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Tag: Wunden
CIMBRO - WO BLEIBT MEIN RÜCKRUF NACH HAUSE?

CIMBRO
Rasse: Segugio-Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10/2015
Schulterhöhe: 48 cm
Diese Augen. Cimbros traurige, beinahe erloschene Augen. Was sie wohl schon alles gesehen haben? Anfang Oktober 2025 war Cimbro in ein großes, lautes Hundelager gekommen. Wie er dort gelandet ist, wissen wir nicht. Vielleicht wurde er ausgesetzt, vielleicht hat sein Besitzer ihn abgegeben, weil er als Jagdhund nicht mehr gebraucht wurde. Sein Zustand und sein Verhalten lassen jedenfalls vermuten, dass er es bisher nicht leicht hatte. Als unsere befreundeten Tierschützer ihn zum ersten Mal besuchen durften, war der alte Jagdhund viel zu mager. Seine Rippen zeichneten sich deutlich ab, sein Körper war von Narben und Wunden übersät. Viel Gutes konnte er in seinem bisherigen Leben nicht erfahren haben.

Menschen gegenüber war Cimbro zunächst vorsichtig. Kein bisschen aggressiv, aber sichtlich verunsichert, sobald jemand versuchte, ihn in eine bestimmte Richtung zu lenken. Die Leine kannte er, wohl fühlte er sich damit allerdings nicht. Doch die Tierschützer entdeckten auch eine andere Seite an ihm: Sobald er merkte, dass niemand etwas von ihm verlangte und er nichts zu befürchten hatte, entspannte er sich. Schließlich suchte er sogar von sich aus den Kontakt. Ein sensibler, kluger Hund, der offenbar gelernt hat, erst einmal abzuwarten, was Menschen von ihm wollen.

Im März schrieben wir, dass Cimbro auf einen ganz besonderen Rückruf wartet: „Komm nach Hause. Damals war er bereits fünf Monate auf unserer Homepage. Inzwischen ist ein weiteres halbes Jahr vergangen. Cimbro ist elf Jahre alt, und noch immer hat sich niemand für ihn gemeldet.
Dabei gibt es inzwischen gute Nachrichten. Körperlich geht es ihm deutlich besser. Er hat zugenommen, die Krusten sind verschwunden. Menschen begegnet er gesellig und selbstsicher. Seinen Zwinger teilt er mit Rüden und Hündinnen, und bei Spaziergängen hat er stets die Nase am Boden. Da ist er ganz Jagdhund: beschäftigt mit den Spuren seiner Umgebung, auf der Suche nach dem, was seine Nase ihm erzählt.

Wie schön wäre es, wenn er endlich jemanden fände, der ihn dabei begleitet. Jemanden, der stehen bleibt, wenn Cimbro eine Spur besonders gründlich untersuchen möchte, und ihm die Zeit lässt, die er braucht. Der ihn nicht drängt und nicht erwartet, dass er einfach funktioniert. Denn auch ein alter Jagdhund darf lernen, dass eine Leine Sicherheit bedeuten kann und dass ein Mensch nicht nur etwas von ihm will, sondern ihm auch etwas gibt.

Cimbro braucht kein aufregendes Leben mehr. Er braucht einen Menschen, der ihm mit Geduld und Einfühlungsvermögen begegnet, gutes Futter, regelmäßige Mahlzeiten, einen warmen, weichen Schlafplatz und Spaziergänge in der Natur. Vor allem aber braucht er das Gefühl, endlich dazuzugehören.

Manchmal stehen Vermittlungstexte jahrelang auf einer Homepage. Irgendwann werden sie entfernt, ohne dass der Hund jemals ein Zuhause gefunden hat. Diesen Gedanken möchten wir bei Cimbro am liebsten gar nicht zu Ende denken. Aber ihn nicht auszusprechen, schützt ihn auch nicht davor.

Vielleicht hat ihn längst jemand gesehen und gedacht: Wenn der Urlaub vorbei ist. Wenn es bei der Arbeit ruhiger wird. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Natürlich muss ein Hund in den wirklichen Alltag passen. Doch während wir überlegen, wird Cimbro älter. Er braucht sein Zuhause nicht irgendwann. Er braucht es, solange er es noch erleben kann.
Wir wissen nicht, wieviele gute Jahre noch vor ihm liegen. Aber auch der heutige Tag gehört zu seinem Leben. Er zählt nicht weniger, nur weil Cimbro ihn noch immer im Lager verbringt.

Wenn Sie Cimbro ein Zuhause schenken möchten, melden Sie sich bitte bei seiner Vermittlerin. Ein erstes Gespräch verpflichtet Sie zu nichts. Es kann aber klären, ob aus Ihrem Vielleicht eine wirkliche Chance für diesen alten Hund werden könnte.
Und falls Sie ihn nicht selbst aufnehmen können, helfen Sie ihm bitte, indem Sie seine Geschichte teilen.

Vielleicht wartet jeder darauf, dass ein anderer sich meldet. Cimbro kann sich darauf nicht verlassen. Er wartet schon so lange.
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
23.10.2026, 20.47 | (0/0) Kommentare | PL
VERLUST UND VERTRAUEN - AM ENDE SIEGT DAS GLÜCK! VARYA
Wir sind froh und glücklich,
dass VARYA endlich ein Zuhause gefunden hat.
Sie wird schon bald das Shelter verlassen
und zu ihrer eigenen Familie reisen!

VARYA
Hündin
geb. ca. 2015
47 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Das Leben hat Varya schon vieles gelehrt - nur ein Zuhause gab es noch nie für sie.
VARYA kam im Frühjahr 2016 ins riesige Shelter Kozhuhovo in Russland. Da sie Wunden hatte, die genäht werden mussten, zog sie zunächst auf der Krankenstation ein. Damals war sie noch sehr jung, ungefähr ein Jahr. Nachdem ihre Verletzungen einigermaßen verheilt waren, musste sie in einen der Sektoren mit seinen unzähligen, winzigen Außenzwingern und den endlos langen Gängen wechseln.

Für die junge Varya, als einer der kleineren und zarteren Hunde in dem riesigen Shelter, war es schwer, sich an das harte, entbehrungsreiche Leben mit all dem Lärm und Stress zu gewöhnen und in der Masse nicht unterzugehen.
Als die freiwilligen Helfer dann Varya mit in den Auslauf nahmen, um ihr dort wenigstens einmal in der Woche für eine kurze Zeit etwas Bewegung zu verschaffen, orientierte sie sich stets an den älteren, ruhigeren Hunden. So entstand im August 2016 ein Foto, welches die junge Varya neben dem lieben, alten Karlson zeigt. Beide schauen erwartungsvoll in die Ferne…

Leider verstarb Karlson wenige Monate später. Er hatte so viele Jahre gehofft und doch nie eine Chance bekommen. Und Varya sitzt heute noch an diesem Ort, an dem jede Hoffnung von der Wirklichkeit vernichtet wird.
Auf den Fotos zu sehen zu sehen, wie die dunklen Haare um Varyas Schnauze nun immer weißer werden und wie ihr Blick trüber und hoffnungsloser wird, tut mir in der Seele weh. Aber ich betrachte nur die Bilder – sie musste und muss es all die trostlosen Jahre lang durchleben.
Aber noch geben wir nicht alles verloren. Varya ist mit ihren jetzt ca. 6 Jahren im besten Alter, und vielleicht findet sie ja hier den Menschen, der ihr ein eigenes Zuhause und ein Leben schenkt, welches den Namen auch verdient.
Dank der freiwilligen Helfer hat Varya gelernt, dass es Menschen gibt, denen sie vertrauen darf und wie herrlich sich sanft streichelnde Hände anfühlen. Diese seltenen Glücksmomente sind bisher der einzige Hoffnungsschimmer in Varyas tristem Dasein.
Varya bei einem Spaziergang an der Leine:
Ein köstlicher Moment des Glücks – Varya und die streichelnden Hände ihrer Betreuerin:
Varya im Auslauf mit vielen anderen Hunden:
Varya besitzt ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen. Mit ihren Artgenossen ist sie bestens verträglich. Sie ist sehr freundlich zu Menschen, braucht bei Fremden allerdings Zeit, um Vertrauen zu fassen.
Für Varya suchen wir liebe, geduldige Menschen, die nicht zu viel von ihr erwarten, sondern ihr mit Ruhe und Verständnis dabei helfen, sich an ein neues Leben zu gewöhnen. Ein netter Artgenosse, an dem sie sich orientieren könnte, wäre ihr dabei sicher eine große Hilfe.
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb
Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Für Varya suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Varya, von ganzem Herzen wünsche ich Dir, dass Du doch
noch Dein Glück findest!

Vermittlerkontakt und Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
17.01.2024, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

