Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Glaube

LITTLE BLACK BEAUTY



... die so gern mehr wäre als eine Nummer!


Sie wurde im Jahr 2018 geboren, kam schon als Welpe ins russische Shelter "Kozhuhovo". Hier wartet das zarte Mäuschen (ca.40 cm groß) seit über einem Jahr, endlich der Anonymität und Eintönigkeit des Shelters entkommen zu können. Mit ihr sind hier weitere 3000 Hunde untergebracht.


Das Leben hier ist hart. Das Leben in einem kleinen, engen Außenzwinger, den sich mehrere Hunde teilen müssen. Einziger Zufluchtsort hier ist eine kleine Holzhütte in dem Zwinger. Immer draußen. Ob Hitze, Regen oder Schnee.  Der Winter ist besonders hart für die Hunde. Die russischen Winter sind kalt und lang. Keine Wärme, das Wasser friert ein. Haben die Hunde Durst, müssen sie Schnee fressen.


Einzig die Besuche der freiwilligen Helfer, die einmal pro Woche für eine Stunde die Hunde besuchen, bieten zumindest etwas Abwechslung. Die Helfer geben sich die allergrößte Mühe, für jeden Hund etwas Aufmerksamkeit und Zeit aufzubringen, aber bei der großen Anzahl der Hunde ist das einfach nicht möglich. So bleibt für die Hunde nur die Hoffnung auf die nächste Woche. Die Hoffnung, vielleicht dann eine kleine Streicheleinheit zu erhaschen. Etwas Aufmerksamkeit zu bekommen. Sich etwas bewegen zu dürfen.


LALA ist eine zarte Hündin mit sehr dünnem Fell. Der Winter wird eine schlimme Zeit für sie werden. Sie wird die kalten Tage und die noch kälteren Nächte zitternd verbringen. Es wird unerträglich für sie werden. Das einzige, das sie jetzt noch retten kann, ist ein Zuhause.


Ein Zuhause, in dem sie nicht die schwarze Kleine aus C108 ist. Sondern ein Zuhause, in dem sie Lala ist, geliebtes Mitglied der Familie.
Ein süßer Sonnenschein, der umsorgt und gepflegt wird. Lala, die es kaum erwarten kann spazieren zu gehen. Zu toben. Und Lala, die es liebt zu kuscheln und gestreichelt zu werden. Lala, die gut ernährt und medizinisch versorgt wird.


Lala ist noch so jung und hat noch alle Chancen auf ein fröhliches und gesundes Hundeleben. So viele Hunde hier im Shelter sind, während sie auf ihre Rettung warten, alt geworden. Die Schnauzen sind grau geworden. Krankheiten und Gebrechen haben sich eingestellt. Seelen sind zerbrochen, Hoffnungen gestorben. Der Glaube an die Rettung ging verloren.




Wir wünschen uns so sehr, dass Lala dieser endlose Leidensweg erspart bleibt. Dass sie die Chance bekommt, ihr ganzes Potential als toller, liebenswerter Familienhund zu entfalten.


Lala wird diese Chance wohl in Russland nicht erhalten. Lala ist ein schwarzer Hund. Die sind hier nicht sehr gefragt. Da ist es auch nicht von Belang, dass Lala so ein wunderschönes Hundemädchen ist. Das sieht hier niemand. Hier ist Lala eine von 3000. Hier ist sie die kleine schwarze aus C108. Und bisher hat sich niemand für sie interessiert.


Wir suchen, wie für all unsere Hunde, nur eine Endstelle für Lala. Ob sie sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht zuverlässig testen.


Dieses schöne, zarte Wesen könnte sich schon bald auf die Reise in ihr neues Leben machen. Sie ist bestens darauf vorbereitet, denn sie wurde bereits geimpft, gechipt und kastriert. In ihrem neuen Zuhause könnte auch bereits ein Hund vorhanden sein, denn Lala versteht sich sehr gut mit ihren Artgenossen.


Über ernsthaftes Interesse an Lala würde sich die zuständige Vermittlerin Yvonn Phillips sehr freuen. Bitte nehmen Sie Kontakt auf:


eMail: y.phillips@tierschutz-miteinander.de

Tel.: 02822 – 7159818

Mobil: 01578 - 7030172


https://tierschutz-miteinander.de/

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Nickname 21.11.2020, 19.39 | (0/0) Kommentare | PL

GLAUBEN AN DAS GUTE IM MENSCHEN



Zhuk kam im Oktober 2014 ins Shelter "Kozhuhovo". Da war er ungefähr ein Jahr alt. Seine Betreuer vermuten, dass er bis dahin ein Zuhause hatte, denn er war bereits kastriert.

Warum er ins Shelter kam, kann keiner so genau sagen. Vielleicht wurde Zhuk zu groß. Vielleicht ist seine Familie umgezogen und er durfte nicht mit. Vielleicht war der agile Zhuk auch einfach nicht das, was sich sein Besitzer erhofft hatte. Viele Fragen, aber Zhuk wird uns darauf leider keine Antwort geben können. Das Einzige, was wir wissen, ist, dass sich seit 2014 niemand für ihn interessiert hat. Niemand ist an seinem Zwinger für ihn stehen geblieben.


Dabei ist Zhuk so gern mit den Menschen zusammen. Wenn seine Betreuer zu ihm kommen, dann springt er an ihnen hoch, freut sich über jede Aufmerksamkeit.


Er hat seinen Glauben an das Gute im Menschen bis heute nicht verloren; den Glauben an ein eigenes Zuhause auch nicht. Seine Lebensfreude konnte der graue Shelteralltag bis heute nicht zerstören. Noch ist das Strahlen in seinen Augen nicht erloschen.


Aber wie lange wird er diese Freude noch für sich bewahren können? Wie lange wird er noch freudig mit seinen Leidensgenossen im Auslauf spielen? Wie lange noch wird Zhuk den Glauben an ein eigenes Zuhause aufrecht erhalten können?




Zhuk ist in Russland einer der Hunde, die es schwer haben, adoptiert zu werden. Er ist schwarz, für eine Stadtwohnung zu groß, und er ist kein Welpe mehr. Dabei wäre es für den freundlichen und agilen Rüden das Schönste, endlich ein eigenes Zuhause zu haben. Bei einer Familie, die in ihm einen wundervollen, schwarzen Begleiter für lange Spaziergänge oder auch gemütliche Abende auf dem Sofa sieht.


Denn einmal die Woche für eine Stunde im Auslauf seine Betreuer zu sehen, das ist für Zhuk einfach zu wenig. Er möchte sich bewegen und bei seinen Menschen sein - und nicht die meiste Zeit in einem rngrn Zwinger verbringen.


Daher hoffen wir, dass Zhuk hier gesehen wird. Es einen Menschen gibt, der sein Herz für ihn öffnet und ihm endlich ein Zuhause gibt.


Zhuk ist ein ca. 50 cm großer Rüde. Geschätztes Geburtsjahr ist 2013. Er ist kastriert, geimpft und gechipt. Er kennt die Leine und freut sich immer auf einen Spaziergang. Mit den anderen Hunden in seinem Sektot versteht Zhuk sich gut, spielt mit ihnen und geht Streitereien aus dem Weg. Ob er mit Katzen verträglich ist, kann leider im Shelter nicht getestet werden. Dem Menschen gegenüber ist Zhuk stets freundlich und aufgeschlossen.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für Zhuk ausschließlich eine Endstelle suchen. Gerne darf auch bereits ein Hund im Haushalt leben.


Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kollegin Diana Rinke.


eMail: d.rinke@tierschutz-miteinander.de
Mobil: 0171-1406060


https://tierschutz-miteinander.de/

Nickname 13.11.2020, 18.42 | (0/0) Kommentare | PL

DES PUDELS KERN



Schon als kleines Mädchen hatte ich mit dem lieben Gott meine Not. Ich dachte wohl, dass es ihn gab; jemand musste schließlich die Erde erschaffen haben, die Tiere, die Blumen, die anderen Menschen und mich selbst. Nur das Bild des alten, gütigen, weisen Mannes mit Bart, das man uns Kindern von ihm malte, passte mir nicht. Für diese Darstellung waren die älteren Herren, die ich kannte, nämlich meine beiden Großväter, einfach zu schlechte Vorbilder.


Ebenso missfiel mir der Gedanke, Gott säße irgendwo im Himmel und würde nur darauf lauern, dass ich etwas Verbotenes tat, wofür er mich bestrafen konnte. Diese Angst wird in nahezu allen Religionen geschürt: "Wenn du gegen eines der Gebote verstößt, nicht blind gehorchst, dich nicht klein machst oder dich der höchsten Autorität widersetzt, musst du auf ewig in der Hölle die furchtbarsten Qualen erdulden." Angst essen Seele auf, heißt es; aber Gott ist sicherlich kein Kannibale.


Am wenigsten behagte mir die Vorstellung des angeblichen Getrenntseins von Gott. Er als der Allmächtige da oben, ich als kleines, unbedeutendes Würmchen hier unten - nach meinem Empfinden konnte das so nicht stimmen. Schon früh hatte ich mich der Natur verbunden gefühlt. Ich erinnere mich noch, wie ich meiner Omi erzählte: "Weißt du, ich glaube, der liebe Gott wohnt im Wald!", und sie antwortete: "Ja, mein Kind, der liebe Gott wohnt überall und in Allem." Diese Art zu glauben nennt man Pantheismus, doch das wussten wir beide damals natürlich nicht.


Alle sind eins, Jeder fühlt sich Jedem verbunden. Verstehen und Verzeihen heißen die Zauberwörter in der großen, himmlischen Familie. Einer Familie, in der es - anders, als es in meiner irdischen der Fall war - statt vieler Ungerechtigkeiten, Eifersucht und Neid nur gegenseitiges Verständnis, Harmonie und Freude gibt.


Gottvater und -mutter sind reines Licht und pure Liebesenergie. Als ein Teil davon habe ich die heilige Pflicht und Schuldigkeit, allem Lebendigen - einschließlich mir selbst - mit größtmöglicher Achtung und Liebe zu begegnen.


Wie passen die Engel in dieses märchenhafte Bild? Ich betrachte sie als meine himmlischen Geschwister, die immer für mich da sind und auf die ich mich jederzeit verlassen kann.


Manch einem werden solche Ideen wohl allzu naiv und weltfremd erscheinen. Für mich sind sie des Pudels Kern. Vielleicht versetzt mein Glaube keine Berge. Doch ich bin schon zufrieden, wenn es mir gelingt, ein paar von den winzigen Steinchen zu beseitigen, die uns manchmal in die Schuhe geraten und so gemein an den Fußsohlen pieken.




fürs Lesen, und bleiben Sie behütet!

Nickname 14.06.2020, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 65 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.

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