Mitternachtsspitzen
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Einträge vom: 23.03.2020

WOHIN MAN SIEHT...

begegnet man zurzeit gestressten Menschen mit besorgten, traurigen Mienen. Völlig zu Recht, denn schließlich haben wir es mit einem brandgefährlichen Gegner zu tun. Meine Hochachtung und mein Respekt gelten besonders denjenigen, die zurzeit Übermenschliches leisten, um einerseits so viele Leben wie möglich zu retten und andererseits den Laden am Laufen zu halten. Ich finde, es ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sie zu unterstützen, indem wir uns ALLE an die Regeln halten, uns weitestgehend zurückziehen und auf die Weise den Feind einfach aushungern. A propos: Einkaufen gehen ist momentan ja eine ganz spezielle Herausforderung. Vor allem Blattgold (das ist das neue Synonym für Toilettenpapier) zu ergattern gleicht einem Sechser im Lotto. Ich schreibe schon längst keine Liste mehr, weil ich die Hälfte von dem, was darauf steht, ja doch nicht bekomme. Stattdessen gehe ich alle zehn Tage in den Supermarkt - immer in denselben, weil ich mir denke, je weniger verschiedene  Orte ich aufsuche, desto weniger laufe ich Gefahr, mich anzustecken – nehme mit, was es gibt und schaue, was ich daraus zaubern kann. Not macht erfinderisch, und warum nicht mal der Phantasie freien Lauf lassen? Meine Eltern und Großeltern würden milde lächeln und sagen, Kind, was willst du, das ist alles nichts gegen das, was wir nach ´45 hatten.

 

Recht hätten sie. Und da ist noch etwas: 




Ich danke jeden Tag dem lieben Gott, meinem Schicksal und meinen Eltern für all das Gute in meinem Leben. Für das Fleckchen Erde, das ich mein eigen nennen darf, für meinen Mann und unsere geliebten Fellkinder. Dafür, dass ich gesund bin und bleibe, genug zu essen und zu trinken habe und in Frieden leben kann. Deswegen habe ich beschlossen, von jetzt an jeden Tag ein kleines Licht anzuzünden, um diese dunkle Zeit für meine Leserinnen und Leser ein bisschen heller zu machen. Tun möchte ich das mit meinen Beiträgen, die ich hier schreibe. Lustiges, Humorvolles, Nachdenkliches, Heiteres und Besinnliches sollen sich abwechseln. Selbstverständlich werde ich weiterhin auf das Leiden der Tiere, speziell der Hunde, hinweisen, deren Elend in diesen Tagen noch viel größer ist, als in normalen Zeiten. Und ich werde Ihnen viele der armen Seelen vorstellen, die unter erbärmlichsten Bedingungen ihr Dasein fristen und verzweifelt auf liebevolle Aufnahme bei guten Menschen warten. Irgendwann wird Vermittlung ja wieder möglich sein, dann soll  keines der Tiere auch nur einen Tag länger warten müssen, als unbedingt nötig. Abstand ist Fürsorge, ja. Das gilt aber nur für das Vermeiden körperlicher Nähe. Seelisch dürfen wir mit unseren Lieben und unseren Mitgeschöpfen gern enger zusammenrücken denn je.


Also: Halten Sie inne und besinnen Sie sich – auf sich selbst und das, was wirklich zählt. Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung beim Lesen und bitte bleiben Sie gesund!

Nickname 23.03.2020, 20.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: SEELENGARTEN

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ÜBER MICH:Geboren vor 64 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.


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