Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: WIE DAS LEBEN SO SPIELT

EINEN TRAURIGEN ANBLICK



...bieten sie alle Jahre wieder, die ausgedienten Tannenbäume am Straßenrand. Mir blutet jedes Mal das Herz, wenn ich sie, nicht einmal ordentlich abgeschmückt, so daliegen sehe. Manche haben noch alle Nadeln und wirken ganz frisch. Warum behalten die Leute sie nicht länger und erfreuen sich daran, wenn sie sie schon abhauen müssen? Weihnachten – also der Grundgedanke von Weihnachten – hat immer Saison und beschränkt sich nicht auf ein paar wenige Tage. Vor drei Jahren haben wir unser Weihnachtsfest mitten in den darauffolgenden  Februar verlegt, weil um den 24. Dezember  alle – mich eingeschlossen – mit Grippe im Bett lagen. Bei uns geht das, denn unser Bäumchen ist immergrün, wird jedes Jahr aufs Neue liebevoll geschmückt und hält, wenn es sein muss, auch bis Ostern. Es war übrigens eine der lustigsten Feiern, an die ich mich erinnere.

 

Ich liebe Bäume und habe schon als kleines Mädchen gesagt: „Der liebe Gott wohnt im Wald.“ Dahin gehören für mich auch die Tannen, nicht in die Wohnstube; so wie die Hühner auf die Wiese, die Kühe auf die Weide und die Fische ins Wasser gehören, nicht in den Kochtopf oder die Pfanne. Ja klar, werden einige kluge Zeitgenossen erwidern, und die Kartoffeln gehören auf den Acker und der Salat aufs Feld. Sie haben wohl recht, aus ihrer Sicht. Als wir einmal in größerer Runde über dieses Thema diskutierten, sagte jemand: „Der Sinn des Lebens einer Gans besteht darin, geschlachtet und gegessen zu werden. Das ist ihr Geburtsrecht und wenn man ihr das verwehrt, stirbt sie eines Tages traurig über ihr verfehltes Leben.“ Nee, nee, das war kein Scherz, der meinte das völlig ernst. Ich lasse das mal wirken, jeder denke sich seinen Teil…

Nickname 04.01.2019, 17.06 | (0/0) Kommentare | PL

ZUR KAFFEESTUNDE: WEIHNACHTLICH - WITZIGES



Ein Familienvater resümiert: "Ich weiß jetzt, warum Weihnachten in meiner Kindheit so schön war. Ich musste die Geschenke nicht bezahlen!"


"Ach Omi, die Trompete von dir war wirklich mein schönstes Weihnachtsgeschenk."
"Tatsächlich ?"
, freut sich Omi.
"Ja, Mami gibt mir jeden Tag fünf Euro, wenn ich nicht darauf spiele!"


Kurz vor Weihnachten. "Ich werde meinem Mann Goethe und Schiller schenken, und zwar in Leder."
"Sehr vernünftig"
, nickt die Freundin, "die gehen ja auch nicht so leicht kaputt wie die aus Gips."


     


Klein Flo schreibt auch heuer wieder einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann: Lieber Weihnachtsmann, schicke die Geschenke heuer bitte direkt an mich und nicht an meine Eltern. Die hatten doch glatt das Handy voriges Jahr für sich behalten.


Unterhaltung kurz nach Weihnachten: "Sag mal, war eigentlich unter deinen Weihnachtsgeschenken auch eine echte Überraschung?" Antwort: "Aber ja! Ich bekam von meinem Chef ein Buch, das ich meinem Kollegen Schmidt vor Jahren geliehen hatte!"


Nach der Bescherung schimpft die Frau mit ihrem Mann: "Ich verstehe dich nicht. Seit Jahren schenke ich dir zu Weihnachten karierte Krawatten. Und plötzlich gefallen sie dir nicht mehr!"



Nickname 26.12.2018, 15.45 | (0/0) Kommentare | PL

WIR WÜNSCHEN ALLEN

...die hier lesen und schreiben, einen gemütlichen 4. Advent!

NELLY, unsere kleine "Lady in Black and White"




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BARNY, der Beständige und Tolerante, der keinerlei Vorurteile
gegen fremde Artgenossen kennt


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und WOODY, seit nunmehr zwei Jahren
der Dritte im Bunde


Herrchen und Frauchen

 schließen sich den guten Wünschen an!

Nickname 23.12.2018, 07.25 | (0/0) Kommentare | PL

LAST MINUTE MIT HERZ: GESCHENKE, DIE LEBEN RETTEN



Mal ehrlich: Was gibt es Schöneres, als Schenken und beschenkt zu werden? Die leuchtenden Augen und vor Aufregung geröteten Wangen der Kinder gehören zum Weihnachtsfest einfach dazu. Aber was schenken wir den Großen und denen, die selber schon alles haben? Hier bieten sich Patenschaften als sinnvolle Gabe und Zeichen des Mitfühlens an.


Auch Sie können den Tieren helfen: Verschenken Sie zum Beispiel eine Patenschaft für rumänische Streunerhunde. Damit halten Sie nicht nur symbolisch Ihre schützende Hand über die wehrlosen Hunde, sondern bereiten einem lieben Menschen zu Weihnachten auch noch eine große Freude. Schon ab € 20.- im Monat tragen Sie dazu bei, dass auch in der Zukunft den Streunern geholfen werden kann. Hier zwei Organisationen, die wir unterstützen: 


http://www.sicherspenden.at/vier-pfoten-de/pate-streunerhund-geschenk/

https://www.tierhilfe-hoffnung.com/




Natürlich können Sie sich auch für eine Patenschaft in einem deutschen Tierheim entscheiden. Ihr Beitrag hilft, das Tier zu pflegen, ärztlich zu versorgen und zu ernähren, bis es in ein neues liebevolles Zuhause vermittelt werden kann. Als Pate haben Sie einen wichtigen Anteil am Happy End für Ihr Patentier! 


Dabei geht es besonders um die Sorgenkinder, die aus ganz unterschiedlichen Gründen im Tierheim sind. Es sind ältere oder chronisch kranke Tiere - oder solche, die ganz spezielle Anforderungen an einen neuen Besitzer stellen. Diesen Tieren, die unter Umständen länger warten müssen, bis sie jemand zu sich nimmt, kann mithilfe Ihrer Patenschaft bis zu ihrer Vermittlung der Aufenthalt n den Tierheimen so liebevoll und artgerecht wie möglich gestaltet werden. 


Wir haben Patenhunde im Tierheim Berlin - hier gibt es eine Liste, aus der man sich ein Patentier wählen kann - und im Tierheim Herzsprung. Dort sind es besonders die Gnadenhoftiere, die auf Ihre Hilfe angewiesen sind. 


Im Berliner Tierheim bekommen Sie (über das befriedigende Gefühl, etwas Gutes zu tun, hinaus) auch etwas für Ihre Patenschaft:


Sie erhalten eine Urkunde mit einem Foto Ihres Patentiers, die Zeitschrift "Berliner Tierfreund", und Sie werden, falls Sie es wünschen, auf der Internetzseite des Tierheims als Pate genannt.


Wer Zeit und Freude daran hat, kann sein Patentier besuchen. Direkter Kontakt zu den Tieren ist über die Teilnahme und entsprechende Vorbildung an den ehrenamtlichen Arbeitsgemeinschaften z.B. für Hunde oder Katzen möglich. Und wer weiß, was sich daraus vielleicht entwickelt…



Nickname 17.12.2018, 08.42 | (0/0) Kommentare | PL

ENTSPANNT DURCH DIE SCHÖNSTE ZEIT DES JAHRES



Die Weihnachtszeit, heißt es, ist die schönste Zeit des Jahres. Damit die Adventszeit und vor allem Heiligabend auch für unsere Vierbeiner ein leises und friedvolles Fest werden, möchte die Tierschutzorganisation TASSO e.V. Tierbesitzern und Menschen, die über die Anschaffung eines Haustieres nachdenken, Denkanstöße für die Weihnachtszeit geben.


TASSO appelliert an alle Eltern: 

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!


Hunde- und Katzenkinder kommen bei den Menschenkindern sehr gut an und schleichen sich ganz leise in ihre Herzen. Da hören Eltern im Advent schon das ein oder andere Mal: „Mama, ich möchte einen Hund haben!“ TASSO warnt: Tiere sind keine Geschenke! Die Anschaffung eines Haustieres muss stets gut überlegt und mit dem Nachwuchs im Vorfeld ausgiebig besprochen werden. Denn: Oft ist den frisch gebackenen Tierhalten das Ausmaß an Arbeit, das ein Tier macht, nicht bewusst, oder es stellt sich heraus, dass Wohnungen zu klein sind oder ein Familienmitglied allergisch auf das Tier reagiert. „Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich“, sagt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Wenn Eltern und Kinder nicht an einem Strang ziehen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier schnell zur Belastung.“ TASSO empfiehlt, sich für die Auswahl des geeigneten Haustieres Zeit für die Überlegung zu nehmen, welches Tier am besten zum Rest der Familie passt und auch die Tierheime zu besuchen – ganz unkompliziert geht das beispielsweise im ersten Schritt über das von TASSO betriebene Online-Tierheim shelta: www.shelta.net




Haustiere und die Weihnachtszeit


Die Weihnachtszeit hat nicht nur für Menschen einen ganz besonderen Zauber. Auch Tiere fühlen sich von Glanz und Glimmer magisch angezogen. Hier finden Sie fünf Tipps für eine unfallfreie Weihnachtszeit:


1. Lassen Sie Ihr Tier niemals bei brennenden Kerzen allein. Das flackernde Licht lädt gerade Katzen zum Spielen ein. Nutzen Sie LED-Kerzen für Weihnachtsbaum oder Adventskranz.


2. Achten Sie darauf, Schokolade für Ihren Vierbeiner unerreichbar zu machen. Das enthaltene Theobromin ist zumindest für Hunde giftig. Verwöhnen Sie Ihren Vierbeiner stattdessen doch mal mit selbstgebackenen Hundeplätzchen.


3. Sichern Sie den Weihnachtsbaum, damit er bei etwaigen Kletterversuchen des Tieres nicht umfällt.


4.
Tannennadeln im Wasser des Baumständers können wegen der ätherischen Öle für Tiere lebensgefährlich sein. Decken Sie sie am besten mit einem Tuch ab. 


5. An den Scherben einer kaputten Kugel können sich Vierbeiner schnell die Pfoten oder Luftröhre und Darm verletzen. Alternativ sind auch Papp- oder Kunststoffkugeln ein toller Baumschmuck. 


© Copyright TASSO e.V.



Nickname 12.12.2018, 15.13 | (0/0) Kommentare | PL

ALLE JAHRE WIEDER

Keine Tiere unterm Weihnachtsbaum!
TASSO appelliert: Vierbeiner sind keine Geschenke


Gerade an Weihnachten gibt es nichts Schöneres als strahlende Kinderaugen. Da ist es verständlich, dass viele Eltern ihrem Nachwuchs auch den größten Wunsch erfüllen möchten: ein eigenes Haustier. Doch die Tierschutzorganisation TASSO e. V. warnt: „Wenn die Kinder erst einmal bemerken, dass der Hund mehrmals täglich - ganz gleich bei welchem Wetter - Gassi gehen möchte, und sich die Katzentoilette oder das Kaninchengehege nicht von alleine reinigen, lässt die Freude an dem einst heiß begehrten Familienzuwachs schnell nach. Sind die Eltern nicht dazu bereit, generell die Verantwortung zu übernehmen, landet das Tier spätestens im neuen Jahr im Tierheim und wartet – manchmal jahrelang – auf ein neues Zuhause“, so Philip McCreight, Leiter von TASSO.


Tiere seien nicht nur zum Kuscheln da, so McCreight weiter. „Sie zu halten, bedeutet einen hohen Betreuungsaufwand, über den sich viele vor der Anschaffung eines Tieres nicht bewusst sind.“ Der Tierschützer legt allen Eltern nahe, Tiere nicht 'einfach mal so' zu verschenken, sondern die Entscheidung für ein tierisches Familienmitglied ganz bewusst mit allen Beteiligten gemeinsam zu treffen. Eine Hilfestellung hierfür kann zum Beispiel auch ein Ratgeberbuch über Haltung und Pflege des gewünschten Tieres als Weihnachtsgeschenk sein.


Erster Ansprechpartner für Tiersuchende sollten immer die Tierheime sein, rät McCreight. Familien können sich dort ausführlich beraten lassen, welches Tier zu ihnen passe. Außerdem sei es wichtig, in intensiven Gesprächen vorab zu klären, welches Familienmitglied welche Aufgaben übernimmt. „Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann ein Tier zu einem dauerhaften Begleiter werden“, weiß der Tierschützer. Zu beachten sei zudem, dass die meisten Tierheime zur Weihnachtszeit grundsätzlich keine Tiere vermitteln, damit diese nicht als unüberlegtes Geschenk unterm Weihnachtsbaum landen.


© Copyright TASSO e.V.

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Tiere sind keine Sache, sondern Lebewesen und unsere Mitgeschöpfe. Bitte behandeln Sie sie als solche und nicht als Wegwerfware.


In diesem Sinne,



GESEGNETE WEIHNACHTEN ALLER KREATUR!


Nickname 06.12.2018, 12.00 | (0/0) Kommentare | PL

DREI FRAGEN HINTER DER TÜR



Wissen Sie..., einfach drauflos schreiben, die Gedanken frei in die Tastatur fließen lassen ohne Filter und Zensur – das fällt mir immer noch schwer. Wieso eigentlich? Vielleicht, weil es oft kritische und unbequeme Gedanken sind, die keiner gern hören oder lesen mag. Aber es sind meine Gedanken, niemand muss sie teilen oder sich zu eigen machen.


Papier ist geduldig, hieß es früher, und ich befürchte, ich habe ein kleines Wäldchen auf dem Gewissen, denn geschrieben habe ich schon immer gern. Zum Glück gibt es heute Computer, da hält sich, bis auf gelegentliches Ausdrucken, die Rohstoffverschwendung in Grenzen. Ich lese auch fast nur noch mit meinem elektronischen Büchlein, obgleich ich zugeben muss, dass es doch von der Haptik her ein schöneres Gefühl ist, ein echtes Buch in der Hand zu halten. Aber man gewöhnt sich an alles, und mir tun einfach die Bäume leid. Der Pferdefuß ist natürlich, dass beide – PC und eBook - Strom benötigen, der ja auch nicht immer umweltfreundlich erzeugt wird; also irgendwo beißt sich die Katze in den Schwanz.

 

Aber wie schaffe ich es nun, beim Schreiben ein bisschen lockerer zu werden? Vielleicht hilft mir ein Trick dabei. Erinnern Sie sich an das alte Kinderspiel „Drei Fragen hinter der Tür“? Dabei verließen alle Mitspieler den Raum, bis auf einen. Der stellte dann nach und nach jedem der Draußenstehenden durch die angelehnte Tür hindurch drei Fragen und musste anhand der Antworten erraten, um wen es sich handelte. Starten wir also ein kleines Frage- und Antwortspiel. Mal sehen, vielleicht lerne ich dabei ja noch was über mich…

Nickname 17.11.2018, 15.00 | (0/0) Kommentare | PL

11. NOVEMBER 2018: NUR FÜR HEUTE...

...befreie ich mich von dem Wunsch,
anderen zu gefallen.
HEUTE erfülle ich keine Vorstellungen
 und Erwartungen,
die andere an mich stellen.


HEUTE ENTSCHEIDE ich mich dafür,
nur meine eigenen Bedürfnisse 
und Erwartungen zu erfüllen.

Nickname 11.11.2018, 09.25 | (0/0) Kommentare | PL

7. NOVEMBER 2018: AN DIESEM EINEN TAG...

...entscheide ich mich dafür,
keine VERGANGENHEIT zu haben.



Ich 'vergesse' alles,
was ich erlebt und erfahren habe
und lebe nur heute,
im HIER und JETZT.

Nickname 07.11.2018, 07.55 | (0/0) Kommentare | PL

HELLERWAHN MADE IN USA

Wissen Sie, es gibt Dinge, die mich richtig nerven: Ein Schnupfen mitten im Hochsommer, ein geplatzter Reifen während einer Fahrradtour, anonyme Werbeanrufe – um nur einige zu nennen. An vorderster Stelle aber steht Halloween. Wir Deutschen greifen ja schon immer freudig jeden neuen Trend aus Amerika auf, möge er auch noch so unsinnig sein. Dieser morbide Mummenschanz übertrifft jedoch alles andere; und was früher vielleicht als hirn-, aber doch eher harmloses Spektakel begann, entwickelt inzwischen einiges an krimineller Energie. Wer sich nämlich weigert, das Sturmgeläute und „Süßes oder Saures“ – Geschrei mit entsprechenden Gaben zu honorieren, riskiert zum Beispiel, dass sein Haus mit Farbe besprüht oder sein Briefkasten mittels irgendwelcher Knallkörper in die Luft gesprengt wird. Das nennt man Sachbeschädigung, die bekanntlich strafbar ist. Und wenn unsere Nachbarin - eine alte Dame, die Halloween nicht kennt (muss sie auch nicht) -, angesichts all der Totenköpfe und Skelette vor Schreck einen Herzanfall erleidet und mit der Feuerwehr ins Krankenhaus gebracht werden muss, hört jeder „Spaß“ ja wohl endgültig auf.


Wirft es nicht im Übrigen ein seltsames Licht auf Eltern, wenn sie ihre Kinder abends stundenlang allein durch die Straßen irren lassen, um an fremden Haustüren Süßigkeiten und neuerdings auch Geld zu erbetteln? Sie verletzen damit ihre Aufsichtspflicht, und gefährlich ist es obendrein, denn die Kinder wissen oft gar nicht, wer hinter diesen Türen wohnt.


Früher einmal waren wir berühmt als Volk der Dichter und Denker. Heutzutage wissen schon die ganz Kleinen, was Halloween ist, können das schwierige Wort sogar fehlerfrei buchstabieren; dafür gibt es Drittklässler, die nicht einmal ihren eigenen Namen richtig schreiben können. Und wenn man schüchtern den Begriff Reformationstag fallen lässt (hierzulande der eigentliche Sinn des 31. Oktober) und den Namen Martin Luthers erwähnt, wird man ungläubig angestarrt, als käme man selbst geradewegs aus der Unterwelt, und erntet lediglich ein verständnisloses „Hää???“ Klamauk siegt über Kultur, so ist das.


Liebe Geister, Teufel und Dämonen, spart euch also die Mühe, bei uns zu klingeln, denn ich lasse mich nicht erpressen. Ich warte auf die kleinen Martinssinger, die am 11. November nachmittags durch die Straßen ziehen. Sie werden von Eltern oder Kindergärtnerinnen begleitet und tragen stolz ihre selbst gebastelten Laternen vor sich her. Dazu singen sie mit ihren niedlichen Stimmchen das eine oder andere nette Lied. Hier zwei Beispiele:


Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne
und unten da leuchten wir.
Laternenlicht,
verlösch mir nicht!
rabimmel, rabammel, rabum.

Ich geh' mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne
und unten da leuchten wir.
Mein Licht ist aus,
ich geh' nach Haus.
rabimmel, rabammel, rabum.

***

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
Sein Roß, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
Sein Mantel deckt' ihn warm und gut.
Im Schnee saß, im Schnee saß,
Im Schnee, da saß ein armer Mann,
Hatt Kleider nicht, hatt Lumpen an.
"O helft mir doch in meiner Not,
Sonst ist der bitt're Frost mein Tod!"

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zog die Zügel an,
Sein Roß stand still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
Den warmen Mantel unverweilt.
Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gab den halben still:
Der Bettler rasch ihm danken will
Sankt Martin aber ritt in Eil
Hinweg mit seinem Mantelteil.


Ja, diese Kinder haben sich die Mühe gemacht, ein paar Texte auswendig zu lernen, statt nur unmelodiös „Trick or treat“ zu grölen. Oft sammeln sie dabei auch noch für einen guten Zweck. Da gebe ich dann gern etwas; heute Abend bleibt unsere Tür verschlossen, tut mir leid.

Nickname 31.10.2018, 13.45 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 63 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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