Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

GEKAUFT, WIE GESEHEN

Unser erstes Beschnuppern verlief vielversprechend. Wir mussten allerdings eine Viertelstunde auf Lucky warten, weil der noch beim Tierarzt war. Auf unsere Frage, ob er denn krank sei, hieß es, man wüsste nur, dass er ein leichtes Leberleiden hätte, wofür er Medikamente bekäme. Die wollte man uns mitgeben, falls unsere Wahl auf ihn fiele. Im Übrigen könnten wir in lebenslang kostenlos im Tierheim behandeln lassen. Damit gaben wir uns zufrieden.

 

Endlich ging die Sprechzimmertür auf und eine Tierpflegerin erschien mit Lucky. Der sah sich kurz um, steuerte dann zielstrebig auf uns zu und präsentierte mir sein Hinterteil. Nun war Schwanzwurzelkraulen angesagt, das er mit wohligem Grunzen begleitete. Dabei legte er einen gekonnten Steptanz à la Fred Astaire auf den gefliesten Boden. Wie es aussah, hatte er seine Entscheidung bereits getroffen!



 

Zu dritt unternahmen wir dann einen Spaziergang über das Tierheimgelände. Der Beste -  schon ganz stolzes Herrchen – führte die Leine, brav und ohne zu ziehen lief Lucky nebenher. Offensichtlich war er ein sehr kontaktfreudiger kleiner Hundemann. Er begrüßte unterwegs jeden mit freudigem Schwanzwedeln und staubte viele Streicheleinheiten und Leckerlis ab.

 

Nach unserem Rundgang unterschrieben wir im Tierheim den so genannten Gassivertrag und konnten Lucky zunächst probeweise für eine Woche mit nach Hause nehmen. Es kostete uns einige Überredung und noch mehr Häppchen, bis er sich ins Auto setzen ließ. Wir verstanden das, schließlich musste er schon mal so eine Fahrt ins Ungewisse antreten, und inzwischen war das Tierheim seine neue Heimat geworden. Bestimmt würde er sich bald an uns gewöhnen, so dachten wir zuversichtlich.


   

Nickname 07.09.2018, 13.27 | (0/0) Kommentare | PL

IN ABSCHIEBEHAFT

Wieder zu Karlchen, der damals noch Lucky hieß. Unsere Trauer um Schnuppe war grenzenlos, doch wir wussten, die Süße würde es gutheißen, dass wir uns schon bald wieder nach einem neuen Lebensabschnittsgefährten umsahen. So viele hoffen auf ein schönes Zuhause, und wir nehmen unseren gewesenen Lieblingen ja nichts weg. Im Herzen bleiben sie sowieso für immer bei uns. Ich finde, hierher passt gut das "Testament eines Hundes":


Wenn Menschen sterben, 

machen sie ein Testament,

um ihr Heim und alles, was sie haben,
 denen zu hinterlassen,
die sie lieben.

Ich würde auch solch ein Testament machen,

 wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
 würde ich
mein glückliches Zuhause hinterlassen, 
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnden Hand, die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
 zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, 
gehalten im tröstenden Arm.

Und wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:

„Nie wieder werde ich einen Hund haben,
 der Verlust tut viel zu weh!"
Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus
 und gib ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurücklasse,
 ist alles, was ich geben kann. 




Es gibt da draußen zig Tausend solcher armen, einsamen Wesen, und ich würde so gern noch  ganz vielen davon ein gemütliches Heim bieten. Leider ist mein Leben dafür nicht mehr lang genug.-


 Auf der Internetseite des Berliner Tierheims entdeckte ich den kleinen Terrier-Schäferhundmischling namens Lucky und verliebte mich in sein rührendes Opagesicht. (Mein Großvater hieß Karl, daher hatte das Hündchen seinen späteren Namen). In der Beschreibung stand, er wurde zusammen mit seinem Sohn abgegeben. Angeblich, weil die Leute Nachwuchs erwarteten und in eine größere Wohnung umziehen mussten, in der Hunde nicht erlaubt waren. Entschuldigung?! Natürlich steht es jedem frei, sich zu vermehren oder nicht. Das ist aber kein Grund, zwei altgediente, treue Hausgenossen einfach abzuschieben. Dann sucht man eben so lange, bis sich etwas findet, das für alle passt. Dass der Wohnungswechsel nur eine faule Ausrede gewesen war, begriffen wir einige Zeit später.

 

Der Junior hatte bereits weiter vermittelt werden können, Lucky war übrig geblieben. Das ist leider typisch: Hundesenioren warten in den Tierheimen oftmals lange und nicht selten vergeblich auf ein neues Zuhause. Dabei sind, nach unserer Erfahrung, gerade sie die dankbarsten, angenehmsten und bescheidensten Mitbewohner, die man sich wünschen kann! 



Nickname 06.09.2018, 07.51 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

NEUER HUND, NEUES GLÜCK?



Nachdem unser geliebtes Schnuppchen ihrem Kumpel Charly über die Regenbogenbrücke gefolgt war, standen wir zum ersten Mal allein da. Sonst war von zwei Hunden ja immer einer übrig geblieben. Ich bin mit Tieren aufgewachsen und ein Leben ohne Fellkind wäre für mich kein richtiges mehr. Aha, höre ich ein paar aufmerksame Leser sagen, Hunde sind für sie ein Kindersatz. Nein, sind sie nicht. Einen Ersatz sucht man für etwas, das man sich wünscht, aber nicht bekommen kann. Für mich stand bereits mit fünfzehn Jahren fest, dass ich keine Kinder wollte. Dem Besten war es zum Glück egal, und so blieb es dabei.


Wir verniedlichen und vermenschlichen unsere Vierbeiner nicht, wie manche Leute das tun. Die stecken die armen Viecher in alberne Kleidchen, behängen sie mit echten oder unechten Klunkern, lackieren ihnen die Krallen, lassen sie vom Hundefrisör bis zur Unkenntlichkeit stylen und stellen sie bei langweiligen Schönheitswettbewerben zur Schau. Ein wahres Hundeleben! Natürlich verwöhnen wir unsere Lieblinge. Wir geben ihnen so viel Freiheit, wie heutzutage noch erlaubt ist (gerne auch ein bisschen mehr) und machen ihnen das Leben, das ihnen schon übel genug mitgespielt hat, möglichst angenehm. Außerdem mag ich den Ausdruck Fellkind, ich finde ihn schön.


Nickname 05.09.2018, 15.54 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

FÜR EINEN FREUND



Mein liebes Karlchen! (20. November 2012)


Heute vor einem Jahr bist du über die Regenbogenbrücke gegangen. Viel zu früh, gerade mal achteinhalb Monate lang durften wir dich lieb haben. Du warst ja schon ein älterer Herr von zwölf oder dreizehn Jahren, als wir dich adoptierten. Trotzdem hättest du bei uns noch lange ein schönes Leben haben können – wäre da nicht der Bauchspeicheldrüsenkrebs gewesen. Wir hatten keine Ahnung, wie krank du warst, als wir dich zu uns nahmen, denn das hatte man den Mitarbeitern im Tierheim verschwiegen. Es hieß nur, du hättest ein leichtes Leberleiden, das aber mit Tabletten gut behandelt werden könne. In Wahrheit warst du todkrank, wie unsere Tierärztin durch Blutuntersuchungen, Ultraschall und Röntgenbilder herausfand. Die Menschen, bei denen du vorher lebtest, haben sich einfach nicht genügend gekümmert; und als sie merkten, du bist krank und fängst an, Geld zu kosten, haben sie dich zusammen mit deinem Sohn kurzerhand ins Heim abgeschoben. Vielleicht machen es ihre Kinder eines Tages mit ihnen ebenso; dann werden sie am eigenen Leib erfahren, wie sich das anfühlt. Hätten wir Bescheid gewusst – du wärst trotzdem unser Hund geworden. Nur hätten wir uns dann darauf einrichten können, dass uns keine längere gemeinsame Zeit vergönnt sein würde.


Wir haben wirklich mit allen Mitteln um dein liebes Leben gekämpft und das Menschenmögliche versucht. Es war zu spät, aber weißt du, ein halbes Jahr lang hatten wir doch eine richtig gute Zeit. Du durftest sogar noch lernen, dass man vor anderen Hunden keine Angst haben muss, und ich war so stolz auf dich, als du tapfer an einem ganzen Rudel vorbei liefst, ohne zu knurren oder auch nur mit der Wimper zu zucken. Du warst genauso stolz, das konnte ich merken. Deine Furcht vor Gewittern und dem Knacken in der Heizung hättest du auch noch überwunden, wenn dir nur genügend Zeit geblieben wäre.


Die Entscheidung für den Abschied hast du uns nicht leicht gemacht. Zweimal hatten wir die Tierärztin schon um ihr Kommen gebeten. Beim ersten Mal hast du sie gesehen, gewufft und bist auf deinem Sofa verschwunden. Sie sagte, einem Hund, der mich noch anbellt, wenn ich komme, ist noch nicht alles egal, der möchte noch nicht sterben. Beim zweiten Mal hattest du nach Tagen plötzlich wieder angefangen zu fressen, das hielten wir für ein gutes Zeichen und schöpften erneut Hoffnung. Aber dann ging es doch ganz schnell. Du rührtest nicht einmal mehr die feinsten Leckerbissen an, zogst dich von uns zurück und wolltest nur noch an deinem Lieblingsplätzchen im Garten liegen. Da wussten wir, dass es soweit war. Die Tierärztin kam, um dir die Spritze zu geben. Leider fand sie keine Vene mehr, weil du schon innerlich blutetest, und sie musste in deinen Po pieken. Das tat weh, und deinen Schmerzenslaut höre ich immer noch. Verzeih mir, mein Kleiner, wir hätten dir das so gern erspart, aber es ging doch nicht anders.


 Nachdem du eingeschlafen warst, haben wir noch lange bei dir gesessen und dich gestreichelt. Wendy war ganz still und in sich gekehrt, sie hat gespürt, was geschehen war. Obwohl ihr nur wenige Monate ein Team wart, hing sie doch an dir. Dann kam der Tierbestatter und holte dich ab. Das ist jedes Mal der schrecklichste Moment, wenn einer von euch aus dem Haus getragen wird. Herrchen ging danach mit Wendy spazieren, und ich wusste mich nicht anders zu trösten, als mich an den Computer zu setzen und nach einem neuen Hund Ausschau zu halten. Eine Freundin hatte mir einmal erzählt, Hunde würden ihren Nachfolger aussuchen. Inzwischen weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das stimmt. Und Karlchen, du hast gut gewählt. Barny ist ein feiner, lieber kleiner Kerl. Trotzdem vergessen wir dich nicht, so wenig wie wir die anderen vergessen. Hab Dank für die besondere Zeit mit dir. Eines Tages sehen wir uns alle wieder.


In Liebe,
Dein Frauchen (mit Herrchen, Wendy und Barny)


Nickname 04.09.2018, 16.34 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

WIE KOMMT MAN AUF DEN HUND?



Hin und wieder werde ich gefragt, wie sucht ihr eigentlich eure Hunde aus? Dann antworte ich: Gar nicht! Wir nehmen, was wir zugewiesen bekommen. Ich bin davon überzeugt, dass Tiere ihre Nachfolger selbst bestimmen. Das klingt manch einem vielleicht zu esoterisch. Eine Bekannte aus der Nachbarschaft war ebenfalls skeptisch; aber dann hatte sie ein Erlebnis, das sie nachdenklich werden ließ:

 

Im Frühjahr musste sie ihre über alles geliebte Kitty nach einundzwanzig Jahren einschläfern lassen. Sarina und ihr Lebensgefährte hatten das Kätzchen damals in Niedersachsen vor einem Bauern, der es ertränken wollte, gerettet und mit der Flasche aufgezogen. Nun waren beide untröstlich und wollten kein neues Tier mehr. Am Freitag sah ich sie dann mit einer großen Packung Katzenstreu aus dem Auto steigen. Ich fragte, na, habt ihr Familienzuwachs bekommen? Ja, erklärte Werner, die Wohnung kam uns plötzlich so leer vor, keiner da, der sich freut, wenn man nach Hause kommt.

 

So fuhren sie, ohne besondere Vorstellungen, ins Tierheim. Nur dass es eine schon etwas ältere Katze sein sollte, darüber waren sie sich einig. Eine nette Pflegerin führte die Beiden herum und zeigte ihnen ihre Schützlinge; darunter auch ein süßes, schwarz-weißes Katerchen, dem leider ein Bein fehlte. Werner hätte den Kleinen trotzdem genommen, aber Sarina sagte, nenn mich oberflächlich, ich bin auch Ästhetin und möchte gern ein Tier haben, an dem alles dran ist. (Ich will das hier nicht bewerten, das entscheidet jeder für sich). Der Kleine war auch erst drei Jahre alt und kam schon deswegen nicht in Frage.

 

Die Tierpflegerin brachte sie zu einem weiteren Gehege und meinte, vielleicht wäre ja unsere Minou etwas für Sie. Die Süße ist ungefähr neun Jahre alt, allerdings sehr menschenscheu. Man hat sie in einem Pappkarton einfach hier vor dem Tierheim abgestellt! Sarina und die Katze sahen sich an – es war Liebe auf den ersten Blick. Werner war ebenfalls einverstanden, so wurde Minou von den Beiden adoptiert.

 

Und dann, als wir den Übernahmevertrag unterschrieben haben, erzählte mir Sarina, kam der Moment, als ich Gänsehaut kriegte und an das denken musste, was du über Tiere und ihre Nachfolger gesagt hast: Minou wurde am 23. April vor dem Tierheim ausgesetzt – an dem Tag, als Kitty über die Regenbogenbrücke ging…



Nickname 03.09.2018, 10.47 | (0/0) Kommentare | PL

WARUM NICHT? DARUM!

Andererseits, weil die Welt keinen weiteren Hunderatgeber braucht. Die sprießen seit zwanzig Jahren wie Pilze aus dem Boden, in Bibliotheken füllen sie meterlange Regale. Dabei haben sie ein großes Manko: Sie sind in der Regel sehr allgemein gehalten. Man erfährt, wie man den Hund am besten ernährt, am sinnvollsten beschäftigt und am erfolgreichsten erzieht.

 

DEN Hund gibt es aber nicht; glücklicherweise, möchte ich sagen. Hunde sind Individualisten, keiner gleicht fellgenau dem anderen – ebenso wie kein Mensch aufs Haar dem anderen gleicht. Das gilt für Rassehunde, die zwar nach bestimmten Standards gezüchtet werden und dementsprechend eine Reihe von Gemeinsamkeiten aufweisen. Und es gilt gleich doppelt für gebrauchte Hunde und solche mit Migrationshintergrund. (Früher sagte man schlicht Auslandshunde dazu). 



 

Der „Second –Hand“ – Hund aus dem deutschen Tierschutz  hat dabei einen leichten Heimvorteil. Du erfährst, wenn es gut läuft, wenigstens ein paar rudimentäre Einzelheiten aus seinem Vorleben. Daraus kannst du dann zumindest ansatzweise auf seinen Charakter schließen und entscheiden, ob er eventuell zu dir passt. Vor Überraschungen bist du trotzdem nie sicher; erst recht nicht beim ehemaligen Insassen der rumänischen Smeura, dem Ex-Häftling aus den italienischen Canili, der polnischen Tötungsstation oder der spanischen Perrera. Hier beginnst du beim kleinen Einmaleins.

 

Wir sind mit unseren Regenbogenkindern Pit, Ajax 1, Ajax 2, Troll, Holly, Molly, Bella, Charly, Schnuppchen, Karlchen, Wendy, Julchen und Bobby sowie unseren -Gott sei Dank !- noch quicklebendigen Wegbegleitern Barny, Nelly und Woody sechzig Jahre lang durch eine gute Schule gegangen. Inzwischen sind wir ungefähr bei der Mittleren Reife angekommen und was wir auf diesem langen Weg lernen durften, gebe ich gerne weiter. Wenn der eine oder die andere etwas davon für den eigenen Liebling nutzen kann, soll mich das freuen. Na dann…!


Nickname 02.09.2018, 09.49 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

GEKONNT, ABER NICHT GEWOLLT

An meinem Geburtstag steppte bei uns der Bär. Siebzehn Zwei- sowie neun Vierbeiner waren eingeladen, und alle kamen. Die meisten kannten sich vom Gassi gehen, da gab es keinerlei Probleme.

 

Mittags um eins ging die Party los und dauerte bis abends um zehn. Die Hunde spielten Einkriegezeck durch den Garten, vergnügten sich auf dem Parcours oder in den Pools. Die wurden nicht nur zum Planschen, sondern auch als gigantische Trinknäpfe genutzt und mussten alle halbe Stunde aufgefüllt werden. Dass die Tiere dabei ihren Spaß hatten, war nicht zu überhören, es wurde gebellt und gekläfft in sämtlichen Ton- und Stimmlagen.




Einmal im Jahr dürfen wir die Sau, vielmehr den Hund rauslassen, ansonsten müssen wir vorsichtig sein. Die Nachbarn haben, wenn überhaupt, nur einen Hund, mit dreien giltst du da schon als exotisch oder dekadent. Zum Glück war der 11. August ein Sonnabend, also eigentlich ein Werktag, da konnte keiner was sagen. Pünktlich zur 'Sperrstunde' kehrte dann ja auch wieder Ruhe ein.


Für die Tiere gab es ein eigenes Buffet. Mit Rücksicht auf Barny, der wegen seiner IBD nicht alles futtern darf, bestand es aus exotischen Fleischsorten und getreidefreien Leckerlis. Es wurde säuberlich bis zum letzten Krümel abgeräumt und Rikas Frauchen meinte, na hoffentlich schmeckt ihr jetzt zu Hause noch ihr normales Futter.


Anscheinend hatten alle nur auf das Stichwort gewartet, denn augenblicklich befanden wir uns mittendrin in einer heißen Disskssion über die richtige Hundeernährung. Als dienstälteste Hundlerin hatte ich so einiges beizutragen, und irgendwann sagte jemand, hör mal, du mit deinen Erlebnissen und deinen sechzig Jahren Erfahrung solltest wirklich ein Buch schreiben. Einen Ratgeber für Hundefreunde, sowas in der Art. Bestimmt könntest du den  Leuten allerlei nützliche und hilfreiche Tipps geben!


Ja, das könnte ich, tue ich aber nicht. Einerseits, weil man meistens doch nur tauben Ohren predigt. Da kann man noch so viel erzählen und erklären, sich den Mund fransig reden – am Ende macht jeder das, was er will und für richtig hält.


Das perfekte Beispiel sind unsere Nachbarn von schräg gegenüber. Als vor fünf Jahren Max, ihr Westhighland-Terrier, starb, wollten sie eigentlich keinen Hund mehr. Sie waren beide über siebzig, in dem Alter weiß man ja nie. Wenn da was passiert, wer kümmert sich dann um das Tier? Irgendwann wünschten sie sich aber doch wieder einen neuen Hausgenossen. Ich schlug vor, gemeinsam ins Tierheim zu fahren. Dort fänden wir sicher einen netten Hund, der im Alter zu ihnen passt und zusammen mit ihnen einen schönen Lebensabend verbringen könnte. Ich redete mit Engelszungen und pries die Vorzüge eines gebrauchten Hundes in den höchsten Tönen.


Sie schienen nicht abgeneigt, wollten es sich überlegen. Ein paar Wochen später kamen sie dann mit einem Westhigland-Terrierwelpen an. Empört berichteten sie, dass es erst im zweiten Anlauf geklappt hätte, weil der eine Züchter ihnen aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters keinen Welpen mehr verkaufen wollte. Der Mann hat sowas von recht getan!



Nickname 01.09.2018, 12.38 | (0/0) Kommentare | PL

EIN WIEDERSEHEN

"Ich kann nicht bleiben, ich muss nun gehen...
der Regenbogen ruft mit den schönsten Farben.
Aber immer, wenn es regnet und die Sonne scheint,
bin ich bei Dir und leuchte nur für Dich.
Denk immer daran: Du hast mich nicht verloren,
ich bin Dir den Weg nur vorausgegangen...




Der Tag wird kommen, an dem wir uns wiedersehen -
der Tag, an dem wir zusammen am Himmel wandeln."



Das ist ein Trost und vielleicht der einzige, den es gibt.

Nickname 29.08.2018, 15.58 | (0/0) Kommentare | PL

GEHT NICHT AN IHNEN VORÜBER!

Ich schenke mein Herz den Hundesenioren, die dankbar sind für streichelnde Hände, für langsame, gemütliche Spaziergänge, ein warmes Plätzchen auf dem Sofa und viel Liebe. Denn auch wir Menschen werden älter, aber deswegen haben wir doch immer noch ein Recht darauf, geliebt und geachtet zu werden!




Ihr geht an mir vorüber
und seht mich gar nicht an,
da springt ein wilder Feger,
gleich da nebenan.

***

Ihr geht an mir vorüber,
haltet endlich an,
ich mag so gerne Kinder
und springe auch nicht an.

***

Ihr geht an mir vorüber,
ich warte viel zu lang,
mit meiner grauen Schnauze.
Nun zittert auch mein Gang.

***

Ihr geht an mir vorüber,
nun steh ich nicht mehr auf.
Mich schmerzen meine Glieder,
Trauer nimmt ihren Lauf.

***

Ihr geht an mir vorüber,
mein Blick ist grau und leer,
Meine Hoffnung schwindet,
ich liebte euch so sehr.

***

Ihr geht an uns vorüber,
wir sitzen auf der Bank,
streichelnd warme Hände,
mein Herz ist voller Dank.

(C.V.)



Nickname 28.08.2018, 08.42 | (0/0) Kommentare | PL

HUNDEBABYS ZU VERKAUFEN

Ein Geschäftsinhaber
 hatte ein Schild über seine Tür genagelt, 
darauf war zu lesen: 

Hundebabys zu verkaufen.




Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: "Für wie viel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer sagte, "zwischen 30 und 50 Dollar." Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Kleingeld heraus. "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich sie mir anschauen?" Der Besitzer lächelte und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, sichtlich weit hinter den anderen und deutlich langsamer als diese. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. "Was fehlt diesem kleinen Hund?", fragte er. Der Mann erklärte, dass der Welpe von Geburt an ein kaputtes Gelenk habe und nie richtig laufen würde.


"Den möchte ich kaufen!" sagte der Junge. "Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund", antwortete der Mann. "Aber wenn du ihn unbedingt haben willst, schenke ich ihn dir."


Der kleine Junge würde wütend. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde, und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und dann jede Woche 50 Cent, bis ich ihn abbezahlt habe." Der Mann entgegnete: "Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen Hunde." 


Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf. Zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes und verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Liebevoll auf den Hund blickend, sagte er: "Ach, ich renne selbst auch nicht gut, und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht!"


Der Mann biss sich auf die Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."


(Nach DAN CLARK, 'Weathering The Storm') 


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Diese anrührende Geschichte kann uns die Augen öffnen. Viele Menschen fühlen sich wertlos und klein. Sie glauben, nicht gut genug zu sein, halten sich für unnütz und überflüssig. Sollten auch Sie so denken, bitte beherzigen Sie folgendes:


Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht an seiner Perfektion. Niemand ist vollkommen; selbst jene, die als die schönsten Menschen gelten, entdecken an sich noch Makel. Vielmehr kommt es darauf an, ob Sie die Herzen Ihrer Mitmenschen erreichen, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie – wenn vielleicht auch nur für einen Augenblick – glücklich machen können. Was zählt, ist nicht, wie Sie aussehen, sondern wer Sie sind. Wenn Sie ganz Sie selbst sind, werden andere Sie genau so akzeptieren, Sie schätzen und lieben. Vielleicht muss man erst ein gewisses Alter erreichen, um das zu begreifen – vor dreißig Jahren war ich auch noch nicht so weit. Aber alle Gedanken, die uns selber abwerten, alle Grenzen, die uns scheinbar gesetzt sind, existieren nur in unseren Köpfen. Was wir von uns halten, das halten auch andere von uns. Herzensgüte und Mitgefühl sagen mehr über den Menschen aus, als Body-Maß-Index und Körperfettanteil. Nobody is perfect, also lieben Sie Ihre Unvollkommenheit – Sie haben jedes Recht dazu!


Wir wünschen Allen

Nickname 24.08.2018, 17.16 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 65 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.

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