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Tag: lieb
DAFFYD – SPÄTER, WANN ST DAS?

Daffyd
Rasse: Labrador Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 09/2018
Schulterhöhe: 63 cm
Juli 2025 Also gut, ich machs kurz: Ich bin Daffyd. Labrador-Mischling. Fast sieben Jahre jung. Freundlich, anhänglich, clever, recht super an der Leine – und ja, ein bisschen rund um die Hüften. Aber hey, ich bin seit fünfeinhalb Jahren hier eingesperrt. Da bleibt einem nicht viel außer fressen und vom großen Leben träumen! Ich liebe Menschen, ich gehe gern an der Leine, ich mag andere Hunde – und ich habe einen unbändigen Hunger ... nach Aufmerksamkeit. (Und auch nach Leberwurst, okay.)

Mein bester Kumpel Luken und ich sitzen seit einer gefühlten Ewigkeit im Zwinger. Beton unter den Pfoten, Gitter vor der Nase, null Auslauf geschweige denn irgendwelche Abenteuer. Aber wir geben nicht auf! Wir träumen von Sofas, Wiesen, Bällen, Streicheleinheiten – und ganz besonders von Ihnen!
Ich bin eben ein echter Labrador: immer gut drauf, lieb bis in die letzte Schwanzspitze, ständig auf der Suche nach Streicheleinheiten (und Snacks, wenn wir ehrlich sind) und bereit, Ihnen mein ganzes Herz zu schenken. Neulich waren ein paar liebe Menschen da. Sie haben mich gestreichelt, mir die Leine angelegt (WELTKLASSE!) und gesagt, ich sei ein richtig toller Hund.

Ich war begeistert. Endlich mal wieder Berührung. Endlich mal wieder Hoffnung. Und jetzt warte ich. Nicht still, nicht traurig – sondern mit Labradopower, wedelndem Schwanz und dem festen Glauben, dass da draußen jemand wie Sie ist. Jemand, der sagt: „Ja, Daffyd, komm her. Hier ist dein Zuhause. Hier darfst du laufen, lieben und leben.
Und dann ist da noch mein bester Freund Luken. Der stille Star, der Meister der leisen Töne. Der schüchternste Sonnenschein in der Betonzelle. Applaus bitte nur ganz leise, sonst erschreckt er sich.

Er lässt sich anfassen, schaut genau zu, wie ich mit Menschen umgehe, und wenn ich lächle (und das tue ich oft), dann huscht manchmal auch ein kleines Lächeln über sein Gesicht. An meiner Seite traut er sich kleine Schritte. Ich gebe ihm Sicherheit. Er gibt mir Rückendeckung. Zusammen sind wir unschlagbar wie Timon & Pumbaa, Ernie & Bert oder Batman & Robin. Nur eben mit Schlappohren und Nasen, die ständig am Schnüffeln sind.
Wir sind das perfekte Duo: Ich bringe das Selbstbewusstsein, die Streichelliebe und das Schwänzchenwedeln mit. Luken bringt ... nun ja, einfach sich selbst. Und glauben Sie mir: Das ist ganz schön viel.

Also, liebe Menschen da draußen: Wenn Sie einen lustigen, lebensfrohen und unglaublich treuen Labrador-Mischling suchen, dann adoptieren Sie mich, Daffyd! Und wenn Sie irgendwann denken: „Ach, so ein zweiter, schüchterner, aber herzensguter Hund wäre doch abenfalls schön. – dann holen Sie Luken dazu. Oder – Trommelwirbel! – Sie adoptieren uns gleich beide und feiern mit uns den größten Zwingerauszug seit Erfindung der Hundeklappe!
Endlich ankommen. Zusammen oder jeder für sich. Aber nie mehr allein.
Wir warten auf Sie.
Daffyd & Luken

August 2026: Diesmal konnte ich ihm nicht zeigen, dass alles gut wird.
Erinnern Sie sich noch, wie ich Ihnen von meinem besten Freund Luken erzählt habe? Ich habe geschrieben, dass ich ihm immer gezeigt habe, dass Menschen auch lieb sein können. Dass ich ihm Mut gemacht habe. Ich dachte wirklich, wir würden eines Tages gemeinsam diesen trüben Ort verlassen. Aber ich habe mich geirrt.

Wenn Menschen zu Besuch kamen, war ich immer der Erste am Gitter. Ich freute mich, ließ mich streicheln und zeigte Luken damit, dass nicht jede Hand etwas Schlechtes bedeutet. Luken war vorsichtiger. Er blieb lieber ein Stück zurück, beobachtete mich und fasste manchmal erst dann Mut, wenn er sah, dass ich vertraute.
So waren wir. Ich war der Mutige. Luken folgte mir. Vielleicht habe ich ihm all die Jahre auf meine Weise versprochen, dass irgendwann doch noch etwas Gutes kommen würde. Dass Menschen nicht nur am Zwinger vorbeigehen. Dass sich die Tür eines Tages öffnen würde, weil irgendwo da draußen wirklich eine Wiese, ein weiches Körbchen und ein Mensch auf uns warten.

Aber die Tür öffnete sich nicht. Fünfeinhalb Jahre lang war ich Lukens Mut auf vier Pfoten. Nur an dem Tag, an dem Luken starb, half mein Mut nicht mehr.
Luken starb dort, im Zwinger. Ich war bei ihm. Und diesmal konnte ich ihm nicht zeigen, dass alles gut wird. Ich konnte nicht vorangehen und sagen: Hab keine Angst. Ich konnte ihn nicht hinausführen. Ich konnte ihn nicht retten. Ich konnte nur bleiben. Und danach war Luken einfach nicht mehr da. Zurück blieb ich. Allein, in genau diesem Zwinger. An dem Ort, an dem wir so viele Jahre gemeinsam gewartet, an dem wir zusammen gehofft hatten; und an dem mein Freund gestorben ist.
All die Jahre hatten wir nicht viel. Kein Zuhause, keine Wiesen, keine eigenen Menschen – nichts von den Selbstverständlichkeiten eines glücklichen Hundelebens.

Aber wir hatten einander. Jetzt habe ich nur noch die Erinnerungen. Ich liege allein dort, wo jede Ecke nach Luken riecht. Und manchmal ist Stille lauter als jedes Bellen.
Ich bin noch immer derselbe Hund: Freundlich, anhänglich, verschmust und voller Lebensfreude, sobald Menschen zu mir kommen. Vielleicht sieht es sogar so aus, als wäre alles wie früher. Dabei ist nichts mehr wie früher. Denn für Luken kam die Hilfe zu spät.
Ich warte noch. Bitte lassen Sie nicht zu, dass auch meine Geschichte hinter Gittern endet. Ich konnte meinem Freund Nähe schenken. Sicherheit. Orientierung. Gesellschaft. Ein Zuhause konnte ich ihm nicht schenken. Aber vielleicht schenken Sie mir eins?
Margot Wolfinger
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16.08.2026, 16.34 | (0/0) Kommentare | PL
PUCCIE - DER PREIS DER EINSAMKEIT

Puccie
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 03.2017
Schulterhöhe: 60 cm
"Hallo, ihr Lieben,
manchmal frage ich mich, ob ich hier drinnen überhaupt noch Hund sein darf oder ob ich nur noch eine Nummer bin, die versorgt wird, damit sie irgendwie weiter existiert.
Das Schlimmste ist nicht einmal, dass ich allein bin. Sondern dass von mir erwartet wird, sozial, freundlich und souverän zu sein - obwohl mir hier niemand zeigen kann, wie das geht. Wie auch? Ich lebe allein in einer kleinen Box, umgeben von Dauerlärm, ohne echte Begegnungen, ohne Spiel, ohne Lernen. Hier wird nicht gelebt, hier wird ausgehalten. Tag für Tag.
Neulich durfte ich für einen kurzen Moment nach draußen. Dabei hat man getestet, wie ich mit anderen Hunden zurechtkomme. Mein Gegenüber war Apolonio, ein ruhiger, fairer Hund. Er hat alles richtig gemacht. Aber ich wurde unsicher. Ängstlich. Mein Kopf schaltete auf Alarm und ich reagierte so, wie ich es hier gelernt habe: mit Anspannung statt Gelassenheit.

Deshalb muss man im Moment leider sagen: Mit anderen Hunden tue ich mich noch schwer. Nicht, weil ich böse bin, sondern weil mir all die Dinge fehlen, die ein Hund normalerweise lernen darf. Ich brauche Sicherheit, Geduld und Menschen, die mir helfen, die Welt Schritt für Schritt kennenzulernen.
Bitte hört jetzt nicht auf zu lesen.
Denn bei Menschen zeigt sich eine ganz andere Puccie. Ich bin offen, anhänglich und genieße jede Zuwendung. Ich suche die Nähe, vertraue den Menschen, die sich um mich kümmern, und draußen orientiere ich mich wunderbar an ihnen. Ich laufe gut an der Leine, schaue zu meinem Menschen auf und gehe gerne mit – als wollte ich sagen: „Zeig mir den Weg, ich komme mit.

Vielleicht wünsche ich mir einfach jemanden, der mir nicht vorwirft, was ich nie lernen durfte. Sondern jemanden, der sieht, was trotz allem geblieben ist: meine Hoffnung, meine Bindungsfähigkeit und meinen Mut.
Vielleicht braucht es genau einen Menschen, damit aus meinem Aushalten endlich ein Ankommen wird."
************************
Liebe, wunderschöne Puccie – wie bist du nur im Canile gelandet? Seit März 2020 sitzt du dort eingesperrt, in einer viel zu kleinen Zelle, ohne Auslauf, ohne all das, was ein Hund zum Leben braucht.
Du bist eine etwas größere Hündin mit dichtem schwarz-weißem Fell, einem sanften Gesicht und neugierigen bernsteinfarbenen Augen. Vielleicht steckt ein Herdenschutzhund in dir, vielleicht ein Setter – wir wissen es nicht. Genauso wenig kennen wir deine Vergangenheit. Aber die soll hinter dir liegen. Jetzt zählt nur noch deine Zukunft.

Sechs Jahre Gefängnis für einen Hund sind sechs Jahre zu viel. Deshalb wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass du bald in den weißen Transporter steigen und noch vor dem nächsten Winter in dein eigenes Zuhause fahren darfst.
Dort wird man dir zeigen, wie schön ein Hundeleben sein kann: lange Spaziergänge, ein weiches Körbchen, Sonne im Garten, liebevolle Hände, die dein Fell bürsten und dich ausgiebig kraulen. Vor allem aber Menschen, die verstehen, dass du Zeit brauchst. Menschen, die dir in Ruhe alles beibringen, was dir bisher verwehrt geblieben ist.
Die Tierschützer berichten, dass du im Canile allein untergebracht bist, weil dir Begegnungen mit anderen Hunden dort schwerfallen. Doch wer könnte es dir verdenken? So viele Jahre der Abgeschiedenheit, der bedrückenden Enge und der nie endende Stress hinterlassen Spuren. Ein Canile ist kein Ort, an dem Hunde echtes Zusammenleben lernen können; sie müssen dort Tag für Tag einfach nur durchhalten und funktionieren.

Umso erfreulicher ist alles, was die Tierschützer über deinen Umgang mit Menschen erzählen: Du bist nett, auch zu Fremden, suchst von dir aus Anschluss, läufst fein an der Leine mit und bist unglaublich verschmust und anhänglich. Nach der langen Einsamkeit hast du dir dein Vertrauen in uns Menschen bewahrt. Das ist wohl das größte Geschenk, das du mitbringst.
Nun fehlt nur noch der Mensch, der dich sieht. Der in deine wunderschönen Augen blickt und spürt, dass genau du zu ihm gehörst. Der überlegt, wo dein Körbchen stehen wird, welche Wege ihr gemeinsam entdecken werdet und wie sich dein neues Leben anfühlen könnte.

Und irgendwann merkt dieser Mensch, dass aus einem leisen Ziehen im Herzen längst eine Entscheidung geworden ist.
Liebe Puccie, es ist unser innigster Wunsch, dass dein Lieblingsmensch dich ganz bald findet. Lange genug hast du gewartet, jetzt bist du auch einmal an der Reihe!
Yvonne Beier
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01.08.2026, 17.03 | (0/0) Kommentare | PL
ARELIO - ENDSTATION SEHNSUCHT

Arelio
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2020
Schulterhöhe: 45 cm
Manchmal erzählen Hunde ihre Geschichte, ohne dass sie einen einzigen Laut von sich geben. Bei Arelio genügt ein Blick auf sein zotteliges Fell, seine viel zu langen Krallen und sein vorsichtiges Wesen, um zu ahnen, dass sein bisheriges Dasein alles andere als glücklich gewesen sein kann.
In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für den kleinen Rüden Arelio und seine Freundin Alenya war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.

Ob mit Arelio und Alenya damals unterschiedlich umgegangen wurde, wissen wir nicht. Gezeichnet von ihrer Vergangenheit sind sie beide. Umso mehr verwundert es, dass Arelio sich Menschen gegenüber so offen zeigt. Als die Tierschützer die beiden Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, lernten sie einen freundlichen, zutraulichen und anhänglichen kleinen Kerl kennen. Arelio suchte zaghaft den Kontakt – nicht aufdringlich, sondern sanft und beinahe schüchtern. Fast schien es, als wolle er sagen: "Bitte, bitte, nehmt mich mit!"
Während seine Vergangenheit in seinem Benehmen nur wenige sichtbare Spuren hinterlassen hat, erzählt sein Äußeres eine andere Geschichte. Sein struppiges Fell, die offenbar noch nie beschnittenen Krallen, Zahnstein und etliche fehlende Zähne zeugen davon, dass sich lange Zeit niemand um ihn gekümmert hat. Außerdem wurden Herzgeräusche festgestellt, deren Ursache derzeit noch abgeklärt wird.
Trotz allem hat Arelio sich seine Liebe zu uns Zweibeinern bewahrt. Und genau deshalb hoffen wir von Herzen, dass es irgendwo diesen einen Menschen gibt, der sein Leben mit ihm teilen möchte: Mit einem kleinen Rüden im besten Alter – Arelio ist schätzungsweise sechseinhalb Jahre alt (Stand Juli 2026) – dessen sehnlichster Wunsch es ist, endlich dazuzugehören. Als geliebtes Familienmitglied, ganz gleich, wie groß seine Menschenfamilie sein wird. Als ein Hund, der vermutlich zum ersten Mal erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.

Vielleicht wird Arelio in seinem neuen Zuhause die Welt ganz neu entdecken. Gemeinsame Spaziergänge, auch bei Wind und Wetter. Ein weiches Körbchen. Abends miteinander auf dem Sofa kuscheln. Jeden Tag ein gut gefüllter Napf und hin und wieder ein Leckerli. Wahrscheinlich würde er für Letzteres mit Begeisterung neue Kommandos lernen, stubenrein werden und seine(n) Menschen mit diesem besonderen Blick ansehen, den nur Hunde schenken können, die trotz allem nie aufgehört haben zu vertrauen.
Wenn Sie sich vorstellen können, Arelio auf diesem Weg zu begleiten, dann brauchen Sie besonders am Anfang viel Zeit, Geduld und Verständnis für einen Hund mit traurigem Vorleben - vor allem aber Liebe und immer wieder Liebe.
Arelio und Alenya sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.

Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Arelio und Alenya sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.
Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Arelio allerdings vermutlich sein ganzes Leben mit Alenya zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihm ein freundlicher, souveräner Ersthund den Start in sein neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.
Und nun die alles entscheidende Frage: Möchten und können Sie dem netten Arelio endlich das schenken, wonach er sich wohl sein ganzes Leben gesehnt hat – ein richtiges Zuhause?
Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diesen liebenswerten, kleinen Strubbel das glückliche Dasein, das er schon so lange verdient.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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27.07.2026, 15.00 | (0/0) Kommentare | PL
MAGEE – TAUSCHE ANGST GEGEN LIEBE

Magee
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 09.2021
Schulterhöhe: 55 cm
Lieber Magee, so lange hast du darauf gewartet, dass dich endlich jemand sieht. Drei Jahre sitzt du nun schon in einem trostlosen Hundegefängnis in Italien. Drei Jahre, in denen dir niemand zeigen konnte, dass Menschen auch Sicherheit, Geborgenheit und Liebe bedeuten können. Deine beiden ehemaligen Zellengenossen Jerrika und Sutton hatten das Glück, ein Zuhause zu finden, nur du bist allein zurückgeblieben.
Mit deinen knapp fünf Jahren kennst du das Leben außerhalb des Lagers kaum. Wenn sich Menschen nähern, versuchst du, dich unsichtbar zu machen. Du ziehst dich so weit es geht zurück, erstarrst und hoffst, dass niemand etwas von dir möchte, weil Angst seit Jahren dein ständiger Begleiter ist und du nie erfahren durftest, dass eine ausgestreckte Hand nicht nur Schrecken und Schläge, sondern auch Schutz, Wärme und Geborgenheit bedeuten kann.

Aber weißt du was, lieber Magee? Genau deshalb möchten wir dich jetzt sichtbar machen. Denn wir sind überzeugt, dass irgendwo ein Mensch auf dich wartet, der nichts von dir verlangt, außer dass du einfach du sein darfst.
Vielleicht wirst du nicht schon am ersten Tag fröhlich über Wiesen laufen oder neugierig jedes Abenteuer begrüßen. Vielleicht werden deine Schritte anfangs klein sein. Aber jeder einzelne davon wird ein Erfolg sein. Mit Geduld, Verständnis und ganz viel Liebe wirst du entdecken dürfen, wie schön es ist, anzukommen. Und wenn dir einmal der Mut fehlt, wird jemand an deiner Seite sein, der auf dich wartet, dich stärkt und dir zeigt, dass du keine Angst mehr haben musst.

Für dich werden die ersten Erfolge vermutlich nicht darin bestehen, fröhlich über eine Wiese zu rennen oder ausgelassen zu spielen. Dein erster großer Erfolg könnte sein, den Menschen im selben Raum auszuhalten. Vielleicht wagst du nach einigen Tagen einen neugierigen Blick oder nimmst vorsichtig ein Leckerchen aus der Hand. Und eines Tages lässt du dich zum ersten Mal sacht berühren. Was für viele selbstverständlich erscheint, wird für dich einen Meilenstein bedeuten. Denn hinter deiner Furcht steckt kein Hund, der nicht lieben möchte, sondern einer, der nie erfahren durfte, dass Liebe auch ihm gelten kann.

Wir wünschen uns für dich ein ruhiges, liebevolles Zuhause bei einfühlsamen Menschen, die dich nicht drängen, sondern dir die Zeit geben, die du brauchst. Menschen, die sich über jeden noch so kleinen Fortschritt freuen, dir Sicherheit schenken und dir zeigen, dass die Welt gar nicht so furchteinflößend ist, wie sie dir heute noch erscheint; und die und auch dann an deiner Seite bleiben, wenn es einmal langsamer vorangeht.
Lieber Magee, gib die Hoffnung nicht auf. Dein Leben muss nicht so bleiben, wie es bisher war. Irgendwo gibt es den Menschen, der dein Herz behutsam erobern wird und der dir beweist, dass Vertrauen wachsen kann; der an dich glaubt und Glück nicht an großen Erfolgen misst, sondern sich mit dir über jeden kleinen Schritt freut.

Sind Sie dieser besondere Mensch? Können Sie Magee die Zeit, die Geduld und die Liebe schenken, die er so dringend braucht? Dann freuen wir uns sehr, wenn Sie Kontakt zu seiner Vermittlerin aufnehmen. Vielleicht beginnt schon bald für Magee das Leben, auf das er so lange warten musste.
Sabine Wojtok
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15.07.2026, 20.13 | (0/0) Kommentare | PL
ALVIS - EINMAL HOFFNUNG UND ZURÜCK

Alvis
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10.08.2022
Schulterhöhe: 60 cm
Dezember 2022: Alvis und seine Schwestern Adrianne, Alof und Annelene kamen mit gerade einmal 4 Wochen (!) in das grausamste, uns bekannte italienische Hundelager. Wo die vier Kleinen vorher waren, wie sie in die Hundehölle kamen und was aus ihrer Mama wurde, wissen wir nicht. Jedoch gibt es für Hundekinder keinen schrecklicheren Platz, um dort aufwachsen zu müssen.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften das Hundegefängnis eine Woche vor
Weihnachten überraschend noch einmal besuchen. Wir möchten den Mitgliedern der
italienischen Organisation "ALFA - Associazione Love For Animals" unsere größte
Hochachtung aussprechen. Für tierliebende Menschen bedeutet es jedesmal einen
seelischen Kraftakt, diese Hölle auf Erden zu betreten in der Gewissheit, nur
den allerwenigsten helfen zu können und dass lediglich eine Handvoll glücklicher
Hunde diesen gottlosen Ort jemals wieder lebend verlassen wird.

Aber an
diesem trüben Sonnabend vor Weihnachten haben sich unsere Freunde erneut der
Ungerechtigkeit und den tierquälerischen Zuständen in dieserer
Hundeverwahranstalt gestellt und die vier kleinen Welpen entdeckt. Vielleicht
war es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Dreikäsehochs; denn der kurzeBesuch
von lieben Menschen bedeutete nicht nur eine Abwechslung in ihrem trostlosen Zwingeralltag:
Sie bekommen bei uns nun eine Bühne, die die ihnen die Eintrittskarte in die
Freiheit sichern wird - das hoffen wir jedenfalls inbrünstig.

Die Tierschützer beschreiben die Geschwister als freundlich, verspielt und
den Menschen gegenüber aufgeschlossen. Vermutlich werden sie eine mittlere
Größe erreichen.

Und heute? Alvis war noch ein Baby, als man ihn gnadenlos in einen Kerker warf, in dem kein Hund jemals landen dürfte. Von da an gab es für ihn harten Beton anstatt weicher Wiese, Einsamkeit und Kälte anstatt Geborgenheit und Wärme, Angst anstelle von Sicherheit. Seinen drei Geschwistern war das Schicksal gnädig. Sie wurden gesehen und gerettet, sie durften die freudlose Vergangenheit hinter sich lassen und anfangen zu leben.

Alvis
blieb als einziger zurück. Vielleicht war er nur zu schüchtern, um jemandem
aufzufallen. Denn statt laut bellend auf sich aufmerksam zu machen, fiept er
nur leise, wenn ab und zu einmal Menschen vorbeikommen. Und er hofft noch
immer, dass irgendjemand auch ihn liebgewinnen und mitnehmen wird.

Heute ist Alvis kein Baby mehr, sondern ein junger Hund, dessen Seele viel zu
früh lernen musste, wie sich Einsamkeit und Sehnsucht anfühlen. Er hat so viel
verpasst und so viel verloren. Trotzdem hat er sich seinen Glauben an die
Menschen bewahrt und die Hoffnung, dass da draußen jemand ist, der nicht
an ihm vorbeisieht.


Bitte, sehen Sie ihn. Er ist bereit, das Leben zu lernen und möchte nur allzu
gern ankommen, vertrauen, rennen, schlafen dürfen ohne Angst. Und er möchte
jemandes bester Freund sein. Deshalb bitten wir hier und heute für ihn - für
Alvis, der immer noch wartet, nachdem alle anderen längst gegangen sind.
Daniela Koenemann
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04.06.2026, 17.19 | (0/0) Kommentare | PL
ANNIUS - WIE LANGE NOCH BIS ZULETZT? ZULETZT IST JETZT

Annius
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.06.2015
Schulterhöhe: 62 cm
Nach all den Jahren im Lager, nach all der Zeit,
in
der wir versucht haben ein Zuhause für den großen alten Buben zu finden…
ist es zu spät.
Jetzt hätte er reisen können, jetzt wäre es endlich wahr geworden.
Er hat es
nicht mehr erleben dürfen.
Annius ist tot. Manuela und Stefano fanden ihn heute Morgen sterbend im
Zwinger.
Das Einzige, was sie noch tun konnten, war den Tierarzt zu rufen, damit er ihn erlöst.
So wahnsinnig es klingt: Ohne die Aussicht auf die Adoption hätten sie ihn nicht besuchen dürfen.
Wer weiß, wie lange er sich dann noch hätte
quälen müssen.
So weh es jetzt auch tut, lieber Annius - Du hilfst uns stark zu sein
und für Hunde wie dich weiterzukämpfen.
Lauf schnell, lauf weit, großer Bube. Wir werden dich nicht vergessen.
Für all deine Leidensgenossen werden wir nicht aufhören, immer und immer wieder stark zu sein.
RIP lieber Annius


Zuletzt ist jetzt.

Zuletzt ist jetzt.
Neulich kamen sie wieder zu mir; aber obwohl sie
richtig lieb waren und mich mich eigentlich gefreut habe, musste ich sie anbellen.
Es ist hier drinnen so laut, immer nur Lärm von über tausend Hunden, die um
Hilfe bellen und weinen, ich stehe so unter Stress, ich bin so allein. Ich will
das nicht mehr, die sollen mich Ruhe lassen. Deswegen habe ich sie so böse
angebellt, obwohl ichdas eigentlich gar nicht wollte, aber…
Zuletzt ist jetzt.

Meine einzige Hoffnung, diesen schrecklichen Ort
noch lebend zu verlassen: dass mich jemand sieht, der mich nicht zu alt, zu
groß, zu dunkel und zu kaputt findet und sich von meinem Schutzpanzer aus
Missmut und Abwehr nicht abschrecken lässt. Das ist ja alles bloß äußerlich; tief
in meinem Innerenn sehne ich mich Liebe, Wärme und Geborgenheit. Wenn irgendwer
- wenn vielleicht gerade DU mich haben willst, mich in Dein Herz und Dein
Zuhause lässt und mir auch etwas gegen meine Schmerzen gibst, dann ist zuletzt
doch noch nicht jetzt.
Margot Wolfinger
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aus dem Ausland:
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Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
31.05.2026, 21.06 | (0/0) Kommentare | PL
CHUCKY - ES KANN NUR BESSER WERDEN

Chucky
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: ca.02.2018
Schulterhöhe: 48 cm
Einst lebte der Süße bei einem Mann, der ihn solange quälte und misshandelte, bis Nachbarn irgendwann endlich die Polizei riefen. Chucky kam in ein Canile - eines der furchtbaren italienischen Hundelager. Von dort wurde er wahllos an einen neuen Besitzer vermittelt, um von diesem bereits nach kurzer Zeit an jemanden weitergegeben zu werden, der sich weder um Chucky noch um dessen Gesundheit kümmerte. Dabei wäre das zwingend notwenig gewesen; denn die Schläge und Tritte, die der kleine Kerl jahrelang über sich ergehen lassen musste, waren nicht ohne Folgen geblieben. Chucky hat schwere Leberprobleme, berbunden mit einer Bauchwassersucht und wir hoffen, dass sein Herz nicht ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse stehen noch aus. Irgendwann in seinem Leben hat sich Chucky dann auch mit Leishmaniose infiziert, aber die inzwischen eingeleitete Behandlung schlägt sehr gut an.

Unser Chucky ist ein armes, krankes Häschen, das von seinem letzten Besitzer
schlussendlich zu einer Tierschützerin gebracht wurde, als dieser Italien
verließ und Chucky nicht mitnehmen wollte. Mit den Worten „Lasst ihn
einschläfern! übergab er seinen kranken Hund und ging. Das erscheint und ist
auch herzlos, in Italien jedoch die ganz große Ausnahme. Dort werden Hunde, die
man nicht mehr braucht oder will, in der Regel erschlagen oder ausgesetzt und
ihrem Schicksal überlassen.

Chucky erfährt gerade, wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben, wie es sich
anfühlt, umsorgt zu werden. Er frisst mit gutem Appetit und verhält sich wie
ein glücklicher, kleiner Hund. Mit seinen Artgenossen - Hündinnen und Rüden -
versteht er sich wunderbar und auch die kleinen Stubentiger haben von ihm
nichts zu befürchten. Wir tun, was in unserer Macht steht, um es ihm so schön
wie möglich zu machen. Dennoch sollte Chucky nicht in einem Tierheim leben, in welchem
bei aller Aufopferung doch nie genügend Zeit für jeden einzelnen Hund bleibt.
Der kleine Schatz sollte bei gutherzigen Menschen leben, die ihm Geborgenheit und
all die Liebe schenken, die er bisher so schmerzlich entbehren musste.
Darüber hinaus werden Folgeuntersuchungen und -behandlungen notwenig sein, auch
wenn vieles jetzt schon getan wurde und wird, um Chuckys Gesundheit so weit wie
möglich wiederherzustellen. Und so suchen wir verständnisvolle und großherzige Menschen,
die sich dies auch leisten können und möchten – damit aus dem armen, kranken
Häschen endlich der fröhliche, anhängliche Hundebub werden kann, der er seinem
Wesen nach ist.

Bitte, wenn es passt und Sie unseren lieben Chucky gern bei sich aufnehmen möchten,
dann melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Wir danken Ihnen sehr.
Sabine Wojtok
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23.03.2026, 20.05 | (0/0) Kommentare | PL
EINMAL ZUM MOND UND ZURÜCK! MICHELLE
MICHELLE
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Den Weg nach draußen, werde ich ihn jemals schaffen?
Wieder einmal stehe ich vor der Frage: Wie fange ich an zu schreiben? Wie gelingt es mir, für Michelle einen Menschen zu finden, dessen Herz ich mit ihrer Geschichte so sehr berühren kann, dass er sich für sie entscheidet?
Vielleicht beginne ich damit zu erzählen, was mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt hat - neben all den Hunden, die ich noch vorstellen und deren Lebensgeschichte ich gern in die Welt hinaustragen möchte, damit sie irgendwann die Mauern und Gitterstäbe des Moskauer Shelters Kozhuhovo hinter sich lassen können.

Es ist das stille Sterben im Shelter. Ein Sterben, welches sich leise und fast immer unbemerkt vollzieht. Eines, das viel zu oft nach langen Jahren der Einsamkeit, der Härte, der Entbehrung und des Leidens kommt und kein Aufsehen von sich macht. Es nimmt die alten, aber auch immer mehr jüngere Hunde mit hinter den Regenbogen, in eine hoffentlich bessere Welt.
Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.
Aber das stimmt nicht. Jeder einzelne Hund, jedes Leben und jede gerettete Seele zählt. So ist dieses stille Sterben zugleich auch Antrieb und Motivation, um weiterzumachen und so vielen Hunden wie möglich die Gelegenheit zu bieten, dass sie gesehen werden. Sie sollen ins Licht gerückt werden und bei guten Menschen ein Leben in Sicherheit, Geborgenheit und Liebe führen dürfen.
MICHELLE wurde gemeinsam mit ihren Schwestern von einer jungen Frau in einem Wald entdeckt – in einem Pappkarton ausgesetzt zum Sterben. Damals waren die Geschwisterchen ungefähr zwei Monate alt. Mit der Abgabe der Hundekinder begann für die Finderin auch ihre Zeit als Freiwillige im Shelter. Sie brachte fünf kleine Welpen und fand sich unvermittelt unter Tausenden verlassener Hunde wieder.

Leider konnte sie trotz größter Bemühungen bis heute kein Zuhause für Michelle finden. Zwei von deren Schwestern hatten Glück, sie wurden recht schnell adoptiert; zusammen mit Michelle sitzen nun noch die beiden übrigen Hundemädchen – Lapa und Tata – in Shelterhaft. Der nächste Winter naht mit Riesenschritten, und es treibt uns die bange Frage um: Wird es für Michelle, ihre Schwestern und für so viele andere schon bald zu spät sein?
Denn das üble Futter, welches höchstens den Magen vorübergehend füllt, jedoch keinerlei Nährwert besitzt, hat deutliche Spuren an Michelle, ihren Schwestern und zahllosen weiteren Hunden hinterlassen. Das Zufüttern durch die Freiwilligen kann die Defizite nicht ausgleichen, es kann den Hunger nicht stillen und ist letzten Endes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Obendrein kommt es in den beengten Zwingern immer häufiger zu Beißereien; die Schwächeren, diejenigen, die entkräftet sind und sich nicht behaupten können, werden die ersten Opfer sein. Mit Sorge erinnern wir uns an die eisigen Temperaturen des vergangenen Winters. Hunde ohne Reserven haben dann für immer verloren.

Die junge Frau, die Michelle und ihre Schwesterchen damals im Wald fand und nun deren Betreuerin ist, beschreibt die Hündin als unglaublich liebevoll und sanft. Michelle liebt sie innig und vertraut ihr blind – so als wüsste sie, wem sie ihr Leben verdankt. Fremden gegenüber hält sie sich erst zurück, taut aber schnell auf, wenn sie spürt, dass man ihr nichts Böses will. Bei fremden Menschen ist Michelle erst zurückhaltend, taut dann aber schnell auf. Sie läuft ruhig und gelassen an der Leine, obwohl es im Shelter immer laut und stressig ist und manche Hundebegegnung nicht immer ganz problemlos verläuft. Wohlgemerkt: Keiner dieser Hunde ist bösartig; sie sind einfach nur verzweifelt und haben gelernt, dass Angriff manchmal die beste – weil einzige – Verteidigung ist.
Für die empfindsame
Michelle soll dieser Leidensweg nun ein Ende haben. Sie soll endlich leben
dürfen, in einem schönen Zuhause bei verständnisvollen und geduldigen Menschen,
mit denen Michelle durch dick und dünn gehen kann und die ihr versprechen, sie zu
lieben – bis zum Mond und wieder zurück!

Michelles Geschichte in Bildern und beim Gassi im Shelter:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail:
Ulrike.worringer@procanes.org
25.01.2026, 19.52 | (0/0) Kommentare | PL
ROCKYS HORROR PICTURE SHOW: ROCKY

ROCKY
Rüde
geb. 2014
55-60 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
liebt die Menschen, sucht ihre Nähe und bettelt um ihre Aufmerksamkeit
gut verträglich mit seinen Artgenossen
kennt bereits das Laufen an der Leine
Herzensmensch und
Für-immer-Körbchen gesucht
Sie können uns
vernichten, aber aufgeben dürfen wir nicht!
An Tagen wie heute, an denen wieder viele der Hunde aud dem großen Shelter Kozhuhovo, welches bald abgerissen wird, nach Malinka, in das neue Shelter – weit außerhalb Moskaus, gleich neben einer versuchten Mülldeponie - verlegt wurden, fällt es unglaublich schwer, sich zusammenzunehmen, nach vorn zu schauen und weiterzukämpfen.
Das schreckliche Gefühl der Ohnmacht, wenn man zusehen muss, wie die Hunde in den Transporter gesetzt werden, die leeren Zwinger, die ihnen bisher zwar kein schönes, aber doch immerhin ein Zuhause waren, die verzweifelten Betreuer, mühsam um Fassung ringen - man denkt, man hat diesem endlosen Albtraum nur noch Tränen entgegenzusetzen. Doch dann sieht man zufällig einen bestimmten Film, hört einen beiläufig gesprochenen Satz und auf einmal fühlt man sie wieder: Diese Wut, die einem ungeahnte Kräfte verleiht und einen auch noch weit nach Mitternacht ( es ist jetzt 2:29 Uhr) weiterkämpfen lässt.

Du, lieber Rocky, bist inzwischen schon neun Jahre alt und auch du hast fast dein ganzes Leben im Shelter zugebracht. Als du jung warst, nannten die Betreuer dich "die Brise". Denn damals warst du ein Sausewind, ein Wirbelwind - ein Hund, der überglücklich war, wenn er einmal in der Woche seinen winzigen, engen Zwinger verlassen durfte, um in einer einzigen, seligen Stunde den Mangel an Bewegung und die Untätigkeit einer ganzen endlos langen Woche nachzuholen.
Mit den Jahren ist aus dir ein ruhiger und maßvoller Hund geworden. Du liebst es, wenn die Freiwilligen dir ihre Aufmerksamkeit schenken. Du suchst ihre Nähe und ihre Zärtlichkeiten, wann immer sich die Gelegenheit dafür bietet. Wirst du angeleint für einen kurzen Spaziergang im Shelterbereich, dann scheint dein kleines und bescheidenes Glück perfekt.

Du hattest nie viel,
verlangtest auch nie mehr als dieses kleine bisschen Glück. Doch selbst das ist
nun in Gefahr, wenn du fortan dein Dasein in dem neuen Shelter Malinka fristen
musst.
Noch weiß niemand, wieviel menschliche Zuwendung du und deine vielen Tausend Leidensgefährten dort in Zukunft noch erhaschen könnt, wie schwierig die Bedingungen und wie hoch die Hürden sein werden, welche die Betreuer überwinden müssen, um ihren Schützlingen weiterhin nahe sein und helfen zu dürfen.
Wir alle und ganz besonders die Freiwilligen hoffen, dass auch in dem neuen Shelter alles irgendwie so gut wie möglich weitergeht.
Du hattest nie viel,
künftig wirst du wohl noch weniger haben. Aber die Freiwilligen werden nicht
aufgeben, wir werden nicht aufgeben. Bitte Rocky, gib auch du nicht auf!

Wenn Rocky Ihr Herz
berührt hat und Sie ihm für seine letzten Jahre gern einen glücklichen
Lebensausklang bescheren möchten, dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen
lieben Dank!
Die Vermittlung und
Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier einige Videos von
Rocky, noch im Shelter Kozhuhovo, Moskau:
Rocky geht Gassi im
hohen Schnee:
Rocky kuschelt im
Auslaufbereich vor dem Zwinger mit seiner Betreuerin:
Rocky wird im
Auslaufbereich vor dem Zwinger angeleint:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail:
Ulrike.Worringer@T-Online.de
30.09.2024, 13.29 | (0/0) Kommentare | PL
ALLES ANDERE ALS EIN MONSTER! POKEMON

POKEMON
Rüde
geb. März 2022
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
verträgt sich gut mit seinen Artgenossen
liebt die Menschen und genießt jede noch so kleine Aufmerksamkeit
kennt bereits das Laufen an der Leine
Platz zum Leben
ersehnt
Wann darf ich endlich
losleben?
Du bist so ein aufgeweckter, fröhlicher und neugieriger junger Hundebursche. Auf jeden Menschen läufst du freudig und erwartungsvoll zu; und wenn du jemanden ganz besonders magst, dann zeigst du ihm das auch schon einmal mit deiner unglaublich langen, rosa Zunge. Doch anstatt dein junges Leben in einer eigenen Familie genießen zu dürfen, sitzt du soviel kostbare Zeit in dem freudlosen Moskauer Shelter Malinki ab.

Tagein, tagaus hockst du in deinem engen, kahlen, aus mannshohen Ziegeln gemauerten Zwinger. Auch nach vorn gibt es einen Sichtstschutz, der bis zur Hüfte reicht. Das bedeutet Einsamkeit, völlige Isolation; denn es ist ja nicht einmal Blickkontakt zu den Hunden in anderen Zwingern möglich. Dein ganzes Leben besteht aus Warten: Auf den Sonnabend, auf den magischen Moment, wenn die Freiwilligen für eine, höchstens zwei Stunden das Tierheim besuchen dürfen. Denn dann öffnet sich die Zwingertür für dich und du darfst mit ein paar anderen glücklichen Hunden für kurze Zeit in den Auslauf, um dir die vom vielen Sitzen und Liegen steifen Beine zu vertreten, dich ein bisschen auszutoben und mit deinen Hundefreunden zu spielen. Dann vergisst du für einen Augenblick dein trostloses, eintöniges Dasein hinter Mauern und Gittern.

Ein besonderes Glanzlicht ist das Dosenfutter, welches euch die Betreuer manchmal mitbringen. Sie kaufen und bezahlen es von ihrem eigenen Geld, soweit ihr bescheidenes Gehalt es erlaubt. Hin und wieder spenden auch tierliebe Menschen einige Büchsen. Natürlich reicht es nie für alle, und du bist jedes Mal ganz aus dem Häuschen vor Freude, wenn du zu den Glücklichen gehörst, die ein paar Löffel von dieser Köstlichkeit abbekommen. Sicher ist es nicht mit unserem Hundefutter zu vergleichen; aber es schmeckt euch und gibt euch für einen Moment das gute Gefühl, satt zu sein; ganz anders als das fade Trockenfutter, mit dem Ihr sonst vorliebnehmen müsst: Es besteht vor allem gepresstem, gekochtem Papier und zusammengefegten Resten ohne jeden Nährwert; und auch davon gibt es immer zuwenig, sodass Ihr oftmals hungern müsst.

Immer wieder üben die Ehrenamtlichen das Gassigehen und das brave Laufen an der Leine mit euch. Schließlich sollt ihr bestmöglich vorbereitet sein und gleich einen guten Eindruck machen, wenn einer von euch das Große Los zieht und von einer Familie in Deutschland adoptiert wird. In deiner russischen Heimat haben Klassehunde ohne Rasse, also Mischlinge ohne meterlangen Stammbaum, so gut wie gut wie keine Chance, ein Zuhause zu finden.
Vielleicht sind Sie ja
gerade auf der Suche nach einem jungen, verspielten vierbeinigen Gefährten, der
Sie liebend gern bei vielen, auch sportlichen, Aktivitäten begleitet, Ihren
Alltag bereichert und durch dick und dünn mit Ihnen geht? Pokemon wartet auf
Sie! Bitte melden Sie sich bei uns. Vielen, herzlichen Dank!
Hier sehen Sie ein
Video, das Pokemon im Shelterauslauf von Malinki zeigt:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
29.09.2024, 18.31 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

