Mitternachtsspitzen
Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen. CHINESISCHES SPRICHWORT

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gemeldet am: 06.04.2018 12:12

GANDHI UND ICH


„Du musst selbst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst.“ Diesen Satz von Mahatma Gandhi hörte ich in einer Folge der US – Fernsehserie „Eine himmlische Familie“. Ich liebe die Camdens. Sie sind so ungeheuer amerikanisch, und sämtliche gängigen Klischees vom pappigen „Dairy Shake“ - Burger über den autoritären Cop bis zum unrealistisch - prüden „No sex before marriage“ werden in den einzelnen Folgen bedient. Die Serie macht süchtig, und seit ich mit dem Gucken angefangen habe, kann ich die Fortsetzung kaum erwarten.


Zurück zu Gandhi. Dieser weise Mann hat in seinem Leben vieles gesagt und getan, was nachdenkens- und –ahmenswert ist. Das obige Zitat spricht mich besonders an, denn im Grunde ist es ganz einfach. Wenn dir solche Dinge wie Unfrieden, Vorurteile, Hass, Intoleranz oder Neid in der Welt missfallen, dann sieh zu, dass du sie aus deinem persönlichen Leben verbannst.


Im Klartext heißt das: Entferne den Balken aus deinem Auge und kehre vor deiner eigenen Tür. Ich zum Beispiel kann nachtragende Menschen überhaupt nicht leiden; aber dass unsere Patentochter uns im vergangenen Sommer wegen ihres Ferienjobs angelogen hat, werfe ich ihr heute noch bei jeder Gelegenheit vor. Neid ist mir ein Gräuel, man muss schließlich auch gönnen können. Trotzdem bin ich felsenfest überzeugt, dass der Pokal bei der Berliner Meisterschaft in den Standardtänzen damals viel eher uns zugestanden hätte als dem Siegerpaar. Von Vorurteilen bin ich sowieso frei – denn dass ältere Herren mit Brille, Hut und Mercedes allesamt (außer meinem Papa) gemeingefährliche Autofahrer sind, Frauen grundsätzlich (mit Ausnahme von mir) nicht rückwärts einparken können und Hunde, die bellen, prinzipiell (gilt nur für unsere) nicht beißen, sind doch längst bewiesene Tatsachen, oder?


Sagte ich, es wäre einfach? Da habe ich den Mund wohl ein bisschen voll genommen, ich bin eben nicht Gandhi. Den Balken zu entfernen und vor der eigenen Türe zu kehren ist viel schwieriger, als ich mir das vorgestellt hatte. Immerhin arbeite ich fleißig daran.

Nickname 25.05.2018, 14.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

WARTE, WARTE NUR EIN WEILCHEN


Sind Sie ein geduldiger Mensch? „Für den, der abwarten kann, beginnt auch ein Ei zu fliegen“, so drückte es Robert Lembke aus. Ich persönlich liebe mein gelegentliches Frühstücksei butterweich – also höchstens fünf Minuten – gekocht und wäre nur mäßig begeistert, wenn es plötzlich mit schadenfrohem Gackern auf und davon flöge. Sie merken schon, Geduld ist nicht meine Stärke. Im Gegenteil, sie gehört zu den schwierigsten Lernaufgaben, die mir für dieses Leben gestellt wurden.

 

Unsere Vierbeiner sind hierbei hervorragende Lehrer. Bobby zum Beispiel war ein echter Zen – Meister, ein Muster an Gelassenheit und Ruhe. Wenn wir spätabends unsere letzte Runde drehten, brauchten wir von der Gartentür bis zur nächsten Straßenecke und retour – eine Strecke von etwa vierhundert Metern – gut eine halbe Stunde. Da halfen weder ungeduldiges Zerren an der Leine (der Große stemmte einfach alle Viere fest in den Boden und machte sich so schwer wie ein Elefantenbaby), noch gemurmelte Beschwörungen im Stil von: „Na los, jetzt komm schon, du fauler Hund, oder willst du hier Wurzeln schlagen?“. Bevor nicht jeder einzelne Grashalm, jedes Blatt am Strauch gelesen und mit einem Kommentar versehen worden war, ging es keinen Millimeter voran. Ich trat dabei von einem Fuß auf den anderen und vertrieb mir die Zeit, indem ich zum nachtblauen Himmel schaute und die lieben Sternlein zählte. Oder ich lauschte dem Flüstern der Blätter in den Baumkronen und träumte vor mich hin. Wenn es dann irgendwann an der Leine ruckte, was bedeutete, es möge nun bitteschön weitergehen, merkte ich, dass ich im Stehen eingeschlafen war.


  

Wussten Sie eigentlich, dass „Patient“, wörtlich übersetzt, nicht der Kranke, sondern der Geduldige heißt? Denken Sie bei Ihrem nächsten Arztbesuch daran, wenn Sie, trotz vereinbarten Termins, wieder zweieinhalb Stunden im überfüllten Wartezimmer hocken, bevor Sie endlich aufgerufen werden. Dafür ist aber der Doktor dann auch ein richtiger Mensch – hoffentlich! - und kein Ei, das nach einer bestimmten Wartezeit… Sie wissen schon.

Nickname 24.05.2018, 17.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

UNSER TÄGLICHES BROT


Bei unserem Bäcker hängt an der Wand hinter der Verkaufstheke ein Holzschild in Form einer Stulle (für Nicht-Berliner: eine Brotscheibe oder –schnitte). Darauf steht: „Altes Brot ist nicht hart. KEIN Brot, das ist hart.“

 

Ich lese es und frage mich, warum er dort ausgerechnet diesen Spruch angebracht hat. Wenn seine Kunden den beherzigen und zukünftig alle ihr Brot aufessen würden, anstatt es nach zwei Tagen in den Müll zu werfen, weil die Kruste nicht mehr kracht, wäre das doch ziemlich schlecht fürs Geschäft.

 

Die Erzählungen meiner Mutter aus der Zeit nach dem Krieg fallen mir ein. Meine Großmutter war damals schwerkrank, mein Großvater befand sich in Gefangenschaft, und Mama als die Älteste von drei Geschwistern war verantwortlich für das Überleben der Familie. Oft legte sie barfuß oder in viel zu engen Schuhen fünfzehn Kilometer und mehr am Tag zurück, um irgendwo ein Brot zu ergattern. Das kam natürlich nicht frisch aus dem Backofen, wies wohl auch schon ein paar Schimmelstellen auf. Diese wurden sorgfältig entfernt. Das übrige Brot schnitt man in kleine Würfel und röstete sie mit einem Stückchen Butter – sofern vorhanden – in der Pfanne an (war keine Butter oder sonstiges Fett da, was der Regel entsprach, sahen später eben mehr Augen in die Suppe hinein als aus ihr heraus). Das Ganze wurde mit kochendem Wasser übergossen, man gab ein paar Krümel Salz oder Zucker für ein bisschen Geschmack hinzu, und fertig war das Festmahl. Satt machte so eine Brotsuppe zwar nicht, aber sie wärmte durch und besänftigte den knurrenden Magen wenigstens für kurze Zeit.

 

Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Stück Brot wegwerfen muss. Zum Glück kommt das nur selten vor. Man kann geschnittenes Brot ja wunderbar einfrieren und entnimmt dann eben immer nur so viele Scheiben, wie man auch wirklich essen will. 

 

Übrigens gibt es einen kinderleichten Trick, um altbackenes Brot noch einmal so gut wie frisch zu bekommen: Man besprühe es leicht mit Wasser, stecke es für eine bis zwei Minuten, je nach Brotsorte und Dicke der Scheiben, in den Toaster und röste es auf mittlerer Stufe an. Die Krume wird wieder weich und fluffig, die Kruste schön kross. Etwas Butter und Pflaumenmus drauf – für diesen Leckerbissen lasse ich die feinste Sahnetorte stehen. Probieren Sie es aus, es schmeckt phantastisch. Ich wünsche guten Appetit!

Nickname 23.05.2018, 06.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

ICH BIN JA SO VERSCHOSSEN

„…in deine Sommersprossen, die kleinen und die großen sind meine Freud´!“ Diesen alten Gassenhauer singe ich unserem Barny manchmal vor. Der Schatz hat nämlich zwei ganz allerliebste Sommersprossen auf seiner süßen Schnute. Direkt zum Verschießen!


  

Aber wieso ist man eigentlich verschossen? Schlag nach bei Shakespeare, denn da steht was drin, so hieß es in meiner Jugend. Heute stehen uns andere Informationsquellen zur Verfügung, und da habe ich mich einmal schlau gemacht:

 

Also… früher sagte man: „Ich bin geschossen“ - eine Anspielung auf Amor, den römischen Liebesgott. Der Legende nach verliebt sich derjenige besonders heftig, der von dessen Pfeilen getroffen wird und man ist machtlos gegen das süße Gift. Nun wissen wir alle, dass besonders die Herren der Schöpfung sich schwer tun mit verbalen Liebeserklärungen. Einfach zu sagen, ich bin verliebt, ist und war vielen von ihnen auch früher schon peinlich.  Man(n) wusste sich zu helfen: Er verschmolz kurzerhand zwei Wörter – geschossen und verliebt – zu einem neuen, weniger gefühlsseligen und ist seitdem verschossen. So simpel, so genial. Wollten wir es allerdings ganz genau nehmen (was wir natürlich nicht tun, dafür ist die Sache an sich viel zu schön), dann gäbe es hierbei einen Haken: Ein wörtlich verschossener Pfeil hätte nämlich leider sein Ziel verfehlt und wäre irgendwo in die Landschaft geflogen, anstatt mitten ins Herz.

 

Aber egal, wie Sie es nennen – Spaß macht es auf jeden Fall. Am besten suchen Sie sich einen strategisch günstigen Platz, wo der Pfeil Sie unter allen Umständen treffen muss, und seien Sie wieder mal verliebt!


Nickname 22.05.2018, 16.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

BALL PARADOX


„Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen.“ Diesen Satz habe ich schon auf vielen Seiten als Leitmotiv gelesen. Für mich klingt er fast rührend trotzig, dabei ist er wohl eher provokativ gemeint. Im Grunde trifft er aber genau den Kern der Sache.


Es ist nicht der Sinn unseres Lebens, den Vorstellungen und Erwartungen anderer zu entsprechen. Unser Ego redet uns das zwar ein: „Du musst nur den anderen gefallen, dann hast du Erfolg und wirst geliebt.“ Unser höheres Selbst, das heißt unser eigentliches ICH, weiß es besser. Wenn wir nicht authentisch sind und auch mal gegen den Strom schwimmen (was das Leben zugegebenermaßen anstrengender macht), dann sind wir auf Dauer nicht glaubwürdig. Und wenn wir uns selbst nicht lieben und wertschätzen, wie soll es dann sonst jemand tun? Wie innen, so außen, ganz einfach und logisch.


Trotzdem stört mich etwas an dieser Aussage, sie erscheint mir irgendwie unvollständig. Wenn man dagegen den Umkehrschluss zieht und beides hintereinander liest, wird das Bild komplett: „Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen – und die anderen sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ich sie haben will!“. Toleranz pur. Wobei das Wort für mich immer so einen negativen Beigeschmack hat: Zwar heiße ich es nicht gut, wie er/sie denkt, sich kleidet oder benimmt, aber ich toleriere es halt, weil ich so ein weltoffener, großzügiger Mensch bin. Akzeptanz gefällt mir persönlich besser, denn das bedeutet, den anderen ohne Vorurteile und Vorverurteilungen anzunehmen, genauso wie er ist. Nun bin ich selbst von dieser Haltung noch Lichtjahre entfernt, ertappe mich täglich dabei, wie ich mir über Menschen eine Meinung bilde, die ich überhaupt nicht kenne und nur flüchtig im Vorbeigehen registriere. Aber wenn wir irgendwann dahin kommen könnten, diesen Satz zu leben, dann wäre das das Ende aller Feindseligkeiten und Kriege. Wir hätten unseren Garten Eden wieder.

Nickname 21.05.2018, 14.10| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

BEST BEFORE


Vorgestern entdeckte ich beim Aufräumen meines Kühlschranks einen Becher Sahnejoghurt und ein Päckchen Geflügelaufschnitt. Sie waren ans hintere Ende der Glasplatte gerutscht und dort in Vergessenheit geraten; daher lag ihr Mindesthaltbarkeitsdatum inzwischen über eine Woche zurück. Ich wollte schon beides in den Mülleimer werfen, zögerte dann aber.


Eine Freundin hatte kürzlich den Film „Taste the Waste“ gesehen und mir davon erzählt. Aus ihm geht hervor, dass in deutschen Haushalten und Supermärkten rund die Hälfte aller Lebensmittel weggeworfen wird. Nur die wenigsten davon sind tatsächlich verdorben. Aber jede Tomate, die nicht rot genug ist, jeder Apfel, der ein bisschen schrumpelig wirkt und jedes Brot, dessen Kruste nicht mehr genügend kracht, wandert gnadenlos in den Müll. Ganz zu schweigen von den vielen Tonnen an Nahrungsmitteln, die zwar für die Gesundheit noch völlig unbedenklich sind, jedoch das magische Datum erreicht oder bereits geringfügig überschritten haben. Diese dürfen nicht einmal mehr an Bedürftige verschenkt werden, weil der Gesetzgeber dies als menschenverachtend untersagt. Es tut mir leid, aber darunter verstehe ich etwas anderes. Im übrigen handelt es sich, wie der Name deutlich macht, um ein Mindesthaltbarkeits- und kein Verfallsdatum. Wenn jemand während einer Autofahrt sagt, bis zur nächsten Raststätte sind es mindestens noch zwanzig Kilometer, dann meint er damit ja auch, es werden wohl eher fünfundzwanzig sein.


Mutig wagte ich einen Selbstversuch. Ich öffnete den Joghurtbecher und unterzog den Inhalt einer kritischen Prüfung. Rein optisch war nichts daran auszusetzen, und er roch, als sei er soeben frisch abgefüllt worden. Da es außerdem meine Lieblingssorte war (Kiwi mit Banane und Schokostückchen), löffelte ich den Becher genüsslich leer. Auch der Geflügelaufschnitt schien durchaus noch genießbar, und ich aß zwei Scheiben davon. Den Rest bot ich unseren Fellies an, die sich begeistert darüber hermachten. Dann wartete ich ab, was passieren würde. Es geschah – nichts. Weder ich noch die Hundchen zeigten irgendwelche Vergiftungserscheinungen. Stunden später erfreuten wir uns immer noch bester Gesundheit und unternahmen zur Feier des Tages einen besonders ausgedehnten Waldspaziergang.


Seitdem schrecken ein paar Tage „darüber“ mich nicht mehr, und ich kaufe öfters Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeit unmittelbar vor dem Ablauf steht. Sie haben obendrein den Vorteil, dass man sie meistens zum halben Preis bekommt. Das tut nicht nur meinem Gewissen gut, sondern auch meinem Portemonnaie. Gestern zum Beispiel erwischte ich ein Bio-Hähnchen für €7,59 statt für reguläre €15,98. Ich habe davon eine köstliche Hühnerbrühe gekocht, die genau richtig kam. Der beste aller Ehemänner ist nämlich gerade ein wenig frühlingsverschnupft, und frisch gekochte Hühnersuppe gilt bekanntlich als Geheimwaffe gegen Erkältungsviren, egal zu welcher Jahreszeit.


Bei meiner Geburt bekam auch ich ein Etikett mit meinem Haltbarkeitsdatum. An manchen Tagen fühle ich mich, als wäre es bereits verstrichen. Im Selbstversuch stelle ich dann glücklicherweise fest, dass ich durchaus noch genießbar bin. Mindestens haltbar bis…? Das weiß nur der liebe Gott. In dem Sinne: „Carpe diem“!



Unser Böbchen war dankbar für jeden Bissen

und ließ nichts umkommen!

Nickname 20.05.2018, 20.40| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

DANKE, SIE SIND EIN ENGEL!


„Mit siebzehn hat man noch Träume, da wachsen noch alle Bäume in den Himmel der Liebe“, sang Peggy March einst in den 60ern. So schön, so romantisch – nur leider wuchsen bei mir keine Bäume in den Himmel, sondern ich selbst. Schon mit fünfzehn war ich einen guten Kopf größer als die meisten meiner Mitschüler, und mit einem Kampfgewicht von knapp siebzig Kilo kam ich mir wie ein richtiges Elefantenbaby vor. Meine Omi, die nur anderthalb Meter groß war und nie mehr als einen Zentner wog, redete mir gut zu: „Warte nur, mein Kind, eines Tages wirst du dem lieben Gott dankbar sein, dass er dich hat so groß werden lassen.“ Ein schwacher Trost, wenn ich mir immer wieder den dämlichen Spruch anhören musste: „Na, wie ist denn die Luft da oben?“ und sich alle Jungs nur für meine zierlichen Freundinnen interessierten. Von denen hatte ich immerhin eine ganze Menge, sie brauchten ja meine Konkurrenz nicht zu fürchten. Am gemeinsten war, dass es ab Kleidergröße 40 keine richtig flotten Teenagerklamotten mehr gab und ich zu allem Übel auch noch im Omalook herumlaufen musste; zumindest empfand ich es damals so.


Aber irgendwann findet jedes Töpfchen sein Deckelchen. Mit einundzwanzig lernte ich in der Tanzschule den Besten kennen, der für mich auch heute noch der Größte ist – von außen, wie von innen. Wir waren damals beide auf der Suche nach einem neuen 'Trainingsgerät' fürs Turniertanzen - bei seinem Gardemaß von 1,90 m kein leichtes Unterfangen. Fast zwanzig Jahre lang haben wir dann recht erfolgreich Standardturniere getanzt. Hierbei kam unsere Körperlänge uns zugute, denn wir konnten viel raumgreifender tanzen und fielen einfach mehr auf als die kleineren Paare.


Es passiert mir des Öfteren, dass mich im Supermarkt jemand bittet, ihm etwas aus den oberen Regalen herunterzureichen. Erst gestern versuchte eine kleine Dame vergeblich, an das letzte Päckchen Tiefkühlspinat zu gelangen, das im Fach ganz hinten lag. Ich half ihr und erntete dafür ein strahlendes Lächeln. „Vielen Dank, Sie sind ein Engel!“, sagte sie. Das war vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es söhnte mich ein weiteres Mal mit meinen 'Affenarmen' aus. Omi hat recht behalten, es kommt manchmal eben doch auf die Größe an…


Nickname 19.05.2018, 08.00| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

DIE FÜNFTE JAHRESZEIT

, liebe Lesende!


Manche nennen sie Karneval oder Fasching. Bei unserem Frauchen heißt sie „Frühjahrsputz“. Zwar sagt sie selbst von sich, sie sei alles andere als eine perfekte Hausfrau. Es gäbe soviel Schöneres zu tun als sauberzumachen, und bei drei Hunden hätte man ohnehin selten ein blitzblankes Haus. Aber einmal im Jahr überkommt sie die Arbeitswut, dann gibt es kein Halten mehr. Heuer ist sie spät dran, weil ihr immer wieder etwas dazwischenkam. Deswegen muss Chef ordentlich mit ran. Sie hat ihn eingeteilt, um den Keller aufzuräumen, die Garage zu entrümpeln und die Küche neu zu streichen. In jedem Zimmer werden Gardinen abgenommen, Fenster geputzt und Teppichböden shampooniert. Frauchen kriecht bis in die hintersten Winkel, um auch noch die letzte Staubflocke zu vernichten. Für uns Hunde bedeutet das puren Stress. Überall stehen Wischeimer, Besen und Staubsauger herum, wir finden nirgends mehr ein stilles Örtchen. Und ständig heißt es: „Nelly, nun geh doch mal zur Seite!“, „Woody, musst du ausgerechnet hier liegen?“ oder „Barny, du stehst schon wieder im Weg!“


Am ätzendsten finde ich den Geruch nach Essigreiniger, der in allen Räumen herumfliegt, in unsere Augen kriecht und unsere empfindlichen Nasen beißt. Warum eigentlich gibt es keine Putzmittel mit der erfrischenden Brise von knusprig gebratenem Hühnchen? Zum Glück ist das Wetter schön, da können wir wenigstens in den Garten flüchten. Dort haben wir unsere Ruhe – bis Herrchen wieder mit dem grässlichen Rasenmähdingsbums einen Höllenlärm veranstaltet und ich mich zu Tode fürchte. Wieso schaffen sie sich nicht lieber ein paar Heidschnucken an? Die machen wenig Krach, halten das Gras schön kurz und wir hätten noch jemanden zum Spielen.


Hoffentlich geht der Anfall bald vorbei, ich halte die ganze Aktion nämlich für reine Zeitverschwendung. Der Schmutz kommt sowieso wieder, und der Rasen wächst schneller, als du „Hundekuchen“ sagen kannst. Man könnte die Zeit viel sinnvoller nutzen, mit Ball spielen, Schmusen oder einfach gemeinsam in der Sonne dösen. Aber so sind unsere Zweibeiner – lieb und nützlich und gut, nur manchmal schwer zu begreifen.


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly


Nickname 18.05.2018, 10.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

HILFE, ICH BRAUCH DRINGEND NEUE FÜSSE!

Meine passen nämlich bald in keinen Schuh mehr. Warum? Weil ich mir jeden, wirklich jeden anziehe, egal ob es meine Größe ist oder nicht.


Jüngstes Beispiel: Robin, der Enkel meiner Freundin Melanie, besucht mittlerweile die Realschule. Seine Leistungen sind ganz unterschiedlich; in Mathematik ist er ein As, Deutsch geht so, und Englisch läuft irgendwie nebenher. Seine Einstellung dazu war bisher eher lässig: „Was regst du dich auf über die Fünf in Englisch? Dafür habe ich in Mathe eine Eins!“ Aber allmählich kommt er drauf, dass gute Noten doch cooler sind als schlechte, und zwar in allen Fächern. Er strengt sich jetzt richtig an, und Melanie hilft ihm nach Kräften. Jeden Tag paukt sie mit ihm Englisch, obwohl sie es selber gar nicht kann.


Bisher lief das ganz prächtig, und im wöchentlichen Vokabeltest hatte der Junge schon zweimal ein „Sehr gut“. Aber jetzt geht´s langsam ans Eingemachte, an die Grammatik. Da stößt sie an ihre Grenzen, und vor ein paar Tagen erreichte mich ein telefonischer Hilferuf. Ich sagte, weißt du was, nenn mir den Titel des Englischbuchs, dann bestelle ich es mir, und wir machen Fernunterricht. Sie wohnt im Rheinland, da ist es leider nichts mit schnell mal rübergehen für ein Stündchen Nachhilfe. Kurze Zeit später rief sie mich wieder an: „Ich habe das Buch bestellt und an deine Adresse verschickt, am Donnerstag müsste es da sein." Prima, dann hätten wir übers Wochenende Zeit; am Montag ist nämlich die nächste Klassenarbeit fällig.


Leider wartete ich heute vergeblich auf den Postboten. Ich war richtig verärgert. Warum hatte Melanie mir nicht einfach den Titel genannt, wie sie es ursprünglich wollte? Ich hätte das Buch dann bei einem großen Onlinehändler bestellt, bei dem gerade meine einmonatige kostenlose Probemitgliedschaft als Premiumkundin läuft. So wäre es garantiert heute hier gewesen. Ich weiß, sie meinte es gut und wollte mir die Ausgabe ersparen. Und dafür, dass die Mühlen der Post so langsam mahlen, können wir schließlich beide nichts. Trotzdem mache ich mir Vorwürfe und fühle mich schuldig, weil ich dem Kind dieses Mal nicht helfen kann. Anscheinend habe ich einen moralischen Schuhtick. Aua, verflixt noch mal – schon wieder eine neue Blase…


                 

Nickname 17.05.2018, 21.25| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

HEUTE NICHT, MORGEN NICHT, ÜBERMORGEN GANZ BESTIMMT!

Sie kennen das: Alle Jahre wieder am Silvesterabend beschließen Sie, endlich abzunehmen, mit dem Rauchen aufzuhören, sich mehr zu bewegen oder was immer Ihnen sonst erstrebenswert scheint. Und alle Jahre wieder passiert dasselbe: Spätestens am 2. Januar haben Sie sämtliche guten Vorsätze vergessen. Schon der große griechische Philosoph Sokrates (469 – 399 v. Chr.) stellte sich die Frage, warum das wohl so ist: Weshalb tut der Mensch das Schlechte, obwohl er eigentlich weiß, was das Gute wäre? „Akrasia“ nannten die Griechen das Problem. Das bedeutet so viel wie „Willensschwäche“ oder „Handeln wider besseres Wissen“: Jemand hat sich entschieden, mit dem Trinken aufzuhören, weil Alkohol die Leber kaputt macht. Aber wenn´s doch so gut schmeckt und so gesellig ist…


Sokrates verwirrte damals seine Freunde mit der Behauptung, dass es dieses Phänomen im Grunde gar nicht gebe: Wenn einer das Schlechte tue, dann wüsste er eben doch nicht so genau, was das Gute sei, denn sonst würde er es auch tun. Dem widersprechen allerdings meine ganz persönlichen Erfahrungen: Ich weiß sehr wohl, dass es gut für meine Gesundheit wäre, die zehn Kilo, die ich so an überflüssigem Ballast mit mir herumschleppe, endlich abzuwerfen. Dafür müssten allerdings sämtliche Konditoreien und Eisdielen im Umkreis von mindestens hundert Kilometern auf der Stelle schließen.
„…und führet mich nicht in Versuchung…!“


Die Schwierigkeit liegt also offensichtlich in der Diskrepanz zwischen guten Gründen auf der einen Seite und handlungswirksamen Motivationen auf der anderen. Eine solche könnte zum Beispiel die zauberhafte türkisfarbene Hose sein, die seit drei Jahren in meinem Kleiderschrank hängt und nur darauf wartet, dass ich den Reißverschluss wieder zukriege (wenn ich die Hose anhabe, versteht sich). Morgen beginne ich mit der Diät, ganz bestimmt. Und heute werde ich auch nicht mehr viel essen, höchstens gleich ein oder zwei klitzekleine Stückchen Käsekuchen, zum Abgewöhnen sozusagen…


Nickname 16.05.2018, 15.45| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

TRÄUME - SCHÄUME?


Seit einiger Zeit träume ich nachts manchmal die kuriosesten Geschichten. Lauter Dinge, die mit meinem aktuellen Dasein rein gar nichts zu tun haben. Mein Unterbewusstsein kramt sie wohl aus irgendwelchen früheren Leben hervor, damit ich sie endlich auflöse und heile. Das strengt ganz schön an, deswegen bin ich morgens oft unausgeschlafen und komme nur schwer in die Gänge.

 

Mit meinem letzten Traum kann ich wenigstens etwas anfangen: Ich saß mit einer Gruppe von Leuten zusammen – alle zwischen Fünfundzwanzig und Vierzig, also bedeutend jünger als ich – und wir spielten Kniffel. Das ist ein vergnügliches, nicht allzu anspruchsvolles Würfelspiel, bei dem man sich zwar konzentrieren muss, sich aber trotzdem immer noch angeregt unterhalten kann.



Leider war ich die Einzige mit echten Würfeln, Spielblock und Stift. Alle anderen hatten sich das Spiel als App auf ihr Smartphone heruntergeladen und knobelten still vor sich hin. Das wurde mir bald zu dumm und ich sagte: „Also, mir reicht´s, ich habe keine Lust mehr. Kniffel ist schließlich ein Gesellschaftsspiel und wie der Name sagt, spielt man es miteinander und nicht allein auf einem fremden Stern.“ Zwar hörte niemand hin, dafür waren alle zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Aber kennen Sie das befreiende Gefühl, wenn Sie endlich etwas ausgesprochen haben, das Sie schon lange loswerden wollten? So war mir nach dem Aufwachen zumute.

 

Wie ich gerade auf Kniffel kam, liegt nahe; ich spiele es regelmäßig mit zwei alten Damen im Heim. Über Smartphones kann ich wenig sagen, denn ich besitze keins. Vor kurzem habe ich gelesen, dass viele Menschen die wachsende Isolation und Vereinsamung in unserem Land beklagen. Mir scheint, sie arbeiten gerade fleißig daran mit.

Nickname 15.05.2018, 17.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

FOREVER YOUNG?


Träumen Sie auch von der immerwährenden Jugend? Meine Kusine Billa tut das. Ein ebenmäßiges, faltenloses Gesicht, straffe Brüste sowie Bauch/Beine/Po als cellulitefreie Zone und das alles auf ewig und drei Tage, das wär´s für sie. Trotz aller fieberhaften Suche ist dieser Jungbrunnen aber noch nicht gefunden; und bis es soweit ist, wird eben gecremt, geschnippelt, abgesaugt und aufgespritzt, was das Zeug hält. Die Prominenz macht es vor, und Billa erwägt ernsthaft, sich etwas Fett vom Gesäß entnehmen und in die Wangen injizieren zu lassen. Da bekommt das Wort „Arschgesicht“ eine ganz neue Bedeutung... Für mich hört sich das eher nach einem Horrorfilm an, Frankenstein lässt grüßen!



Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass sich wohl die wenigsten darüber im Klaren sind, mit welchem Tierleid und welcher Tierquälerei das vermeintliche Plus an Schönheit erkauft wird. Botulinumtoxin (besser bekannt als Botox) zum Beispiel ist ein Nervengift und zwar "das stärkste Gift der Welt. Schon ein Zehnmillionstel Gramm genügt, um einen Menschen zu töten."



Malen Sie sich bitte einmal aus, wie viele unserer Mitgeschöpfe unter unsäglichen Schmerzen sterben mussten, bevor dieses Präparat überhaupt auf dem Markt zugelassen wurde und fragen Sie sich dann, ob das bisschen makellose Haut solche Opfer rechtfertigt. Wobei „makellos“ relativ ist, da Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt. Trotzdem entwickeln sich kosmetische Operationen mittlerweile immer häufiger zur Sucht. Wer an einer Stelle angefangen hat, findet stante pede eine neue, die ebenfalls noch optimierungswürdig scheint.



Wissenschaftler und Alchimisten in der ganzen Welt arbeiten ja schon seit Jahrhunderten daran, dem Geheimnis der ewigen Jugend und nie vergehenden Schönheit auf die Spur zu kommen. Neben der unsterblichen Seele einen ebensolchen Körper zu besitzen, wäre jedoch eine Katastrophe. Wir sind eh schon zu viele, und täglich kommen einige Hunderttausende hinzu. Es ist abzusehen, wann Mutter Erde diese immer schwerer werdende Last nicht mehr tragen, geschweige denn ernähren kann.



Für immer jung, möchten Sie das wirklich sein? Also, ich nicht. Ewige Jugend wäre ja auch gleichbedeutend mit ewigem Stillstand, da der Geist, genau wie der Körper, auf der Stelle treten würde. Es gäbe keine Entwicklung, keinen Reifeprozess, keine Erfahrungen. Außerdem habe ich Heimweh nach denen, die schon mal vorgegangen sind - besonders nach meinen Großeltern und unseren Hunden – und freue mich darauf, sie eines Tages wiederzusehen. Im Übrigen besitzen alte Gesichter mit ihren Runzeln und Falten für mich eine besondere Ausstrahlung und ihren ganz eigenen Reiz. Ich lese gern in ihnen und höre den Menschen, die sie tragen, zu, wenn diese mir die Geschichten ihres langen Lebens erzählen.


Nickname 14.05.2018, 16.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

GUT GEBRÜLLT, LÖWE!


Noch einmal zurück zu Lessings Tipp für Autoren und solche, die es werden wollen. "Schreibe, wie du redest, so schreibst du schön"- also, mir fällt das schwer. Heutzutage wird im Unterricht ja kaum noch Wert auf guten Stil und Ausdruck gelegt. Die Lehrer sind schon froh, wenn ihre Schüler ein halbwegs fehlerfreies Deutsch sprechen und den einen oder anderen vollständigen Satz zustande bringen.

 

Das war bei uns anders. Wir hatten eine phantastische Deutschlehrerin. Sie kam als junge Referendarin zu uns und wir waren ihre erste eigene Klasse. Sie ging völlig auf in ihrem Beruf und brachte es fertig, selbst die Faulsten unter uns für ihr Fach begeistern. Aber sie war auch streng und kannte kein Pardon, wenn es um ihre geliebte deutsche Sprache ging. Einmal schrieb ich in einer Textinterpretation::"...will uns der Autor mit seinen Worten einen Denkanstoß geben." Als wir die Klausuren zurückbekamen, stand am rechten Seitenrand ein großes A mit Ausrufezeichen. Das bedeutete: Ausdrucksfehler! Ich hätte statt dessen schreiben sollen, "...will er uns zum Nachdenken anregen." Zugegeben, es klingt eleganter - nur so redet doch keiner, oder? 

 

Bei mir wirkt die harte Schreibschule von Frau Dr. Kabisch immer noch nach. Zum Beispiel bemühe ich mich bis heute, Wiederholungen, unnötige Füllwörter und endlos lange Sätze nach Möglichkeit zu vermeiden. Das geht sicher manchmal auf Kosten eines flüssigen Stils. Vielleicht wäre es gut, ein bisschen freier "nach Schnauze" zu schreiben. Versuchen könnte ich es...

Nickname 13.05.2018, 21.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

GROSSE WORTE, LEICHT GESAGT


"Schreibe, wie du redest, so schreibst du schön." Dieser kluge Rat stammt ausgerechnet von  meinem Lieblingsdramatiker Gotthold Ephraim Lessing. Er war schuld an meinem Einserabitur in Deutsch. Es gab eine Literaturliste, aus der wir wählen durften. Während meine Mitschüler sich auf die zeitgenössischen Autoren stürzten, fand ich als Einzige  Gefallen an der "ollen Kamelle". Recht ungewöhnlich für eine Siebzehnjährige; aber ich hatte schon damals eine Vorliebe für alles Ältere. Vielleicht rührte mein Interesse auch einfach daher, dass wir hier in einem Lessing - Viertel wohnen: Sämtliche Straßen sind nach Schauspielfiguren des Dramatikers benannt.

 

Mein Thema war "Nathan der Weise". Bis heute hat mich kein anderes Stück Literatur so beeindruckt und geprägt. Vor kurzem fielen mir beim Ausmisten die beiden, im Laufe der Jahrzehnte reichlich vergilbten Reclamheftchen mit dem Text und den Erläuterungen in die Hände.  

 

 Nachdem ich dieses Drama jetzt wieder einmal gelesen habe, fällt mir auf,  wie modern und hochaktuell es auch heute noch ist. (Schließlich stammt der Text aus dem Jahre 1779 und wurde am 14. April 1783 in Berlin uraufgeführt). Leider, möchte ich sagen. Denn mir kommt es vor, als seien wir von einer Welt, in der kluge und weise Menschen wie Nathan leben, der in der Ringparabel so wunderschön aufzeigt, was Religion n i c h t ist und was sie sein k a n n, weiterhin Lichtjahre entfernt.

 

Wir halten uns für aufgeklärt und fortschrittlich; aber angesichts des religiösen Terrors, des Widerstandes und Kampfes gegen Flüchtlinge und Andersdenkende sieht es eher so aus, als würden wir wieder zurückfallen in ein intolerantes, besserwisserisches Zeitalter. Immerhin ist bei mir der religiöse Toleranzgedanke, die Aufforderung, sich stetig um die Wahrheit zu bemühen, ohne Anspruch auf sie zu erheben und sich einem Gott (welchen Namen man ihm auch geben mag) durch gutes, liebevolles Handeln zu nähern, durchaus auf fruchtbaren Boden gefallen. Ich hoffe es wenigstens.

Nickname 12.05.2018, 21.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

VERSUCH MACHT KLUG


"Sag mal, wann schreibst du nun endlich dein Buch? Du nimmst es dir schon so lange vor, und mit dem, was du alles erlebt hast, ließen sich locker mehrere Bände füllen!"

 

Meine innere Schwester hat recht. Material gibt es reichlich: Die Hunde, die Familie, Das Tanzen, das Hotel, nicht zuletzt die Zeiten mit Mary & Gordy und Brunner & Brunner... Ich denke auch, dass ich es kann.

 

Mein Problem ist nur: Wo fange ich an? Wollte ich chronologisch vorgehen, dann müsste ich mindestens noch einmal sechzig Jahre leben. Am besten steige ich an irgendeiner Stelle in meine Erinnerungen ein, sortieren kann ich sie später immer noch. Na, dann...

Nickname 11.05.2018, 22.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

JE OLLER, JE DOLLER!


Neben der Socken fressenden Waschmaschine gibt es noch ein zweites Phänomen: Das Hamster-Syndrom. Kaum zeigt der Kalender einen Feiertag an, schon kaufen die Leute ein, als stünden wir kurz vor einer Blockade. Um ehrlich zu sein bilde ich da keine Ausnahme. Irgendwas fehlt ja immer, entweder Leberwurst, Gummibärchen oder Toilettenpapier. So machte ich mich am Pfingstsonnabend ebenfalls auf den Weg zum Supermarkt.


Am Eingang traf ich eine Nachbarin, deren kleiner Hund vor kurzem gestorben ist. Candy, ein West-Highland-Terrier, war dreizehn Jahre lang ihr treuer Begleiter, und sie vermisst ihn sehr. Eigentlich wollten sie und ihr Mann ihm keinen Nachfolger geben, aber: "Inzwischen überlegen wir, uns doch wieder einen anzuschaffen, vielleicht aus dem Tierheim. Wir sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber einer, der schon so sechs oder sieben ist, könnte noch ein paar gute Jahre bei uns haben." Dafür hätte ich sie küssen mögen, und ich begann sofort, in den höchsten Tönen ein Loblied auf die Tierheimhunde zu singen. Wir waren völlig in unser Gespräch vertieft und bemerkten erst, dass wir den Weg zu den Einkaufswagen blockierten, als uns ein Mann von der Seite her anblaffte. "Hören Sie mal, können Sie Ihren Kaffeeklatsch vielleicht woanders abhalten?", fuhr er uns an. "Wenn Sie hier noch lange rumstehen, gibt es bald einen dickeren Stau als auf der Stadtautobahn!"


Hallo, geht´s vielleicht auch ein bisschen freundlicher? Mich piekte der Hafer. Ich machte ein schuldbewusstes Gesicht und sagte kleinlaut: "Bitte verzeihen Sie, dass wir Sie behindert haben, aber wir stehen wirklich vor einer schwierigen Entscheidung. Wissen Sie, es geht nämlich darum, sich einen neuen Lebensabschnittsgefährten anzuschaffen, und da gibt es allerhand zu bedenken. Herkunft, Größe, Rasse, Haarfarbe... auch das Alter spielt natürlich eine Rolle. Nicht zu jung, aber auch nicht zu alt sollte er sein - man will ja noch seinen Spaß mit ihm haben. So eine Wahl muss gut überlegt werden, die trifft man nicht in ein paar Minuten!" Der Mann sah mich an, als wäre ich nicht ganz bei Trost, schnappte sich einen Wagen und verschwand im Laden. Er brummte noch etwas vor sich hin, das ungefähr so klang wie: "Bloß weg hier, wer weiß, was den beiden mannstollen, alten Schachteln sonst einfällt." Dabei hatten wir doch nur über einen neuen Hund gesprochen...

Nickname 10.05.2018, 15.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

DAS VERLORENE - SOCKEN - PHÄNOMEN


Jeder, der eine Waschmaschine besitzt, kennt das: Man gibt eine bestimmte – gerade! – Anzahl von Socken hinein, immer schön paarweise, wie die Tiere auf der Arche Noah: Zwei braune kurze, zwei bunt karierte lange, zwei grün-gelb gestreifte, vier blau-rot geringelte Tennissocken, zwei gepunktete und so fort. Man startet das Programm und überlässt die Gestrickten ihrem Los. Ein fataler Fehler, denn kaum hat man eine Stunde später die Maschine geöffnet und den gesäuberten Inhalt zwecks weiterer Bearbeitung entnommen, gerät die heile Sockenwelt aus den Fugen. Zum Vorschein kommen zwei kurze braune, eine lange bunt karierte, drei Tennissocken, zwei gepunktete und eine grün gestreifte (der gelbe Streifen hat sich durch das Blau in den Tennisocken ebenfalls grün verfärbt). Die restlichen sind irgendwo im Universum auf Nimmerwiedersehen verschollen. Wenigstens die Tennissocken sind noch zu gebrauchen, weil bei drei gleichen ja zwangsläufig immer ein Paar übrig bleibt. 


Was habe ich nicht alles versucht, um das Phänomen zu ergründen oder es womöglich sogar auszutricksen. Stundenlang habe ich in das Bullauge der Waschmaschine gestarrt, um den Sockendieb dingfest zu machen, bis mir von der ständigen Dreherei schwindlig wurde. Vergebens. Ich habe die einzelnen Paare zusammengenäht, -geklammert, -getackert und mit Paketband umklebt. Die Mühe hätte ich mir sparen können, denn außer einer Tackerklammer in meinem linken Zeigefinger und einer mit Klebeband verpappten Gepunkteten kam nichts dabei heraus. Das Phänomen ist stärker, es gewinnt immer. Und weil es sich dabei um ein weltweites, an keine Nationalität oder Konfession gebundenes handelt, wird seit einigen Jahren am 9. Mai ganz offiziell der „Tag der verlorenen Socke“ begangen. Wir würden sie so gern feiern – nur können wir sie leider nicht finden…

 

P.S. Es ist wohl reiner Zufall, dass am selben Datum in der nordbrasilianischen Kleinstadt Esperantina der „Tag des Orgasmus“ gefeiert wird. Denn der hat, soviel ich weiß, nur wenig mit geringelten Tennissocken zu tun.

Nickname 09.05.2018, 07.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

AUSGLEICHENDE GERECHTIGKEIT


Wissen Sie..., es gibt ein paar Dinge, von denen ich sicher glaube, sie passieren mir nie: Beispielsweise zu Käsekuchen „Nein, danke!“ sagen, zu Fuß auf einen Berg steigen oder einen Euro im Schlitz des Einkaufswagens stecken lassen. Das hat nichts mit Geiz zu tun; ich gebe gern Geld aus für mich und für andere. Aber es irgendwo einfach zu vergessen, das geht mir gegen die Natur.



Manche Zeitgenossen sind da weniger achtsam. Zu meiner Freude: Ich habe mir nämlich angewöhnt, immer erst die Wagenschlange zu kontrollieren, bevor ich mir einen aus der Kette ziehe. So werde ich hin und wieder fündig; und weil ich, ebenso wie Ina Müller in ihrem Lied, noch immer in Mark umrechne, halte ich dann jedes Mal fast ein Zweimarkstück in der Hand. Kein schlechter Schnitt für ein bisschen genauer hingucken, oder?



Am vergangenen Sonnabend war ich schon um halb sieben Uhr morgens mit den Hunden unterwegs. Ich liebe es, in der Frühe durch den Wald zu gehen. Um die Zeit sind wir fast allein, ich kann den Sonnenaufgang beobachten und genieße die Stille.


A
nschließend fuhr ich gleich noch zum Einkaufen. Besonders am Wochenende erledige ich das gern zeitig, bevor der große Ansturm beginnt. Mein erster Weg führte mich zum Bäcker, der in dem Supermarkt sein Geschäft, nebst einem kleinen Café, betreibt. „Shop-in-Shop“, wie das auf gut Neudeutsch heißt. Ich schob meinen leeren Einkaufswagen an die Seite, damit kein anderer Kunde darüber fallen konnte. Das Angebot war wie gewohnt vielfältig, und es fiel mir wieder einmal schwer, mich zu entscheiden. Zum Glück herrschte noch kaum Betrieb, und niemand drängelte.



Nach zehn Minuten hatte ich dann endlich meine Wahl getroffen. Ich bezahlte, nahm Kuchenpaket sowie Brötchentüte in Empfang, um sie in den Korb zu legen – und ließ um ein Haar beides auf den Boden plumpsen. Mein Wagen war weg, dabei hatte er doch eben noch hier gestanden! Suchend blickte ich mich um und entdeckte zehn Meter weiter einen Herrn (wenn er denn einer war), der fröhlich vor sich hin pfeifend einen – meinen! – Einkaufswagen durch die Gänge schob. Na, das war ja wohl die Höhe! „He, Sie da!“, wollte ich schon losbrüllen, „bringen Sie gefälligst die Karre zurück, die gehört mir!“ Nur, was sollte das nützen? Wie hätte ich beweisen können, dass es tatsächlich m e i n Euro war, der in dem Münzschlitz steckte? Ich fühlte, wie eiskalte Wut auf den dreisten Kerl in mir hochkam; doch dann obsiegte mein Sinn für Gerechtigkeit. Schließlich war es meine eigene Schuld, ich hätte den leeren Wagen nicht einfach so herum stehen lassen dürfen. Auch war mir kein Schaden entstanden – hatte ich doch erst wenige Tage zuvor wieder einen glücklichen Fund gemacht, das glich sich also aus. Und im Nachhinein besehen hatte mir der Wagendieb sogar einen Gefallen erwiesen, indem er mir die Steilvorlage für diese Geschichte lieferte. So fühlte ich mich am Ende noch als die Beschenkte. Es ist eben alles eine Frage des Blickwinkels und hängt ganz davon ab, in welchem Licht man eine Angelegenheit betrachtet.



Allen Lesern wünsche ich

stets die richtige Perspektive...



...und einen sonnigen Feierabend!

Nickname 08.05.2018, 18.30| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

DAS WASSERSTOFF - MYSTERIUM


Eine Blondine hat mit ihrem Auto ein anderes Fahrzeug gerammt. Brüllt der Fahrer: "Sie dummes Huhn, haben Sie überhaupt eine Fahrprüfung gemacht?"

Zischt die Blondine beleidigt zurück: "Bestimmt öfter als Sie!"


Zwei Blondinen sitzen im Auto und fahren an einer Wiese vorbei, auf der eine Artgenossin versucht, im Gras mit ihrem Boot zu rudern. "Das gibt's ja nicht", schimpft die erste Blondine im Auto. "Solche wie die sind es, die unseren Ruf ruinieren!""Ja, genau!", erwidert die zweite. "Und wenn ich schwimmen könnte, würde ich ihr dafür eine reinhauen!"


Eine Blondine fragt in einem Elektrogeschäft: "Wieviel kostet diese Mikrowelle"?. Der Verkäufer:"Ich verkaufe nichts an Blondinen." Die Blondine färbt sich die Haare schwarz und stellt dem Verkäufer erneut dieselbe Frage. Dieser antwortet wieder: "Ich verkaufe nichts an Blondinen." Sie fragt: "Woher wissen Sie denn, dass ich eine Blondine bin?" Der Verkäufer: "Weil nur Blondinen fragen, was eine Mikrowelle kostet und dabei auf eine Waschmaschine zeigen."


Wer kennt sie nicht, die unzähligen und meist unerträglich platten Witze über die Frau in Blond? Diese kleine Auswahl ist, genau wie die vielen tausend anderen ihrer Art, sowieso nur an den weizen- oder semmelfarbenen Haaren herbeigezogen. In Wahrheit ist die Blondine an sich nämlich alles andere als auf den - nicht nur äußerlich - hellen Kopf gefallen. Im Gegenteil, sie spielt bloß die Hilflose. Dabei macht sie sich den Umstand zunutze, dass die meisten Babys blond zur Welt kommen. Dieser Anblick löst bei fast jedem Mann automatisch Beschützerinstinkte aus; er kann gar nicht anders, als Beistand zu leisten. Und warum sollte man so unangenehme und lästige Dinge wie das Wechseln eines Autoreifens selbst erledigen (obwohl man es spielend könnte)? Also alles nur Masche, schlau ausgedacht obendrein.


Leider setzen manche Vertreterinnen der Wasserstoffzunft ihren ganzen Ehrgeiz daran, das Klischee vom blonden Dummchen weit- und hinreichend zu erfüllen: Eine 35jährige, blonde Pharmareferentin aus Uelzen erhielt wegen vorsätzlicher Geschwindigkeitsüberschreitung auf regennasser Straße einen Bußgeldbescheid in Höhe von €150.--, gegen den sie vor dem Amtsgericht Celle Einspruch einlegte. Als Begründung führte sie an, sie sei von mehreren dunklen Typen in einem Wagen mit stark getönten Scheiben verfolgt worden. Da ihr als blonder Frau das schon des Öfteren passiert sei, habe sie aus Angst und um die vermeintlichen Verfolger abzuschütteln, Gas gegeben. Ihr Pech war nur, dass es sich bei den 'dunklen Typen' um Polizeibeamte in einem Zivilfahrzeug handelte. Der Einspruch wurde abgewiesen.


MERKE: Auch Blondinen dürfen nicht schneller unterwegs sein, als die Polizei erlaubt - schon gar nicht bei Regen.


Von mir fast unbemerkt, hat sich nach und nach auch in meinen mittelbraunen Schopf die eine oder andere "altersblonde" Strähne geschlichen. Gleichzeitig nimmt die Gefahr (oder die Chance), von dunklen Typen in Autos mit getönten Scheiben verfolgt zu werden, mit jedem Jahr weiter ab. Schade eigentlich.


TIPP: Die ganze Wahrheit erfährt man in dem Lied "Blond wie eine Semmel" von Rainhard Fendrich. Der Mann schreibt einfach geniale Texte und weiß auch hier offenbar genau, wovon er spricht.



Unser Barnybärchen -

von Natur aus blond!

Nickname 07.05.2018, 07.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

SINGLE ODER LANGSPIELPLATTE?


Wissen Sie..., Statistiken sind eine feine Sache. Sie verraten viel über uns, sowie über die Welt, in der wir leben und untermauern es mit unbestechlichen Zahlen. Wir erfahren beispielsweise, dass der Vatikan im Verhältnis zu seiner Bevölkerung die höchste Verbrechensrate aufweist. Allerdings werden die Delikte fast ausschließlich von Touristen begangen, die in der Regel ungestraft davonkommen, weil sie sich der päpstlichen Justiz durch Flucht ins benachbarte Italien entziehen. Interessant, oder?



Aber das ist längst nicht alles. Statistiken vermögen noch einiges mehr, sie können sogar bei einer Diät hilfreich sein. Wenn etwa der beste aller Ehemänner ein ganzes Brathähnchen samt der knusprigen Haut verputzt, während ich mich mit einer Handvoll Radieschen und ein paar Salatblättern begnüge, darf ich mich anschließend ebenso satt und zufrieden fühlen wie er. Schließlich habe ich – statistisch gesehen – auch ein halbes Hähnchen verspeist. Falls ich trotzdem weiter hungrig bin, liegt das bestimmt nicht an den nackten Zahlen (eher an dem Haufen nackter, sorgfältig abgenagter Knochen auf dem Teller des Besten), denn Zahlen lügen bekanntlich nicht.



Wie neuere, vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Ziffern belegen, gibt es in Deutschland rund 1,6 Millionen Singles. Das heißt, zirka jeder fünfte Bundesbürger ist solo. Das Leben ohne Anhang hat zweifellos seine guten Seiten. Die Herren der Schöpfung brauchen keine drastischen Strafmaßnahmen (wie Liebesentzug und Nächtigen auf dem Sofa) zu befürchten, wenn sie ihre freie Zeit im Fußballstadion, in der Kneipe oder einem anderen Etablissement verbringen. Singlefrauen ihrerseits engagieren gut gebaute Nacktputzer und feiern wahre Shoppingorgien, ohne dass ein „Er“ sich aufführt wie Othello oder ihnen die Kreditkarte sperrt. Kurz und gut, Männlein wie Weiblein dürfen ganz nach der eigenen Fasson selig werden.



Trotz aller unbestrittenen Vorzüge des Singledaseins oute ich mich als überzeugte Langspielplatte. Der beste aller Ehemänner und ich spielen nun schon seit fast dreißig Jahren unser Lied (sieben Jahre "wilde Ehe", quasi als Intro, kommen hinzu): Mit täglich wechselnden Strophen, mal Staccato, mal Vibrato; heute in Dur und morgen vielleicht in Moll, aber immer nach unserer eigenen Melodie. So wird es bleiben bis ans Ende des Vinyls – selbst gegen den Rat von Experten, man solle die Nadel auswechseln, wenn die Rille zu knistern beginnt. Honi soit, qui mal y pense!


Nickname 06.05.2018, 10.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

EINS RAUF MIT MAPPE!


„Ach ja, früher, da war alles besser!“ Das sagen viele, aber so war es sicher nicht - und wenn doch, dann nur sehr bedingt. Es kommt ganz darauf an, in welcher Epoche man den größten Teil seines Lebens verbracht hat. Unsere Eltern und Großeltern würden wohl kaum von sich behaupten, sie hätten die besten aller Zeiten erlebt. Ihre Jugend und jungen Erwachsenenjahre waren geprägt von Krieg und Zerstörung, von Hunger und Angst. Eigentlich konnte es nur noch aufwärts gehen. Ich persönlich denke, dass meine Generation (Jahrgang 1955 und folgende) es hierzulande am glücklichsten getroffen hat. Wir leben seit unserer Geburt in Frieden, größtmöglicher Freiheit und sofern ich das beurteilen kann, weitestgehend in sozialer Sicherheit. Ich bin keine ewig Gestrige, die wehmütig den alten Zeiten nachtrauert. Es gibt aber Dinge, von denen ich meine, sie seien früher tatsächlich anders und besser gewesen.



Unsere Patentochter Sanni hat vergangenes Jahr ihr Abitur gemacht. Das erinnert mich an meine eigene Schulzeit. Wir hatten damals noch kein Kurssystem, sondern wurden bis zum Ende im Klassenverband unterrichtet. Natürlich gab es Cliquen, man mochte nicht alle Mitschüler gleich gut leiden, und ich gehörte eher zu den Unbeliebten. Trotzdem standen meine Klassenkameraden auf dem Gang vor dem Prüfungszimmer und drückten mir die Daumen, als ich ins mündliche Abitur musste, um mich von der Fünf in Mathe auf eine Vier zu retten. Als unser Lehrer dann endlich den Kopf durch die Tür steckte und flüsterte: „Ja, sie hat´s geschafft“, klatschten sie sogar Beifall.



Es gab eine richtig tolle Schulabschlussfete; eigentlich war es schon eher ein Ball. Wir hatten alles in eigener Regie geplant und vorbereitet, jeder steuerte seinen Teil bei: Etwas für das leibliche Wohl, ein selbst getextetes Lied, eine Parodie oder einen lustigen Sketch. Sämtliche Eltern und Lehrer waren eingeladen, und sie kamen auch alle, um mit uns den Abschluss dieses Lebensabschnitts zu feiern, bevor wir dann „hinaus ins feindliche Leben“ gingen.



Bei Sanni verlief schon vorher vieles im Sande. Durch das Kurssystem werden Freundschaften frühzeitig beendet, denn jeder setzt sich andere Schwerpunkte, und in den letzten drei Semestern hat sie ihre Freundinnen im Unterricht nur noch selten gesehen. Eine Abifeier war zwar geplant, aber „eigentlich hat keiner so richtig Lust, sich um die Vorbereitungen zu kümmern. Es wollen sowieso nicht alle kommen, sondern lieber mit ihren eigenen Leuten was machen.“ Ich finde das jammerschade. Ein bisschen Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt wären doch ganz hübsche Mitbringsel aus der guten, alten Zeit.


Nickname 05.05.2018, 07.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

LEICHTER GESAGT, ALS GETAN


„Lass dir nicht den Tag verderben, deine gute Laune klau´n!“ Ehrlich gesagt, manchmal fällt es mir schwer, diesen Rat der Gruppe TRUCK STOP zu beherzigen. Beispielsweise, wenn jemand sich in der Tiefgarage auf einen ausgewiesenen Frauen- oder Behindertenparkplatz stellt und der Fahrer sich als dreißigjähriger Bodybuilder entpuppt, dem das Testosteron aus allen Poren tritt und dessen einzige Behinderung darin besteht, dass er dringend eine Brille bräuchte, um die Hinweisschilder zu lesen. Oder wenn ich im strömenden Regen mit unseren Hunden den Waldspaziergang absolviere und plötzlich ein wildfremder Riesenköter, der eben noch in der dicksten Pfütze gebadet hat, auf mich zurast, mich anspringt und mir seine schlammigen Tatzen auf die Schultern meiner neuen, cremefarbenen Jacke legt. Sein Frauchen kreischt entsetzt: „Oh du Schlimmer, du sollst doch nicht immer springen, denk doch an deinen Rücken, hoffentlich hast du dir nichts verrenkt!“ Kein Wort der Entschuldigung, geschweige denn das Angebot, die Reinigungskosten zu übernehmen. Man braucht schon einen sehr speziellen Humor und eine gute Portion stoischer Gelassenheit, um in derartigen Situationen die Mundwinkel oben zu behalten.



Die Krönung all dessen erlebte ich kürzlich im Supermarkt an der Aufschnitttheke. Vor mir war eine Frau an der Reihe, die ich vom Sehen her kannte. Ich grüßte nett, aber sie tat, als wäre ich aus Fensterglas. Auf die Frage der Verkäuferin, was es denn sein dürfe, verlangte sie: „Geben Sie mir 14 Scheiben Parmaschinken, aber hauchdünn geschnitten!“ Die Verkäuferin versprach, ihr Bestes zu tun und schnitt eine Scheibe zur Ansicht ab. „Ist es recht so?“ „Oh Gott, nein“, mäkelte es vor mir, „das ist ja keine Scheibe, sondern ein Brett. Ich sagte hauchdünn, ich möchte durch die Scheiben Zeitung lesen können!“ Die Verkäuferin bedauerte, Leselupen könne ihre Maschine leider nicht schneiden. „Nun werden Sie mal nicht frech!“ keifte Madame. „Nennen Sie das etwa Service? Ja früher, da war der Kunde noch König! Vergessen Sie den Schinken und geben Sie mir 122 Gramm italienische Mortadella.“ Die Ärmste hinter der Theke kroch förmlich in sich zusammen und wisperte kleinlaut, leider sei die italienische Mortadella wieder nicht mitgekommen, aber ganz sicher zum Wochenende und ob es nicht stattdessen eine leckere Salami sein dürfe. Flehentlich bot sie Madame ein fast durchsichtiges Scheibchen als Kostprobe an. Jetzt ging es erst richtig los. „Was ist denn das für ein Saftladen hier? Das sind ja Zustände wie früher im Osten, ich werde…“



An dem Punkt mischte ich mich ein. „Hören Sie“, wandte ich mich an die Zeternde, „Höflichkeit hat wohl kaum etwas mit irgendeiner bestimmten Himmelsrichtung zu tun, also benehmen Sie sich ein bisschen und entscheiden Sie sich endlich, andere wollen schließlich auch noch bedient werden.“ Zustimmendes Raunen hinter mir, die Schlange reichte mittlerweile fast bis zum Eingang zurück. „Und übrigens, haben Sie keine anderen Sorgen? In Afrika verhungern täglich Tausende von Kindern, und Sie…“ Weiter kam ich nicht. Ohne mich, die Aufschnittverkäuferin oder sonst jemanden eines weiteren Blickes zu würdigen, machte Madame auf dem Absatz kehrt und rauschte davon wie eine griechische Erinnye; wohl um sich bei Zeus persönlich über den mangelnden Respekt des Erdenvolkes zu beklagen.



Zu Hause erzählte ich dem besten aller Ehemänner von dieser unmöglichen Person. Er kratzte sich am Kinn, sah mich sinnend an und meinte: “Hm, na ja, im Prinzip müsstest du die Frau verstehen können. Oder weißt du nicht mehr, wie gründlich es dir erst vor kurzem den Tag verdorben hat, als ausgerechnet dein Lieblingsmozarella und die Sanddornkonfitüre, die du so gern zum Frühstück isst, mal wieder nicht mitgekommen waren?“ Also, das kann man ja wohl nicht vergleichen, oder? Auf wessen Seite steht er eigentlich??


Nickname 04.05.2018, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

MEISTENS IST NICHT IMMER

 (Aus meinem Tagebuch: 17. Juni 2015)


Liebe Lesende!


Unser Frauchen pflegt zu sagen: „Achtsamkeit ist die rechte Hand der Engel.“ Damit will sie ausdrücken, dass die Menschen ihren Schutzengeln die Arbeit ganz schön erleichtern können, indem sie selber gut aufpassen. Den Engeln vertrauen heißt nämlich nicht, dass man einfach leichtsinnig und gedankenlos durchs Leben laufen darf. In erster Linie kommt´s auf die eigene Verantwortung an, meint Frauchen. Meistens stimmt es ja, was sie sagt – aber manchmal auch nicht. Zum Beispiel gestern Nachmittag:



Unsere Große sitzt gemütlich im Wohnzimmer und schaut sich im Fernsehen eine Romanverfilmung von Rosamunde Pilcher an. Sie liebt solche Schnulzen, natürlich nur wegen der herrlichen Landschaftsaufnahmen. Das behauptet sie wenigstens, aber mir macht sie nichts vor: Sie ist und bleibt nun mal eine hoffnungslose Romantikerin. In der Werbepause sieht sie zufällig durchs Fenster auf Nachbars Dach und sagt zu sich: „Ach, guck, die Ziegel glänzen ja so, anscheinend hat´s geregnet.“ Weiter denkt sie sich nichts dabei. Als der Film zu Ende ist, fällt ihr plötzlich siedend heiß ein, dass Bobbys Gartendecke immer noch draußen liegt. „So ein Mist“, schimpft sie vor sich hin, „die ist jetzt sicher klatschnass, und ich kann zusehen, wie ich sie wieder trocken kriege.“ Chef weiß Rat, wie so oft. Erwähnte ich schon, dass wir ein besonders kluges Herrchen haben? Er schlägt vor, die Decke in den Heizungskeller zu bringen, wo es schön warm ist und bei Regenwetter immer die feuchten Gassisachen aufgehängt werden.



Gesagt, getan. Er schnappt sich das quietschnasse Teil und geht fröhlich pfeifend nach unten. Kaum hat er die Tür zum Heizraum aufgemacht, da hören wir ihn auch schon fluchen: „Ach nee, sag mal, was ist das denn hier für eine Sch….?“ Na ja, das ist es nicht, sondern zum Glück nur Wasser, aber davon reichlich. Es kommt aus der Wand, läuft an verschiedenen Rohren entlang und hat auf dem Fußboden schon ein paar beachtliche Pfützen gebildet. Also erst einmal her mit dem Lappen, alles aufwischen und Eimer unterstellen. Die beiden Großen sind im Keller, ihre Stimmung auch. Sie haben keine Ahnung, was die Ursache sein könnte – ein Rohrbruch, eine geplatzte Nahtstelle oder ein durchgerosteter Flansch. Vorsichtshalber dreht Herrchen sämtliche Ventile zu, damit kein Nachschub mehr fließen kann. Das heißt keine Toilettenbenutzung, Duschen fällt ebenfalls flach und das Ganze natürlich wie immer zum Wochenende. Gott sei Dank haben wir hinten noch das kleine Haus, in dem Frauchen früher mit ihren Eltern gewohnt hat und das heute für Partys und Logierbesuch genutzt wird. Als Großherrchen und –frauchen gestorben waren, rieten ihr alle, sie solle das Häuschen doch abreißen und stattdessen lieber einen schönen, großen Pool bauen lassen. Das brachte sie aber nicht übers Herz und ist jetzt nicht zum ersten Mal froh darüber.



Nun muss also morgen der Klempner ran, und es dürfte wohl eine Riesenschweinerei geben. Für uns Hunde bedeutet das wieder allerhand Unruhe. Dabei haben wir eben erst den Frühjahrsputz überstanden! Das einzig Gute an der Sache ist: Wäre Frauchen aufmerksamer gewesen und hätte sie Böbchens Decke vor dem Regen ins Haus geholt, dann wäre Chef nicht in den Heizkeller gegangen. So wäre die Bescherung wahrscheinlich erst ein paar Tage später entdeckt worden, wenn schon der halbe Keller unter Wasser gestanden hätte. Daran sieht man wieder, dass man im Leben nichts übertreiben soll – auch nicht die Achtsamkeit.



Also dann, auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre Nelly





Bloß nicht aufregen -

kommt lieber spielen!

Nickname 03.05.2018, 15.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

ZUHAUSE, ABER NOCH NICHT DAHEIM

Wir waren umgezogen, von Krumme Lanke nach Schlachtensee. Unsere Wohnung lag im oberen Stock einer Gründerzeitvilla, deren Erdgeschoss und Souterrain von den Hauseigentümern bewohnt wurden. Fräulein S. und Herr L. waren ein seltsames Paar. Sie lebten in wilder Ehe miteinander (für damalige Moralvorstellungen unerhört), gingen fast nie aus und empfingen auch nur selten Besuch. Niemand begriff, warum sie überhaupt zusammen blieben, denn sie stritten sich fast ständig, und wir bekamen oben alles mit. Fräulein S. war eigentlich ganz nett, aber vor Herrn L. hatte ich eine Heidenangst. An einen Vorfall kann ich mich noch genau erinnern, obwohl ich damals erst vier Jahre alt war:


Trotz strengsten Verbotes war ich mit Pit in den völlig verwilderten Garten gegangen und hatte dort ein bisschen herum gestöbert. Natürlich fand er alles hochinteressant. Er hatte wohl ein Mauseloch entdeckt, denn er buddelte auf einmal wie verrückt und verschwand beinahe völlig in dem Loch. Nur sein kleines Hinterteil ragte noch heraus. In dem Moment tauchte urplötzlich Herr L. auf und fing an, wie ein Wahnsinniger zu toben. Er hielt eine Schaufel in der Hand und drosch auf den armen Hund ein. Ich muss vor Angst geschrien haben wie am Spieß. Zum Glück hatte meine Mutter oben das Küchenfenster offen stehen und konnte alles mit anhören. Sie kam in den Garten gerannt, stürzte sich auf Herrn L. und riss ihm die Schaufel aus der Hand. Von einer Sekunde zur anderen war er wie ausgewechselt, die Liebenswürdigkeit selbst, so als hätte jemand in seinem Kopf einen Schalter umgelegt. Meiner Mutter gegenüber verhielt er sich sowieso immer äußerst zuvorkommend, er schien tatsächlich Respekt vor ihr zu haben. Außerdem war sie damals eine bildschöne junge Frau, was vermutlich auch eine Rolle spielte. Abends gab es noch eine heftige Auseinandersetzung zwischen meinem Vater und Herrn L., und von da an lebten wir mehr oder weniger in friedlicher Koexistenz, bis wir zwei Jahre später auszogen. In den Garten haben Pit und ich allerdings nie wieder eine Pfote oder einen Fuß gesetzt.


Kein Wunder, dass der Lütte sein Großfrauchen schmerzlich vermisste und Heimweh nach seinem früheren Zuhause hatte. Er liebte uns zwar, aber meine Omi vergötterte er - genau wie ich. Immer wieder büxte er aus und fand mit schlafwandlerischer Sicherheit den Weg in die W…straße, wo er dann völlig erschöpft ankam. Von Haus zu Haus waren es beinahe vier Kilometer; mit dem Auto ein Katzensprung, aber für den kleinen Kerl mit seinen kurzen Beinchen der reinste Marathon. Anscheinend hatte er dabei auch einen guten Schutzengel, denn obwohl er einige belebte Straßen passieren musste, ist ihm nie etwas zugestoßen. Natürlich herrschte damals noch weitaus weniger Verkehr, und diejenigen, die schon ein Auto besaßen, fuhren langsamer und rücksichtsvoller, als es heutzutage viele tun. Gefährlich war es trotzdem, besonders für einen so winzigen Hund. Meiner Omi brach es jedes Mal fast das Herz, wenn wir ihn wieder abholten oder sie ihn uns zurückbringen musste.



Die schönen Beine (züchtig bedeckt) gehören meiner Mama.
Ganz rechts unser Pit, im Vordergrund ein Spielkamerad von ihm
und links außen? Ach, das bin ja ich!

Nickname 03.05.2018, 10.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

STILLE NACHT, SCHLAFLOSE NACHT!


Ich erinnere mich, als wir unsere Familienpension hatten, schliefen einige der Gäste in den ersten Nächten sehr schlecht. Nicht wegen knarrender Bettgestelle oder zu harter Matratzen, sondern wegen der für sie ungewohnten Stille. Die Menschen kamen aus anderen Großstädten zu uns, und der vertraute Straßenlärm, der sie zu Hause in den Schlaf sang, fehlte ihnen hier.

 

Tatsächlich herrscht bei uns besonders nachts eine himmlische Ruhe, obwohl wir kaum zweihundert Meter Luftlinie von der Autobahn entfernt liegen. Der Wald verschluckt fast sämtliche Geräusche. Nur manchmal, wenn der Wind ungünstig steht, hören wir die Bremsen der Lkws. Das klingt dann so ähnlich wie das Tuten einer Schiffssirene. Ansonsten, wie gesagt, nahezu klösterliche Stille.

 

Das gilt allerdings nur für draußen. In unserem Schlafzimmer geht es um so geräuschvoller zu. Wir schlafen hier zu fünft: zwei Menschen und drei Hunde, jeder mehr oder weniger lautstark. Außer mir natürlich, wenngleich der Beste das Gegenteil beteuert. Seltsamerweise stört mich ausschließlich s e i n Geschnarche; dabei ist das höchstens ein müder Abglanz dessen, was sein Schwiegerpapa von sich gab: Der konnte nämlich mühelos in einer einzigen Nacht ganze Urwälder roden!

 

Bei den Hunden dagegen finde ich es anheimelnd und gemütlich. Nelly zum Beispiel grunzt und schmatzt im Schlaf wie ein Schweinchen, oder sie singt kleine Lieder. Zwar verfehlt sie dabei regelmäßig das hohe C; trotzdem hört es sich niedlich an.

 

Barny ist nachts immer ein bisschen kurzatmig, so als wäre er zu schnell gelaufen. Das liegt an seinem Altersherzen, ist aber Gott sei Dank nicht besorgniserregend. Wir haben ihn ja mit entsprechenden Medikamenten gut eingestellt. Manchmal wird es schlagartig still in seinem Bettchen. Dann stehe ich auf und sehe nach, ob er noch atmet. Hin und wieder verbellt er im Traum eine Katze oder einen anderen Hund. Außerdem hält er sich gern mit der Pfote ein Nasenloch zu. Dann schnorchelt er, als hätte er eine verstopfte Nase.

 

Woody pfeift, wenn er schläft, wie ein alter Teekessel. Zwischendurch schnarcht er, dass die Wände wackeln; und wenn er im Traum erst mal zu rennen beginnt, dann bebt der Fußboden unter ihm.

 

Das alles hält mich oft stundenlang wach, aber um nichts auf der Welt möchte ich es missen. So viel weiß ich jetzt schon: Sollten die Geräusche irgendwann verstummen (was leider unausweichlich ist), dann werde ich sicher mehr als nur ein paar Nächte sehr schlecht schlafen. Wegen der für mich ungewohnten Stille...


Nickname 02.05.2018, 21.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

MISSVERSTÄNDLICHES

                                      


„Herr Ober, noch ein Bier, aber schnell!“ „Augenblick, mein Herr, zuerst da drüben die Damen.“ „Hören Sie mal – ist das hier eine Bar oder ein Rettungsboot?“

 

Eines Tages fragte ein Mann den lieben Gott: „Gott, was ist für dich ein Jahrhundert?“ Gerade eine Sekunde.“ „Und was ist für dich eine Million?“ „Gerade ein Cent.“ „Würdest du mir dann einen Cent geben?“ „Aber gern, warte nur eine Sekunde!“

 

Krause kommt im Hotel an. Als er abends ins Bett gehen will, entdeckt er auf dem Teppich eine Maus. Er ruft den Portier an: „Ich habe eine Maus im Zimmer!“ „Kein Problem“, beruhigt ihn der Portier, „die Kleine kann ihre Anmeldung auch morgen früh ausfüllen.“


Nickname 01.05.2018, 10.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: C´EST LA VIE!

2018
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ÜBER MICH:Geboren vor 62 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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