
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Futter
FAREEDA - WO DIE SCHMETTERLINGE WOHNEN

Rasse:
Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 04/2018
Schulterhöhe: 54 cm
Hallo! Ich freue mich riesig, dass du mich auf meiner Seite besuchen kommst. Ich heiße Fareeda, das bedeutet einzigartig. Das passt gut zu mir, findest du nicht? Ich bin nämlich eine ganz besonders artige Hündin. Und ich weiß auch, wie man sich sieben Jahre lang beschäftigt: Man wartet.

Ich wurde schon als kleiner Welpe ins Hundegefängnis gebracht. In Italien gibt es leider viel zu viele Hundekinder, und oft weiß niemand, wohin mit uns. Dafür können wir nichts. Wir purzeln einfach auf diese Welt, das Köpfchen voller Träume und Pläne – und dann sieht die Wirklichkeit plötzlich ganz anders aus.
Die meine bestand jahrelang aus einer Box mit Zementboden, Betonwänden und Gitterstäben. Nichts ist hier bunt. Höchstens verirrt sich mal ein Schmetterling zu mir, aber der fliegt natürlich schnell wieder davon.

Du kannst dir vorstellen, wie langweilig so ein Tag ist. Meine größte Abwechslung war lange Zeit der Moment, in dem das Futter kam. Über dessen Qualität reden wir lieber nicht. Aber immerhin: ein paar Minuten, in denen etwas passiert.
Du wirst vielleicht an meiner runden Taille sehen, dass ich mein Futter immer restlos auffresse. Ja, das stimmt. Ich möchte diesen kleinen Moment der Abwechslung schließlich so lange wie möglich auskosten und schlecke sogar noch den Napf aus. Teilen möchte ich mein Futter deshalb nicht gern. Und so wurde ich allein eingesperrt.

Dabei hätte ich viel lieber etwas ganz anderes geteilt: Zeit. Einen Spaziergang. Neue Gerüche. Neue Wege. Und vielleicht sogar einen Menschen.
Kürzlich waren die Tierschützer bei mir und haben mir gezeigt, wie man an der Leine läuft. Das habe ich erstaunlich schnell verstanden. Schau dir mein Video an – ich mache das richtig gut! Und plötzlich habe ich gemerkt: Da draußen gibt es ja eine ganze Welt.

Zum Spazierengehen gehört natürlich auch Schnüffeln. Und ich bin wirklich neugierig, wonach die Welt außerhalb meiner Zelle riecht. Beim letzten Mal war sogar eine Katze dabei. Wir fanden uns recht uninteressant – also, im besten Sinne.
Auch mit anderen Hunden komme ich freundlich zurecht. Hündin oder Rüde, das ist mir ziemlich egal. Hauptsache, wir können gemeinsam schnuppern und die Welt erkunden.

Nur beim Futter hört die Freundschaft manchmal noch kurz auf. Aber ganz ehrlich: Wenn dein Leben sehr lange aus genau einem Napf bestanden hätte, würdest du ihn wahrscheinlich auch nicht freiwillig teilen. Ich arbeite daran. Versprochen.
Menschen mag ich übrigens sehr gern. Ich gehe offen auf euch zu, dränge mich aber nicht auf. Eher so: "Hallo, ich bin da. Wenn du magst, können wir ja gemeinsam herausfinden, was es da draußen alles gibt."

Man sagt, ich sei umgänglich und selbstsicher. Ich sage: Ich habe nicht mehr viel zu verlieren und vor mir liegt noch alles.
Nur manchmal, wenn plötzlich sehr viel Neues auf mich zukommt, verliere ich kurz den Faden. Aber wenn man mir ein bisschen Zeit gibt, finde ich mich schnell wieder zurecht. Denn ich weiß, wer ich bin.
Und ich glaube, ich habe auf so vieles gewartet. Nicht nur auf Futter.
Auf Wege. Auf Gerüche. Auf ein Körbchen. Auf einen Menschen neben mir auf der Couch. Auf einen Kauknochen für mich und ein Stück Schokolade für dich. Und auf deinen Satz: "Komm, wir finden das zusammen heraus."

Vielleicht habe ich deshalb auch das mit den Schmetterlingen noch einmal überdacht. Vielleicht sind sie gar nicht das Spannendste da draußen. Denn als die Tierschützer bei mir waren und mein Leben für einen kurzen Moment aufging wie eine Tür im Frühling, habe ich gemerkt: Da ist so viel mehr, als ich je zu träumen gewagt hätte.

Und jetzt möchte ich wissen, wie es riecht. Ich möchte losgehen, meine Nase überall hineinstecken, mich umdrehen, nach links und rechts schauen und all das entdecken, was ich so lange verpasst habe.
Man sagt, ich sei neugierig. Ich nenne es: bereit zum Leben. Und vielleicht geht es am Ende tatsächlich gar nicht um die Schmetterlinge draußen, sondern um die, die man im Bauch fühlt, wenn das Leben plötzlich leicht wird.

Wenn du dir all das mit mir zusammen vorstellen kannst, dann ruf doch einfach meine Vermittlerin an. Und wer weiß - vielleicht flattern wir ja schon bald gemeinsam los.
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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09.09.2026, 16.19 | (0/0) Kommentare | PL
HELDER - FÜNF STERNE SEHEN ANDERS AUS

HELDER
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06/2022
Schulterhöhe: 56 cm
September 2026: Herzlich willkommen in meiner exklusiven Residenz – dem einzigen Luxushotel der Region, das ganz auf Betonboden- und Gitterchic setzt. Seit 46(!) Monaten bin ich hier Stammgast. Einen besonderen Service hat diese Unterkunft allerdings: Man darf bleiben, solange man möchte; oder genauer gesagt: Solange niemand kommt, der einen zu sich nach Hause holt.

Meine Suite
Minimalistisches Design, überwiegend Betonwände, stabile Gitterstäbe und eine Aussicht, die sich seit Jahren nicht verändert hat. Man könnte sagen: sehr konsequent. Andere würden vielleicht behaupten, ein bisschen Abwechslung wäre auch ganz schön.

Gesellschaft inklusive
Immerhin bin ich nicht allein. Ich teile meine Unterkunft mit Hündinnen, Rüden und im Moment noch meinem Bruder Hughie. Der zieht bald aus, er hat eine Dauerunterkunft in einer echten Fünf-Sterne-Residenz (sprich: einem richtigen, eigenen Zuhause) gefunden.
Platz ist zwar eher knapp bemessen, aber wir arrangieren uns. Hier lernt man schließlich, auch auf engem Raum miteinander auszukommen.

Das tägliche Menü
Beim Essen setzt man auf größtmögliche Anspruchslosigkeit. Das tägliche Menü ist nicht nur immer das gleiche, sondern auch von bescheidener Qualität – und viel zu klein, um wirklich satt zu machen. Überraschungen gibt es also keine. Man weiß hier zwar ziemlich genau, was im Napf landet, aber ein Feinschmecker würde vermutlich trotzdem lieber woanders reservieren.

Panoramablick
Mein persönlicher Lieblingsausblick geht direkt auf die Gitterstäbe. Sie sind immer da, brauchen keine Pflege und verändern ihre Farbe nicht. Man kann sich also darauf verlassen.

Das Unterhaltungsprogramm
Für Unterhaltung sorgen die anderen Hunde. Dauerbellen, Heulkonzerte und gelegentliches Weinen gehören zum festen Programm. Besonders beliebt ist das Zwinger-Bingo: Einer fängt an zu winseln, und schon ist für ein paar Minuten etwas los. Preise gibt es leider keine – aber immerhin ein bisschen Abwechslung im Einerlei unserer kleinen, grauen Welt.

Der seltene VIP-Besuch
Besonders exklusiv wird es, wenn die Tierschützer kommen. Das passiert ungefähr alle 20 Monate – also wirklich ein Ereignis, auf das man sich freuen kann.
Beim letzten Katzentest gab es sogar eine Sondervorstellung: Ich durfte eine samtpfotige Freigängerin kennenlernen. Ich war freundlich und interessiert und habe die Sache souverän gemeistert. Sie übrigens auch.

Mein ganz persönliches Abenteuer
Wenn es im Alltag schon wenig zu erleben gibt, muss man eben selbst erfinderisch werden. Ich kann zum Beispiel die Rillen im Beton zählen oder Wettrennen mit meinem eigenen Schatten veranstalten. Man entwickelt mit der Zeit erstaunliche Fähigkeiten.
Und manchmal verlege ich meinen Platz einfach von einer Zwingerecke in die andere. Das klingt nicht sonderlich aufregend? Für mich ist es beinahe eine Weltreise.

Das schönste Kopfkino
Zum Glück gibt es da noch meine Träume.
In einem davon habe ich endlich einen Menschen. Einen, der mich nach Hause holt, mir einen weichen Platz gibt und mich einfach bei sich haben möchte. Vielleicht stehen wir dann gemeinsam in der Küche. Vielleicht bekomme ich mein Futter sogar auf einem richtigen Teller serviert. Porzellan wäre natürlich der Gipfel der Exklusivität. Aber Metall oder Plastik täten es natürlich genauso gut; es kommt schließlich in erster Linie auf den Inhalt an.
Und während ich genüsslich futtere, schaut mein Mensch mich an und freut sich einfach darüber, dass ich da bin und es mir schmeckt. Das wäre für mich echtes Luxusleben.

Wer ich wirklich bin
Hinter all den Witzen bin ich nämlich ein aufgeschlossener Bursche voller Entdeckerfreude und mit einem großen Herzen für euch Menschen. Wenn es mir zu hektisch wird oder sich jemand sehr schnell bewegt, erschrecke ich manchmal kurz. Mit ein wenig Geduld fasse ich aber schnell Vertrauen.
Auch an der Leine mache ich inzwischen eine ganz passable Figur. Und draußen? Da gibt es endlich etwas zu erleben. Genau das liegt mir: Schauen, schnuppern, lernen und die Welt erkunden.

Mein größter Wunsch
Hier im Lager hilft mir der Galgenhumor dabei, nicht den Mut zu verlieren. Aber ehrlich gesagt würde ich mein Luxushotel hier nur allzu gern gegen ein ganz normales Zuhause eintauschen: Gegen vier Wände mit einer Tür, durch die man laufen kann, wann immer man will, statt nach zwei Schritten an Gitterstäbe zu stoßen. Gegen aufregende Spaziergänge statt Schattenjagen auf Betonboden. Gegen ein Körbchen, das mir allein gehört. Und vor allem gegen einen Menschen, der mich liebhat und mich nicht wieder verlässt. Und falls du bei dir zuhause schon andere Hunde hast: Kein Problem. Ich lebe hier schließlich auch in einer gemischten WG und komme mit allen gut zurecht.

Wenn du also einen neugierigen und anhänglichen Begleiter suchst, der schon viel zu lange auf sein erstes richtiges Abenteuer wartet, dann könnten wir uns vielleicht kennenlernen.
Ich wäre bereit. Die Telefonnummer, die du dafür anrufen müsstest, findest du weiter unten.
Bis bald – hoffentlich!
Dein Helder
Margot Wolfinger
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08.09.2026, 17.00 | (0/0) Kommentare | PL
MILDE - AUF DER SUCHE NACH DEN FARBEN DES LEBENS

Milde
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 04/2023
Schulterhöhe: 58 cm
November 2023 Es war einmal ein kleiner Hund, der wünschte sich seine bunte Welt zurück. Denn die Welt hatte ihre Farben verloren und ein trauriges Grau lag wie ein Schleier über allem. Alles schien matt und trist. Es war, als hielte die Welt den Atem an. Ungefähr so könnte Mildes trauriges Märchen beginnen …

Seit Monaten sitzen die Geschwister Milde, Manabu, Manniel, Marius und Michelia in einem grauen Zwinger aus Beton fest. Es ist laut, im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt und vor allem: langweilig.
Dabei hat auch ein Hundekind eine Kindheit verdient. Eine entspannte Umgebung, frische Luft, Sonnenlicht und Bewegung in der Natur, gutes Futter, liebevolle Zuwendung und die Möglichkeit, einfach unbeschwert zu sein. Nichts davon findet sich in Mildes bisherigem Leben wieder. Eine farblose Kindheit – ein trauriger Gedanke, nicht wahr?

Sind Ihre Buntstifte schon gespitzt? Wenn Sie die Farben zurück in Mildes Welt zaubern möchten, brauchen Sie vielleicht gar keinen Zauberstab. Greifen Sie einfach zum Telefonhörer und rufen Sie Mildes Vermittlerin an. Denn manchmal kann es gar nicht bunt genug sein, finden Sie nicht?
P.S. Unsere Tierschützer beschreiben Milde als gesellig, anhänglich und menschenbezogen. Anfang November misst sie 58 cm.

August 2026 Wenn Mildes trauriges Märchen weitererzählt wird, beginnt es noch immer in diesem grauen Zwinger. Nur hat die kleine Hündin inzwischen gelernt, sich zu verstecken. Hinter Betonwänden und Gitterstäben ist ihre Welt eng geworden. Eine Welt ohne Blau des Himmels, ohne Grün des Grases und ohne das warme Gold eines Sonnenstrahls.

Milde kennt die Farben eines unbeschwerten Hundelebens nicht. Oder sie hat sie längst vergessen. Das warme Orange des Spiels, das zarte Rosé von Zuwendung, die weichen Farben von Geborgenheit – all das fehlt ihr. Stattdessen bestimmen Angst, Rückzug und Warten ihre Tage.
Es ist nicht leicht, Milde aus ihrem Zwinger zu holen. Wenn sie könnte, würde sie vermutlich fliehen. Weit weg, dorthin, wo niemand sie sieht und niemand etwas von ihr möchte. Und doch gibt es erste kleine Schritte zurück ins Leben.

Milde läuft an der Leine. Noch unsicher und mit etwas steifen Bewegungen, aber sie läuft. Die Hände unserer Tierschützer geben ihr Halt. Eine ruhige Stimme, eine vorsichtige Berührung, ein Flüstern, das sagt: „Du bist sicher. Und manchmal scheint sie für einen kurzen Augenblick zu glauben, dass es tatsächlich so sein könnte.
Mit Geduld und Ruhe gelingt es unseren Helfern, Milde ein kleines Stück aus ihrem Rückzug herauszulocken. Sie geht mit, noch wackelig, aber tapfer. Und vielleicht ist genau das der erste Pinselstrich in einer Welt, die wieder Farbe bekommen soll.

In ihrem Zwinger lebt Milde mit anderen Hündinnen und Rüden zusammen. Es gibt keine Feindseligkeit, sondern eine stille Gemeinschaft unter Leidensgenossen. Sie verstehen sich ohne Worte. Ihre Geschichten ähneln sich – und vielleicht auch ihre Träume.
Vielleicht träumt Milde nachts von einem Garten. Von Gras unter ihren Pfoten. Vom Wind, der durch Bäume rauscht. Von einer Hand, die nicht zieht, sondern begleitet. Von einem Menschen, bei dem sie sich nicht verstecken muss. Und von Farben, die nicht nur in Märchen vorkommen.

Wenn Ihre Buntstifte also noch bereitliegen, ist es noch nicht zu spät. Der Zauberstab liegt diesmal vielleicht nicht bei einer Fee, sondern in Ihren Händen. Oder ganz einfach im Telefonhörer, den Sie jetzt abnehmen, um Mildes Vermittlerin anzurufen.

Denn was wäre die Welt ohne Farben? Und was wäre ein Märchen ohne Happy End?
Margot Wolfinger
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26.08.2026, 20.02 | (0/0) Kommentare | PL
MARHERITO - AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT

Margherito
Rasse: Owtscharka Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2016
Schulterhöhe: 72 cm
Acht Jahre, so lange sitzt du schon hinter Gittern. Acht Jahre, in denen die Sonne für dich nur als Lichtstreifen durch Gitterstäbe scheint, jeder Tag nach schmutzigem Beton riecht und jede Nacht nach Einsamkeit. Acht endlose Jahre in einer Einzelzelle ohne Beschäftigung, ohne Auslauf, ohne menschliche Nähe, die länger dauert, als nötig ist, um dir hin und wieder einen Napf mit Futter durch die Zwingertür zu schieben.
Als du ins Hundelager kamst, warst du ein Jahr alt - ein junger,
hoffnungsvoller Rüde, der neugierig war auf die Welt; der toben spielen und
lernen wollte. Stattdessen bekamst du ein Leben, das keines ist mit einem Alltag,
der außer Warten nichts zu bieten hat.

Du bist ist kein schwieriger Hund, im Gegenteil:
Wenn unsere Tierschützer dich zwei-, dreimal im Jahr kurz besuchen dürfen, stehst
du ruhig da, aufmerksam mit wachem Blick und einer Gelassenheit, die fast körperlich
schmerzt. Du lässt dich berühren, an die Leine nehmen und, sogar lenken, so als
hättest du längst verstanden, dass Widerstand zwecklos ist. Du vertraust,
obwohl du allen Grund hättest, es nicht mehr zu tun.

Deine Ohren und dein Schwanz sind beschnitten - schmerzhafte
Spuren einer unbarmherzigen Entscheidung, die Menschen über dich getroffen
haben; vielleicht, um duch furchterregend und wehrhaft wirken oder einfach nur
stark erscheinen zu lassen. Dabei hat dir die Welt nicht zuwenig Stärke,
sondern zuwenig Freiheit gegeben.
Manchmal begegnest du anderen Hunden und egal, ob
Rüden, Hündinnen, es gibt nie irgendwelche Probleme. Nur wenn Futter im Spiel
ist, zeigst du, dass du noch etwas verteidigst: dein armseliges Fressen, das Wenige
und Einzige, das dir geblieben ist.

Du bist freundlich zu Menschen und neugierig, ohne
dabei aufdringlich zu werden; selbstbewusst genug, um mit neuen Situationen
umzugehen, dabei so bescheiden, dass man spürt, wie sehr du dich anpasst -
einfach, um zu überleben.

Und während draußen die Jahreszeiten wechseln, sitzt du dort, wo nichts sich
verändert. Du spürst kein Gras unter deinen Pfoten, keinen Wind, der dir durchs
Fell fährt; eben nichts, das dich wirklich berührt. Vielleicht ist das das
Schlimmste an deiner Geschichte: Nicht, dass du vergessen wurdest, sondern dass
du es weißt und gelernt hast, still zu warten, während die Welt an dir vorübergeht.
Du hast nichts falsch gemacht, aber Menschen haben dir
alles genommen, was ein Hund braucht, um wirklich Hund zu sein. Nun suchen wir
für dich jemanden, der dir etwas zurückgibt.

Liebe Leserin, lieber Leser! Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für Marherito sein? Dann geben Sie ihm eine - Ihre - Stimme und rufen Sie seine Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!
PS: Unter www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/herdenschutzhunde finden Sie wichtige Informationen zu Herdenschutzhunden. Und selbstverständlich können Sie sich bei Fragen jederzeit an uns wenden.
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01.08.2026, 17.03 | (0/0) Kommentare | PL
CRIX - ANTENNENOHREN AUF EMPFANG

Crix
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 11.2024
Schulterhöhe: 47 cm
Test, Test - bin ich schon auf Sendung? Ich habe eine wichtige Durchsage für die Zukunft: Hallo, liebe Zukunft, ich bin der kleine Crix. Man sagt mir nach, ich sei ein lustiges Kerlchen, besonders wenn ich meine Fledermausohren auf Empfang stelle. Zugegeben, die habe ich nicht so recht im Griff. Die machen, was sie wollen, wenn ich aufgeregt bin. Und ich war super aufgeregt, als mich die Tierschützer besuchen kamen. Ich weiß, wie wichtig so ein Besuch ist, denn diese netten Menschen schreiben alles auf, was die Zukunft über uns Hunde hier im Lager wissen will.

Sie haben mich viel gefragt, worauf ich keine Antwort wusste; nur dass ich noch
ganz jung war, gerade mal zwölf Monate, als man mich hierhergebracht hat. Woher
ich kam, weiß keiner; doch die Tierschützer glauben, dass es mir dort gar nicht
gut gegangen sein kann, weil ich am Rücken viele Wunden habe, die ein Zeichen
für meine schlimme Vergangenheit sind. Aber die ist ja vorbei und die
Tierschützer meinen, dass meine Zukunft wunderschön werden kann, wenn mich ein lieber Mensch oder eine nette Familie hier herausholt und adoptiert. Wenn bloß
diese dumme Gegenwart nicht wäre, denn hier im Hundegefängnis ist es echt
gruselig. Wenigstens teile ich mir die Zelle mit dem netten Gingy, der übrigens
auch sehnsüchtig auf ein Zuhause wartet. Ich bin sehr froh, dass ich einen
Freund habe, denn es gibt auch ganz arme Hunde, die mutterseelenallein in ihrer
Box sitzen müssen.

Leider ist es bitterkalt in unserem Zwinger (jedenfalls im Winter, dafür ist es im Sommer oft so heiß, dass wir uns auf dem nackten Beton die Pfoten verbrennen). Wir müssen auf dem kahlen, feuchten Betonboden liegen, es gibt kein Stroh, von einer weichen Decke ganz zu schweigen. Wir können uns wenigstens aneinander kuscheln und uns gegenseitig ein bisschen wärmen, mein Freund Gingy und ich. Auch plagt uns die Langeweile, denn an Spielzeug oder sonst etwas, womit wir uns beschäftigen könnten, denkt hier keiner. Rings um uns bellen, winseln und weinen die vielen anderen Hunde, die wie wir unter den furchtbaren Zuständen keiden. Wir sind lebendig begraben in diesem Loch und die meisten von uns kommen nie wieder heraus, sie müssen ausharren, bis sie sterben. Diese Aussicht macht mir Angst.

Als die Tierschützer da waren, wollten sie mir beibringen, wie das geht mit der Leine. Ich hab´s einfach nicht kapiert, ich dachte, haben sie bei mir waren, haben sie gesagt, dass ich noch viel lernen muss, zum Beispiel, wie das mit der Leine funktioniert. Ich hab´s einfach nicht hinbekommen. Ich dachte, wenn der Mensch daran zieht, soll ich kommen und wenn ich daran ziehe, kommt der Mensch. Aber so läuft das nicht, meinte Gingy, und ich hätte dabei keine besonders gute Figur gemacht, obwohl ich mir die allergrößte Mühe gegeben habe.
Die freundlichenTierschützer waren gar nicht böse mit mir und haben gesagt, ich müsste einfach nur noch ein bisschen üben, dann klappt das schon. Deswegen suchen sie jetzt für mich einen gutherzigen Menschen, der Geduld mit mir hat, nicht gleich losschimpft, wenn ich manches nicht auf Anhieb verstehe und mich lobt, wenn ich meine Sache gut gemacht habe. Eben jemanden, der mich liebhat und dafür sorgt, dass ich die schlimme Zeit hier ganz schnell für immer vergesse.

Liebe Zukunft, bitte warte nicht so lange. Rufe bald meine Vermittlerin an und frage nach Crix mit den Fledermausohren, denn diese sind nun Tag und Nacht für dich auf Empfang.
Eines solltest du noch wissen: Ich wurde auf Leishmaniose getestet und leider fiel der Test positiv aus. Aber bisher ist die Krankheit noch nicht ausgebrochen und ich zeige auch noch keinerlei Symptome. Wenn mein zukünftiges Herrchen, mein Frauchen, meine Familie mir nur eine kleine Tablette am Tag und passendes Futter gibt, kann ich ganz alt werden und meinem/meinen Menschen lange Zeit viel Freude bereiten!
Tanja Roth
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16.05.2026, 15.20 | (0/0) Kommentare | PL
EIN MEDIATOR AUF VIER PFOTEN: ZHORIK

ZHORIK
Rüde, ca. 40-45 cm
geb. 2011
Zwingernummer: A 11
Zhorik kam 2012 ins Shelter Kozhuhovo bei
Moskau. Damals war er ungefähr ein Jahr alt. Über sein Vorleben ist leider
nichts bekannt.
Mit seinen 40-45 cm Schulterhöhe gehört
Zhorik zu den eher kleineren Hunden im Shelter. Dennoch weiß er sich zwischen
all den großen Artgenossen zu behaupten – für die seltenen Besucher, die sich
manchmal ins Shelter verirren, bleibt er jedoch leider fast unsichtbar.
Anfangs fiel es ihm schwer, sich im tristen, öden Shelteralltag zurecht zu
finden und sich einzugewöhnen. Sein kleiner Außenzwinger ist sein Zuhause
geworden. Sein Zuhause, das er sich mit 2-3 anderen Hunden teilen muss, nebst
einer kleinen Holzhütte in der Ecke und 2 Eimer für Futter und Wasser.
Im Laufe der vielen Jahre, die er dort fast immer eingesperrt sitzt, kennt er die Abläufe sehr genau.

Wenn seine Betreuer ihn und seine
Leidensgenossen besuchen kommen, ist seine Freude stets riesengroß. Den Menschen
gegenüber, die er kennt, verhält er sich äußerst freundlich und seine Betreuer
berichten, dass er sich voll Wonne an sie schmiegt und mit geschlossenen Augen
die Streicheleinheiten genießt, die ihm zuteil werden.
Zhorik weiß den Weg in den wöchentlichen
Freilauf auswendig. Dort rennt er, einmal in der Woche für eine knappe Stunde,
mit seinen Artgenossen umher, spielt mit ihnen und vertritt sich die Beine.
Mit den anderen Hunden versteht er sich blendend und sie nehmen ihn, trotz
seiner geringeren Größe, durchaus ernst: Zhorik hat sich angewöhnt, ein wenig
aufzupassen und, wenn nötig, als Streitschlichter zu fungieren.
Wenn die Freilaufstunde vorüber ist, kehrt Zhorik immer als Letzter zurück in
seinen Zwinger – so als wolle er kontrollieren, ob auch wirklich alle seine
Schicksalsgefährten wieder dort sind, wo sie hingehören.

Zhorik ist ein Hund, der sich trotz der
widrigen Lebensumstände sein sonniges Gemüt bewahrt hat – man sagt über ihn,
dass er immer gut gelaunt und niemals mürrisch sei.
Mittlerweile gehört Zhorik zu den Langzeitinsassen des Shelters
und wurde dort zum Senior. Sein Blick ist müder, sein Fell grauer geworden,
doch seine Lebensfreude hat er noch nicht verloren. Er freut sich über
Menschen, die sich ein wenig mit ihm beschäftigen und über jedes noch so kleine
Erlebnis in seinem eintönigen Leben.
Vorort ist sein Los besiegelt, denn in Moskau
adoptiert niemand einen alten, schwarzen Mischlingshund.
Daher suchen wir für Zhorik ein gemütliches
Zuhause bei lieben Menschen, die vielleicht schon ein wenig Hundeerfahrung
mitbringen und Zhoriks vorbildliches Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden
zu schätzen wissen. Schön wäre es, wenn bereits eine nette Hundedame im seiner neuen Familie leben
würde, mit der sich Zhorik anfreunden kann und die ihm dabei hilft, sich an
sein neues Leben zu gewöhnen.
Haben Sie ein freies Plätzchen in Ihrem Heim
und Ihrem Herzen für den liebenswerten Hundesenior übrig? Dann melden Sie sich
bitte bei unseren Vermittlerinnen. VIELEN DANK!
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde
(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
30.09.2024, 13.29 | (0/0) Kommentare | PL
SEHNSUCHT... TAIGA
..."heißt das alte Lied der Taiga, das schon damals meine Mutter sang" - so lautet es in einem Lied der wunderbaren, früh verstorbenen Sängerin Alexandra.

Sehsucht hatte sicherlich auch schon Taigas Mutter. Sehnsucht nach einem Zuhause voller Wärme, gutem Futter, Liebe und Geborgenheit.
Wie viele Abschiede muss Taiga noch ertragen? Sie wartet seit 7 Jahren auf ihre Chance.
Es war im August 2014, als Taiga
mit ihren drei Welpen ins riesige Shelter Kozhuhovo kam. Sie war eine sehr
fürsorgliche Mutter, und zum Glück fanden alle ihre Kleinen schon bald ein
Zuhause. Nur Taiga nicht… sie lebt noch immer
im Shelter.

Das Leben dort ist hart, besonders in den eisigen russischen Wintern und brütend heißen Sommern. Schon viele Hund haben hier ihre Gesundheit geopfert; denn es ist ein Leben in einem kleinen Außenzwinger, mit schlechtem Futter und nur wenig menschlicher Ansprache. Doch Taiga macht das Beste daraus.
Das Schönste für sie ist, wenn die freiwilligen Helfer am Wochenende ins Shelter kommen und auch ihren Zwinger für kurze Zeit öffnen. Dann rennt und springt sie mit den anderen Hunden durch die Gänge des Shelters und drückt sich an ihre Betreuer. Denn Taiga mag die Menschen sehr und freut sich, wenn auch sie endlich ein wenig Aufmerksamkeit bekommt.
In diesem Video können Sie Taiga im Auslauf sehen:
Und wie sie mit anderen Hunden spielt:
Auch an der Leine läuft sie wunderbar:
Doch immer folgt das Unvermeidbare - die Rückkehr in den Zwinger, an den Ort, wo die Träume zerplatzen. Ein letztes Wort, ein letzter Blick… nichts kann Taiga dann die Gewissheit des nahenden Abschiedes nehmen. Sie kennt die Abläufe und weiß genau, die Freiwilligen gehen und sie bleibt zurück. Die gerade noch so fröhliche Taiga ist dann wieder für eine ganze Woche allein in ihrer Einsamkeit.
So geht das nun schon 7 Jahre. Viele Hunde haben in dieser Zeit das Shelter verlassen. Sie fanden ein Zuhause oder sind verstorben. Neue Hunde kamen hinzu. Für Taiga änderte sich in all dieser Zeit nichts. Sie gehört zu den Langzeitinsassen, den ewig Vergessenen und Übersehenen.
Bald schon wird einer ihrer langjährigen Zwingergefährten das Shelter verlassen. Er wartete ebenfalls viele Jahre und hat nun endlich seine Familie gefunden. Taiga wird auch diesen Abschied überstehen… wie vorher so viele in ihrem Leben.
Dennoch oder gerade deswegen möchte ich nichts unversucht lassen, dass auch Taiga endlich eine Chance bekommt. Denn irgendwo muss es doch auch einen lieben Menschen für Taiga geben. Hoffentlich finden wir ihn.

Bitte helfen Sie mit!
Taiga ist eine freundliche Hündin. Sie ist aufgeweckt, verspielt und aktiv. Sie genießt die wenigen Streicheleinheiten der Betreuer sehr. Mit anderen Hunden verträgt sich Taiga gut. Besonders größere Rüden, mit denen sie toben kann, haben es ihr angetan.
Taiga wurde ca. 2012 geboren, ist ca. 55 cm hoch und bereits geimpft, gechipt und kastriert. Die Ausreise und Vermittlung erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". Für Taiga suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Liebe Taiga, ich hoffe so sehr, dass
Deine Sehnsucht bald Erfüllung findet und Du nicht mehr so viele Momente des Abschieds erleben musst. Ich hoffe und suche
ein Zuhause für Dich.

Wichtige Daten im Überblick:
Hündin, ca. 9 Jahre alt (geb. ca. 2012), ca. 55 cm, kastriert
gut verträglich mit Artgenossen, freundlich zu Menschen; verspielt und aktiv, läuft gut an der Leine
noch im Shelter in Russland, Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden. Endgültiges Zuhause gesucht!
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
30.09.2024, 13.28 | (0/0) Kommentare | PL
UND ICH SEHE NUR DIE RÜCKLICHTER! TAIGA
So erging es der
armen Taiga: Sie hatte ein Zuhause in Aussicht, die Vorkontrolle verlief auch
sehr zufriedenstellend. Jedoch wurde der Übernahmetermin seitens der Adoptanten
mehrmals verschoben – bis es schließlich hieß, man müsse zwei Hunde aus dem
Bekanntenkreis in Pflege nehmen und könne Taiga daher nicht mehr gebrauchen. Die
liebe Hündin harrt also weiterhin in ihrem Gefängnis aus und mit jedem Tag
schwindet ihre Hoffnung auf ein eigenes Zuhause ein Stückchen mehr.
Derartige Ausreden
hören wir immer wieder; Sie ahnen gar nicht, wie viele plötzliche Krankheits-
und sogar Todesfälle sich in den vorgesehenen Adoptivfamilien ereignen, wenn
der Transport näherrückt. Mich regt das furchtbar auf, weil ich es total unfair
finde; denn die Hunde – besonders die Älteren wie Taiga – verlieren dadurch
kostbare Zeit, in der wir für sie vielleicht ein anderes Zuhause hätten finden
können. Man denke doch bitte gründlich nach und überlege es sich genau, bevor
man sich um einen Hund bewirbt.
So fand die Reise ohne Taiga statt und wir machen uns erneut auf die Suche nach einem warmen Plätzchen für die Süße – bei lieben Menschen, die es ernst mit ihr meinen und ihre Meinung nicht von einer Minute zur nächsten ändern.

Sehsucht hatte sicherlich auch schon Taigas Mutter. Sehnsucht nach einem Zuhause voller Wärme, gutem Futter, Liebe und Geborgenheit.
Wie viele Abschiede muss Taiga noch ertragen? Sie wartet seit 7 Jahren auf ihre Chance.
Es war im August 2014, als Taiga
mit ihren drei Welpen ins riesige Shelter Kozhuhovo kam. Sie war eine sehr
fürsorgliche Mutter, und zum Glück fanden alle ihre Kleinen schon bald ein
Zuhause. Nur Taiga nicht… sie lebt noch immer
im Shelter.

Das Leben dort ist hart, besonders in den eisigen russischen Wintern und brütend heißen Sommern. Schon viele Hunde haben hier ihre Gesundheit geopfert; denn es ist ein Leben in einem kleinen Außenzwinger, mit schlechtem Futter und nur wenig menschlicher Ansprache. Doch Taiga macht das Beste daraus.
Das Schönste für sie ist, wenn die freiwilligen Helfer am Wochenende ins Shelter kommen und auch ihren Zwinger für kurze Zeit öffnen. Dann rennt und springt sie mit den anderen Hunden durch die Gänge des Shelters und drückt sich an ihre Betreuer. Denn Taiga mag die Menschen sehr und freut sich, wenn auch sie endlich ein wenig Aufmerksamkeit bekommt.
In diesem Video können Sie Taiga im Auslauf sehen:
Und wie sie mit anderen Hunden spielt:
Auch an der Leine läuft sie wunderbar:
Doch immer folgt das Unvermeidbare - die Rückkehr in den Zwinger, an den Ort, wo die Träume zerplatzen. Ein letztes Wort, ein letzter Blick… nichts kann Taiga dann die Gewissheit des nahenden Abschiedes nehmen. Sie kennt die Abläufe und weiß genau, die Freiwilligen gehen und sie bleibt zurück. Die gerade noch so fröhliche Taiga ist dann wieder für eine ganze Woche allein in ihrer Einsamkeit.
So geht das nun schon 7 Jahre. Viele Hunde haben in dieser Zeit das Shelter verlassen. Sie fanden ein Zuhause oder sind verstorben. Neue Hunde kamen hinzu. Für Taiga änderte sich in all dieser Zeit nichts. Sie gehört zu den Langzeitinsassen, den ewig Vergessenen und Übersehenen.
Bald schon wird einer ihrer langjährigen Zwingergefährten das Shelter verlassen. Er wartete ebenfalls viele Jahre und hat nun endlich seine Familie gefunden. Taiga wird auch diesen Abschied überstehen… wie vorher so viele in ihrem Leben.
Dennoch oder gerade deswegen möchte ich nichts unversucht lassen, dass auch Taiga endlich eine Chance bekommt. Denn irgendwo muss es doch auch einen lieben Menschen für Taiga geben. Hoffentlich finden wir ihn.

Bitte helfen Sie mit!
Taiga ist eine freundliche Hündin. Sie ist aufgeweckt, verspielt und aktiv. Sie genießt die wenigen Streicheleinheiten der Betreuer sehr. Mit anderen Hunden verträgt sich Taiga gut. Besonders größere Rüden, mit denen sie toben kann, haben es ihr angetan.
Taiga wurde ca. 2012 geboren, ist ca. 55 cm hoch und bereits geimpft, gechipt und kastriert. Die Ausreise und Vermittlung erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". Für Taiga suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Liebe Taiga, ich hoffe so sehr, dass
Deine Sehnsucht bald Erfüllung findet und Du nicht mehr so viele Momente des Abschieds erleben musst. Ich hoffe und suche
ein Zuhause für Dich.

Wichtige Daten im Überblick:
Hündin, ca. 9 Jahre alt (geb. ca. 2012), ca. 55 cm, kastriert
gut verträglich mit Artgenossen, freundlich zu Menschen; verspielt und aktiv, läuft gut an der Leine
noch im Shelter in Russland, Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden. Endgültiges Zuhause gesucht!
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
30.09.2024, 13.28 | (0/0) Kommentare | PL
ICH HAB´ GETRÄUMT VON DIR! NELLY
Namenspatin: Unsere Hündin Nelly
https://www.facebook.com/SavingAngelsDeutschland/videos/549967965359736/
(Nelly ist ab Minute 28 zu sehen)
Dass ich mich vor den Menschen fürchte, fast mehr als vor dem Tod – willst Du es mir verdenken? Habe ich doch bisher durch sie nur Not und Pein erfahren! Die Hundefänger kennen kein Erbarmen; es schert sie nicht, dass wir vor Schmerzen schreien, wenn sie uns grob die Schlinge umlegen und so fest ziehen, dass wir zu ersticken glauben.
Ja, ich habe Angst. Wer hätte keine in dieser grauenvollen Hölle aus nie endendem Lärm und widerwärtigem Gestank, aus abgrundtiefer Verzweiflung und Einsamkeit, in der ich schon endlos lange Jahre mein Dasein fristen muss?
So verkrieche ich mich und suche Schutz in meiner winzigen Hütte. Dort träume ich von DIR; denn tief in mir fühle ich, dass es Dich irgendwo da draußen gibt: MEINEN Menschen, der mir ein besseres, schöneres Leben zeigt!
Ich brauche ja nur wenig. Ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen, etwas Gutes zu futtern (fast alles wird besser sein als das, wovon wir hier leben müssen), vielleicht einen Ball oder ein Plüschtier zum Spielen und kleine, gemütliche Spaziergänge. Vor allem aber brauche ich DEINE Liebe, Dein Verständnis und ganz viel von Deiner Geduld, damit ich in Ruhe bei Dir ankommen und lernen darf, mein großes Glück zu fassen!

Wenn DU nun sagst: "Ja, liebe Nelly, ich möchte gern dieser
Mensch für dich sein!" - dann zögere bitte nicht , sondern melde Dich gleich
heute noch bei:
Andrea Sbrisny, Bianca Raabe oder
Nadine Decker von
SAVING ANGELS DEUTSCHLAND e.V.
01.08.2024, 19.17 | (0/0) Kommentare | PL
KOMM UND SPIEL MIT MIR! BEN

BEN
Rüde
geb. 2014
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
freundlich und lieb zu Menschen,
bei Fremden anfangs ein bisschen schüchtern
verträgt sich gut mit Hündinnen,
bei Rüden entscheidet die gegenseitige Sympathie
läuft gut an der Leine
möchte so gern ein Für-immer-Körbchen sein Eigen
nennen
Werde ich mein Leben irgendwann in Gefangenschaft beenden?
Schon als winziger, unschuldiger Welpe musstest du mit deinen Geschwistern Saffron un GabrialBen in das riesengroße, unheimliche Moskauer Hundeasyl Kozhuhovo einziehen. In all den Jahren hatte nur Gabrial das Glück, ein eigenes Zuhause zu finden. Ihr zwei, du und Saffron, wartet bis heute vergeblich darauf. Auch euch blieb der Umzug in das noch viel gruseligere, tierunwürdigere Shelter Malinki – weit ab von der Zivilisation und für die Freiwilligen nur unter großen Mühen erreichbar - nicht erspart.
Heute bist du nicht mehr jung. Es gibt Bilder von dir,
auf denen die Spuren der Gefangenschaft, in welcher du dein Leben lang
ausharrern musstest und immer noch musst, deutlich erkennbar sind. Durch den
Mangel an regelmäßiger Bewegung haben deine Muskeln abgebaut, minderwertiges,
nährstoffarmes Futter war dein ständiger Wegbegleiter und lässt dein so schönes
Fell manchmal glanzlos und stumpf erscheinen.

Aber noch immer bist du ein fröhlicher, verspielter Hund, der es liebt einem Ball hinterher zu sausen, wenn sich die viel zu seltene Gelegenheit dazu bietet. Dann vergisst du die traurigen Umstände, unter denen du dein Dasein fristen musst; dann hast du Spass und fühlst dich für einen kurzen, seligen Augenblick glücklich und frei.
Diese hellen Momente in deinem sonst so trostlosen Leben sind rar und auch nur möglich, weil sich sehr engagierte, tierliebe Menschen ehrenamtlich in ihrer Freizeit um euch Hunde im Shelter kümmern. Die russischen Betreuer bemühen sich aufopfernd um euch, bringen euch ab und zu leckeres Dosenfutter mit, wenn ihr eigener Geldbeutel es erlaubt, befreien euch für eine Stunde aus euren winzigen, unbequemen aus Ziegeln gemauerten Zwingern und schenken euch soviel Zuwendung und Aufmerksamkeit, wie es in der Kürze der Zeit und bei der Menge an Hunden nur geht.

Und immer ist es viel zu wenig von allem: Zu wenig Liebe.
Zu wenig Aufmerksamkeit. Zu wenig Bewegung. Zu wenig spazierengehen. Zu wenig
Spiel. Und ganz besonders zu wenig Freiheit. Du erträgst dies alles, weil dir
nichts weiter übrigbleibt, du kennst es ja auch nicht anders.
Doch natürlich wünschen wir uns für dich wie für möglichst viele der dreitausend anderen Vergessenen ein besseres Leben. Darum suchen wir nun die Nadel im Heuhaufen: Ein Zuhause, in dem man versteht, dass du vor allem Geduld und Verständnis brauchst, um dich in einem normalen Hundeleben zurechtzufinden; denn schließlich kennst du bisher nichts weiter als Mauern, Gitterstäbe, Hunger, Lärm und Angst.
Vielleicht möchten Sie ja dem freundlichen,
junggebliebenen Ben gern zeigen, was es heißt, geliebt, geborgen und frei zu
sein – so frei, wie es einem Hund in unserem Land erlaubt ist? Dann melden Sie
sich bitte bei uns. Vielen lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgen über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Ben beim seltenen Ballspiel im Shelter Malinki (mit
seiner Betreuerin und Saffron):
Ben mit seinen Geschwistern Gabrial und Saffron vor
den Zwingerreihen damals in Kozhuhovo:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
27.07.2024, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

