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Tag: Schutz
HARIBO - DAS MÄRCHEN VOM KLEINEN HELDEN MIT DER ZERBROCHENEN KETTE

Haribo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren:12.2018
Schulterhöhe: 40 cm


Leider fürchtete Haribo sich sehr vor Gewitter. Als der Donner das erste Mal über ihm krachte, floh er angsterfüllt aus dem Garten. Man fing ihn wieder ein und legte den kleinen Kerl an eine Kette. Sie hielt ihn fest, wo er doch Schutz gebraucht hätte. Monate verbrachte er so angebunden; ein Hund, der zuvor im Haus gelebt hatte, der Nähe, Stimmen und Bewegung kannte. Nun stand er still, Tag für Tag und Nacht für Nacht; so lange, bis Stress und Einsamkeit so unerträglich wurden, dass das zierliche Hündchen versuchte, die Kette durchzubeißen. Seine Zähnchen sind heute fast vollständig abgeschliffen; ein trauriges Andenken an die Zeit, als niemand sich seiner erbarmte und keiner kam, um ihn zu befreien. Er verlor in diesen Monaten zwar nicht sein freundliches Wesen, nicht seine Freundlichkeit, aber er verlor etwas anderes: das Gefühl von Sicherheit und das Vertrauen in uns Menschen.


Irgendwann fiel ein kleines bisschen Sternenstaub auf das Häufchen Unglück; gerade genug, um jemandem den Weg zu dem armen, angeketteten Kerlchen zu zeigen. Haribo durfte gehen, aber sein Weg war kein gerader. Er führte ihn zunächst in eine Pension, dann auf eine Pflegestelle, die ihn eigentlich behalten wollte - und dann doch wieder Abschied und wieder kein Zuhause. Trotz allem ist Haribo geblieben, wer er immer war: ein anhänglicher Hund, der Nähe sucht und sich an seine(n) Menschen binden möchte, der aber gelernt hat, vorsichtig zu sein. Er ordnet sich unter, nimmt den Maulkorb beim Tierarzt hin und lässt doch erkennen, wie sehr ihn die Einsamkeit geprägt hat. Mit anderen Hunden versteht Haribo sich grundsätzlich gut, egal ob, Rüde oder Hündin, ob groß oder klein. Er läuft brav an der Leine, hat eine hübsche, lange Rute und noch etwas, das man ihm nie nehmen konnte: seine Lebensfreude und seinen Spaß am Autofahren.


Nun
wartet das Märchen vom kleinen Hund Haribo noch auf sein glückliches Ende; mit
einem Menschen, der ihn nicht wieder ankettet, ihm aber das Vertrauen zurückgibt
und seine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit stillt.

Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für unseren Haribo sein? Dann melden Sie sich bitte möglichst schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
20.03.2026, 20.23 | (0/0) Kommentare | PL
KIRVEN – OH, WANN KOMMST DU? Kirven wartet nicht länger vergebens: Zuhause gefunden!

Kirven
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2022
Schulterhöhe: 29 cm
"Beton, Gitter, Radau. Die Tage ziehen vorbei, einer wie der andere. Es riecht nach Tod, nicht nach Leben. Spielzeug gibt´s hier nicht und was Decken sind, weiß ich nur aus meinen Träumen. Keine Ahnung, wie sich ein warmes Plätzchen anfühlt… Wir kennen nur Furcht, Hunger und gähnende Langeweile. Irgendwann habe auch ich aufgehört, die Stunden zu zählen. Ich bin Kirven.
Die paar Menschen, die sich hierher
verirren (wenn uns überhaupt welche besuchen dürfen) sehen mich eigentlich gar
nicht. Ich tue nix, damit sie auf mich aufmerksam werden - wozu auch? Je
weniger Stress, desto besser. Hier schluckt der Lärm dich ganz. Wenn du klein
bist, lernst du schnell, dass du immer der Schwächste bist. Du suchst dir den hintersten
Winkel, damit du möglichst unsichtbar bist und hoffst, dass dich keiner bemerkt.

Wenn Zweibeiner kommen, ducke ich mich noch ein
bisschen tiefer in die Ecke und mache mich so winzig, wie ich kann. Besser, man
fällt nicht auf. Wer auffällt, wird gesehen, und wer gesehen wird, hat meist
nichts Gutes zu erwarten, das weiß ich aus eigener, schmerzvoller Erfahrung.
Ich gebe zu, wenn Menschen mir zu nahekommen, werde ich nervös und mache vor
lauter Panik schon mal unter mich. Das ist keine böse Absicht, sondern einfach
meine Art, mit all dem Schrecken hier irgendwie klarzukommen.

In unserem Gefängnis kehrt niemals Ruhe ein. Es ist
immer zu laut, zu eng, zu überfüllt und die ständige Angst frisst sich bis in
die Knochen. Draußen und Freiheit sind nur Worte, unter denen ich mir nichts
vorstellen kann. Was soll ich groß erwarten? Ich habe auch keinen Plan, wie
dieses an der Leine laufen geht; es hat ja noch nie jemand versucht, es mir
beizubringen.

Mirok, mein Zwingergenosse, läuft immer nach vorn, wenn
Menschen unseren Kerker betreten und sichert sich jedes Fünkchen Aufmerksamkeit.
Ich mache sie ihm nicht streitig, halte lieber Abstand und gehe jeder
Auseinandersetzung aus dem Weg.

Aber manchmal, wenn nicht schon ein Wärter hinter
ihnen ungeduldig darauf wartet, dass sie wieder gehen, bleiben die Tierschützer
noch ein Weilchen sitzen. Sie bedrängen mich nicht und warten ab, bis meine Furcht
sich legt. Sie reden auch nicht laut auf mich ein und packen nicht sofort zu,
sondern bleiben leise und tasten sich vorsichtig heran. Da kann es dann sogar passieren, dass ich mich traue,
näherzukommen und sie vorsichtig zu beschnuppern. Hab es jetzt schon ein paarmal geschafft, mich streicheln
zu lassen und ich muss sagen, es hat sich warm und gut angefühlt.

Du verstehst sicher, warum ich so pfotenringend bei
dir Zuflucht suche. Für solche Knirpse wie mich ist das hier ein täglicher Kampf
ums Überleben; immer im Schatten der Großen, übertönt vom Krach, vergessen
zwischen Dreck und Beton. Jeder einzelne Tag kostet uns mehr Kraft, als wir
haben. Viele von uns geben irgendwann auf, still und leise, ohne dass es irgendjemanden
kümmert.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch durchhalten kann. Dabei brauce ich nur wenig und doch für mich soviel: Einen Menschen, oder eine Familie, der/die mich nicht einfach übersieht, sondern erkennt, wie verzweifelt ich mich nach Liebe, Geborgenheit und einem sicheren Ort sehne, wo ich ankommen und mich beschützt fühlen darf. Mir fehlt jemand, Jemanden, mich nie mehr verlässt und bei mir bleibt, auch wenn es anfangs vielleicht ein paar kleinere Schwierigkeiten gibt.
Bitte, lass mich nicht einer von denen sein, die im
Lager einfach sang- und klanglos verschwinden. Gib mir die Gelegenheit zu
zeigen, dass auch ein Kleiner ganz groß lieben kann, wenn man ihn nur endlich nach
Hause holt."

Wenn Kirvens Geschichte Sie berührt hat und Sie ihm gern ein gemütliches Heim
schenken möchten, dann melden Sie sich bitte ganz schnell bei seiner
Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon:
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
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Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

