Mitternachtsspitzen
"Genieße still zufrieden den sonnig heiteren Tag; du weißt nicht, ob hienieden ein weiterer kommen mag." JOHANNES STURM

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gemeldet am: 28.07.2016 16:33

Ihre Bewertung bitte, Graf Bobby!

Für den hervorragenden Service,...

die ausgezeichnete Küche...

und das gepflegte Ambiente...



…sowie für die im Preis inbegriffene Möglichkeit,

nach dem Diner in gemütlicher Atmosphäre

ein ausgiebiges Mittagsschläfchen zu halten…



…verleihe ich dem Haus viereinhalb Sterne.


Die Portionen dürften für meinen Geschmack gern etwas größer sein. Auch empfinde ich die regelmäßig auf der Bildfläche erscheinenden Zaungäste, die einem jeden Bissen ins Maul zählen, eher als störend.



Daher gibt es einen halben Punkt Abzug, ansonsten wäre es für mich ganz klar eine Fünf-Sterne-Bewertung.


Mit besten Empfehlungen,

Graf Bobby
(Haushund und Gourmet)

Nickname 28.07.2016, 16.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Bewertung, Sterne, Service, Meinung, Preis,

Endlich ist es wieder Zeit für tätige Nachbarschaftshilfe!

Die Rentnerin bittet ihre junge, attraktive Nachbarin:

"Könnten Sie sich heute vielleicht auf Ihrer Terrasse sonnen? Es wird nämlich höchste Zeit, dass mein Mann mal wieder den Rasen mäht!" 

GBPicsOnline

Nickname 27.07.2016, 16.52| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Rentner, Nachbarschaft, Hilfe, Rasen mähen, Sonne,

Müßiggang hat Gold im Munde ! (?)

Wie heißt es richtig: „Lass m i r die Arbeit machen“ oder „lass m i c h die Arbeit machen?“


Beides ist falsch: „Lass a n d e r e die Arbeit machen“, muss es korrekt lauten. So will es zumindest die deutsche Sprachlehre für Faule. Meine persönliche Grammatik ist das nicht. Vor fünfundzwanzig Jahren waren wir mit einem bekannten, leider früh verstorbenen Showkünstler eng befreundet. Über sechs Monate gastierte er mit seinem Partner hier in der Stadt, aber natürlich konnten wir nur manchmal eine Vorstellung besuchen. Jeden Abend dachte ich, jetzt steht er wieder bis kurz vor Mitternacht auf der Bühne, danach noch abschminken, mit den Fans plaudern und Hunderte von Autogrammen schreiben. Vor ein Uhr kommt er nicht aus dem Theater, während du hier im Bett liegst und selig schlummerst. Also habe ich bis in den frühen Morgen gelesen, gelernt und Seminararbeiten geschrieben.


Mit unseren Gärtnern verhält es sich zurzeit ganz ähnlich. Sie jäten fleißig Unkraut, schneiden Hecken, mähen Rasen; aber ich sitze derweil nicht etwa mit einem guten Buch in der Sonne. Stattdessen wasche ich den Wagen und räume die Garage auf.


Ich hatte schon immer ein schlechtes Gewissen, wenn andere arbeiten mussten, während ich mir einen feinen Lenz machte. Dabei habe ich es dreißig Jahre lang ebenso gehalten: Während die Gäste unseres kleinen Familienhotels sich die Stadt ansahen, chic essen gingen und eine tolle Zeit verlebten, habe ich ihr Frühstücksgeschirr abgewaschen, ihre Betten bezogen und ihre Toiletten geputzt. Das fand ich völlig in Ordnung. Anscheinend ist es eben doch nicht dasselbe, wenn zwei das gleiche tun. Aber vielleicht fällt es mir einfach nur schwer, mich daran zu gewöhnen, dass ich das Glück habe, anderen Menschen Arbeit geben zu können. Mögen mich nie schlimmere Sorgen plagen.

Nickname 26.07.2016, 14.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Arbeit, Freizeit, Grammatik, Show,

Ein willkommener Gast



"Man kann das Glück nicht
zwingen, zu einem zu kommen,
aber man kann es wenigstens
zu sich einladen."

(Attila Hörbiger)

Möge bei allen, die hier lesen und schreiben,

das Glück ein regelmäßiger Gast sein!


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Für diejenigen, die viel jünger sind als ich und ihn daher wahrscheinlich nicht mehr kennen werden: Attila Hörbiger (* 21. April 1896 in Budapest, Österreich-Ungarn; † 27. April 1987 in Wien, Österreich) war ein österreichischer Schauspieler. Er spielte von 1935 bis 1937 und von 1947 bis 1951 den "JEDERMANN" bei den Salzburger Festspielen und war – laut Max Reinhardt – der beste Darsteller dieser Rolle.

Nickname 25.07.2016, 09.19| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: SEELENGARTEN | Tags: Morgen, Montag, Schildkröte, Gruß, Gast,

Person Schwein

Es ist noch nicht lange her, da galten Tiere als lebende Automaten; ähnlich wie man Kinder noch bis ins 18. Jahrhundert hinein als sprechende Automaten betrachtete. Auf den Münzeinwurf folgte die entsprechende Warenausgabe – auf Futter die Zutraulichkeit, auf Schläge die Furcht. Man sah die Tiere einem strikten Reiz-Reaktions-Schema unterworfen, das durch ererbte Instinkte vorgegeben war. Selbst Lern- und Kommunikationsverhalten hielt man nur in den engen Grenzen des genetischen Codes für möglich, und dieser Code galt als eine Art unveränderliche Software, mit der das Gerät beziehungsweise Tier schon im Auslieferungszustand beziehungsweise bei der Geburt ausgestattet sei.
    
Insofern erübrigte sich für den naturwissenschaftlich aufgeklärten Menschen alle Einfühlung – alle Fragen nach Gefühlen, Empfindungen und Schmerzen der Tiere. Diese Fragen galten als Kitsch. Niemand, ein paar romantische Spinner ausgenommen, wäre auf die Idee gekommen, von einem Seelenleben der Tiere zu sprechen, wie es jetzt Peter Wohlleben in seinem gleichnamigen Bestseller ganz selbstverständlich tut.
                           

Was hat sich da verändert? Wie kommt es zu dem Massenerfolg eines Buches, das allen Nüchternheits- und Wissenschaftlichkeitsgeboten der Moderne widerspricht?  


Der Erfolg und übrigens auch das Wagnis des Autors sind bei Weitem erstaunlicher als bei dem Vorgängerbuch, ebenfalls einem Bestseller, das von dem "Geheimen Leben der Bäume"  erzählte. Auch dort rückte Peter Wohlleben Naturwesen in die Reichweite menschlicher Einfühlung, aber das war wenig mehr als ein rhetorischer Trick. Die wissenschaftlich gut gesicherten Erkenntnisse über das Kommunizieren von Bäumen untereinander, über Botenstoffe und Selbstorganisation im Pflanzenkollektiv wurden von ihm nur so erzählt, als handele es sich um Subjekte, die ein Bewusstsein ihres Tuns und Seins haben. Die Vermenschlichung – das, was man abfällig Anthropomorphismus nennt – war lediglich ein Sprachgestus. Die Analogien zum Menschen, der ja auch Botschaften austauscht und sich im Kollektiv organisiert, blieben genau dies: bloße Analogien, zum besseren pädagogischen Verständnis. Und natürlich sollte auch Respekt geweckt werden für die Pflanzen, die mehr sind als ein bloßer Rohstoff, viel mehr sogar.

    

Von einem Seelenleben der Tiere zu sprechen, und sei es nur fragend, geht aber weit darüber hinaus. Das ist kein sprachlicher Anthropomorphismus mehr, sondern eine Hypothese mit Anspruch auf Plausibilität, und zwar schon deswegen, weil sich der Mensch mit dem Tier in einer gemeinsamen Evolutionskette befindet – auch er ist ein Tier. Das aber heißt, dass Verhaltensähnlichkeiten keineswegs Analogien sein müssen, es können auch Verhaltensverwandtschaften sein. Ein Tier, das trauert, muss nicht nur für das menschliche Auge zu trauern scheinen – es könnte tatsächlich trauern. Die Einfühlung, die der Naturwissenschaftspositivismus jahrzehntelang für Kitsch, zumindest für trügerisch gehalten hat, könnte durchaus zu Recht versucht werden. Und mehr noch: Sogar die Einfühlung in die Einfühlung des Tieres wäre begründbar – also auch der früher gerne belächelte Satz: "Mein Hund spürt, dass ich traurig bin". 


Peter Wohlleben ist kein naiver Schwärmer. Er ist studierter Forstwirt, mit drei Jahrzehnten Praxis und entsprechend praktischer Nüchternheit. Er weiß, dass er sich auf ungesichertes Terrain begibt, wenn er den Abstand zwischen Tier und Mensch – den Abgrund funktionalen Missverstehens – solchermaßen verkleinert. Ein typisches Missverständnis ist beispielsweise, einem Tier emotionale Zuwendung zu unterstellen, das in Wahrheit nur gefüttert werden will. Aber selbst in diesem Falle ist nicht das Tier der Automat, sondern der Mensch ist in der tierischen Perspektive ein Automat. Und nicht alle Verhaltensweisen lassen sich auf diese Art von Berechnung reduzieren. Wohlleben hat viele Beispiele dafür, wie sich die naive Intuition (die als naiv denunzierte Intuition) durch genaue Beobachtung bestätigt – so lassen sich tatsächlich persönliche Freundschaften zwischen Tieren nachweisen. Er hat aber auch ein gutes theoretisches Argument: Der Abstand verkleinert sich von selbst, wenn man ihn nicht als Abstand von Mensch zu Tier, sondern als Abstand von Tier zu Tier sieht, erst recht von Säugetier zu Säugetier. Er verkleinert sich noch einmal, wenn es sich im Falle der Haustiere um eine jahrtausendelange Züchtung zur Menschennähe handelt.


Die klassische Verhaltensforschung hat gerade deshalb immer einen Bogen um die Haustiere gemacht: Weil in ihnen der Mensch als Züchter immer schon enthalten ist und daher nicht als objektiver Beobachter auftreten kann. Peter Wohlleben geht sogar einen charakteristischen Schritt darüber hinaus. Nicht nur das Haustier ist an den Menschen herangezüchtet worden, der Mensch selbst hat nach Jahrtausenden ein kulturell vermitteltes, vielleicht sogar inzwischen genetisch ererbtes Vorwissen über diese Tiere.


Das leicht und flüssig, gleichzeitig unterhaltsam und vorsichtig geschriebene Buch täuscht ein wenig über die wissenschaftliche und theoretische Beschlagenheit des Autors. Man könnte es leicht unterschätzen, wenn nicht die paar Fußnoten, die er hier und da macht, profunde Kenntnis der einschlägigen Forschungen verrieten. Noch weniger sollte man allerdings, trotz des sanften Tons, seine polemische Energie unterschätzen.

Wohlleben liebt es, die erstaunlichen Beobachtungen über die Fähigkeiten, die Intelligenz und Kommunikationsbegabung von Wildtieren stets mit ein und derselben Pointe zu versehen: dass sich diese Fähigkeiten auch bei Schweinen finden lassen. Kolkraben erkennen ihr Spiegelbild? Das tun Schweine auch. Rabenvögel lernen einen persönlichen Namen? Schweine auch.


Hier liegt nämlich das moralische Dilemma – und der wahrscheinliche Grund dafür, warum die Moderne so heftig daran interessiert war, Tieren ein Innenleben abzusprechen. Es war die Voraussetzung dafür, sie der industriellen Massenproduktion und deren Grausamkeiten auszuliefern. Automaten konnte man auch der Automatisierung unterwerfen. Und ebenso wahrscheinlich ist, dass die Exzesse dieser Industrialisierung nun den Blick auf den grundlegenden Fehler lenken, der sie erst hat entstehen lassen. Dieser Fehler war, das Tier als das ganz Andere zu denken.


Das ist es aber nicht. Peter Wohllebens Buch enthält die indirekte, darum nicht weniger energische Aufforderung an den Menschen, aus seiner herrischen Überlegenheitsposition herauszutreten und sich wieder in die Schöpfung einzusortieren – als Mitgeschöpf unter Geschöpfen. Die Fähigkeit dazu hat der Mensch, es bedarf gar keines moralischen Appells, sie aufzurufen. Sie besteht in der instinktiven Empathie, die jeder spürt, der sich dem Pulsschlag unter einem Fell, dem Zutraulichkeitswiehern eines Pferdes oder auch nur dem Blickkontakt mit einem Schwein aussetzt, den immer wachen, aufmerksamen, forschenden, schön bewimperten Schweinsäuglein. Das Tier ist eine Person, nicht weniger als der Mensch. "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Groschen? Dennoch ist vor Gott nicht einer von ihnen vergessen." (Lukas 12,4)


Peter Wohlleben hat ein Buch über "Das Seelenleben der Tiere" geschrieben. Kein Kitsch, sondern das Ergebnis seriöser Forschung und langer Beobachtung.    


Von Jens Jessen; DIE ZEIT Nr. 28/2016, 30. Juni 2016

Peter Wohlleben: Das Seelenleben der Tiere. Ludwig Verlag, München 2016; 240 S., 19,99 €

Nickname 24.07.2016, 14.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: PRO ANIMALE | Tags: Tiere, Schwein, Bücher, Seele, Peter Wohlleben, Die ZEIT,

Ja und Nein

Morgens beim Frühstück sagt er zu ihr: "Hör mal, neuerdings sprichst du auch noch im Schlaf. Ich habe ganz deutlich verstanden, wie du ein paarmal "Nein, Klaus, lass das! Nein, Klaus, nein!" gesagt hast. Ich heiße ja aber wohl Kurt, oder?" Sie antwortet: "Also, ich weiß gar nicht was du hast. Schließlich habe ich doch die ganze Zeit 'nein' gesagt!"


*********************


Zwei Dienstmädchen unterhalten sich. "Es ist schrecklich", klagt die eine, "andauernd muss ich nur sagen 'ja, gnädige Frau, selbstverständlich, gnädige Frau'...!"
"Du hast es gut, "seufzt die andere. "Ich muss immerzu sagen 'nein, gnädiger Herr, aber nicht doch, gnädiger Herr'...!"



Allen Lesern einen

eindeutig vergnügten

Nachmittag!

Nickname 22.07.2016, 14.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Ja, Nein,

Happy birthday to me!

„Was du heut´ nicht willst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen!“ Ich weiß, das Sprichwort geht anders; nur diese Lesart entspricht mir mehr. Ich gehöre zu denen, die bestimmte Angelegenheiten gern hinauszögern – in der Hoffnung, dass die sich irgendwann von selbst erledigen. Aussitzen nannte es unser Altkanzler Kohl, und manchmal funktioniert das auch. Es gibt aber Dinge, die schiebt man besser nicht auf die lange Bank, sondern tut sie bald, wenn einem die Intuition oder ein Engel (beide sind im Grunde ein- und dasselbe) dazu rät.

 

Als mein 50. Geburtstag bevorstand, überlegte ich, wie wir ihn begehen sollten. Zu einem großen Fest hatte ich keine rechte Lust. Früher war unsere Familie riesig. Es gab jeden Monat wenigstens drei Geburtstage, die fast alle gefeiert wurden. Ich fühlte mich einfach übersättigt. Vielleicht in ein paar Jahren wieder, zur Goldenen 55; für den Runden schwebte mir nur ein gemütliches Essen vor mit dem Besten, meinem Papa und höchsten drei oder vier weiteren Gästen.- Irgendwann flüsterte mir aber eine innere Stimme zu: Komm schon, dieses eine Mal noch. Sie sind schließlich alle nicht mehr die Jüngsten, und man weiß ja nie.

 

Kurz und gut: Am Ende umfasste meine Gästeliste fünfzig  Personen, und bis auf zwei waren sie zur Party vollzählig versammelt. Nur unsere Tierärztin mit ihrem Mann fehlte, weil sie den Termin verwechselt hatte und dachte, wir würden erst eine Woche später feiern. Sie wäre ohnehin entschuldigt gewesen, denn an diesem Sonntagmittag hatte sie in ihrer Praxis noch einen Notfall zu versorgen.

 

Es wurde ein ausgesprochen fröhliches und harmonisches Fest. Besonders mein Papa, der schon immer sehr gesellig war und gern den Entertainer spielte, fühlte sich in seinem Element. Er kannte viele der Anwesenden schon sein halbes Leben oder länger und unterhielt sich glänzend. Auf Geschenke hatte ich verzichtet und stattdessen um eine Spende für ein Kinderhospiz gebeten. Von Kleinigkeiten abgesehen hielten sich alle daran. Sie zeigten sich äußerst großzügig, und ich konnte dem „Sonnenhof“ stattliche 756 € überweisen!

 

Einen halben Monat später starb mein Papa völlig überraschend. Er hatte eine leichte Grippe mit den üblichen Begleiterscheinungen, wie Gliederschmerzen und erhöhter Temperatur. Abends kam noch die Ärztin und gab ihm eine Spritze. Gegen Mitternacht sagte er zu uns: „Ich bin jetzt müde und ihr seid es auch. Also, geht schlafen. Danke für alles und gute Nacht.“ Am nächsten Morgen fanden wir ihn tot in seinem Bett. Er lächelte und wirkte so entspannt, als sei er ganz friedlich eingeschlafen. Für uns war sein plötzlicher Tod ein Schock. Trotzdem war ich froh, meiner Eingebung gefolgt zu sein. So hatten die Restfamilie und die alten Freunde ein letztes Mal mit ihm reden und sich von ihm verabschieden können.



Mein Papa mit 15 Jahren als jüngster Flak - Helfer

Mein erstes Fahrrad - und der Papi ist immer dabei!


Nickname 21.07.2016, 17.14| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: SEELENGARTEN | Tags: Vater, Geburtstag, Feiern, Erinnerung, Leben, Tod,

Zum Nachtisch: Der Alleskleber

Ein älterer Herr stürmt in den Drogeriemarkt:
"Wer hat meiner Frau gestern Alleskleber statt Haftcreme verkauft?"


Peinlich berührt meldet sich ein Auszubildender, in Erwartung einer ordentlichen Standpauke.


Da drückt ihm der Kunde 20 Euro in die Hand und sagt:

"Hab tausend Dank, mein Junge!"



Nickname 19.07.2016, 14.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Nachtisch, Dessert, Uhu, Pattex, Drogeriemarkt,

Familien- und andere Verhältnisse

"Meine Familie besteht aus meinem Vater, meiner Mutter und mir. Ich bin der Jüngste." (Das soll vorkommen)

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"Die Mütter sind meistens ziemlich älter als die Kinder. So ist es auch bei meinen Müttern." (Keine Seltenheit im Zeitalter der Patchworkfamilien)

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"Väter sind auch sehr wichtig. Wenn es keine Väter gäbe, gäbe es im ganzen Land fast keine Kinder." (Das wäre ein Jammer)

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"Es ist ja auch heute noch so, dass viele Kinder einen Vater haben." (Na, Gott sei Dank!)

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"Weil meine Mutter jetzt wieder in den Dienst geht, haben meine Eltern eine Zuhälterin eingestellt; die kocht uns und räumt uns auf." (Sicherlich ein Beruf mit Zukunft!)


Allen Lesern einen

aufgeräumten Nachmittag!


Nickname 18.07.2016, 14.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Familie, Sprache, Kinder, Verhältnis,

Warum Hunde bellen, wenn ein Auto vorbeifährt

Eine Frau kommt mit ihrer Deutschen Dogge zum Tierpsychiater.
"Herr Doktor, was soll ich bloß machen?", jammert sie. "Mein Hund jagt auf der Straße ständig den Kleinwagen hinterher."
"Das ist nichts Ungewöhnliches", beruhigt sie der Arzt. "Die meisten Hunde tun das."
"Schon möglich", erwidert die Frau, "aber meiner fängt sie und verbuddelt sie im Garten!"

Da hat sie ein echtes ein Problem. Aber wieso jagen Hunde eigentlich Autos? Die folgende kleine Geschichte  - nach einer Erzählung aus Afrika - vermag vielleicht Aufklärung zu bringen:

Ein Hund, ein Esel und eine Ziege wollen per Anhalter fahren. Sie stehen an der Straße und versuchen, ein Auto anzuhalten. Sie fragen viele Autofahrer, aber keiner will die Drei mitnehmen. Endlich, nach langer Zeit, hält ein großes Auto an. "Ich kann euch mitnehmen", sagt der Fahrer, "aber ihr müsst bezahlen."

Der Esel kramt seine Dukaten hervor und bezahlt seinen Anteil sofort. Auch der Hund holt sein Geld hervor, aber er hat nur einen großen Schein, den der Fahrer nicht wechseln kann. Die Ziege hat gar kein Geld und sagt: "Ich zahle, wenn wir angekommen sind." Alle drei springen ins Auto und los geht die wilde Fahrt.

Als sie endlich an ihrem Ziel ankommen, springt die Ziege mit einem Satz aus dem Auto und verschwindet meckernd im Gebüsch, wie es die Art der Ziegen ist. Von Weitem hört man nur noch ihr "Bäh, bäh, bäh!" Der Esel steigt ebenfalls aus, bleibt mitten auf dem Weg stehen, schreit laut I-aah, i-aah!" und bequemt sich erst nach einer ganzen Weile, den Weg frei zu machen, wie es die Art der Esel ist. Der Hund jedoch springt am Auto hoch und verlangt sein Wechselgeld.

Der Fahrer aber denkt bei sich: "Wenn die Ziege weggerannt ist, dann behalte ich einfach das Geld, das ich dem Hund herausgeben müsste, für mich." Und er gibt Gas und rast davon. Der Hund nimmt sofort die Verfolgung auf und jagt hinter dem Auto her. Dabei bellt er laut "Wau, wau, wau!" und versucht, in die Reifen zu beißen, wie es seit diesem Tag die Art der Hunde ist.

Darum jagen auch heute noch die Hunde laut bellend hinter den Autos her, um endlich das Wechselgeld für ihren geprellten Bruder zu bekommen.


... bis sie eines Tages genug davon haben
und selber fahren lernen!

Dummer Hund? Nein, so sehe ich das nicht. Die Moral von der Geschichte aus Hundesicht könnte eher lauten: Trau keinem Menschen über den Weg. Aber Hunde sind nicht so. Trotz aller Enttäuschungen und Misshandlungen, die sie durch Menschenhand erdulden müssen, verlieren sie nicht den Glauben an uns und halten uns unerschütterlich die Treue. Das ist keine Dummheit, sondern bedingungslose Liebe. Darüber muss ich nachdenken.

Nickname 17.07.2016, 13.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN | Tags: Hunde, Erzählung, Geschichte, Auto, Unterhaltung, Afrika,

Schöne Ferien in Dänemark ?

Schon die Verwicklung in einen einzigen Beißvorfall in Dänemark kann unter Umständen Hundeleben kosten: Trotz einer Überarbeitung des strengen Hundegesetzes von 2010 rät TASSO e.V. Hundehaltern daher noch immer von einem Urlaub in Dänemark ab.

Zwar ist es seit 2014 nicht mehr gestattet, dass Grundstückseigentümer unter bestimmten Voraussetzungen freilaufende Hunde auf ihrem Gelände erschießen, dennoch zeichnet sich Dänemark noch immer durch strenge Regelungen aus. Besonders betroffen sind 13 als gefährlich eingestufte Hunderassen. Tiere dieser Rassen dürfen in Dänemark weder gezüchtet noch gehalten noch eingeführt werden. Bringen Touristen diese Hunde mit, müssen sie damit rechnen, dass ihre Vierbeiner im schlimmsten Fall getötet werden. So kann es auch Tieren ergehen, die einer der im Gesetz genannten Rasse lediglich ähneln. Im Zweifel müssen Tierhalter beweisen, dass ihr Hund keiner dieser Rassen angehört. Besonders schwierig wird das bei Mischlingen.


Für Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO, sind Rasselisten grundsätzlich eine haltlose Maßnahme: „Hunde pauschal aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich einzustufen, ist willkürlich und wissenschaftlich unhaltbar. Rasselisten, ganz gleich ob in Dänemark oder Deutschland, gaukeln lediglich eine Scheinsicherheit vor, leisten aber keinen effektiven Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden.“

Ein Beißvorfall kann mit der Tötung enden

Weiterhin dürfen auch Hunde, die auf dänischem Boden in einen Beißvorfall verwickelt werden, sichergestellt und getötet werden. Diese Regelung betrifft alle Hunde, nicht nur die sogenannten gefährlichen Rassen. Seit dem 1. Juli 2014 entscheiden nicht mehr Polizeibeamte, sondern sogenannte „dog experts“ (Hundesachverständige) darüber, ob das betreffende Tier getötet wird. Dennoch ist auch nach mehr als zwei Jahren noch nicht festgelegt, welche Ausbildung diese Experten haben müssen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, gegen die Tötung des Tieres zu klagen, eine rechtzeitig eingereichte Klage hätte dann eine aufschiebende Wirkung auf die Tötung.

Offiziellen Angaben des dänischen Landwirtschaftsministeriums zufolge wurden bisher über 600 Hunde auf Basis des Hundegesetzes getötet, die dänische Organisation fairdog schätzt diese Zahl jedoch weitaus höher ein.

Fernbleiben erhöht den Druck auf die Regierung

Hundehalter, die ihren Urlaub in Dänemark verbringen möchten, sollten sich zum Schutz ihrer Tiere vorab umfangreich informieren. Besonders zu beachten ist die Pflicht, Hunde an den Stränden zwischen dem 1. April und dem 30. September an der Leine zu führen. Weiterhin ist das Mitbringen der Vierbeiner in Restaurants in Dänemark nicht erlaubt.

Grundsätzlich rät TASSO allerdings von einem solchen Urlaub ab, solange die Regelungen in Dänemark nicht grundlegend verändert werden. Auch wenn die meisten Urlaube problemlos ablaufen werden: In einem unglücklichen Fall kann es schnell zu Schwierigkeiten kommen, die mit der Tötung des geliebten Haustieres enden könnten. Daher sollten Sie dieses Risiko gar nicht erst eingehen. Weiterhin zeigen Hundehalter – auch wenn sie kleine, sogar in den Augen der dänischen Gesetzgeber völlig unproblematische Hunde haben – mit ihrem Fernbleiben Solidarität mit dänischen Hundehaltern und erhöhen den Druck auf die Regierung, die strengen Regeln zu überarbeiten. Schließlich ist der Tourismus in Dänemark ein wichtiger Wirtschaftszweig.


Weitere Informationen zur dänischen Hundegesetzgebung finden Sie auf der Homepage des dänischen Außenministeriums

© Copyright TASSO e.V.

Nickname 15.07.2016, 21.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: PRO ANIMALE | Tags: Dänemark, Reisen, Urlaub, Hunde, Gesetz,

Graue Theorie ganz in Weiß - Ein Stück Familiengeschichte

„…ein graues Haar tut doch nicht weh; es sagt dir nur, dass du noch lebst!“, das behaupten Brunner & Brunner in einem ihrer erfolgreichsten Schlager. Na schön, ein einzelnes lasse ich mir ja noch gefallen, oder ich rupfe es kurzerhand aus. Aber wie fühlt es sich an, wenn jemand plötzlich über Nacht komplett graue Haare kriegt? Geht das überhaupt? Darüber streiten sich die Gelehrten.


Dermatologen  sagen, grundsätzlich nein. Genau genommen wird unser Haar auch gar nicht grau, sondern weiß. In den Haarwurzeln sitzen Zellen, die Pigmente bilden – so genannte Melanozyten - und unseren Haaren ihre Farbe geben. Mit den Jahren verlieren sie diese Fähigkeit und so wachsen weiße, also farblose Haare nach. Das passiert aber nicht bei allen Zellen gleichzeitig. Dadurch mischen sich dunkle und weiße Haare. Das Gesamtbild erscheint dann grau. Bei manchen beginnt dieser Prozess schon recht früh. Das ist genetisch bedingt. Diese Menschen haben besonders sensible Pigmentzellen, bei ihnen versiegt die Farbproduktion viel früher als bei den anderen.  Es wird uns also in die Wiege gelegt, wann wir grau werden.


Rein aus medizinischer Sicht mag das alles stimmen. Psychologen meinen aber, dass Kummer oder extremer Stress einen Menschen durchaus innerhalb kürzester Zeit ergrauen lassen können.


Mein Papa war ein Beispiel dafür. Er kam als letztes von drei Kindern zur Welt. Der Kronprinz und das Wunschmädchen waren bereits geboren; daher betrachtete sein Vater ihn eher als überflüssiges Anhängsel. Beim Alten Fritz (so lautete der Spitzname meines Großvaters) drehte sich alles ums Geld. Dementsprechend suchte er sich nach dem frühen Tod meiner Großmutter eine ebenso reiche wie bösartige Frau, die mit Fleiß und Erfolg alles daran setzte, einen endgültigen Keil zwischen ihn, seine Kinder und die Geschwister untereinander zu treiben.- Geiz ist geil, dieser Slogan hätte von ihm stammen können. Für den Erstgeborenen und das Töchterchen war ihm allerdings nichts zu teuer; da blieb für den Jüngsten kaum etwas übrig. Notgedrungen bezahlte er diesem das Studium, aber damit hatte es sich. Als mein Vater ihm dann meine, aus bescheidenen Verhältnissen stammende Mutter vorstellte, sagte er: „Wenn du die da tatsächlich heiratest, brauchst du nicht mehr nach Hause zu kommen.“


Natürlich heirateten die Beiden trotzdem.  Zur eigenen Wohnung langte es vorerst nicht, und so bezogen sie die kleine Mansarde im Haus meiner Großeltern. Immerhin brauchten sie ein paar einfache Möbel, für die mein Papa einen Wechsel über zweihundert Mark unterschrieb. Der wurde eines Tages fällig - nur hatten meine Eltern kein Geld, um ihn einzulösen. In seiner Not suchte Papa seinen Vater auf und bat ihn, ihm den Betrag zu leihen. Der Alte Fritz zückte sein Portemonnaie, drückte seinem Sohn ein Geldstück in die Hand und sagte: „Hier hast du fünf Mark, nun lass mich in Ruhe.“ Dabei lief seine Firma glänzend, und er hätte, ohne es überhaupt zu merken, die Schulden seines Jüngsten begleichen können. Wie die Familie erzählte, wurde nach diesem Erlebnis das Haar meines erst dreißigjährigen Vaters über Nacht schlohweiß.


Ins Gefängnis brauchte er wegen des fälligen Wechsels zum Glück jedoch nicht. Seine Schwiegereltern, die – wie alle damals in den Fünfzigern – selber hohe Schulden hatten, kratzten das Geld irgendwie zusammen. Mit meiner Omi verband ihn ohnehin von Anfang an ein besonders inniges „Bratkartoffelverhältnis“. Sie nahm ihn auf wie ihren eigenen Sohn, nachdem sein Vater Wort gehalten und ihn wegen seiner 'Mésalliance' mit „der da aus der Hundehütte“ hinausgeworfen hatte.


Jahrzehnte lang blieb mein Papa seinem weißen Schopf treu. Erst als seine Haare mit zunehmendem Alter zu vergilben begannen, färbte er sie silbergrau. Als ihn seine Schwiegermutter zum ersten Mal so sah, lächelte sie, strich ihm über den Kopf und meinte süffisant: „Du eitler Fratz!“ Das sagte ausgerechnet sie, die noch mit 94 Jahren ihre Haare nachtönen ließ, sobald sie am Ansatz nur eine winzige weiße Stelle entdeckte!



Mein Papa bei seinem 75. Geburtstag
am 31. Dezember 2002

Nickname 14.07.2016, 16.24| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Familie, Eltern, Vater, Haare, Schlager, Schulden, Geld,

Beinahe filmreif

Robin, der achtjährige Enkel meiner Freundin Melanie, ist ein richtiges, kleines Schlitzohr, so ein echter Pfiffikus. Er besitzt einen nahezu unwiderstehlichen Charme, den er sehr gezielt einzusetzen versteht. Mit seinem treuherzigen Augenaufschlag bringt er ganze Felswände zum Einsturz und lässt auch noch die letzten Eisberge schmelzen. Die Mädchen, denen er damit später zweifellos einmal das Herz brechen wird, tun mir heute schon leid.




Nun ist Robin zwar kein Wunderkind, aber hochintelligent und ein kleines Genie in Mathe. Seine Aufgaben rechnet er im Kopf schneller aus, als andere mit dem Taschenrechner, und bei Klassenarbeiten ist er in der Hälfte der Zeit fertig – oft zum Ärger der Lehrerin, weil er sich den Rest der Stunde damit vertreibt, seine Mitschüler durch Clownerien von der Arbeit abzulenken. Seine Begeisterung für dieses Fach zeigt sich auch in der Wahl seiner Spielsachen, die am besten alle geometrisch, das heißt viereckig geformt sein sollen: Playstation, Fernseher und PC. An letzterem bewirtschaftet er nicht nur seinen virtuellen Bauernhof, sondern erbaut Flughäfen und sogar ganze Städte. Zu seinen Fernsehlieblingen zählen unter anderem Captain Picard und Mister Spock, auch Tom und Jerry lässt er gern über den Bildschirm flimmern. Am liebsten würde er so den ganzen Tag im Schlafanzug, auf dem Teppich liegend, vor der Mattscheibe verbringen.




Fast alle Kinder übernachten gern bei Oma und Opa, weil sie dort meistens viel mehr Freiheiten als bei den Eltern haben. Aber natürlich muss auch hier irgendwann Feierabend sein. Nun gehört ein simples "Nein" leider nicht Robins bevorzugtem Wortschatz an. Deswegen bleibt meiner Freundin oft nichts weiter übrig, als ein rigoroses Machtwort zu sprechen, in etwa so: "Entweder du machst jetzt auf der Stelle den Fernseher (wahlweise die Playstation, den Computer) aus, oder es gibt keinen Käsekuchen!" Das zieht, wenigstens für den Moment, weil der Kleine für diese Leckerei so ziemlich alles tun würde. Aber dann genügt ein unbewachter Augenblick, beispielsweise wenn Melanie telefoniert. Das tut sie ausgiebig und oft, denn ihr großer Freundeskreis reicht weit über ihre Heimatstadt hinaus. Sie braucht dabei nur kurz aus dem Zimmer gehen, weil es manchmal etwas zu bereden gibt, das nicht unbedingt für Kinderohren bestimmt ist – und schon errichtet der Kleine per Mausklick neue Wolkenkratzer, verkauft Eier von seiner Hühnerfarm oder schert seine Schafe.


Auch am Sonntag konnte und wollte er wieder kein Ende finden. Auf Melanies energisches "Robin, für heute ist es genug, morgen hast du Schule!" warf er ihr unter langen, seidigen Wimpern einen Blick zu, bei dem sämtliche romantischen Kinohelden, einschließlich Clark Gable, Rock Hudson und Gregory Peck, vor Neid erblasst wären, und schmeichelte: "Och nöö, nur noch zehn Minuten, biiiitte!" Aber Melanie blieb hart: "Nein, es reicht. Jetzt gibt es Abendbrot, dann wird geduscht, und danach geht es ab ins Bett!" Vor Staunen riss der Kleine die Augen ganz weit auf, zog einen Schmollmund und meinte enttäuscht: "Komisch, im Film klappt das jedes Mal!" "Na, und ich habe mich vielleicht gewundert, was für Streifen der Junge sich zu Hause ansieht", erzählte Melanie mir später am Telefon. "Dabei dachte ich bisher immer, dass er nur ´Star Wars´ guckt…"

Nickname 13.07.2016, 17.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Kinder, Schule, Fernsehen, Computer, Mathematik,

Das ist wahr!

"Kleider machen Leute,
aber das Herz
macht den Menschen." 

Nickname 12.07.2016, 11.42| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: SEELENGARTEN | Tags: Märchen, Kleidung, Menschen, Leute, Herz,

Kleine Scherzfrage

"Was ist der Unterschied zwischen Gott und Lehrern?" Antwort: "Gott weiß alles, Lehrer wissen alles besser."  Wer alles besser weiß, braucht aber deshalb noch lange nicht viel zu wissen, geschweige denn alles. Besonders Pauker - Hochschullehrer inklusive - spielen allerdings gern den Zwerg Allwissend. Von ein paar rühmlichen Ausnahmen abgesehen; so hatte ich zum Beispiel an der Uni einen Professor, der, um unsere Examensangst ein wenig zu mildern, frank und frei zugab, dass wir ihn ohne weiteres auch 'auf Lücke' prüfen könnten. Aber viele von ihnen tun wirklich so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei verlangt keiner von ihnen, dass sie Gott sind und tatsächlich alles wissen. Warum geben sie dann so an?

Möglicherweise können sie gar nichts dafür, und es liegt an unserer Erwartungshaltung, die wir ihnen gegenüber haben. Sie sollten vielleicht nicht alles wissen, aber doch eine ganze Menge, das ist der Anspruch. Es wäre ja auch voll peinlich, wenn ein Lehrer bei "Wer wird Millionär" bereits an der 500-Euro-Frage scheitern würde (obwohl ich sagen muss, dass ich beim Mitraten an der Stelle schon öfter ins Straucheln gekommen bin, die 125.000er-Frage dagegen puppenleicht fand). Das gäbe dann am nächsten Tag in der Schule ein schönes Spießrutenlaufen. Dabei finde ich, dass nicht das reine Wissen einen guten Lehrer ausmacht; das kann jeder Schüler sich auch allein mithilfe von Handbüchern und im Internet aneignen. Lehrer sollten vor allem gut darin sein, ihren Schülern etwas beizubringen, das sie zu lebenstüchtigen jungen Menschen macht. Dazu gehört weit mehr als nur stures Einpauken von Geschichtsdaten und mathematischen Formeln.


Nickname 11.07.2016, 14.37| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Lehrer, Gott, Schüler, Wissen, Gedanken,

Ein kleiner, alter Rüde

Einer nach dem Anderen geht an meinem Käfig vorbei.
Zu alt, zu verbraucht, zu abgenutzt, auf keinen Fall.
Hat die Zeit hinter sich, taugt nicht mehr
für Lauf und Spiel mit dem Ball.
Dann schütteln sie langsam den Kopf und gehen vorbei.


Ein kleiner alter Rüde, krank von Arthrose und Schmerz.
Es scheint, für mich gibt es keinen mehr mit Herz.
Ich hatte mal ein Zuhause und auch ein Bett.
Einen warmen Platz und Futter - so nett.


Nun wird mein Fang grau und mein Augenlicht schwach.
Wer möchte einen Hund, so alt und schwach.
Meine Familie entschied, ich sollte weg.
Ich war im Weg und meine Haltung, kein Zweck.


Ganz gleich welcher Grund in den Sinn ihnen kam.
Es war nicht Recht, dass man mein Leben mir nahm.
Nun sitz ich im Käfig. Tagaus und tagein
finden jüngere Hunde ein neues Daheim.


Als ich, fast am Ende, schon den Glauben verlor,
sahst du mein Gesicht und Hoffnung kam empor.
Du sahst durch das Grau und die vom Alter gebeugten Beine
Und sagtest mir, dass jenseits des Käfigs die Sonne noch scheine.


Du nahmst mich nach Hause, gabst mir Futter
und einen Platz zu leben,
teiltest dein Kissen mit meinem armen müden Kopf daneben.
Wir schmusen und spielen und du sprichst lieb mit mir.
Du liebst mich so innig und zeigst es auch hier.


Auch wenn ich viele Stunden mit andren verbracht habe,
so ist deine Liebe zu mir eine besondere Gabe.
Ich verspreche die Liebe zurück zu geben,
während meines gesamten restlichen Lebens.


Wir werden Wochen oder Jahre miteinander überstehen.
Wir teilen ein Lächeln und ich werde dich weinen sehen.
Und wenn der Abschied kommt für mich und dich,
weiß ich, dass du weinst und dein Herz trauert um mich.


Wenn ich dann die Brücke erreiche, ganz frisch,
Sind meine Gedanken bei dir an deinem Tisch.
Und ich werde prahlen vor allen und jedem
Von der Person, die meine letzten Tage erfüllte -


mein Leben.

(Gefunden im Internet, Verfasser leider unbekannt)


Hundecharly4

CHARLY

***

Schlafen

KARLCHEN

***

Bellie 1

SCHNUPPE

***

Wendy 1.1

WENDY

***

Julchen1

JULCHEN


All diese unsere Lieblinge standen bereits im hohen Seniorenalter (elf Jahre und darüber), als wir sie zu uns nehmen durften. Mit einigen von ihnen waren uns nur wenige Monate vergönnt, aber wir sind dankbar für jeden gemeinsam verlebten Tag. Weis(s)e Schnauzen - egal, ob groß oder klein, ob Rüde oder Hündin - sind wunderbare Hunde, wenn nicht sogar die besten.

Nickname 09.07.2016, 15.42| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL | Tags: Hunde, Menschen, Liebe, Dankbarkeit, Leben, Tod,

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

"Bevor sie heiraten, müssen Mann und Frau gründlich prüfen, ob sie mit allen wichtigen Teilen zueinander passen."



Ein fetter Brocken:

"Bevor der Mann seine Angel in den See warf, machte er am Haken einen dicken Köter fest." (Köder)



Waidmannsheil und -dank:

"Casanova wilderte in vielen Häusern und Betten und erlegte das Damenwild fast immer." (Damwild)

Nickname 09.07.2016, 12.34| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Heirat, Mann, Frau, Angeln, Jagd,

Herz gesucht und nicht gefunden

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.


Mein rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.


Jetzt bin ich hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich lästig und an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.


Und Du? Wer bist Du? Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen,
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?


Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort.
Der Blick des Gefangenen driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.


"Versteht ihr nicht", flüstert er in den Wind,
"dass wir nur eine Laune der Menschen sind?

Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden Tausende Welpen geboren.


Wir sind zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.

Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschussfracht
sind in Tierheimen ja wunderbar untergebracht."


Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.

Eine Türe schlägt zu und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt....


(gefunden im Internet
Verfasser leider unbekannt)


**************

Auf diese Strophe möchte ich noch einmal zurückkommen:


Mein rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.




Die Beschreibung passt beinahe haargenau auf unseren lieben Bobby - nur, dass er von Menschenhand noch viel schlimmer zugerichtet wurde. Davon zeugen das Geschoss in seinem Schulterblatt, das gespaltene Ohr, das ausgestochene linke Auge und die gebrochenen Vorderbeine. Zum Glück nimmt er es nicht übel und vergilt nicht Gleiches mit Gleichem, denn das ist nicht Hundeart. Er wohnt nun schon über anderthalb Jahre bei uns und bereichert unser Leben.Die Tierärzte gaben ihm damals höchstens noch ein paar Monate, aber er hat nun mal seinen eigenen Kopf. Wir sind froh darüber!

Hässlich? Nein, das ist er keineswegs. Seine besondere Schönheit liegt in der Ruhe und dem inneren Frieden, den er ausstrahlt. Wenn er uns mit seinem einen Augen zublinzelt, ist es, als wolle er sagen: "Hey, Leute, nicht hadern, ist doch alles im Lot." Einen dankbareren, bescheideneren und zufriedeneren Hund haben wir selten erlebt, und wir sind glücklich über jeden gemeinsamen Tag. 


Nickname 07.07.2016, 17.26| (3/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: PRO ANIMALE | Tags: Hunde, Zucht, Straße, Streuner, Menschen, Wissen, Überfluss,

Alte Liebe rostet nicht

Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind, daran hat sich seit Wirtschaftswunderzeiten kaum etwas geändert. Laut Statistik verbringt der männliche deutsche Autofahrer im Schnitt rund 100 Stunden pro Jahr ( also über vier ganze Tage und Nächte) - damit, voller Hingabe an seinem fahrbaren Untersatz herumzubasteln, ihn zu waschen, zu ölen und zu salben. Das ist mehr als mit seinen Freunden am Stammtisch oder auf dem Fußballplatz. Die Zeit, die er seiner Partnerin und/oder den Kindern widmet, liegt noch weiter abgeschlagen auf Platz 4!


Wie die folgende Geschichte beweist, hängt aber nicht nur das so genannte starke Geschlecht mit inniger Liebe an seinem Automobil:


Aus Glück und Freude über das unverhoffte Wiedersehen mit ihrem alten Wagen wäre eine Seniorenheimbewohnerin aus der schwäbischen Gemeinde Burgau um ein Haar zur Diebin geworden. Die73jährige Rentnerin sah während eines Spaziergangs ihr bereits vor längerer Zeit verkauftes Auto am Straßenrand stehen. Laut Polizeibericht stellte die Frau ihre Gehhilfe kurzerhand am Bordstein ab, setzte sich ans Steuer ihres früheren Fahrzeugs (zu dem sie immer noch einen Zweitschlüssel als Andenken in ihrer Handtasche bei sich trug) und fuhr davon. Ein Streifenwagen konnte die Fahrt erst vor dem Altersheim stoppen. Der Schlüssel wurde natürlich von den Beamten sogleich beschlagnahmt.


Der neue Eigentümer des Oldtimers – ein 23jähriger Mann, zufällig selbst Altenpfleger – zeigte Verständnis und nahm den Vorfall mit Humor. Er versprach, die Seniorin in Zukunft manchmal an seinem freien Tag zu einer Spritztour mit ihrem geliebten Wagen abzuholen. Endlich einmal jemand, der seinen Beruf nicht nur als Job zum Zweck des Geldverdienens, sondern dem Wortsinne nach als Berufung sieht. Das lässt hoffen, finde ich.



Nickname 06.07.2016, 12.49| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Auto, Fahren, Rentner, Frauen, Männer, Oldtimer, Heim,

Wem Gott die rechte Gunst erweisen will

Hier in unserer Gemeinde lebt eine kleine, alte Dame; die Achtzig hat sie schon lange überschritten. Ich kenne sie vom Sehen und Grüßen, weil sie immer um die Monatsmitte das Kirchenblatt austrägt und bei der Gelegenheit unserer ebenfalls hochbetagten Nachbarin einen Besuch abstattet. Das tut sie schon seit zwanzig Jahren, bei brütender Hitze und eisiger Kälte - egal, ob es draußen gerade regnet, stürmt oder schneit. Unverdrossen zieht sie ihren Einkaufswagen mit den Heftchen hinter sich her, die sie gewissenhaft verteilt. Auch wir finden regelmäßig eines im Briefkasten vor. Dabei zahlen wir schon lange keine Kirchensteuer mehr. Ich habe ihr das einmal angedeutet. Sie meinte jedoch, das mache nichts, der liebe Gott brauche sowieso kein Geld. Sein Bodenpersonal dürfte da wohl anderer Meinung sein; aber das nur nebenbei.


Mir imponiert dieses alte Muttchen. Sie hat ihre Bestimmung gefunden, eine Aufgabe, die sie ausfüllt, die sie zufrieden und glücklich macht. Jeder von uns sollte so etwas haben. Dabei spielt es keine Rolle, wofür wir uns entscheiden: Ob wir uns um verlassene Tiere kümmern, Kindern vorlesen, dementen Senioren unsere Zeit schenken oder einen Ökogarten anlegen möchten. Es kommt einzig darauf an, dass das, was wir tun, unsere Seele erfreut und unser Herz zum Lachen bringt.


Nickname 05.07.2016, 14.42| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: SEELENGARTEN | Tags: Kirche, Aufgabe, Nachbarn, Glaube,

Ich bin ja so verschossen

„…in deine Sommersprossen, die kleinen und die großen sind meine Freud´!“ Diesen alten Gassenhauer singe ich unserem Barny manchmal ins Ohr.

Der Kleine hat nämlich zwei ganz allerliebste Sommersprossen mitten auf seiner süßen Schnute. Zum Verschießen!



Aber wieso ist man eigentlich 'verschossen'?

Schlag nach bei Shakespeare, denn da steht was drin, so hieß es in meiner Jugend. Heute verfügen wir über andere Informationsquellen, und da habe ich mich gleich einmal schlau gemacht:


Also… früher sagte man: „Ich bin geschossen“ - eine Anspielung auf Amor, den römischen Liebesgott. Der Mythologie zufolge verliebt sich derjenige besonders heftig, der von dessen Pfeilen getroffen wird, und man ist machtlos gegen das süße Gift. Nun wissen wir alle, dass besonders die Herren der Schöpfung sich schwer tun mit verbalen Gefühlsäußerungen. Einfach zu sagen, ich bin verliebt, ist und war vielen von ihnen auch früher schon peinlich.  Man(n) wusste sich zu helfen: Er verschmolz kurzerhand zwei Wörter – geschossen und verliebt – zu einem neuen, weniger emotionsgeladenen, und ist seitdem verschossen. So simpel, so genial. Wollten wir es ganz genau nehmen (was wir natürlich nicht tun, dafür ist die Sache an sich viel zu schön), dann gäbe es hierbei allerdings einen Haken: Ein wörtlich verschossener Pfeil hätte nämlich leider sein Ziel verfehlt und wäre irgendwo in die Landschaft geflogen, anstatt mitten ins Herz.


Aber egal, wie Sie es nennen – Spaß macht es auf jeden Fall. Am besten begeben Sie sich an einen strategisch günstigen Ort, wo Amors Pfeil Sie unter allen Umständen treffen muss, und seien Sie wieder mal verliebt!

Nickname 04.07.2016, 13.06| (3/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Liebe, Amor, Mythologie, Sprache, Redensart, Gefühl,

Single oder Langspielplatte?

Statistiken sind eine feine Sache. Sie verraten viel über uns, sowie über die Welt, in der wir leben und untermauern es mit unbestechlichen Zahlen. Wir erfahren beispielsweise, dass der Vatikan im Verhältnis zu seiner Bevölkerung die höchste Verbrechensrate aufweist. Allerdings werden die Delikte fast ausschließlich von Touristen begangen, die in der Regel ungestraft davonkommen, weil sie sich der päpstlichen Justiz durch Flucht ins benachbarte Italien entziehen. Interessant, oder?


Aber das ist längst nicht alles. Statistiken vermögen noch einiges mehr, sie können sogar bei einer Diät hilfreich sein. Wenn etwa der beste aller Ehemänner ein ganzes Brathähnchen samt der knusprigen Haut verputzt, während ich mich mit einer Handvoll Radieschen und ein paar Salatblättern begnüge, darf ich mich anschließend ebenso satt und zufrieden fühlen wie er. Schließlich habe ich – statistisch gesehen – auch ein halbes Hähnchen verspeist. Falls ich trotzdem weiter hungrig bin, liegt das bestimmt nicht an den nackten Zahlen (eher an dem Haufen nackter, sorgfältig abgenagter Knochen auf dem Teller des Besten), denn Zahlen lügen bekanntlich nicht.


Wie die aktuellen, vor kurzem gerade vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Ziffern belegen, gibt es in Deutschland rund 20 Millionen Singles. Das heißt, zirka jeder vierte Bundesbürger ist solo. Das Leben ohne Anhang hat zweifellos seine guten Seiten. Die Herren der Schöpfung brauchen keine drastischen Strafmaßnahmen (wie Liebesentzug und Nächtigen auf dem Sofa) zu befürchten, wenn sie ihre freie Zeit im Fußballstadion, in der Kneipe oder einem anderen Etablissement verbringen. Singlefrauen ihrerseits engagieren gut gebaute Nacktputzer und feiern wahre Shoppingorgien, ohne dass irgendein "Er" sich aufführt wie Othello oder ihnen die Kreditkarte sperrt. Kurz und gut, Männlein wie Weiblein dürfen ganz nach der eigenen Fasson selig werden.


Trotz aller unbestrittenen Vorzüge des Singledaseins oute ich mich als überzeugte Langspielplatte. Der beste aller Ehemänner und ich spielen nun schon seit zweiunddreißig Jahren unser Hochzeitslied (sieben Jahre "wilde Ehe", quasi als Intro, kommen hinzu): Mit täglich wechselnden Strophen, mal Staccato, mal Vibrato; heute in Dur und morgen vielleicht in Moll, aber immer nach unserer eigenen Melodie. So wird es bleiben bis ans Ende des Vinyls – selbst gegen den Rat von Experten, man solle die Nadel auswechseln, wenn die Rille zu knistern beginnt. Honi soit, qui mal y pense!



Nickname 03.07.2016, 10.58| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Ehe, Partnerschaft, Single, Leben, Glück,

Seelenweisheit

Gern wüsste ich, ob ich schon zu den alten Seelen gehöre, die nach diesem einen letzten Leben für immer nach Hause zurückkehren dürfen.
Dort möchte ich mich dann nur noch um Tiere kümmern - um alle die, denen hier auf der Erde von Menschenhand unsägliches Leid zugefügt wurde.

Heute scheint mir eine gute Gelegenheit zu sein, meine eigene Seelenweisheit zu spüren.

Ein tiefer Atemzug führt mich hinein in meine Mitte. Ich spüre meine Energie, die sich in sanften Wellen - wie die Kreise, die ein Stein zieht, wenn man ihn ins Wasser wirft - in die Welt verbreitet. Ich fühle mich verbunden mit meiner Quelle, eingehüllt in die Liebe und den Schutz meines Engels.

Nickname 02.07.2016, 20.51| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: SEELENGARTEN | Tags: Seele, Weisheit, Esoterik, Spirituelles, Leben,

Es gibt wirklich keinen Grund zum Anlass

Ganz schön elitär: „Bei uns im Dorf studierte natürlich nicht jeder Schafskopf. Aus meinem Jahrgang war ich der Einzige.“

***


Na, dann Prost: „Hauptverantwortlich für den Dialog soll der landeskirchliche Sektbeauftrage sein.“ (Sekten…)





„Wir schalten nach Rom zur Ostereisprache des Papstes.“ (…ansprache)


***


Eine saubere Sache: „Ihre Seife kann ich nur wärmstens empfehlen. Unsere Kinder sind nicht wiederzuerkennen!“


***


Ein echter Feinschmecker: „Ich esse am liebsten Obst, Genüsse und Flügel.“ (Nüsse und Geflügel)



***


Ein unmoralisches Angebot: „Ihr könnt mich doch gern alle mal haben!“ (alle mal gern haben)


***


Schnipp, schnapp: „Gelobt sei der Herr der himmlischen Haarscheren!“ (Heerscharen)


Allen Lesern  

ein wohlfrisiertes

Wochenende!

Nickname 02.07.2016, 14.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Sekt, Studium, Essen, Trinken, Friseur,

In flagranti ertappt!

Zwei Mädchen unterhalten sich.


Die eine:
"Großvater hatte schon ganz recht, als er mich vor dem Besuch der Tabledance-Bar warnte, weil es da Dinge gibt, die ich besser nicht sehen sollte."


"Und was hast du gesehen?"
"Großvater."

Nickname 01.07.2016, 18.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Opa, Großvater, Tabledance, Tanzen, Bar,

Nur nichts überstüzen!

Der Chef der Feuerwache schlendert, beide Hände tief in den Hosentaschen versenkt, gemütlich in den Aufenthaltsraum seiner Männer.


Nachdem er in aller Ruhe einen Kaffee getrunken hat, sagt er: "So, Kollegen, und nun macht euch mal ganz langsam und sachte fertig - das Finanzamt brennt."

Nickname 01.07.2016, 14.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BÄRLINER SPITZEN | Tags: Feuer, Feuerwehr, Brand, Löschen, Finanzamt,

2016
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ÜBER MICH:Geboren vor 60 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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Brigitte :
Herzlichen Dank,liebe Sabine,das Gleiche wüns
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Brigitte :
Liebe Sabine,das ist sehr berührend,habe lieb
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Brigitte :
Liebe Sabine,es tut mir leid,dass du deine El
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Brigitte :
Liebe Sabine,das glaub ich jetzt wohl nicht u
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Mondbub:
Liebe Berliner,gerade die kleinen Besonderhei
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