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Tag: vorsichtig
FREDRIK - EIN ENDE KANN EIN ANFANG SEIN

Fredrik
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08/2021
Schulterhöhe: 68 cm
Sie sitzen da, als trügen sie die Last der ganzen Welt auf ihren Schultern.
Bitte, liebe Leserinnen und Leser, verstehen Sie mich nicht falsch: Alle Hunde in diesen Lagern leiden unter den grausamen Bedingungen, die ihnen zugemutet werden. Dennoch scheinen manche es noch viel schwerer zu haben als andere.

Es ist eingetreten, was wir befürchtet hatten.
Vielleicht erinnern Sie sich an Fredrik und seinen Bruder Folquet. Zwei Hunde, die unzertrennlich schienen. Fredrik war immer der Zurückhaltendere, der Unsicherere. Er orientierte sich an seinem Bruder, folgte ihm auf Schritt und Tritt. Deshalb hatten wir uns so sehr ein gemeinsames Zuhause für beide gewünscht. Wir wussten nicht, ob Fredrik eine Trennung verkraften würde.


Doch das Canile nimmt auf solche Bindungen keine Rücksicht. Fredrik wurde in einen anderen Zwinger umgesetzt. Weg von Folquet, hinein zu Bailoch und Eskie – zwei Hunden, die ihm zunächst völlig fremd waren. Und während wir diese Zeilen schreiben, lebt Fredrik nun ohne den Bruder, an dem er sich so lange orientiert hat.
Wir hatten befürchtet, dass ihn diese Veränderung aus der Bahn werfen würde. Doch Fredrik überrascht uns.

Ja, er ist noch immer vorsichtig. Er weicht zurück, wenn ihm etwas zu schnell geht. Menschen begegnet er weiterhin mit Zurückhaltung. Aber unsere Tierschützer berichten auch etwas anderes: Fredrik lässt sich problemlos anfassen. Er erträgt Nähe nicht nur, er lässt sie zu. Vielleicht hat er begriffen, dass er seinen Weg nun ohne Folquet gehen muss.

Heute lebt er mit Bailoch zusammen. Zwei Fremde auf viel zu engem Raum. Fredrik hat sich mit seiner neuen Situation arrangiert und kommt zurecht. Doch das Canile ist kein Ort zum Leben. Es bleibt ein Gefängnis, ohne eigene Menschen, ohne Geborgenheit, ohne Zukunft.


Fredrik ist ein fünf Jahre alter wunderschöner Maremmano-Mischling. Eigentlich sollte er das Leben führen, für das Herdenschutzhunde wie er geschaffen wurden: an der Seite seiner Menschen, mit einer Aufgabe, die ihm wichtig ist. Er sollte seine angeborene Eigenständigkeit bewahren dürfen und sich dennoch eng mit seiner Familie verbunden fühlen. Er sollte beschützen dürfen, wenn es nötig ist und lernen, dass es in einem liebevollen Zuhause oft gar nichts zu bewachen gibt. Kurz gesagt: Fredrik sucht Menschen, die einen Herdenschutzhund nicht verändern wollen, sondern ihn mit seinen rassetypischen Eigenschaften annehmen und lieben.


Damals haben wir darum gebeten, Fredrik und Folquet gemeinsam aufzunehmen. Heute bitten wir um etwas anderes:
Schenken Sie Fredrik die Chance auf einen Neuanfang, damit seine Vergangenheit nicht sein gesamtes Leben bestimmt. Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
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Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
05.08.2026, 16.15 | (0/0) Kommentare | PL
RHINO - UNTERGEHEN BEGINNT, WO NIEMAND HINSCHAUT

RHINO
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10.2016
Schulterhöhe: 57 cm
…und Untergehen passiert nicht laut. Es gibt keinen Moment, in dem plötzlich alles kippt; kein großes Zeichen, kein „Jetzt ist es soweit. Es passiert langsam und leise.

Schwarze Hunde haben es oft besonders schwer, selbst in deutschen Tierheimen. Und ein schwarzer Hund im Ausland hat fast gar keine Aussicht auf eine Vermittlung - es sei denn, er bekommt die Chance seines Lebens und darf sich einmal kurz vorstellen.

Genauso ein schwarzer Hund bist du, Rhino: Einzigartig mit deinem weißen
Lätzchen und den weißen Pfötchen; besonders, so wie jeder Hund.

Vor
zweieinhalb Jahren warst du es, der so gern dazugehören wollte; der mit großen,
freundlichen Augen erwartungsvoll geschaut hat, als würde gleich etwas Wunderschönes
beginnen und der die Gelegenheit, einmal seinem Zwinger entrinnen zu dürfen,
beim Schopf ergriffen hat - nicht zögernd und vorsichtig, sondern begeistert
und voller Interesse an den Menschen, die da plötzlich vor ihm standen. Du bist
noch immer dieser Hund, man muss inzwischen nur genauer hinschauen, um es zu
erkennen.

Denn die
Zeit ist nicht spurlos an dir vorbeigegangen. Sie hat sich in dich
eingeschrieben: in deine Haut, die inzwischen sichtbar leidet, in die wunden
Stellen, in dein Fell, das nicht mehr so unbeschwert wirkt, in deine gereizten
Augen. Zu allem Überfluss bist du Leishmaniose positiv. Diese Krankheit ist
nicht heil-, aber sie ist behandelbar. Inzwischen ist sie nicht mehr zu
übersehen, sie zeigt sich offen, deutlich, ungeschönt - als hätte das Leid beschlossen,
aus dem Verborgenen ins Außen zu treten.

Und nun
passiert auch dir, was so vielen wie dir passiert: Man sieht einfach weg. Ganz
leise bist du nach hinten gerutscht, bist nicht mehr der lustige Schwarze vorn,
nur noch der Kranke in der letzten Reihe, bis irgendwann keiner mehr hinsieht.
Nicht
etwa, weil du kein guter Hund oder sogar schwierig bist, aber du brauchst
inzwischen eben etwas mehr. Dabei hat sich dein liebes Wesen kein bisschen
verändert, worüber wir unter den traurigen Umständen nur staunen können.

Immer
noch liebst du uns Menschen, genießt unsere Nähe und lehnst dich an, so als
hättest du nicht verlernt, wie wohl liebevolle Brührung tut. Du magst Katzen
und wenn man dich an die Leine nimmt, läufst du mit, orientierst dich und
folgst, als wolltest du uns sagen: Schaut her, ich bin immer noch da, mache
noch mit.
Lieber
Rhino, du gehst nicht unter, weil du dich aufgegeben hast. Du bist dabei
unterzugehen, weil du schlicht übersehen wirst. Ein schwarzer Hund i einem
ausländischen Tierasyl und obendrein auch noch krank. Es ist, als würde sich
alles still gegen dich wenden, als würden sich all die Gründe stapeln, die
dafür sorgen, dass dich niemand wählt.

Und genau
jetzt ist der entscheidende Moment, in dem sich erweist, ob dein Licht weiter
verblasst, oder ob dich endlich jemand sieht. Du brauchst kein Mitleid, aber einen
Menschen, der bereit ist, dich auch medizinisch zu begleiten. Wenn schnell
genug gehandelt wird, reicht in Fällen wie deinem schon eine einfache tägliche,
gut verträgliche und kostengünstige Tablettengabe. Und es sollte jemand sein,
der versteht, dass du immer noch derselbe Hund bist, der damals so gern
dazugehören wollte, es immer noch will, wenn man dir nur eine Chance gibt.

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund: Wenn Sie bis hierher gelesen haben, dann haben Sie Rhino bereits gesehen. Bitte, gehen Sie jetzt nicht einfach weiter. Melden Sie sich bei seiner Vermittlerin, oder helfen Sie ihm, gesehen zu werden, indem Sie anderen von ihm erzählen und seine Geschichte möglichst weit verbreiten. Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
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21.07.2026, 19.38 | (0/0) Kommentare | PL
HARIBO - DAS MÄRCHEN VOM KLEINEN HELDEN MIT DER ZERBROCHENEN KETTE: ZUHAUSE ANGEKOMMEN!

Haribo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren:12.2018
Schulterhöhe: 40 cm


Leider fürchtete Haribo sich sehr vor Gewitter. Als der Donner das erste Mal über ihm krachte, floh er angsterfüllt aus dem Garten. Man fing ihn wieder ein und legte den kleinen Kerl an eine Kette. Sie hielt ihn fest, wo er doch Schutz gebraucht hätte. Monate verbrachte er so angebunden; ein Hund, der zuvor im Haus gelebt hatte, der Nähe, Stimmen und Bewegung kannte. Nun stand er still, Tag für Tag und Nacht für Nacht; so lange, bis Stress und Einsamkeit so unerträglich wurden, dass das zierliche Hündchen versuchte, die Kette durchzubeißen. Seine Zähnchen sind heute fast vollständig abgeschliffen; ein trauriges Andenken an die Zeit, als niemand sich seiner erbarmte und keiner kam, um ihn zu befreien. Er verlor in diesen Monaten zwar nicht sein freundliches Wesen, nicht seine Freundlichkeit, aber er verlor etwas anderes: das Gefühl von Sicherheit und das Vertrauen in uns Menschen.


Irgendwann fiel ein kleines bisschen Sternenstaub auf das Häufchen Unglück; gerade genug, um jemandem den Weg zu dem armen, angeketteten Kerlchen zu zeigen. Haribo durfte gehen, aber sein Weg war kein gerader. Er führte ihn zunächst in eine Pension, dann auf eine Pflegestelle, die ihn eigentlich behalten wollte - und dann doch wieder Abschied und wieder kein Zuhause. Trotz allem ist Haribo geblieben, wer er immer war: ein anhänglicher Hund, der Nähe sucht und sich an seine(n) Menschen binden möchte, der aber gelernt hat, vorsichtig zu sein. Er ordnet sich unter, nimmt den Maulkorb beim Tierarzt hin und lässt doch erkennen, wie sehr ihn die Einsamkeit geprägt hat. Mit anderen Hunden versteht Haribo sich grundsätzlich gut, egal ob, Rüde oder Hündin, ob groß oder klein. Er läuft brav an der Leine, hat eine hübsche, lange Rute und noch etwas, das man ihm nie nehmen konnte: seine Lebensfreude und seinen Spaß am Autofahren.


Nun
wartet das Märchen vom kleinen Hund Haribo noch auf sein glückliches Ende; mit
einem Menschen, der ihn nicht wieder ankettet, ihm aber das Vertrauen zurückgibt
und seine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit stillt.

Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für unseren Haribo sein? Dann melden Sie sich bitte möglichst schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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07.06.2026, 19.16 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

