Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Hunde

MIT OHREN WIE EINE FLEDERMAUS WÄRE ICH GERN BEI DIR ZUHAUS!



BONYA

Rüde

geb. Oktober 2018

48-50 cm Schulterhöhe

operiert am rechten Hinterbeinchen (carpus valgus)

kastriert, geimpft, gechipt

gut verträglich mit Artgenossen

sehr freundlich zu Menschen

geht artig an der Leine spazieren

fährt gern im Auto mit

Für-immer-Zuhause gesucht

 

BONAPARTE – von den Betreuern liebevoll BONYA genannt – kam im Herbst 2018 mit einer angeborenen Behinderung an seinem rechten Hinterbeinchen zur Welt. Seine Mutter mag selbst eine Straßenhündin gewesen sein. Vielleicht wurde sie auch aus dem Haus geworfen, als sie ungewollten Nachwuchs erwartete, weil ihre Besitzer nicht aufgepasst hatten und zu faul oder zu geizig waren, um ihre Hündin rechtzeitig kastrieren zu lassen.

 

Das Leben auf der Straße ist schon für gesunde Tiere schwer und gefährlich genug. Ein behindertes Hündchen hat da kaum eine Chance; es darf auch nicht hoffen, von jemandem gefunden zu werden, der es auf seinem Hof leben lässt oder es auf einem Fabrikgelände duldet.

 

Bonya schlug sich tapfer durch, bis zu jenem Tag, als er irgendwo in Moskau störte und man die Hundefänger rief. Auf nur drei intakten Beinchen konnte er nicht schnell genug fliehen und ging den Fängern in die Schlinge. Sie lieferten ihn am 16. Juli 2019 im Shelter Kozhuhovo ein, wo er seitdem ein einsames Leben führt, eingesperrt hinter rostig-grünen Gitterstäben als nur einer von Dreitausend.





 

Für die meisten Hunde, die dort einsitzen, bedeutet das Shelter die Endstation. Die ehrenamtlichen Helfer, die die Erlaubnis haben, einmal wöchentlich für eine Stunde in das Shelter zu kommen, tun ihr Bestes. Aber sie sind zu wenige, um sich aller Hunde annehmen zu können.

 

Bonya hatte Glück. Eine sehr liebe junge Frau wurde auf den Hundebuben mit den niedlichen Fledermausohren aufmerksam. Sie besucht ihn, wann immer sie ein paar Minuten erübrigen kann, und dann kommt Farbe in Bonyas graues Sheltereinerlei. Die Zwingertüren öffnen sich und die Hunde dürfen für eine Stunde in den dafür vorgesehenen Freiläufen rennen, herumtoben und spielen. Viele von ihnen betteln dann einfach nur um ein bisschen Ansprache und ein paar Streicheleinheiten von den Betreuern. Viel zu wenig Zeit für so viele liebebedürftige Seelen….

 

Bonya liebt diese farbige Stunde. Dann darf der eher schüchterne Rüde an der Leine laufen, ganz dicht bei den Menschen, die ihm Schutz und Geborgenheit vermitteln. Mit anderen Hunden kommt er gut zurecht, allerdings weiß er nicht viel mit ihnen anzufangen. Er durfte es ja nie lernen, denn von klein auf waren Hunger, Angst und der Kampf ums Überleben seine einzigen Gefährten.



 

Im vergangenen Jahr wurde Bonyas deformiertes Beinchen operativ gerichtet, er trägt nun ein Implantat. Möglicherweise fragen Sie, warum ein Hund, der behindert ist und dadurch noch weniger Chancen hat, jemals ein liebes Heim zu finden, nicht einfach eingeschläfert wird. Es ist so, dass der Shelterbetreiber an den Hunden viel Geld verdient, das er vom Staat erhält. So eine Operation kostet ihn keinen Rubel, die bezahlen die Freiwilligen aus eigener Tasche – sonst würde sie nicht gemacht. Und oftmals werden die Hunde nach ihrem Tod noch monatelang eingefroren, um weiter für sie kassieren zu können.

 

Inzwischen ist seine Wunde verheilt, die Narbe ist unter dem nachgewachsenen Fell verschwunden und Bonya bräuchte dringend Bewegung, um das behandelte Beinchen zu kräftigen. Diese bekommt er jedoch nicht, denn nach wie vor ist er nur einer unter Tausenden, und Ausnahmen werden keine gemacht.



 

Nachdem er als genesen galt, musste Bonya die halbwegs behagliche Krankenstation wieder gegen seinen kalten, spartanischen Zwinger eintauschen. Hier leistet Yalia ihm Gesellschaft, seine Zwingerfreundin, für die wir ebenfalls ein gutes Zuhause suchen. Mit ihrer offenen, verspielten Art ist sie sein Halt im Alltag und gibt ihm Sicherheit bei den gemeinsamen Gassigängen durch das Shelter, wenn das ohrenbetäubende Bellen von 3.000 gestressten Hunden ihn ängstigt und einschüchtert.

 

Wir wünschen uns sehnlichst ein Happy End für Bonya. Hat die Geschichte dieses tapferen Hundemannes mit den lustigen Fledermausohren Ihr Herz berührt und möchten Sie seinem Leben gern eine glückliche Wendung geben? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Vielen, lieben Dank.

 

Bonya allein im Schnee:

 

 

Bonya und Yalia:

 

 

Bonya und Yalia beim Gassi im Shelterbereich:

 

 

Bonya im Schnee:

 

 

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Vermittlerkontakt/Fragen:


Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org

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Nickname 28.06.2022, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL

HERZ ZU VERSCHENKEN!


ORLIK


Geburtsdatum: ca. 2008

Aufenthaltsort: TH Russland


ORLIK ist ein ca. 60cm großer Mischlingsrüde. Wie lange er bereits im Shelter "Kozhuhovo" lebt ist leider nicht bekannt. Auch über seine Vorgeschichte können wir leider nichts sagen. Erste Aufzeichnungen der Betreuer im Shelter sind aus dem Jahr 2012.


Der freundliche Hundesenior ist nun inzwischen seit 5 Jahren bei uns inseriert, ohne dass sich jemals eine wirkliche Chance für ihn ergeben hätte. Bis vor einer Weile hatte er wenigstens noch eine freundliche Hundedame als Gesellschaft in seinem kleinen Zwinger, aber inzwischen sitzt Orlik einsam und traurig hinter Gittern und wartet auf den einen Tag in der Woche, an dem seine Betreuerin ihn besuchen kommt. 


Nur dann darf er seinen Zwinger für eine kurze Stunde verlassen und sich die Beine vertreten.


Weshalb Orlik allein sitzt?

Nun, er ist zwar nicht generell unverträglich, aber andere Rüden findet er oft einfach blöd und zeigt dann durch Imponiergehabe, dass er gerne der Boss sein möchte. Warum ihm nicht wieder ein nettes Hundemädchen an die Seite gestellt wird, können wir leider nicht sagen.

Als wir Orlik im Shelter das erste Mal besuchen durften, erlebten wir einen aktiven und fast schon fröhlichen Rüden, der sich mächtig über unseren Besuch gefreut hat.Das war Mitte 2016.

Schon bei unserem letzten Besuch im September 2018 war vom alten Orlik nicht mehr viel zu bemerken. Ja, noch immer baut er sich bei anderen Rüden auf, aber man merkt deutlich, dass ihm die vielen, langen Jahre im Shelter seine Fröhlichkeit und Leichtigkeit genommen haben. Er ist leise geworden. Resignation macht sich breit.





Orlik sitzt oft nur noch trübsinnig hinter seiner verschlossenen Zwingertür. Sein Blick trifft einen tief im Herzen und brennt sich dort fest...

Orliks einzigen Glücksmomente sind die, in denen er Besuch bekommt. Meist ist das dann seine Betreuerin - einmal in der Woche.


Aber auch über ihm fremde Menschen ist Orlik schon froh. Bringen sie doch Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten - für einen so menschenbezogenen Hund, wie ihn, bedeutet das unter den widrigen Lebensumständen die ganze Welt.




Wir wünschen uns so sehr ein schönes Zuhause für Orlik. Ein Zuhause bei lieben Menschen, denen er sein großes Hundeherz schenken darf.


Ein Zuhause, wo er am besten Einzelprinz ist oder eventuell eine nette, ältere Hundedame an seiner Seite hat.


Orlik liebt die Menschen so sehr und wäre mit Sicherheit ein toller Begleiter, wenn er nur endlich eine Chance bekommen würde.


In Russland gibt es diese Chance für Orlik schon lange nicht mehr und wenn es uns nicht gelingt, seine Menschen zu finden, wird er eines Tages einsam und vergessen seine letzte und einzige Reise antreten.


Orlik ist bereits kastriert, geimpft und gechipt und könnte schon sehr bald nach Deutschland reisen, wenn SIE die Menschen sind, denen Orlik genauso tief in die Seele schaut, wie uns.


Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!


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Nickname 28.06.2022, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL

SPIEL´S NOCH EINMAL, SAM!



Geburtsdatum: ca. 2014

Aufenthaltsort: TH Russland


SAM ist ein Fundtier. Im Herbst 2014 geboren, kam er bereits als kleiner Welpe ins Shelter "Kozhuhovo" in Moskau. Plötzlich musste er sich in einer Welt zurecht finden, wie er sie vorher nicht kannte. Eine Welt, in der es offensichtlich nur noch Gitterstäbe für ihn gab.

Wenn die Hunde ins Shelter gebracht werden, bedeutet die erste Zeit für sie, in einem der winzigen Quarantäne-Zwinger hocken zu müssen. Die Türen dieser Zwinger verwehren den Blick nach draussen - lediglich der obere Teil ist vergittert. Alles, was die Hunde sehen können, wenn sie stehen, ist der Himmel. Um einen Blick in den Gang zwischen den Zwingerreihen werfen zu können, müssen sie sich auf die Hinterbeine stellen.




So musste Sam ausharren - 4 lange Wochen - bis er alle nötigen Impfungen bekommen hatte und nicht mehr Gefahr lief, an einer tödlichen Infektion zu erkranken. Sam hat diese Zeit überstanden und wurde nach 4 Wochen Einsamkeit in einem Außenzwinger im B-Sektor untergebracht. Nun hatte er wenigstens Gesellschaft durch ein paar Artgenossen, die sich mit ihm diesen Zwinger teilten.


Und er bekam eine Betreuerin - einen lieben Menschen, der sich fortan um ihn kümmern sollte. Auch wenn dieser Mensch nur einmal in der Woche zu Besuch kam...Sam begriff schnell, dass dieser Zweibeiner es gut mit ihm meinte. Er bekam Streicheleinheiten, Aufmerksamkeit und durfte zusammen mit den anderen Hunden in den Freilauf rennen, um dort zu spielen und zu toben. Außerdem brachte seine Betreuerin ihm bei, wie man anständig an der Leine läuft. Das ist Sam´s Leben.





Heute ist Sam längst erwachsen und obwohl er die meiste Zeit seines Lebens hinter Gittern verbracht hat, hat er sich seinen freundlichen Charakter bewahrt. Obwohl es Menschen waren, die ihm dieses Leben aufgezwungen haben, sucht er ihre Gesellschaft und zeigt sich sehr anhänglich.


Leider hat bis heute nie Jemand Interesse daran gezeigt, Sam zu adoptieren. Und die Chancen auf ein schönes Zuhause in seinem Heimatland sinken mit jedem Monat, den er älter wird. Seine Größe (ca. 55 cm) und seine überwiegend schwarze Fellfarbe tun ihr übriges dazu. Große, schwarze Hunde stehen nicht besonders hoch auf der Beliebtheitsskala vieler Menschen.

Wir wollen versuchen, für Sam ein schönes Zuhause in Deutschland zu finden. Ein Zuhause bei Menschen, denen Sam sein großes Hundeherz schenken darf. Ein Zuhause, wo er die Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt, nach der er sich so sehnt und Menschen, die ihm die Welt zeigen und ihm all das beibringen, was er noch nicht kennt.

Sam ist bereits kastriert, vollständig geimpft, verträglich mit Artgenossen, sehr menschenbezogen, geht prima an der Leine und wartet nur darauf, endlich von seinen Menschen entdeckt zu werden. Er könnte schon sehr bald nach Deutschland reisen, wenn Sie ein freies Plätzchen für Sam haben und sich nichts Schöneres vorstellen können, als mit ihm zusammen durch die Natur zu streifen.



Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!


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Nickname 28.06.2022, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL

DIE KEHRSEITE DER MEDAILLE



ATOS

Rüde

geb. 2019

55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

Für-immer-Zuhause gesucht

 

Ich gewinne Medaillen; aber im Rennen um den Großen Preis – ein eigenes Zuhause – lande ich bisher nur unter „Ferner liefen…“

 

Atos ist ein Bruder von Darik, eines von vier jungen Wurfgeschwistern. Noch ehe ihr Leben so richtig beginnen konnte, fanden sie sich im April 2020 im Shelter Kozhuhovo wieder. Dort sitzen sie immer noch ein und warten sehnsüchtig darauf, von einem lieben Menschen entdeckt und aus ihrem tristen Dasein befreit zu werden.

 

Nicht nur Corona, aber auch, macht Hunde wie Atos zu Verlierern. Als die Menschen zu Hause bleiben mussten und sich langweilten, war die Nachfrage nach Hunden riesig. Allerdings nur nach süßen, putzigen Welpen, die natürlich reinrassig sein sollten, aber nichts kosten durften. So boomte der illegale Welpenhandel wie nie zuvor. Inzwischen gibt es wieder andere Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten, und ein großer Teil dieser bedauernswerten Geschöpfe wird entsorgt – ausgesetzt oder ins Tierheim abgeschoben. Da der von seinem Wesen her so liebenswerte Atos (wie so viele Tausende) rein optisch nichts Besonderes zu bieten hat und er obendrein kein niedliches Baby mehr ist, gibt es für ihn in Russland keine Aussicht, jemals eine eigene Familie zu finden. In diesem Land wird großer Wert auf Äußerlichkeiten gelegt; dabei sieht man bekanntlich nur mit dem Herzen gut, und wahre Schönheit liegt immer noch im Auge des Betrachters.



 

Dabei ist Atos ein ganz wunderbarer Hund. Er liebt seine Betreuer, die einmal in der Woche ins Shelter kommen und ihn für ein Stündchen aus seinem Gefängnis holen, über alles. Es gibt für ihn nichts Größeres, als mit ihnen zu schmusen, sich streicheln zu lassen und für kurze Zeit seine Einsamkeit und sein ganzes Elend zu vergessen. Das Shelter ist ja in vier Sektoren unterteilt. Ich weiß, das klingt gruselig, und genauso ist es auch. In jedem der Sektoren gibt es einen eingezäunten Auslauf. Dort dürfen die Hunde sich einmal in der Woche für sechzig Minuten die Beine vertreten, miteinander toben und spielen. Bei über dreitausend Hunden und nur wenigen Freiwilligen können allerdings nicht jedesmal alle Hunde berücksichtigt werden. So kommt es vor, dass manche wochenlang auf ein bisschen Fürsorge und Bewegung warten müssen.


Atos genießt dieses kleine Stückchen Freiheit immer in vollen Zügen. Er versteht sich bestens mit seinen Artgenossen, meidet jeden Konflikt und findet es einfach nur schön, mit seinesgleichen Spaß zu haben.



 

In diesem Jahr durfte Atos mit den Betreuern sogar an einem Wettbewerb teilnehmen, welcher für die Hunde des Shelters veranstaltet wurde. Dort konnte er sich präsentieren, dort hat er sich bewiesen und auch eine Medaille gewonnen. Alle fanden ihn großartig, nur adoptieren wollte ihn niemand. So hieß es für ihn zurückzukehren in die Enge, die Einsamkeit und Langeweile seines kleinen, kahlen Zwingers und das zermürbende Warten begann wieder von vorn.

 

Atos ist ein offener und freundlicher, junger Rüde. Er würde gern gefordert und ausgelastet werden – vor allen Dingen aber möchte er den Menschen gefallen. Er versteht genau, was man von ihm erwartet, so hat er zum Beispiel schnell gelernt, richtig gut an der Leine zu laufen.

 

Möchten vielleicht SIE diesem vielversprechenden Hundejungen ein schönes Zuhause schenken?Dann melden Sie sich doch bitte recht bald bei uns. Vielen lieben Dank!



 

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Vermittlerkontakt/Fragen:


Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org


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Nickname 28.06.2022, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL

SPIEL MIR DEN BALL ZU!



BRUCE


Rüde

ca. Anfang 2016 geb.

50/55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

 

Im Stich gelassen und vergessen – dabei möchte ich so gern für jemanden wichtig sein!

 

Bruce wurde zum Jahreswechsel 2016/2017 auf Moskaus Straßen gefunden und ins Shelter Kozhuhovo gebracht. Seitdem lebt er dort und droht unterzugehen in der Masse von dreitausend Hunden, für die wir gegen das Vergessensein kämpfen und dafür, dass sie von lieben Menschen gesehen werden, damit ihr Schicksal sich am Ende doch noch zum Guten wendet.

 

Fest steht, dass Bruce einmal zu jemandem gehört hat, denn er war bei seinem Einzug ins Shelter bereits kastriert. Man merkt es auch daran, wie offen und ohne jede Scheu er auf die ehrenamtlichen Betreuer zugeht. Möglicherweise hatte sein Besitzer den jungen Hund am Silvesterabend im Stadtgewühl verloren; wahrscheinlicher ist jedoch, dass er Bruce ausgesetzt hat, sonst hätte er doch im Shelter nachfragen und seinen vierbeinigen Freund zurückholen können. 



 

Bruce befindet sich nun schon seit fünf Jahren an diesem unwirklichen Ort. Der menschenbezogen Rüde leidet unsagbar unter der Einsamkeit, dem ohrenbetäubenden Gebell seiner verzweifelten Artgenossen und dem täglichen Einerlei. Er kann ja nichts weiter tun, als in seinem engen Zwinger hocken und durch die rostig-grünen Gitterstäbe starren – auf die Reihe von Zwingern gegenüber, in denen Hunde wie er sitzen und zurückstarren.


Dort draußen – das wissen sie genau - wartet das Leben, die Freude und die Abwechslung auf sie. Denn von dort kommen sie immer, ihre Betreuer, ihre ganze Hoffnung und ihr einziger Halt.



 

Diese jungen Menschen sind die guten Geister des Shelters. Sie verschaffen Bruce und den anderen einmal pro Woche etwas Bewegung; kümmern sich um die Gesundheit der Tiere, versorgen sie so weit möglich aus eigener Tasche mit zusätzlichem Futter, schenken ihnen Zuwendung und Ansprache. Für ein paar Augenblicke bringen sie die Augen der Vierbeiner zum Strahlen und es ist allein ihr Verdienst, wenn die Hunde sich nicht alle selbst aufgeben.



 

Bruce ist ein fröhlicher und liebevoller Hund, den Menschen von Herzen zugetan. Er spielt für sein Leben gern mit dem Ball und gibt Pfötchen, wenn er dazu aufgefordert wird. Der junggebliebene Rüde ist neugierig und lernwillig und beherrscht schon eine Reihe von Kommandos.

 

Lieber Bruce! Ich hoffe und bete, dass Du schon bald das ganz große Glück findest – bei guten Menschen, die Dir versprechen: „Dieses Mal ist es für immer“ und die ihr Versprechen auch halten!

 

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Bruce im Gang vor dem Kennelbereich:

 

 

 

Bruce beim Spielen mit seiner Betreuerin:

 

 

 

Vermittlerkontakt/Fragen:


Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

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RECHTES AUGE BRAUN, LINKES AUGE BLAU



CERA

 

Hündin

geb. etwa September 2017

50/51 cm Schulterhöhe

momentanes Gewicht: 16 kg

geimpft, gechipt, kastriert

 

Hunde mit zwei verschiedenfarbigen Augen gelten als Glücksbringer und mit ihrer aparten Erscheinung wird Cera sicher überall Bewunderung erregen!

 

Ich gebe zu, manchmal fehlen mir die Worte und ich weiß nicht, wie ich beginnen soll. Geschichten wie die von Cera machen mich traurig und fassungslos; denn sie spiegeln unsere menschliche Gesellschaft wider, die immer stärker von Selbstsucht und Gleichgültigkeit geprägt ist, in der Anteilnahme und Mitgefühl immer kleiner geschrieben werden und kaum noch jemand für ein anderes Lebewesen – egal ob Mensch oder Tier – Verantwortung übernehmen will.

 

Cera wird im September 2020 in einem Moskauer Park gefunden. Sie trägt ein Halsband, auf welchem ihr Name steht: Lassie. Darüber hinaus gibt es keinerlei Anhaltspunkt, weder eine Anschrift noch eine Telefonnummer – nicht den kleinsten Hinweis darauf, woher sie kommt und zu wem sie gehört und es sucht auch niemand nach ihr.

 

Anwohner erzählen den Findern von Cera, die junge Hündin sei schon einen ganzen Monat lang in der Grünanlage herumgeirrt; winselnd und verzweifelt auf der Suche nach ihren Besitzern. Allerdings versucht niemand, sie einzufangen oder erbarmt sich und stellt ihr zumindest etwas Futter und Wasser hin. Als Cera gefunden wird, ist sie zum Skelett abgemagert, fast verdurstet und todsterbensmüde. Da haben wir ihn wieder, den Spiegel...




So kommt Cera ins Shelter. Dort tun die Betreuer alles, um die ausgemergelte Hündin aufzupäppeln. Sie gehen mit ihr zum Tierarzt, bringen selbst gekauftes Futter für sie mit, denn das Shelterfutter ist geschmacklos und nur wenig nahrhaft; und sie geben ihr einen neuen Namen: CERA, was im Russischen Kirsche bedeutet. Denn das ist ihr Wunsch für dieses zauberhafte Hundemädchen: Ceras künftiges Leben soll so glänzend und prächtig sein wie eine reife, leuchtendrote Kirsche.

 

Das scheint jedoch in weiter Ferne zu liegen. Cera sitzt noch immer in ihrem winzigen Zwinger und wartet. Der Alltag im Shelter ist erbarmungslos und hart und für Hunde, die früher ein Zuhause hatten, doppelt schwer zu ertragen.

 

Die tierärztliche Untersuchung ergab, dass Cera an einer chronischen Ohrenentzündung leidet, für die sie Medikamente bekommt, so oft das im Shelter möglich ist. Die Behandlung schlägt gut an und Cera wird ihr Gehör behalten.


Die freiwilligen Helfer, sagen, in ihrem Wesen sei Cera so verschieden wie die Farbe ihrer Augen: Manchmal fröhlich, lebhaft und verspielt wie ein Hund, der ein sorgloses und behütetes Dasein führt. Aber urplötzlich ist es, als holten die Schatten des Erlebten sie ein; dann flüchtet sie sich weinend und zerbrechlich in den Schutz ihrer Betreuerin. Dieser vertraut sie, von ihr hat sie auch gelernt, an der Leine zu laufen.



 

Für die junge Cera wünschen wir uns ein Zuhause bei lieben, verständnisvollen Menschen, die sie mit Behutsamkeit und Geduld an ihr neues Leben gewöhnen. Vielleicht ja bei Ihnen? Gern darf sie noch ein paar Pfündchen zunehmen; denn die 16 Kilo, die sie derzeit wiegt, sind für einen Hund ihrer Größe zu wenig.

 

"Diesmal ist es für immer!" Hat sie das erst begriffen, wird Cera es Ihnen mit bedingungsloser Liebe danken und eine wunderbare Begleiterin fürs Leben sein.

 

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Cera beim Gassigehen im Shelter:

 

 

Cera mit ihrer Betreuerin:

 

 

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

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SO ETWAS WIE FREIHEIT



WHYSKEY

Hündin

55 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2012

Zwingernummer: B 72

geimpft, gechipt, kastriert

Körbchen auf Lebenszeit gesucht

 

Manchmal werde ich gefragt, warum ich all die vielen Hunde hier vorstelle, warum ich meine Zeit mit dem Schreiben von Inseraten vergeude und mir die Mühe mit den Fotos gebe – wo doch höchstens ein winziger Bruchteil von ihnen wirklich Aussicht auf ein Zuhause hat.

 

Ich tue es, weil es für mich die einzige Möglichkeit ist, diesen Tieren meine Wertschätzung zu zeigen. Es ist meine Art, diejenigen zu ehren, die durch uns Menschen unsägliches Leid erfahren, die von uns – aus Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Geiz, Geldgier oder einfach aus Spaß am Quälen - zu einem Leben verdammt werden, das diesen Namen nicht verdient und denen ich anders nicht zu helfen vermag. Ich weiß nicht, wie viele Menschen meine Beiträge lesen; aber wenn hin und wieder nur einer dabei ist, der sich angesprochen fühlt und dessen Herz von einer der vergessenen Seelen berührt wird, hat sich jede Mühe schon tausendfach gelohnt.

 

Ich betrachte die Hunde auf den Bildern und weiß: Zuerst frisst das endlose Warten, die Kälte und Einsamkeit langsam, aber sicher ihre Seele auf; doch niemand bemerkt es. Dann schwindet nach und nach auch ihre körperliche Kraft; aber keiner nimmt Notiz davon.

 

Und irgendwann gehen sie dann, ganz still und leise – und allein. Wenn die Arbeiter einen toten Hund im Zwinger finden, stopfen sie ihn in einen Plastiksack und karren ihn auf den Müll. Niemals durften diese Hunde ihren Pfotenabdruck im Herzen eines (ihres) Menschen hinterlassen, und da ist auch niemand, außer ihren Betreuern, der um sie weint.

 

Aber jeder dieser Hunde verdient es, gesehen und geliebt zu werden. Und weil ich nicht vorort sein und mich persönlich um die Tiere kümmern kann, versuche ich, auf diese Weise mein Scherflein beizutragen, damit sie nicht länger vergessen bleiben.

 

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2014 brachten die Hundefänger eine junge Hündin ins Shelter Kozhuhovo. Die freiwilligen Betreuer gaben ihr den Namen WHYSKEY. Was sie auf den Straßen von Moskau erlebt haben mag, wissen wir nicht – und wollen es auch gar nicht wissen. Immerhin hatte sie dort so etwas wie Freiheit genossen. Fortan gab es diese nicht mehr für sie, es gab nur noch den beengten Raum hinter Gitterstäben; und ihr einziger Ausblick war – und ist bis heute – die Sicht auf die vielen Hunde, die wie sie in winzigen, kargen Zwingern ihr Dasein fristen. Lediglich die eine, selige Stunde pro Woche, die sie mit ihren Leidensgefährten im Auslauf verbringen darf, gibt ihr ein kleines Gefühl von Freiheit zurück.




Dank der Geduld und Einfühlsamkeit der Freiwilligen hat Whyskey gelernt, dass es gute Menschen gibt. Mittlerweile vertraut sie den Betreuern, lässt sich genüsslich streicheln und hat das Laufen an der Leine gelernt. Wenn es dann zurück in den ungemütlichen Zwinger geht, beginnt für Whyskey wie für all die anderen 3000 Hunde erneut eine trostlose Zeit des Wartens und der Langeweile. Obwohl sie inzwischen zu den Senioren zählt, ist Whyskey noch immer neugierig und lernwillig. Menschen gegenüber verhält sie sich zunächst abwartend, aber freundlich. Mit ihren Artgenossen kommt sie ebenfalls bestens zurecht.




Vielleicht möchten Sie dieser lieben Hündin für ihre restlichen Jahre gern ein schönes Zuhause voller Wärme und Geborgenheit schenken? Dann warten Sie bitte nicht länger – denn so wie zahlreichen anderen Hundesenioren läuft auch Whyskey langsam die Zeit davon!




Vermittlerkontakt/Fragen:


Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail:daniela.bansche@freenet.de

 

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Nickname 28.06.2022, 18.50 | (0/0) Kommentare | PL

GIVING OF HOPE



VARYA

 

Hündin

50cm Schulterhöhe

geb. Feb 2015

Zwingernummer: D 113

warmes Körbchen auf Dauer gesucht


Das Leben hat es bisher nicht gut mit Varya gemeint. Die heute sechseinhalbjährige Hündin wurde obdachlos auf den Straßen Moskaus geboren und lebt seit ihrer Welpenzeit im Shelter. Ihre Geschwister, die gemeinsam mit ihr eingezogen waren, konnten bereits alle vermittelt werden und führen bei ihren Familien ein glückliches Leben. Varya blieb allein und verloren an diesem düsteren Ort zurück.




Die sensible Hündin fühlt sich einsam in ihrem engen, ungemütlichen und oft nasskalten Außenzwinger. Zwar teilt sie sich diesen mit weiteren Schicksalsgefährten, aber ihr fehlen Ansprache und menschliche Nähe. Mit jedem weiteren Jahr, das sie vergeblich auf ein eigenes Zuhause, auf ein bisschen Liebe und Nestwärme warten muss, wird sie hoffnungsloser und hängt ihr Herz inniger an die freiwilligen Helfer. Leider kommen diese nur einmal wöchentlich ins Kozhuhovo; viel zu selten und zu kurz, als dass alle 3.000 Hunde bei jedem Besuch berücksichtigt werden könnten. So muss auch die sanftmütige, anhängliche Varya manchmal wochenlang auf Zuwendung und Streicheleinheiten verzichten.




Varya liebt das Wasser, und im Sommer gibt es für sie nichts Schöneres, als in einer der Plastikwannen zu planschen, die die Freiwilligen für ihre Schützlinge aufstellen. Da ist sie in ihrem Element und genießt die willkommene Abwechslung vom trüben Shelteralltag in vollen Zügen.


Varya hat gelernt, brav an der Leine zu gehen und versteht sich gut mit den anderen Hunden. Allerdings zieht sie die Gesellschaft von Rüden vor, weil diese der zarten Hündin zusätzlich Sicherheit geben. Bei fremden Menschen verhält sie sich zunächst vorsichtig, taut aber rasch auf, wenn sie merkt, dass man ihr nichts Böses will. Katzen hat sie bereits kennengelernt; ob allerdings ein Zusammenleben mit diesen möglich wäre, können wir nicht mit Sicherheit sagen.





Im vergangenen Dezember besuchten die Betreuer mit Varya und einer ihrer Hundefreundinnen die Ausstellung der Stiftung „Giving of Hope“. Viele waren angetan von Varyas freundlichem Wesen; eine Familie für sie fand sich jedoch leider nicht.





Vielleicht möchten Sie ja der hübschen Hündin ihren Herzenswunsch nach einem richtigen Zuhause erfüllen? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!

 


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ICH PERSÖNLICH FINDE JA...



Wer das Besondere sucht,

wird von diesem liebenswerten Hundemann begeistert sein!


NOLIK

 

Rüde

55 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2013

Zwingernummer: C 60

Körbchen für immer gesucht

 

Nolik wurde im Frühjahr 2015 als Fundtier von Hundefängern ins Shelter eingeliefert. Vielleicht gehörte er zu jemandem, der ihn vor die Tür setzte, als er ihn nicht mehr gebrauchen konnte; oder er kam auf der Straße zur Welt und schlug sich dort irgendwie durch, bis er den Hundefängern in die Schlinge ging. Seitdem sitzt er in seinem spartanischen Gefängnis, eingesperrt auf wenigen Quadratmetern mit weiteren Leidensgefährten und wartet. Er hat ja sonst nichts zu tun. Dabei ist Nolik mit seinen acht Jahren immer noch ein äußerst aktiver Hund, der es liebt sich zu bewegen und zu spielen. Aber mehr als aufstehen, sich um die eigene Achse drehen und wieder hinlegen lässt der enge Zwinger nicht zu.




Umso mehr genießt der gesellige Rüde die wertvollen Augenblicke, die er einmal in der Woche mit den freiwilligen Betreuern verbringen darf. Dann tanzt er um sie herum, wirft sich vor ihnen auf den Rücken, lässt sich hingebungsvoll den Bauch kraulen, verteilt großzügig mehr oder weniger feuchte Hundeküsschen und ist zu jedem Spaß bereit. Wenn die kurze Stunde vorüber ist, trottet er mit gesenktem Kopf zurück in seine Zelle, legt sich nieder, bettet den Kopf auf seine Pfoten  und wartet weiter.






Der anhängliche Hundejunge mit der aparten Fellzeichnung und dem lieben Gesicht wurde sogar schon auf einer öffentlichen Tierschutzveranstaltung in Moskau vorgestellt. Man war allgemein entzückt von dem freundlichen Blonden, jedoch wollte ihn leider niemand adoptieren. Möglicherweise liegt das an seinem kleinen Schönheitsfehler, einem leichten Unterbiss, den er vermutlich einem harten Schlag oder derben Fußtritt verdankt.





Ich persönlich finde ja, genau das verleiht ihm etwas Einzigartiges und Apartes. Überhaupt passen Hunde wie Nolik haargenau in mein Beuteschema, und ich würde ihn am liebsten vom Fleck weg adoptieren. Nur würde unser uralter Woody keinen Neuzugang mehr dulden und wir täten niemandem einen Gefallen, wollten wir es um jeden Preis versuchen.


Wenn auch Sie Noliks besonderem Charme erliegen und ihm gern ein Körbchen auf Lebenszeit schenken möchten, dann wenden Sie sich bitte an uns. Vielen, lieben Dank!



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UND ICH SEHE NUR DIE RÜCKLICHTER!

So erging es der armen Taiga: Sie hatte ein Zuhause in Aussicht, die Vorkontrolle verlief auch sehr zufriedenstellend. Jedoch wurde der Übernahmetermin seitens der Adoptanten mehrmals verschoben – bis es schließlich hieß, man müsse zwei Hunde aus dem Bekanntenkreis in Pflege nehmen und könne Taiga daher nicht mehr gebrauchen. Die liebe Hündin harrt also weiterhin in ihrem Gefängnis aus und mit jedem Tag schwindet ihre Hoffnung auf ein eigenes Zuhause ein Stückchen mehr.


Derartige Ausreden hören wir immer wieder; Sie ahnen gar nicht, wie viele plötzliche Krankheits- und sogar Todesfälle sich in den vorgesehenen Adoptivfamilien ereignen, wenn der Transport näherrückt. Mich regt das furchtbar auf, weil ich es total unfair finde; denn die Hunde – besonders die Älteren wie Taiga – verlieren dadurch kostbare Zeit, in der wir für sie vielleicht ein anderes Zuhause hätten finden können. Man denke doch bitte gründlich nach und überlege es sich genau, bevor man sich um einen Hund bewirbt.


So fand die Reise ohne Taiga statt und wir machen uns erneut auf die Suche nach einem warmen Plätzchen für die Süße – bei lieben Menschen, die es ernst mit ihr meinen und ihre Meinung nicht von einer Minute zur nächsten ändern.



"Sensucht heißt das alte Lied der Taiga, das schon damals meine Mutter sang" - so lautet es in einem Lied der wunderbaren, früh verstorbenen Sängerin Alexandra.




Sehsucht hatte sicherlich auch schon Taigas Mutter. Sehnsucht nach einem Zuhause voller Wärme, gutem Futter, Liebe und Geborgenheit.


Wie viele Abschiede muss Taiga noch ertragen? Sie wartet seit 7 Jahren auf ihre Chance.


Es war im August 2014, als Taiga mit ihren drei Welpen ins riesige Shelter Kozhuhovo kam. Sie war eine sehr fürsorgliche Mutter, und zum Glück fanden alle ihre Kleinen schon bald ein Zuhause. Nur Taiga nicht… sie lebt noch immer im Shelter.



 

Das Leben dort ist hart, besonders in den eisigen russischen Wintern und brütend heißen Sommern. Schon viele Hunde haben hier ihre Gesundheit geopfert; denn es ist ein Leben in einem kleinen Außenzwinger, mit schlechtem Futter und nur wenig menschlicher Ansprache. Doch Taiga macht das Beste daraus.


Das Schönste für sie ist, wenn die freiwilligen Helfer am Wochenende ins Shelter kommen und auch ihren Zwinger für kurze Zeit öffnen. Dann rennt und springt sie mit den anderen Hunden durch die Gänge des Shelters und drückt sich an ihre Betreuer. Denn Taiga mag die Menschen sehr und freut sich, wenn auch sie endlich ein wenig Aufmerksamkeit bekommt.

 

In diesem Video können Sie Taiga im Auslauf sehen:



Und wie sie mit anderen Hunden spielt:



Auch an der Leine läuft sie wunderbar:



Doch immer folgt das Unvermeidbare - die Rückkehr in den Zwinger, an den Ort, wo die Träume zerplatzen. Ein letztes Wort, ein letzter Blick… nichts kann Taiga dann die Gewissheit des nahenden Abschiedes nehmen. Sie kennt die Abläufe und weiß genau, die Freiwilligen gehen und sie bleibt zurück. Die gerade noch so fröhliche Taiga ist dann wieder für eine ganze Woche allein in ihrer Einsamkeit.


So geht das nun schon 7 Jahre. Viele Hunde haben in dieser Zeit das Shelter verlassen. Sie fanden ein Zuhause oder sind verstorben. Neue Hunde kamen hinzu. Für Taiga änderte sich in all dieser Zeit nichts. Sie gehört zu den Langzeitinsassen, den ewig Vergessenen und Übersehenen.


Bald schon wird einer ihrer langjährigen Zwingergefährten das Shelter verlassen. Er wartete ebenfalls viele Jahre und hat nun endlich seine Familie gefunden. Taiga wird auch diesen Abschied überstehen… wie vorher so viele in ihrem Leben.


Dennoch oder gerade deswegen möchte ich nichts unversucht lassen, dass auch Taiga endlich eine Chance bekommt. Denn irgendwo muss es doch auch einen lieben Menschen für Taiga geben. Hoffentlich finden wir ihn.




Bitte helfen Sie mit!

 

Taiga ist eine freundliche Hündin. Sie ist aufgeweckt, verspielt und aktiv. Sie genießt die wenigen Streicheleinheiten der Betreuer sehr. Mit anderen Hunden verträgt sich Taiga gut. Besonders größere Rüden, mit denen sie toben kann, haben es ihr angetan.


Taiga wurde ca. 2012 geboren, ist ca. 55 cm hoch und bereits geimpft, gechipt und kastriert. Die Ausreise und Vermittlung erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". Für Taiga suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.


Liebe Taiga, ich hoffe so sehr, dass Deine Sehnsucht bald Erfüllung findet und Du nicht mehr so viele Momente des Abschieds erleben musst. Ich hoffe und suche ein Zuhause für Dich.




Wichtige Daten im Überblick:


Hündin,  ca. 9 Jahre alt (geb. ca. 2012),  ca. 55 cm,  kastriert


gut verträglich mit Artgenossen,  freundlich zu Menschen; verspielt und aktiv,  läuft gut an der Leine


noch im Shelter in Russland,  Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden. Endgültiges Zuhause gesucht!


Vermittlerkontakt/Fragen:


Daniela Bansche


Tel.: 05371-687266


eMail: d.bansche@gmail.com


fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Nickname 28.06.2022, 18.50 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 66 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.





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