Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: ZEITREISE UND GEDANKENFLUG

Immer einen Triumph im Ärmel


"Der Oppositionsführer wurde von vielen Anfängern (Anhängern) umjubelt." (Die Fortgeschrittenen blieben wohl eher skeptisch)


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Und alle Mann ab in den Zoo: "Die beiden Politiker werden noch immer von Gorillas (Guerillas) festgehalten."


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"Die Welt hofft auf einen sofortigen Trüppenruckzuck." (Auf einen was??)


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Nichts gemeinsam: "Man sollte sich davor hüten, Gysi und BSE gleichzusetzen!" (PDS)


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"Vergessen Sie, mich daran zu erinnern."


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Triftiger Grund: "Angeklagter, im Bahnhofswartesaal haben Sie sich in eine Schlägerei mit einem Mann eingelassen. Kurze Zeit später gingen Sie weg, kamen aber gleich darauf wieder und fingen von Neuem an, ihn zu schlagen. Warum?" "Weil ich erfahren hatte, dass mein Zug fünfzehn Minuten Verspätung hat."


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Plakat in einer Buchhandlung: "Lesen Sie diesen wunderschönen Roman, bevor die Filmindustrie ihn verhunzt!"



Nickname 23.04.2017, 17.04 | (0/0) Kommentare | PL

Da stand Predig auf und petrete


Frommer Wunsch: „….sondern erlöse uns von dem Pöbel.“(Bösen, Übel)


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„Gottes Regieanweisung gilt noch immer: Sechs Tage sollt ihr schlafen, am siebenten ausruhen!“ (schaffen)


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Er muss es ja wissen: „Ob es nun ein Leben nach dem Tode gibt, darüber informiert jetzt der erfahrene Theologe Jürgen Moltmann.“


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„Bevor wir uns um den Tisch des Herrn sammeln, singen wir 229: Kommt mit Gabeln und Lobgesang!“ (Gaben)


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„Kehrt mit seiner Säge ein in jedes Haus…“ (seinem Segen)


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In flagranti: „Der Herr hat uns im Schlaf erwischt.“ (erfrischt)


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Besser als nichts: „Während der Kollekte sammeln wir das nächste Lied ein.“


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„Ich sage euch: Es werden Blinde lahmen und Aussätzige Tauben sehen und rein werden, aus, äh, die Aussätzigen und die Tauben werden was hören.“


Allen einen sinnesfrohen Sonntag!



Nickname 23.04.2017, 07.25 | (0/0) Kommentare | PL

Wie der Name sagt? Das wäre schön!


Vermittlungsnummer: 17/415

Rasse: Labrador - Mix

Sonstiges: Ich suche ein Gnadenplätzchen

Geburtsdatum: 06/2005

Im Tierheim seit: 14.02.2017

Geschlecht: männlich


LUCKY wurde gefunden. Er ist ein absolut liebenswerter und menschenbezogener Hundemann. Auch mit seinen Artgenossen versteht er sich gut.


Der hübsche und freundliche Rüde hat, aufgrund neurologischer Ausfälle, Schwierigkeiten beim Laufen. Er wünscht sich deshalb ein ebenerdiges Zuhause und liebevolle Zweibeiner mit viel Zeit, die gut auf ihn aufpassen. Über einen eingezäunten Garten würde er sich auch sehr freuen. Auf seinen Bewegungsapparat wird er bei uns im Tierheim lebenslang kostenlos behandelt.


Möchten Sie Lucky ein schönes endgültiges Zuhause geben? Er wartet im Gruppenhaus auf seine neuen Menschen. Wenden Sie sich auch gern telefonisch unter 030 / 76 888 204 an seine Tierpfleger.


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Bitte beachten Sie:


Wir können unsere Tierdatenbank leider nicht täglich aktualisieren. Wenn Sie sich für dieses Tier interessieren, fragen Sie bitte möglichst vor einem Besuch telefonisch bei uns nach, ob das Tier noch im Tierheim ist oder bereits vermittelt wurde.

 

Sofern oben keine direkte Kontaktnummer angegeben ist, wenden Sie sich dazu bitte an die 030 / 76 888-0.


Bitte geben Sie dabei unbedingt die Vermittlungsnummer und die Tierart (Hund, Katze, Kleintier etc.) an.
Vielen Dank!


http://www.tierschutz-berlin.de/nc/tierheim/tiervermittlung/hunde.html

Nickname 22.04.2017, 13.27 | (0/0) Kommentare | PL

Zu wahr, um schön zu sein!

Nicht nur die lieben Kleinen, sondern auch gestandene Erwachsene haben ab und zu mit unserer schönen Muttersprache ihre liebe Not und schreiben im Eifer des Gef(l)echts so allerhand daher. Hier ein paar hübsche Beispiele aus dem Versicherungs(un)wesen. Viel Vergnügen!

Halbe Sache:
"Ich bin noch nicht mit Glied (Mitglied) in Ihrer Versicherung."

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Hoch explosiv:
"Bitte übersenden Sie mir Ihre Tarifunterlagen mit Leistungsdyamit (dynamik)."

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"...oder können Sie mir sagen, welche zuständige Stelle dafür zuständig ist, mir zu sagen, an wen ich mich wenden kann?"

***

Mieser Trick:
"Ihr Herr H. hat mir Ihre Versicherung damals unter sehr merkwürdigen Umständen angedreht. Ich war besoffen!"

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Faule Ausrede:
"Der Versicherungsvertrag gilt nicht. Meine Unterschrift ist unleserlich."

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Umsonst bezahlt:
"Ich liege mit dem gewählten Tarif verkehrt. In letzter Zeit bin ich überhaupt nicht richtig befriedigt worden."

Allen Lesern einen
zufriedenstellenden Feierabend!

Nickname 18.04.2017, 17.15 | (0/0) Kommentare | PL

Zum Abendbrot: Alles hat seinen Preis

Der selbst ernannte Stadtcasanova hat es endlich geschafft, die zwar bildhübsche, aber scheinbar sehr schüchterne Elfie zum Essen einzuladen. Er dachte dabei eigentlich eher an einen kleinen Imbiss; aber Elfie bestellt sofort Lachs, Minestrone, eine Portion Kaviar, Hummercocktail, dann eine Rehkeule und dazu den feinsten Champagner.


Meint der Schönling:
"Donnerwetter, Sie langen aber tüchtig zu. Speisen Sie auch immer so vornehm und so viel, wenn Ihr Vater Sie zum Essen einlädt?"


"Nö", erwidert Elfie, "aber der will mich ja auch hinterher nicht vernaschen."


Allen einen delikaten Abend

und guten Appetit!


Nickname 17.04.2017, 18.30 | (0/0) Kommentare | PL

Zum Osterbrunch die Gretchenfrage

Jeder kennt den Osterhasen, und jeder freut sich auf ihn. Der Osterhase ist das bekannteste Symbol der Osterzeit, denn er bringt die Ostereier und all die anderen süßen Leckereien am Ostersonntag!

Aber wo kommt der Osterhase her?

Das ist leider nicht so ganz klar. Eine mögliche Erklärung besagt, dass der Hase das Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin Eostre war. Da der Hase sich gerne so rapide vermehrt, lag die Verbindung ja schon irgendwie nahe. Und da Ostara, das Fest der Eostre, im Frühling gefeiert wird und mit der Christianisierung zu Ostern wurde, bot sich der Hase als Oster-Symbolik auch irgendwie an. Da wurde der Hase mehr oder minder von der christlichen Kirche in die ganze Geschichte und Mythologie um Ostern herum integriert. Es gibt genügend Beispiele in der Kunst und Architektur aus der Antike, in welchem der Hase als Sinnbild von Leben und Wiedergeburt gilt. Auch hier machte sich die Kirche die bisherige Ikonographie zunutze und setzte ab dem späten Mittelalter und danach den Hasen zu Ostern als Sinnbild für die Wiederauferstehung Christi ein.

Eine richtige Erwähnung des Osterhasens gab es aber erst am Ende des 17. Jahrhunderts und zwar ausgerechnet von einem Mediziner, der davor warnte, zuviele Eier zu essen. So richtig populär wurde der Osterhase auch erst zweihundert Jahre später; als Spielzeugfiguren, bebilderte Osterhasen-Bücher und natürlich Schokoladen-Osterhasen auftauchten, konnte sich niemand mehr dem Einfluß den kleinen niedlichen Hopplers entziehen.



Und wieso bringt der Osterhase die Ostereier?

Genau betrachtet hat der Osterhase diesen Job noch gar nicht so lange. Wie erwähnt bringt der Osterhase erst seit dem 17. Jahrhundert die Ostereier vorbei. Davor waren es andere Tiere; je nach der Region war es entweder ein Fuchs oder ein Kuckuck, ein Storch oder ein Ostervogel. Mitunter sogar die Kirchtumglocken – in den Vogesen hieß es, daß die Glocken am Gründonnerstag nach Rom fliegen, um dort die Ostereier zu holen. Wenn sie dann am Karsamstag zurückkommen, lassen sie die Ostereier über den Gärten und Feldern der Einwohner fallen, wo die Kinder sie finden können. (Nach Römischem Ritus werden die Kirchenglocken zwischen Gründonnerstag und der Osternacht aus Zeichen der Trauer nicht geläutet.)

Eier galten schon im alten Babylonien, Ägypten und Persien als Symbol für Fruchtbarkeit und erneutes Leben. Auch hier liegt die Verbindung mit der christlichen Symbolik nahe. Es ist also durchaus denkbar, daß im Fall von Osterhase und Ostereiern einfach zwei verschiedene Ideen, die trotzdem dasselbe ausdrücken, zusammenkamen und seitdem dafür sorgen, daß der Osterhase die Ostereier bringt.


Nickname 17.04.2017, 11.25 | (0/0) Kommentare | PL

Hochprozentiges bei Sonnenaufgang


Ich erinnere mich, wie mir meine ostpreußische Omi von folgendem Brauch erzählte: In ihrem Heimatstädtchen Barten gab es ein Flüsschen, zu dem sie als junges Mädel mit ihren Freundinnen zum "Osterwasser holen" ging. Das war eine Tradition für die holde Weiblichkeit in der Ortschaft. Dabei gingen die Frauen und Mädchen am Morgen des Ostersonntags bei Sonnenaufgang los, um Wasser vom Brunnen, Bach oder oder Fluss zu holen. Dem Osterwasser wurden besondere Eigenschaften zugeschrieben. Neben seiner heilenden Kraft wurde ihm auch eine Förderung der Fruchtbarkeit nachgesagt. Wenn verheiratete Frauen sich also mit dem Osterwasser wuschen, sollten sie schneller schwanger werden. Für junge Mädchen hieß es, dass das Osterwasser ihre Schönheit zum Vorschein bringen würde. Und wenn eine gerade frisch verliebt war, sollte sie das Osterwasser auf den Mann oder Burschen ihrer Träume sprenkeln, der dann die Zuneigung erwidern würde.



Je nach Region gab es dabei aber ein Hindernis: Der Kniff an der Sache war, beim Osterwasser holen entweder nicht gesehen zu werden oder aber kein Wort auf dem Hin- und Rückweg zu sprechen, sonst würde das Osterwasser seine Wirkung verlieren. Stellen Sie sich bitte eine Horde von pausenlos schnatternden Teenagern vor, die plötzlich für längere Zeit stillschweigen sollen. Eine echte Herausforderung! Erschwert wurde das Unterfangen durch den männlichen Teil der Bevölkerung im Ort. Die Herren der Schöpfung versuchten nämlich, die Frauen und Mädchen beim Osterwasser holen zu erwischen oder auf dem Rückweg ins Gespräch zu verwickeln.



Heutzutage gibt es das "Osterwasser" immer noch, es wird aber nur noch selten auf die traditionelle Weise geholt. Das lässt sich denken - versuchen
Sie mal, eine Fünfzehnjährige am Feiertag in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett zu holen, nur wegen ein paar Schlucken Wasser! Deswegen ist "Osterwasser" inzwischen ein Synonym für einen guten Schnaps, der beim Osterfestmahl zu sich genommen wird. Na dann, wohl bekomm´s!


Nickname 16.04.2017, 05.30 | (0/0) Kommentare | PL

Alte Liebe rostet nicht

Das Auto ist nach wie vor der Deutschen liebstes Kind, daran hat sich seit Wirtschaftswunderzeiten kaum etwas geändert. Laut Statistik verbringt der männliche deutsche Autofahrer im Schnitt rund 100 Stunden pro Jahr ( also über vier ganze Tage und Nächte) - damit, voller Hingabe an seinem fahrbaren Untersatz herumzubasteln, ihn zu waschen, zu ölen und zu salben. Das ist mehr als mit seinen Freunden am Stammtisch oder auf dem Fußballplatz. Die Zeit, die er seiner Partnerin und/oder seinen Kindern widmet, liegt noch weiter abgeschlagen auf Platz 4!



Aber nicht nur das so genannte starke Geschlecht hängt mit inniger Liebe an seinem Automobil, wie die folgende Geschichte beweist:


Aus Glück und Freude über das unverhoffte Wiedersehen mit ihrem alten Wagen wäre eine Seniorenheimbewohnerin aus der schwäbischen Gemeinde Burgau um ein Haar zur Diebin geworden. Die72-jährige Rentnerin sah während eines Spaziergangs ihr bereits vor längerer Zeit verkauftes Auto am Straßenrand stehen. Laut Polizeibericht stellte die Frau ihre Gehhilfe kurzerhand am Bordstein ab, setzte sich ans Steuer ihres früheren Fahrzeugs (zu dem sie immer noch einen Zweitschlüssel als Andenken in ihrer Handtasche bei sich trug) und fuhr davon. Ein Streifenwagen konnte die Fahrt erst vor dem Altersheim stoppen. Der Schlüssel wurde natürlich von den Beamten sogleich beschlagnahmt.


Der neue Eigentümer des Oldtimers – ein 23-jähriger Mann, zufällig selbst Altenpfleger – zeigte Verständnis und nahm den Vorfall mit Humor. Er versprach, die Seniorin in Zukunft manchmal an seinem freien Tag zu einer Spritztour mit ihrem geliebten Wagen abzuholen.



Endlich einmal jemand, der seinen Beruf nicht nur als Job zum Zweck des Geldverdienens, sondern dem Wortsinne nach als Berufung sieht. Das lässt hoffen, finde ich.



Nickname 14.04.2017, 16.35 | (0/0) Kommentare | PL

Ach, du dickes Ei: An Oder und Neiße regnet es durch





Wie man sich´s abgewöhnt:

"Schnäppchen! Marlboro aus gesundheitlichen Gründen zum D-Mark Preis abzugeben"


***


Keine faulen Ausreden:

"Wenn Sie diese Rechnung nicht erhalten, ist das kein Grund, den unten stehenden Betrag nicht zu zahlen."


***


Lernen im Schlaf:

"Junger Lehrer sucht Zimmer mit Bett, in dem Unterricht erteilt werden kann"


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Das ist fair:

"Ich muss zugeben, dass die Zeugin die reine Wahrheit sagt, auch wenn sie meine Schwiegermutter ist."


***


Polyglottes Gebrüll:

"Übernehme Schreiarbeiten in Deutsch, Englisch, Französisch"


***


Kaum zu glauben:

"Was Sie da gerade behaupten, wird meinen verstorbenen Bruder ebenfalls überraschen!"


***


"Starren Sie gut, quatsch, stottern Sie, nein ich - na, das muss doch möglich sein: strafen Sie – ist ja ´ne Strafe, dabei wollte ich Ihnen nur einen guten Start ins Wochenende wünschen!"


Den wünsche ich Euch auch!


Nickname 14.04.2017, 13.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Wie die Jungfrau zum Kinde

So kam auch der Gründonnerstag zu seinem Namen, könnte man jedenfalls annehmen. Rein zufällig ist der aber doch nicht entstanden, es gibt sogar mehrere Theorien zur Namensgebung.

Die Spekulationen um den Namen des Gründonnerstags sind vielfältig und gegensätzlich, schließen sich aber nicht zwangsläufig gegenseitig aus. So kann die Bezeichnung „Grüner Donnerstag“ sowohl vom Wörtchen „grün“ kommen als auch von älteren Worten, die mit „grün“ nichts zu tun haben.

Eine Theorie ist, dass der Gründonnerstag seiner Wortherkunft nach vom mittelhochdeutschen „greinen“ abstammt, was so viel wie weinen bedeutet. Diese Ableitung würde Sinn machen, wenn man sie auf die weinenden Büßer bezieht. Im Mittelalter wurden bestrafte Sünder zu Gründonnerstag nämlich wieder in die Gemeinde aufgenommen und galten nach Lukas 23,31 wieder als „grünendes Holz“ am Stamme der Kirche – was auf eine weitere mögliche Herkunft des Namens deutet. Aus diesem Grund wird der Feiertag auch „Antlasstag“ genannt. Antlass leitet sich aus dem Wort „Ablass“, also dem Erlass von begangenen Sünden ab.

Im Mittelalter war es Brauch, am Gründonnerstag besondere (Heil-)Kräuter zu sammeln und diese mit Blumen zu einem Antlasskranz zu flechten. Der Kranz wurde dann zusammen mit den sogenannten „Antlasseiern“ – also Eiern, die an Gründonnerstag gelegt worden waren – bis zum Erntedankfest aufbewahrt. Sowohl dem Kräuterkranz als auch den Antlasseiern wurden besondere Kräfte zugesprochen.

Andere sind der Meinung, dass die Herleitung von „Grienen“ bzw. Greinen / Weinen keinen Sinn machte, weil ja am Gründonnerstag selbst noch nicht geweint wurde. So besteht eine weitere Theorie darin, dass der Gründonnerstag schlicht von der Farbe der priesterlichen Gewänder abgeleitet worden wäre. Zwar hat der Feiertag in der Liturgie traditionell die Farbe Weiß (deswegen auch „Weißer Donnerstag“ ) – diese Vorgaben waren jedoch nicht verbindlich. So ist es möglich, dass es zu regionalen Abweichungen gekommen ist und manche Messdiener im Mittelalter grüne Gewänder getragen haben.

Eine weitere Herleitung für den Namen des Gründonnerstags besteht darin, dass im Mittelalter an diesem Feiertag immer besonders viel grünes Gemüse gegessen wurde, wie z.B. Grünkohl, aber auch Kräuter. Dies stand zum einen im Einklang mit der Karwoche, die den Verzehr von Fleisch verbietet. Zum anderen war dies aber auch saisonal bedingt, da im Frühling natürlich auch besonders viel grünes Gemüse wächst. Daneben war mit dem Verzehr von grünem Gemüse die Hoffnung verbunden, Kraft und Stärke für das kommende Jahr aufzunehmen.

Der genaue Ursprung des Namens bleibt nach wie vor ungeklärt – wahrscheinlich ist, dass eine Kombination von verschiedenen Faktoren zu der Bezeichnung des „Gründonnerstag“ geführt hat.



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Interessant ist, dass viele Bräuche, an denen man an diesem Feiertag besonders festhält, aus dem Volksaberglauben stammen.

Wie die Geschichte um den Namen des Feiertags schon andeutet, spielen am Gründonnerstag grüne Gemüse und Eier, sowie die Farbe Grün insgesamt eine besondere Rolle. War es früher vor allem Brauch, zu Gründonnerstag zusammen Kräuter sammeln zu gehen, begnügt man sich heute mit dem Verzehr von grünem Gemüse und grüner Feldfrüchte. Früher hoffte man dadurch nach dem langen Winter die Kraft und Stärke des Frühlings aufzunehmen – was sogar stimmt, denn Frühlingsgemüse  enthalten reichlich Vitamine und Spurenelemente. Ein Grund für viele, nach wie vor an diesem Brauch festzuhalten.

Außerdem bestellte man in manchen Regionen zu Gründonnerstag Feld und Garten – in dem Glauben, dass dies eine besonders reiche Ernte beschere. Auch hier spielt die Farbe Grün als Farbe der Hoffnung eine besondere Rolle.

Eier, die zu Gründonnerstag gelegt wurden, waren die so genannten Antlasseier oder Gründonnerstagseier. Diese wurden im Mittelalter zur Kirche gebracht und geweiht. Anschließend verspeiste man zusammen mit seiner Familie einen Teil der Eier. Wichtig war dabei, auch ein Stück der Schale mit zu essen – denn ihr wurden besondere Kräfte zugesprochen. Die Reste der Eier und der Schale mussten daraufhin ins Feuer geworfen werden. Dadurch, so glaubte man, war man das ganze Jahr über vor allerlei Krankheiten und Leiden geschützt.

Daneben wurden die Antlasseier noch für viele andere Abwehrzauber eingesetzt. So war es in manchen Regionen z.B. Brauch, einen Teil der Schale in den Herd oder die Hauswand einzumauern oder sie im Garten oder im Stall einzugraben. Je nach Platzierung erhoffte man sich so Schutz vor bösen Geistern, eine reiche Ernte oder Schutz vor Erkrankungen des Viehs. Legte man das Ei auf den Dachboden, so hieß es, war man vor Blitzeinschlägen gefeit; und ein Ei in der Nähe eines Stroms zu vergraben wehrte Überschwemmungen ab. Sogar Hexen konnte man der Legende nach durch die Gründonnerstagseier erkennen und abwehren.

In manchen Regionen Deutschlands sucht man heute Eier bereits an Gründonnerstag statt an Ostern. Und wenn man sie bis dahin nicht schon alle aufgefuttert hat, kann man sie ja noch einmal verstecken.

Viel Spaß dabei! 


Nickname 13.04.2017, 14.44 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 61 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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Liebe Bärliner,das Vorbloggen machen wir auf
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Liebe Sabine,ich kann von mir sagen, dass ich
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Macht nix,liebe Sabine.Ja,hier ists nun auch
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Schön und wahr ist das,liebe Sabine,es fehlt
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Hallo, liebe Nelly,nach einigen Schwierigkeit
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Liebe Sabine,das sind wieder sehr schöne Kraf
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Ich freu mich mit für Herby,liebe Sabine.Er i
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gerda.f:
Ganz liebe Grüsse.Was man vielen Tieren an tu
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