Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: UNSER LEBEN UND WIR

DAHOAM IS DAHOAM!

"East, west - home is best!" Dieses Sprichwort nahm eine Engländerin sich zeitlebens besonders zu Herzen. Die kürzlich Verstorbene reiste in 94 Jahren nur ganze 16 Kilometer weit! Als vierjähriges Mädchen zog sie mit ihrem Vater in das kleine südenglische Dorf Shrewton, wo sie die restlichen 94 Jahre ihres Lebens verbrachte, so meldete die Londoner "Times". Einzige Ausnahmen bildeten ein Arztbesuch im Nachbardorf und ein Ausflug in die nächste Kleinstadt Salisbury, wo sie als 96-Jährige zum ersten Mal in ihrem Leben eine Fußgängerampel sah.


Wie ihre Angehörigen versicherten, hatte sie trotzdem nie das Gefühl, etwas zu verpassen. Sie lebte gern in Shrewton und es zog sie nichts von dort weg. Der Tante-Emma-Laden und das Postamt hielten alles bereit, was sie zum Leben benötigte. Eine Verwandte, die am Sterbebett bei ihr war, berichtete: "Sie sagte immer: 'Hier gibt es doch alles, was ich brauche.' "


Dabei dachte ich, wir wären die weltweit größten Reisemuffel. Wir haben es nie über die Steiermark hinaus gebracht, und auch das ist schon zehn Jahre her. Das liegt natürlich mit an unseren Vierbeinern, denen wir weite Reisen nicht gern zumuten möchten. Der Hauptgrund ist aber die eigene Bequemlichkeit. Madame ist zum Kofferpacken nämlich viel zu faul - wozu sich die Mühe machen, wo man doch zuhause alles an Ort und Stelle hat!



Monsieur lässt ebenfalls am liebsten auf der heimischen Terrasse die Beine baumeln.



Nickname 20.04.2018, 14.22 | (0/0) Kommentare | PL

NA, WO BRENNT DER SCHUH?

Für ein kleines Lächeln - wenn uns die Sonne heute schon keins schenken mag und der April mal wieder macht, was er will.  Viel Vergnügen!

"Liebe Gemeinde, während des nächsten Liedes lasst uns in den Reihen rammeln (sammeln)." Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedanken...



"Ich bin weder Skeptiker noch Optiker (Optimist)." Hauptsache, er behält den Durchblick!



"Nichts ist scheißer als Platz zwei." Da hat er recht!


 


Nur oberflächlich: "Ich kenne die Nachbarin kaum, wir hatten höchstens drei bis viermal Verkehr."



 "Der holländische Würdenträger ist in Uganda gefallen, ich berichtige: in Ungnade." (Jaaa, er lebt noch...)


 

"Dein Gesicht steht dir gut." Vielen Dank!


Allen Lesern einen Feierabend

mit lauter netten Komplimenten!

Nickname 16.04.2018, 17.44 | (0/0) Kommentare | PL

ZUM FIVE O´CLOCK TEA: DIE NEUE BRILLE


Eine Freundin fragt die andere: "Sag mal, warum trägst du eigentlich nie deine Brille, wenn du dich mit deinem Freund triffst?"

"Ach, weißt du", erwidert die Gefragte, "er findet mich ohne Brille einfach hübscher - und ich ihn auch!"


Vierzig Jahre später:


Ein Rentnerehepaar sitzt beim Mittagessen.
Nach längerer Betrachtung sagt sie zu ihm:
"Also, mit der neuen Brille gefällst du mir überhaupt nicht."
"Wieso?",
fragt er verwundert. "ich habe doch gar keine neue Brille."
Darauf sie: "Du nicht - aber ich."


Nickname 16.04.2018, 17.00 | (0/0) Kommentare | PL

GUT GEBRÜLLT, LÖWE!

Noch einmal zurück zu Lessings Tipp für Autoren und solche, die es werden wollen. "Schreibe, wie du redest, so schreibst du schön"- also, mir fällt das schwer. Heutzutage wird im Unterricht ja kaum noch Wert auf guten Stil und Ausdruck gelegt. Die Lehrer sind schon froh, wenn ihre Schüler ein halbwegs fehlerfreies Deutsch sprechen und den einen oder anderen vollständigen Satz zustande bringen.

Das war bei uns anders. Wir hatten eine phantastische Deutschlehrerin. Sie kam als junge Referendarin zu uns und wir waren ihre erste eigene Klasse. Sie ging völlig auf in ihrem Beruf und brachte es fertig, selbst die Faulsten unter uns für ihr Fach begeistern. Aber sie war auch streng und kannte kein Pardon, wenn es um ihre geliebte deutsche Sprache ging. Einmal schrieb ich in einer Textinterpretation::"...will uns der Autor mit seinen Worten einen Denkanstoß geben." Als wir die Klausuren zurückbekamen, stand am rechten Seitenrand ein großes A mit Ausrufezeichen. Das bedeutete: Ausdrucksfehler! Ich hätte statt dessen schreiben sollen, "...will er uns zum Nachdenken anregen." Zugegeben, es klingt eleganter - nur so redet doch keiner, oder? 

Bei mir wirkt die harte Schreibschule von Frau Dr. Kabisch immer noch nach. Zum Beispiel bemühe ich mich bis heute, Wiederholungen, unnötige Füllwörter und endlos lange Sätze nach Möglichkeit zu vermeiden. Das geht sicher manchmal auf Kosten eines flüssigen Stils. Vielleicht wäre es gut, ein bisschen freier "nach Schnauze" zu schreiben, wie ich es hier bei einigen lese. Versuchen könnte ich es...

Nickname 13.04.2018, 17.42 | (0/0) Kommentare | PL

GROSSE WORTE


"Schreibe, wie du redest, so schreibst du schön." Dieser kluge Rat stammt ausgerechnet von  meinem Lieblingsdramatiker Gotthold Ephraim Lessing. Er war schuld an meinem Einserabitur in Deutsch. Es gab eine Literaturliste, aus der wir wählen durften. Während meine Mitschüler sich auf die zeitgenössischen Autoren stürzten, fand ich als Einzige  Gefallen an der "ollen Kamelle". Recht ungewöhnlich für eine Siebzehnjährige; aber ich hatte schon damals eine Schwäche für alles Ältere. Vielleicht rührte mein Interesse auch einfach daher, dass wir hier in einem Lessing - Viertel wohnen: Sämtliche Straßen sind nach Schauspielfiguren des Dramatikers benannt.

Mein Thema war "Nathan der Weise". Bis heute hat mich kein anderes Stück Literatur so beeindruckt und geprägt. Vor kurzem fielen mir beim Ausmisten die beiden, im Laufe der Jahrzehnte reichlich vergilbten Reclamheftchen mit dem Text und den Erläuterungen in die Hände.  

 Nachdem ich dieses Drama jetzt wieder einmal gelesen habe, fällt mir auf,  wie modern und hochaktuell es auch heute noch ist. (Schließlich stammt der Text aus dem Jahre 1779 und wurde am 14. April 1783 in Berlin uraufgeführt). Leider, möchte ich sagen. Denn mir kommt es vor, als seien wir von einer Welt, in der kluge und weise Menschen wie Nathan leben, der in der Ringparabel so wunderschön aufzeigt, was Religion n i c h t ist und was sie sein k a n n, weiterhin Lichtjahre entfernt.


Wir halten uns für aufgeklärt und fortschrittlich; aber angesichts des religiösen Terrors, des Widerstandes und Kampfes gegen Flüchtlinge und Andersdenkende sieht es eher so aus, als würden wir wieder zurückfallen in ein intolerantes, besserwisserisches Zeitalter. Immerhin ist bei mir der religiöse Toleranzgedanke, die Aufforderung, sich stetig um die Wahrheit zu bemühen, ohne Anspruch auf sie zu erheben und sich einem Gott (welchen Namen man ihm auch geben mag) durch gutes, liebevolles Handeln zu nähern, durchaus auf fruchtbaren Boden gefallen. Ich hoffe es wenigstens.

Nickname 11.04.2018, 17.57 | (0/0) Kommentare | PL

VERSUCH MACHT KLUG


"Sag mal, wann schreibst du nun endlich dein Buch? Du nimmst es dir schon so lange vor, und mit dem, was du alles erlebt hast, ließen sich locker mehrere Bände füllen!"

Meine innere Schwester hat recht. Material gibt es reichlich: Die Hunde, die Familie, Das Tanzen, das Hotel, nicht zuletzt die Zeiten mit Mary & Gordy und Brunner & Brunner... Ich denke auch, dass ich es kann.

Mein Problem ist nur: Wo fange ich an? Wollte ich chronologisch vorgehen, dann müsste ich mindestens noch einmal sechzig Jahre leben. Am besten steige ich an irgendeiner Stelle in meine Erinnerungen ein, sortieren kann ich sie später immer noch. Na, dann...

Nickname 08.04.2018, 17.35 | (0/0) Kommentare | PL

ACH, DU DICKES EI: AN ODER UND NEISSE REGNET ES DURCH


Wie man sich´s abgewöhnt: „Schnäppchen! Marlboro aus gesundheitlichen Gründen zum D-Mark Preis abzugeben“


***


Keine faulen Ausreden: „Wenn Sie diese Rechnung nicht erhalten, ist das kein Grund, den unten stehenden Betrag nicht zu zahlen.“


***


Lernen im Schlaf: „Junger Lehrer sucht Zimmer mit Bett, in dem Unterricht erteilt werden kann“


***


Das ist fair: „Ich muss zugeben, dass die Zeugin die reine Wahrheit sagt, auch wenn sie meine Schwiegermutter ist.“



Polyglottes Gebrüll: „Übernehme Schreiarbeiten in Deutsch, Englisch, Französisch“


***


Kaum zu glauben: „Was Sie da gerade behaupten, wird meinen verstorbenen Bruder ebenfalls überraschen!“


***


„Starren Sie gut, quatsch, stottern Sie, nein ich - na, das muss doch möglich sein: strafen Sie – ist ja ´ne Strafe, dabei wollte ich Ihnen nur einen guten Start in die Woche wünschen!“


Den wünsche ich Euch auch!


Nickname 02.04.2018, 11.00 | (0/0) Kommentare | PL

MEIN OPA IST AM KOPF BARFUSS...

…und andere Spitzfindigkeiten:


Berufswunsch mit Zukunft: „Ich werd´ Rentner wie mein Opa.“



Kehrseite der Medaille: „Rentner wäre ich auch gern. Nur das ewige Spazierengehen würde mich nerven.“


Positiv denken: „Opa kann sich freuen. Er ist jetzt 80 Jahre alt und weiß, dass er lange gelebt hat.“


Für Gourmets: „Das Ross bief ist ein besonders gutes Stück vom Pfert.“


„Wenn ein Baby zu früh geboren wird, kommt es in den Brotkasten.“


Man kann nicht vorsichtig genug sein: „Wenn ein Arzt operieren will, muss er erst sterilisiert werden.“


Polyglott: „Auf dem Gymnasium lernt meine Schwester Englisch, Französisch und Katholisch.“


Allen einen sprachgewandten Osterabend!


Nickname 01.04.2018, 17.24 | (0/0) Kommentare | PL

HÄSCHEN, HÜPF!


"Schnell lauf ich aus dem Bau hinaus,

hierhin, dorthin, geradeaus,

schlage Haken, bleibe steh´n,

noch ist weiter nichts zu seh´n.

Ich genieße die Welt,

von der Sonne erhellt,

bin Nahrung und Kraft für viele hier,

erneu´re mich schnell in meinem Revier.


Das Geheimnis der Fruchtbarkeit

Schenkt mir heiteres Geleit,

so kann ich dienen, in Frieden leben,

halt´ nichts fest, bleib´ nirgendwo kleben.

Ich warne dich vor Gefahr,

das ist ja wohl klar!


Bei Mondschein kann ich dich führen

Und dir zeigen geheime Türen.

Kreativ sind meine Weisen

Auf dem Weg der langen Reisen –

Oberirdisch, untendrunter,

im Leben geht´s mal rauf, mal runter,

bleib´ in der Liebe und stets munter.

Gib dich ruhig der Liebe hin,

darin liegt der Glücksgewinn!"

 

JEANNE RULAND



Das nenne ich perfektes Timing: Pünktlich zum Osterfest kommt der Hase als Krafttier angehoppelt. Das ist kein Zufall, denn bei den Kelten war der Hase der Göttin Ostara, als Zeichen der Fruchtbarkeit und des wieder aufkeimenden Lebens im Frühjahr, zugeordnet. Im Christentum gilt er als Symbol für die Wandlung und Auferstehung, da er je nach Jahreszeit seine Fellfarbe verändern kann. Bei den Schamanen kann er für Seelenanteile stehen, die man zum Beispiel durch ein traumatisches Erlebnis verloren hat- also für Liebe, Zärtlichkeit, Sanftheit, Hingabe und Intuition.


 Hase oder Kaninchen hoppeln in unser Leben, weil sie uns an den zarten, weichen, liebe- und vertrauensvollen Teil in uns erinnern wollen. Unser Alltag mit seiner Arbeit fordert oftmals Härte von uns, Aktion und Reaktion. Wir vergessen darüber nur allzu oft, uns um unsere Herzensangelegenheiten und unser Seelenheil zu kümmern. Damit erschöpfen wir unsere Liebe. Ehe wir es uns versehen, ist sie aus unserem Leben verschwunden und wir finden sie nicht mehr wieder. Deshalb ist es wichtig, dass wir  uns Zeit nehmen für die Dinge und Menschen, die uns am Herzen liegen. Es sind die kleinen Dinge, die unsere Herzen wieder aufgehen lassen; welche, das entscheidet jeder für sich, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wenn wir glücklich und von der Liebe erfüllt sind, lässt sie uns Flügel wachsen und wir können die alltäglichen Angelegenheiten viel leichter nehmen.

 

Als Mondtier kennt der Hase die krummen, verschlungenen Wege des Lebens und hilft uns, die Angst vor Nähe und möglichen Gefahren zu überwinden.

 

Hase und Kaninchen zeigen uns den Weg zur Herzensweisheit, zur Heilung und zum Frieden mit uns selbst und mit der Welt.

 

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AFFIRMATIONEN:

 

„Ich öffne mein Herz und gebe mich vertrauensvoll der Liebe hin.“

 

„Mein Herz verströmt seine heilende Kraft in die Welt.“

 

„Mein Herz erblüht wie eine Rose.

Der zarte Duft meiner Seele

erfüllt die Welt mit Freude und Glück.“


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Ich wünsche allen, die hier lesen,

weiterhin ein friedliches und vergnügtes Osterfest!


 

Nickname 01.04.2018, 14.30 | (0/0) Kommentare | PL

HOCHPROZENTIGES BEI SONNENAUFGANG

Ich erinnere mich, wie mir meine ostpreußische Omi von folgendem Brauch erzählte: In ihrem Heimatstädtchen Barten gab es ein Flüsschen, zu dem sie als junges Mädel mit ihren Freundinnen zum "Osterwasser holen" ging. Das war eine Tradition für die holde Weiblichkeit in der Ortschaft. Dabei gingen die Frauen und Mädchen am Morgen des Ostersonntags bei Sonnenaufgang los, um Wasser vom Brunnen, Bach oder oder Fluss zu holen. Dem Osterwasser wurden besondere Eigenschaften zugeschrieben. Neben seiner heilenden Kraft wurde ihm auch eine Förderung der Fruchtbarkeit nachgesagt. Wenn verheiratete Frauen sich also mit dem Osterwasser wuschen, sollten sie schneller schwanger werden. Für junge Mädchen hieß es, dass das Osterwasser ihre Schönheit zum Vorschein bringen würde. Und wenn eine gerade frisch verliebt war, sollte sie das Osterwasser auf den Mann oder Burschen ihrer Träume sprenkeln, der dann die Zuneigung erwidern würde.



Je nach Region gab es dabei aber ein Hindernis: Der Kniff an der Sache war, beim Osterwasser holen entweder nicht gesehen zu werden oder aber kein Wort auf dem Hin- und Rückweg zu sprechen, sonst würde das Osterwasser seine Wirkung verlieren. Stellen Sie sich bitte eine Horde pausenlos schnatternder Teenager vor, die plötzlich für längere Zeit mucksmäuschenstill sein soll. Eine echte Herausforderung! Erschwert wurde das Unterfangen durch den männlichen Teil der Bevölkerung im Ort. Die Herren der Schöpfung versuchten nämlich, die Frauen beim Osterwasser holen zu erwischen oder auf dem Rückweg ins Gespräch zu verwickeln.


Heutzutage gibt es das Osterwasser immer noch, es wird aber nur noch selten auf die traditionelle Weise geholt. Das lässt sich denken - versuchen
Sie mal, eine Fünfzehnjährige am Feiertag in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett zu holen, nur für ein paar Schlucke Wasser! Deswegen ist Osterwasser inzwischen ein anderes Wort für einen guten Schnaps, der beim Osterfestmahl, von manchem auch schon beim Osterfrühschoppen, zu sich genommen wird. Na dann, wohl bekomm´s!


Nickname 01.04.2018, 06.15 | (0/0) Kommentare | PL

2018
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ÜBER MICH:Geboren vor 62 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.