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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: und

MARHERITO - AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT



Margherito


Rasse: Owtscharka Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2016

Schulterhöhe: 72 cm


Acht Jahre, so lange sitzt du schon hinter Gittern. Acht Jahre, in denen die Sonne für dich nur als Lichtstreifen durch Gitterstäbe scheint, jeder Tag nach schmutzigem Beton riecht und jede Nacht nach Einsamkeit. Acht endlose Jahre in einer Einzelzelle ohne Beschäftigung, ohne Auslauf, ohne menschliche Nähe, die länger dauert, als nötig ist, um dir hin und wieder einen Napf mit Futter durch die Zwingertür zu schieben.


Als du ins Hundelager kamst, warst du ein Jahr alt - ein junger, hoffnungsvoller Rüde, der neugierig war auf die Welt; der toben spielen und lernen wollte. Stattdessen bekamst du ein Leben, das keines ist mit einem Alltag, der außer Warten nichts zu bieten hat.




Du bist ist kein schwieriger Hund, im Gegenteil: Wenn unsere Tierschützer dich zwei-, dreimal im Jahr kurz besuchen dürfen, stehst du ruhig da, aufmerksam mit wachem Blick und einer Gelassenheit, die fast körperlich schmerzt. Du lässt dich berühren, an die Leine nehmen und, sogar lenken, so als hättest du längst verstanden, dass Widerstand zwecklos ist. Du vertraust, obwohl du allen Grund hättest, es nicht mehr zu tun.




Deine Ohren und dein Schwanz sind beschnitten - schmerzhafte Spuren einer unbarmherzigen Entscheidung, die Menschen über dich getroffen haben; vielleicht, um duch furchterregend und wehrhaft wirken oder einfach nur stark erscheinen zu lassen. Dabei hat dir die Welt nicht zuwenig Stärke, sondern zuwenig Freiheit gegeben.


Manchmal begegnest du anderen Hunden und egal, ob Rüden, Hündinnen, es gibt nie irgendwelche Probleme. Nur wenn Futter im Spiel ist, zeigst du, dass du noch etwas verteidigst: dein armseliges Fressen, das Wenige und Einzige, das dir geblieben ist.





Du bist freundlich zu Menschen und neugierig, ohne dabei aufdringlich zu werden; selbstbewusst genug, um mit neuen Situationen umzugehen, dabei so bescheiden, dass man spürt, wie sehr du dich anpasst - einfach, um zu überleben. 




Und während draußen die Jahreszeiten wechseln, sitzt du dort, wo nichts sich verändert. Du spürst kein Gras unter deinen Pfoten, keinen Wind, der dir durchs Fell fährt; eben nichts, das dich wirklich berührt. Vielleicht ist das das Schlimmste an deiner Geschichte: Nicht, dass du vergessen wurdest, sondern dass du es weißt und gelernt hast, still zu warten, während die Welt an dir vorübergeht.

Du hast nichts falsch gemacht, aber Menschen haben dir alles genommen, was ein Hund braucht, um wirklich Hund zu sein. Nun suchen wir für dich jemanden, der dir etwas zurückgibt.



Liebe Leserin, lieber Leser! Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für Marherito sein? Dann geben Sie ihm eine - Ihre - Stimme und rufen Sie seine Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!



PS: Unter  www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/herdenschutzhunde finden Sie wichtige Informationen zu Herdenschutzhunden. Und selbstverständlich können Sie sich bei Fragen jederzeit an uns wenden. 


Margot Wolfinger

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Nickname 23.10.2026, 19.04 | (0/0) Kommentare | PL

KIRO - JOKER 2. CHANCE?!



Kiro


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2018

Schulterhöhe: 45 cm


Zweifellos gibt es unendlich viele traurige Geschichten rund um unsere Schützlinge. Und natürlich kann man sich fragen, welche von ihnen am ärmsten dran sind: diejenigen, die nie etwas hatten, oder doch jene, die alles verloren haben?

Mit unserem kleinen Kiro möchten wir Ihnen ein „Alles-verloren-Exemplar vorstellen. Er hatte eine Familie, ein Zuhause mit Menschen an seiner Seite, die ihn von einem Moment zum anderen im Stich gelassen haben. Was für ein Schock muss es für den sensiblen Rüden gewesen sein, als er sich plötzlich in Lucianas Waldtierheim wiederfand? Sein Verhalten seit diesem Bruch in seinem Leben lässt uns erahnen, wie es dem süßen Kerl seither geht: Er versteht die Welt nicht mehr, ist unsicher und schlichtweg völlig verlassen.





Zurzeit sucht Kiro in dieser traurigen Situation sein Heil noch darin, fremde Menschen erst einmal auf Abstand zu halten. Aber die Fotos und der kleine Film von ihm sprechen eine deutliche Sprache: Es ist keineswegs so, dass der liebe Rüde nicht will - er braucht nur ein bisschen Zeit.




Wir sind sicher, dass dieser Hundebub im besten Alter und von handlicher Größe alle Voraussetzungen mitbringt, um seine Menschen mühelos um die Pfote zu wickeln. Obendrein ist Kiro rundum verträglich mit seinen Artgenossen und versteht sich sogar mit Katzen. Diesen begegnet er unaufgeregt und ruhig, sodass ein Zusammenleben mit Samtpfoten gut vorstellbar ist. Nun braucht er nur noch die richtigen Zweibeiner: Verständnisvolle, geduldige Menschen, die ihn liebevoll den Trennungsschmerz vergessen lassen und mit ihm gemeinsam in ein neues, glückliches Leben starten.





Fühlen Sie sich angesprochen? Dann melden Sie sich doch bitte schnell bei Kiros Vermittlerin! Vielen, lieben Dank!



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Sabine Wojtok

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Nickname 21.10.2026, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL

HALCYON - WECK MICH, BEVOR DU GEHST



Halcyon


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.10.2024

Schulterhöhe: 45 cm



Hab keine Angst, lieber Halcyon. Durch irgendeinen unerklärlichen und grausamen Zauber bist du zu Deinem ersten Geburtstag in einen tiefen Schlaf gefallen und seitdem in einem Albtraum gefangen. Er handelt von einer engen, vergitterten Zellle, von weinenden und wimmernden Zellengenossen, von Kot und Urin auf nassem Beton, von Hoffnungslosigkeit, Schmerzen und Elend, wohin man schaut.



Du, ein bildhübscher Hundebub mit großen Augen, die ungläubig diesen Schrecken sehen - du wirst bald wieder aufwachen und dich in einer besseren Welt wiederfinden. Du wirst mit deinem treuen Blick und deiner lieben, sanftmütigen Art mühelos die Menschen bezaubern, die sich für dich entscheiden und alles dafür tun werden, dass deine (brutal von Menschenhand) verkürzte Rute wieder fröhlich wedelt, dass dein Mut, dich anzuschließen, zu suchen, mit viel Kuscheln und Streicheln belohnt wird. Du wirst endlich Futter bekommen, das richtig gut schmeckt und dich nicht nur mehr schlecht als recht notdürftig am Leben erhält. Du wirst spannende Spaziergänge unternehmen, dich behaglich in der Sonne räkeln und in einem richtigen Haus dein eigenes, weiches Bettchen haben, statt dich auf dem harten, rauen Beton deiner Zelle wundzuliegen.





Schon bald werden deine Menschen kommen und dich aus deinem Albtraum wecken. Sie werden deine Vermittlerin anrufen und die bösen Geister verjagen. Du wirst es ihnen mit all deiner Liebe und Anhänglichkeit danken!




Liebe Leserinnen, liebe Leser! Was wir hier beschrieben haben, ist das, was wir sehen, wenn wir die wenigen Fotos und Videos aus dem Hundelager bekommen. Auch wir denken dann, das alles kann doch nur ein böser Traum sein. Leider ist es die traurige Wirklichkeit in den italienischen Hundegefängnisssen.


Abschließend möchten wir Ihnen kurz schildern, was wir über Halcyon wissen: Er teilt sich seine kleine Box friedlich mit weiteren Rüden und Hündinnen. Anfangs wirkt er wie ein kleiner, verstörter Hund mit angstvoll aufgerissenen Augen, der ganz still sitzenbleibt, um nur ja nicht aufzufallen. Aber wenn man freundlich mit ihm spricht und er merkt, dass man ihm nichts Böses will, beruhigt er sich schnell und sucht von sich aus den Kontakt zu uns Menschen. Er kann schon an der Leine laufen und vertraut den Menschen, wenn er sie erst ein bisschen näher kennt.



Sabine Wojtok

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Nickname 20.10.2026, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL

PLUTO - BERUFSWUNSCH: GLÜCKSPILZ



Pluto

Rasse: Rauhaar Segugio

Geschlecht: Rüde

Geboren: 05.2022

Schulterhöhe: 50 cm




Neulich bei der Berufsberatung: 


Berater: "Hmm, Herr Pluto, Sie möchten sich also beruflich verändern?"


Pluto: "Ja, die Jägerei sagt mir nicht so sehr zu. Ich mag noch nicht einmal hinter Katzen herjagen!"


Berater: "Oh, da sollten Sie wirklich umsatteln! Welche Fähigkeiten bringen Sie denn mit?"


Pluto: "Ich bin freundlich, umgänglich und vertrage mich gut mit meinen Artgenossen. Auch mag ich die Menschen recht gern."


Berater: "Wie wäre es mit einer Umschulung zum Glückspilz? Sie müssten nur einige Regeln für das Zusammenleben mit Zweibeinern lernen. Ganz wichtig ist es zum Beispiel, nicht am Tisch zu betteln, nicht ohne Erlaubnis aufs Sofa zu springen und auch keine halbgefressenen Kauknochen im Bett zu verstecken."


Pluto: "Das ist alles kein Problem! Ich bin eher ein ruhiger Vertreter meiner Rasse und habe mein jugendliches Ungestüm schon hinter mir. Außerdem lerne ich schnell. Allerdings habe ich da so eine Krankheit, die Leishmaniose heißt. Sie lässt sich aber wunderbar behandeln und man kann damit richtig alt werden."


Berater: "Ich bin sicher, Sie haben das Zeug zum Glückspilz und nehme Sie gern in unserer Fortbildungsprogramm auf."





Verehrte Leserinnen und Leser, der liebe Pluto hat es so sehr verdient, endlich auch einmal zu den Glückspilzen zu gehören. Er wurde stark abgemagert, übersät mit Wunden und entzündeten Hautstellen im italienischen Nirgendwo aufgefunden. Vermutlich hatte ihn sein Besitzer wegen fehlender Jagdtauglichkeit einfach lieblos ausgesetzt und einem qualvollen Tod überlassen. Zu allem Übel wurde Pluto, als er sich hilfesuchend an die Menschen der ländlichen Orte wandte, mit Fußtritten davongejagt. Nur eine mit uns befreundete Tierschützerin, die dort wohnt, erkannte seine Not und nahm ihn auf. Bei ihr bekommt Pluto nun ausreichend Futter und wird gegen seine Leishmaniose behandelt. Allerdings ist die Frau eine engagierte Einzelkämpferin, die Pluto zwar gut versorgt, aber kaum Zeit findet, ihn und die anderen bei ihr lebenden Hunde ausreichend zu bewegen und zu beschäftigen. So verbringt der sanfte, hübsche, zweifarbige Pluto seine Tage fast ausschließlich in einem Zwinger und sehnt sich nach einem eigenen Zuhause. 




Möchten Sie unserem liebenswerten Wuschel Pluto gern seinen innigsten Berufswunsch erfüllen? Als echter Glückspilz bei Ihnen leben zu dürfen, mit einem eigenen, warmen Körbchen, gutem Futter, fröhlichen Erlebnissen in der Natur und einer liebevoll streichelnden Hand? Dann rufen Sie bitte schnell Plutos Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!



Yvonne Beier

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Nickname 20.10.2026, 16.31 | (0/0) Kommentare | PL

CLYDE - ICH MÖCHTE LAUFEN, NICHT GETRAGEN WERDEN!


 

Clyde

Rasse: Chihuahua
Geschlecht: Rüde
Geboren: 04/2023
Schulterhöhe: 15 cm


Liebe Hundefreundinnen und -freunde auf der Suche nach einem neuen, vierpfotigen Gefährten!


Suchen Sie einen kleinen Schoßhund, einen Mini-Fluff, der locker in eine Handtasche passt und außer einem kurzen Ausflug vor die Tür (oder, noch praktischer, zum Katzenklo auf dem Balkon) nicht viel Aufwand macht? Dann empfehlen wir Ihnen dringend, stattdessen ein Plüschkissen in Hundeform zu kaufen und die Idee von einem lebenden Hund noch einmal gründlich zu überdenken.




Denn auch ein Chihuahua ist ein Hund. Und unser Clyde würde Ihnen das vermutlich ziemlich schnell und deutlich erklären.


Clyde hatte in seinem bisherigen Leben leider wenig Gelegenheit, Hund zu sein. Er und seine Freundin Bonny lebten bei einer psychisch kranken Frau, die die beiden immer wieder Welpen produzieren ließ, um diese anschließend zu verkaufen. Dieser Kreislauf ging jahrelang weiter. Nicht zuletzt deshalb, weil sich immer wieder Menschen fanden, die einen solchen kleinen und süßen Welpen kauften.




Irgendwann fiel schließlich doch jemandem auf, dass die Frau Hilfe brauchte und es ihren Hunden nicht gut ging. Unsere Hundefreundin Luciana wurde zu Hilfe gerufen und schaffte es schließlich, dass die Frau Clyde und Bonny übergab. So konnten die beiden Winzlinge in Lucianas Waldtierheim einziehen.


Dort hat Clyde ziemlich schnell gezeigt, dass noch jede Menge Leben in ihm steckt. Denn wer seine Fotos nur flüchtig betrachtet, könnte ohne Weiteres glauben, einen alten, halbblinden Hund vor sich zu haben. Aber von wegen! Clyde ist im April 2023 geboren und mit knapp dreieinhalb Jahren eigentlich noch ein junger Hund.




Dass er deutlich älter aussieht, als er ist, hat vermutlich mit seiner bisherigen Haltung zu tun. Auch seine auffälligen Augen dürften nicht ohne Grund so aussehen. Bei Chihuahuas können solche Veränderungen unter anderem mit Inzucht und den Folgen extremer Zucht zusammenhängen. Der ortsansässige Tierarzt hat allerdings festgestellt, dass Clyde normal sehen kann.


Und was macht ein junger Hund, wenn er plötzlich Platz und Freiheit bekommt? Genau: Er rennt los!


Clyde genießt seine neue Freiheit sichtlich, tobt auf der Wiese herum und zeigt, dass er trotz seiner geringen Größe durchaus Lust auf Bewegung und Abenteuer hat. Menschen mag er ebenfalls gern.




Chihuahuas sind nämlich keineswegs kleine Hunde, die man ausschließlich herumtragen sollte. Sie möchten spazieren gehen, die Welt erkunden, mit anderen Hunden unterwegs sein und natürlich auch das eine oder andere lernen. Eine Hundeschule kann deshalb auch für einen Chihuahua eine tolle Sache sein.


Zusammenfassend können wir über Clyde sagen:


a) In einer Handtasche herumgetragen werden möchte er vermutlich nicht – dafür läuft und rennt er viel zu gern.


b) Ein Opa ist er ebenfalls nicht. Er sieht nur ein bisschen zerzaust und mitgenommen aus.


c) Er ist ein Hund. Und als solcher hat er Bedürfnisse, die ernst genommen werden möchten.




Für den noch jungen Clyde wünschen wir uns Menschen, die genau das verstanden haben. Menschen, die für ihn sorgen, ihn lieben und respektieren, sich mit ihm beschäftigen und ihm zeigen, wie schön ein richtiges Hundeleben sein kann.


Denn auch bei Clyde sollte im Begriff "kleiner Hund" das Wort Hund keinesfalls übersehen werden.


Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie daran interessiert sind, Clydes erstes richtiges Zuhause zu werden und Sie beim Lesen des letzten Absatzes nichts grundlegend Neues gelernt haben, dann nutzen Sie Ihre Chance und rufen Sie Clydes Vermittlerin an.


Clyde freut sich auf Sie!



Sabine Wojtok

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Nickname 19.10.2026, 19.41 | (0/0) Kommentare | PL

BONNY - WANN DARF ICH ENDLICH HUND SEIN?


 

Bonny


Rasse: Chihuahua

Geschlecht: Hündin

Geboren: 02/2022

Schulterhöhe: 20 cm

 

Unsere kleine, kompakte Bonny ist noch nicht einmal fünf Jahre alt. Trotzdem hat sie vermutlich schon so viele Welpen zur Welt gebracht, wie es in ihrem bisherigen Leben überhaupt möglich gewesen sein dürfte. Denn Bonny und ihr Freund Clyde - ebenfalls ein Chihuahua, allerdings mit langem Fell - waren jahrelang nichts anderes als eine Art private Gelddruckmaschine.




Die beiden lebten bei einer psychisch kranken Frau, die sie immer wieder Welpen bekommen ließ. Diese wurden anschließend verkauft; vermutlich war das der Lebensunterhalt der Frau. Ob es ihr wichtig war, bei wem die Hundekinder landeten, darf bezweifelt werden. Hauptsache, es wurde bezahlt.


So funktioniert skrupellose Hundevermehrung. Und auch die sogenannte Welpenmafia kann nur deshalb weiterarbeiten, weil es Menschen gibt, die solche Hundebabies kaufen.


Im Sommer 2026 fiel schließlich doch jemandem auf, dass die Frau Hilfe brauchte und es ihren Hunden nicht gut ging. Unsere Hundefreundin Luciana wurde eingeschaltet und schaffte es tatsächlich, dass die Frau ihr Bonny und Clyde übergab. So konnten die beiden Winzlinge in Lucianas Waldtierheim einziehen.




Dort zeigt sich nun, dass Bonny trotz allem eine neugierige und aufgeweckte kleine Hündin geblieben ist. Allerdings haben die vergangenen Jahre ihren Tribut gefordert. Ähnlich wie Clyde, sieht auch sie etwas älter aus, als sie mit ihren rund viereinhalb Jahren ist. Die vielen Würfe und die damit verbundenen Strapazen haben ihre Spuren hinterlassen.


Ansonsten macht Bonny bei Luciana einen durchaus fitten Eindruck. Fremden begegnet sie zunächst vorsichtig und hält lieber ein wenig Abstand. Man weiß ja nie … Hat sie aber festgestellt, dass von ihrem Gegenüber keine Gefahr ausgeht, lässt sie sich problemlos anfassen. Und vermutlich wird sie, wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst hat, die Nähe ihres Menschen sehr genießen.




Denn Bonny ist nicht nur eine Mama. Sie ist ein junger Hund, der noch viel vom Leben vor sich hat. Und genau dieses Leben soll sie nun endlich kennenlernen dürfen.


Chihuahuas sind übrigens keineswegs dazu geschaffen, den ganzen Tag als kleines Accessoire auf dem Arm herumgetragen zu werden. Sie sind bewegungsfreudig, neugierig und oft erstaunlich temperamentvoll. Sie möchten spazierengehen, die Welt erkunden, Artgenossen treffen und natürlich auch das eine oder andere lernen. Eine Hundeschule darf für Chihuahuas deshalb genauso zum Leben gehören wie für ihre deutlich größeren Artgenossen.




Leider werden Chihuahuas aufgrund ihrer geringen Größe oftmals als Schoßhunde gehalten und in ihren Bedürfnissen unterschätzt. Bonny soll es anders haben. Wir wünschen uns für sie einen Menschen oder eine Familie, die ihr ein richtiges Chihuahua-Leben ermöglicht: mit Bewegung, Beschäftigung, Sicherheit, Zuwendung und ganz viel Zeit, um Vertrauen zu fassen.


Bonny soll endlich erleben, was es heißt, Hund sein zu dürfen – und dass man sie nicht braucht, um Geld mit ihr zu machen, sondern weil man sie als Freundin an seiner Seite haben möchte.




Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie Bonny zeigen möchten, wie schön ein solches Leben sein kann, dann packen Sie die Gelegenheit beim Schopf und rufen Sie Bonnys Vermittlerin an. Sie freut sich auf Ihren Anruf – und Bonny freut sich auf Sie!


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Nickname 19.10.2026, 19.41 | (0/0) Kommentare | PL

JACOBY - WÖRTER, DIE KEINER FINDET



JACOBY


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2021

Schulterhöhe: 60 cm


Tage, Stimmen. Immerzu und überall Stimmen. "Benny! Molly! Komm!" Jeden Tag hört man Wörter, die fliegen wie Leckerli durch die Luft, geworfen von lachenden Menschen, aufgefangen von fröhlich bellenden Hunden. Manche Namen werden mit Liebe ausgesprochen, viele mit Sehnsucht, andere einfach so.


Nur meiner fällt nie: Jacoby. Ich höre meinen Namen in der Stille. Ich fühle ihn, wenn alle anderen fort sind und ich allein in meinem Zwinger liege. Manchmal probiere ich ihn aus, ganz leise in Gedanken, und stelle mir vor, wie er in einer warmen Stimme klingt; wie es wäre, wenn jemand ihn laut ruft; nicht aus Versehen, sondern weil er wirklich mich meint.





Aber sie rufen, sie streicheln, sie adoptieren andere. Meine Schwester und meine Freunde durften gehen, sie durften diesen traurigen Ort verlassen, weil jemand sie beim Namen gerufen hat. Ich bin übriggeblieben, mit all den liebevollen Sätzen in meinem Herzen, die niemand je zu mir gesagt hat.


"Wart nur ab, Jacoby, irgendwann kommt auch dein Mensch, oder deine Familie und holt dich hier raus!" Das ist lange her. Ich habe gewartet, 365 Tage, 730 und inzwischen schon über 1500. Jeden einzelnen davon habe ich meinen Namen inwendig gespürt und ihn doch nie gehört. Ich weiß, wie die Jahreszeiten riechen und wie schwer Worte wiegen, wenn sie nicht ausgesprochen werden.


Ich bin freundlich und geduldig. Ich habe mich immer bemüht, möglichst unsichtbar und unauffällig zu sein, weil niemand nach mir ruft und nach mir verlangt. Vielleicht war das ein Fehler und ich habe deswegen keine Leine kennengelernt, weil ich nie dorthin durfte, wo ein Name mehr bedeutet würde als ein Eintrag in einer Liste.





Tage und Nächte vergehen, ich werde älter, schwerer und ruhiger. Meinen Alltag teilte ich lange mit Jontar und Betsy. Die beiden hatten Glück, sie durften in den Sicheren Hafen umziehen und warten dort auf ihre(n) Menschen. Ich blieb allein zurück. Wenn die Tierschützer mich alle paar Monate einmal für wenige Minuten besuchen kommen, spreche ich innerlich meinen Namen wie ein stilles Gebet. Manchmal glaube ich, die Sehnsucht hängt als Klang in der Luft, doch niemand nimmt sie wahr.


Was würde wohl passieren, wenn jemand an das Gitter käme, innehielte und meinen Namen sagte? Was könnte auf einmal in mir lebendig werden, wenn da draußen wirklich jemand wäre, der nicht einfach nur einen Hund sieht, sondern Jacoby ruft. Mich.


Vielleicht bist du das, liebe Leserin, lieber Leser. Vielleicht sprichst du am Ende das Wort aus, das mein Leben zum Leuchten bringt, fängst meinen Namen auf und heilst die Stille und Leere in mir und um mich herum.





Und wenn die Zeit reif ist, kann ich das allererste Mal hören, wie mein Name klingt: Jacoby.


Bitte ruf DU mich, damit ich endlich weiß, wie es sich anfühlt, einen Namen zu haben, kein Niemandshund mehr zu sein und nach Hause zu kommen.




Daniela Koenemann

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Nickname 16.10.2026, 16.22 | (0/0) Kommentare | PL

RAFEED -MÖGE DER KLEINE DRACHE DICH BESCHÜTZEN!


Rafeed


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 09/2021

Schulterhöhe: 43 cm


Oktober 2025 Rafeeds Blick wirkt noch immer ungläubig, als suche er verzweifelt eine Antwort auf die Frage: „Wo bin ich denn hier gelandet? Kein Wunder, denn unser hübscher, etwa vierjähriger Rüde sitzt erst seit Ende August 2025 in einem dieser großen, lauten und schrecklichen Hundegefängnisse.


Wie bei den meisten unserer Schützlinge kennen wir auch Rafeeds Vorgeschichte nicht. Im Gegensatz zu vielen anderen glauben wir allerdings, dass er noch vor gar nicht so langer Zeit ein Zuhause gehabt haben könnte. Sein schwarz schimmerndes Fell ist gepflegt, er wirkt gesund und gut versorgt, begegnet Menschen und Hunden freundlich und läuft ganz selbstverständlich an der Leine.




Dieser Eindruck wird auch durch den Bericht unserer Tierschützer bestätigt. Rafeed sei ein sehr lieber, gutmütiger Hund, der seinen Zwinger friedlich mit Rüden und Hündinnen teile. Anfangs habe er sich den fremden Besuchern gegenüber noch etwas zurückhaltend gezeigt. Doch schon nach kurzer Zeit habe die Neugier über die Vorsicht gesiegt. Er ließ sich streicheln und suchte vorsichtig den Kontakt. Die Tierschützer beschreiben ihn als ausgesprochen freundlichen und unkomplizierten Hund.


Mit seinen vier Jahren ist Rafeed im besten Hundealter: jung genug für spannende gemeinsame Erlebnisse, gleichzeitig aber längst kein ungestümer Halbstarker mehr. Dank seiner angenehmen Größe dürfte er sich problemlos in viele Lebenssituationen einfügen – ob bei Ausflügen, im Urlaub, oder sogar im Büro.




Vielleicht haben Sie beim zweiten Blick auf Rafeeds Fotos - außer seinen warmen, kastanienbraunen Augen und den kleinen weißen Zehen an seinen linken Pfoten - noch etwas entdeckt: die weiße Fellzeichnung auf seiner Brust. Mit etwas Fantasie erinnert sie an einen kleinen asiatischen Drachen, ein Symbol für Glück und Stärke. Möge dieser kleine Drache gut über Rafeed wachen. Glück und Schutz braucht er im Moment mehr denn je.


Möglicherweise sind gerade Sie der Mensch, auf den Rafeed wartet: Jemand, der ihm zeigt, dass sein Leben nicht hinter Gittern enden muss; der ihm Zeit gibt, in Ruhe anzukommen, alles kennenzulernen und Vertrauen zu fassen. Denn auch ein so freundlicher Hund wie Rafeed braucht nach seiner langen Reise und den Erfahrungen im Lager zunächst etwas Geduld und Verständnis. Dafür schenkt er Ihnen hoffentlich viele gemeinsame Jahre voller kleiner und großer Abenteuer.




Juli 2026 Als wir Rafeed das erste Mal in die Augen blickten, schien sein Blick nur eine einzige Frage zu kennen: „Wo bin ich hier gelandet? Damals wussten wir die Antwort. Er noch nicht.


Heute ist das anders. Heute weiß Rafeed vermutlich ganz genau, wo er ist und es gibt wohl kaum einen traurigeren Gedanken. Denn Hunde gewöhnen sich an fast alles. Selbst an Dinge, an die sich niemand gewöhnen sollte. An nackten Beton unter den Pfoten, an Gitter statt Türen. An den Lärm von Hunderten anderer Hunde, der nie ganz verstummt. An Tage, die alle gleich aussehen und an Menschen, die kommen, kurz stehen bleiben und ohne ein freundliches Wort wieder fortgehen.




Irgendwann wird selbst das Unvorstellbare zum Alltag. Genau davor haben wir immer Angst. Nicht nur davor, dass ein Hund in ein solches Lager kommt: sondern auch davor, dass er es irgendwann aufgibt, auf seine Freiheit zu warten. Dass er nicht mehr bei jedem Geräusch aufblickt, nicht mehr nach vorne kommt, weil er nicht mehr glaubt, dass einer der Menschen am Gitter vielleicht seinetwegen da sein könnte.




Doch so weit ist es bei Rafeed noch nicht. Noch kommt er nach vorne, wenn unsere Tierschützer ihn besuchen dürfen. Erst beobachtet er einen Augenblick; dann siegt seine Neugier über die Vorsicht und er wagt sich näher - ruhig, offen und ohne sich aufzudrängen. Fast so, als würde er jedes Mal all seinen Mut zusammensammeln und fragen: „Bist du vielleicht meinetwegen hier?




Und doch gehen auch die seltenen Besuche unserer Tierschützer irgendwann zu Ende.Das Tor schließt sich hinter ihnen und Rafeed bleibt zurück. Wieder einmal war niemand seinetwegen gekommen. Und wieder muss seine Hoffnung bis zum nächsten Besuch reichen.




Möglicherweise ist seine Fellfarbe schuld daran, dass Rafeed bisher kein Glück hatte. Schwarze Hunde werden besonders häufig übersehen. Nicht, weil ihnen etwas fehlt, sondern weil unser Blick oft zuerst an dem hängen bleibt, was heller oder auffälliger erscheint. Während andere Hunde gesehen werden und ausreisen dürfen, bleiben die Schwarzen oftmals über Jahre zurück.


Dabei müsste man bei Rafeed nur einen Moment länger hinsehen. Dann sähe man nicht zuerst einen schwarzen Hund, sondern einen freundlichen, umgänglichen Rüden, der einträchtig mit männlichen und weiblichen Artgenossen zusammenlebt. Einen Hund, der sich sogar mit Katzen versteht, entspannt an der Leine läuft und die Nähe zu Menschen sucht.




Sollte Rafeed eines Tages nach seiner langen Reise aus dem Transporter steigen – müde, verunsichert und noch ohne zu wissen, was nun geschieht &ndas;, wären Sie dann der Mensch, der vor ihm steht? Der Mensch, bei dem seine Antwort auf „Wo bin ich hier gelandet? zum ersten Mal lauten darf: „Endlich zu Hause.




Falls Sie Rafeed dieses Zuhause schenken möchten, aber noch Fragen haben oder unsicher sind, rufen Sie gern seine Vermittlerin an. Sie kennt ihn und seine Geschichte, berät Sie ehrlich und hilft Ihnen dabei herauszufinden, ob Sie beide genau das Team sind, auf das jeder von Ihnen schon so lange wartet. Dann bliebe Rafeed ein weiterer harter Winter hinter Gittern auf eisigem Beton erspart. Dafür schon jetzt vielen, lieben Dank!




Tanja Roth

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GIOTTO - PASST ZU VIELEM MEHR ALS ZUM KAFFEE! KÖRBCHEN GEFUNDEN!


Giotto


Rasse: Bretone

Geschlecht: Rüde

Geboren: 03.2016

Schulterhöhe: 45 cm




Manchmal können wir es selbst kaum glauben, wie großartig unsere Vermittlungskandidaten sind. Ja, säße unser zauberhafter Um-den Finger-Wickler Giotto in einem deutschen Tierheim, dann hätte sich bestimmt längst jemand in ihn verliebt und der süße Kerl hätte seinen Platz auf dem Sofa und im Herzen seiner neuen Familie bereits gefunden.




Wäre, hätte, Fahrradkette - naja, Sie wissen schon… Aber ich möchte es einmal so ausdrücken: Was noch nicht ist, kann und wird unbedingt noch werden! Denn zweifellos dürfen wir Ihnen mit unserem Giotto ein echtes Sahnestückchen vorstellen, das zu so viel mehr passt, als nur zu einer Tasse Kaffee! Der kleine Mann ist rundum nett und verträglich mit allen Vier- und Zweibeinern. Er bringt sich fast um vor Freude über jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit, liebt Spaziergänge und läuft dabei sogar vorbildlich an der Leine. Und das, obwohl sein vorheriges Leben bei einem Jäger wohl eher schwer und entbehrungsreich war - weit entfernt davon, wie ein geliebtes Familienmitglied gehalten zu werden.  Hunde sind für italienische Jäger im Grunde nichts weiter als Gebrauchsgegenstände; als das Herrchen verstarb, hatte dessen Tochter letztlich auch keinerlei Verwendung mehr für den treuen Vierbeiner und schob ihn mitleidlos in ein Hundelager ab.




Dabei liebt Giotto uns Menschen und möchte so gern überall dabei sein. Aufmerksamkeit, Nähe und gemeinsame Augenblicke sind das Größte für ihn; voller Neugier bewegt er sich durch den Alltag und strahlt dabei soviel Sanftheit, Charme und Lebensfreude aus – eine Mischung, der man nur schwer widerstehen kann.




Ich möchte noch erwähnen, dass Giotto, wie viele Vertreter seiner Rasse, mit einer kurzen Rute geboren wurde. Zudem wurde bei ihm ein Herzgeräusch festgestellt und er bekommt Tabletten. Zwar sollte man die Sache ein wenig im Blick behalten; sie beeinträchtigt ihn aber weder in seiner Unternehmungslust, noch in seiner Lebensfreude.



Solo con Giotto – vielleich braucht es für Sie nur diesen einen Hund, um alles richtig zu machen.


 


 


Yvonne Beier

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Nickname 11.09.2026, 20.02 | (0/0) Kommentare | PL

JACK - MAN SAGT, DAS LEBEN GEHT WEITER


Jack

Rasse: Pinscher Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 09.2015

Schulterhöhe: 40 cm


Es gibt Dinge, die man einem Hund nicht erklären kann. Zum Beispiel, warum ein Mensch morgens das Haus verlässt und abends nicht mehr zurückkommt. Egal, wie viele Abende man wartet.


Jack wird im September elf Jahre alt. Fast sein ganzes Leben hat er bei demselben Herrchen verbracht. Nie musste er sich Gedanken darüber machen, wo er hingehört. Er hatte ein Zuhause, einen festen Alltag und seinen Menschen.



Wahrscheinlich wusste er genau, wann es Zeit für den Spaziergang war und wo er sich abends hinlegen konnte. Für einen Hund werden solche Dinge irgendwann selbstverständlich - bis sie es plötzlich nicht mehr sind.


Jacks Besitzer ist gestorben.


Eine Zeitlang blieb der kleine Pinschermischling noch in seinem Zuhause. Dort lebte ein weiterer älterer Mann, der selbst immer wieder ins Krankenhaus musste und sich in einer schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Lage befand. Bald war klar, dass sich niemand mehr um Jack kümmern konnte und die örtliche Gesundheitsbehörde bat die Tierschützer um Hilfe.


Als Jack im Tierheim ankam, war er verängstigt und völlig orientierungslos. Das überrascht nicht, denn niemand kann einem Hund erklären, was der Tod bedeutet. Er weiß nur, dass sein Mensch verschwunden ist, dass plötzlich alles anders riecht und er nun hinter Gittern schläft.




In seiner Box kommt Jack nur schwer zur Ruhe. Er bellt herzzerreißend viel, und manchmal klingt es fast, als würde er seinen Menschen rufen. Draußen verändert er sich jedoch sofort. Sobald er an der Leine unterwegs ist und jemanden an seiner Seite hat, wird aus dem unruhigen, kleinen Hund ein entspannter Vierbeiner, der die Nähe und die gemeinsame Zeit sichtlich genießt.


Fremden begegnet Jack zunächst noch etwas vorsichtig. Er braucht ein bisschen, um Vertrauen zu fassen. Doch sobald er merkt, dass ihm nichts geschieht, lehnt er sich an seinen Begleiter, sucht bei ihm Trost und Sicherheit.




Mit anderen Hunden kommt Jack gut zurecht. Auch Katzen kennt er bereits aus seinem früheren Zuhause, das er sich mit sechs Samtpfoten geteilt hat. Autofahrten meistert er problemlos, und selbst der Stadt begegnet er neugierig und erstaunlich gelassen. Keineswegs selbstverständlich für einen kleinen Hund, dessen Welt vor wenigen Wochen vollständig zusammengebrochen ist,


Jack hat eine leichte Mitralklappeninsuffizienz. Das ist eine häufige Herzerkrankung bei älteren Hunden kleiner Rassen, bei der eine undichte Herzklappe dazu führt, dass Blut in den Vorhof zurückfließt.




Momentan braucht er dafür keine Behandlung. Viel dringender braucht er etwas anderes: Einen neuen Fixpunkt - jemanden, der ihm zeigt, dass das Leben nicht mit dem Tod seines Herrchens aufgehört hat.


Vielleicht muss Jack gar nicht noch einmal ganz von vorne anfangen. Vielleicht genügt es schon, wenn er den Rest seines Lebens dort verbringen darf, wo man seinen Namen kennt, wo seine kleine Welt wieder in Ordnung kommt und er nicht mehr bellen muss, um gehört zu werden.


Fast elf Jahre lang hatte Jack ein Zuhause. Wir wünschen uns von Herzen, dass es nicht das einzige bleibt.



Sabine Wojtok

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ÜBER MICH:Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.






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