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Tag: Gebell
DAXTER - SECHS JAHRE AUF DEM SPRUNG. DARF ICH DIESMAL MIT?

DAXTER
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 02/2020
Schulterhöhe: 52 cm
Als ich 2021 in dieses Hundelager kam, war ich gerade ein Jahr alt und wollte nur eins: wieder raus. In meinem ersten Inserat stand damals: „Gibt es da draußen jemanden, der mir dabei helfen mag? Ich kann nicht schreiben. Also lebe ich diese Frage. Jeden Tag.
Die Antwort ist bis heute nicht gekommen. Aber ich habe immer wieder geglaubt, dass sie kommt.
Schon 2022 fahren die Transporter mehrmals auf den Hof. Ich höre sie, bevor sie um die Ecke kommen! Pfoten auf Beton, volle Fahrt, Vollbremsung am Gitter. Beste Position: ganz vorn. Viele Hunde dürfen mit. Ich nicht. Na gut, dann eben beim nächsten Mal.

Auch 2023 kommen die Transporter wieder. Ich bin natürlich da. Diesmal stecke ich den Kopf gleich zwischen die Stäbe, damit mich wirklich keiner übersieht. Andere Namen werden gerufen. Meiner nicht. Ich schaue hinterher, bis die Rücklichter verschwunden sind. Dann noch ein Stück länger. Man weiß ja nie...
Irgendwann, 2024, fange ich an, die Geräusche auswendig zu lernen. Beton. Gebell. Nächte, in denen sich nichts ändert. Ich kenne inzwischen auch die Geräusche, wenn ein Hund abgeholt wird: Schritte. Eine Tür. Ein Motor. Und dann die Stille. Die ist am schlimmsten. Trotzdem bleibe ich noch kurz stehen. Danach lege ich mich hin. Dann sieht wenigstens keiner, dass ich gewartet habe.

2025 werde ich fünf. Ich kam als Einjähriger hierher und habe mein ganzes Erwachsenenleben hinter Gittern verbracht. Ich weiß nicht, wie ein Sofa riecht. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn abends jemand das Licht ausmacht und ich bleiben darf. Ich weiß nur, wie es ist, wenn Hunde, die nach mir kamen, vor mir gehen.
Jetzt ist 2026, und ich bin sechs. Wenn die Transporter kommen, stehe ich immer noch als Erster am Gitter. Frag mich nicht, woher ich die Hoffnung nehme. Ich glaube, ich habe nie gelernt, damit aufzuhören. Vielleicht ist das mein Fehler. Vielleicht ist es aber auch das Einzige, was ich richtig gut kann.

Und nun kommt der Teil, in dem ich mich verkaufen soll. Darin bin ich schlecht. Ich habe ja nie geübt. Also einfach die Fakten: Ich bin 52 Zentimeter Charme, kastriert, freundlich und menschenbezogen. Ich suche den Kontakt zu Menschen von mir aus und gehe gut an der Leine. Mit Rüden und Hündinnen lebe ich friedlich zusammen. Katzen finde ich spannend. Faucht eine mich an, nehme ich es nicht übel und gehe lieber einen Schritt zurück. Ich bin einer, der mit allen auskommt.

Was mir fehlt, ist jemand, der mich mitnimmt.
Ich wurde nie zurückgebracht. Ich habe niemanden enttäuscht. Ich hatte überhaupt nie die Chance, etwas falsch zu machen. Ich war einfach nie derjenige, der mitdurfte. Sechs Jahre lang nicht.

Du hast bis hierhin gelesen. Das ist mehr, als viele für mich getan haben. Und natürlich habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn mich endlich jemand abholt. Nicht den großen Moment. Sondern den ersten Abend.
Du machst das Licht aus. Ich überlege kurz, ob ich gehen muss. Dann merke ich: Ich darf bleiben.

Wahrsheinlich werde ich die ganze Nacht nicht wissen, was ich mit dieser Ruhe anfangen soll. Und am Morgen stehe ich als Erster an der Tür. Nicht mehr am Gitter.
Das ist alles, was ich mir wünsche: einen Ort, an dem ich nicht der Erste sein muss, um gesehen zu werden.

Bitte. sei du diesmal der Mensch, der meinen Namen ruft.
Meine Vermittlerin wartet auf deinen Anruf. Sie erzählt dir alles, was du über mich wissen möchtest. Und wenn der nächste Transporter kommt, muss ich vielleicht nicht mehr hinterhersehen.
Dein Daxter
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
10.10.2026, 21.05 | (0/0) Kommentare | PL
DAIANA - BEVOR IHRE WELT GANZ DUNKEL WIRD

Daiana
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 63 cm
Seit über vier Jahren lebt Daiana nun im Lager. Vier Jahre voller Unruhe, Gebell und Einsamkeit. Vier Jahre, in denen sie Abend für Abend allein in ihrem Zwinger eingeschlafen ist, ohne zu verstehen, warum niemand sie mit nach Hause nimmt. Doch inzwischen läuft ihr die Zeit davon: Durch einen Grauen Star wird ihre Welt zunehmend unschärfer.

Für Daiana bedeutet das weit mehr, als schlechter zu sehen. Vertraute Konturen verschwimmen, Bewegungen lassen sich schwerer einschätzen. Irgendwann wird sie die Gesichter der wenigen Menschen, die an ihrem Zwinger vorbeigehen, vielleicht nicht mehr erkennen können – nur noch Schatten, die kommen und wieder gehen, so wie all die Jahre zuvor.

Gerade dann wird ihr fehlen, was sie schon jetzt so dringend braucht: eine vertraute Stimme, feste Abläufe und ein Mensch, an dem sie sich orientieren kann.
Wie muss es sich anfühlen, wenn die Welt um einen herum immer undeutlicher wird und niemand da ist, der Sicherheit gibt? Wenn die Gitterstäbe des eigenen Zwingers zu den letzten Dingen gehören, die man noch klar erkennen kann?

Noch ist Daiana selbstbewusst, kontaktfreudig und voller Lebenswillen. Sie geht offen auf Menschen zu, sucht ihre Nähe und läuft gut an der Leine. Dass sie sich nach mehr als vier Jahren im Zwinger ihre Offenheit bewahrt hat, ist alles andere als selbstverständlich. Sie schenkt einem Menschen damit etwas ganz Besonderes: ihr Vertrauen.

Doch auch die stärkste Hoffnung kann irgendwann leiser werden. Deshalb braucht Daiana jetzt (einen) Menschen, die ihr eine echte Chance geben.
Und diese(n) möchte sie ganz für sich allein haben. Daiana sucht keinen Platz in einem Rudel und kein Zuhause mit Katzen. Sie braucht die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Bezugsperson; jemanden, der nur für sie da ist. Sie hat schon lange genug geteilt: einen Zwinger, die wenigen Momente menschlicher Aufmerksamkeit und eine Zukunft, die bisher nur aus Warten bestand.

Daiana hat bereits mehr als vier Jahre verloren. Sie sollte nicht auch noch das verlieren, was sie von ihrer Welt noch klar erkennen kann, bevor sie endlich erfährt, wie es sich anfühlt, nach Hause zu gehören.
Noch ist Zeit. Zeit, ein Zuhause kennenzulernen, bevor ihre Welt weiter verblasst. Zeit für eine vertraute Stimme, die ihr Halt bietet. Für Hände, die sie behutsam führen und ihr zeigen, dass sie nicht mehr allein ist. Für feste Abläufe und vertraute Wege, die ihr Sicherheit geben, wenn ihre Augen ihr irgendwann nicht mehr den Weg zeigen können.

Können Sie Daiana dieses Zuhause geben? Dann melden Sie sich bitte jetzt bei ihrer Vermittlerin – jeder Tag zählt.
Sie können Daiana nicht aufnehmen? Dann teilen Sie bitte ihre Geschichte. Vielleicht kennen Sie genau den Menschen, der schon lange auf einen Hund wie Daiana wartet.
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
10.10.2026, 20.17 | (0/0) Kommentare | PL
ICH HÄTTE SO GERN EIN SCHÖNES GESCHIRR! PALMA

PALMA
Hündin
geb.2007
geimpft, gechipt, kastriert
warmes Plätzchen für geruhsamen
Lebensabend gesucht
Zu alt für ein Happy End? Oder gibt es
vielleicht doch noch Hoffnung auf ein liebevolles Zuhause für dich?
Seit elf Jahren wartest du nun schon
vergeblich auf deine(n) Menschen. Im Juli 2011 musstest du in dem riesigen,
furchteinflößenden Shelter Kozhuhovo bei
Moskau Einzug halten und durftest es seitdem nie wieder verlassen.
Das Leben zog unaufhaltsam an dir vorüber, während du hinter
Gittern saßest, eingesperrt in einem engen Außenkäfig unter für uns
unvorstellbar harten Lebensbedingungen.
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In der ersten Zeit bekam dich niemand zu Gesicht. Die beängstigende
Situation, die fremden, oft nicht gerade freundlichen Menschen und das immerwährende
Gebell von 3000 Mitgefangenen machten dir Angst. So verkrochst du dich in
der winzigen Holzhütte und versuchtest, dich möglichst unsichtbar zu machen.
Eines Tages jedoch entdeckte dich eine der Betreuerinnen und nahm sich der deiner an. Mit viel Geduld half sie dir dabei, deine Schüchternheit zu überwinden und gewann ganz allmählich Stück für Stück dein Vertrauen. schüchternen Hündin an. Sie übte mit dir, an der Leine zu gehen, und heute machst du das richtig gut. Allerdings möchtest du kein Halsband tragen, sondern lässt dich nur am Geschirr führen. Ich denke, dass dir die Hundefänger damals diese fürchterliche Metallschlinge und den Hals gelegt haben, als sie dich einfingen, und das Halsband erinnert dich an diesen schrecklichen Moment.

Auch magst du nicht mit den anderen in den Auslauf gehen. Du verstehst dich zwar gut mit deinen Artgenossen, bist umgänglich, friedfertig und verträglich. Aber dort, zwischen all den vielen, teils jungen und kräftigen Hunden ist es dir zu turbulent. Lieber gehst du mit deiner Betreuerin in den Gängen zwischen den Zwingerreihen ein wenig spazieren. Du bist ja auch schon ein älteres Mädchen und spürst sicher die vielen Jahre auf schmutzigem, nasskaltem, Holzboden in deinen Knochen.

Viele Jahre teiltest du dir den Zwinger mit einem sanften, freundlichen Rüden namens Zhuk. Dieser hat es geschafft, er fand seine Menschen und lebt nun geliebt und glücklich in seinem eigenen Zuhause. Und so hegen wir diese Hoffnung nun auch für dich.
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb
Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
25.07.2024, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL
WAS WIRKLICH ZÄHLT AUF DIESER WELT, DAS BEKOMMT MAN NICHT FÜR GELD! DINA

DINA
Hündin
geb. 2016
55 cm Schulterhöhe
keine Krankheiten bekannt
geimpft, gechipt, kastriert
sehr verträglich mit
Artgenossen
Herzensmensch(en)
für immer gesucht!
Kann man etwas
vermissen, das man niemals kannte? Ja, die Liebe und Fürsorge eines Menschen – Deines
Menschen – die kannst Du schmerzlich vermissen, ohne sie niemals gekannt zu
haben. Aber manchmal werden Wunder wahr, und vielleicht gibt es doch noch ein
Glück für Dich.
Du kamst im April 2019 ins riesige Moskauer Shelter Kozhuhovo, gemeinsam mit Deinem Söhnchen, welches damals ein winziger Welpe war. Seit mittlerweile drei endlos langen Jahren bist Du weggeschlossen, als eine von dreitausend vergessenen Hunden. Was tun, um diesem Gefängnis zu entfliehen, was tun, um jemandem aufzufallen, um Deine(n) Menschen fürs Leben zu finden?

Lange tatest Du Dich schwer im Shelter. Nur langsam gewöhntest Du Dich an die harten Bedingungen, ließest die anderen Hunde links liegen und mochtest nicht einmal spazieren gehen. Bis heute spielst Du nicht mit Deinen Leidensgefährten, obwohl Du keine Probleme mit ihnen hast und mit allen gut auskommst. Dein Sohn, mit dem Du Dir den Zwinger teilst, reicht Dir als Gesellschaft völlig aus.
Deine größte Freude jedoch sind die Menschen. Wenn die Freiwilligen das Shelter besuchen und Dich mit in den Auslauf nehmen, kannst Du nicht genug davon bekommen, Dein Köpfchen in die Hände Deiner Betreuerin zu legen und Dich streicheln zu lassen. Darauf wartest Du die ganze, lange Woche über; diese wenigen kostbaren Augenblicke geben Deinem trostlosen Dasein einen Sinn, sie lassen Dich durchhalten unter Bedingungen, die wir uns für keinen Hund wünschen.

Von Deinem Wesen her bist Du ruhig und ausgeglichen. Du gehst brav und folgsam an der Leine, obwohl das im Shelterbereich, mit dem nie enden wollenden Gebell und den vielen Begegnungen mit Deinen Artgenossen, nicht immer einfach und immer mit großem Stress verbunden ist.
Außerdem fährst Du perfekt im Auto mit, weil Du genau weißt, dass Du dann wieder ein wenig Zeit mit Deiner geliebten Betreuerin verbringen darfst. Im vergangenen Jahr besuchtest Du nämlich zahlreiche Veranstaltungen, um Dich zu präsentieren und vielleicht ein Zuhause in Russland zu finden. Dabei hast Du Dich stets von Deiner besten Seite gezeigt, warst auch Fremden gegenüber sanft und freundlich. Nur geholfen hat es Dir leider nicht. Ein großer, überwiegend schwarzer Hund wie Du, der nichts Außergewöhnliches ist für den, der Dich nur mit den Augen und nicht mit dem Herzen ansieht, hat in Russland leider überhaupt keine Aussichten auf ein eigenes Zuhause.

Darum machen wir uns jetzt hier in Deutschland auf die Suche für Dich: Nach einem freundlichen Menschen, einer verständnisvollen Familie, die Dich in ihr Herz schließen, Deine zärtliche Hundeseele zu schätzen wissen und sich nicht an Deiner Herkunft stören – denn was kannst Du dafür, dass Du gerade in Russland geboren bist?
Du wartest, denn Du
vermisst, was Du niemals kanntest.
Vielleich möchten Sie
Dinas Warten ein Ende bereiten? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen
lieben Dank!
Gassigehen in Moskau:
Beim Wettbewerb:
Im Shelterauslauf:
Dina holt sich Streicheleinheiten ab:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail:
Ulrike.Worringer@procanes.org
11.01.2024, 19.48 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

