Mitternachtsspitzen

Ausgewählter Beitrag

Schlechte Zeiten für Langohren!

Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes appellieren TASSO e.V. und die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT) an die Verbraucher, keine lebenden Kaninchen als Ostergeschenk zu kaufen und kein Kaninchenfleisch zu verzehren.

In Deutschland werden jährlich rund 30 Millionen Kaninchen verzehrt. Für die Fleischproduktion müssen auch hierzulande Mastkaninchen in tierschutzwidriger Käfighaltung auf perforiertem Boden bis zu 90 Tage ihr Dasein fristen, bis sie geschlachtet werden. „Zwar gibt es seit August 2014 spezielle Regelungen in einer Rechtsverordnung, die Mindestanforderungen an das Halten von Mastkaninchen aufstellen“, sagt Kaninchenexpertin Barbara Felde von der DJGT. „Diese reichen aber nicht aus, um die Pflicht aus § 2 Nr. 1 Tierschutzgesetz zu erfüllen, der vorgibt, dass Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt und verhaltensgerecht untergebracht werden müssen. Käfige mit einer Grundfläche von mindestens 0,8 m² (das sind ca. 12 DIN-A4-Blätter), in denen bis zu sechs Kaninchen sitzen dürfen, entsprechen noch nicht einer verhaltensgerechten Unterbringung und somit nicht dem Tierschutzgesetz.“

"In diesen Intensivtierhaltungssystemen werden nach wie vor die Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Kaninchen unverhältnismäßig zurückgedrängt“, so Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Die Tiere litten darunter und entwickelten frustrationsbedingte Verhaltensstörungen wie Aggression untereinander oder Gitternagen. Ebenso seien körperliche Schäden wie Wunden und Geschwüre an den Pfoten, Krallenrisse und Todesfälle bei den Kaninchen zu beobachten.

Auch von der Anschaffung eines lebenden Kaninchens als Ostergeschenk ist abzuraten. „Solche Tierkäufe werden oft unüberlegt aus einer Laune heraus getätigt, und am Ende sind die Kaninchen die Leidtragenden“, weiß Mike Ruckelshaus. „Kaninchen haben vielfältige Bedürfnisse, über die man sich vor ihrer Anschaffung gründlich informieren sollte. Schließlich übernimmt man die jahrelange Verantwortung für ein Tier.“ Immer noch litten Kaninchen in Privathaushalten unter Einzelhaltung, zu kleinen und unstrukturierten Käfigen sowie unsachgemäßer Fütterung und Handhabung. „Auch für den privaten Kaninchenhalter gilt die Pflicht des § 2 Nr. 1 Tierschutzgesetz, dass Kaninchen artgemäß ernährt und verhaltensgerecht untergebracht werden müssen. Es ist sogar in § 2 Nr. 3 Tierschutzgesetz die Pflicht festgeschrieben, dass der Kaninchenhalter die erforderliche Fachkenntnis über Kaninchen und ihre Bedürfnisse und Ansprüche haben muss“, erläutert Barbara Felde. „Wichtig ist es zu wissen, dass Kaninchen über zehn Jahre alt werden können, immer mindestens einen anderen Kaninchenpartner, viel Platz zum Hoppeln und Rennen brauchen und darauf spezialisiert sind, große Mengen an frischer Wiese zu fressen.“

Auch dem großen Verwandten des Kaninchens, dem Feldhasen, geht es nicht gut. Der eigentliche „Osterhase“ steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. In Deutschland ist er durch die Zerstörung seines Lebensraumes im Rahmen der konventionellen Landwirtschaft bedroht. Dennoch wurden im Jagdjahr 2015/16 über 236.000 Feldhasen in Deutschland von Jägern getötet.

©http://www.tasso.net/



"Hasenbraten" einmal anders -
als leckeres Hefegebäck.
Guten Appetit!

Nickname 11.04.2017, 21.07

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Mondbub

Liebe Bärliner,

das Vorbloggen machen wir auf Wordpress auch ;-) Das geht prima.

Ich lese auch immer bei Euch mit!

Ja, wir haben alle noch viel um die Ohren oder?

Viele liebe Grüße und ein geruhsames, erholsames und schönes Osterfest wünschen Euch Eure Heidjer

P.S.: Die kleine Zwergspitzmausoma aus Herzsprung ist aber sowas von süß. Hat sie schon ein Zuhause. Wir drücken die Daumen für alle Tierheimbewohner :-)

vom 13.04.2017, 10.37
1. von mondbub

Liebe Sabine,

ich kann von mir sagen, dass ich noch nie in meinem Leben einen Hasen gegessen habe und so soll es auch bleiben. Ich mag schon gar nicht an die armen Lämmer denken, die Ostern wieder im Bratentopf landen.

Ach ja...

Liebe Grüße Deine Anne aus der Heide

vom 11.04.2017, 21.24
Antwort von Nickname:

Meine liebe Anne! Wir denken wie Du. Aber man sagt ja, Frieden beginnt immer im eigenen Herzen; und genauso beginnen Tierliebe und Tierschutz auf dem eigenen Teller, nicht wahr? 

Seid bitte nicht böse, dass ich im Moment so wenig bei Euch kommentiere. Ich bin zwei- bis dreimal in der Woche ehrenamtlich bei meinen Senioren und da brauche ich auch immer Zeit für die Vorbereitung. Meine Beiträge blogge ich deswegen oft vor, das geht hier prima. Ich lese aber regelmäßig bei Euch mit und freue mich über die vielen feinen Bilder.

Sollten wir uns vorher nicht mehr lesen, wünschen wir Dir und Deinen zwei- und vierbeinigen Lieben ein fröhliches, sonniges Osterfest mit einem fleißigen Hasen.

Ganz liebe Grüße in die schöne Heide senden
Eure Bärliner.


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ÜBER MICH:Geboren vor 61 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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Wir wünschen euch allen von Herzen ein frohes
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Liebe Bärliner,das Vorbloggen machen wir auf
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Das wünschen wir der Kleinen auch. Ach, was i
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Liebe Sabine,ich kann von mir sagen, dass ich
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Macht nix,liebe Sabine.Ja,hier ists nun auch
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Schön und wahr ist das,liebe Sabine,es fehlt
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Hallo, liebe Nelly,nach einigen Schwierigkeit
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Liebe Sabine,das sind wieder sehr schöne Kraf
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Ich freu mich mit für Herby,liebe Sabine.Er i
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gerda.f:
Ganz liebe Grüsse.Was man vielen Tieren an tu
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