
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Tiere
WÖRTER, DIE KEINER FINDET

JACOBY
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2021
Schulterhöhe: 60 cm
Tage, Stimmen. Immerzu und überall Stimmen. "Benny! Molly! Komm!" Jeden Tag hört man Wörter, die fliegen wie Leckerli durch die Luft, geworfen von lachenden Menschen, aufgefangen von fröhlich bellenden Hunden. Manche Namen werden mit Liebe ausgesprochen, viele mit Sehnsucht, andere einfach so.
Nur meiner fällt nie: Jacoby. Ich höre meinen Namen in der Stille. Ich fühle
ihn, wenn alle anderen fort sind und ich allein in meinem Zwinger liege.
Manchmal probiere ich ihn aus, ganz leise in Gedanken, und stelle mir vor, wie
er in einer warmen Stimme klingt; wie es wäre, wenn jemand ihn laut ruft; nicht
aus Versehen, sondern weil er wirklich mich meint.

Aber sie rufen, sie streicheln, sie adoptieren andere. Meine Schwester und
meine Freunde durften gehen, sie durften diesen traurigen Ort verlassen, weil
jemand sie beim Namen gerufen hat. Ich bin übriggeblieben, mit all den
liebevollen Sätzen in meinem Herzen, die niemand je zu mir gesagt hat.
"Wart nur ab, Jacoby, irgendwann kommt auch dein Mensch, oder deine Familie und
holt dich hier raus!" Das ist lange her. Ich habe gewartet, 365 Tage, 730 und inzwischen
schon über 1500. Jeden einzelnen davon habe ich meinen Namen inwendig gespürt
und ihn doch nie gehört. Ich weiß, wie die Jahreszeiten riechen und wie schwer
Worte wiegen, wenn sie nicht ausgesprochen werden.
Ich bin freundlich und geduldig. Ich habe mich immer bemüht, möglichst unsichtbar
und unauffällig zu sein, weil niemand nach mir ruft und nach mir verlangt. Vielleicht
war das ein Fehler und ich habe deswegen keine Leine kennengelernt, weil ich
nie dorthin durfte, wo ein Name mehr bedeutet würde als ein Eintrag in einer
Liste.

Tage und Nächte vergehen, ich werde älter, schwerer und ruhiger. Meinen Alltag
teilte ich lange mit Jontar und Betsy. Die beiden hatten Glück, sie durften in
den Sicheren Hafen umziehen und warten dort auf ihre(n) Menschen. Ich blieb
allein zurück. Wenn die Tierschützer mich alle paar Monate einmal für wenige
Minuten besuchen kommen, spreche ich innerlich meinen Namen wie ein stilles
Gebet. Manchmal glaube ich, die Sehnsucht hängt als Klang in der Luft, doch
niemand nimmt sie wahr.
Was würde wohl passieren, wenn jemand an das Gitter käme, innehielte und meinen
Namen sagte? Was könnte auf einmal in mir lebendig werden, wenn da draußen
wirklich jemand wäre, der nicht einfach nur einen Hund sieht, sondern Jacoby
ruft. Mich.
Vielleicht bist du das, liebe Leserin, lieber Leser. Vielleicht sprichst du am
Ende das Wort aus, das mein Leben zum Leuchten bringt, fängst meinen Namen auf
und heilst die Stille und Leere in mir und um mich herum.

Und wenn die Zeit reif ist, kann ich das allererste Mal hören, wie mein Name
klingt: Jacoby.
Bitte ruf DU mich, damit ich endlich weiß, wie es sich anfühlt, einen Namen zu
haben, kein Niemandshund mehr zu sein und nach Hause zu kommen.
Daniela Koenemann
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Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
26.06.2026, 18.40 | (0/0) Kommentare | PL
GEMMINA - FLICKFLACK AUS DEM STAND

GEMMINA
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 03.2025
Schulterhöhe: 32 cm




Sabine Wojtok
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16.06.2026, 20.29 | (0/0) Kommentare | PL
RONA - ZUHAUSE GEFUNDEN!
Bei manchen Geschichten aus dem Tierschutz denken wir, schlimmer geht es nicht. Dann kommen Hunde wie Rona, Ruby und ihre Leidensgefährten daher und es verschlägt uns den Atem.
Vorab sei gesagt: Vielleicht ist der Mann, bei dem Rona und viele andere Tiere elend
vor sich hinvegetieren mussten, nur bedingt schuldfähig. Jemand, der weder für
sich selbst sorgen, noch um Hilfe bitten kann, war mit der Haltung von Tieren
vermutlich restlos überfordert. Das würde zwar einiges erklären, nützt aber den
Tieren auch nachträglich nichts; denn was diese armen Wesen über Jahre hinweg
erdulden mussten, liegt jenseits unserer Vorstellung.

Im Mai 2025 verschaffte sich die italienische Polizei Zutritt zu einem
Grundstück. Dort hatte ein Mann mit einer kaum überschaubaren Anzahl an Tieren
- in erster Line waren es Hunde - in völliger Verwahrlosung gehaust. Luciana,
die mit uns befreundete Tierschützerin aus dem Waldtierheim, wurde wegen der
Hunde von der Polizei um Unterstützung gebeten. Was sie auf dem Gelände vorfand
und heimlich mit dem Handy filmte, lässt dem Betrachter das Blut in den Adern
gefrieren: Das Innere des Hauses sowie das Grundstück glichen, milde
ausgedrückt, einer Mülldeponie. Alles
schien im Begriff zu vermodern, zu verfallen, und es stank bestialisch.
Die Hunde hatten sich Höhlen und Gänge unter dem verdreckten Grundstück gegraben. Weder Hündinnen noch Rüden waren kastriert; es müssen Welpen ohne Ende geboren worden sein, von denen nur die wenigsten überlebt haben dürften. Aber auch viele erwachsene Hunde waren gestorben, wie einige herumliegende Kadaver bezeugten., Da die Tiere, falls überhaupt, nur sehr unregelmäßig, gefüttert worden waren, mussten sie stattdessen ihre toten Freunde oder die Welpen fressen. Da verwundert es nicht, dass alle Hunde, die im Mai mehr tot als lebendig aufgefunden wurden, geschwächt und krank waren. Die meisten hatten schlimme Räude (eine heilbare Hauterkrankung, verursacht durch Milbenbefall), am ärgsten davon betroffen waren die Mütter. Luciana erklärte sich sofort bereit, die Hundemamas und ihre Welpen bei sich aufzunehmen.

Jetzt, etwa ein Jahr später, sind zumindest einige der geretteten Hunde dank
entsprechender Medizin und der Pflege mit speziellen Shampoos von der Räude
genesen. Rona und Ruby scheinen körperlich auf einem guten Weg zu sein; die
anderen Hundemamas sind jedoch noch immer zu krank, um sie adoptierem lassen zu
können. Bei Rona ist das Fell wieder nachgewachsen und aus einem Hund, der kaum
noch als solcher zu erkennen war, ist eine bezaubernde, hellbraune kleine
Schönheit geworden. Natürlich ist sie noch schüchtern; das kann man ihr nicht
verdenken, angesichts der unmenschlichen Bedingungen, unter denen sie jahrelang
ihr Dasein fristen musste. Aber in Lucianas Obhut gewinnt sie langsam,
Stückchen für Stückchen, das verlorengegangene Vertrauen zurück.

Darum suchen wir nun ganz besondere Menschen, die
nicht viel von ihrem neuen Familienmitglied erwarten und die bereit sind, der
zuckersüßen Rona die Zeit zu geben, die sie braucht, um körperlich und seelisch
wieder ganz gesund zu werden; Menschen,
in deren Herzen ein kleiner Hund Platz findet, der sein bisheriges Leben im Dunkel
verbracht hat und sich erst an das Licht gewöhnen muss; geduldige und
einfühlsame Menschen, die sich über ein erstes, scheues Schwanzwedeln freuen
können, als wär´s ein Lotteriegewinn. Möglicherweise wird Rona nie das
überschäumend fröhliche Hundemädchen werden, welches sie unter normalen
Umständen hätte werden können. Aber mit Ihrer Hilfe werden ihre seelischen
Wunden nach und nach verheilen.

Möchten Sie der Kleinen gern ein weiches Körbchen zum Kuscheln schenken, einen Platz, an dem sie sich geliebt und beschützt fühlen und das erlebte Grauen vergessen darf? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
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14.05.2026, 16.22 | (0/0) Kommentare | PL
DIE ERINNERUNG IST EIN FENSTER
Die Weihnachtszeit rückt langsam heran, und mit ihr stellt sich das vertraute Gefühl der Sehnsucht nach denen ein, die unsere Tage ein wenig schöner und unsere Herzen ein wenig voller gemacht haben. Für viele von uns gehören dazu auch die Haustiere, die uns begleitet haben - die Fellengel, die wir noch immer in unserer Erinnerung tragen.
Je näher diese Tage kommen, desto mehr wandert mein Herz zu den Haustieren, die ich geliebt habe und liebe; zu denen, die noch an meiner Seite sind und denen, die im Himmel auf mich warten. Ganz gleich, wohin unser Lebensweg uns führen mag, ihre Liebe bleibt uns immer nah und umhüllt uns wie eine warme Decke in einer kalten Nacht.
Diese Zeit erinnert mich daran, wie kostbar ihre Anwesenheit wirklich war. Das Leben verändert sich, die Jahreszeiten wechseln und unsere Tagesabläufe gehen weiter ... aber die Verbindung, die wir mit ihnen hatten, verblasst nie. Auch wenn ihre Pfoten nicht mehr über den Boden tapsen, ist ihr Geist immer noch hier – sanft, beständig und tief empfunden.
Mögen die kommenden Tage Ihr Zuhause mit Trost, Ihren Geist mit Hoffnung und Ihr Herz mit der stillen Ruhe erfüllen, die aus dem Wissen entsteht, dass Liebe niemals vergeht – auch wenn die Pfoten verschwinden.
Ich bin dankbar für alle Haustiere, mit denen wir unser Leben teilen durften und wünsche Ihnen eine Weihnachtszeit voller Wärme, Geborgenheit, schöner Erinnerungen und der zarten Freude, die sie uns hinterließen.
Unser lieber WOODY -
einer von so vielen Herzenshunden,
die unser Leben reich und schön gemacht haben
02.12.2025, 19.31 | (0/0) Kommentare | PL
ALTES HERZ UND JUNGE LIEBE: TIGRASHA

geb. ca. 2008
Zwingernummer: C 117
Eigentlich könnte man TIGRASHAS bisheriges
Leben in wenigen Worten beschreiben: Er lebt bereits seit er ein Junghund war,
hinter den Gittern des Shelters und ist hier auch zum Senior geworden.
Er durfte nie eine Welt außerhalb des Shelters kennenlernen. Nie hatte er ein eigenes Zuhause mit einem eigenen Körbchen. Er kennt nichts weiter als seinen engen Zwinger, den viel zu kurzen Auslauf einmal in der Woche und die winzige Holzhütte in seinem Gefängnis, die wenigstens etwas Schutz und Wärme bietet.

Doch all diese traurigen Umstände ließen Tigrasha nie aufgeben. Bis heute springt er an den Gittern hoch, wenn Besucher durch die Reihen des Shelters laufen. Jedoch ist kein Mensch je an seinem Zwinger für ihn stehen geblieben. Niemand wollte ihn adoptieren. Und so vergingen die Jahre für Tigrasha in Langeweile und Einsamkeit. Und natürlich hat dieses Leben, das er sicht nicht ausgesucht hat, seine Spuren bei Tigrasha hinterlassen. Seine Muskeln schwinden, sein Unterfell wird immer dünner und jeder weitere kalte Winter ist für den alten Tigrasha doppelt hart. Sehnsüchtig wartet er dann in seiner kleinen Hütte auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings.

Seine Betreuer wünschen sich für ihn nichts
dringender als ein gemütliches Zuhause, in welchem man gut auf ihn acht gibt,
ihm ein kuscheliges Körbchen und endlich ausreichend Futter bereitstellt und wo
er in Frieden sein Leben beschließen darf. Aber wer erbarmt sich schon eines
so alten Hundes? Vielleicht ja gerade Sie, und Tigrasha wird es Ihnen mit aller
Liebe danken, die so eine betagte Hundeseele zu geben vermag.
Tigrasha ist ein ca. 50 cm großer Mischlingsrüde, bereits kastriert, geimpft und gechipt. Er hat im Shelter gelernt, an der Leine zu laufen und freut sich immer auf einen kleinen Spaziergang. Mit den anderen Hunden versteht Tigrasha sich gut, geht Streitereien aus dem Weg. Ob er mit Katzen verträglich ist, kann leider im Shelter nicht getestet werden. Dem Menschen gegenüber ist Tigrasha stets freundlich und aufgeschlossen, braucht aber natürlich eine gewisse Zeit um Vertrauen zu fassen. Aufgrund seines höheren Alters sollten in seinem neuen Zuhause keine kleinen Kinder leben, ein freundlicher Artgenosse wäre aber für den umgänglichen und friedliebenden Tigrasha sehr schön.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für Tigrasha ausschließlich eine Endstelle suchen.

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
30.09.2024, 13.28 | (0/0) Kommentare | PL
ICH PERSÖNLICH FINDE JA... NOLIK WUNDERSCHÖN!

Wer das Besondere sucht,
wird von
diesem liebenswerten Hundemann begeistert sein!
NOLIK
Rüde
55 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2013
Zwingernummer: C 60
Körbchen für immer gesucht
Nolik wurde im Frühjahr 2015 als Fundtier von Hundefängern ins Shelter eingeliefert. Vielleicht gehörte er zu jemandem, der ihn vor die Tür setzte, als er ihn nicht mehr gebrauchen konnte; oder er kam auf der Straße zur Welt und schlug sich dort irgendwie durch, bis er den Hundefängern in die Schlinge ging. Seitdem sitzt er in seinem spartanischen Gefängnis, eingesperrt auf wenigen Quadratmetern mit weiteren Leidensgefährten und wartet. Er hat ja sonst nichts zu tun. Dabei ist Nolik mit seinen acht Jahren immer noch ein äußerst aktiver Hund, der es liebt sich zu bewegen und zu spielen. Aber mehr als aufstehen, sich um die eigene Achse drehen und wieder hinlegen lässt der enge Zwinger nicht zu.

Umso mehr genießt der gesellige Rüde die wertvollen Augenblicke, die er einmal in der Woche mit den freiwilligen Betreuern verbringen darf. Dann tanzt er um sie herum, wirft sich vor ihnen auf den Rücken, lässt sich hingebungsvoll den Bauch kraulen, verteilt großzügig mehr oder weniger feuchte Hundeküsschen und ist zu jedem Spaß bereit. Wenn die kurze Stunde vorüber ist, trottet er mit gesenktem Kopf zurück in seine Zelle, legt sich nieder, bettet den Kopf auf seine Pfoten und wartet weiter.



Der anhängliche Hundejunge mit der aparten Fellzeichnung und dem lieben Gesicht wurde sogar schon auf einer öffentlichen Tierschutzveranstaltung in Moskau vorgestellt. Man war allgemein entzückt von dem freundlichen Blonden, jedoch wollte ihn leider niemand adoptieren. Möglicherweise liegt das an seinem kleinen Schönheitsfehler, einem leichten Unterbiss, den er vermutlich einem harten Schlag oder derben Fußtritt verdankt.


Ich persönlich finde ja, genau das verleiht ihm etwas Einzigartiges und Apartes. Überhaupt passen Hunde wie Nolik haargenau in mein Beuteschema, und ich würde ihn am liebsten vom Fleck weg adoptieren. Nur würde unser uralter Woody keinen Neuzugang mehr dulden und wir täten niemandem einen Gefallen, wollten wir es um jeden Preis versuchen.
Wenn auch Sie Noliks besonderem
Charme erliegen und ihm gern ein Körbchen auf Lebenszeit schenken möchten, dann
wenden Sie sich bitte an uns. Vielen, lieben Dank!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
01.08.2024, 19.17 | (0/0) Kommentare | PL
MEINE VIER KINDER
Heute wurden meine vier Kinder
getötet.
Mein Name ist Luna, und bis vor kurzem lebte ich in einem Haus und hatte einen Besitzer, der sich um mich gekümmert hat und mich liebte, aber all das hat sich geändert, als ich schwanger wurde.
Mein Besitzer hat mich verlassen, seitdem lebe ich allein auf der Straße.
Vor ein paar Monaten bekam ich meine Kinder und alles begann schwieriger zu werden. Jetzt musste ich nicht nur für mich, sondern auch für sie Essen im Müll suchen.
Ich erinnere mich, dass ich kaum gegessen und alles meinen Jungen gegeben habe. Ich erinnere mich auch daran, wie die Menschen mich verprügelten, als ich versuchte, mich mit meinen vier Kindern in ihrer Nähe schlafen zu legen.
Der einzige glückliche Moment des Tages war, als wir alle zusammen in einem Park in der Nähe des Hauses spielten, in dem ich früher lebte. Es gab sogar Zeiten, in denen ich meinen ehemaligen Besitzer sah; aber als ich versuchte, ihm näher zu kommen, um ihn zu begrüßen, hat er geschrien und mich getreten.
Alles war sehr schwierig, aber nichts verglichen mit heute.
Denn heute kam ein Mensch, und als wir schliefen, fing er an uns zu schlagen. Ich begann zu bellen und diesen Menschen zu beißen, aber trotz allem konnte ich nichts tun - dieses Monster hat meine vier Kinder getötet.
Und dieses Monster war mein ehemaliger Besitzer!
Meine Kinder sind jetzt tot wegen eines Menschen, der mich verlassen hat, nachdem ich schwanger wurde.
Warum hat er mich geschlagen? War ich vielleicht eine schlechte Mutter?
Ich verstehe gar nichts.
Ich habe nur all die Liebe gegeben, die ich hatte. Was habe ich falsch gemacht?
Wenn Sie es bis zum Ende dieses
Textes geschafft haben, bitte ich Sie nur um eines:
Teilen Sie diesen Beitrag mit möglichst vielen Menschen,
um allen streunenden und verlassenen Tieren auf unserem Planeten, die gerade
misshandelt werden, eine Stimme zu geben. Wir müssen ein neues Bewusstsein
schaffen.
DANKE!
19.01.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL
GLÜCK - UNGLÜCK ODER: GLÜCK IM UNGLÜCK? MONYA

MONYA
Hündin
45 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
Zwingernummer: B 219
sucht ein Zuhause auf Lebenszeit
MONYA wurde 2014 in ein Leben hinein geboren,
das im Grunde keinen Platz für sie hatte. Da gab es niemanden, der sich über
ihre Ankunft gefreut, anständiges Futter und ein weiches Bettchen für sie
bereitgehalten – sie vor allem aber mit Liebe und Fürsorge umgeben hätte.
Stattdessen musste sich das Welplein allein in der großen, kalten,
gleichgültigen Welt zurechtfinden und irgendwie durchschlagen. Es dauerte
jedoch nicht lange, da schrumpfte diese Welt zusammen: Das winzige Hundekind
wurde eingefangen und im Oktober ihres Geburtsjahres ins Shelter Kozhuhovo
gebracht.
Glück oder Unglück? Wir meinen, es war von beidem ein bisschen. Zwar blieb die Welt für Monya weiterhin gleichgültig und kalt; in dem riesigen Tierheim (welches den Namen kaum verdient) interessiert sich keiner für das Schicksal eines einzelnen Hündchens. Aber zu ihrem Glück zog Monya noch vor Winterbeginn in das Shelter ein. Denn russische Winter sind nicht nur bitterkalt, sie dehnen sich auch endlos lang. Monya hätte diese unbarmherzige Jahreszeit, im Freien auf sich selbst gestellt, niemals überlebt.

So befand sie sich sie vorerst in Sicherheit
– und bestimmt würde schon bald ein schönes Zuhause für sie gefunden werden, süß
und niedlich, wie sie war! Jedoch leider weit gefehlt. Menschen gingen an ihrem
Zwinger vorbei, aber niemand schenkte ihr Beachtung oder würdigte sie gar eines
zweiten Blickes. Monya gehört mit ihren kurzen Beinchen zu den eher kleinen
Hunden im Shelter; das macht es für sie noch schwieriger, gesehen zu werden. In
der Masse der meist viel größeren Hunde geht sie schlicht und einfach unter,
und so sitzt sie noch immer wartend und traurig hinter Gittern.
Dabei hat Monya sich im Laufe der Zeit zu einer durchaus hübschen, vor allem aber äußerst lieben und freundlichen Hündin entwickelt, die den Menschen sehr zugetan ist. Sie zeigt sich aufgeschlossen und lernwillig und ist eine der wenigen im Shelter, die mit einem Ball oder anderem, von den Betreuern spendierten Hundespielzeug etwas anzufangen wissen. Halsband und Geschirr hat sie bereits kennengelernt und läuft bei kurzen Spaziergängen auf dem Sheltergelände artig an der Leine. Auch ihren Artgenossen gegenüber zeigt sie sich kameradschaftlich und nutzt die wenige Zeit im Freilauf zu ausgiebigem Toben und Spielen.

Manchmal bringen die Freiwilligen sogar ihre
Kinder mit ins Shelter. Das finde ich persönlich ganz besonders schön; denn in
einem Land, in welchem die Tiere generell auf der Werteskala zuunterst stehen und Hunde höchstens als
schmückendes Accessoire etwas gelten (allerdings nur, solange sie klein und
niedlich sind) – in einem solchen Land ist es so wichtig, der nächsten
Generation ein Gefühl dafür zu vermitteln, dass auch die Tiere eine Seele
haben, Schmerz und Freude empfinden wie wir und unser Leben um vieles
bereichern können. Nur wenn das gelingt, wird sich irgendwann vielleicht für
unsere tierischen Brüder und Schwestern etwas zum Besseren hin verändern.
Die zutrauliche Monya freut sich jedes Mal
wie eine Schneekönigin über den Besuch der Kinder. Sie lässt sich gern von
ihnen streicheln, tollt mit ihnen herum und nimmt die mitgebrachten Leckerchen
stets äußerst behutsam und vorsichtig aus den kleinen Händen entgegen.
Liebe, kleine Monya! Mit 7 Jahren bist Du
immer noch jung genug, um all das zu lernen, was ein Hund wissen und können
sollte, was Dir jedoch bisher verschlossen blieb. Ich wünsche Dir innigst, dass
Dich schon bald die Glücksfee küsst und Du entdeckt wirst von netten Menschen,
die Deinen goldenen Charakter zu schätzen wissen, die in Dir ihren Traumhund
sehen und Dich in ihrem Leben willkommen heißen!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
17.01.2024, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL
ZART WIE BABYPUDER! PUDRA

PUDRA
Hündin
60 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
Zwingernummer: C 81
Anfang 2016 war es, als Pudra das erste Mal von den freiwilligen Helfern im Shelter Kozhuhovo gesehen wurde. Wie lange sie bis dahin unbeachtet dort gesessen hat, lässt sich nicht genau sagen. Vermutlich hielt sie sich die ganze Zeit über in der winzigen Holzhütte versteckt, um sich vor möglichen Attacken durch ihre verzweifelten Zwingergefährten oder vor Schlägen seitens der Arbeiter zu schützen, die leider nicht immer tierlieb sind. Es ist ja auch kein besonders angenehmer Job, dazu noch mehr als schlecht bezahlt. Da wird der aufgestaute Frust gern einmal an den Hunden ausgelassen, die am allerwenigsten dafürkönnen.

Auch die freundliche, den Menschen und ihren eigenen Artgenossen gegenüber ausgesprochen friedfertige Pudra hat nie das Geringste falsch gemacht. Jedoch weil sie sich so lange im Verborgenen gehalten hat, fiel sie vorher niemandem auf; weder den Freiwilligen, noch den seltenen russischen Besuchern, die sich nur ab und zu in die unwirkliche Welt des Shelters verirren. Bis heute blieb keiner je an Pudras Zwinger stehen und sah den wehmütigen Blick in ihren Augen. Dabei finde ich sie einfach zauberhaft. Sie hat so etwas Liebes und Rührendes in ihrer Haltung und ihrem Blick.
Und während
ich dies hier schreibe, laufen mir die Tränen übers Gesicht vor Kummer, weil
ich sie nicht selbst adoptieren kann. Aber wir haben immer noch acht
Tierschutzhunde – drei davon aus dem Shelter Kozhuhovo (Wendy, unsere große Schwarze, war die vierte im Bunde), die anderen fünf aus
rumänischen Todeslagern – mehr gehen zurzeit beim besten Willen nicht, weil unser alter Woody langsam ein bisschen wunderlich wird und keinen Neuankömmling mehr dulden würde.

Trotz aller Widrigkeiten und ihres harten Lebens hat sich Pudra ihre Fröhlichkeit noch nicht nehmen lassen. Sie ist bescheidenes, genügsames Hundmädchen, welches die menschliche Nähe sucht und sich über jede noch so kleine Aufmerksamkeit freut. Pudra liebt Spaziergänge, läuft dabei brav an der Leine und vermeidet grundsätzlich jeden Konflikt. Daher darf in ihrem neuen Zuhause gern bereits ein netter Hundekumpel – oder mehrere – leben, die ihr dabei helfen, sich einzuleben und zurechtzufinden. Ob sie sich auch mit Katzen vertragen würde, können wir allerdings nicht mit Gewissheit sagen.

Liebe Pudra, vielleicht gelingt es mir, auf
diesem Wege Dein Für-immer-Zuhause zu finden bei herzensguten Menschen, die wie
ich in Dir eine echte Traumhündin sehen, die Dir ein Hundeleben bieten, welches
diesen Namen verdient und die Dich nie wieder hergeben möchten!

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11.01.2024, 19.48 | (0/0) Kommentare | PL
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| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.



