
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Geschichte
JONTAR - WER SCHREIBT SEIN HAPPY END?

Jontar
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2021
Schulterhöhe: 62 cm
März 2926: Neuer Tag, neues Glück? Das mag für andere gelten, aber nicht für mich. Keiner sieht mich, keiner ruft mich beim Namen. Was einmal Hoffen und frohes Erwarten war, sitzt jetzt zuviel auf den Knochen und zuwenig auf der Seele. Die Tage tropfen auf den Zwingerboden und versickern im rauen Beton.


Als mich
die Tierschützer einmal kurz besuchen durften, sagten sie mir: "Lieber Jontar,
warte nur ab, deine Familie kommt schon bald." Und ich wartete, warte immer
noch, aber niemand meldet sich für mich. So vergehen die Jahre und mein Leben
verrinnt.

Ich sehe
andere Hunde kommen und gehen. Eine von ihnen ist Jozefina, meine Schwester.
Sie hat den Jackpot geknackt und ein Zuhause bei einer ganz lieben Familie
gefunden. Ich bleibe zurück und werde immer runder, stiller, und müder. Nur
noch selten frage ich mich, ob mein Bild auch endlich einmal zum Lieblingsbild
von einem Menschen wird.
">

Jacoby und Betsy sind meine Freunde. Wir teilen das Warten miteinander, aber schon längst nicht mehr die
Hoffnung. Was einmal Welpenmut hieß, ist jetzt ein unsichtiger, dicker Hund mit
stillen, traurigen Augen, kaum noch Muskeln und glanzlosem Fell.

Dabei
mache ich alles richtig. Ich dränge mich nicht vor, belle nicht aufdringlich,
halte durch. Ich lasse mir vorsichtig das Halsband anlegen, folge tapfer, oder
stehe still, wie es gerade verlangt wird. Die Tierschützer sagen, ich sei
folgsam, sanft und vorsichtig hoffnungsvoll - aber ich frage mich: Erfährt das
überhaupt jemand? Oder ist auch das nur so ein Satz, der ungelesen in einem
Aktenordner verschwindet? Warum bin ich nie der, auf den jemand wartet? Bin ich
unsichtbar? Ich möchte doch so gern irgendwo ankommen und wissen, wie sich
richtiges Leben anfühlt.

Ich bin
Jontar und ich hoffe immer noch, dass meine Geschichte endlich jemand zu Ende liest.
Vielleicht schreibst Du ja sogar das Happy End.
Dein Jontar
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus Deutschland:
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Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
WAS BISHER GESCHAH:
August 2023: Jacoby, Jontar, Jorik, Jorina, Jozefina und Julinda - einst sechs niedliche, kleine, unschuldige Welpchen, die in der Hundehölle landeten. Die drei Buben und drei Mädchen sind inzwischen erwachsen, ihre Welpenniedlichkeit konnte keinen von ihnen retten. Umso nachdenklicher stimmt es mich, wenn ich auf den Fotos und Videos der Geschwister sehe, dass sie sich nicht aufgegeben haben, sondern immer noch lustige und freundliche Wesen sind, die unsere Tierschutzkameraden freudig begrüßen. Sonnenscheine in einer trostlosen Welt. Wie kann es sein, dass sie dort noch vor sich hinvegetieren müssen, anstatt im eigenen Zuhause für Spaß und gute Laune zu sorgen?


Es muss ein heißer Sommertag, Ende August 2021 gewesen sein, als Jontar und
seine Geschwisterchen das Licht der Welt erblickten. Kaum zwei Monate alt,
wurden sie ins Hundelager gebracht; ob sie ausgesetzt oder frei geboren
und aufgegriffen wurden, wissen wir nicht. Seitdem fristen sie ihr Dasein
an diesem düsteren, furchteinflößenden Ort, verbringen ihre Tage auf nacktem
Beton in nicht endenwollendem Einerlei, ohne Gras unter ihren Pfoten, ohne
einen Ort, an den sie sich einmal zurückziehen könnten, ohne streichelnde Hände
und jegliche Fürsorge. Unvorstellbar? Ja, aber leider traurige Wirklichkeit.


August 2024: Inzwischen sind drei Jahre vergangen, in denen aus einer Rasselbande niedlicher Welpen ein Rudel erwachsener Hunde wurde; verlassen, weggeschlossen und hinter Gitterstäben vergessen. Einzig ihre Schwester Jozefina, die nun Josy heißt, wurde im Dezember 2023 von einer dieser weltbesten Familien adoptiert und lebt nun glücklich und geliebt in ihrem eigenen Zuhause.
17.03.2026, 11.42 | (0/0) Kommentare | PL
DEEPAK - DIE ANTWORT KENNT NUR DAS HERZ ALLEIN

Deepak
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2015
Schulterhöhe: 55 cm
Juli 2025: Geschätzte Hundefreundin, geschätzter Hundefreund, sicherlich sind Sie nicht rein zufällig oder aus purer Langeweile hier auf der Seite von Deepak gelandet und lessen seinen Vermittlungstext. Wie ich hoffe, sind Sie auf der Suche nach einem vierpfotigen Begleiter und Freund fürs Leben. Sie haben Deepaks Foto mit dem fragenden Blick gesehen, sein Alter zur Kenntnis genommen und möchten nun etwas mehr über ihn erfahren, ja? Gern stelle ich Ihnen diesen liebenswerten Senior vor und teile mit Ihnen das Wenige, das wir über ihn wissen.

Der eher schüchterne, aber sehr umgängliche Deepak
dürfte ungefähr elf Jahre alt sein. Ein paar gute Jahre können noch vor ihm
liegen - allerdings nur, wenn er das riesige, kalte, lärmende Hundelager, in
welchem er seit dem Herbst 2024 eingesperrt ist, so bald wie möglich verlassen
und in ein liebevolles Zuhause bei gutherzigen, verständnisvollen Menschen
umziehen darf. Am besten zu Ihnen, was meinen Sie? Hätten Sie einen Platz frei
in Ihrer Wohnung und Ihrem Herzen für einen älteren Hundebuben, der bisher vom
Leben nicht verwöhnt wurde und eine Geschichte mitbringt, die nur er allein
kennt?

So, wie er sich bei den viel zu seltenen Besuchen den Tierschützern gegenüber verhält, scheint Deepak nicht ausschließlich schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben. Er sucht von sich aus ihre Nähe und lässt sich sehr gern streicheln. Dabei scheint er die ausgestreckte Hand als seltenes Geschenk zu betrachten und sein Stillhalten wirkt wie ein Dank, so als wüsste er: Seine Zeit läuft unaufhaltsam ab. Er saugt jedes Streicheln auf wie Sonnenstrahlen und bewahrt sie tief in seinem Herzen, damit es darin hell bleibt für die endlos langen Nächte im kalten, dunklen Zwinger. Für Hunde wie ihn sind solche Augenblicke der Zuneigung wertvoller als jede Mahlzeit.

Seine wenigen Quadratmeter teilt er sich friedlich und einvernehmlich mit Pollard und Yvana. Die Hunde haben keine Wahl, mit wem sie auf engsten Raum zusammengesperrt werden und die Lagerbetreiber scheren sich nicht im Geringsten darum, ob sich die Tiere vertragen oder nicht. Leider enden diese Zweckgemeinschaften nicht selten mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich, weil es in den viel zu kleinen Boxen für die Hunde keine Möglichkeit gibt, sich auszuweichen und es beim Kampf um das wenige Futter immer wieder zu Beißereien kommt.

************************

Februar 2026: Man sagt, Hunde denken nicht über Zeit nach; das ist eine Erfindung der Menschen. Aber wer wie Deepak sein eintöniges Leben im Lager zubringt, der lernt: Zeit ist etwas, das man fühlen kann. Sie tropft, sie verrinnt, sie verdunstet wie das letzte Wasser in einer Pfütze. Jeden Morgen beginnt sie von vorn, und Deepak liegt auf dem nackten Beton, den Kopf still auf den Pfoten, und hört ihr bei der Arbeit zu.

Hier in diesen bunkerähnlichen Anlagen gibt es
keine wechselnden Jahreszeiten, nur ein immerwährendes Auf und Ab zwischen
Kälte und Hitze, zwischen Licht und Dunkelheit. Und was von der Zeit übrigbleibt,
sind verpasste Augenblicke und vertane Chancen. Für Seniorenhunde wie Deepak ist jeder Tag ein
stiller Kampf gegen das Vergessenwerden. Sie wetteifern um einen Platz in den
Gedanken jener, die draußen leben. Wenn Hund hoffen können, dann hoffen
besonders die Älteren auf jemanden, der sie sieht und sie gerade noch
rechtzeitig aus dem grauen Trott von Lieblosigkeit und Vernachlässigung
befreit, bevor die Tage im Hundegefängnis ihre Träume für immer auslöschen.

Der liebe Deepak hat nur noch einen Wunsch, den letzten, den größten: Er will
nicht als bloßer Name auf einer Lagerliste enden, nicht als Nummer, die
irgendwann in einer Statistik auftaucht. Er wäre gern jemand, der von Herzen
vermisst wird, wenn er fehlt. Er träumt von einem Platz, an dem die Uhren
anders gehen, an dem Wärme und sanfte Berührung alltäglich sind und das Alter
nicht als Nachteil, sondern als Bereicherung angesehen wird.

Möchten Sie unserem Deepak diesen Wunsch erfüllen? Würden Sie die Zeit für ihn anhalten, wenigstens ein bisschen? Könnten Sie ihm ein Zuhause schenken, das für ihn die Welt bedeutet? Deepak wartet auf Ihre Antwort, und seine Zeitrechnung beginnt jetzt, weil Sie diesen Beitrag lesen.
Simone Leitenbauer
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16.03.2026, 20.29 | (0/0) Kommentare | PL
RONA - SCHLIMMER, ALS DIE POLIZEI ERLAUBT

Rona
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.11.2015
Schulterhöhe: 40 cm
Bei manchen Geschichten aus dem Tierschutz denken wir, schlimmer geht es nicht. Dann kommen Hunde wie Rona, Ruby und ihre Leidensgefährten daher und es verschlägt uns den Atem.
Vorab sei gesagt: Vielleicht ist der Mann, bei dem Rona und viele andere Tiere elend
vor sich hinvegetieren mussten, nur bedingt schuldfähig. Jemand, der weder für
sich selbst sorgen, noch um Hilfe bitten kann, war mit der Haltung von Tieren
vermutlich restlos überfordert. Das würde zwar einiges erklären, nützt aber den
Tieren auch nachträglich nichts; denn was diese armen Wesen über Jahre hinweg
erdulden mussten, liegt jenseits unserer Vorstellung.

Im Mai 2025 verschaffte sich die italienische Polizei Zutritt zu einem
Grundstück. Dort hatte ein Mann mit einer kaum überschaubaren Anzahl an Tieren
- in erster Line waren es Hunde - in völliger Verwahrlosung gehaust. Luciana,
die mit uns befreundete Tierschützerin aus dem Waldtierheim, wurde wegen der
Hunde von der Polizei um Unterstützung gebeten. Was sie auf dem Gelände vorfand
und heimlich mit dem Handy filmte, lässt dem Betrachter das Blut in den Adern
gefrieren: Das Innere des Hauses sowie das Grundstück glichen, milde
ausgedrückt, einer Mülldeponie. Alles
schien im Begriff zu vermodern, zu verfallen, und es stank bestialisch.
Die Hunde hatten sich Höhlen und Gänge unter dem verdreckten Grundstück gegraben. Weder Hündinnen noch Rüden waren kastriert; es müssen Welpen ohne Ende geboren worden sein, von denen nur die wenigsten überlebt haben dürften. Aber auch viele erwachsene Hunde waren gestorben, wie einige herumliegende Kadaver bezeugten., Da die Tiere, falls überhaupt, nur sehr unregelmäßig, gefüttert worden waren, mussten sie stattdessen ihre toten Freunde oder die Welpen fressen. Da verwundert es nicht, dass alle Hunde, die im Mai mehr tot als lebendig aufgefunden wurden, geschwächt und krank waren. Die meisten hatten schlimme Räude (eine heilbare Hauterkrankung, verursacht durch Milbenbefall), am ärgsten davon betroffen waren die Mütter. Luciana erklärte sich sofort bereit, die Hundemamas und ihre Welpen bei sich aufzunehmen.

Jetzt, etwa neun Monate später, sind zumindest einige der geretteten Hunde dank
entsprechender Medizin und der Pflege mit speziellen Shampoos von der Räude
genesen. Rona und Ruby scheinen körperlich auf einem guten Weg zu sein; die
anderen Hundemamas sind jedoch noch immer zu krank, um sie adoptierem lassen zu
können. Bei Rona ist das Fell wieder nachgewachsen und aus einem Hund, der kaum
noch als solcher zu erkennen war, ist eine bezaubernde, hellbraune kleine
Schönheit geworden. Natürlich ist sie noch schüchtern; das kann man ihr nicht
verdenken, angesichts der unmenschlichen Bedingungen, unter denen sie jahrelang
ihr Dasein fristen musste. Aber in Lucianas Obhut gewinnt sie langsam,
Stückchen für Stückchen, das verlorengegangene Vertrauen zurück.

Darum suchen wir nun ganz besondere Menschen, die
nicht viel von ihrem neuen Familienmitglied erwarten und die bereit sind, der
zuckersüßen Rona die Zeit zu geben, die sie braucht, um körperlich und seelisch
wieder ganz gesund zu werden; Menschen,
in deren Herzen ein kleiner Hund Platz findet, der sein bisheriges Leben im Dunkel
verbracht hat und sich erst an das Licht gewöhnen muss; geduldige und
einfühlsame Menschen, die sich über ein erstes, scheues Schwanzwedeln freuen
können, als wär´s ein Lotteriegewinn. Möglicherweise wird Rona nie das
überschäumend fröhliche Hundemädchen werden, welches sie unter normalen
Umständen hätte werden können. Aber mit Ihrer Hilfe werden ihre seelischen
Wunden nach und nach verheilen.

Möchten Sie der Kleinen gern ein weiches Körbchen zum Kuscheln schenken, einen Platz, an dem sie sich geliebt und beschützt fühlen und das erlebte Grauen vergessen darf? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
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14.02.2026, 10.10 | (0/0) Kommentare | PL
KIRVEN – OH, WANN KOMMST DU? Kirven wartet nicht länger vergebens: Zuhause gefunden!

Kirven
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2022
Schulterhöhe: 29 cm
"Beton, Gitter, Radau. Die Tage ziehen vorbei, einer wie der andere. Es riecht nach Tod, nicht nach Leben. Spielzeug gibt´s hier nicht und was Decken sind, weiß ich nur aus meinen Träumen. Keine Ahnung, wie sich ein warmes Plätzchen anfühlt… Wir kennen nur Furcht, Hunger und gähnende Langeweile. Irgendwann habe auch ich aufgehört, die Stunden zu zählen. Ich bin Kirven.
Die paar Menschen, die sich hierher
verirren (wenn uns überhaupt welche besuchen dürfen) sehen mich eigentlich gar
nicht. Ich tue nix, damit sie auf mich aufmerksam werden - wozu auch? Je
weniger Stress, desto besser. Hier schluckt der Lärm dich ganz. Wenn du klein
bist, lernst du schnell, dass du immer der Schwächste bist. Du suchst dir den hintersten
Winkel, damit du möglichst unsichtbar bist und hoffst, dass dich keiner bemerkt.

Wenn Zweibeiner kommen, ducke ich mich noch ein
bisschen tiefer in die Ecke und mache mich so winzig, wie ich kann. Besser, man
fällt nicht auf. Wer auffällt, wird gesehen, und wer gesehen wird, hat meist
nichts Gutes zu erwarten, das weiß ich aus eigener, schmerzvoller Erfahrung.
Ich gebe zu, wenn Menschen mir zu nahekommen, werde ich nervös und mache vor
lauter Panik schon mal unter mich. Das ist keine böse Absicht, sondern einfach
meine Art, mit all dem Schrecken hier irgendwie klarzukommen.

In unserem Gefängnis kehrt niemals Ruhe ein. Es ist
immer zu laut, zu eng, zu überfüllt und die ständige Angst frisst sich bis in
die Knochen. Draußen und Freiheit sind nur Worte, unter denen ich mir nichts
vorstellen kann. Was soll ich groß erwarten? Ich habe auch keinen Plan, wie
dieses an der Leine laufen geht; es hat ja noch nie jemand versucht, es mir
beizubringen.

Mirok, mein Zwingergenosse, läuft immer nach vorn, wenn
Menschen unseren Kerker betreten und sichert sich jedes Fünkchen Aufmerksamkeit.
Ich mache sie ihm nicht streitig, halte lieber Abstand und gehe jeder
Auseinandersetzung aus dem Weg.

Aber manchmal, wenn nicht schon ein Wärter hinter
ihnen ungeduldig darauf wartet, dass sie wieder gehen, bleiben die Tierschützer
noch ein Weilchen sitzen. Sie bedrängen mich nicht und warten ab, bis meine Furcht
sich legt. Sie reden auch nicht laut auf mich ein und packen nicht sofort zu,
sondern bleiben leise und tasten sich vorsichtig heran. Da kann es dann sogar passieren, dass ich mich traue,
näherzukommen und sie vorsichtig zu beschnuppern. Hab es jetzt schon ein paarmal geschafft, mich streicheln
zu lassen und ich muss sagen, es hat sich warm und gut angefühlt.

Du verstehst sicher, warum ich so pfotenringend bei
dir Zuflucht suche. Für solche Knirpse wie mich ist das hier ein täglicher Kampf
ums Überleben; immer im Schatten der Großen, übertönt vom Krach, vergessen
zwischen Dreck und Beton. Jeder einzelne Tag kostet uns mehr Kraft, als wir
haben. Viele von uns geben irgendwann auf, still und leise, ohne dass es irgendjemanden
kümmert.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch durchhalten kann. Dabei brauce ich nur wenig und doch für mich soviel: Einen Menschen, oder eine Familie, der/die mich nicht einfach übersieht, sondern erkennt, wie verzweifelt ich mich nach Liebe, Geborgenheit und einem sicheren Ort sehne, wo ich ankommen und mich beschützt fühlen darf. Mir fehlt jemand, Jemanden, mich nie mehr verlässt und bei mir bleibt, auch wenn es anfangs vielleicht ein paar kleinere Schwierigkeiten gibt.
Bitte, lass mich nicht einer von denen sein, die im
Lager einfach sang- und klanglos verschwinden. Gib mir die Gelegenheit zu
zeigen, dass auch ein Kleiner ganz groß lieben kann, wenn man ihn nur endlich nach
Hause holt."

Wenn Kirvens Geschichte Sie berührt hat und Sie ihm gern ein gemütliches Heim
schenken möchten, dann melden Sie sich bitte ganz schnell bei seiner
Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon:
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
01.02.2026, 20.32 | (0/0) Kommentare | PL
KIRO - JOKER 2. CHANCE?!

Kiro
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2018
Schulterhöhe: 45 cm
Zweifellos gibt es unendlich viele traurige
Geschichten rund um unsere Schützlinge. Und natürlich kann man sich fragen, welche
von ihnen am ärmsten dran sind: diejenigen, die nie etwas hatten, oder doch
jene, die alles verloren haben?
Mit unserem kleinen Kiro möchten wir Ihnen ein „Alles-verloren-Exemplar“
vorstellen. Er hatte eine Familie, ein Zuhause mit Menschen an seiner Seite,
die ihn von einem Moment zum anderen im Stich gelassen haben. Was für ein
Schock muss es für den sensiblen Rüden gewesen sein, als er sich plötzlich in
Lucianas Waldtierheim wiederfand? Sein Verhalten seit diesem Bruch in seinem
Leben lässt uns erahnen, wie es dem süßen Kerl seither geht: Er versteht die
Welt nicht mehr, ist unsicher und schlichtweg völlig verlassen.

Zurzeit sucht Kiro in dieser traurigen Situation sein Heil noch darin, fremde
Menschen erst einmal auf Abstand zu halten. Aber die Fotos und der kleine Film von
ihm sprechen eine deutliche Sprache: Es ist keineswegs so, dass der liebe Rüde
nicht will - er braucht nur ein bisschen Zeit.

Wir sind sicher, dass dieser Hundebub im besten Alter und von handlicher Größe alle Voraussetzungen mitbringt, um seine Menschen mühelos um die Pfote zu wickeln. Obendrein ist Kiro rundum verträglich mit seinen Artgenossen und versteht sich sogar mit Katzen. Diesen begegnet er unaufgeregt und ruhig, sodass ein Zusammenleben mit Samtpfoten gut vorstellbar ist. Nun braucht er nur noch die richtigen Zweibeiner: Verständnisvolle, geduldige Menschen, die ihn liebevoll den Trennungsschmerz vergessen lassen und mit ihm gemeinsam in ein neues, glückliches Leben starten.

Fühlen Sie sich angesprochen? Dann melden Sie sich doch bitte schnell bei Kiros
Vermittlerin! Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
02.01.2026, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL
EINER BLEIBT ZURÜCK... SERJ

SERJ
Rüde
geb. ca. 2014
60 - 65 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
gut verträglich mit Artgenossen
sehr freundlich gegenüber Menschen
läuft artig an der Leine
seit 12.2022 in Pension in Russland
sehnt sich nach einer Menschenseele, zu der er gehören
darf
So wurde euer Schicksal besiegelt: Man brachte euch im
Februar 2020 in das gigantische, furchteinflößende Shelter Kozhuhovo. Die
freiwilligen Helfer erkannten schon bald, welch enges Band euch beide Hunde
verband.
Du warst der Jüngere und kümmertest dich rührend um den alten Malysh. Schützend stelltest du dich vor deinen betagten Freund, wenn er bei den viel zu seltenen Freilaufstunden umgerannt zu werden drohte. Und für Malysh wast wohl allein du der Grund weiterzuleben. Er folgte dir, wohin du auch gingst, man sah euch stets nur zusammen.

Dann kam heraus (nachdem man die Freiwilligen motalenag darüber im Unklaren gelassen hatte), dass das Asyl abgerissen würde und alle Hunde in die neu Anlage Malinki umziehen müssten. Ein trostloser, gottverlassener Ort, an welchem dein mittlerweile schwerkranker Freund Malysh nicht hätte überleben können. Also suchten und fanden die Betreuer für ihn einen Platz in einer russischen Pension. Und weil sie wussten, wie sehr Ihr zwei zusammengehörtet und wie grausam es gewesen wäre, euch zu trennen, durfest auch du in diese Pension einziehen. Eine selbstlose Entscheidung der Freiwilligen, die die Kosten für eure Unterbringung aus eigener Tasche bezahlten, da leider keine Paten gefunden werden konnten.
Natürlich sind diese Pensionen nicht zu vergleichen
mit den Ferienhotels für Hunde, wie wir sie hier aus Deutschland kennen. Aber Ihr
hattet eine warme, trockene Unterkunft, regelmäßiges Fressen und eine Matratze,
auf welcher Ihr eng aneinander gekuschelt schlieft- und Ihr hattet euch.
Du lebtest auf in der Pension und liebtest es, im Winter durch den Schnee zu toben. Doch dann kam der Tag, an dem der Tod euch Unzertrennliche auseinanderriss. Malysh erlag seinem Knochenkrebs und ließ dich allein zurück.

Dieser Beitrag ist für dich wunderbaren, besonderen Hund, um vielleicht wenigstens für dich doch noch ein richtiges Daheim zu finden. Auch dir mit deinen geschätzten neun Jahren läuft allmählich die Zeit davon. Vielleicht bis du sogar etwas jünger, denn die entbehrungsreichen Jahre auf der Straße und die harte Zeit im Shelterzwinger haben sicherlich bei dir ihre Spuren hinterlassen. Aber du bist aufmerksam und gelehrig, bewegst dich gern und gehörst noch lange nicht zum alten Eisen!
Zu uns Menschen bist du ausgesprochen freundlich. Als du in das Tierheim einzogst, warst du zunächst noch etwas ängstlich. Aber schon bald fasstest du Vertrauen zu den freiwilligen Helfern und zeigtest ihnen, wie anhänglich du bist und wie sehr du jede Zuwendung und erst recht jede einzelne Streicheleinheiten genießt.

Hier geht es zu einem Video, in welchem Serj noch
zusammen mit Malysh zu sehen ist:
https://youtube.com/shorts/x9wUwcLYs3g
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands)
erfolgt über den Tierschutzverein "Kettenlos e.V.".
Lieber Serj, von ganzem Herzen hoffe ich, dass Du schon bald
wieder zu jemanden gehörst und Deine restliche Lebenszeit noch in einem schönen,
eigenen Zuhause an der Seite Deines/Deiner lieben Menschen verbringen darfst.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
E-Mail: d.bansche@gmail.com
24.09.2024, 18.44 | (0/0) Kommentare | PL
UND WAS TUN WIR HEUTE ZUERST? MACY

Hündin
geb. ca. September 2021
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
liebt Menschen über alles
verträgt sich gut mit Artgenossen
sehr kontaktfreudig und aufgeschlossen, sowohl Menschen als auch anderen Hunden gegenüber
läuft brav an der Leine
möchte so gern ihre(n) Menschen glücklich machen
Sanft und zärtlich, wartet Macy darauf, das Leben ihres Menschen/ihrer Familie zu bereichern
Jeder unserer verlassenen und dabei so liebenswerten Hunde bringt seine eigene Geschichte mit in die Gefangenschaft. Leider wissen wir bei bei den meisten von ihnen so gut wie nichts über ihr Leben und Erleben davor. Sie werden von ihren Haltern abgegeben, weil diese keine Zeit oder keine Lust mehr haben, sich um sie zu kümmern; viele werden einfach auf den Straßen von Moskau ausgesetzt, wo sie ein ärmliches und vor allem gefährliches Dasein fristen; eine große Anzahl wird dann von den Hundefängern aufgegriffen und ins öffentliche Tierasyl gebracht. Bei der sanften und liebevollen Macy jedoch ist uns bekannt, wie sie gefunden wurde.
Du, liebe Macy, kamst im
Dezember 2021 zusammen mit deiner Mutter und deinen neun Geschwistern in das
riesiege, angsteinflößende Hundewaisenhaus Kozhuhovo. Eure kleine Hundefamilie
wurde auf einer Landstraße in der Nähe eines Dorfes ausserhalb von Moskau entdeckt.
Deine Mutter tat alles, um euch zu beschützen; sie ließ niemanden in die Nähe
der Pappschachtel, in welcher man euch mitten im eiskalten russischen Winter
ausgesetzt hatte. Die ganze Nacht hindurch war Schnee gefallen, ihr wart
durchnässt und halb erfroren. Eure Mama mühte sich verzweifelt ab, um euch zu
säugen. Jemand rief die Hundefänger, die euch im Hundeasyl ablieferten.

Inzwischen haben alle deine Geschwister bereits ihre Familien gefunden, nur du allein bliebst übrig und wartest bis heute sehnsüchtig und vergeblich auf deine(n) Menschen. Warum das so ist, können wir nicht verstehen. Denn aller Härte und allen Widrigkeiten zum Trotz, welche das Shelterleben mit sich bringt, hast du dich zu einer aufgeweckten, fröhlichen jungen Hündin entwickelt. Sobald sich die freiwilligen Betreuer einmal in der Woche für ein kurzes Stündchen bei euch blicken lassen, gerätst du vor Freude völlig aus dem Häuschen. Hin- und hergerissen zwiachen dem Wunsch, mit deinen Hundefreunden zu spielen und zu toben und der unstillbaren Sehnsucht nach Streicheleinheiten und menschlicher Aufmerksamkeit versuchst du, alles auf einmal hineinzupacken in die selten, kostbaren Minuten, welche die viel zu wenigen Freiwilligen für jeden einzelnen von euch erübrigen können.
Beim Gassigehen auf dem Sheltergelände nimmst du jede Gelegenheit wahr, die anderen Betreuer zu begrüßen und von ihnen eine Liebkosung zu erbetteln. So gern möchtest du für jemanden wichtig sein! Auch deinen Artgenossen gegenüber verhältst du dich umgänglich und verträglich; du erfüllst also alle Voraussetzungen, die ein richtiger Traumhund mitbringen muss.

Leider kennst du von der Welt bisher – abgesehen von dem wenigen, das dir die Ehrenamtlichen in ihrer so spärlich bemessenen Zeit beigebracht haben -, nichts weiter als Mauern, Gitterstäbe, immer wieder Hunger, Kälte und Angst. Daher bitten wir deine(n) zukünftigen Menschen um Verständnis, Einfühlungsvermögen und eine gute Portion an Geduld. Aber die Mühe wird sich lohnen, denn das tut sie eigentlich immer; erst recht bei einer so anhänglichen, unkomplizierten und lernwilligen Hündin wie du es bist. Doch je länger du an diesem unwirklichen und gruseligen Ort ausharren musst, desto mehr wirst du deine Hoffnung begraben, dich in dein Schicksal ergeben und dich irgendwann ganz von der Welt und den Menschen in dich selbst zurückziehen.

Vom sicheren Tod gerettet in einer grimmig kalten Winternacht – nur um irgendwann ein verlorenes Leben einsam hinter Gittern zu beschließen? Wenn Sie die zuckersüße Macy, die bereit ist, unendlich viel an Liebe und Zärtlichkeit zu verschenken, vor diesem traurigen Schicksal bewahren möchten, dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier einige Videos, die Macy und ihr zauberhaftes Wesen zeigen:
Macy wird im Shelterauslauf gestreichelt:
Macy beim Gassigehen und beim Treffen anderer Hunde:
Macy beim Gassigehen im Shelterbereich:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
27.07.2024, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL
HINTER GITTERN - DER HUNDEKNAST: SAFFRON

Rüde, kastriert
geb. ca. 2014
45-50 cm Schulterhöhe
Zwingernummer: B 23
Bis heute gab es in seinem Leben nur Gitterstäbe…
Ein Schicksal wie so viele: Saffron kam 2014 zusammen
mit anderen Welpen ins russische Shelter Kozhuhovo. Damals hatte er noch sein
ganzes Leben vor sich, hätte bei einer lieben Familie leben sollen und einfach
nur glücklich sein sollen. Doch nur allzu oft hält das Schicksal eine andere
Geschichte bereit.
Saffron lebt nun schon fast acht Jahre an
diesem trostlosen Ort. Traurig und gelangweilt sitzt er in seinem kleinen Außenzwinger
hinter schmutzig-grünen, halb verrosteten Gitterstäben.

Einziger Lichtblick in seinem öden Dasein sind
die Freiwilligen, die einmal in der Woche zu Besuch kommen. Saffron darf dann
zusammen mit seinen Artgenossen in den Auslauf. Er freut sich jedes Mal so sehr,
wenn er seine Betreuer schon von weiten sieht. Dann weiß er, endlich darf er
für eine glückselige Stunde seinen ungemütlichen Zwinger verlassen und sein monotones
Leben für ein paar Augenblicke gegen ein Gefühl von Freiheit eintauschen.
Saffron ist sehr anhänglich, verspielt und
fröhlich. Er liebt es, mit den anderen Hunden im Auslauf zu spielen. Seine
Zwingernachbarn und er toben die ganze Zeit über und vergeuden keine einzige kostbare
Minute. Seine Betreuer beschreiben Saffron als
neugierig und zärtlich. Mit seiner liebenswürdigen Art erobert er alle Herzen
im Nu. Gern gibt er Pfötchen und läuft an der Leine wie eine Eins.
Einmal nahm Saffron an einer Tierschutzveranstaltung
in Moskau teil und durfte sogar über Nacht bei seiner Betreuerin bleiben. Er
badete vergnügt, fuhr problemlos im Auto mit und schlief schön im Flur auf
einer Matte. Allerdings machten ihm laute Geräusche auf der Straße ein
wenig Angst.

Bei der Veranstaltung hatte Saffron leider
kein Glück, so sehr sich seine Betreuer auch für ihn bemühten. Sie konnten kein
Zuhause für ihn finden. Saffron verstand die Welt nicht mehr, als er nach
diesem Ausflug in die große Welt wieder in seinen engen Zwinger zurückkehren
musste.
Saffron ist ein bildhübscher und blitzgescheiter
Hund, aber in Russland hat er leider keine Chance ein Zuhause zu finden. Es
gibt dort einfach zu viele von seiner Art. Daher machen wir uns für ihn auf die
Suche.
Lieber Saffron, wir geben die Hoffnung nicht
auf. Irgendwo gibt es bestimmt diesen einen Menschen, diese eine Familie, deren
Herz Du mit Deiner bezaubernden Art berührst. Du brauchst ja nicht viel:
Anständiges Futter, einen Platz zum Schlafen, der Dir allein gehört, regelmäßige
Bewegung und natürlich eine große Portion Verständnis und Liebe!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
06.01.2024, 15.05 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

