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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Lager

DIONEO - SPLITTER UND FEINE RISSE IN DER SEELE


Dioneo


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren:.03.2020

Schulterhöhe: 60 cm



August 2025

 "Oh, schau mal, was für ein schöner Stock!" Wie oft sagt man diesen Satz bei einem gemütlichen Spaziergang durch den Wald? Für die einen ist es nur ein Stück altes Holz. Für andere steckt darin eine ganze Welt. Ein Stock kann ein magisches Ding sein: In Kinderhänden wird er zum mutigen Ritterschwert oder zum Zauberstab. Müde Wanderer legen mit ihm plötzlich noch viele Kilometer zurück. Und Hunde tragen ihn voller Stolz im Maul, als hätten sie den größten Schatz des Waldes gefunden.

Auch für den fünfjährigen Rüden Dioneo wäre so ein Stock genau das: ein kleiner Schatz. Ein Stück Abenteuer. Ein Grund zur Freude in einem Alltag, der aus Beton besteht.


Seit März dieses Jahres sitzt der freundliche Rüde in einem trostlosen Zwinger – ohne Spaziergänge, ohne Beschäftigung, ohne die medizinische Versorgung, die er dringend bräuchte. Und trotzdem hat er sich sein großes, warmes Herz bewahrt.



Als die Tierschützer ihn besuchten, begegnete Dioneo ihnen zunächst vorsichtig und etwas schüchtern. Doch mit ruhigen Worten und ein wenig Geduld taute der hübsche hellbraune Bub schnell auf. Er ließ sich gerne streicheln, suchte die Nähe der Menschen und alberte schließlich sogar ein wenig herum. Es war, als hätte er für einen kurzen Moment vergessen, wo er sich befindet.


"Ach, das ist doch nur ein Stock."


Nein. Für Dioneo wäre er die Eintrittskarte in eine Welt, die er viel zu lange entbehren musste. Ein gemeinsames Spiel. Ein Spaziergang zwischen Bäumen statt Beton. Erde unter den Pfoten. Wind im Fell. Und Menschen, die lachen, wenn sie ihm zurufen: "Hol das Stöckchen!"


Genau diesen einen Satz wünschen wir Dioneo von Herzen. Denn in ihm steckt so viel mehr als ein Spiel. Er bedeutet Ankommen. Vertrauen. Gemeinsam unterwegs sein. Ein Zuhause.


Mit Ihrer liebevollen Erziehung wird Dioneo sicher auch lernen, dass Stöckchen nicht mit ins Auto gehören, nicht im Bett zerkaut werden sollten und im Treppenhaus eher Stolperfallen als Kunstwerke sind. Aber das sind die kleinen Geschichten, über die man später gemeinsam schmunzelt.



Vielleicht verbindet Dioneo und einen Stock mehr, als man zunächst denkt. Beide haben Wind und Wetter getrotzt. Beide wurden geformt von dem, was das Leben mit ihnen gemacht hat. Beide lagen irgendwann unbeachtet am Wegesrand und warteten darauf, dass jemand innehält, sie aufhebt und erkennt, was in ihnen steckt.


Ein Stock. Ein Hund. Zwei scheinbar unscheinbare Dinge – und doch voller Möglichkeiten, wenn sie in die richtigen Hände gelangen.


Wenn Sie Dioneo zeigen möchten, dass auch für ihn wieder Spaziergänge, fröhliches Spielen und ein liebevolles Zuhause möglich sind, dann greifen Sie bitte zum Telefon und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht wartet irgendwo schon ein besonders schöner Stock auf seinen neuen besten Freund.


************************


Februar 2026


Ein Stock, der lange draußen liegt, verändert sich. Nicht plötzlich. Nicht so, dass es jedem auffällt. Die Oberfläche wird rauer, feine Risse ziehen sich durch das Holz. Manchmal splittert ein kleines Stück ab. Und doch bleibt er derselbe Stock. Tragfähig. Voller Möglichkeiten. Nur hätte ihn längst jemand aufheben und schützen müssen.


Dioneo ist noch immer derselbe Hund, der in seinem Vorstellungstext in einem einfachen Stock einen kleinen Schatz gesehen hätte. Er teilt sich seine Box mit Jimmy und Havah und versteht sich gut mit beiden. Er ist freundlich, sanft und sozial. Wenn man sich ihm nähert, kommt er vorsichtig heran. Er sucht den Kontakt zu uns Menschen, möchte dabei aber nicht bedrängt werden. Streicheln genießt er –-solange alles ruhig und behutsam geschieht. Nicht, weil er den Menschen nicht vertraut, sondern weil sein Körper längst mehr aushalten musste, als ihm guttut.



Denn Dioneo ist an Leishmaniose erkrankt. Eine Krankheit, die behandelt werden muss - und behandelt werden kann. Eine einfache, kostengünstige Tablette täglich könnte ihm helfen und ihm Lebensqualität zurückgeben. Doch im Lager erhält er diese Hilfe nicht.


Seine Ohrenspitzen bluten immer wieder. Seine Haut ist durch eine Dermatitis entzündet. Besonders das rechte Hinterbein ist deutlich geschwollen, an seiner Brust sitzt ein Knoten. Nichts davon wirkt auf den ersten Blick spektakulär. Es sind keine Wunden, die laut nach Aufmerksamkeit schreien. Es sind die stillen Zeichen einer Krankheit, die langsam Kraft kostet. Unbehandelt zehrt sie Tag für Tag an seinem Körper.



Und trotzdem hebt Dioneo den Kopf, wenn jemand kommt. Er akzeptiert die Leine. Er sucht den Kontakt. Er bleibt freundlich. Er hätte allen Grund, sich zurückzuziehen oder den Menschen zu misstrauen. Stattdessen begegnet er ihnen mit derselben leisen Sanftheit wie an dem Tag, als wir ihn kennenlernten.


Ein Stock, der zu lange im Regen liegt, wird irgendwann morsch. Nicht, weil er wertlos wäre, sondern weil ihn niemand aufgehoben hat. Auch Dioneo ist nicht zerbrochen. Aber sein Körper schafft es nicht mehr allein. Was heute noch kleine Risse sind, können morgen unwiederbringliche Schäden sein.



Dioneo braucht keinen Zauber. Er braucht Menschen, die hinschauen. Menschen, die seine Krankheit behandeln lassen, seine Schmerzen ernst nehmen und ihm endlich den Schutz geben, den jeder Hund verdient. Einen Platz, an dem seine Ohrenspitzen heilen dürfen, seine Beine nicht weiter anschwellen und er nicht länger still leiden muss.


Vielleicht geht es heute gar nicht mehr um den Stock am Wegesrand, sondern darum, nicht einfach weiterzugehen.


Vielleicht sind genau Sie der Mensch, der stehen bleibt, Dioneo aufhebt und ihm zeigt, dass auch für ihn ein neues Leben beginnen darf.


Seine Vermittlerin freut sich von Herzen auf Ihren Anruf.



 


Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin


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Nickname 31.07.2026, 18.38 | (0/0) Kommentare | PL

GRIGOR - MANCHMAL GEHEN SIE KAPUTT... UND WERDEN DOCH WIEDER HEIL: KÖRBCHEN GEFUNDEN!




Grigor

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2021

Schulterhöhe: 42 cm


Kleine Hunde haben im Lager so gut wie keine Chance. Sie werden übersehen, weil sie in der grauen Masse untergehen; und manchmal werden sie kaputtgemacht.

Im vergangenen Dezember wurde Grigor in eine andere Box umgesetzt. Es war ein willkürlicher Beschluss der Lagerbetreiber, ohne Blick auf den Hund und eine krasse Fehlentscheidung, die den kleinen Grigor um ein Haar das Leben gekostet hätte. Denn hier geriet er an einen Rüden, der ihn mehrfach angriff und ihn beharrlich daran hinderte, an das ohnehin viel zu knapp bemessene Futter zu kommen.


Erst als sein erbärmlicher Zustand nicht mehr zu übersehen war, nahm man ihn aus diesem Zwinger. Ich möchte anmerken, dass der andere Hund keineswegs bösartig oder von Naturaus aggressiv, sondern nur hungrig und verzweifelt war und wie all die vielen bedauernswerten Kreaturen in diesem Hundegefängnis ums nackte Überleben kämpfte.


Grigors kleiner Körper war ausgemergelt; außerdem hatte er eine schwere Verletzung am Körper davongetragen - so schlimm, dass die Bilder kaum auszuhalten sind. Ein solcher Zustand kommt nicht über Nacht, dennoch hatte im Lager niemand eingegriffen. 

Heute sitzt Grigor allein in einem Käfig; nicht aus Fürsorge, sondern nur um zu verhindern, dass von den Zuständen in der Hundeverwahranstalt allzu viel nach außen dringt. Für den keinen Grigor bedeutet es lediglich einen kurzenAufschub. Das Leid der Tiere spielt in diesen Lagern keine Rolle, hier geht es nur ums Geld. Zwar wird für Unterbringung und Versorgung gezahlt, doch wieviel - oder wenig – davon bei den Hunden ankommt, kontrolliert keiner.

Seit einigen Wochen
dürfen Tierschützer ihn manchmal kurz besuchen. Sie bringen ihm Futter mit und versorgen liebevoll seine Wunde. Sie bleiben ruhig bei ihm und geben ihm etwas, das im Lager sonst nicht vorgesehen ist: Verständnis, Zuwendung und Zeit.
Ganz langsam und zaghaft spricht Grigor darauf an. Er freut sich, wenn er die Menschen sieht und lässt sich schon leichter anfassen. Er zeigt, dass er kein hoffnungsloser Fall ist, sondern ein zutiefst verletzter Hund, der nur zu gern vertrauen möchte. Aber er bleibt weiterhin angespannt. Ein unerwartetes Geräusch, eine schnelle Bewegung und Grigor weicht sofort zurück. Sein schmächtiger Körper erinnert sich…

Die äußerlichen Wunden sind inzwischen beinahe verheilt und Grigor nimmt allmählich an Gewicht zu. Das ist allein diesen Besuchen zu verdanken und dem Umstand, dass endlich jemand hinsieht.

Uns bewegt die bange Frage: Was wird aus Grigor, wenn man ihn erneut in einen Zwinger steckt, in dem es nicht passt? Wenn er wieder zum Opfer wird und am Ende den Kürzeren zieht? Wenn diesmal niemand hinsieht und ihm im letzten Moment zu Hilfe kommt? Zugegeben, die Bilder seiner Wunde und des kleinen, geschundenen Körperchens sind nur schwer zu ertragen. Sie sollen es auch sein, denn sie zeigen, was passiert, wenn ein kleiner Hund keine Stimme hat und niemand hinschaut. Wie viele wie er verschwinden genau so leise und unauffällig, bis nichts mehr von ihnen übrig ist?

Grigor darf auf keinen Fall dorthin zurück, wo er fast zerstört worden wäre. Was er jetzt braucht, ist kein Mitleid, sondern ein Zuhause. Möchten Sie ihn gern aufnehmen und ihn Schritt für Schritt ins Leben führen? Dann sprechen Sie bitte möglichst bald mit seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!



 

Tanja Roth

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Nickname 07.06.2026, 19.15 | (0/0) Kommentare | PL

ARKELL - SPUREN OHNE WEG -RESERVIERT!



Arkell


Rasse: Cane Corso Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2015

Schulterhöhe: 65 cm


Manchmal entstehen Spuren, ohne dass jemand geht. Eine solche Spur ist Arkell. Seit 2018 sitzt er im Lager. Es gibt viele Hunde, die hier ausharren müssen, bis sie nicht mehr können. Man lässt sie nicht gnädig sterben, ohne sie vorher zu zerbrechen. Arkell wird seit acht langen, ereignislosen Jahren kaputt gewartet.


Als er ins Gefängnis gesteckt wurde, war er gerade drei; ein Jungspund, groß, kräftig und voller Lebenslust. Stets kam er als Erster ans Gitter, aufmerksam und in der Hoffnung, jeder Mensch könnte der richtige für ihn, jeder Tag könnte seiner sein. Er hinterließ bleibenden Eindruck, ohne etwas tun zu müssen. Aber dann kamen die Jahre, andere Hunde fanden ihre Familien und durften das Schreckenslager verlassen. Arkell blieb und wartete.



Erst 2022 sahen wir ihn wieder; immer noch nett, zuversichtlich, den Menschen zugewandt. Er lief mit, orientierte sich an uns, als wäre es für das Natürlichste von der Welt. Dann kamen mehr Jahre, Arkell blieb und wartete weiter.


Wir schreiben das Jahr 2026. Arkell ist jetzt zehn. Er liegt viel, kann sich kaum noch erheben. Seine Hinterläufe sind durch die fehlende Bewegung steif geworden, auch hat er kaum noch Muskeln. Seine Kräfte schwinden zusehends, sein Körper will nicht mehr. Er hat Liegebeulen an den Ellbogen, einen Bluterguss am Ohr und ein Auge, das behandelt werden müsste. Spuren, die nicht durchs Gehen, sondern durchs Bleiben entstanden sind. Der lebensfrohe Hund, der einmal wie eine Feder hochgesprungen ist, braucht heute Zeit, um überhaupt aufzustehen. Und trotzdem: Wenn man bei ihm stehen bleibt, hebt Arkell den Kopf. Ein Teil von ihm glaubt weiterhin, dass jemand für ihn kommt. Es ist immer noch da, dieses Fünkchen Hoffnung, obwohl die Jahre gehen und die Zeit gegen ihn arbeitet.



(Im Umgang mit seinen Artgenossen zeigt Arkell sich übrigens friedlich und unauffällig. In all den Jahren kam es durch ihn nie zu einer Auseinandersetzung.)


Arkell hat nicht mehr ewig. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren, auch wenn nichts passiert. Arkells Spuren verlieren sich mehr und mehr, und was davon noch übrig ist, wird nicht mehr allzu lange bleiben.


Möchten Sie gern mehr über Arkell erfahren und im schönsten Fall Ihre eigenen Spuren neben seine setzen? Dann freut seine Vermittlerin sich über Ihre Nachricht. Arkell ist kein Hund für nebenbei. Er ist ein Hund fürs Herz.



Für Arkell: Jede noch so kleine Aufmerksamkeit bedeutet einen Hoffnungsschimmer und eine winzige Chance, dass aus deiner Spur doch noch ein Weg wird.





Ina Schoenfuss

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin


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Ina.Schoenfuss@pro-canalba.eu


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Nickname 24.03.2026, 19.52 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.





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