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Tag: wachsam

RADELON - DEN REST SEINES LEBENS IN GEBORGENHEIT


RADELON

 Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 65 cm


Geboren 2017, irgendwo in Italien. 2019 wurde Radelon das Opfer eines Autounfalls. Die rechte Vorderpfote war gebrochen, es folgten ein Klinikaufenthalt, eine Operation und die Amputation zweier Zehen. Danach ging es ohne Umwege ins Canile – in ein Hundegefängnis, aus dem kaum einer entkommt. Für einen versehrten Hund wie Radelon waren die Aussichten von Anfang an besonders schlecht.



Dann kamen sieben zähe Jahre, in denen sich fast nichts veränderte. Mehr als 2.500 Tage und Nächte hinter Mauern und Gittern. Das ist die kurze Geschichte unseres großen Radelon. Denn groß ist er nicht nur von seiner Statur her. Radelon ist auch ein großer Charakter. Trotz aller Widrigkeiten und trotz seiner Einschränkung ist er ein lieber, geselliger und gutmütiger Rüde geblieben.



Im Oktober 2026 ist Radelon fast zehn Jahre alt und hat seit sieben Jahren kaum etwas von der Welt gesehen. Seine wechselnden Mitbewohner – Rüden und Hündinnen gleichermaßen – bringen ein wenig Abwechslung in seinen trostlosen Alltag. Radelon scheint einer dieser Hunde zu sein, die sich mit vielem arrangieren und mit anderen Hunden gut zurechtkommen. Einer, der Konflikten lieber aus dem Weg geht und eine erstaunliche Ruhe ausstrahlt.


Als Maremmano bringt er Eigenschaften mit, die ihn ursprünglich für ein Leben ganz anderer Art vorgesehen haben: Eigenständigkeit, Wachsamkeit und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Maremmanen wurden über Generationen dafür gezüchtet, Schafherden selbstständig zu begleiten und zu beschützen.



Für Radelon sind weite Felder und Schafherden heute allerdings eine Welt, die er nur aus weiter Ferne kennen kann. Und da ist noch seine Vorderpfote. Ihr Zustand macht ihn zu einem dringenden Notfall, denn wir können nicht ausschließen, dass er Schmerzen hat. Ob eine gründliche medizinische Untersuchung ihm Linderung verschaffen könnte, wissen wir leider nicht. Dort, wo Radelon seit Jahren eingesperrt lebt, interessiert sich niemand dafür, wie es ihm geht.



Die mit uns befreundeten Tierschützer durften Radelon im September 2026 zum ersten Mal besuchen. Sie haben erlebt, dass er trotz seiner Einschränkung neugierig und bewegungsfreudig geblieben ist. Er läuft auch recht gut an der Leine, interessiert sich für seine Umgebung und hätte die Wiese am liebsten gar nicht mehr verlassen.


Endlich Gras unter den Pfoten. Neue Gerüche, die seine Nase aufnehmen kann. Sonne auf dem Fell. Ein Knochen zum Kauen. Und vor allem: endlich einmal irgendwo sein dürfen, ohne Gitter vor der Nase – vielleicht würde Radelon genau das brauchen, um noch einmal ganz neu anzufangen. Dieser Wunsch ist im Moment noch ein Traum. Aber er muss keiner bleiben.



Wir suchen für Radelon ein ländlich gelegenes Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten. Seine neuen Halter sollten möglichst Erfahrung mit Herdenschutzhunden mitbringen oder bereit sein, sich auf die besonderen Eigenschaften eines Maremmanen einzulassen. Vor allem braucht Radelon Zeit, Geduld und Empathie – und jemanden, der versteht, dass ein Hund, der sieben Jahre lang kaum etwas anderes als seinen Zwinger gesehen hat, nicht innerhalb weniger Tage in ein völlig neues Leben findet.



Radelon hat lange ausgeharrt. Er hat sich seine Freundlichkeit bewahrt und trotz allem den Kontakt zu Menschen nicht verloren. Jetzt wäre es an der Zeit, dass er noch eine andere Seite seines Lebens kennenlernt: Eine mit Wiesen statt Beton. mit Sonne statt Gitterstäben und mit einem Zuhause, in dem er endlich erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.


Wenn Sie Radelon diese Chance geben möchten, setzen Sie sich bitte mit seiner Vermittlerin in Verbindung. Sie freut sich sehr auf Ihren Anruf.



Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 


Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200



aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200 


per EMail:

Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu


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Nickname 12.10.2026, 20.05 | (0/0) Kommentare | PL

DAIGLE – ES IST ZEIT FÜR WÜRDE


Daigle


Rasse: Maremmano Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 05/2016

Schulterhöhe: 64 cm


"Tauschen Sie den Rest Ihres Zögerns gegen den Rest meines Lebens!"


Das könnte der Leitspruch unseres Daigle sein, wenn er selbst mit seiner Bitte um ein schönes und würdiges Leben an Sie herantreten könnte. Genau darum geht es: Das Kostbarste, was Daigle noch besitzt, ist die Zeit, die ihm bleibt.


Wir wissen nicht, was er erlebt hat, bevor er im September 2024 in das trostlose Canile gebracht wurde. War es vorher besser? Oder – schwer vorstellbar, aber leider möglich – sogar noch schlechter? War es an einem anderen Ort das gleiche Dahinvegetieren?


All das hat Daigle den letzten Mut nicht genommen; das konnten die Tierschützer vor Ort feststellen. Anfangs erschien er sehr schüchtern, zeigte aber im Verlauf des Besuches reges Interesse an den Menschen und taute immer mehr auf. Anfassen ließ er sich, mochte es aber nicht, wenn man ihm zu forsch begegnete, und zog sich dann ein wenig zurück. Mit Rüden und Hündinnen lebt er friedlich zusammen in einer düsteren und dreckigen Box. Keine Unruhe, kein Ärger, keine Streitsucht – einfach nur ein Hund, der versucht, den Tag hinter sich zu bringen, ohne zusätzlich Energie zu verschwenden. Verträglichkeit ist bei ihm kein Etikett, sondern Alltag.



Daigle ist ein Rüde, der Vertrauen fassen und sich in einer Familie einleben kann. Einer, der noch vieles von dem zeigen wird, was heute hinter Gitterstäben verborgen bleibt. Denn ein Hund wird dort auf seine körperlichen Grundfunktionen reduziert – mit Ihrer Hilfe könnte Daigle diese Grenzen endlich hinter sich lassen.


Daigle ist ein Maremmano-Mischling, also ein Herdenschutzhund mit all den Eigenschaften, die diese besondere Rasse mitbringen kann: Wachsamkeit, Eigenständigkeit, Loyalität und manchmal auch eine verblüffende Neigung zur Clownerie. Welche dieser Wesenszüge bei Daigle besonders ausgeprägt sind, können wir nach dem Leben im Canile noch nicht sicher beurteilen.


Daigle ist zehn Jahre alt. Offiziell ist er damit ein Senior – inoffiziell ist er ein Hund, dem man viel zu lange zugemutet hat, still zu sein. Seit gut zwei Jahren lebt er im Lager. Das ist ein Zeitraum, der für einen jungen Hund nur verlorene Zeit bedeutet. Für einen Senior ist es etwas anderes: Es ist ein Zeitfenster, das immer schmaler wird. Das klingt nicht dramatisch. Die Wahrheit dahinter ist es trotzdem. Daigle hat nicht „irgendwann. Daigle hat „jetzt.



Und trotzdem wirkt er nicht wie ein Hund, der innerlich zerbrochen ist. Er wirkt eher wie einer, der sich seine Würde bewahrt hat. Ein Maremmano-Mischling, der nicht gelernt hat, sich nach vorne zu drängen, sondern sich zurückzunehmen, wenn es ihm zu viel wird. Ein Hund, der keine großen Forderungen stellt, weil er vermutlich nie erlebt hat, dass diese irgendetwas bewirken. Genau solche Hunde werden im Lager leicht übersehen: Sie sind leise, sie sind vorsichtig, sie funktionieren. Und sie verlieren dadurch oft am meisten.


Bei den Besuchen zeigt Daigle sich als das, was er ist: ein etwas schüchterner Hund. Aber – und das ist wichtig – er kann ohne Probleme gehandhabt und angefasst werden. Daigle ist kein Hund, der die Nähe sucht und dabei überschwänglich wird, aber er lässt sie zu. Er braucht Menschen, die verstehen, dass Respekt manchmal einfach bedeutet, nichts zu erzwingen. Nicht bedrängen, nicht forsch sein, nicht denken: „Jetzt musst du doch merken, dass wir nett sind. Sondern ruhig bleiben, verlässlich sein und ihm den Raum geben, von sich aus den nächsten Schritt zu wagen.



Eine Beobachtung stimmt uns gerade besonders traurig: Daigle hat nur geringe Muskelmasse an der Hinterhand. Man sieht an seinem Körper, was Lagerhaltung bedeutet. Nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Zu wenig Bewegung, zu wenig Boden unter den Pfoten, zu wenig Abwechslung – und irgendwann baut ein Körper ab, weil er nicht mehr gefordert wird. Seine Hinterhand ist schwach geworden. Sein Wille scheint es nicht zu sein. Mit einem passenden Zuhause, regelmäßigen Spaziergängen in kleinen Dosen, gutem Futter, Wärme und – wenn nötig – physiotherapeutischer Unterstützung kann man oft erstaunlich viel zurückholen. Vor allem, wenn man nicht wartet, bis es noch schwerer wird.


Daigle braucht Menschen, die ihm keine zweite Jugend versprechen müssen. Es reicht etwas viel Größeres: ein Leben, das seinem Wesen gerecht wird. Ein ruhiger Platz, gern ebenerdig oder mit wenigen Treppen, eine sichere Routine, freundliche Konsequenz und Zeit. Menschen, die einen Herdenschutzhund nicht verändern wollen, sondern ihn so annehmen, wie er ist: wachsam, sensibel, unabhängig – und, wenn man sein Vertrauen gewinnt, von beeindruckender Loyalität.



Vielleicht suchen Sie keinen Hund, der alles mitbringt, sondern einen, dem Sie noch etwas schenken können: Sicherheit, Respekt und ein Zuhause, das seinem Wesen gerecht wird. Dann könnte es sich für Sie lohnen, Daigle kennenzulernen.




Margot Wolfinger

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Nickname 04.08.2026, 14.25 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.






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