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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: lieb

PUCCIE - DER PREIS DER EINSAMKEIT


Puccie


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 03.2017

Schulterhöhe: 60 cm



"Hallo, ihr Lieben,


manchmal frage ich mich, ob ich hier drinnen überhaupt noch Hund sein darf oder ob ich nur noch eine Nummer bin, die versorgt wird, damit sie irgendwie weiter existiert.


Das Schlimmste ist nicht einmal, dass ich allein bin. Sondern dass von mir erwartet wird, sozial, freundlich und souverän zu sein - obwohl mir hier niemand zeigen kann, wie das geht. Wie auch? Ich lebe allein in einer kleinen Box, umgeben von Dauerlärm, ohne echte Begegnungen, ohne Spiel, ohne Lernen. Hier wird nicht gelebt, hier wird ausgehalten. Tag für Tag.



Neulich durfte ich für einen kurzen Moment nach draußen. Dabei hat man getestet, wie ich mit anderen Hunden zurechtkomme. Mein Gegenüber war Apolonio, ein ruhiger, fairer Hund. Er hat alles richtig gemacht. Aber ich wurde unsicher. Ängstlich. Mein Kopf schaltete auf Alarm und ich reagierte so, wie ich es hier gelernt habe: mit Anspannung statt Gelassenheit.



Deshalb muss man im Moment leider sagen: Mit anderen Hunden tue ich mich noch schwer. Nicht, weil ich böse bin, sondern weil mir all die Dinge fehlen, die ein Hund normalerweise lernen darf. Ich brauche Sicherheit, Geduld und Menschen, die mir helfen, die Welt Schritt für Schritt kennenzulernen.


Bitte hört jetzt nicht auf zu lesen.


Denn bei Menschen zeigt sich eine ganz andere Puccie. Ich bin offen, anhänglich und genieße jede Zuwendung. Ich suche die Nähe, vertraue den Menschen, die sich um mich kümmern, und draußen orientiere ich mich wunderbar an ihnen. Ich laufe gut an der Leine, schaue zu meinem Menschen auf und gehe gerne mit – als wollte ich sagen: „Zeig mir den Weg, ich komme mit.



Vielleicht wünsche ich mir einfach jemanden, der mir nicht vorwirft, was ich nie lernen durfte. Sondern jemanden, der sieht, was trotz allem geblieben ist: meine Hoffnung, meine Bindungsfähigkeit und meinen Mut.


Vielleicht braucht es genau einen Menschen, damit aus meinem Aushalten endlich ein Ankommen wird."



************************


Liebe, wunderschöne Puccie – wie bist du nur im Canile gelandet? Seit März 2020 sitzt du dort eingesperrt, in einer viel zu kleinen Zelle, ohne Auslauf, ohne all das, was ein Hund zum Leben braucht.


Du bist eine etwas größere Hündin mit dichtem schwarz-weißem Fell, einem sanften Gesicht und neugierigen bernsteinfarbenen Augen. Vielleicht steckt ein Herdenschutzhund in dir, vielleicht ein Setter – wir wissen es nicht. Genauso wenig kennen wir deine Vergangenheit. Aber die soll hinter dir liegen. Jetzt zählt nur noch deine Zukunft.




Sechs Jahre Gefängnis für einen Hund sind sechs Jahre zu viel. Deshalb wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass du bald in den weißen Transporter steigen und noch vor dem nächsten Winter in dein eigenes Zuhause fahren darfst.


Dort wird man dir zeigen, wie schön ein Hundeleben sein kann: lange Spaziergänge, ein weiches Körbchen, Sonne im Garten, liebevolle Hände, die dein Fell bürsten und dich ausgiebig kraulen. Vor allem aber Menschen, die verstehen, dass du Zeit brauchst. Menschen, die dir in Ruhe alles beibringen, was dir bisher verwehrt geblieben ist.


Die Tierschützer berichten, dass du im Canile allein untergebracht bist, weil dir Begegnungen mit anderen Hunden dort schwerfallen. Doch wer könnte es dir verdenken? So viele Jahre der Abgeschiedenheit, der bedrückenden Enge und der nie endende Stress hinterlassen Spuren. Ein Canile ist kein Ort, an dem Hunde echtes Zusammenleben lernen können; sie müssen dort Tag für Tag einfach nur durchhalten und funktionieren.




Umso erfreulicher ist alles, was die Tierschützer über deinen Umgang mit Menschen erzählen: Du bist nett, auch zu Fremden, suchst von dir aus Anschluss, läufst fein an der Leine mit und bist unglaublich verschmust und anhänglich. Nach der langen Einsamkeit hast du dir dein Vertrauen in uns Menschen bewahrt. Das ist wohl das größte Geschenk, das du mitbringst.


Nun fehlt nur noch der Mensch, der dich sieht. Der in deine wunderschönen Augen blickt und spürt, dass genau du zu ihm gehörst. Der überlegt, wo dein Körbchen stehen wird, welche Wege ihr gemeinsam entdecken werdet und wie sich dein neues Leben anfühlen könnte.




Und irgendwann merkt dieser Mensch, dass aus einem leisen Ziehen im Herzen längst eine Entscheidung geworden ist.


Liebe Puccie, es ist unser innigster Wunsch, dass dein Lieblingsmensch dich ganz bald findet. Lange genug hast du gewartet, jetzt bist du auch einmal an der Reihe!




Yvonne Beier

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Nickname 01.08.2026, 17.03 | (0/0) Kommentare | PL

CAROLITA - GRAUES SCHNÄUZCHEN, HELLER BLICK




Carolita

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 2014

Schulterhöhe: 63 cm


Am 4. Oktober 2019 fielen die Kerkertüren hinter Carolita ins Schloss. Damals war die mittelgroße Hundedame fünf Jahre alt, schlank und rank mit weichem, glänzendem Fell. Heute - mehr als sechseinhalb endlos lange Jahre später - ist unsere hübsche Carolita wegen des miserablen Futters, das fast nur aus Getreide und irgendwelchen Abfällen besteht und zwar dick, aber nie wirklich satt macht, außerdem natürlich wegen der fehlenden Bewegung ein wenig fülliger geworden. Ihr Zwinger misst ja gerade einmal vier bis fünf Quadratmeter und einen kleinen Spaziergang gibt es nur, wenn es den Tierschützern gnädig gestattet wird, die Hunde zu besuchen. Auch ihr Schnäuzchen zeigt bereits einen leichten Grauschimmmer. Aber der helle Blick aus ihren Bernsteinaugen, welcher den Betrachter oder die Betrachterin direkt ins Herz trifft, ist noch immer derselbe.



 

Für Carolita wird es allerhöchste Eisenbahn, dass sie ihr Gefängnis verlassen und für die Zeit, die ihr noch bleibt, ein Leben führen darf, das diesen Namen auch verdient. Wie gern möchte sie für ihre letzten Jahre endlich Hund sein: Spaziergänge unternehmen an der Seite ihrer/ihres Menschen, mit Liebe und Zärtlichkeit überschüttet werden und überschütten, vielleicht noch das eine oder andere Kommando lernen und zeigen dürfen, wie wunderbar sie trotz des Mangels an Gelegenheit an der Leine läufen kann; auf einer weichen Decke schlafen und ordentliches Futter erhalten. Auch ein Leckerlie von Zeit zu Zeit würde ihr herrlich schmecken.



 

Schon seit einer halben Ewigkeit ist Carolita eingesperrt in einer trostlosen Einöde aus Beton und Gitterstäben, ohne jede Abwechslung oder Ansprache. Nur alle Jubeljahre einmal dürfen die mit uns befreundeten Tierschützer sie besuchen. Für einen viel zu kuzen, dafür aber umso wertvolleren Moment darf sie dann mit ihnen nach draußen auf die Wiese. Die Tierschützererzählen uns dann immer, was für eine bildschöne, eindrucksvolle Hündin sie sei, die schon recht ordentlich an der Leine laufe. Sie orientiere sich am Menschen, sei anhänglich, aufmerksam und lerneifrig. Mit Hündinnen verstehe sie sich weniger, mit Rüden grundsätzlich schon; da käme es, wie bei uns auch, auf die Sympathie an. Carolita sei zutraulich und gesellig. Anscheinend konnte sie sich, allen Widrigkeiten zum Trotz, über die ganzen freudlosen Jahre hinweg das Grundvertrauen in die Menschen bewahren.



 

Für Carolita hat bereits der Spätherbst ihres Lebens begonnen. Ihr bleibt nicht mehr viel von dem, was wir Leben nennen. Wir sind Carolitas einzige Chance und Hoffnung, dass sich für sie eines Tages die Gefängnistore öffnen und sie in einen der weißen Transporter einsteigen darf, der sie zu ihrem/ihren weltbesten Menschen bringen wird. Bitte helfen Sie uns, dieses kleine Wunder für sie wahr werden zu lassen.



 

Können Sie sich ein Leben mit Carolita vorstellen, haben Sie schon Hundeerfahrung, ausreichend Platz und auch einen Garten, dann melden Sie sich bitte schnellstmöglich bei Carolitas Vermittlerin. Sollten Sie selbst zurzeit keinen Hund aufnehmen können, dann verbreiten Sie bitte Carolitas Geschichte in Ihrem privaten Umfeld, Ihren sozialen Medien. Gemeinsam haben wir schon viele Hunde gerettet, gemeinsam schaffen wir es auch für Carolita. Unser und narürlich Carolitas Dank ist Ihnen gewiss!

 

 

 

Simone Leitenbauer

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin


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Nickname 27.07.2026, 20.40 | (0/0) Kommentare | PL

ARELIO - ENDSTATION SEHNSUCHT


Arelio


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2020

Schulterhöhe: 45 cm


Manchmal erzählen Hunde ihre Geschichte, ohne dass sie einen einzigen Laut von sich geben. Bei Arelio genügt ein Blick auf sein zotteliges Fell, seine viel zu langen Krallen und sein vorsichtiges Wesen, um zu ahnen, dass sein bisheriges Dasein alles andere als glücklich gewesen sein kann.


In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für den kleinen Rüden Arelio und seine Freundin Alenya war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.



Ob mit Arelio und Alenya damals unterschiedlich umgegangen wurde, wissen wir nicht. Gezeichnet von ihrer Vergangenheit sind sie beide. Umso mehr verwundert es, dass Arelio sich Menschen gegenüber so offen zeigt. Als die Tierschützer die beiden Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, lernten sie einen freundlichen, zutraulichen und anhänglichen kleinen Kerl kennen. Arelio suchte zaghaft den Kontakt – nicht aufdringlich, sondern sanft und beinahe schüchtern. Fast schien es, als wolle er sagen: "Bitte, bitte, nehmt mich mit!"


Während seine Vergangenheit in seinem Benehmen nur wenige sichtbare Spuren hinterlassen hat, erzählt sein Äußeres eine andere Geschichte. Sein struppiges Fell, die offenbar noch nie beschnittenen Krallen, Zahnstein und etliche fehlende Zähne zeugen davon, dass sich lange Zeit niemand um ihn gekümmert hat. Außerdem wurden Herzgeräusche festgestellt, deren Ursache derzeit noch abgeklärt wird.


Trotz allem hat Arelio sich seine Liebe zu uns Zweibeinern bewahrt. Und genau deshalb hoffen wir von Herzen, dass es irgendwo diesen einen Menschen gibt, der sein Leben mit ihm teilen möchte: Mit einem kleinen Rüden im besten Alter – Arelio ist schätzungsweise sechseinhalb Jahre alt (Stand Juli 2026) – dessen sehnlichster Wunsch es ist, endlich dazuzugehören. Als geliebtes Familienmitglied, ganz gleich, wie groß seine Menschenfamilie sein wird. Als ein Hund, der vermutlich zum ersten Mal erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.



Vielleicht wird Arelio in seinem neuen Zuhause die Welt ganz neu entdecken. Gemeinsame Spaziergänge, auch bei Wind und Wetter. Ein weiches Körbchen. Abends miteinander auf dem Sofa kuscheln. Jeden Tag ein gut gefüllter Napf und hin und wieder ein Leckerli. Wahrscheinlich würde er für Letzteres mit Begeisterung neue Kommandos lernen, stubenrein werden und seine(n) Menschen mit diesem besonderen Blick ansehen, den nur Hunde schenken können, die trotz allem nie aufgehört haben zu vertrauen.


Wenn Sie sich vorstellen können, Arelio auf diesem Weg zu begleiten, dann brauchen Sie besonders am Anfang viel Zeit, Geduld und Verständnis für einen Hund mit traurigem Vorleben - vor allem aber Liebe und immer wieder Liebe.


Arelio und Alenya sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.



Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Arelio und Alenya sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.


Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Arelio allerdings vermutlich sein ganzes Leben mit Alenya zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihm ein freundlicher, souveräner Ersthund den Start in sein neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.


Und nun die alles entscheidende Frage: Möchten und können Sie dem netten Arelio endlich das schenken, wonach er sich wohl sein ganzes Leben gesehnt hat – ein richtiges Zuhause?


Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diesen liebenswerten, kleinen Strubbel das glückliche Dasein, das er schon so lange verdient.



Sabine Wojtok

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Nickname 27.07.2026, 15.00 | (0/0) Kommentare | PL

MAGEE – TAUSCHE ANGST GEGEN LIEBE


Magee


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 09.2021

Schulterhöhe: 55 cm


Lieber Magee, so lange hast du darauf gewartet, dass dich endlich jemand sieht. Drei Jahre sitzt du nun schon in einem trostlosen Hundegefängnis in Italien. Drei Jahre, in denen dir niemand zeigen konnte, dass Menschen auch Sicherheit, Geborgenheit und Liebe bedeuten können. Deine beiden ehemaligen Zellengenossen Jerrika und Sutton hatten das Glück, ein Zuhause zu finden, nur du bist allein zurückgeblieben.


Mit deinen knapp fünf Jahren kennst du das Leben außerhalb des Lagers kaum. Wenn sich Menschen nähern, versuchst du, dich unsichtbar zu machen. Du ziehst dich so weit es geht zurück, erstarrst und hoffst, dass niemand etwas von dir möchte, weil Angst seit Jahren dein ständiger Begleiter ist und du nie erfahren durftest, dass eine ausgestreckte Hand nicht nur Schrecken und Schläge, sondern auch Schutz, Wärme und Geborgenheit bedeuten kann.



Aber weißt du was, lieber Magee? Genau deshalb möchten wir dich jetzt sichtbar machen. Denn wir sind überzeugt, dass irgendwo ein Mensch auf dich wartet, der nichts von dir verlangt, außer dass du einfach du sein darfst.


Vielleicht wirst du nicht schon am ersten Tag fröhlich über Wiesen laufen oder neugierig jedes Abenteuer begrüßen. Vielleicht werden deine Schritte anfangs klein sein. Aber jeder einzelne davon wird ein Erfolg sein. Mit Geduld, Verständnis und ganz viel Liebe wirst du entdecken dürfen, wie schön es ist, anzukommen. Und wenn dir einmal der Mut fehlt, wird jemand an deiner Seite sein, der auf dich wartet, dich stärkt und dir zeigt, dass du keine Angst mehr haben musst.



Für dich werden die ersten Erfolge vermutlich nicht darin bestehen, fröhlich über eine Wiese zu rennen oder ausgelassen zu spielen. Dein erster großer Erfolg könnte sein, den Menschen im selben Raum auszuhalten. Vielleicht wagst du nach einigen Tagen einen neugierigen Blick oder nimmst vorsichtig ein Leckerchen aus der Hand. Und eines Tages lässt du dich zum ersten Mal sacht berühren. Was für viele selbstverständlich erscheint, wird für dich einen Meilenstein bedeuten. Denn hinter deiner Furcht steckt kein Hund, der nicht lieben möchte, sondern einer, der nie erfahren durfte, dass Liebe auch ihm gelten kann.



Wir wünschen uns für dich ein ruhiges, liebevolles Zuhause bei einfühlsamen Menschen, die dich nicht drängen, sondern dir die Zeit geben, die du brauchst. Menschen, die sich über jeden noch so kleinen Fortschritt freuen, dir Sicherheit schenken und dir zeigen, dass die Welt gar nicht so furchteinflößend ist, wie sie dir heute noch erscheint; und die und auch dann an deiner Seite bleiben, wenn es einmal langsamer vorangeht.


Lieber Magee, gib die Hoffnung nicht auf. Dein Leben muss nicht so bleiben, wie es bisher war. Irgendwo gibt es den Menschen, der dein Herz behutsam erobern wird und der dir beweist, dass Vertrauen wachsen kann; der an dich glaubt und Glück nicht an großen Erfolgen misst, sondern sich mit dir über jeden kleinen Schritt freut.



Sind Sie dieser besondere Mensch? Können Sie Magee die Zeit, die Geduld und die Liebe schenken, die er so dringend braucht? Dann freuen wir uns sehr, wenn Sie Kontakt zu seiner Vermittlerin aufnehmen. Vielleicht beginnt schon bald für Magee das Leben, auf das er so lange warten musste.



Sabine Wojtok

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Nickname 15.07.2026, 20.13 | (0/0) Kommentare | PL

DORVIK –ENDLICH FREI (LEIDER VERSTORBEN)!



Dorvik


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 11.2020

Schulterhöhe: 52 cm 


Hallo, liebe Leute! Quadratisch - praktisch - gut und mit den treuesten Äuglein der Welt, so würde jemand, der mir gewogen ist, mein Wesen und mein Äußeres wohl beschreiben.



Aber wer ist uns hier in dem riesigen Hundelager, in dem ich mit Tausenden von Leidensgefährten unter schlimmsten Bedingungen ausharren muss, schon gewogen? Etwa die Betreiber dieser Hundeverwahranstalt? Oder die Wärter? Vergesst es. Außer den netten Tierschützern, die mich vor kurzem besuchen durften, um ein paar Fotos von mir zu schießen, ist weit und breit keine Abwechslung - geschweige denn Rettung - in Sicht. Die hätten von mir aus ewig bleiben, oder noch besser, mich gleich mitnehmen können! 





Aber so schnell geht das leider nicht. Ihr könnt Euch den ganzen umständlichen Papierkram kaum vorstellen! Und davor liegt das weite Land, irgend wo da draußen meinen Menschen oder meine künftige Familie ausfindig zu machen und sie davon zu überzeugen, dass sie mich erwählen sollen - ausgerechnet mich unter all den Tausenden bedauernswerten Tröpfen. Es ist ein schrecklicher Wettbewerb der Allerärmsten.  Nimm mich! Nein mich!!! So bellt und bettelt es aus allen Boxen und von allen Fotos. Ich weiß um die Qual der Wahl, die Ihr freundlichen Menschen habt und ich hoffe auf dieses eine Prozentchen Glück, dass sich tatsächlich jemand gerade in mich verliebt.



Wenn ich dann ganz am Anfang unserer Bekanntschaft noch ein bisschen unwirsch erscheine, so doch nur, um mir ein klein wenig Respekt zu verschaffen. Sobald Ihr mir Halsband und Leine umlegt bin ich wie umgeschaltet und weichgespült. Ich mache keine Schwierigkeiten, laufe schön brav an der Leine und tue alles, was Ihr von mir verlangt, wenn ich nur schnellstens aus diesem kalten, muffigen Zwinger darf. 





Ich wurde im November 2020 geboren und sehe dabei schon wie ein Opi aus. Kein Wunder, ich verbringe mein Leben ja schon seit dreieinhalb Jahren in dieser Einrichtung hier. Ich weiß nicht, ob Ihr Euch vorstellen könnt, was das für einen Hund, ein geselliges Rudellebewesen bedeutet. Dreieinhalb Jahre im Dauerstress, nur mit der Wahl, sich aufzulehnen oder aufzugeben. Ich habe mich für den goldenen Mittelweg entschieden. Ich bleibe liebenswürdig und offen für Neues, ohne die leiseste Ahnung, wie oder was das wohl sein könnte. Welchen Sinn hat mein Leben? Mieses und zuwenig Futter, niemals Ruhe und vor Lärm nicht schlafen können, Einsamkeit, Langeweile und manchmal sogar Schläge? Neuerdings teile ich mir die Box mit zwei weiteren Rüden und wir leben friedlich nebeneinander her.



Wie gern hätte ich eine riesige, geschützte Box, in der mein Lieblingsmensch samt seinem kleinen Rudel und mir ein angenehmes Leben führt: Im Winter mollig warm, mit einem Gärtchen, in dem ich Sonnenbaden, Ausschau halten und Besucher anmelden kann. Riesig freuen würde ich mich über leckere Vesper, streichelnde Hände, im heißen Sommer eine kleine Wassermuschel zum Pfoten kühlen und nicht zuletzt die Beine in der freien Natur bewegen zu dürfen.





Was dürft Ihr als Gegenleistung von mir erwarten? Ich würde Euch furchtbar liebhaben. Ganz einfach und doch so schwierig, wenn derzeit niemand ist, mit dem ich üben, den ich anbeten und beschützen kann. Was bleibt mir übrig, als weiter zu warten und weder Hoffnung noch Liebe aufzugeben? Hohe Werte, doch ich halte mich trotzdem dran, weil die Tierschützer gesagt haben, dass es Dich/Euch tatsächlich gibt, nur wüssten wir noch nichts voneinander.





Also, hier bin ich: Ein echter Hundemann mit einem schiefen Charme, vom Wesen her zutraulich und, lieb, eckig und kantig, weich und wuschelfellig, der mit Freuden den Job Eures Lächel- und Spaßgenerators übernimmt.-


Wer kann so einen gebrauchen und liebhaben? Schaut mich an, das reicht mir fürs Erste schon - wenn jemand bemerkt, dass es mich gibt, wohlwollend an mich denkt und vielleicht ein bisschen Gefühl für mich übrig hat.





Es wäre mir eine Freude, Dich/Euch kennenzulernen.
Dein/Euer Dorvik



Margot Wolfinger

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Nickname 02.07.2026, 09.36 | (0/0) Kommentare | PL

JACOBY - WÖRTER, DIE KEINER FINDET



JACOBY


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2021

Schulterhöhe: 60 cm


Tage, Stimmen. Immerzu und überall Stimmen. "Benny! Molly! Komm!" Jeden Tag hört man Wörter, die fliegen wie Leckerli durch die Luft, geworfen von lachenden Menschen, aufgefangen von fröhlich bellenden Hunden. Manche Namen werden mit Liebe ausgesprochen, viele mit Sehnsucht, andere einfach so.


Nur meiner fällt nie: Jacoby. Ich höre meinen Namen in der Stille. Ich fühle ihn, wenn alle anderen fort sind und ich allein in meinem Zwinger liege. Manchmal probiere ich ihn aus, ganz leise in Gedanken, und stelle mir vor, wie er in einer warmen Stimme klingt; wie es wäre, wenn jemand ihn laut ruft; nicht aus Versehen, sondern weil er wirklich mich meint.





Aber sie rufen, sie streicheln, sie adoptieren andere. Meine Schwester und meine Freunde durften gehen, sie durften diesen traurigen Ort verlassen, weil jemand sie beim Namen gerufen hat. Ich bin übriggeblieben, mit all den liebevollen Sätzen in meinem Herzen, die niemand je zu mir gesagt hat.


"Wart nur ab, Jacoby, irgendwann kommt auch dein Mensch, oder deine Familie und holt dich hier raus!" Das ist lange her. Ich habe gewartet, 365 Tage, 730 und inzwischen schon über 1500. Jeden einzelnen davon habe ich meinen Namen inwendig gespürt und ihn doch nie gehört. Ich weiß, wie die Jahreszeiten riechen und wie schwer Worte wiegen, wenn sie nicht ausgesprochen werden.


Ich bin freundlich und geduldig. Ich habe mich immer bemüht, möglichst unsichtbar und unauffällig zu sein, weil niemand nach mir ruft und nach mir verlangt. Vielleicht war das ein Fehler und ich habe deswegen keine Leine kennengelernt, weil ich nie dorthin durfte, wo ein Name mehr bedeutet würde als ein Eintrag in einer Liste.





Tage und Nächte vergehen, ich werde älter, schwerer und ruhiger. Meinen Alltag teilte ich lange mit Jontar und Betsy. Die beiden hatten Glück, sie durften in den Sicheren Hafen umziehen und warten dort auf ihre(n) Menschen. Ich blieb allein zurück. Wenn die Tierschützer mich alle paar Monate einmal für wenige Minuten besuchen kommen, spreche ich innerlich meinen Namen wie ein stilles Gebet. Manchmal glaube ich, die Sehnsucht hängt als Klang in der Luft, doch niemand nimmt sie wahr.


Was würde wohl passieren, wenn jemand an das Gitter käme, innehielte und meinen Namen sagte? Was könnte auf einmal in mir lebendig werden, wenn da draußen wirklich jemand wäre, der nicht einfach nur einen Hund sieht, sondern Jacoby ruft. Mich.


Vielleicht bist du das, liebe Leserin, lieber Leser. Vielleicht sprichst du am Ende das Wort aus, das mein Leben zum Leuchten bringt, fängst meinen Namen auf und heilst die Stille und Leere in mir und um mich herum.





Und wenn die Zeit reif ist, kann ich das allererste Mal hören, wie mein Name klingt: Jacoby.


Bitte ruf DU mich, damit ich endlich weiß, wie es sich anfühlt, einen Namen zu haben, kein Niemandshund mehr zu sein und nach Hause zu kommen.




Daniela Koenemann

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Nickname 26.06.2026, 18.40 | (0/0) Kommentare | PL

HARIBO - DAS MÄRCHEN VOM KLEINEN HELDEN MIT DER ZERBROCHENEN KETTE: ZUHAUSE ANGEKOMMEN!



Haribo


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren:12.2018

Schulterhöhe: 40 cm




Es war einmal ein kleiner Hund namens Haribo. Süß wie die Gummibärchen, nach denen er benannt wurde, freundlich, anhänglich und voller Vertrauen in die Menschen. Eigentlich hätte seine Geschichte leicht und fröhlich verlaufen sollen. In einem anderen Märchen hätte er ein warmes Körbchen gehabt und einen Platz mitten im Leben seiner Menschen. Doch das Märchen von dem kleinen Haribo begann anders. Er wurde von seinen Menschen zurückgelassen - einfach so, mutterseelenallein in einem Haus mit Garten. Manchmal kam jemand vorbei, stellte ihm etwas Futter hin und verschwand wieder.






Leider fürchtete Haribo sich sehr vor Gewitter.
Als der Donner das erste Mal über ihm krachte, floh er angsterfüllt aus dem Garten. Man fing ihn wieder ein und legte den kleinen Kerl an eine Kette. Sie hielt ihn fest, wo er doch Schutz gebraucht hätte. Monate verbrachte er so angebunden; ein Hund, der zuvor im Haus gelebt hatte, der Nähe, Stimmen und Bewegung kannte. Nun stand er still, Tag für Tag und Nacht für Nacht; so lange, bis Stress und Einsamkeit so unerträglich wurden, dass das zierliche Hündchen versuchte, die Kette durchzubeißen. Seine Zähnchen sind heute fast vollständig abgeschliffen; ein trauriges Andenken an die Zeit, als niemand sich seiner erbarmte und keiner kam, um ihn zu befreien. Er verlor in diesen Monaten zwar nicht sein freundliches Wesen, nicht seine Freundlichkeit, aber er verlor etwas anderes: das Gefühl von Sicherheit und das Vertrauen in uns Menschen.






Irgendwann fiel ein kleines bisschen Sternenstaub auf das Häufchen Unglück; gerade genug, um jemandem den Weg zu dem armen, angeketteten Kerlchen zu zeigen. Haribo durfte gehen, aber sein Weg war kein gerader. Er führte ihn zunächst in eine Pension, dann auf eine Pflegestelle, die ihn eigentlich behalten wollte - und dann doch wieder Abschied und wieder kein Zuhause. Trotz allem ist Haribo geblieben, wer er immer war: ein anhänglicher Hund, der Nähe sucht und sich an seine(n) Menschen binden möchte, der aber gelernt hat, vorsichtig zu sein. Er ordnet sich unter, nimmt den Maulkorb beim Tierarzt hin und lässt doch erkennen, wie sehr ihn die Einsamkeit geprägt hat. Mit anderen Hunden versteht Haribo sich grundsätzlich gut, egal ob, Rüde oder Hündin, ob groß oder klein. Er läuft brav an der Leine, hat eine hübsche, lange Rute und noch etwas, das man ihm nie nehmen konnte: seine Lebensfreude und seinen Spaß am Autofahren.




Nun wartet das Märchen vom kleinen Hund Haribo noch auf sein glückliches Ende; mit einem Menschen, der ihn nicht wieder ankettet, ihm aber das Vertrauen zurückgibt und seine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit stillt.




Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für unseren Haribo sein? Dann melden Sie sich bitte möglichst schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!



Sabine Wojtok

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Nickname 07.06.2026, 19.16 | (0/0) Kommentare | PL

ARLEENE - WIE SAG ICH´S MEINEN KINDERN? SIE HAT IHR ZUHAUSE GEFUNDEN!



Arleene


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 07.2020

Schulterhöhe: 62 cm


(Von Arleene, seit Juli 2023 unfreiwillige Expertin)



Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser. Wenn Sie diesen Text lesen, interessieren Sie sich vielleicht für Hundeerziehung. Dann lassen Sie mich Ihnen sagen: Ich habe inzwischen fast drei Jahre Praxiserfahrung; leider nicht im Garten oder im Wohnzimmer, sondern im Beton.





Kapitel 1: Wählen Sie den richtigen Untergrund. Rasen wird überbewertet, ebenso wie Sand. Beton dagegen hat Charakter. Er ist hart, nackt und speichert jede Temperatur, die gerade als besonders unangenehm empfunden wird. Im Sommer beschert er Ihnen Brandblasen an den Pfoten, im Winter dafür Erfrierungen und abgerissene Haut, die an dem nassen, vereisten Untergrund kleben bleibt. Dadurch lernen Ihre Welpen schon früh, sich anzupassen und dass Weinen überhaupt nichts bringt.





Kapitel 2: Ruhig bleiben trotz Dauerlärm. 
Umgeben von Jaulen, Winseln, Bellen, Metallklirren und immer neuen Gesichtern hinter Gittern entwickeln junge Hunde eine ausgezeichnete Fähigkeit, gelassen zu bleiben. Ich habe meine Kinder gelehrt, dass nicht jedes laute oder fremde Geräusch zwangsläufig Gefahr bedeutet. Manchmal heißt es nur, dass wieder einer umsonst gehofft und gewartet hat.





Kapitel 3: Haltung bewahren, auch ohne Publikum. Man steht gerade, bleibt gefasst und man drängelt nicht. Ich bin liebevoll, gesellig, gehorsam und anhänglich, sagen die Tierschützer, die es wissen müssen. Gern würde ich all das meinem Menschen/ meiner Familie beweisen. Aber selbst hier in Haft und abgeschnitten von der Welt gilt: Würde behalten, auch wenn niemand zuschaut.





Kapitel 4: Hoffnung sparsam dosieren. Seit Juli 2023 bin ich hier, da waren meine Kinder gerade eine Woche alt. Sie sind erwachsen geworden hinter Gittern. Als Mutter lernt man hier, Hoffnung wie Futter einzuteilen: nicht zuviel auf einmal, sonst bekommt man Bauchweh; aber auch nicht zu wenig, sonst verhungert die Seele.





Kapitel 5: Was tun, wenn plötzlich einer fehlt? Man versucht, es ruhig zu erklären. Arriel sitzt nicht mehr bei uns. Warum, weiß ich nicht. Hier werden Entscheidungen willkürlich, ohne Herz und Verstand getroffen. Ich habe gelernt, nach außen stark zu wirken, auch wenn mein Herz bricht, weil ein Platz leer bleibt.





Kapitel 6: Liebenswürdigkeit als Mittel zum Überleben. Eigentlich hätte ich allen Grund, Menschen gegenüber misstrauisch und abweisend zu sein; aber Verbitterung ist ein schlechtes Vorbild für junge Hunde.


Kapitel 7: Was man seinen Kindern nicht beibringen kann. Ich konnte sie lehren, nett zu bleiben, nicht bösartig zu werden, aufrecht zu stehen. Nicht beibringen konnte ich ihnen, warum wir nach so langer Zeit noch immer hier ausharren müssen.





Erkennen Sie die Ironie?  Die Menschen suchen gesellige, liebevolle, selbstbewusste Hunde und ich sitze hier mit genau diesen Eigenschaften. Man muss nicht laut sein, um es verdient zu haben. Man muss nicht perfekt sein, um richtig zu sein. Ich habe meine Aufgabe erfüllt. Meine Kinder sind erwachsen und sind freundlich geblieben. Das war nicht ohne weiteres zu erwarten, besonders unter den gegebenen Umständen.





Jetzt wäre ich gern einmal nicht nur Mutter, sondern einfach die Hündin Arleene.Vielleicht ist ja 2026 das Jahr, in dem Sie und andere gutherzige Menschen beschließen, dass wir uns nicht länger im Warten üben müssen, sondern endlich anfangen dürfen zu leben. Wir sind mehr als bereit für das erste Kapitel außerhalb dieses Leitfadens.





Genug der Theorie, hiermit schließe ich meinen Betonratgeber. Für den Praxisteil beginnen Sie bitte mit Kapitel Zum Telefon greifen - natürlich gern auch für eins meiner Kinder  Armindo, Arunny und Arriel, Meine Vermittlerin freut sich riesig auf Ihren Anruf und ich bin voller Vorfreude und kann es kaum erwarten.


 

 

 

 

 

 

Yvonne Beier

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 

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DEEPAK - DIE ANTWORT KENNT NUR DAS HERZ ALLEIN. ZUHAUSE GEFUNDEN!


Deepak


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2015

Schulterhöhe: 55 cm


Juli 2025: Geschätzte Hundefreundin, geschätzter Hundefreund, sicherlich sind Sie nicht rein zufällig oder aus purer Langeweile hier auf der Seite von Deepak gelandet und lessen seinen Vermittlungstext. Wie ich hoffe, sind Sie auf der Suche nach einem vierpfotigen Begleiter und Freund fürs Leben. Sie haben Deepaks Foto mit dem fragenden Blick gesehen, sein Alter zur Kenntnis genommen und möchten nun etwas mehr über ihn erfahren, ja? Gern stelle ich Ihnen diesen liebenswerten Senior vor und teile mit Ihnen das Wenige, das wir über ihn wissen.





Der eher schüchterne, aber sehr umgängliche Deepak dürfte ungefähr elf Jahre alt sein. Ein paar gute Jahre können noch vor ihm liegen - allerdings nur, wenn er das riesige, kalte, lärmende Hundelager, in welchem er seit dem Herbst 2024 eingesperrt ist, so bald wie möglich verlassen und in ein liebevolles Zuhause bei gutherzigen, verständnisvollen Menschen umziehen darf. Am besten zu Ihnen, was meinen Sie? Hätten Sie einen Platz frei in Ihrer Wohnung und Ihrem Herzen für einen älteren Hundebuben, der bisher vom Leben nicht verwöhnt wurde und eine Geschichte mitbringt, die nur er allein kennt?



So, wie er sich bei den viel zu seltenen Besuchen den Tierschützern gegenüber verhält, scheint Deepak nicht ausschließlich schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben. Er sucht von sich aus ihre Nähe und lässt sich sehr gern streicheln. Dabei scheint er die ausgestreckte Hand als seltenes Geschenk zu betrachten und sein Stillhalten wirkt wie ein Dank, so als wüsste er: Seine Zeit läuft unaufhaltsam ab. Er saugt jedes Streicheln auf wie Sonnenstrahlen und bewahrt sie tief in seinem Herzen, damit es darin hell bleibt für die endlos langen Nächte im kalten, dunklen Zwinger. Für Hunde wie ihn sind solche Augenblicke der Zuneigung wertvoller als jede Mahlzeit.



Seine wenigen Quadratmeter teilt er sich friedlich und einvernehmlich mit  Pollard und Yvana. Die Hunde haben keine Wahl, mit wem sie auf engsten Raum zusammengesperrt werden und die Lagerbetreiber scheren sich nicht im Geringsten darum, ob sich die Tiere vertragen oder nicht. Leider enden diese Zweckgemeinschaften nicht selten mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich, weil es in den viel zu kleinen Boxen für die Hunde keine Möglichkeit gibt, sich auszuweichen und es beim Kampf um das wenige Futter immer wieder zu Beißereien kommt.



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Februar 2026: Man sagt, Hunde denken nicht über Zeit nach; das ist eine Erfindung der Menschen. Aber wer wie Deepak sein eintöniges Leben im Lager zubringt, der lernt: Zeit ist etwas, das man fühlen kann. Sie tropft, sie verrinnt, sie verdunstet wie das letzte Wasser in einer Pfütze. Jeden Morgen beginnt sie von vorn, und Deepak liegt auf dem nackten Beton, den Kopf still auf den Pfoten, und hört ihr bei der Arbeit zu.




Hier in diesen bunkerähnlichen Anlagen gibt es keine wechselnden Jahreszeiten, nur ein immerwährendes Auf und Ab zwischen Kälte und Hitze, zwischen Licht und Dunkelheit. Und was von der Zeit übrigbleibt, sind verpasste Augenblicke und vertane Chancen.  Für Seniorenhunde wie Deepak ist jeder Tag ein stiller Kampf gegen das Vergessenwerden. Sie wetteifern um einen Platz in den Gedanken jener, die draußen leben. Wenn Hund hoffen können, dann hoffen besonders die Älteren auf jemanden, der sie sieht und sie gerade noch rechtzeitig aus dem grauen Trott von Lieblosigkeit und Vernachlässigung befreit, bevor die Tage im Hundegefängnis ihre Träume für immer auslöschen.



Der liebe Deepak hat nur noch einen Wunsch, den letzten, den größten: Er will nicht als bloßer Name auf einer Lagerliste enden, nicht als Nummer, die irgendwann in einer Statistik auftaucht. Er wäre gern jemand, der von Herzen vermisst wird, wenn er fehlt. Er träumt von einem Platz, an dem die Uhren anders gehen, an dem Wärme und sanfte Berührung alltäglich sind und das Alter nicht als Nachteil, sondern als Bereicherung angesehen wird.



Möchten Sie unserem Deepak diesen Wunsch erfüllen? Würden Sie die Zeit für ihn anhalten, wenigstens ein bisschen? Könnten Sie ihm ein Zuhause schenken, das für ihn die Welt bedeutet? Deepak wartet auf Ihre Antwort, und seine Zeitrechnung beginnt jetzt, weil Sie diesen Beitrag lesen.




Simone Leitenbauer

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KIRVEN – OH, WANN KOMMST DU? DAS WARTEN HAT EIN ENDE: ZUHAUSE GEFUNDEN!



Kirven

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2022

Schulterhöhe: 29 cm


"Beton, Gitter, Radau. Die Tage ziehen vorbei, einer wie der andere. Es riecht nach Tod, nicht nach Leben. Spielzeug gibt´s hier nicht und was Decken sind, weiß ich nur aus meinen Träumen. Keine Ahnung, wie sich ein warmes Plätzchen anfühlt… Wir kennen nur Furcht, Hunger und gähnende Langeweile. Irgendwann habe auch ich aufgehört, die Stunden zu zählen. Ich bin Kirven.


Die paar Menschen, die sich hierher verirren (wenn uns überhaupt welche besuchen dürfen) sehen mich eigentlich gar nicht. Ich tue nix, damit sie auf mich aufmerksam werden - wozu auch? Je weniger Stress, desto besser. Hier schluckt der Lärm dich ganz. Wenn du klein bist, lernst du schnell, dass du immer der Schwächste bist. Du suchst dir den hintersten Winkel, damit du möglichst unsichtbar bist und hoffst, dass dich keiner bemerkt.





Wenn Zweibeiner kommen, ducke ich mich noch ein bisschen tiefer in die Ecke und mache mich so winzig, wie ich kann. Besser, man fällt nicht auf. Wer auffällt, wird gesehen, und wer gesehen wird, hat meist nichts Gutes zu erwarten, das weiß ich aus eigener, schmerzvoller Erfahrung. Ich gebe zu, wenn Menschen mir zu nahekommen, werde ich nervös und mache vor lauter Panik schon mal unter mich. Das ist keine böse Absicht, sondern einfach meine Art, mit all dem Schrecken hier irgendwie klarzukommen.





In unserem Gefängnis kehrt niemals Ruhe ein. Es ist immer zu laut, zu eng, zu überfüllt und die ständige Angst frisst sich bis in die Knochen. Draußen und Freiheit sind nur Worte, unter denen ich mir nichts vorstellen kann. Was soll ich groß erwarten? Ich habe auch keinen Plan, wie dieses an der Leine laufen geht; es hat ja noch nie jemand versucht, es mir beizubringen.





Mirok, mein Zwingergenosse, läuft immer nach vorn, wenn Menschen unseren Kerker betreten und sichert sich jedes Fünkchen Aufmerksamkeit. Ich mache sie ihm nicht streitig, halte lieber Abstand und gehe jeder Auseinandersetzung aus dem Weg.





Aber manchmal, wenn nicht schon ein Wärter hinter ihnen ungeduldig darauf wartet, dass sie wieder gehen, bleiben die Tierschützer noch ein Weilchen sitzen. Sie bedrängen mich nicht und warten ab, bis meine Furcht sich legt. Sie reden auch nicht laut auf mich ein und packen nicht sofort zu, sondern bleiben leise und tasten sich vorsichtig heran. Da kann es dann sogar passieren, dass ich mich traue, näherzukommen und sie vorsichtig zu beschnuppern. Hab es jetzt schon ein paarmal geschafft, mich streicheln zu lassen und ich muss sagen, es hat sich warm und gut angefühlt.





Du verstehst sicher, warum ich so pfotenringend bei dir Zuflucht suche. Für solche Knirpse wie mich ist das hier ein täglicher Kampf ums Überleben; immer im Schatten der Großen, übertönt vom Krach, vergessen zwischen Dreck und Beton. Jeder einzelne Tag kostet uns mehr Kraft, als wir haben. Viele von uns geben irgendwann auf, still und leise, ohne dass es irgendjemanden kümmert.




Ich weiß nicht, wie lange ich noch durchhalten kann. Dabei brauce ich nur wenig und doch für mich soviel: Einen Menschen, oder eine Familie, der/die mich nicht einfach übersieht, sondern erkennt, wie verzweifelt ich mich nach Liebe, Geborgenheit und einem sicheren Ort sehne, wo ich ankommen und mich beschützt fühlen darf. Mir fehlt jemand, Jemanden, mich nie mehr verlässt und bei mir bleibt, auch wenn es anfangs vielleicht ein paar kleinere Schwierigkeiten gibt.



Bitte, lass mich nicht einer von denen sein, die im Lager einfach sang- und klanglos verschwinden. Gib mir die Gelegenheit zu zeigen, dass auch ein Kleiner ganz groß lieben kann, wenn man ihn nur endlich nach Hause holt."





Wenn Kirvens Geschichte Sie berührt hat und Sie ihm gern ein gemütliches Heim schenken möchten, dann melden Sie sich bitte ganz schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!



Tanja Roth

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ÜBER MICH:Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.





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