Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: VON TIEREN UND MENSCHEN

ALLE SIND GLEICH, ABER MANCHE SIND GLEICHER


"Der Tag mag kommen, an dem der Rest der belebten Schöpfung jene Rechte erwerben wird, die ihm nur von der Hand der Tyrannei vorenthalten werden. Ein voll ausgewachsenes Pferd aber oder ein Hund ist unvergleichlich verständiger und mitteilsamer als ein einen Tag oder eine Woche alter Säugling oder sogar ein Säugling von einem Monat. Doch selbst wenn es anders wäre, was würde das ausmachen? Die Frage ist nicht: Können sie verständig denken? Oder: Können sie sprechen? Sondern: Können sie leiden? Warum sollte das Gesetz irgendeinem empfindenden Wesen seinen Schutz versagen?"


(JEREMY BENTHAM

* 15. Februar 1748 in Spitalfields, London

† 6. Juni 1832 ebenda)



Bentham war ein englischer Jurist und Philosoph. Außerdem war er einer der wichtigsten Sozialreformer Englands im 19. Jahrhundert und ein Vordenker des modernen Wohlfahrtsstaats. Seiner Zeit weit voraus forderte er allgemeine Wahlen, das Frauenstimmrecht, die Abschaffung der Todesstrafe, Tierrechte, die Legalisierung der Homosexualität und die Pressefreiheit. Er gilt als Vordenker des Feminismus, als Vorkämpfer der Demokratie, des Liberalismus und des Rechtsstaats.


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2002 war ein wichtiges Jahr für den deutschen Tierschutz: In diesem Jahr beschloss der Deutsche Bundestag, den Schutz der Tiere als "Staatszielbestimmung" in die Verfassung aufzunehmen. Vorher gab es zwar auch schon ein vergleichsweise fortschrittliches Tierschutzgesetz, das aber rechtlich gesehen immer dann in den Hintergrund trat, wenn dem Tierschutz ein in der Verfassung garantiertes Grundrecht für Menschen entgegenstand, wie das Recht auf Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit. Eben dies sollte sich ändern.


Zwar lässt der Tierschutz hierzulande noch immer vieles zu wünschen übrig, aber immerhin beschritt Deutschland damit als erstes EU-Mitgliedsland den von Bentham vorhergesehenen Weg: Wenn es darum geht, wem wir als Menschen sowohl moralischen als auch gesetzlichen Schutz gewähren sollen, darf nicht der Unterschied zwischen Mensch und Tier zählen, sondern allein die zweifache Frage, welche Wesen leiden können und ob wir als Menschen oder Gesetzgeber dieses Leid verhindern können.


Nickname 20.09.2017, 14.27 | (0/0) Kommentare | PL

GUT GESCHNURRT, KATZE!

Das Thema Aussetzen von Haustieren ist an sich überhaupt nicht lustig; und ich vertrete die Meinung, dass den Menschen, die es tun, Gleiches mit Gleichem vergolten werden sollte: Irgendwo in der Einöde an einen Baum gebunden, ohne einen Tropfen Wasser der sengenden Sonne ausgeliefert - und erst in allerletzter Sekunde gerettet (was den meisten ausgesetzten Hunden leider nicht vergönnt ist). Über die folgende Geschichte musste ich aber dennoch schmunzeln:


Ein Mann will die Katze seiner Frau heimlich loswerden und beschließt, sie auszusetzen. Er nimmt sie mit ins Auto, fährt zwanzig Häuser weit, setzt die Katze aus und fährt heim. Zehn Minuten später ist die Katze auch wieder da. "Na gut", denkt sich der Mann, "war vielleicht ein wenig zu kurz, die Strecke". Er setzt sich wieder mit der Katze ins Auto, fährt fünf Kilometer weit und setzt sie aus. Zwanzig Minuten später ist die Katze wieder zu Hause. "Jetzt reichts!", denkt sich der Mann, nimmt die Katze mit ins Auto und fährt 20 Kilometer, dann durch den Wald, über eine Brücke, rechts, links und setzt die Katze dann schließlich mitten im Wald auf einer Lichtung aus. Eine halbe Stunde später ruft der Mann zu Hause an. "Ist die Katze da?" fragt er seine Frau. "Ja natürlich, warum?" "Hol sie doch mal ans Telefon, ich habe mich verfahren!"


Ich bin sicher, die Katze hat ihm den Heimweg erklärt - denn anders als Menschen tragen Tiere uns nichts nach und verzeihen uns alles.



Nickname 31.08.2017, 16.51 | (0/0) Kommentare | PL

NUR EIN AUGENBLICK - UND WAS DANN?

"Manchmal reicht ein Leben nicht aus,
um einen Moment zu löschen -
aber ein Moment reicht aus,
um ein Leben zu löschen."


Lasst uns gemeinsam versuchen, so viele Tierleben wie möglich zu retten. Jeder kann eine Menge tun: Einmal pro Woche - oder so oft, wie man mag - auf tierische Nahrungsmittel verzichten... bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Verspannungen (die häufig durch Stress verursacht werden) spazierengehen an der frischen Luft oder ganz einfach mal richtig ausschlafen, anstatt Tabletten zu schlucken... beim Kauf von Schönheits- und Putzmitteln darauf schauen, dass sie tierversuchsfrei hergestellt wurden...


Es gibt Tausende von Möglichkeiten. Tiere haben eine Seele. UND:


"Wer eine Seele rettet, der rettet die Welt."

(MARTIN BUBER)


Nickname 26.08.2017, 13.27 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

SPÄTERES HAPPY END NICHT AUSGESCHLOSSEN

Heute möchte ich Ihnen den Rüden LUCKY aus dem Tierheim Berlin vorstellen. Hier sein Steckbrief:



Vermittlungsnummer: 17/415

Rasse: Labrador - Mix

Sonstiges: Ich suche ein Gnadenplätzchen

Geburtsdatum: 06/2005

Im Tierheim seit: 14.02.2017

Geschlecht: männlich


Lucky wurde gefunden. Er ist ein absolut liebenswerter und menschenbezogener Kerl. Auch mit seinen Artgenossen versteht er sich gut.


Aufgrund neurologischer Ausfälle hat Lucky Schwierigkeiten beim Laufen. Er wünscht sich deshalb ein ebenerdiges Zuhause und liebevolle Zweibeiner mit viel Zeit, die gut auf ihn aufpassen. Über einen eingezäunten Garten würde er sich auch sehr freuen. Auf seinen Bewegungsapparat wird er bei uns im Tierheim lebenslang kostenlos behandelt.


Können Sie Lucky ein tolles endgültiges Zuhause geben? Er wartet im Gruppenhaus auf seine neuen Menschen. Wenden Sie sich auch gerne telefonisch unter 030 / 76 888 204 an seine Tierpfleger.


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Am liebsten hätten wir ihn auf der Stelle zu uns geholt, er entspricht haargenau unserem Beuteschema. Aber unsere Familienplanung ist abgeschlossen. „Aller guten Hunde sind drei“, dabei soll und muss es bleiben. Denn einerseits wäre unser Dreigestirn von weiterem Rudelzuwachs wohl nur mäßig begeistert. Besonders Woody begegnet fremden Artgenossen immer noch mit Misstrauen. Er hat während seiner dreijährigen Gefangenschaft im rumänischen Hundeknast wohl zu schlimme Erfahrungen gemacht. Barny und Nelly findet er okay, sie gehören ja zur Familie. Aber alle übrigen Vierpfoter mögen sich bitteschön fernhalten.


Ich müsste außerdem meine Ehrenämter  bei meinen Senioren aufgeben. Zwar sind mir (von wenigen Ausnahmen abgesehen) Hunde lieber als Menschen, aber alte Leute haben hierzulande ebenso wenig eine Lobby wie unsere tierischen Mitgeschöpfe. In den vergangenen elf Jahren habe ich viele traurige, einsame Menschen gesehen und bei einigen, die sonst niemanden mehr hatten, gemeinsam mit einer Pflegekraft am Sterbebett gesessen.


Dass wir uns recht verstehen: Die beiden Heime, in denen ich tätig bin, sind tadellos geführt. Die Bewohner werden mit allem Notwendigen versorgt und respektvoll behandelt. Aber die Mitarbeiter stehen unter einem enormen Stress. Die Rundumbetreuung der großenteils schwer Pflegebedürftigen erfordert unglaublich viel Kraft und Energie. Da bleibt kaum Zeit übrig für persönlichen Zuspruch und Beschäftigung. Hier beginnt mein Job, und mir geht regelmäßig das Herz auf, wenn ich begrüßt werde mit Worten wie: „ Ach, schön, da sind Sie ja wieder. Jetzt gibt´s hier gleich was zu lachen!“ Ich habe meine Berufung und meine Aufgabe in diesem Leben gefunden. Dafür bin ich dankbar.


Zurück zu Lucky: Leider können wir ihn nicht bei uns aufnehmen, darum haben wir für ihn eine Patenschaft übernommen. Das ist eine echte Alternative für Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, kein eigenes Haustier halten können oder wollen, aber dennoch einem Vierbeiner etwas Gutes tun möchten. Bei einem Hund sind Sie ab 50€ monatlich dabei, es gibt auch Patenschaften für Katzen und Kleintiere. Wenn Sie Interesse haben, schauen Sie sich doch hier mal unverbindlich um:


http://www.tierschutz-berlin.de/nc/tierheim/tiervermittlung/hunde.html


Ihr Beitrag hilft, das Tier zu pflegen, ärztlich zu versorgen und zu ernähren, bis es in ein neues liebevolles Zuhause vermittelt werden kann. Als Pate haben Sie einen wichtigen Anteil am Happy End für Ihr Patentier!


Dabei geht es besonders um die Sorgenkinder, die aus ganz unterschiedlichen Gründen im Tierheim sind. Es sind ältere oder chronisch kranke Tiere - oder solche, die ganz spezielle Anforderungen an einen neuen Besitzer stellen. Diesen Tieren, die unter Umständen länger warten müssen, bis sie jemand zu sich nimmt, kann mithilfe Ihrer Patenschaft bis zu ihrer Vermittlung der Aufenthalt im Tierheim Berlin so liebevoll und artgerecht wie möglich gestaltet werden.


Natürlich bekommen Sie (über das befriedigende Gefühl, etwas Gutes zu tun, hinaus) auch etwas für Ihre Patenschaft:


Sie erhalten eine Urkunde mit einem Foto Ihres Patentiers, die Zeitschrift "Berliner Tierfreund", und Sie werden, falls Sie es wünschen, auf der Internetzseite des Tierheims als Pate genannt.


Wer Zeit und Freude daran hat, kann sein Patentier besuchen. Direkter Kontakt zu den Tieren ist über die Teilnahme und entsprechende Vorbildung an den ehrenamtlichen Arbeitsgemeinschaften z.B. für Hunde oder Katzen möglich. Und wer weiß, was sich daraus vielleicht entwickelt…



Es gibt eine Liste, aus der man sich ein Patentier wählen kann. LUCKY stand allerdings nicht auf dieser Liste. Wir haben ihn aus den Vermittlungshunden ausgesucht, weil er unserer verstorbenen Wendy - meiner Seelengefährtin - ähnlich sieht. Auch sie war ein Fundhund – ausgesetzt, weil sie schon älter und die Krebsgeschwulst in ihrer Achsel nicht mehr zu übersehen war. Ich habe beim Tierheim angerufen, unseren Wunsch vorgetragen, und wenige Tage später hielten wie die „Adoptionspapiere“ in der Hand. Sie können also auch für Ihr Traumtier eine Patenschaft übernehmen, bis es – hoffentlich – ein neues Zuhause gefunden hat.


Bestimmt gibt es diese Möglichkeit  auch in anderen Tierheimen. Das ersetzt den schuldlos verstoßenen Fellnasen zwar kein eigenes Zuhause, aber es bedeutet immerhin ein winziges Fünkchen Hoffnung. Das ist besser als nichts.


Nickname 16.07.2017, 22.07 | (0/0) Kommentare | PL

KLEINE BIENE MAJA


Die kleine Hundeoma MAJA ist seit kurzem eine Bewohnerin unseres Tierheims. Ihr genaues Alter ist leider nicht bekannt, aber sie ist mindestens 10 Jahre alt. Charakterlich ist sie einfach unglaublich freundlich und aufgeschlossen gegenüber uns Menschen. Mit ihrer sanften Art fordert sie uns gern zum Kuscheln auf und genießt jede Zuwendung. Bei den Schmuseeinheiten macht die Kleine auch gern wie eine Katze einen Buckel und blüht zusehends auf. Auch mit ihren Artgenossen versteht sich Maja sehr gut und verhält sich freundlich ihnen gegenüber.


Leider ist die Süße in einem sehr schlechten Pflege- und Gesundheitszustand zu uns gekommen. Wir wissen nicht, was die Kleine in ihrem Leben schon alles durchmachen musste und was sie alles erlebt hat. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass sie bisher kein schönes Leben hatte. Die kleine Maja tut uns so Leid und wir tun unser Bestes, damit sie bei uns alles Schlimme vergessen kann. Sie soll sich in Ruhe bei uns erholen und wieder ganz viel Lebenskraft finden. Sie hat jetzt einen warmen Schlafplatz, täglich mehrere kleine Mahlzeiten, gute tierärztliche Versorgung, liebe Hundekumpels und ganz viel Zuwendung von uns Zweibeinern. Es werden nun auch alle tierärztlichen Behandlungen wie Zahnsteinentfernung, Blut- und Herzuntersuchung vorgenommen.


Hundeoma MAJA würde sich riesig freuen, wenn sich liebe Menschen finden würden, die sie mit einer Spende oder einer Langzeitpatenschaft unterstützen möchten. Sie sagt jetzt schon ganz lieb DANKE! 


Das Schönste für Maja wäre aber, wenn sie ein fürsorgliches Zuhause bei einer liebevollen Familie finden würde.


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 16.07.2017, 21.44 | (0/0) Kommentare | PL

HEY, AMIGO CHARLY!


Ein freundliches "HALLÖCHEN" an alle Hundeliebhaber!

 
Mein Name ist CHARLY und ich bin zirka im September 2016 geboren. Ich bin ein Mischlingsrüde und habe eine Schulterhöhe von  38 cm. Findet Ihr nicht auch das ich ein wunderhübscher Hundemann bin und einfach unglaublich niedlich aussehe? Leider brachte mir das bisher kein Glück, denn ich wurde wie ein Wanderpokal immer wieder hin und her gereicht, bis ich zum Schluss im Tierheim Herzsprung abgegeben wurde.


Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir versprochen, dass jetzt damit Schluss ist und sie mir ein Zuhause bei verantwortungsbewussten Menschen suchen, bei denen ich den Rest meines Lebens verbringen darf. Ich finde das klasse und möchte Euch vieles über mich erzählen, damit Ihr wisst, ob ich in Eure Familie passen würde.


Ich muss Euch jetzt gleich sagen, dass ich kein Anfängerhund bin. Ich bin sozusagen ein Hundemann mit zwei Persönlichkeiten. Meine erste ist die eines liebevollen, anhänglichen, lebensfrohen und aufgeweckten Hundejungen. Ich übertreibe nicht, wenn ich euch sage dass ich euch Zweibeiner liebe und jede Zuwendung von Euch unheimlich genieße. Die angenehmen Kusche-l und Schmuseeinheiten liebe ich sehr und fordere sie auch regelmäßig ein. Auch habe ich von meinen Pflegefrauchen schon allerhand Spitznamen bekommen, wie z.B. „Tolpatsch“, „Clown“ oder „Schlingel“. Ich denke sie haben sich für diese Kosenamen entschieden, weil ich im Geiste noch ein richtiges Kind bin und die Welt für mich ein riesengroßer Spielplatz ist. Ich liebe es zu toben, rennen, spielen, springen und jede Menge Dinge zu erforschen. Lange Spaziergänge sind genau das Richtige für mich und dabei blühe ich unheimlich auf. Ein paar Sachen habe ich schon gelernt, wie z.B. Stubenreinheit, das Kommando „Sitz“ und das brave Mitfahren im Auto. Aber es gibt noch viele Punkte des Hundeeinmaleins, die ich lernen muss. Aber mit Eurem liebevollem Training, meiner Intelligenz und meinem „großem Appetit“ werde ich Klassenbester und ein richtiger Vorzeigehund.


Meine zweite Persönlichkeit ist leider das genaue Gegenteil. Ich habe in meinem kurzen Leben schon viele schlechte Erfahrungen machen müssen und ein fürsorgliches Zuhause ist mir fremd. Daher habe ich mir angewöhnt, auf mir unbekannten Situationen, sowie Dinge, die ich nicht möchte, mit Knurren und Schnappen zu reagieren. Dies ist kein leichtes Welpenzwacken, sondern ernst gemeint.

 
Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir aber erklärt, dass ich bei den passenden Menschen und mit einer liebevollen, konsequenten Erziehung dieses Verhalten wieder Stück für Stück ablege. Wir wachsen dann zu einen klasse Teamzusammen und werden jede Lebenssituation meistern. Ich suche auf jeden Fall ein sportliches Zuhause - bei einer Familie ohne kleine Kinder - das mich körperlich sowie geistig auslastet. Mit meinen Artgenossen komme ich auf neutralem Gelände sehr gut zurecht, jedoch reagiere ich in meinem Zuhause eifersüchtig. Aus diesem Grund suche ich ein Zuhause ohne einen anderen Hund.


Ich hoffe sehr, dass sich freundliche Menschen in mich verlieben und ich bei ihnen die schlechten Erfahrungen aus meiner Vergangenheit vergessen kann.


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 16.07.2017, 21.27 | (0/0) Kommentare | PL

GEHT NICHT AN IHNEN VORÜBER!

Ich schenke mein Herz den Hundesenioren, die dankbar sind für streichelnde Hände, für langsame, gemütliche Spaziergänge, ein warmes Plätzchen auf dem Sofa und viel Liebe. Denn auch wir Menschen werden älter, aber deswegen doch nicht weniger liebenswert.

Ihr geht an mir vorüber
und seht mich gar nicht an,
da springt ein wilder Feger,
gleich da nebenan.


***


Ihr geht an mir vorüber,
haltet endlich an,
ich mag so gerne Kinder
und springe auch nicht an.


***


Ihr geht an mir vorüber,
ich warte viel zu lang,
mit meiner grauen Schnauze.
Nun zittert auch mein Gang.


***


Ihr geht an mir vorüber,
nun steh ich nicht mehr auf.
Mich schmerzen meine Glieder,
Trauer nimmt ihren Lauf.


***


Ihr geht an mir vorüber,
mein Blick ist grau und leer,
Meine Hoffnung schwindet,
ich liebte euch so sehr.


***


Ihr geht an uns vorüber,
wir sitzen auf der Bank,
streichelnd warme Hände,
mein Herz ist voller Dank.


(C.V.)


Nickname 15.07.2017, 13.43 | (0/0) Kommentare | PL

SPÄT FLIEGT ER, DOCH ER FLIEGT


"Wir fliegen über weite Strecken,
können das Lebenslicht erwecken;
bringen dir die Herrlichkeit dieser Welt,
zeigen dir Schönheit und was dir gefällt.
Zwinkern wir dir zu,
findest du Gelassenheit im Sein und Ruh´.
Wir sind die Boten des Glücks und der Unsterblichkeit,
über winden alle Ewigkeit,
vereinen die Welt in unserem Sein,
so gühren wir dich zu dir heim,
können still im Wasserstehen
und in den inneren Spiegel sehen.
Daraus erwächst die Kraft für alle unsere Tätigkeiten,
wir können mit den Wolken reiten
in die unendlichen Weiten."


Jeanne Ruland


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Kraniche gelten in Schweden als Glücksboten, weil sie den Frühling und damit neues Leben ankündigen. Bei den Kelten hingegen hüten sie das Geheimnis um das Ogham (das Keltische Baumalphabet) und sind mit dem keltische Gott Ogma verbunden, welcher die Oghamschrift erfunden haben soll, nachdem er den Flug der Kraniche beobachtet hatte.


So kommt das Krafttier Kranich zu uns, um uns einen Neubeginn und eine Überraschung anzukündigen. Es wird Zeit, dass wir den Winter unserer Lebensphase hinter uns lassen und uns einem neuen Frühling zuwenden. Als Meister der Meditation und Kontemplation zeigt uns das Krafttier Kranich, wie wir durch Meditation zu innerem Wissen und Weisheit gelangen und dadurch das Gleichgewicht in unserem Leben wiederfinden.


Themen wie Wachsamkeit, Glück, Neubeginn, Konzentration und Entspannung spielen eine zentrale Rolle. So zeigt uns der Kranich, wie wir gleichzeitig wachen und schlafen können, um uns tiefenentspannt zu erholen und dennoch blitzschnell präsent zu sein, wenn es erforderlich ist. Es geht also vermehrt um die Intensität des Erlebens oder Loslassens und die Bündelung der Gedankenkraft.


In diesem Sinne, allen Lesern einen von Glück und Harmonie geprägten Wochenausklang mit angenehmen Überraschungen. Denken wir stets daran: Die Welt ist voll von kleinen Freuden - die Kunst besteht nur darin sie zu sehen!


Nickname 14.07.2017, 22.18 | (0/0) Kommentare | PL

SEELENFÜHRER AUF LEISEN SOHLEN

„Hunde haben Herrchen,

Katzen haben Personal.“


(Volksmund)


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Sie heißt Mimi, Pussy, Kitty oder Mohrle und ist, neben Hund und Vogel, unser liebstes Haustier: die Katze. Die alten Ägypter verehrten sie als Göttin und setzten sie als Tempelwächterin ein, weil sie ungebetene Geister und Kräfte mit ihrem „7. Sinn“ sofort wahrnehmen kann. Neun Leben soll die Katze haben, und in vielen Kulturen gilt sie als Orakeltier. Den Spruch „Schwarze Katze von links – Glück bringt´s, schwarze Katze von rechts bringt Schlecht´s“ kennen sicher viele. Auch sagt man ihr nach, dass sie zwischen den Welten reisen und mit Toten und Geistern kommunizieren könne.



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Als Krafttier will die Katze uns den Weg in die Selbstbestimmung zeigen und uns daran erinnern, dass wir unserer Intuition vertrauen und auf unsere innere Stimme hören sollen. Sie fordert uns auf, mit wachen Sinnen durchs Leben zu gehen und unsere Freiheit niemals um der Sicherheit willen aufzugeben (offen gestanden hätte ich damit ein Problem, denn mein persönliches Sicherheitsbedürfnis ist ausgesprochen groß). Unser Selbstwertgefühl hängt oftmals doch sehr stark vom Urteil anderer ab. Wir möchten geliebt und gelobt werden und erhoffen uns von unseren Mitmenschen Anerkennung, Aufmerksamkeit und seelische Streicheleinheiten. Wenn die Katze in unser Leben schleicht, will sie uns lehren, unabhängig zu sein. Nach dem Motto: „Ich hab euch gern, und ihr könnt mich auch gern haben.“


Wenn wir nicht mit denen zusammen sein können, die wir lieben, dann lieben wir doch einfach die, mit denen wir zusammen sind. Selbstliebe, das ist das Zauberwort, denn mit wem verbringen wir schließlich mehr Zeit, als mit uns selbst? Andere haben nur so lange Macht über uns, wie wir ihnen das erlauben. Erkennen wir uns an, wie wir sind und nehmen uns selbst liebevoll in den Arm. Wir sind bei uns selbst in den besten Händen, oder sollten es jedenfalls sein. Meisterin Katze leitet und dabei an: „Entspanne dich, strecke dich wohlig aus und lasse dich wärmen von der Sonne und der Liebe, die überall um dich ist.“ Umgeben wir uns mit Menschen, die uns zu schätzen wissen und lassen wir jene in Dankbarkeit und Frieden ziehen, die uns nicht mehr guttun. Durch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit ziehen wir neue, glückliche Erfahrungen an.



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Die Kehrseite der Katzenmedaille ist, dass die Samtpfoten für Täuschung, Hinterhältigkeit, Grausamkeit und Manipulation stehen. Sie gelten als egozentrisch, kratzbürstig, eigensinnig und unberechenbar. Zu ihrer Ehrenrettung sei aber gesagt, dass es sich auch um äußerst reinliche Tiere handelt, die den klaren Durchblick lieben. Und wenn der mal nicht gegeben ist, legen sie eben selber tatkräftig Pfote an:



AFFIRMATIONEN:


„Unabhängig und frei folge ich dem Weg meiner Seele.“


„Ich bin ich.

Frei und glücklich gestalte ich mein Leben

und lasse alles los,

was mir nicht mehr dient.“

Nickname 14.07.2017, 21.59 | (0/0) Kommentare | PL

SEELENFÜHRER MIT WEI(S)SER SCHNAUZE

"Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und Antworten

sind im Hund enthalten."


(Franz Kafka)


Mein ganzes Leben lang haben Hunde mich begleitet. Sie sind meine Lieblingstiere, darum sollen sie auch den Reigen der beschriebenen Krafttiere eröffnen.


Ein Krafttier ist ein uns schützender Tiergeist. Es verleiht uns besondere Eigenschaften und Fähigkeiten, es warnt und begleitet uns, es hilft bei Heilbehandlungen, es schenkt uns den Mut und die Stärke, im Leben weiterzugehen und anstehende Aufgaben zu bewältigen und es zeigt uns, wie es um unsere Kraft steht und was wir tun können, um diese wiederherzustellen und zu erhalten.


Es gibt lebenslange Krafttiere und Helfertiere, die uns nur für eine Weile begleiten. Doch egal auf welche Weise ein Krafttier zu uns kommt, jedes birgt eine besondere Medizin in sich. Medizin meint im schamanischen Sinn eine Kraft, die heilig ist und jedem Wesen inne wohnt. Diese Kraft kann ohne greifbare Wirkstoffe wie Tabletten, Pülverchen oder Tropfen eine Heilung bewirken.


Der Hund wird oft dem Element Wasser zugeordnet und bringt uns die Medizin, die wir brauchen, um zu uns selbst zu finden. Wenn keiner mehr für uns da ist, steht er uns bei und ermutigt uns. Er erträgt uns auch dann, wenn wir uns mal nicht von der besten Seite zeigen. Er fordert uns auf, uns nicht zu vergraben, sondern vor die Tür zu gehen, die Natur zu genießen und sie anzunehmen, wie sie gerade ist. Mit seiner bedingungslosen Liebe zeigt er uns, dass jeder Tag ein neuer Anfang ist und neue Chancen bietet. Er lehrt uns die Kunst, im Hier und Jetzt zu sein, unsere Aufgaben und Pflichten zu erfüllen und unserem gewohnten Rhythmus zu folgen, egal, wie es gerade in uns aussieht.



Wenn der Hund in unser Leben tappst, dann haben wir in ihm einen treuen und aufrichtigen Begleiter und Lehrer gefunden. In der Mythologie fällt dem Hund die Aufgabe zu, die Zwischenwelten zu bewachen – so der Höllenhund Zerberus in den griechischen Sagen. Der Hund ist ein aufopferungsvoller Bewacher und Beschützer sogar in den schwierigsten Situationen. Er lehrt uns Loyalität gegenüber anderen. Dabei respektiert er unseren freien Willen und lässt uns das Tempo vorgeben. Er wartet, bis wir von uns aus ein Zeichen geben, dass wir bereit sind weiterzugehen. Der Hund schenkt uns Mut und Kraft, unseren Weg zu gehen, uns selbst und anderen zu vergeben und uns dabei selbst treu zu bleiben.



Das Verhalten unseres Hundes spiegelt oft auch unsere eigene Persönlichkeit wieder. Durch seine Beobachtungsgabe und das ständige Zusammenspiel mit uns kann er unseren nächsten Schritt schon vorausahnen und dient dadurch als Spiegelbild dessen, wer wir wirklich sind.


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Wo so viel Licht ist, gibt es natürlich auch Schatten. Von der negativen Seite betrachtet kann uns der Hund auf versteckte Aggressionen hinweisen, auf gedankenlose Befehlstreue und Obrigkeitshörigkeit, auf Verschlossenheit, starke Abgrenzung und Angst vor Strafe. Er verweist uns auch darauf, dass wir möglicherweise dazu neigen, uns in die Angelegenheiten anderer einzumischen, die uns nichts angehen und mehr auf andere als auf uns selbst ausgerichtet sind.


AFFIRMATIONEN:


„Ich nehme bedingungslos die Umstände,

das Hier und Jetzt in meinem Leben an.“


„Ich sage JA zu dem, was ist und vertraue meinem Weg.“


Nickname 14.07.2017, 17.32 | (0/0) Kommentare | PL

2017
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ÜBER MICH:Geboren vor 62 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.