Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: MISCELLANEA

NA DANN PROST!

Seine Nachbarn kann man sich bekanntlich nur in den seltensten Fällen aussuchen. Es wäre ja auch recht mühsam und umständlich, wenn man erst sämtliche Nachbarhäuser abklappern und die Bewohner unter die Lupe zu nehmen wollte, bevor man sich entscheidet, wo man sein Domizil aufschlagen will. In der Regel würde man dann wahrscheinlich hoch oben auf einen touristisch unerschlossenen Berg oder eine einsame Insel ziehen müssen, denn irgendjemandes Nase passt einem doch immer nicht.


Aber manchmal hat man auch einfach Glück - wie die benachbarten Haushalte einer Kellerei in Trier, die mit Sekt aus dem Wasserhahn verwöhnt wurden. Etwa 2500 Liter der "Kapitalistenbrause" waren durch einen technischen Defekt am Rückstoßventil der Abfüllanlage in die Wasserleitungen der Stadtwerke geflossen. Ein Mechaniker bemerkte in seinem Betrieb den "angenehmen Geruch nach Sekt im Trinkwasser", als er den Hahn zum Kaffeekochen aufdrehte. Daraufhin ließen die Stadtwerke Trier das örtliche Rohrnetz kräftig durchspülen.-


Jammerschade, wie ich finde - sonst hätte man doch, wenn man als Autofahrer in eine morgendliche Verkehrskontrolle geraten wäre, mit bestem Gewissen behaupten können: "Verssseihung, Herr Wald..., Herr Wachtmeister, ischhabe nur Tee getrunken, das sind beschtimmt nich mehr als einskommanull Kamille!"


Nickname 21.02.2018, 13.35 | (0/0) Kommentare | PL

BEAMTE, BITTE NICHT LESEN!

(Alle, die es trotzdem tun, sind als löbliche Ausnahmen selbstverständlich ausgeschlossen):


Ein Politiker, ein Wissenschaftler und ein Beamter wollen gemeinsam Schnecken sammeln. Sie treffen sich am vereinbarten Ort und ziehen gemeinsam in verschiedene Richtungen los.


Nach einer halben Stunde kehrt der Wissenschaftler mit 162 Schnecken zurück. Eine weitere halbe Stunde später kommt der Politiker und hat 87 Schnecken dabei. Vom Beamten ist weit und breit nichts zu sehen. Erst nach drei Stunden kommt auch er endlich wieder - und hat nicht mal eine Schnecke dabei. Die beiden anderen wundern sich: "Wieso hast du denn keine einzige Schnecke gefunden?" "Das ist unglaublich mit diesen Viechern!", empört sich der Beamte. Ich sehe eine Schnecke, bücke mich danach und - husch! - ist sie weg!"


Nickname 18.02.2018, 17.21 | (0/0) Kommentare | PL

LEBENSRETTER

Schon seltsam, worüber man bisweilen so nachdenkt. Gestern habe ich mir im Fernsehen die erste Folge der Serie „Time Tunnel“ angeschaut, die von einem Privatsender ausgestrahlt wird. Die Serie stammt aus den späten 60er Jahren. Zwei Wissenschaftler werden, via eines Zeittunnels, an die unterschiedlichsten Plätze in der Vergangenheit oder in der Zukunft katapultiert. In der ersten Episode verschlägt es sie auf die „Titanic“, einen Tag vor deren Untergang. Natürlich versuchen die beiden, die bevorstehende Katastrophe abzuwenden; das misslingt jedoch, da der Lauf der Geschichte durch sie nicht verändert werden darf. Eine Passagierin weigert sich, allen guten Worten zum Trotz, in eines der (wie wir wissen, viel zu wenigen) Rettungsboote zu steigen, weil sie todkrank ist und ihren Platz einer jungen schwangeren Frau überlassen will.


Da habe ich überlegt: Hätte ich an ihrer Stelle den Mut und die Größe, mein Leben – auch wenn es nur noch wenige Monate wären – zu opfern, um ein anderes zu retten? Man muss gar nicht so weit in die Geschichte zurückgehen, um derartige Beispiele für selbstloses Heldentum zu finden. Ich erinnere mich, dass bei der Flutkatastrophe 2010 ein Mann in die Oder sprang, um den Hund seiner Freundin zu retten. Beide ertranken. Wäre ich, trotz meiner allseits bekannten Tierliebe, ebenfalls wie selbstverständlich gesprungen? Mit sicherem Abstand und ohne vor der Notwendigkeit zu stehen sage ich, ja sicher, auf jeden Fall. Doch was wäre, wenn…?


Vielleicht denkt man in solchen Momenten nicht mehr nach, sondern handelt rein instinktiv. Ich für meinen Teil ziehe jedenfalls den Hut vor allen, die fremdes Leben (und sei es "nur" das eines Hundes) höher stellen als das eigene. Möglicherweise täte ich es auch; aber wie gesagt, sicher bin ich nicht.


Nickname 11.02.2018, 17.47 | (0/0) Kommentare | PL

ALLES HALB SO WILD!



Wissen Sie…, manchmal wächst mir das Ganze hier über den Kopf. Diese tausenderlei Dinge, die ständig zu erledigen sind: Hunde und Ehemann versorgen (man beachte die Reihenfolge!), Haus und Häuschen halbwegs in Ordnung halten, der Garten, die Tierschutzarbeit, die Vorbereitungen für meine Seniorenbeschäftigung, und, und, und… Da hocke ich dann manchmal da, bin den Tränen nahe und denke, oh, Gott, wie schaffe ich das bloß?  Dabei ist das die reine Hysterie, von mir selber hausgemacht. Denn erstens hat mich niemand gezwungen, den weltbesten Mann, der zu haben war, zu heiraten; ich hätte ebenso gut Single bleiben können. Es hat auch keiner von mir verlangt, mehrere Hunde zu halten. Das war allein meine Herzensentscheidung, mitgetragen vom Besten, wofür ich ihm ewig dankbar bin. Das vorstellbar schönste Fleckchen Erde hätten wir leicht verkaufen und uns irgendwo anders niederlassen können. Mich für gequälte, missbrauchte Tiere einzusetzen, ist mir seit meiner frühen Jugend ein Grundbedürfnis; und von der Arbeit mit meinen lieben Alten – von unseren Musik- und Spielenachmittagen – habe ich selbst am meisten, weil sie mir das gute Gefühl geben, anderen Menschen nützlich zu sein.

 

Vor kurzem geriet ich beim Fernsehen in das Interview mit einem Autor, der ein Buch über Nordkorea geschrieben hat. Ich wusste schon, dass dort schlimme Zustände herrschen, aber derart katastrophal hatte ich sie mir nicht vorgestellt.  Seitdem sage ich mir, wenn ich mal wieder ins Trudeln komme und mich wie im Hamsterrad fühle, das ist nichts als reiner Luxus. Ich muss das alles nicht tun, sondern ich darf. Und das ist nicht nur so dahin gedacht, sondern die Wahrheit. Ich weiß oft gar nicht, wie gut es mir geht.



Nickname 27.01.2018, 11.32 | (0/0) Kommentare | PL

AUFGRSCHRIEBEN UND LANGE VERGESSEN


In meinem alten Tagebüchlein
habe ich kürzlich nachgelesen.
Da schien mir manches gegenwärtig,
als wär´ es gestern erst gewesen.


Das Foto von der „großen“ Liebe,
ein Vers über den ersten Kuss;
solch kleine Herzensheimlichkeiten
steh´n hier sicher unter Verschluss.


Alles konnt´ ich ihm anvertrauen,
ich wusste ja, es war verschwiegen.
Nun wird es wieder viele Jahre
versteckt in meinem Schreibtisch liegen –


mit all meinen Erinnerungen,
von denen mir zu wissen bleibt,
dass immer noch das Leben selber
die buntesten Geschichten schreibt.


© by Mitternachtsspitzen



"Für angenehme Erinnerungen

muss man im Voraus sorgen."


(Werner Finck)

Nickname 21.01.2018, 14.44 | (0/0) Kommentare | PL

VEGAN IST DAS NEUE BIO



Schätzungsweise 400.000 bis zu eine Million Deutsche ernähren sich vegan. Die Zielgruppe der Fleischverächter wird für die Bio-Branche immer lukrativer. Doch völlig vegan zu leben ist fast unmöglich.

Sojaschnitzel, Reismilch und Fruchtgummi ohne tierische Gelatine: Die Zielgruppe der Fleischverächter wird für Naturkosthändler immer wichtiger – und lukrativer. "Veganes und vegetarisches Essen ist der nächste große Trend in der Biobranche", sagte eine Sprecherin des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) anlässlich der Grünen Woche in Berlin.


Erzeugnisse für Fleischverächter emanzipieren sich nach Beobachtung der Biobranche dabei zunehmend im Sortiment der Läden. Neben die klassischen Ersatzprodukte für herkömmliche Lebensmittel – also Tofu statt Fleisch, Vegenaise statt Mayonnaise oder Hafer- statt Vollmilch – träten immer häufiger auch eigenständige Kreationen wie beispielsweise Nussmus oder pflanzliche Eiweißquellen wie Algenpulver.


Die Nachfrage an Veggie-Produkten steigt


"Es gibt eine große Schnittmenge zwischen Vegetariern und Veganern einerseits und unseren Biokunden andererseits", ist sich die BÖLW-Sprecherin sicher. Tests mit dem Ergebnis, dass vegane Kost keineswegs automatisch auch gesund ist, spielen den Bio-Händlern zusätzlich in die Hände. So nahm die Verbraucherzentrale Hamburg vor einigen Monaten 20 vegane Lebensmittel unter die Lupe – mit einem desaströsen Ergebnis. Soja-Burger, Käsealternativen, milchfreier Hirtenkäse und einige andere Produkte fielen vor allem dadurch auf, dass sie zu fettig oder zu salzig waren.


Bis zu eine Millionen Deutsche leben vegan


Veganer und Vegetarier suchen wohl auch deshalb vermehrt Sicherheit in den Bioläden. Das schlägt sich in der Statistik nieder. So stieg der Umsatz mit als vegan deklarierten Erzeugnissen im Naturkostfachhandel nach Verbandsangaben in den zwölf Monaten bis Oktober 2013 um 17,7 Prozent auf fast 630 Millionen Euro. Seither dürfte es erneut ein zweistelliges Wachstum im Jahresvergleich gegeben haben. "Es könnte sich für Biounternehmer auszahlen, den tierfreien Produkten zukünftig mehr Regalmeter einzuräumen", raten die Verbandsstrategen denn auch ihren Mitgliedern.


Die Zielgruppe wächst jedenfalls. Der Vegetarierbund beziffert die Zahl der Anhänger der fleischfreien Ernährung in Deutschland auf sieben Millionen. Für Veganer schwanken die Schätzungen zwischen 400.000 und knapp einer Million Menschen. Die Größe der Streubreite ist kein Wunder, denn was der Begriff genau umfasst, ist Geschmackssache. Die ersten Schritte seien zwar simpel, schreibt der Bund für vegane Lebensweise: Man lasse alle offensichtlichen Tierprodukte aus der Ernährung weg, also Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Honig.


Dann allerdings wird es schnell kompliziert. Echte Veganer verschmähen tierische Produkte in allen Lebensbereichen, selbstverständlich auch bei Bekleidung. Leder, Wolle und Seide sind damit tabu. Ebenso Produkte, bei deren Herstellung Tierversuche im Spiel waren, also viele Kosmetika und Waschmittel. Wer tiefer ins Vegane einsteigt, stößt auf böse Fallen: Weine und Säfte etwa, von denen einige mit Gelatine oder Fischblasen geklärt wurden, andere nicht. Den Stress der Recherche durch Rauchen abbauen geht auch nicht. Tabak ist zwar klar pflanzlich, aber Zigarettenfilter, so der Bund der Veganer, könnten Schweineblut enthalten.
"Diese Beispiele sollen deutlich machen, dass es unmöglich ist, in unserer heutigen Welt zu 100 Prozent vegan zu leben", gibt die Vereinigung zu.


"Flexitarier" wollen weniger Fleisch essen


Aber viele versuchen es zumindest beim Essen und mehr oder minder konsequent. Neben Vegetariern und Veganern gibt es immer mehr Konsumenten, die ohne ideologischen Ballast einfach weniger Fleisch essen wollen. Soziologen haben sich dafür den Begriff "Flexitarier" ausgedacht. Die Konsumforscher der GfK-Gruppe taxieren deren Anteil auf acht Prozent der Haushalte. Die Fleischwirtschaft spürt den gesellschaftlichen Gegenwind ganz konkret. Ihr Inlandsumsatz ist in den ersten neun Monaten 2014 um 2,2 Prozent gesunken.


Von Michael Gassmann
QUELLE:
http://www.welt.de/wirtschaft/article136502302/Vegan-ist-das-neue-Bio.html


Seit fünf Jahren ernähren der Beste und ich uns so tierproduktfrei wie möglich. Zugegeben, es ist nicht immer ganz einfach. Mal muss der innere Schweinehund überwunden werden - nicht in erster Linie des Geschmacks wegen, sondern weil ich beim Einkaufen zu faul bin, jede Zutatenliste genau zu lesen - dann wiederum ist man irgendwo eingeladen und möchte nicht auffallen, indem man 90 Prozent der angebotenen Speisen ablehnt.


In unserem Familien- und Bekanntenkreis wird es zunehmend einfacher, weil sich immer mehr für die vegetarische Lebensweise entscheiden. In meinen Augen ist das eine gute Entwicklung und es kann immer nur noch besser werden. Zahlen sprechen schließlich eine deutliche Sprache, und der einzelne Konsument sollte seine Marktmacht auf keinen Fall unterschätzen. Wussten Sie zum Beispiel, dass 140 Millionen Tiere jährlich weniger gegessen würden, wenn jeder Bundesbürger nur einen fleischfreien Tag pro Woche einhielte? Wem das Tierleid egal ist, den wird diese Zahl kaum beeindrucken. Alle anderen werden, denke ich, dafür gern auf den Gaumenkitzel verzichten; wenn schon nicht für immer, so wenigstens für einen Tag in der Woche.


Nickname 13.01.2018, 05.29 | (0/0) Kommentare | PL

GESCHENKE

Fülle lebt von Aufmerksamkeit.
Ich bin mit meiner Konzentration ganz bei mir selbst.
Ich spüre mich, meine Kraft,
meine Liebe zu mir selbst.


Wenn ich die Fülle im Innen

und im Außen wahrnehmen kann,
dann kann mir das Leben die Geschenke liefern,
die schon lange für mich bereit stehen.


Nickname 12.01.2018, 13.57 | (0/0) Kommentare | PL

ZITAT DES TAGES: RAINER HAAK



"Wer sich im Sommer über die Sonne freut,
trägt sie im Winter in seinem Herzen."

Rainer Haak (* 31. Mai 1947 in Hamburg) ist ein deutscher Schriftsteller, Theologe und Aphoristiker. Nach dem Studium der Theologie war er als Gemeinde-Jugendpfarrer tätig. Seit 1990 arbeitet er hauptberuflich als freier Schriftsteller. Bekannt wurde Rainer Haak vor allem als Autor meditativer Geschenkbücher. Seine Werke wurden in zehn Sprachen übersetzt. Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt über acht Millionen.

Nickname 09.01.2018, 11.58 | (0/0) Kommentare | PL

WER VIEL FRAGT, KRIEGT VIEL ANTWORT


Der Enkel ist neugierig.

"Opa, warum hast du eigentlich geheiratet?"
"Weißt du, in meiner Jugend gab es noch keine Waschmaschinen, keine Geschirrspüler und keine Mikrowellenherde – da musste einfach eine Frau her!"


  


Zwei Frauen stehen im Supermarkt an der Kasse und unterhalten sich.
"Was macht denn dein Mann jetzt, wo er Rentner ist?"
"Er züchtet Kaninchen."
"Versteht er denn was davon?"
"Er nicht, aber die Kaninchen!"




Nickname 08.01.2018, 07.36 | (0/0) Kommentare | PL

ZUR GUTEN NACHT: DARÜBER LÄSST SICH STREICHEN!

Neue Verbr... äh, Verzeihung, Versprecher - gesammelt von meinem Lieblingspfarrer Hartmut Walsdorff:


"Herzlichen Dank für das korpulente Mahl." (opulente, und zuviel davon macht dann eben korpulent)


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"Ich sage das voller Wermut." (Wehmut, aber zuviel Wermut kann sicher auch manchmal wehmütig stimmen)


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"Kaum ein Junge kennt heute noch dasMörseralphabet." (Morse, für die Jüngeren: So ähnlich wie SMS-Kürzel)




"Einer wie er hat immer noch was in Petting." (Wie schön, wenn man sowas in petto hat)


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"Mit einer Artillerieverkalkung ist nicht zu spaßen." (Gemeint sind natürlich die Arterien; bei der Artillerie wäre es mir eigentlich lieber)


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"Ihr rechtes Blicklicht blickt nicht." (Blinklicht blinkt nicht - zwei schöne Zungenbrecher)


Allen Lesern eine bärig gute Nacht!


Nickname 07.01.2018, 20.33 | (0/0) Kommentare | PL

2018
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ÜBER MICH:Geboren vor 62 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.