Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: VON TIEREN UND MENSCHEN

Wenn´s dem Esel zu wohl wird...

…dann geht er aufs Eis. So will es jedenfalls das Sprichwort. In Wahrheit dürfte das aber weit neben der Realität liegen. Der Esel scheut nämlich das Wasser in jeder Form, also vermutlich auch in gefrorenem Zustand. Die Grauchen weigern sich hartnäckig, selbst durch kleinste Wasserläufe zu waten, obwohl sie dazu ohne weiteres in der Lage wären. Wegen der spiegelnden Oberfläche können sie nicht erkennen, wie tief der Bach oder das Flüsschen ist. Daher baute man ihnen etwa ab dem 19. Jahrhundert kleine Brücken, die sprichwörtlichen „Eselsbrücken“. Eine solche ist im übertragenen Sinn ein Umweg, der dennoch – oder gerade deswegen – zum Ziel führt. Außerdem überquert ein Esel nicht unbesehen jede Brücke, sondern setzt seinen Huf nur auf ihm geheuer erscheinenden Untergrund. Er geht erst hinüber, wenn ihm die Brücke ausreichend Halt bietet. In dem Sinne steht die „Eselsbrücke“ auch für Sicherheit.






Während der Schulzeit habe ich sie geliebt, jene kleinen gereimten, oftmals recht witzigen Merksätze, die man Eselsbrücken nennt. Besonders in Musik und Geschichte haben sie meinem Gedächtnis mehr als nur einmal auf die Sprünge geholfen: „753, Rom kroch aus dem Ei“, „333, bei Issos Keilerei“, sowie „Eine Alte Dame Geht Häufig Einkaufen“ für die Reihenfolge der Saiten auf der Gitarre sind wohl heute noch jedem Schüler geläufig. Aber auch in anderen Fächern bewahren sie einen vor so mancher Stolperfalle. Beispielsweise in Physik, die optische Linse – ist konvex nun nach innen gewölbt und konkav nach außen, oder verhält es sich genau umgekehrt? Ich weiß nicht mehr, in wie vielen Klausuren mich das Punkte gekostet hat, weil ich die beiden immer wieder verwechselt habe – bis mein Papa (Ingenieur von Beruf und daher physikalisch bewandert) mir folgenden Spruch verriet, der mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird: „Ist ein Mädchen brav, bleibt der Bauch konkav; hat ein Mädchen , wird der Bauch konvex“. Glauben Sie mir, seitdem habe ich das nie mehr durcheinandergebracht.

So, und nun sind Sie dran. Was meinen Sie, wodurch wird der Bauch des Mädchens konvex? Ein kleiner Hinweis: Es liegt nicht am zu vielen Essen…

Nickname 15.05.2017, 14.16 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Warum Hunde bellen, wenn ein Auto vorbeifährt

Eine Frau kommt mit ihrer Deutschen Dogge zum Tierpsychiater.
"Herr Doktor, was soll ich bloß machen?", jammert sie. "Mein Hund jagt auf der Straße ständig den Kleinwagen hinterher."
"Das ist nichts Ungewöhnliches", beruhigt sie der Arzt. "Die meisten Hunde tun das."
"Schon möglich", erwidert die Frau, "aber meiner fängt sie und verbuddelt sie im Garten!"

Da hat sie ein echtes ein Problem. Aber wieso jagen Hunde eigentlich Autos? Die folgende kleine Geschichte  - nach einer Erzählung aus Afrika - vermag vielleicht Aufklärung zu bringen:

Ein Hund, ein Esel und eine Ziege wollen per Anhalter fahren. Sie stehen an der Straße und versuchen, ein Auto anzuhalten. Sie fragen viele Autofahrer, aber keiner will die Drei mitnehmen. Endlich, nach langer Zeit, hält ein großes Auto an. "Ich kann euch mitnehmen", sagt der Fahrer, "aber ihr müsst bezahlen."

Der Esel kramt seine Dukaten hervor und bezahlt seinen Anteil sofort. Auch der Hund holt sein Geld hervor, aber er hat nur einen großen Schein, den der Fahrer nicht wechseln kann. Die Ziege hat gar kein Geld und sagt: "Ich zahle, wenn wir angekommen sind." Alle drei springen ins Auto und los geht die wilde Fahrt.

Als sie endlich an ihrem Ziel ankommen, springt die Ziege mit einem Satz aus dem Auto und verschwindet meckernd im Gebüsch, wie es die Art der Ziegen ist. Von Weitem hört man nur noch ihr "Bäh, bäh, bäh!" Der Esel steigt ebenfalls aus, bleibt mitten auf dem Weg stehen, schreit laut I-aah, i-aah!" und bequemt sich erst nach einer ganzen Weile, den Weg frei zu machen, wie es die Art der Esel ist. Der Hund jedoch springt am Auto hoch und verlangt sein Wechselgeld.

Der Fahrer aber denkt bei sich: "Wenn die Ziege weggerannt ist, dann behalte ich einfach das Geld, das ich dem Hund herausgeben müsste, für mich." Und er gibt Gas und rast davon. Der Hund nimmt sofort die Verfolgung auf und jagt hinter dem Auto her. Dabei bellt er laut "Wau, wau, wau!" und versucht, in die Reifen zu beißen, wie es seit diesem Tag die Art der Hunde ist.

Darum jagen auch heute noch die Hunde laut bellend hinter den Autos her, um endlich das Wechselgeld für ihren geprellten Bruder zu bekommen.


... bis sie eines Tages genug davon haben
und selber fahren lernen!

Dummer Hund? Nein, so sehe ich das nicht. Die Moral von der Geschichte aus Hundesicht könnte eher lauten: Trau keinem Menschen über den Weg. Aber Hunde sind nicht so. Trotz aller Enttäuschungen und Misshandlungen, die sie durch Menschenhand erdulden müssen, verlieren sie nicht den Glauben an uns und halten uns unerschütterlich die Treue. Das ist keine Dummheit, sondern bedingungslose Liebe. Darüber muss ich nachdenken.

Nickname 14.05.2017, 16.35 | (0/0) Kommentare | PL

Lebenszeit - Zeit, zu leben!

  !!!


Wissen Sie, was ich an unseren Hunden so großartig finde? Dass sie völlig zentriert sind im gegenwärtigen Moment. Sie leben ganz im Hier und Jetzt (das ist ja auch das einzige, worin man leben kann, denn die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft noch nicht da) und würden niemals ihre kostbare Zeit verplempern mit irgendwelchen  überflüssigen Problemen, Sorgen oder Grübeleien. Für derartige Zeiträuber gibt es in ihrem Leben einfach keinen Platz.

Ich meine, kein gescheiter Vierbeiner würde sich wegen eines blöden Missgeschicks lange aufregen. Wozu auch? Über einen verlorenen Knochen soll man nicht jaulen, oder so ähnlich heißt es in einem Sprichwort. Das trifft es genau.  Ebenso dumm - weil sinnlos - wäre es, wenn Ajax, Jule und Fifi noch stundenlang darüber nachsinnen würden, dass heute in der Hundeschule nicht alles so ganz nach Plan gelaufen ist und Herrchen oder Frauchen deswegen verärgert waren. Warum sich wegen etwas aufregen, das eh nicht mehr zu ändern ist? Schade um die schöne Zeit, die man viel besser mit Spielen, Fressen oder Schmusen verleben kann! Morgen ist ein neuer Tag, dann probieren wir es eben noch mal.

Wir ach! so klugen Menschen grübeln oft stundenlang sorgenvoll herum und weinen der vergossenen Milch hinterher. Statt dessen sollten wir lieber von unseren Fellnasen lernen, die Situation anzuschauen und zu akzeptieren, einen neuen Versuch zu starten und unsere wertvolle Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu nutzen!



Mal sehen, wer so vorbeikommt -
auf einen Plausch oder (noch besser)
eine kleine Jagd hinterm Gartenzaun!


Nickname 04.05.2017, 17.50 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Schadenfreude - reinste Freude!

Das Thema Aussetzen von Haustieren ist an sich überhaupt nicht lustig; und ich vertrete die Meinung, dass den Menschen, die es tun, Gleiches mit Gleichem vergolten werden sollte: Irgendwo in der Einöde an einen Baum oder an die Leitplanke einer Autobahn gebunden, ohne einen Tropfen Wasser der sengenden Sonne ausgeliefert - und erst in allerletzter Sekunde gerettet (was vielen der ausgesetzten Tieren leider nicht vergönnt ist). Über die folgende Geschichte musste ich aber doch schmunzeln:


Ein Mann will die Katze seiner Frau heimlich loswerden und beschließt, sie auszusetzen. Er nimmt sie mit ins Auto, fährt zwanzig Häuser weit, setzt die Katze aus und fährt heim. Zehn Minuten später ist die Katze auch wieder da. "Na gut", denkt sich der Mann, "war vielleicht ein wenig zu kurz, die Strecke". Er setzt sich wieder mit der Katze ins Auto, fährt fünf Kilometer weit und setzt sie aus. Zwanzig Minuten später ist die Katze wieder zu Hause. "Jetzt reichts!", denkt sich der Mann, nimmt die Katze mit ins Auto und fährt 20 Kilometer, dann durch den Wald, über eine Brücke, rechts, links und setzt die Katze dann schließlich mitten im Wald auf einer Lichtung aus. Eine halbe Stunde später ruft der Mann zu Hause an. "Ist die Katze da?" fragt er seine Frau. "Ja natürlich, warum?" "Hol sie doch mal ans Telefon, ich habe mich verfahren!"


Ich bin sicher, die Katze hat ihm den Heimweg erklärt - denn anders als Menschen tragen Tiere uns nichts nach und verzeihen uns  alles.


Nickname 19.04.2017, 16.15 | (0/0) Kommentare | PL

Häschen, hüpf!


„Schnell lauf ich aus dem Bau hinaus,

hierhin, dorthin, geradeaus,

schlage Haken, bleibe steh´n,

noch ist weiter nichts zu seh´n.

Ich genieße die Welt,

von der Sonne erhellt,

bin Nahrung und Kraft für viele hier,

erneu´re mich schnell in meinem Revier.


Das Geheimnis der Fruchtbarkeit

Schenkt mir heiteres Geleit,

so kann ich dienen, in Frieden leben,

halt´ nichts fest, bleib´ nirgendwo kleben.

Ich warne dich vor Gefahr,

das ist ja wohl klar!


Bei Mondschein kann ich dich führen

Und dir zeigen geheime Türen.

Kreativ sind meine Weisen

Auf dem Weg der langen Reisen –

Oberirdisch, untendrunter,

im Leben geht´s mal rauf, mal runter,

bleib´ in der Liebe und stets munter.

Gib dich ruhig der Liebe hin,

darin liegt der Glücksgewinn!“

 

JEANNE RULAND




Das nenne ich perfektes Timing: Pünktlich zum Osterfest kommt der Hase als Krafttier angehoppelt. Das ist kein Zufall, denn bei den Kelten war der Hase der Göttin Ostara, als Zeichen der Fruchtbarkeit und des wieder aufkeimenden Lebens im Frühjahr, zugeordnet. Im Christentum gilt er als Symbol für die Wandlung und Auferstehung, da er je nach Jahreszeit seine Fellfarbe verändern kann. Bei den Schamanen kann er für Seelenanteile stehen, die man zum Beispiel durch ein traumatisches Erlebnis verloren hat- also für Liebe, Zärtlichkeit, Sanftheit, Hingabe und Intuition.


Hase oder Kaninchen hoppeln in unser Leben, weil sie uns an den zarten, weichen, liebe- und vertrauensvollen Teil in uns erinnern wollen. Unser Alltag mit seiner Arbeit fordert oftmals Härte von uns, Aktion und Reaktion. Wir vergessen darüber nur allzu oft, uns um unsere Herzensangelegenheiten und unser Seelenheil zu kümmern. Damit erschöpfen wir unsere Liebe. Ehe wir es uns versehen, ist sie aus unserem Leben verschwunden und wir finden sie nicht mehr wieder. Deshalb ist es wichtig, dass wir  uns Zeit nehmen für die Dinge und Menschen, die uns am Herzen liegen. Es sind die kleinen Dinge, die unsere Herzen wieder aufgehen lassen; welche, das entscheidet jeder für sich, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wenn wir glücklich und von der Liebe erfüllt sind, lässt sie uns Flügel wachsen und wir können die alltäglichen Angelegenheiten viel leichter nehmen.


Als Mondtier kennt der Hase die krummen, verschlungenen Wege des Lebens und hilft uns, die Angst vor Nähe und möglichen Gefahren zu überwinden.


Hase und Kaninchen zeigen uns den Weg zur Herzensweisheit, zur Heilung und zum Frieden mit uns selbst und mit der Welt.


***************************


AFFIRMATIONEN:


„Ich öffne mein Herz und gebe mich vertrauensvoll der Liebe hin.“


„Mein Herz verströmt seine heilende Kraft in die Welt.“


„Mein Herz erblüht wie eine Rose.

Der zarte Duft meiner Seele

erfüllt die Welt mit Freude und Glück.“



Ich wünsche allen, die hier lesen,

weiterhin ein friedliches und vergnügtes Osterfest!

Nickname 16.04.2017, 21.29 | (0/0) Kommentare | PL

Ein österlicher Fall für die Gewerkschaft


Die Mutter sitzt abends spät noch in der Küche und färbt die Ostereier, ganz heimlich hinter verschlossener Tür.


Der kleine dreijährige Sohn steht plötzlich in der Tür und sieht die Mutter beim Eierfärben. "Mutti, was machst du denn da?" "Ach weißt du, der Osterhase hat doch gerade so viel Arbeit und ich wollte ihm einfach dabei helfen." "Arme Mutti, das ist aber lieb von dir."


Am nächsten Tag gehen sie in ein großes Kaufhaus. Sie stehen auf der Rolltreppe und durch die Regale sieht der Dreijährige einen großen Osterhasen, im Gras liegend, mit einer Möhre in der Pfote. Das Kind ruft empört: "Schau Mutti, dieser faule Sack! Der liegt da im Gras und du kannst für ihn schuften!"



Der Osterhase geht in den Bäckerladen und sagt zu dem Bäcker: "Fünf Brötchen, du Blödmann!" Der Bäcker ist verärgert, aber Kunde ist Kunde; und so packt er dem Hasen die Brötchen ein.


Am nächsten Tag kommt der Hase wieder und verlangt: "Fünf Brötchen, du Blödmann!" Natürlich ist der Bäcker wütend, aber der Kunde ist schließlich König. Er schweigt und packt dem Hasen die Brötchen ein.


Am dritten Tag dasselbe Spiel: „Fünf Brötchen, du Blödmann!“ Da reißt dem Bäcker die Geduld und er schreit den Hasen an: „Jetzt hör mir gut zu, Osterhase hin oder her. Wenn du noch einmal kommst und frech wirst, hänge ich dich an dem Haken da oben in der Decke auf.“


Am nächsten Tag kommt der Hase wieder und fragt: "Hast du Seil?" Der Bäcker: "NEIN!" Darauf der Osterhase: "Dann kannste mich auch nicht aufhängen, also gib mir fünf Brötchen, du Blödmann!"




Nickname 15.04.2017, 11.00 | (0/0) Kommentare | PL

Nota bene!



Karl Bleibtreu wurde am 13. Januar 1859 in Berlin geboren und starb am 30. Januar 1928 in Locarno. Er war ein deutscher Schriftsteller, Filmkritiker und Kriegshistoriker, Sohn des bekannten Schlachtenmalers Georg Bleibtreu. Nach Abbruch seines Philosophiestudiums übernahm er die Leitung einer kleinen Berliner Zeitung, ab 1885 lebte er als freier Schriftsteller in Berlin-Charlottenburg. Mit seiner 1886 erschienenen Schrift "Revolution der Literatur", die sich an seinem großen Vorbild Emile Zola orientierte, erlangte er Berühmtheit. (Emile Zola, * 2. April 1840 in Paris, † 29. September 1902 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Journalist) 


1908 siedelte Bleibtreu mit seiner Frau, einer Schweizerin, nach Zürich über. Hier schrieb er 1913/14 die erste regelmäßige Filmkritik in einer deutschsprachigen Kulturzeitschrift.


Karl Bleibtreu war Vorsitzender des "Schutzverbandes schweizerischer Schriftsteller" und galt als wichtiger Vertreter des Naturalismus in der deutschen Literatur.


Quelle: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Nickname 06.04.2017, 10.33 | (0/0) Kommentare | PL

Pepin fein - tut wohler als Pepsinwein!


(Nanu, was fliegt denn da???)


Dieser kleine Hundejunge ist unser PEPIN und wartet derzeit bei uns im Tierheim auf seine Menschen.


Der 1-jährige Bub ist sehr menschenbezogen und klettert liebend gern auf den Schoß seiner Besitzer. Dann wird ausgiebig gekuschelt und von der erhöhten Position alles genau betrachtet. Anfangs kann er in manchen Situationen noch ein wenig schüchtern und vorsichtig sein, aber vermitteln ihm seine Menschen Sicherheit, taut er ganz fix auf. Im Grunde ist Pepin ein typischer Junghund, der gerne spielt, tobt, die Welt erkundet, neue Bekannschaften schließt, ausgiebig schmust oder faul in der Gegend herum liegt.


Gegenüber seinen Artgenossen hat er ein aufgeschlossenes Wesen und versteht sich sehr gut mit ihnen. Auch mit Kindern hat er keinerlei Probleme und nimmt sie gern in seinen Freundeskreis auf.


Wir wünschen dem fröhlichen Pepin, dass er schon bald in sein neues Zuhause umziehen kann!


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

 

Nickname 26.03.2017, 16.37 | (0/0) Kommentare | PL

Wenn die Seele auf den Hund kommt

"Alles Wissen,
die Gesamtheit aller Fragen und Antworten
sind im Hund enthalten."

(Franz Kafka)

Mein ganzes Leben lang haben Hunde mich begleitet. Sie sind meine Lieblingstiere, darum sollen sie auch den Reigen der beschriebenen Krafttiere eröffnen.

Ein Krafttier ist ein uns schützender Tiergeist. Es verleiht uns besondere Eigenschaften und Fähigkeiten, es warnt und begleitet uns, es hilft bei Heilbehandlungen, es schenkt uns den Mut und die Stärke, im Leben weiterzugehen und anstehende Aufgaben zu bewältigen und es zeigt uns, wie es um unsere Kraft steht und was wir tun können, um diese wiederherzustellen und zu erhalten.

Es gibt lebenslange Krafttiere und Helfertiere, die uns nur für eine Weile begleiten. Doch egal auf welche Weise ein Krafttier zu uns kommt, jedes birgt eine besondere Medizin in sich. Medizin meint im schamanischen Sinn eine Kraft, die heilig ist und jedem Wesen inne wohnt. Diese Kraft kann ohne greifbare Wirkstoffe wie Tabletten, Pülverchen oder Tropfen eine Heilung bewirken.

Der Hund wird oft dem Element Wasser zugeordnet und bringt uns die Medizin, die wir brauchen, um zu uns selbst zu finden. Wenn keiner mehr für uns da ist, steht er uns bei und ermutigt uns. Er erträgt uns auch dann, wenn wir uns mal nicht von der besten Seite zeigen. Er fordert uns auf, uns nicht zu vergraben, sondern vor die Tür zu gehen, die Natur zu genießen und sie anzunehmen, wie sie gerade ist. Mit seiner bedingungslosen Liebe zeigt er uns, dass jeder Tag ein neuer Anfang ist und neue Chancen bietet. Er lehrt uns die Kunst, im Hier und Jetzt zu sein, unsere Aufgaben und Pflichten zu erfüllen und unserem gewohnten Rhythmus zu folgen, egal, wie es gerade in uns aussieht.


Wenn der Hund in unser Leben tappst, dann haben wir in ihm einen treuen und aufrichtigen Begleiter und Lehrer gefunden. In der Mythologie fällt dem Hund die Aufgabe zu, die Zwischenwelten zu bewachen – so der Höllenhund Zerberus in den griechischen Sagen. Der Hund ist ein aufopferungsvoller Bewacher und Beschützer sogar in den schwierigsten Situationen. Er lehrt uns Loyalität gegenüber anderen. Dabei respektiert er unseren freien Willen und lässt uns das Tempo vorgeben. Er wartet, bis wir von uns aus ein Zeichen geben, dass wir bereit sind weiterzugehen. Der Hund schenkt uns Mut und Kraft, unseren Weg zu gehen, uns selbst und anderen zu vergeben und uns dabei selbst treu zu bleiben.

Das Verhalten unseres Hundes spiegelt oft auch unsere eigene Persönlichkeit wieder. Durch seine Beobachtungsgabe und das ständige Zusammenspiel mit uns kann er unseren nächsten Schritt schon vorausahnen und dient dadurch als Spiegelbild dessen, wer wir wirklich sind.


Wo so viel Licht ist, da gibt es natürlich auch Schatten. Von der negativen Seite betrachtet kann uns der Hund auf versteckte Aggressionen hinweisen, auf gedankenlose Befehlstreue und Obrigkeitshörigkeit, auf Verschlossenheit, starke Abgrenzung und Angst vor Strafe. Er verweist uns auch darauf, dass wir möglicherweise dazu neigen, uns in die Angelegenheiten anderer einzumischen, die uns nichts angehen und mehr auf andere als auf uns selbst ausgerichtet sind.

AFFIRMATIONEN:

„Ich nehme bedingungslos die Umstände,
das Hier und Jetzt in meinem Leben an.“

„Ich sage JA zu dem, was ist und vertraue meinem Weg.“

Nickname 26.03.2017, 16.11 | (0/0) Kommentare | PL

Von einem, der auszog, TEIL 1: Sag mal, von wo kommst du denn her?

Seit etwa anderthalb Jahrzehnten Jahren liegt es unter deutschen Hundefreunden im Trend, einen Vierbeiner aus dem Ausland zu adoptieren.


Wir schwimmen mit auf dieser Welle. Unser Barny kommt ursprünglich aus Polen, das liebe Julchen (siehe Foto) stammte ebenfalls von dort. Nelly, das Böbchen (nun schon vier Monate im Regenbogenland) und Woody sind ehemalige rumänische Streunerhunde.


Früher waren wir strikt dagegen, einen Hund zu importieren, solange nicht alle Einheimischen ein gutes Zuhause gefunden hätten. Grundsätzlich denken wir immer noch so; nur wird es zunehmend schwieriger, hierzulande etwas Passendes zu finden. Wenn ich zum Beispiel viele der armen Hunde sehe, die im Berliner Tierheim einsitzen müssen, kann ich nur sagen: Sie tun mir in der Seele leid, sie können ja nichts dafür, dass sie - nicht selten zu Unrecht - auf der Schwarzen Liste stehen. Wenn sie aggressiv und böse sind, wurden sie von Menschen so gemacht. Trotzdem würde ich es mir dreimal überlegen, bevor ich einen davon bei mir aufnähme. Als Einzelhunde mögen manche noch gehen, für ein Leben im Minirudel eignen sie sich kaum.



Auslandshunde dagegen sind meistens hervorragend sozialisiert. Das müssen sie auch sein, um auf der Straße überleben zu können. In unserem Auslaufgebiet tummeln sich mittlerweile neben Polen, Rumänen, Spaniern und Griechen auch Russen, Ungarn und sogar ein Inder. Wenn diese Hunde reden könnten wie wir, dann hätten sie uns wohl eine Menge zu erzählen. Aber vielleicht ist es besser, dass wir nicht alles wissen, was ihnen widerfahren ist. Wir müssten sonst endgültig zu Menschenhassern werden.


Von kleineren Meinungsverschiedenheiten abgesehen, kommen die Tiere gut miteinander klar und verständigen sich auf ihre Weise. Hündisch ist eben international und wird überall auf der Erde gebellt. Damit haben sie uns Menschen definitiv eine Menge voraus!


  


Nickname 22.03.2017, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 61 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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