hitzig diskutieren, einige werden fordern, dass alle Hunde für immer eingesperrt werden sollten. Aber niemand wird sagen was genau geschah, denn das interessiert nur ganz wenige. Deine Eltern haben es den Medien so erzählt, und die waren sehr froh darüber. Die Menschen lieben Geschichten über wilde Bestien, das bringt gute Auflagen und gute Einschaltquoten. Gute Auflagen & Einschaltquoten bringen viel Geld, und das lieben die Menschen noch viel mehr.


Ich habe die Menschen geliebt. Ich habe dich geliebt ...


QUELLE:

studivz, "Pro Tierschutz", Verfasser leider unbekannt)


Anmerkung: Immer wieder gibt es Eltern, die glauben, ein Hund wäre eine Art Nanny und könnte ihre eigene Zuwendung ihrem Kind gegenüber ersetzen. So wie viele Erziehungsberechtigte ihre Kinder vorm Fernseher oder Computer "parken", damit sie in Ruhe ihren eigenen Angelegenheiten nachgehen können, so soll mancher Hund gleichzeitig Spielkamerad, Seelentröster und Aufsichts'person' für den Nachwuchs sein. Ich bin an sich keine Kinderfeindin, sie sind Opfer ihrer Un - Erzogenheit und wissen noch nicht, was sie tun.Ein Hundeführerschein soll nach dem Willen des Gesetzgebers bald verbindlich für alle Hundehalter eingeführt werden. Wie wäre es mit einem Kinderführerschein als Eignungstest für zukünftige Eltern? Die Durchfallquote läge sicherlich erschreckend hoch.

Nickname 12.07.2017, 14.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

VIEL ZU HEIß!

  AHOI!


Liebe Leute, sagt mal, wann kommt denn nun endlich der Sommer? Wo hält sich der bloß versteckt? Frauchen hat schon überall nachgesehen: unterm Bett, hinter der Couch und sogar im Kühlschrank – nirgends eine Spur! Es braucht ja nicht gleich so eine Gluthitze zu sein wie momentan in Kalifornien; aber 17 Grad sind wirklich nicht die Welt und so ein bisschen Sonne aufs Fell wäre schon fein. Vorausgesetzt, man kann sich an ein schattiges Plätzchen zurückziehen, wenn´s einem zu bullig wird und muss zum Beispiel nicht stundenlang in der Stadt im geparkten Töff-Töff schmoren. Dabei erdulden wir Hunde nämlich echte Höllenqualen.


Stellt Euch das vor: Wenn es draußen 25°C sind, herrschen in einem Auto, das im Schatten steht, ungefähr 32 Grad; und wenn Ihr Euren Wagen in der Sonne geparkt habt, weil weit und breit kein anderer Platz zu finden war (übrigens wandert ja die Sonne. Wo es eben noch Schatten gab, kann sie schon bald darauf vom Himmel brennen), liegt die Temperatur im Innern ratzfatz bei etwa 70°C! Das hält kein Schwein aus, erst recht kein Hund. In so einem Brutkasten erleiden viele von uns nach kürzester Zeit einen Hitzschlag, der unser Gehirn schädigen kann und an dem wir im schlimmsten Fall sogar sterben. Ihr meint, das brauche ich Euch nicht extra zu sagen? Na klar, I h r würdet Eure Lieblinge niemals für länger in einen derartigen Backofen setzen. Leider haben andere da weniger Verstand.


In München gab es erst kürzlich wieder einen solchen Fall: Da entdeckten Passanten eine Deutsche Dogge in einem VW Golf (!) und alarmierten sofort die Polizei. Das Tier hatte kaum genügend Platz, um sich hinzulegen, und die Fenster waren alle hermetisch verschlossen – als ob sich jemand an ein Fahrzeug wagen würde, das von so einem Kalb bewacht wird! Das arme Vieh hockte mit verdrehten Augen völlig apathisch da, hechelte mit dunkel angelaufener Zunge und hatte sich auch schon erbrochen. Das sind alles typische Symptome für einen Hitzschlag. Vom Besitzer war natürlich weit und breit nichts zu sehen, deswegen mussten die Beamten den Wagen knacken. Drei Mann hoch (so eine Dogge wiegt ja schon was) hievten sie den Hund nach draußen in den Schatten, gaben ihm ein paar Schlucke Wasser zu trinken und verständigten einen Tierarzt. Der Hundehalter bekam eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Eine viel zu milde Strafe, finde ich. Wenn es nach mir ginge, müsste man solche Leute ebenfalls für ein paar Stunden ohne einen Tropfen Wasser und ausreichend Luft in ein heißes Auto sperren und erst in allerletzter Sekunde befreien, damit sie am eigenen Leib erfahren, wie sich das anfühlt.


Ihr wisst ja, grundsätzlich gilt für uns Fellnasen die olympische Idee: „Dabei sein ist alles!“ Aber so freudig wir Euch sonst überallhin begleiten - während der Hundstage machen wir schon mal eine Ausnahme und warten (wenn es nicht allzu lange dauert) gern daheim auf den kühlen Fliesen in der Küche oder im Bad, bis Ihr zurück seid. Wenn wir dann hecheln und die Augen verdrehen, liegt es nicht an der Hitze, sondern an unserer großen Wiedersehensfreude. In dem Sinne – kommt alle gesund durch den Sommer (bald ist er da, Ihr werdet sehen)!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny



Vorne bin ich schon knackig braun,

bloß hinten muss ich noch ein bisschen...

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...und anschließend im Halbschatten dösen -

so lass ich mir den Sommer gefallen!

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WENDY hat das auch immer sehr genossen.

Nickname 11.07.2017, 21.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

UMSONST GELEBT!



Ich öffne meine Augen und sehe meine Mama, die warm ist und dicke Zitzen hat. Ich spiele mit meinen Brüdern und Schwestern, wir knurren und beißen einander und haben viel Spaß.

Ich bin glücklich. Ich bin schon zehn Wochen alt und kann bereits springen und bellen, als fremde Leute kommen, die mich auf den Arm nehmen und mich mitnehmen in mein neues Zuhause.


Alles riecht fremd dort und ich fühle mich nicht heimisch, aber die Kinder lehren mich allerlei wilde und verrückte Spiele, und das liebe ich. Ich darf in ihre Hausschuhe beißen und auf ihrem Bett liegen, um mit ihnen dort zu spielen und bei ihnen zu schlafen. Die ganze Familie lacht, wenn ich in die Ärmel beiße und schrecklich knurre. Im Garten jagen wir hintereinander her und ich darf in ihre Beine beißen. Ich darf alles tun, was ich will. Sie lachen, wenn ich sie anspringe und ich bin glücklich.


Ich bekomme neue Zähne und werde groß und stark. Wenn ich sie jetzt anspringe, fallen sie manchmal um und weinen und dann sind die großen Menschen böse mit mir und schreien mich an. Wenn ich jetzt einen herrlich riechenden Hausschuh finde und zerbeiße, nehmen sie ihn mir weg und schlagen mich damit und schreien. Wenn sie mich vom Bett herunterholen und ich knurre sie an wie einst, denn ich darf doch dort schlafen, schreien sie wieder und jagen mich in den Garten.


Ich darf nicht mehr im Haus bei meiner Menschenfamilie sein und nicht mehr mit den Kindern spielen. Sie sperren mich in eine Kammer. Ich bin unglücklich. Ich verstehe nicht, was mit mir passiert. Ich jammere, ich belle und möchte bei meinen Menschen sein. Ich werde verrückt. Wenn ich jemanden aus dem Haus kommen höre, hoffe ich, sie kommen, um mich zu holen und ich belle. Da schreien die Menschen und schütten Wasser nach mir. Ich bin Tage und Wochen eingesperrt, ich bin einsam, mir ist oft kalt. Warum sitze ich hier? Ich will heraus, ich will nicht allein sein. Ich belle und jammere. Ich bin unglücklich.


JETZT sitze ich irgendwo in einem fremden Käfig zwischen anderen Käfigen mit vielen Hunden. Wir jammern, und manchmal kommen Menschen, um uns hinter den Gittern anzusehen. Ich vertraue niemandem mehr, sitze hinten in meinem Käfig und weigere mich, die Menschen anzuschauen. Nie bleiben sie vor meinem Käfig stehen. Ich bleibe hier sitzen - warum sitze ich hier??? Ich will heraus, ich will nicht allein sein, ich jammere und belle. Ich bin unglücklich!



Da kommt ein Mann mit einer Leine und einem Halsband - möchte er mich etwa haben? Er nimmt mich mit durch viele Gänge in ein Zimmer, wo es fremd riecht. Er nimmt eine Leine und bindet mir meine Schnauze zu. Warum macht er das? Ich habe doch nicht die Absicht ihn zu beißen! Er nimmt mich in seinen Arm - will er doch freundlich sein?


Au - was macht er jetzt? Er steckt etwas in mein Fell. Ich kann meine Augen nicht mehr offen halten. Ich schließe sie, ich schlafe ein. Ich höre auf, traurig zu sein. Ich höre auf, mich zu fragen, was es war, was die Menschen von mir wollten. Ich schlafe, ich sehe den Himmel, niemand schreit mehr mit mir, niemand tut mir mehr weh!!!


(www.tierherzen-brauchen-hilfe.de)


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Regel Nr. 1: Einmal erlaubt, immer erlaubt = Gewohnheitsrecht. Das gilt für kleine Kinder und junge Hunde gleichermaßen. Klare Ansagen und liebevolle Konsequenz sind das A und O jeder Erziehung.


Regel Nr. 2: "Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück." (Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker, 570 ? 480 v.Ch.) Was damals galt, ist heute immer noch wahr.


Regel Nr. 3: Wer sichergehen will, dass er mit seinem vierbeinigen Hausfreund keine "Katze im Sack" kauft, der begebe sich in ein Tierheim, lasse sich dort beraten und wähle dann in Ruhe und mit Bedacht seinen Traumhund aus.



 CHARLY, einer unserer früheren Lieblinge

aus dem Tierheim Berlin

Nickname 10.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WAS WÄRE, WENN?

Haben Sie schon mal Post von Ihrem Hund erhalten? Wohl kaum, denn er kann zwar vieles, nur schreiben leider nicht. Aber könnte er es, wären seine Briefe sicher höchst interessant und aufschlussreich. Er würde auch nicht lange - wie wir es gern tun - um die Sache herumreden, sondern gleich auf den Punkt kommen. Das läse sich dann beispielsweise so:

Liebes Frauchen!


Könntest du damit aufhören, mich in aller Öffentlichkeit "Bärchen" oder "Schieterle" zu nennen? Ich weiß, du tust das, weil du mich so süß und knuddelig findest. Zu Hause in unseren eigenen vier Wänden stört es mich ja auch nicht weiter; nur wenn wir unterwegs sind, vor den anderen, da ist es mir doch ein bisschen peinlich. Zum Beispiel heute, als wir Emmy in der Frühe beim Waldgassi trafen, hat sie mich wieder kaum angeguckt. Aber diesmal bestimmt nicht aus Schüchternheit, sondern weil sie sich insgeheim halbtot gelacht hat darüber, wie du mich rufst. Wenn sich das rumspricht, bin ich bei den anderen Jungs unten durch. Ich finde meinen Namen, den du extra für mich ausgesucht hast, wirklich schön. Wollen wir es nicht dabei lassen? BITTE!


Dein Barny



BARNY, einfach nur Barny.

Na ja, vielleicht höchstens noch "Poldi",

nach meinem polnischen Landsmann

aus der Nationalmannschaft.

Alles andere lassen wir sein.

Nickname 10.07.2017, 20.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DAS KANN DOCH JEDEM MAL PASSIEREN!

  Liebes Frauchen!

Tut mir echt leid, dass ich neulich in dem großen Kaufhaus für Tiere ans Regal mit den Halsbändern und Leinen gepinkelt habe, als du mir einen neuen Ranzen anprobieren wolltest. Bestimmt war dir das sehr peinlich, aber musstest du gleich so ein Drama daraus machen? Die nette Verkäuferin sagte noch, das wäre halb so wild, und ich sei nicht der erste, dem das passiert. Deswegen roch es dort wahrscheinlich auch so aufregend, dass ich einfach nicht an mich halten konnte. Überhaupt, wessen Idee war es denn, dass ich den neuen Ranzen brauchte, wo ich den alten gerade so schön eingetragen hatte? Ich fand, er passte noch ganz gut, aber du meintest, er wäre „eingelaufen“. In Wirklichkeit findest du mich einfach nur zu dick. Dabei trägt höchstens mein dichtes Fell, auf das du sonst so stolz bist, vielleicht ein bisschen auf. Und falls (ich sage ausdrücklich falls!) ich tatsächlich ein klein wenig zugelegt haben sollte, wessen Schuld wäre das? Schließlich bist d u es von uns beiden, die weiß, wie man die Kühlschranktür öffnet!


Dabei fällt mir ein: Warum hast du morgens beim Gassigehen vergessen, das Täschchen mit den Leckerlis für unterwegs mitzunehmen? Gerade heute, wo Herrchen den ganzen Tag weg ist und ich vor Kummer meinen Schwanz auf Halbmast trage, hätte ich ein Trösterchen dringend gebraucht. Aber Schwamm drüber, vergessen wir alles und sind uns wieder gut, ja?


Dein dich liebender Barny


P.S. Das „kleine Drecksvieh“ vor allen Leuten musste trotzdem nicht sein!


Nickname 10.07.2017, 19.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DIESE KUTSCHE FÄHRT RETOUR


Vor geraumer Zeit hatte ich hier das Gedicht 'Frau vs. Hund' wiedergegeben. Es löste völlig zu Recht heftige Empörung aus. Zur Erinnerung noch einmal das "Werk":


"Jüngling in den reifen Jahren,
willst du nehmen eine Frau,
denke stets an die Gefahren,
überleg´ es dir genau.


Hüte dich vor Liebesgaben,
hüte dich vor schwacher Stund´,
willst du lieben ohne Plagen,
kauf dir lieber einen Hund!


So ein Hund gehört dir immer,
weil er dich als Herrn erkennt,
bei einer Frau geschieht das nimmer,
denn Gehorsam ist ihr fremd.


Mitgift hat er freilich keine,
aber eines weißt du ganz genau,
so ein Hund wird immer treu sein –
weißt du das von deiner Frau?


So ein Hund weint nie ´ne Träne,
niemals braucht er Aspirin,
abends hat er nie Migräne
und braucht nie was anzuzieh´n.


Willst du mal ´ne Reise machen,
kannst du ruhig den Wau Wau
einem Freund in Pflege geben –
versuch das mal mit deiner Frau!

Gehst du mit ihr auf die Straße,
bleibt sie plötzlich stille steh´n:
„Lieber Mann, mich drückt die Blase,
halt die Tasche, ich muss gehen.“


Deinem Hund genügt ein Bäumchen,
denn er nimmt´s nicht so genau,
er hebt einfach hoch das Beinchen –
verlang das mal von deiner Frau!


Vor den Läden steh´n die Frauen,
neue Kleider sind ihr Ziel,
können gar nicht satt sich schauen,
haben Hüte nie zu viel.


Einen Hund, den brauchst du nimmer
auszuschmücken wie ´nen Pfau,
denn er läuft ja nackend immer –
verlang das mal von deiner Frau!


Willst du wie in früheren Tagen,
abends in die Kneipe geh´n,
musst die erst dein Frauchen fragen,
bitte, bitte, musst du fleh´n.


Bei den Hunden ist das anders,
denn die Sitten sind hier rauh,
diese werden eingeschlossen –
versuch das mal mit deiner Frau!


Und kommst du mal spät nach Hause,
willst zu ihr ins Bettchen geh´n,
wird sie toben ohne Pause:
„Geh, ich will dich nicht mehr seh´n!“


Doch wie anders ist so´n Hündchen,
macht es mal zu laut wau wau,
kriegt es eines auf die Schnauze –
mach das mal mit deiner Frau!


Drum ihr Männer, lasst euch sagen,
lasst die Hände von der Frau,
denn in ihren alten Tagen,
wird sie hässlich, alt und grau.


Wird dein Hund dir mal zuwider,
dann verkaufst du den Wau Wau
und kaufst dir ´nen neuen wieder –
verkauf mal so ´ne alte Frau!


Geschmacklos, oder? Besonders die beiden letzten Strophen wurden von Vielen als abstoßend empfunden, und mit Humor hat das wirklich nichts mehr zu tun. Vor kurzem bin ich nun auf das aus meiner Sicht höchst vergnügliche Gegenstück gestoßen. Ich finde, das kann man ruhig so stehen lassen. Aber lest bitte selbst:


Mädel, bist du zwanzig Jahr´,
nimm dir niemals einen Mann.
Willst du dich vor Leid bewahren,
schaff dir bloß kein Mannsbild an.


Schlecht sind heute alle Männer,
Kind, ich weiß das ganz genau.
Ich geb´ dir 'nen Rat als Kenner:
"Kauf dir lieber ´nen WAUWAU".


So ein Hündchen, ein Wauwauchen,
das ist Geld und Goldes wert.
Sagst du nur, "Sei lieb zu Frauchen",
ist er lieb, wie's sich gehört.


Und des Nachts vor deinem Bettchen
liegt er und bewacht dich dann.
Wohlbemerkt: "Vor" deinem Bettchen,
glaubst du denn, das tut ein Mann???


So ein Hündchen kannst du streicheln,
kannst zu ihm so zärtlich sein.
Doch willst du einem Manne schmeicheln,
bildet er sich gleich was ein.


So ein Hund, der kann nicht lügen,
höchstens knurrt er dann und wann.
Er wird niemals dich betrügen.
Weißt du das von deinem Mann???


So ein Hündchen geht nie kegeln,
lässt dich nie des Nachts allein.
Geht nicht zum Fußball, geht nicht segeln,
der will stets nur bei dir sein.


Und führen fern dich deine Wege,
gibst du dein WauWauchen dann
bei der Nachbarin in Pflege.
Mach das mal mit deinem Mann!


Zugegeben, beim Lesen habe ich das eine oder andere Mal mit dem Kopf genickt - obwohl der Beste selbstverständlich die berühmte Ausnahme von der Regel und über jede Kritik erhaben ist, ebenso wie alle anderen hier lesenden Herren der Schöpfung!


Nickname 10.07.2017, 17.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

ENTSCHULDIGUNG EINES HUNDEBESITZERS

Liebe Mitmenschen,

die ihr keine Hunde habt

UND (ich betone UND)

diese auch nicht leiden könnt!

Ihr habt ja so Recht!



Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk?


Und zwar  durchweg alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund-, Mischlings-, Doggen- oder Mopsbesitzer. Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde.


Und ja: unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse!


Es tut mir so leid!


Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:


1. Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn Ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchtet. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn Ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinen Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch!


2. Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht mal angeatmet hat!). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer.


3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das eklig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen.


4. Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr Euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche. Dann frisst mein Hund eben heute mal frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan!


5. Liebe Mitmenschen, die Ihr so romantisch in freier Natur grillt! Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja TEILWEISE ohne Leine laufen darf (Danke, Danke! Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierflasche treten oder an Euren Grillresten ersticken soll!


6. Liebe Jogger, natürlich habt Ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde Euren Weg kreuzen und Euch nötigen, Euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört Euch! Wir Hundebesitzer können unserem Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!


7. Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meinen Hund am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Gruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muss Danke zu mir sagen. Ich bin ein Hundebesitzer!


Liebe Mitmenschen, ich bilde meinen Hund aus und bringe ihm Gehorsam bei, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögender-Mensch nähert.


Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden.


Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten!


Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-mögende Mitmenschen! Ich weiß, dass es Euch gibt. Vereinzelt habe ich Euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit Euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn Ihr ihn streichelt.


Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken.


Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher! Danke!


Nickname 10.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GRAND CHARMEUR IM ALTERSHEIM

AHOI!


Liebe Leute, das ging mal wieder so richtig rund, heute Nachmittag im Seniorenheim! Vor dem 'Event' kämmte und bürstete Herrchen mich stundenlang, um mein Fell schön streichelweich für die alten Hände zu machen. Frauchen packte jede Menge Leckerlis ein – wohlweislich nur meine Lieblingssorte, sie wollte sich ja nicht blamieren. Wenn ich nämlich etwas nicht mag, kann sie sich auf den Kopf stellen oder ein Rad schlagen – ich mache meine Schnauze nicht auf. Einen Haufen Spielzeug, darunter zwei niegel-, nagelneue Qietschbälle, nahmen wir auch mit. Dann ging es los.


Bei unserer Ankunft wurden wir gleich mit großem Hallo begrüßt. Frauchen rückte schnell noch ein paar Tische zur Seite, damit meine Rennbahn frei war, und schon begann der Spaß. Ich will nicht hochstapeln, aber bestimmt bin ich an die dreißig Mal hinter meinen Bällchen her gerannt und habe sie wieder zurückgebracht. Na schön, früher habe ich es locker auf das Doppelte gebracht, aber immerhin. Das ging natürlich nicht ohne einiges Getöse ab, denn wie schon erwähnt handelte es sich um Qietschbälle. Es hat aber niemanden gestört; nur eine Bewohnerin war etwas irritiert und fragte immer wieder: „Hört ihr nicht, es hat an der Tür geklingelt. Warum geht denn keiner aufmachen?“ Na ja, sie ist fast taub, nur ganz hohe Töne hört sie noch gut. Frauchen hat übrigens echt Bauklötzer gestaunt, wie flink und behende einige der Damen plötzlich waren; sonst sitzen sie nämlich meistens nur still auf ihren Stühlen und rühren sich nicht vom Fleck.


Zwischendurch gab es immer wieder eine Runde Leckerlis und jede Menge Streicheleinheiten. Die alten Damen haben sich beim Kraulen gegenseitig förmlich überboten, und es ist ein Wunder, dass ich überhaupt noch Fell habe. Aber schön war es doch, und ich habe es richtig genossen, Hund im Korbe zu sein. (Ich weiß, dass es Hahn heißt. Aber erstens habe ich vier Beine; und zweitens kann ich nicht krähen – bis jetzt jedenfalls. Wer weiß, vielleicht fange ich eines Tages ja noch an, Fremdsprachen zu lernen.) In der „Linde“ herrscht nämlich chronischer Herrenmangel. Es gibt zwar auch einige männliche Bewohner; aber die wollen entweder für sich allein sein oder sind bereits so krank, dass sie an den Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen können.


Das viele Pfötchengeben war ein bisschen doof, immer erst „Sitz“ und Pfote hoch, bevor es was zu futtern gab. Aber die alten Leutchen stehen da voll drauf, und Frauchen hatte mich extra darum gebeten. Sie meinte, diese Menschen hätten wirklich nicht mehr viel Freude im Leben, eigentlich würden viele nur noch dasitzen und auf den Tod warten. Da habe ich ihnen natürlich den Gefallen getan, und sie gerieten vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen!


Nach anderthalb Stunden waren sämtliche Leckerlis vernichtet, und die Bälle quietschten nicht mehr. Meine Spielkameradinnen fingen langsam zu gähnen an, und ich fühlte mich so richtig schön k.o. Noch eine Runde mit Streicheln und Pfötchengeben, und dann nichts wie nach Hause. Beim Abschied mussten wir hoch und heilig versprechen, bald wiederzukommen. Na klar, machen wir!


Es war ein toller Nachmittag, aber jetzt bin ich hundemüde. Meine Decke habe ich schon mal vorgewärmt, und Herrchens Schuhe geben ein feines Kopfkissen ab. Also dann, gut´s Nächtle, liebe Leute. Ich wünsche Euch einen friedlichen Schlaf und viele lustige Träume.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer BARNY


Nickname 09.07.2017, 22.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WIE MACHE ICH´S NUR WIEDER GUT?

Liebes Frauchen!


Verzeih, dass ich in der Frühe beim Waldgassi den Benno von Frau Meyer-Kühlwein so ein bisschen angegangen bin. Ich weiß, du hasst es, wenn ich das tue, aber ich konnte nicht anders. Der Typ ist so ein Langweiler: Statt wie jeder vernünftige Beagle mit mir eine Runde pirschen zu gehen, Vögel aufzuscheuchen und in Mauselöchern zu stöbern, steht er nur da wie ein Denkmal, zuckt mit keiner Wimper und rührt sich nicht vom Fleck. Mir sagt man ja nach, dass ich nicht mehr der Schnellste bin; aber verglichen mit dem gehe ich immer noch ab wie ein Düsenjet! Ich musste ihn einfach zwicken, um zu sehen, ob er überhaupt noch lebt. Wer konnte denn ahnen, dass er deswegen gleich so ein Theater macht! Jault wie am Spieß gebraten, humpelt, als hätte ich ihm ein Bein abgebissen - dabei habe ich ihn nicht mal richtig erwischt - und verkriecht sich unter Muttis bodenlangem Sommermantel. Klar, dass die sauer war und geschimpft hat, Du hättest das umgekehrt auch getan.


Aber Frauchen, wir beide wissen: Es gibt so gut wie kein Problem, das sich mit einer anständigen Fleischwurst nicht aus der Welt schaffen ließe. Was hältst Du davon, wenn wir rübergehen und ihm zur Versöhnung eine bringen? Du könntest noch eine Flasche Sekt mitnehmen. Die trinkst Du dann mit der Meyer-Kühlwein, und wenn mich der Benno von der Wurst abbeißen lässt, wäre das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Man muss flexibel sein, sagst du doch immer.

Dein Dich liebender BARNY



Ist gut, ich schäme mich ja schon!

Nickname 09.07.2017, 21.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

BOTSCHAFT VOM HIMMEL

Letzte Nacht stand ich an Deinem Bett,

um einen Blick auf Dich zu werfen,
und ich konnte sehen, dass Du weintest
und nicht schlafen konntest.
Während Du eine Träne wegwischtest,
winselte ich leise, um dir zu sagen:
"Ich bin's, ich hab' Dich nicht verlassen.
Ich bin wohlauf, es geht mir gut, und ich bin hier."


Heute morgen beim Frühstück,
da war ich ganz nah bei Dir
und ich sah Dich den Tee einschenken,
während Du daran dachtest,
wie oft früher Deine Hände zu mir herunter gewandert sind.


Ich war heute mit Dir beim Einkaufen,
Deine Arme taten Dir weh vom Tragen.
Ich sehnte mich danach,
Dir dabei zu helfen und wünschte,
ich hätte mehr tun können.


Heute war ich auch mit Dir an meinem Grab,
welches Du mit so viel Liebe pflegst.
Aber glaube mir, ich bin nicht dort.
Ich ging zusammen mit Dir nach Hause,
Du suchtest den Schlüssel.
Ich berührte Dich mit meiner Pfote und sagte lächelnd:
"Ich bin's."


Du sahst so müde aus,
als du Dich in den Sessel sinken ließest.
Ich versuchte mit aller Macht,
Dich spüren zu lassen, dass ich bei Dir bin.
Ich kann Dir jeden Tag so nahe sein,
um Dir mit Gewissheit sagen zu können:
"Ich bin nie fortgegangen."


Du hast ganz ruhig in Deinem Sessel gesessen,
dann hast Du gelächelt, und ich glaube, Du wusstest -
in der Stille des Abends,
dass ich ganz in Deiner Nähe war.


Der Tag ist vorbei, ich lächle und seh' Dich gähnen,
und ich sag' zu Dir:
"Gute Nacht, Gott schütze Dich,
ich seh' Dich morgen früh."


Und wenn für Dich die Zeit gekommen ist,
die Brücke, die uns beide trennt, zu überqueren,
werde ich zu Dir hinübereilen,
damit wir endlich wieder zusammen,
Seite an Seite sein können.


Es gibt so viel, das ich Dir zeigen muss,
und es gibt so viel für Dich zu sehen.
Habe Geduld und setze Deine Lebensreise fort,
und dann komm, komm heim zu mir.


(gefunden im Internet,
Verfasser leider unbekannt)



WENDY, meine Seelengefährtin

Nickname 09.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DER HUND MIT DEN ZWEI KÖPFEN?!


DANN DOCH EHER

ZIEMLICH BESTE FREUNDE!

Nickname 09.07.2017, 21.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WENN HUNDE IN DEN HIMMEL KOMMEN

...brauchen sie keine Flügel, denn Gott weiß, dass Hunde rennen möchten.

So gibt er ihnen Wiesen. Wiesen und Wiesen und Wiesen.

Wenn ein Hund im Himmel ankommt, dann rennt er einfach los.


Im Hundehimmel gibt es schöne Seen, groß und klar. Und überall Gänse, die flattern und schnattern, zupfen und rupfen. Hunde lieben das.


Sie rennen am Wasser entlang und bellen und bellen. Und Gott, hinter einem Baum verborgen, schaut ihnen zu und lächelt.


Natürlich gibt es Engel dort, Engelkinder.


Gott weiß, dass Hunde Kinder mehr lieben als alles andere sonst auf der Welt. Darum schickt er viele Engelkinder in seinen in seinen Hundehimmel. Es gibt dort Kinder mit Fahrrädern und Kinder mit Schlitten; es gibt Kinder, die rote Gummibälle werfen, und Kinder, die ihre Drachen durch die Wolken ziehen.
Die Hunde sind dabei, und die Kinder lieben sie heiß.


Und, oh, Hundekuchen! Hundekuchen über Hundekuchen, so weit das Auge reicht.


Gott hat einen Sinn für Humor. So gibt er seinen Hundekuchen die Gestalt von witzigen Tieren und anderen Sachen:
Kätzchen-Hundekuchen gibt es und Eichhörnchen-Hundekuchen. Aber auch Eiskrem-Hundekuchen und Schinkenbrötchen-Hundekuchen.


Klar, jeder Engel, der vorbeikommt, hat einen Leckerbissen für jeden Hund.
Und natürlich, alle Gottes-Hunde gehorchen sofort, wenn ein Engel „Sitz!“ sagt.
Im Hundehimmel wird jeder Hund ein guter Hund.


Gott schüttelt unermüdlich Wolken auf; damit macht er weiche Kuschelbetten für seinen Hunde im Hundehimmel.


Und wenn sie dann müde sind vom vielen Rennen und Bellen und Schinkenbrötchen verschlingen, findet ein jeder von ihnen ein Wolkenbett zu Schlafen.


Sie legen sich nieder, drehen sich um und um auf ihrer Wolke…
…bis sie genau richtig liegen, und dann rollen sie sich zusammen und schlafen ein.
Gott wacht über jeden Einzelnen von ihnen, und schlechte Träume gibt es nicht.


Leider nicht alle, aber viele Hunde im Hundehimmel haben jemandem gehört, solange sie auf der Erde waren. Natürlich haben sie das nicht vergessen. Ihr Himmel ist voller Erinnerungen. Und manchmal führt ein Engel einen Hund zu einem kleinen Besuch zurück auf die Erde. Niemand auf der Erde kann ihn sehen oder hören. Aber der Hund schnüffelt in seinem alten Hof herum, sieht nach der Katze von nebenan, folgt seinem Menschenkind auf dem Schulweg, hockt sich vor die Gartentür und wartet auf den Briefträger.

Und dann, wenn er zufrieden feststellt, dass alles in Ordnung ist, kehrt er mit seinem Engel in den Himmel zurück.

Denn das ist ihr Platz, ganz in der Nähe Gottes, der sie geschaffen hat.


Die Hunde im Hundehimmel, die auf der Erde kein richtiges Zuhause hatten, bekommen eines im Himmel. Dort haben sie Höfe und Vorgärten zum darin Spielen, und Sofas zum darauf Liegen und Tische zum darunter Sitzen, während die Engel ihre Mahlzeiten einnehmen. Natürlich hat jeder Hund seinen Napf mit seinem Namen darauf. Und jeder Hund wird den ganzen Tag gestreichelt und bekommt gesagt, wie brav er ist.


Hunde dürfen im Hundehimmel bleiben, solange sie möchten, und das kann bedeuten, für immer.


Wenn alte Freunde ankommen, werden sie schon erwartet. Die Hunde im Hundehimmel sind da, gleich an der Himmelspforte:


Beinahe wie Engel!


(gefunden im Internet, Verfasser leider unbekannt)



Unser Karlchen

Nickname 09.07.2017, 21.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

HERRCHEN UNSER

Ich glaube an das Herrchen
und an seine Streichelhändchen,
heimkehrend von der Arbeit,
ruhend auf der Wohnzimmercouch.


Von dort wird es kommen
zu richten meine Futterschüssel,
zu kraulen hinter den Ohren,
zu bürsten mein Fell,
oder zu empfangen meine Flöhe.


Herrchen unser,
gesegnet sei dein Vorrat an Hundefutter,
geheiligt sei unser täglicher Spaziergang ,
dein Pfiff komme,
mein Wille geschehe,
wie bei Tag als auch bei Nacht.


Und vergib mir die zerbissenen Schuhe,
wie auch ich vergebe denen,
die glauben, mein Hinterteil wäre der
ideale Spritzenlandeplatz,


denn mein ist das Reich
und des Kauknochens Herrlichkeit
in Ewigkeit – wuff!



Dieses herrliche Hundgebet stammt aus der Feder von Sonja Bartl. Die bewundernswerte Frau hat viele Jahre tapfer gegen ihre Krankheiten gekämpft und trotz aller Schmerzen und Rückschläge nie ihren Humor verloren. Ich hatte das Glück, sie persönlich kennenzulernen. Leider ist sie viel zu jung verstorben; aber in ihren Gedichten, Geschichten und Bildern lebt sie weiter.

Nickname 09.07.2017, 21.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EINE GUTENACHT - GESCHICHTE

DER KORB DES ALTEN MANNES

(Frei erzählt nach SHAD HELMSTETTER)

 

Es war einmal ein Waisenjunge. Er zog von Dorf zu Dorf, immer auf der Suche nach etwas Essbarem und einem Dach über dem Kopf.


Eines Tages traf der Junge auf einen alten Mann, der ebenfalls von Dorf zu Dorf wanderte. Sie beschlossen, gemeinsam weiterzugehen.


Der alte Mann trug einen großen, zugedeckten Weidenkorb, der offenbar sehr schwer war, denn der Alte lief tief gebeugt und stöhnte hin und wieder unter der Last. Als sie Rast an einem Bach machten, stellte der alte Mann seinen Korb erschöpft auf den Boden.


Der Junge fragte "Soll ich deinen Korb für dich tragen?"


"Nein", antwortete der Alte, "den Korb kannst du nicht für mich tragen. Ich muss ihn ganz allein tragen."


"Was ist denn in dem Korb?" fragte der Junge, doch er erhielt keine Antwort.


Viele Tage wanderten die beiden gemeinsam. Nachts, wenn der Alte glaubte, dass der Junge schlief, kramte er in seinem Korb herum und sprach leise mit sich selbst.


Es kam der Tag, an dem der alte Mann nicht mehr weitergehen konnte. Er legte sich nieder, um zu sterben. Und er sprach zu dem Jungen: "Du wolltest wissen, was in meinem Korb ist, nicht wahr? In diesem Korb sind all die Dinge, die ich von mir selbst glaubte und die nicht stimmten. Es sind die Steine, die mir meine Reise erschwerten. Auf meinem Rücken habe ich die Last jedes Kieselsteines des Zweifels, jedes Sandkorns der Unsicherheit und jedes Mühlsteins des Irrwegs getragen, die ich Laufe meines Lebens gesammelt habe. Aber ach – ohne sie hätte ich so viel weiter kommen können im Leben. Statt meine Träume zu verwirklichen, bin ich nun nur hier angekommen." Und er schloss die Augen und starb.


Der Junge ging zu dem Korb und hob den Deckel ab. Der Korb, der den alten Mann so lange niedergedrückt hatte, war leer.


***************************************

 

Beim Lesen der Geschichte fiel mir auf, dass ich ganz gut an der Stelle des alten Mannes hätte sein können. Anderen geht es vielleicht ebenso: Sie fühlen sich wie „in den Fuß gehauen“ durch die Zweifel und die Unsicherheiten, die sie von klein an mit sich herumschleppen. Bestimmt wurde den Wenigsten damals gesagt, sie seien einzigartig, wunderbar und liebenswert und das trotz – oder gerade wegen – ihrer Fehler und Schwächen. Meine Mutter war jedes Mal persönlich beleidigt, wenn ich eine Klassenarbeit verhauen hatte. Dann hieß es: "Hast du wieder stundenlang geschmökert, anstatt zu lernen? So schwer kann´s wohl nicht gewesen sein, sonst hätten andere keine Eins oder Zwei geschrieben. Also, streng dich beim nächsten Mal mehr an, wir wollen doch stolz auf dich sein." Für mich hieß das übersetzt, ich sei unfähig und dumm, denn ich hatte ja gelernt und es trotzdem nicht kapiert. Heute weiß ich, dass sie im Grunde gar nichts dafür konnte. Sie war wie eine dieser Eislaufmuttis; ich sollte ihre eigenen Ambitionen verwirklichen, die sie selber aufgrund der Umstände nicht ausleben konnte.

 

Aber wenn wir schon als Kind derart negative Urteile über uns hören, halten wir sie für wahr; sie werden uns ja von den Menschen eingeimpft, die uns am nächsten stehen und denen wir vertrauen. Sie wurzeln tief in unserem Kopf und unserem Herzen, wo sie zu regelrechten Glaubenssätzen werden, die wir nicht mehr ausreißen können. Schließlich geht es uns wie dem alten Mann: Wir tragen die Last solcher abwertenden Gedanken bis ans Ende auf unseren Schultern.

 

Irgendwann müssen also wir den Korb der Zweifel und Unsicherheiten absetzen und für immer in die Ecke stellen. Sonst belastet er uns auf ewig und verhindert, dass wir unbeschwert unsere Ziele verfolgen, unsere Träume verwirklichen und einfach leben.

 


Eine kleine Übung,

um im Hier und Jetzt anzukommen:

 


HEUTE

Entscheide ich mich dafür,

keine Vergangenheit  zu haben.

Ich 'vergesse' alles,

was ich erlebt und erfahren habe

und lebe nur heute.


Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WARTE, WARTE NUR EIN WEILCHEN

Sind Sie ein geduldiger Mensch? „Für den, der abwarten kann, beginnt auch ein Ei zu fliegen“, so drückte es Robert Lembke aus. Ich persönlich liebe mein gelegentliches Frühstücksei butterweich – also höchstens fünf Minuten – gekocht und wäre nur mäßig begeistert, wenn es plötzlich mit schadenfrohem Gackern auf und davon flöge. Sie merken schon, Geduld ist nicht meine Stärke. Im Gegenteil, sie gehört zu den schwierigsten Lernaufgaben, die mir für dieses Leben gestellt wurden.


Unsere Vierbeiner sind hierbei hervorragende Lehrer. Bobby zum Beispiel war ein echter Zen – Meister, ein Muster an Gelassenheit und Ruhe. Wenn wir spätabends unsere letzte Runde drehten, brauchten wir von der Gartentür bis zur nächsten Straßenecke und retour – eine Strecke von etwa vierhundert Metern – gut eine halbe Stunde. Da halfen weder ungeduldiges Zerren an der Leine (der Große stemmte einfach alle Viere fest in den Boden und machte sich so schwer wie ein Elefantenbaby), noch gemurmelte Beschwörungen im Stil von: „Na los, jetzt komm schon, du fauler Hund, oder willst du hier Wurzeln schlagen?“. Bevor nicht jeder einzelne Grashalm, jedes Blatt am Strauch gelesen und mit einem Kommentar versehen worden war, ging es keinen Millimeter voran. Ich trat dabei von einem Fuß auf den anderen und vertrieb mir die Zeit, indem ich zum nachtblauen Himmel schaute und die lieben Sternlein zählte. Oder ich lauschte dem Flüstern der Blätter in den Baumkronen und träumte vor mich hin. Wenn es dann irgendwann an der Leine ruckte, was bedeutete, es möge nun bitteschön weitergehen, merkte ich, dass ich im Stehen eingeschlafen war.



Wussten Sie eigentlich, dass „Patient“, wörtlich übersetzt, nicht der Kranke, sondern der Geduldige heißt? Denken Sie bei Ihrem nächsten Arztbesuch daran, wenn Sie, trotz vereinbarten Termins, wieder zweieinhalb Stunden im überfüllten Wartezimmer hocken, bevor Sie endlich aufgerufen werden. Dafür ist aber der Doktor dann auch ein richtiger Mensch – hoffentlich! - und kein Ei, das nach einer bestimmten Wartezeit… Sie wissen schon.

Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

UNSER TÄGLICHES BROT


Bei unserem Bäcker hängt an der Wand hinter der Verkaufstheke ein Holzschild in Form einer Stulle (für Nicht-Berliner: eine Brotscheibe oder –schnitte). Darauf steht: „Altes Brot ist nicht hart. KEIN Brot, das ist hart.“


Ich lese es und frage mich, warum er dort ausgerechnet diesen Spruch angebracht hat. Wenn seine Kunden den beherzigen und zukünftig alle ihr Brot aufessen würden, anstatt es nach zwei Tagen in den Müll zu werfen, weil die Kruste nicht mehr kracht, wäre das doch ziemlich schlecht fürs Geschäft.


Die Erzählungen meiner Mutter aus der Zeit nach dem Krieg fallen mir ein. Meine Großmutter war damals schwerkrank, mein Großvater befand sich in Gefangenschaft, und Mama als die Älteste von drei Geschwistern war verantwortlich für das Überleben der Familie. Oft legte sie barfuß oder in viel zu engen Schuhen fünfzehn Kilometer und mehr am Tag zurück, um irgendwo ein Brot zu ergattern. Das kam natürlich nicht frisch aus dem Backofen, wies wohl auch schon ein paar Schimmelstellen auf. Diese wurden sorgfältig entfernt. Das übrige Brot schnitt man in kleine Würfel und röstete sie mit einem Stückchen Butter – sofern vorhanden – in der Pfanne an (war keine Butter oder sonstiges Fett da, was der Regel entsprach, sahen später eben mehr Augen in die Suppe hinein als aus ihr heraus). Das Ganze wurde mit kochendem Wasser übergossen, man gab ein paar Krümel Salz oder Zucker für ein bisschen Geschmack hinzu, und fertig war das Festmahl. Satt machte so eine Brotsuppe zwar nicht, aber sie wärmte durch und besänftigte den knurrenden Magen wenigstens für kurze Zeit.


Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Stück Brot wegwerfen muss. Zum Glück kommt das nur selten vor. Man kann geschnittenes Brot ja wunderbar einfrieren und entnimmt dann eben immer nur so viele Scheiben, wie man auch wirklich essen will. 


Übrigens gibt es einen kinderleichten Trick, um altbackenes Brot noch einmal so gut wie frisch zu bekommen: Man besprühe es leicht mit Wasser, stecke es für eine bis zwei Minuten, je nach Brotsorte und Dicke der Scheiben, in den Toaster und röste es auf mittlerer Stufe an. Die Krume wird wieder weich und fluffig, die Kruste schön kross. Etwas Butter und Pflaumenmus drauf – für diesen Leckerbissen lasse ich die feinste Sahnetorte stehen. Probieren Sie es aus, es schmeckt phantastisch. Ich wünsche guten Appetit!



Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ICH BIN JA SO VERSCHOSSEN

„…in deine Sommersprossen, die kleinen und die großen sind meine Freud´!“ Diesen alten Gassenhauer singe ich unserem Barny manchmal vor. Der Schatz hat nämlich zwei ganz allerliebste Sommersprossen auf seiner süßen Schnute. Direkt zum Verschießen!



Aber wieso ist man eigentlich verschossen? Schlag nach bei Shakespeare, denn da steht was drin, so hieß es in meiner Jugend. Heute stehen uns andere Informationsquellen zur Verfügung, und da habe ich mich einmal schlau gemacht:


Also… früher sagte man: „Ich bin geschossen“ - eine Anspielung auf Amor, den römischen Liebesgott. Der Legende nach verliebt sich derjenige besonders heftig, der von dessen Pfeilen getroffen wird und man ist machtlos gegen das süße Gift. Nun wissen wir alle, dass besonders die Herren der Schöpfung sich schwer tun mit verbalen Liebeserklärungen. Einfach zu sagen, ich bin verliebt, ist und war vielen von ihnen auch früher schon peinlich.  Man(n) wusste sich zu helfen: Er verschmolz kurzerhand zwei Wörter – geschossen und verliebt – zu einem neuen, weniger gefühlsseligen und ist seitdem verschossen. So simpel, so genial. Wollten wir es allerdings ganz genau nehmen (was wir natürlich nicht tun, dafür ist die Sache an sich viel zu schön), dann gäbe es hierbei einen Haken: Ein wörtlich verschossener Pfeil hätte nämlich leider sein Ziel verfehlt und wäre irgendwo in die Landschaft geflogen, anstatt mitten ins Herz.


Aber egal, wie Sie es nennen – Spaß macht es auf jeden Fall. Am besten suchen Sie sich einen strategisch günstigen Platz, wo der Pfeil Sie unter allen Umständen treffen muss, und seien Sie wieder mal verliebt!


Nickname 08.07.2017, 21.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

TRÄUME SIND NICHT NUR SCHÄUME

Seit einiger Zeit träume ich nachts manchmal die kuriosesten Geschichten. Lauter Dinge, die mit meinem aktuellen Dasein rein gar nichts zu tun haben. Mein Unterbewusstsein kramt sie wohl aus irgendwelchen früheren Leben hervor, damit ich sie endlich auflöse und heile. Das strengt ganz schön an, deswegen bin ich morgens oft unausgeschlafen und komme nur schwer in die Gänge.

 

Mit meinem letzten Traum kann ich wenigstens etwas anfangen: Ich saß mit einer Gruppe von Leuten zusammen – alle zwischen Dreißig und Vierzig, also bedeutend jünger als ich – und wir spielten Kniffel. Das ist ein vergnügliches, nicht allzu anspruchsvolles Würfelspiel, bei dem man sich zwar konzentrieren muss, sich aber trotzdem immer noch angeregt unterhalten kann. Leider war ich die Einzige mit echten Würfeln, Spielblock und Stift. Alle anderen hatten sich das Spiel als App auf ihr Smartphone heruntergeladen und knobelten still vor sich hin.


 

Das wurde mir bald zu dumm und ich sagte: „Also, mir reicht´s, ich habe keine Lust mehr. Kniffel ist schließlich ein Gesellschaftsspiel und wie der Name sagt, spielt man es miteinander und nicht allein auf einem fremden Stern.“ Zwar hörte niemand hin, dafür waren alle zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Aber kennen Sie das befreiende Gefühl, wenn Sie endlich etwas ausgesprochen haben, das Sie schon lange loswerden wollten? So war mir nach dem Aufwachen zumute.

 

Wie ich gerade auf Kniffel kam, liegt nahe; ich spiele es regelmäßig mit zwei alten Damen im Heim. Über Smartphones kann ich wenig sagen, denn ich besitze keins. Vor kurzem habe ich gelesen, dass viele Menschen die wachsende Isolation und Vereinsamung in unserem Land beklagen. Mir scheint, sie arbeiten gerade fleißig daran mit.

 

Nickname 08.07.2017, 21.08| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SCHERZFRAGE

"Was ist der Unterschied zwischen Gott und Lehrern?" Antwort: "Gott weiß alles, Lehrer wissen alles besser." Wer alles besser weiß, braucht aber deshalb noch lange nicht viel zu wissen, geschweige denn alles. Besonders Pauker - Hochschullehrer inklusive - spielen allerdings gern den Zwerg Allwissend. Von ein paar rühmlichen Ausnahmen abgesehen; so hatte ich zum Beispiel an der Uni einen Professor, der, um unsere Examensangst ein wenig zu mildern, frank und frei zugab, dass wir ihn ohne weiteres auch 'auf Lücke' prüfen könnten. Aber viele von ihnen tun wirklich so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei verlangt keiner von ihnen, dass sie Gott sind und tatsächlich alles wissen. Warum geben sie dann so an?


Möglicherweise können sie gar nichts dafür, und es liegt an unserer Erwartungshaltung, die wir ihnen gegenüber haben. Sie sollten vielleicht nicht alles wissen, aber doch eine ganze Menge, das ist der Anspruch. Es wäre ja auch voll peinlich, wenn ein Lehrer bei "Wer wird Millionär" bereits an der 500-Euro-Frage scheitern würde (obwohl ich sagen muss, dass ich beim Mitraten an der Stelle schon öfter ins Straucheln gekommen bin, die 125.000er-Frage dagegen puppenleicht fand). Das gäbe dann am nächsten Tag in der Schule ein schönes Spießrutenlaufen. Dabei finde ich, dass nicht das reine Wissen einen guten Lehrer ausmacht; das kann jeder Schüler sich auch allein mithilfe von Handbüchern und im Internet aneignen. Lehrer sollten vor allem gut darin sein, ihren Schülern etwas beizubringen, das sie zu lebenstüchtigen jungen Menschen macht. Dazu gehört weit mehr als nur stures Einpauken von Geschichtsdaten und mathematischen Formeln.





Nickname 07.07.2017, 22.12| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

V.I.P.


In metallic-blauer Schrift auf einem Kuvert aus goldfarbener Knisterfolie leuchtet es mir entgegen:


„Herzlichen Glückwunsch, liebe Frau D.! Sie wurden als V.I.P. Kundin von uns ausgewählt…“


Wie denn, ich als V.I.P.? Na, da soll doch gleich…! Ich ahne schon, was mich erwartet, und richtig: In dem nobel aussehenden Umschlag steckt der brandneue Katalog eines Modehauses für die Dame ab Konfektionsgröße 42. Alles was die stärkere Frau im kommenden Herbst und Winter so trägt, fotografiert an bildhübschen Zwanzigjährigen mit, na sagen wir, höchstens Größe 36. Wir erinnern uns: Zielgruppe soll hier Mrs. Molly und nicht Miss Twiggy sein! Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Also, Mode für Herbst und Winter 2017/2018. Donnerwetter, die haben vielleicht ein Tempo drauf! Ich habe noch nicht einmal meine Garderobe für diesen Sommer aufgefrischt. Auf der Titelseite geht es dann folgendermaßen weiter:


„…Sie kommen als Erste (Frage: Und Einzige? Wenn man das so liest, könnte man es fast glauben) in den Genuss unserer Kollektion für die Saison Herbst/Winter 2017/2018. Für Ihre Vorabbestellung bis 25.07.2017 aus unserem neuen Katalog bedanken wir uns mit lohnenden Vorteilen:


Geschenk 1: praktischer Multifunktionswecker (brauchen wir nicht, Nelly, Barny und Woody sorgen mit ihren kalten Schnauzen schon dafür, dass wir nicht verpennen)


Geschenk 2: Gutschrift über 10 € für Sie (wenn ich nichts bestelle, spare ich mehr)


Extra: bevorzugte Lieferung ab Mitte September 2017


Das ist ja wohl der Hohn auf Socken! Ich kaufe doch heute nichts, was ich erst in knapp zweieinhalb Monaten bekomme. Geduld ist nicht meine Stärke, und wenn ich überhaupt etwas bestelle, dann will ich es möglichst schon gestern geliefert haben. Außerdem, wer sagt, dass ich im Herbst noch Mode für große Größen brauche? Schließlich könnte ich bis dahin abnehmen. Vielleicht nicht gleich mehrere Kleidergrößen und erst recht nicht während der von mir so heiß geliebten Eiszeit (Mango, Pistazie, Zitrone,  Stracciatella, mmhhh…). Aber das wissen die ja nicht.


Regelmäßig finde ich mindestens drei solcher Druckerzeugnisse, alle ganz ähnlich marktschreierisch aufgemacht, in unserem Hausbriefkasten vor. Pro Woche? Nicht doch, pro Tag! Woher wissen die bloß alle, wie ich heiße und wo ich wohne, obwohl ich noch nie etwas bei ihnen geordert habe? Ganz zu schweigen von der Flut an Flyern diverser Pizzalieferdienste, Handwerksbetriebe und Gärtnereien sowie den Wurfsendungen sämtlicher ortsansässiger Discounter. Für die kleinen, unscheinbaren, dafür aber immens wichtigen Briefe – Liebesgrüße vom heimlichen Verehrer, Steuergutschrift vom Finanzamt, das kommt schon mal vor! – bleibt kaum noch Platz, und man muss höllisch aufpassen, dass man sie nicht versehentlich mit all dem unerwünschten Papierkram in der blauen Tonne entsorgt. Unser Postbote hat jedes Mal seine liebe Not, den ganzen Wust in unseren Briefkasten zu stopfen, der sich dann wegen Überfüllung oft nur mit Gewalt öffnen lässt. Aber das ist noch längst nicht alles. Neulich kam der Katalog eines bekannten Versandhauses mit vier Buchstaben sogar per Paketauto. Der Wälzer wog mindestens drei Kilo und war ungefähr so dick wie der 10. Band des Großen Brockhaus (die Älteren erinnern sich: Das ist ein auf Papier gedrucktes Lexikon, also ein Buch).


Der Text auf Umschlag oder Titelblatt variiert von Firma zu Firma, Inhalt und Aussage bleiben sich dagegen stets gleich. Papier ist geduldig; ich bin es nicht, und ich merke, wie ich beim Lesen immer mehr erröte. Vor Freude? Nein, vor Wut und das aus mehreren Gründen.


Erstens: Halten die mich echt für so bescheuert, dass ich ihnen abkaufe, gerade ich sei unter Tausenden - ach was sage ich, Hunderttausenden - auserwählt worden, diese tollen, extra für mich designten Modelle zu erwerben und zu tragen? Nicht wahr, da fühle ich mich doch gleich wie Claudia Schiffer, Heidi Klum und Naomi Campbell in einer Person! Und wäre es wirklich an dem, was um Himmelswillen sollen all die anderen, minder Privilegierten in der kommenden Saison anziehen? Oder müssen die nackt herumlaufen? Zweitens: Wissen die Verantwortlichen für diese überflüssigen Papierberge noch immer nicht, welchen Schaden Folien und ähnliche Verpackungen in der Umwelt anrichten? (Dazu fällt mir ein: Wer, zum Teufel, ist eigentlich irgendwann auf den idiotischen Einfall gekommen, bunte Blumensträuße in Klarsichtfolie zu verpacken, die man noch nicht einmal wiederverwenden kann, weil sie beim Versuch, den Tesafilm abzuziehen, todsicher zerreißt?) Abgesehen davon haben die Prospektmacher und ihre Auftraggeber wohl auch nichts vom Sterben des Regenwaldes gehört. Das Papier für ihre bunten Hochglanzblätter wird bekanntlich aus Holz gemacht, und woraus bestehen Bäume? Aus Holz. Botschaft angekommen? Ein paar Zyniker werden jetzt einwenden, dass das vorhin erwähnte Lexikon schließlich auch auf Papier gedruckt wurde; aber das lässt sich ja wohl nicht vergleichen.


Alle meine Bemühungen, die lästigen Briefkastenverstopfer loszuwerden, sind kläglich gescheitert. Ich habe versucht, sie telefonisch abzubestellen. Das Gespräch ging natürlich auf meine Kosten, weil die meisten Unternehmen wenig kundenfreundliche, gebührenpflichtige 01805er Rufnummern verwenden. Dutzende von Mails habe ich geschrieben, mit der Bitte, meine Daten doch schleunigst aus dem Firmencomputer zu löschen. Ich habe geweint, gebettelt und gedroht. Es war vergebens. Man kann oder will mich einfach nicht verstehen. Prospekte und Kataloge flattern weiterhin munter ins Haus - und wandern gleich darauf ungelesen in den Müll.



Bisher glaubte ich, das Kürzel V.I.P. stände für „Very Impotent Person“. In Wahrheit bedeutet es aber etwas ganz anderes, nämlich: „Völlig Irrsinnige Papierverschwendung“!

Nickname 07.07.2017, 22.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BALL PARADOX

„Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen.“ Diesen Satz habe ich schon auf vielen Seiten als Leitmotiv gelesen. Für mich klingt er fast rührend trotzig, dabei ist er wohl eher provokativ gemeint. Im Grunde trifft er aber genau den Kern der Sache.


Es ist nicht der Sinn unseres Lebens, den Vorstellungen und Erwartungen anderer zu entsprechen. Unser Ego redet uns das zwar ein: „Du musst nur den anderen gefallen, dann hast du Erfolg und wirst geliebt.“ Unser höheres Selbst, das heißt unser eigentliches ICH, weiß es besser. Wenn wir nicht authentisch sind und auch mal gegen den Strom schwimmen (was das Leben zugegebenermaßen anstrengender macht), dann sind wir auf Dauer nicht glaubwürdig. Und wenn wir uns selbst nicht lieben und wertschätzen, wie soll es dann sonst jemand tun? Wie innen, so außen, ganz einfach und logisch.


Trotzdem stört mich etwas an dieser Aussage, sie erscheint mir irgendwie unvollständig. Wenn man dagegen den Umkehrschluss zieht und beides hintereinander liest, wird das Bild komplett: „Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen – und die anderen sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ich sie haben will!“. Toleranz pur. Wobei das Wort für mich immer so einen negativen Beigeschmack hat: Zwar heiße ich es nicht gut, wie er/sie denkt, sich kleidet oder benimmt, aber ich toleriere es halt, weil ich so ein weltoffener, großzügiger Mensch bin. Akzeptanz gefällt mir persönlich besser, denn das bedeutet, den anderen ohne Vorurteile und Vorverurteilungen anzunehmen, genauso wie er ist. Nun bin ich selbst von dieser Haltung noch Lichtjahre entfernt, ertappe mich täglich dabei, wie ich mir über Menschen eine Meinung bilde, die ich überhaupt nicht kenne und nur flüchtig im Vorbeigehen registriere. Aber wenn wir irgendwann dahin kommen könnten, diesen Satz zu leben, dann wäre das das Ende aller Feindseligkeiten und Kriege. Wir hätten unseren Garten Eden wieder.


Nickname 06.07.2017, 22.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

HILFE, ICH BRAUCHE DRINGEND NEUE FÜßE!

Meine passen nämlich bald in keinen Schuh mehr. Warum? Weil ich mir jeden, wirklich jeden anziehe, egal ob es meine Größe ist oder nicht.


Jüngstes Beispiel: Robin, der Enkel meiner Freundin Melanie, besucht seit einem Jahr die Realschule. Seine Leistungen sind ganz unterschiedlich; in Mathematik ist er ein As, Deutsch geht so, und Englisch läuft irgendwie nebenher. Seine Einstellung dazu war bisher eher lässig: „Was regst du dich auf über die Fünf in Englisch? Dafür habe ich in Mathe eine Eins!“ Aber allmählich kommt er drauf, dass gute Noten doch cooler sind als schlechte, und zwar in allen Fächern. Er strengt sich jetzt richtig an, und Melanie hilft ihm nach Kräften. Jeden Tag paukt sie mit ihm Englisch, obwohl sie es selber gar nicht kann.


Bisher lief das ganz prächtig, und im wöchentlichen Vokabeltest hatte der Junge schon zweimal ein „Sehr gut“. Aber jetzt geht´s langsam ans Eingemachte, an die Grammatik. Da stößt sie an ihre Grenzen, und vor ein paar Tagen erreichte mich ein telefonischer Hilferuf. Ich sagte, weißt du was, nenn mir den Titel des Englischbuchs, dann bestelle ich es mir, und wir machen Fernunterricht. Sie wohnt im Rheinland, da ist es leider nichts mit schnell mal rübergehen für ein Stündchen Nachhilfe. Kurze Zeit später rief sie mich wieder an: „Ich habe das Buch bestellt und an deine Adresse verschickt, am Donnerstag müsste es da sein." Prima, dann hätten wir übers Wochenende Zeit; am Montag ist nämlich die erste Hausaufgabe fällig.


Leider wartete ich heute vergeblich auf den Postboten. Ich war richtig verärgert. Warum hatte Melanie mir nicht einfach den Titel genannt, wie sie es ursprünglich wollte? Ich hätte das Buch dann bei einem großen Onlinehändler bestellt, bei dem gerade meine einmonatige kostenlose Probemitgliedschaft als Premiumkundin läuft. So wäre es garantiert heute hier gewesen. Ich weiß, sie meinte es gut und wollte mir die Ausgabe ersparen. Und dafür, dass die Mühlen der Post so langsam mahlen, können wir schließlich beide nichts. Trotzdem mache ich mir Vorwürfe und fühle mich schuldig, weil ich dem Kind dieses Mal nicht helfen kann. Anscheinend habe ich einen moralischen Schuhtick. Aua, verflixt noch mal – schon wieder eine neue Blase…


Nickname 06.07.2017, 22.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DANKE, SIE SIND EIN ENGEL!

„Mit siebzehn hat man noch Träume, da wachsen noch alle Bäume in den Himmel der Liebe“, sang Peggy March einst in den 60ern. So schön, so romantisch – nur leider wuchsen bei mir keine Bäume in den Himmel, sondern ich selbst. Schon mit fünfzehn war ich einen guten Kopf größer als die meisten meiner Mitschüler, und mit einem Kampfgewicht von knapp siebzig Kilo kam ich mir wie ein richtiges Elefantenbaby vor. Meine Omi, die nur anderthalb Meter groß war und nie mehr als einen Zentner wog, redete mir gut zu: „Warte nur, mein Kind, eines Tages wirst du dem lieben Gott dankbar sein, dass er dich hat so groß werden lassen.“ Ein schwacher Trost, wenn ich mir immer wieder den dämlichen Spruch anhören musste: „Na, wie ist denn die Luft da oben?“ und sich alle Jungs nur für meine zierlichen Freundinnen interessierten. Von denen hatte ich immerhin eine ganze Menge, sie brauchten ja meine Konkurrenz nicht zu fürchten. Am gemeinsten war, dass es ab Kleidergröße 40 keine richtig flotten Teenagerklamotten mehr gab und ich zu allem Übel auch noch im Omalook herumlaufen musste; zumindest empfand ich es damals so.


Aber irgendwann findet jedes Töpfchen sein Deckelchen. Mit einundzwanzig lernte ich in der Tanzschule den Besten kennen, der für mich auch heute noch der Größte ist – von außen, wie von innen. Wir waren damals beide auf der Suche nach einem neuen 'Trainingsgerät' fürs Turniertanzen - bei seinem Gardemaß von 1,90 m kein leichtes Unterfangen. Fast zwanzig Jahre lang haben wir dann recht erfolgreich Standardturniere getanzt. Hierbei kam unsere Körperlänge uns zugute, denn wir konnten viel raumgreifender tanzen und fielen einfach mehr auf als die kleineren Paare.


Es kommt des Öfteren vor, dass mich im Supermarkt jemand bittet, ihm etwas aus den oberen Regalen herunterzureichen. Erst gestern versuchte eine kleine Dame vergeblich, an das letzte Päckchen Tiefkühlspinat zu gelangen, das im Fach ganz hinten lag. Ich half ihr und erntete dafür ein strahlendes Lächeln. „Vielen Dank, Sie sind ein Engel!“, sagte sie. Das war vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es söhnte mich ein weiteres Mal mit meinen 'Affenarmen' aus. Omi hat recht behalten, es kommt manchmal eben doch auf die Größe an…


Nickname 06.07.2017, 21.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

EINS RAUF MIT MAPPE! EIN BISSCHEN NOSTALGIE


„Ach ja, früher, da war alles besser!“ Das sagen viele, aber so war es sicher nicht - und wenn doch, dann nur sehr bedingt. Es kommt ganz darauf an, in welcher Epoche man den größten Teil seines Lebens verbracht hat. Unsere Eltern und Großeltern würden wohl kaum von sich behaupten, sie hätten die besten aller Zeiten erlebt. Ihre Jugend und jungen Erwachsenenjahre waren geprägt von Krieg und Zerstörung, von Hunger und Angst. Eigentlich konnte es nur noch aufwärts gehen. Ich persönlich denke, dass meine Generation (Jahrgang 1955 und folgende) es hierzulande am glücklichsten getroffen hat. Wir leben seit unserer Geburt in Frieden, größtmöglicher Freiheit und sofern ich das beurteilen kann, weitestgehend in sozialer Sicherheit. Ich bin keine ewig Gestrige, die wehmütig den alten Zeiten nachtrauert. Es gibt aber Dinge, von denen ich meine, sie seien früher tatsächlich anders und besser gewesen.


Unsere Patentochter Sanni hat gerade ihr Abitur gemacht. Das erinnert mich an meine eigene Schulzeit. Wir hatten damals noch kein Kurssystem, sondern wurden bis zum Ende im Klassenverband unterrichtet. Natürlich gab es Cliquen, man mochte nicht alle Mitschüler gleich gut leiden, und ich gehörte eher zu den Unbeliebten. Trotzdem standen meine Klassenkameraden auf dem Gang vor dem Prüfungszimmer und drückten mir die Daumen, als ich ins mündliche Abitur musste, um mich von der Fünf in Mathe auf eine Vier zu retten. Als unser Lehrer dann endlich den Kopf durch die Tür steckte und flüsterte: „Ja, sie hat´s geschafft“, klatschten sie sogar Beifall.


Es gab eine richtig tolle Schulabschlussfete; eigentlich war es schon eher ein Ball. Wir hatten alles in eigener Regie geplant und vorbereitet, jeder steuerte seinen Teil bei: Etwas für das leibliche Wohl, ein selbst getextetes Lied, eine Parodie oder einen lustigen Sketch. Sämtliche Eltern und Lehrer waren eingeladen, und sie kamen auch alle, um mit uns den Abschluss dieses Lebensabschnitts zu feiern, bevor wir dann „hinaus ins feindliche Leben“ gingen.


Bei Sanni verläuft schon längst vieles im Sande. Durch das Kurssystem werden Freundschaften frühzeitig beendet, denn jeder setzt sich andere Schwerpunkte, und in den letzten drei Semestern hat sie ihre Freundinnen im Unterricht nur noch selten gesehen. Eine Abifeier war zwar geplant, aber „eigentlich hat keiner so richtig Lust, sich um die Vorbereitungen zu kümmern. Es wollen sowieso nicht alle kommen, sondern lieber mit ihren eigenen Leuten was machen.“ Ich finde das jammerschade. Ein bisschen Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt wären doch ganz hübsche Mitbringsel aus der guten, alten Zeit.


Nickname 06.07.2017, 21.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

UND HEUT´ ABEND HAB ICH KOPFWEH

Perlen bedeuten Tränen, so besagt es das Sprichwort. Bei mir sind es jedes Mal Freudentränen, wenn ich welche geschenkt bekomme; egal ob als Kette, als Armband, als Ohrclips oder als Ring. Die kleine Meerjungfrau in mir liebt alles, was aus dem Wasser kommt, und Perlen sind für mich ein ganz besonderer Schatz der Natur. Wenn ich bedenke, welche Anstrengung es eine Auster kostet, um ein solches Kleinod hervorzubringen, wird mir ganz andächtig zumute.


Perlen sind gern unter sich; deshalb ist es ratsam, sie weich einzupacken und getrennt von anderen Preziosen aufzubewahren.- Ein sehr spezielles Schmuckkästchen hatte ein französischer Fischer aus Saint – Tropez eingerichtet. Der Ärmste litt jahrelang unter quälenden Kopfschmerzen, allerdings ohne ersichtlichen Grund. Seine Frau befürchtete für ihre Ehe schon das Schlimmste (normalerweise sind Migräne in gewissen Momenten der Unlust ja eine beliebte Entschuldigung der Damen), als ein Arztbesuch ebenso überraschende wie erleichternde Aufklärung brachte: Ihr Mann lebte seit sechzehn Jahren mit einer Zuchtperle im Ohr! Wie war sie dorthin gelangt? Die Ehefrau erinnerte sich, dass ihre damals zweijährige Tochter ihr seinerzeit beim Spielen versehentlich eine Perlenkette vom Hals gerissen hatte. Eine der größten Perlen war offenbar in das Ohr des Vaters geraten, als dieser mittags ein Nickerchen hielt. Jahrelang blieb die Suche vergeblich – bis zu jenem denkwürdigen Besuch beim Ohrenarzt.


Endlich konnte die Kette repariert werden; der Mann war um eine Ausrede ärmer, die Frau um ein geliebtes Schmuckstück reicher – und „Fisherman´s Friend“ war in diesem Fall kein Halsbonbon, sondern ein besonders edler Ohrwurm.


Fazit: Perlen schmücken, statt zu drücken – vorausgesetzt, sie werden äußerlich getragen.


Nickname 05.07.2017, 22.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAHOAM IS DAHOAM!

"East, west - home is best!" Dieses Sprichwort nahm eine Engländerin sich zeitlebens besonders zu Herzen. Die kürzlich Verstorbene reiste in 94 Jahren nur ganze 16 Kilometer weit! Als vierjähriges Mädchen zog sie mit ihrem Vater in das kleine südenglische Dorf Shrewton, wo sie die restlichen 94 Jahre ihres Lebens verbrachte, so meldete die Londoner "Times". Einzige Ausnahmen bildeten ein Arztbesuch im Nachbardorf und ein Ausflug in die nächste Kleinstadt Salisbury, wo sie als 96-Jährige zum ersten Mal in ihrem Leben eine Fußgängerampel sah.

Wie ihre Angehörigen versicherten, hatte sie trotzdem nie das Gefühl, etwas zu verpassen. Sie lebte gern in Shrewton und es zog sie nichts von dort weg. Der Tante-Emma-Laden und das Postamt hielten alles bereit, was sie zum Leben benötigte. Eine Verwandte, die am Sterbebett bei ihr war, berichtete: "Sie sagte immer: 'Hier gibt es doch alles, was ich brauche.' "


Dabei dachte ich, wir wären die weltweit größten Reisemuffel. Wir haben es nie über die Steiermark hinaus gebracht, und auch das ist schon zwölf Jahre her. Das liegt natürlich mit an unseren Vierbeinern, denen wir weite Reisen nicht gern zumuten möchten. Der Hauptgrund ist aber die eigene Bequemlichkeit. Madame ist zum Kofferpacken nämlich viel zu faul - wozu sich die Mühe machen, wo man doch zuhause alles an Ort und Stelle hat!




Monsieur lässt ebenfalls am liebsten auf der heimischen Terrasse die Beine baumeln.


Nickname 05.07.2017, 22.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ZUR GUTEN NACHT: DARÜBER LÄSST SICH STREICHEN

Neue Verbr... äh, Verzeihung, Versprecher - gesammelt von meinem Lieblingspfarrer Hartmut Walsdorff:

"Herzlichen Dank für das korpulente Mahl." (opulente, und zuviel davon macht dann eben korpulent)


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"Ich sage das voller Wermut." (Wehmut, aber zuviel Wermut kann sicher auch manchmal wehmütig stimmen)


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"Kaum ein Junge kennt heute noch dasMörseralphabet." (Morse, für die Jüngeren: So ähnlich wie SMS-Kürzel)


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"Einer wie er hat immer noch was in Petting." (Wie schön, wenn man sowas in petto hat)


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"Mit einer Artillerieverkalkung ist nicht zu spaßen." (Gemeint sind natürlich die Arterien; bei der Artillerie wäre es mir eigentlich lieber)


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"Ihr rechtes Blicklicht blickt nicht." (Blinklicht blinkt nicht - zwei schöne Zungenbrecher)


Allen Lesern

eine bärig gute Nacht!


Nickname 04.07.2017, 17.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SO GEHÖRT SICH DAS: ERST DIE FREIZEIT, DANN DAS VERGNÜGEN!


"Alle Kinder waren munter wie die Fische im Wasser. Am nächsten Morgen konnte der Heimleiter einige im See fangen. Sie wurden zum Mittagessen gebraten."


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Schulwandertag: "In einer Stunde waren wir gewaschen, angezogen und gefrühstückt."


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"Zur Strafe mussten wir die Schnipsel alle wieder aufsammeln. Das war eine richtige Syphilisarbeit." (Sisyphus)


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Verkehrserziehung: "Wenn ein Auto einen Radfahrer überholt, sollte es ihm genügend Platz zum Hinfallen lassen."


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Dein Helfer in allen Lebenslagen: "Der riesige Menschenstrom vor Weihnachten zwang die Polizei in der Stadt, Verhütungsmaßnah-
men zu ergreifen. Ein großes Aufgebot regelte den Verkehr."


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Rücksichtsvoll: "Er schleppte sich in ein Haus, damit die Leute auf der Straße nicht merkten, dass er tot war."


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Verständigung: "Das Buch des Papstes ist jetzt auch ins Evangelische (ins Englische) übersetzt worden."


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Halbe Sache: "Die Schwesterparteien haben Frieden geschlossen und wollen wieder aufeinander losgehen (zugehen)."


Allen Lesern einen friedlichen Abend!


Nickname 04.07.2017, 17.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

MAN SOLLTE SCHON WISSEN WIE ES GEHT!

„Im Zeitalter der Aufklärung lernten die Menschen, wie man die Kinder selber macht.“

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Wie im richtigen Leben: „Man muss in der Schule nicht alles kapieren. Hauptsache, man kann es.“


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Rücksichtsvoll: „ich beichte in der Kirche nur ganz wenig, damit sie hinter mir nicht so lange warten müssen.“



So werden sie erwachsen: „Mein kleiner Bruder ist schon abgestillt. Jetzt muss er nur noch abgeflascht werden.“



Weise Voraussicht: „Heiraten kann man erst, wenn man eine Kamera hat. Weil die Braut ja ein Video von der Hochzeit haben will.“


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Man kann nicht alles haben: „Gestern war ein Mann an der Tür, der hat fürs Altersheim gesammelt. Aber unseren Opa haben wir ihm nicht gegeben.“


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„Mein Opa spielt in der Blaskapelle auf einer echten Trombose."


Allen einen musikalischen Feierabend!


Nickname 04.07.2017, 17.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

DIE BENACHTEILIGUNG ERFOLGT DURCH DIE POST

"Höhepunkt des Abends sind die singenden, musizierenden und johlenden Geschwister Schmidt." (jodelnden)


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"Rinderhufsteaks zum Braten und Grillen." (Hüft...)


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"Mann 40, habe Ärger mit 2 Frauen, suche 3., die mir Rechtsanwalt bezahlt."


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"Kühler und Wasserpumpe eines nicht zugelassenen Opas montierte ein Mann am vergangenen Montag in Unterhachingen ab und nahm die Teile mit." (Opels)


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"Das größte Glück der Pferde sind Reiter auf der Erde."


Allen Lesern

einen sattelfesten Feierabend!


Nickname 04.07.2017, 17.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

WAS DARF´S DENN SEIN?

Jeder, der Bestellungen bearbeiten muss, hat es schon erlebt: Nicht immer weiß der Kunde genau, was er will. Manches kennt er nur vom Hörensagen, und da können die Ohren schon mal den einen oder anderen Streich spielen. Hier ein paar hübsche Beispiele:


Bestellung: Textbuch zu Hoffmannstropfen
Gemeint war: Hoffmanns Erzählungen


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Bestellung: Andersens gesammelte Mädchen
Gemeint war: Andersens Märchen


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Bestellung: Etwas von Annemarie Rilke
Gemeint war: Rainer Maria Rilke


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Bestellung: Maiers Schulrat
Gemeint war: Maria Stuart


Nickname 04.07.2017, 17.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

HAMSE NICH EEN LIED FÜR MICH?

So ein Radiomoderator hat es nicht immer leicht, wenn es darum geht, die musikalischen Wünsche seiner Hörer zu erfüllen. Oftmals muss er dabei wahre Detektivarbeit leisten und gibt auch dem zuständigen Redakteur allerhand Rätsel auf. Wie wär´s zum Beispiel hiermit:


Bestellung: Klein Müllers Dori
Gemeint war: Glenn Miller Story


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Bestellung: Mei Häppi nässt.
Gemeint war: My Happiness


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Bestellung: Insel mit Mut
Gemeint war: In the mood


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Bestellung: Sio ledda arigedda
Gemeint war: See you later Alligator


In diesem Sinne!


 

Nickname 04.07.2017, 17.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

VERSPROCHEN IST VERSPROCHEN!

Ob in der Wirtschaft, beim Sport oder in der Politik: Der Versprecherteufel findet seine Opfer überall, zum Vergnügen von Zuhörern und Lesern. Bei vielen stand wohl der gute, alte Sigmund Freud Pate; bei anderen - wie dem "Sexfrühstück" - war eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Wie auch immer, amüsant sind sie allemal. Ich habe hier für Sie wieder eine kleine Auswahl zusammengetragen. Viel Spaß damit!




Allen einen schönen Abend,

der hält, was er verspricht!

Nickname 03.07.2017, 17.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SUCHE GARAGE MIT DUSCHE/WC FÜR ZWEI AUTOS

Ja, auch das findet man, wenn man die Anzeigenteile diverser Tageszeitungen aufmerksam liest. Überhaupt zahlt genaues Lesen sich aus. Schmunzeln garantiert!

"Wieder mehr Babys! Ursache ist größtenteils unklar."

Oder auch nicht, denn:
"Der Geschlechtsunterschied zwischen den Eltern ist Voraussetzung für die Zeugung des Nachwuchses."
(Vive la différence!)


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"Als untergewichtig gelten Säuglinge, die bei der Geburt weniger als 2500 Kilogramm wiegen." (Ach, du dickes Ei!)


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"Total entnervte Psychologen-Wohngemeinschaft sucht robuste Person zur Zähmung zweier antiautoritär erzogener 'Ungeheuer', 3 und 6 Jahre alt"


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"Diskussionsgruppe Donnerstag: Der Verkehr mit dem anderen Geschlecht (nur bei schlechtem Wetter)" (Und was machen wir bei Sonnenschein?)


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"Und er verströmte warme Wellen von Trost und Liebe für sie, und wenn er ihr die Butter reichte, war sein Herz darin."


Allen Lesern

einen herzerwärmenden Montagabend!


Nickname 03.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ES FÄNGT DAMIT AN, DASS AM ENDE EIN PUNKT FEHLT

Gute Manieren: „Ach, wissen Sie, wer im Gasthaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!“ (Glashaus)

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Botox fürs Parlament: „Herr Abgeordneter, Sie müssen sich hier nicht so aufpolstern.“ (aufplustern)


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Putzig: „Es half dann auch nichts, dass Wolfgang Schnäuble staubte.“ (Schäuble schnaubte)


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Jungfräulichkeit verloren: „Der Senator kam nicht mit hehren Lenden.“ (leeren Händen)


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Studenten hoffen auf Sonne: „Es bleibt bei der Regenstudienzeit. Punkt.“ (Regelstudienzeit)


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Appetitlich: „Die Kinder sehen sich gerade Schneeweißchen und Rosenkohl an.“ (Rosenrot)


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Hier wäre ein Navi hilfreich: „ Sie finden uns in Köln, Frankfurt oder Frankfurt oder an der Oder in Franfkurt an oder in Berlin – na, hoffentlich finden Sie uns!“


Allen einen gut orientierten Feierabend!


Nickname 03.07.2017, 17.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ES GIBT WIRKLICH KEINEN GRUND ZUM ANLASS

Ganz schön elitär: „Bei uns im Dorf studierte natürlich nicht jeder Schafskopf. Aus meinem Jahrgang war ich der Einzige.“


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Ein echter Feinschmecker: „Ich esse am liebsten Obst, Genüsse und Flügel.“ (Nüsse und Geflügel)


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„Wir schalten nach Rom zur Ostereisprache des Papstes.“ 
(…ansprache)


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Eine saubere Sache: „Ihre Seife kann ich nur wärmstens empfehlen. Unsere Kinder sind nicht wiederzuerkennen!“


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Na, dann Prost: „Hauptverantwortlich für den Dialog soll der landeskirchliche Sektbeauftrage sein.“ (Sekten…)



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Ein unmoralisches Angebot: „Ihr könnt mich doch gern alle mal haben!“ (alle mal gern haben)


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Schnipp, schnapp, Haare ab: „Gelobt sei der Herr der himmlischen Haarscheren!“ (Heerscharen)


Allen einen wohlfrisierten Feierabend!



Nickname 03.07.2017, 16.43| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SO SICHER WIE DAS AMEN IN DER KÜCHE

Dazu fällt mir spontan die folgende kleine Geschichte ein: Zwei Steppkes unterhalten sich. Fragt der eine: "Sag mal, betet ihr bei euch zu Hause auch immer vor dem Essen?" Antwortet der andere: "Nee, das brauchen wir nicht, meine Mutter kocht ganz gut!"



Und hier noch ein paar Betthupferl, entdeckt in Schulaufsätzen unseres hoffnungsvollen Nachwuchses. Viel Vergnügen!


"Mozart ist selbst gestorben." (Eine alte Erkenntnis - wenn man will, dass etwas richtig getan wird, muss man es selbst tun!)