Mitternachtsspitzen
Gelassen zu sein bedeutet, losgelassen zu haben.

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gemeldet am: 21.07.2017 22:23

BLICK ZURÜCK OHNE ZORN UND EIN DANKESCHÖN

Es gibt Momente, in denen man feststellt,
dass das Ende näher ist als der Anfang.


Dann zieht man Bilanz und fragt sich,
ob man im Leben alles richtig gemacht hat.


Wenn vielleicht auch nicht alles,
dann doch das meiste oder zumindest einiges -
das wäre immerhin schon etwas.



DANKE AN ALLE,

DIE MIR BIS HIERHER DIE TREUE GEHALTEN HABEN!

BLEIBT GESUND UND FROH!!!

Nickname 24.07.2017, 13.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

DIE WELT BEFINDET SICH IM WANDEL

"...und ich mit ihr.
Es ist an der Zeit, meine Selbstliebe,
meine inneren Werte und wahren Freundschaften zu finden.
Dann wird mich die Veränderung
wie eine sanfte Welle aus Energie
in die Neue Zeit tragen."


Nickname 23.07.2017, 21.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

WENN EIN STURM AUFKOMMT

"...in meinem Leben,
finde ich bei meinem Engel Schutz.
Er schafft mir einen inneren Raum,
in dem ich Kraft schöpfen kann.
So kann ich dem wilden Abenteuer 'LEBEN'
mit neuer Energie begegnen."


Nickname 23.07.2017, 21.34| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

VERÄNDERUNG UND WACHSTUM

"...eröffnen mir aufregende Möglichkeiten.
Inmitten allen Wandels
bin ich stets sicher und behütet."


***


"Ich beginne und beende jeden Tag damit,
dass ich für alle Segnungen danke,
die mir geschenkt werden."


Nickname 23.07.2017, 21.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SCHÖNHEIT IST DA

"...ich muss sie nur sehen,
anstatt mich in trüben

Gedanken zu drehen."


Nickname 23.07.2017, 21.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SINGLE ODER LANGSPIELPLATTE?

Statistiken sind eine feine Sache. Sie verraten viel über uns, sowie über die Welt, in der wir leben und untermauern es mit unbestechlichen Zahlen. Wir erfahren beispielsweise, dass der Vatikan im Verhältnis zu seiner Bevölkerung die höchste Verbrechensrate aufweist. Allerdings werden die Delikte fast ausschließlich von Touristen begangen, die in der Regel ungestraft davonkommen, weil sie sich der päpstlichen Justiz durch Flucht ins benachbarte Italien entziehen. Interessant, oder?


Aber das ist längst nicht alles. Statistiken vermögen noch einiges mehr, sie können sogar bei einer Diät hilfreich sein. Wenn etwa der beste aller Ehemänner ein ganzes Brathähnchen samt der knusprigen Haut verputzt, während ich mich mit einer Handvoll Radieschen und ein paar Salatblättern begnüge, darf ich mich anschließend ebenso satt und zufrieden fühlen wie er. Schließlich habe ich – statistisch gesehen – auch ein halbes Hähnchen verspeist. Falls ich trotzdem weiter hungrig bin, liegt das bestimmt nicht an den nackten Zahlen (eher an dem Haufen nackter, sorgfältig abgenagter Knochen auf dem Teller des Besten), denn Zahlen lügen bekanntlich nicht.


Wie die aktuellen, kürzlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Ziffern belegen, gibt es in Deutschland rund 1,6 Millionen Singles. Das heißt, zirka jeder fünfte Bundesbürger ist solo. Das Leben ohne Anhang hat zweifellos seine guten Seiten. Die Herren der Schöpfung brauchen keine drastischen Strafmaßnahmen (wie Liebesentzug und Nächtigen auf dem Sofa) zu befürchten, wenn sie ihre freie Zeit im Fußballstadion, in der Kneipe oder einem anderen Etablissement verbringen. Singlefrauen ihrerseits engagieren gut gebaute Nacktputzer und feiern wahre Shoppingorgien, ohne dass ein „Er“ sich aufführt wie Othello oder ihnen die Kreditkarte sperrt. Kurz und gut, Männlein wie Weiblein dürfen ganz nach der eigenen Fasson selig werden.


Trotz aller unbestrittenen Vorzüge des Singledaseins oute ich mich als überzeugte Langspielplatte. Der beste aller Ehemänner und ich spielen nun schon seit fast dreißig Jahren unser Lied (sieben Jahre "wilde Ehe", quasi als Intro, kommen hinzu): Mit täglich wechselnden Strophen, mal Staccato, mal Vibrato; heute in Dur und morgen vielleicht in Moll, aber immer nach unserer eigenen Melodie. So wird es bleiben bis ans Ende des Vinyls – selbst gegen den Rat von Experten, man solle die Nadel auswechseln, wenn die Rille zu knistern beginnt. Honi soit, qui mal y pense!


Nickname 23.07.2017, 19.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

JE OLLER, JE DOLLER ODER: WER SCHLECHTES DABEI DENKT


Neben der Socken fressenden Waschmaschine gibt es noch ein zweites Phänomen: Das Hamster-Syndrom. Kaum zeigt der Kalender einen Feiertag an, schon kaufen die Leute ein, als stünden wir kurz vor einer Blockade. Um ehrlich zu sein bilde ich da keine Ausnahme. Irgendwas fehlt ja immer, entweder Leberwurst, Gummibärchen oder Toilettenpapier. So machte ich mich am Pfingstsonnabend ebenfalls auf den Weg zum Supermarkt.


Am Eingang traf ich eine Nachbarin, deren kleiner Hund vor kurzem gestorben ist. Candy, ein West-Highland-Terrier, war dreizehn Jahre lang ihr treuer Begleiter, und sie vermisst ihn sehr. Eigentlich wollten sie und ihr Mann ihm keinen Nachfolger geben, aber: "Inzwischen überlegen wir, uns doch wieder einen anzuschaffen, vielleicht aus dem Tierheim. Wir sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber einer, der schon so sechs oder sieben ist, könnte noch ein paar gute Jahre bei uns haben." Dafür hätte ich sie küssen mögen, und ich begann sofort, in den höchsten Tönen ein Loblied auf die Tierheimhunde zu singen. Wir waren völlig in unser Gespräch vertieft und bemerkten erst, dass wir den Weg zu den Einkaufswagen blockierten, als uns ein Mann von der Seite her anblaffte. "Hören Sie mal, können Sie Ihren Kaffeeklatsch vielleicht woanders abhalten?", fuhr er uns an. "Wenn Sie hier noch lange rumstehen, gibt es bald einen dickeren Stau als auf der Stadtautobahn!"


Hallo, geht´s vielleicht auch ein bisschen freundlicher? Mich piekte der Hafer. Ich machte ein schuldbewusstes Gesicht und sagte kleinlaut: "Bitte verzeihen Sie, dass wir Sie behindert haben, aber wir stehen wirklich vor einer schwierigen Entscheidung. Wissen Sie, es geht nämlich darum, sich einen neuen Lebensabschnittsgefährten anzuschaffen, und da gibt es allerhand zu bedenken. Herkunft, Größe, Rasse, Haarfarbe... auch das Alter spielt natürlich eine Rolle. Nicht zu jung, aber auch nicht zu alt sollte er sein - man will ja noch seinen Spaß mit ihm haben. So eine Wahl muss gut überlegt werden, die trifft man nicht in ein paar Minuten!" Der Mann sah mich an, als wäre ich nicht ganz bei Trost, schnappte sich einen Wagen und verschwand im Laden. Er brummte noch etwas vor sich hin, das ungefähr so klang wie: "Bloß weg hier, wer weiß, was den beiden mannstollen, alten Schachteln sonst einfällt." Dabei hatten wir doch nur über einen neuen Hund gesprochen...


Nickname 23.07.2017, 19.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAS VERLORENE - SOCKEN - PHÄNOMEN

Jeder, der eine Waschmaschine besitzt, kennt das: Man gibt eine bestimmte – gerade! – Anzahl von Socken hinein, immer schön paarweise, wie die Tiere auf der Arche Noah: Zwei braune kurze, zwei bunt karierte lange, zwei grün-gelb gestreifte, vier blau-rot geringelte Tennissocken, zwei gepunktete und so fort. Man startet das Programm und überlässt die Gestrickten ihrem Los. Ein fataler Fehler, denn kaum hat man eine Stunde später die Maschine geöffnet und den gesäuberten Inhalt zwecks weiterer Bearbeitung entnommen, gerät die heile Sockenwelt aus den Fugen. Zum Vorschein kommen zwei kurze braune, eine lange bunt karierte, drei Tennissocken, zwei gepunktete und eine grün gestreifte (der gelbe Streifen hat sich durch das Blau in den Tennisocken ebenfalls grün verfärbt). Die restlichen sind irgendwo im Universum auf Nimmerwiedersehen verschollen. Wenigstens die Tennissocken sind noch zu gebrauchen, weil bei drei gleichen ja zwangsläufig immer ein Paar übrig bleibt. 



Was habe ich nicht alles versucht, um das Phänomen zu ergründen oder es womöglich sogar auszutricksen. Stundenlang habe ich in das Bullauge der Waschmaschine gestarrt, um den Sockendieb dingfest zu machen, bis mir von der ständigen Dreherei schwindlig wurde. Vergebens. Ich habe die einzelnen Paare zusammengenäht, -geklammert, -getackert und mit Paketband umklebt. Die Mühe hätte ich mir sparen können, denn außer einer Tackerklammer in meinem linken Zeigefinger und einer mit Klebeband verpappten Gepunkteten kam nichts dabei heraus. Das Phänomen ist stärker, es gewinnt immer. Und weil es sich dabei um ein weltweites, an keine Nationalität oder Konfession gebundenes handelt, wird seit einigen Jahren am 9. Mai ganz offiziell der „Tag der verlorenen Socke“ begangen. Wir würden sie so gern feiern – nur können wir sie leider nicht finden…


P.S. Es ist wohl reiner Zufall, dass am selben Datum in der nordbrasilianischen Kleinstadt Esperantina der „Tag des Orgasmus“ gefeiert wird. Denn der hat, soviel ich weiß, nur wenig mit geringelten Tennissocken zu tun.

Nickname 23.07.2017, 19.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

GEMÄCHLICH KOMMT MAN AUCH ANS ZIEL


Graue Haare, erste Fettpölsterchen und ein schwerfälligerer Gang. Auch unsere vierbeinigen Freunde werden älter. Im Idealfall begleiten sie uns schon ihr Leben lang und dürfen bis zum Ende bei uns sein. Manche finden aber auch erst später ein liebevolles Zuhause in einer Familie. Unabhängig davon wünschen sich alle Halter dasselbe für ihren Begleiter: Er soll in allen Lebensphasen glücklich sein und in Würde altern. Aber ebenso wie bei uns verändern sich die Bedürfnisse unserer Lieblinge im Laufe ihres Lebens.


Ab wann sind unsere tierischen Begleiter alt? Wann müssen wir verstärkt Rücksicht auf sie nehmen und was benötigen sie dann? „Die Rechnung, dass ein Hunde- und Katzenlebensjahr in etwa sieben Menschenjahren entspricht, ist nicht korrekt“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. So sind die Tiere zwar schon mit etwa einem Jahr im Teenageralter und somit schneller erwachsen. Danach läuft der Alterungsprozess jedoch langsamer. So gelten Katzen in der Regel ab zwölf Jahren als „alt“, dennoch können sie noch viele Jahre gesund weiterleben. Bei Hunden gilt, dass große Tiere oft schneller altern als kleine. Andererseits können selbstverständlich auch große Vierbeiner gesund alt werden. Pauschal lässt sich also nicht sagen, ab wann ein Tier besondere Fürsorge benötigt. Es liegt an uns Haltern, darauf zu achten, wie sie sich entwickeln. Natürlich sollte im Zweifelsfall immer der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.


Nicht nur alleine das Alter sagt etwas über die Bedürfnisse von Hunden und Katzen aus. Schließlich sind sie auch in ihrer Jugend schon oft sehr verschieden. Der eine spielt für sein Leben gerne, die andere hat schon immer am liebsten geschmust. In der Regel schlafen jedoch die meisten Tiere im Alter mehr als in jungen Jahren. Und sie freuen sich darüber, wenn ihre Lieblingsplätze leicht zugänglich sind. Weniger Beweglichkeit oder Arthrose führen dazu, dass nicht mehr all das möglich ist, was viele Jahre lang geliebte Gewohnheit war. Auch die Sinnesorgane können im Alter nachlassen. Eine Katze, die ihr eigenes Maunzen nicht mehr so laut hört wie früher, wird beispielsweise vermutlich lauter miauen. Ein Hund, der nicht mehr so gut sehen kann, wird gewohnte Spazierwege genießen.


Und auch die Ernährung unserer Haustiere sollte ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Starkes Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da es die Gelenke und den Kreislauf zusätzlich unnötig belastet und das Diabetes-Risiko steigt. „Bei Katzen ist zudem gerade im Alter besonders darauf zu achten, dass sie genug Wasser zu sich nehmen, damit sie keine Nierenprobleme bekommen. Dies erreicht man am besten über ein hochwertiges Nassfutter“, rät Tierärztin Dr. Bettina Schmidt.


Grundsätzlich sollten die Halter älterer Tiere auf Veränderungen bei ihren tierischen Lieblingen achten und sich regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen. Ein Vorsorge-Check-Up mit einer Blutuntersuchung kann dabei helfen, eine Alterserkrankung frühzeitig zu erkennen.




Wer rastet, der rostet


Doch Vorsicht: Nur weil ein Haustier älter geworden ist, möchte es nicht automatisch nur noch auf der faulen Haut liegen. Ebenso wie Ruheständler haben die Tiere noch jede Menge Lust, etwas zu erleben. Es muss nur eben nicht immer so wild zugehen wie in der Jugend. Auch in einem gemütlichen Tempo können Hunde beim Spaziergang noch viel entdecken. Wichtig ist, dass die Tiere in Bewegung bleiben und weiter ihren Bedürfnissen entsprechend ausgelastet und gefordert werden.


Respektieren Sie es, wenn Ihre Katze mehr Ruhe sucht und lassen Sie Ihren Hund gewähren, wenn er nicht mehr ganz so lange spazieren gehen mag. Das Wichtigste aber ist: Seien Sie an der Seite Ihres Tieres. In Gesundheit und Krankheit, unsere tierischen Lieblinge haben es verdient.



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Nickname 23.07.2017, 18.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GRUPPE DER ANONYMEN HUNDE - ABHÄNGIGEN (AHA)

Vielleicht kennen Sie das schon, oder sind selbst in Behandlung!!

Stellen Sie sich vor, wir sitzen kreisförmig mit mehreren Personen in einem gut klimatisierten Raum und halten uns an den Händen.


Ich fange an zu erzählen:


Hallo, mein Name ist ...... und ich bin ein Hundeabhängiger. Einige von Ihnen sind hier, weil ein Freund oder Familienangehöriger Sie hierher geschickt hat. Vielleicht sitzen Sie hier und glauben, dass Sie das alles gar nicht betrifft, dass mit Ihnen alles in Ordnung ist. Es ist nicht leicht einzusehen, dass man ein Hundeabhängiger ist – und es ist noch schwieriger, zu uns bei den AHA zu kommen und um Hilfe zu bitten.


Lassen Sie mich Ihnen einige Fragen stellen:


- Können Sie sich eher an den Namen eines Hundes als an den seiner Besitzer erinnern?


- Sind Sie der Meinung, dass "festliche Kleidung" bedeutet, eine saubere Jeans ,frisch gewaschene Tennisschuhe und eine Hundeleine leger über dem Brustkorb zu tragen?


- Sind Sie der Meinung, dass "Hundesohn" kein Schimpfwort ist?


- Müssen Sie, wenn Sie jemandem in Ihrem Auto mitnehmen wollen, erst einmal den Beifahrersitz enthaaren?


- Verbringen Sie viel Ihrer Freizeit und Ferien auf Hundetreffen, auf Hundeplätzen oder in Fachgeschäften für Hundesportartikel?


- Können Sie beim Essen in einem feinen Restaurant (Hunde-)Dinge diskutieren, die dazu führen, dass sich die Nebentische schnell leeren und die Leute, die dort saßen, grün um die Nase wirkten?


- Meiden Sie Ladengeschäfte, an denen ein Schild "Ich muss draußen bleiben" hängt?


- Besteht Ihre Post größtenteils aus Katalogen für Hundefutter, Hundebücher, Hundezubehör und Outdoorkleidung?


- Ist Ihre Inneneinrichtung so ausgesucht, dass sie zu Ihrem Hund passt?


- Stehen Sie Sonntag morgens vor der Morgendämmerung auf, um mit Ihrem Hund Gassi zu gehen, weil man da die wenigsten Leute trifft?


- Wenn Sie jemanden Neues kennen lernen, fragen Sie dann, was für einen Hund er hat und bemitleiden ihn, falls er keinen hat?


- Wissen Sie, was man unter VDH, FCI, Kong, IPO, CACIB, Agi, HD, ZTP, BH und CACIT versteht, aber nicht, welches Medikament man seinem Ehepartner aus der Apotheke holt, wenn dieser einen Schnupfen hat?


- Haben Sie in allen Jackentaschen Hundekekse, Trockenfleisch, Käsebrocken, Bälle und Quietschespielzeug?


- Ist es Ihnen schon manchmal passiert, dass Sie sich als „Hassos Mama/Papa“ vorgestellt haben?


- Finden Sie Leute ohne Hunde langweilig?


Falls Sie lediglich eine dieser Fragen mit "Ja" beantwortet haben, brauchen Sie uns nicht.
Haben Sie zwei Fragen bejaht, besteht bereits Suchtgefahr.
Lautet Ihre Antwort auf drei oder mehr Fragen "Ja", dann sind Sie hier bei uns an genau der richtigen Stelle.


Meine Empfehlung für alle, die drei oder mehr Fragen mit "Ja" beantwortet haben, ist zu lächeln, sich dem lächelnden Menschen neben ihnen zuzuwenden und ihn dazu zu beglückwünschen, dass sein Leben – wie auch das Ihre – immer voller guter Freunde und guter Hunde sein wird und nie, niemals langweilig sein wird.


Viel Spaß und Freude mit Ihrer 'Krankheit!'



Drei, die süchtig machen -
ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen!

Nickname 23.07.2017, 15.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GEBET EINES STREUNERS

Lieber Gott, bitte hilf mir in meiner Qual,
der ganzen Welt bin ich egal,
niemand da, der an mich denkt,
der mir ein wenig Liebe schenkt.


So müde von der Streunerei,
zieht keine Hoffnung mehr vorbei.
Vor Schmerzen kann ich kaum noch stehn,
muss trotzdem durch den Regen gehn.


Bei meinem schweren Gange hier,
verzweifle ich und bet' zu dir:
um jemand, der mich wirklich liebt,
mir eine warme Obhut gibt:


Mit einem schönen, warmen Bett.
Ja - und 'nen Knochen - das wär nett!
Beim letzten Herrchen war es schlimm,
bin froh, dass ich dort nicht mehr bin.


Ohne Wasser, angekettet,
hat mich nur die Flucht gerettet.
Meine Leine hab ich durchgebissen,
und bin von dort dann ausgerissen.


Lieber ein Streuner! Lieber allein!
Als ewig eingesperrt zu sein.


Jetzt, lieber Gott, bin ich geschafft.
Ich kann nicht mehr, mir fehlt die Kraft.
Bin müde, hungrig - mir ist kalt,
ich fürchte, Gott, ich werd' nicht alt.


Mit Stöcken jagt man mich und Steinen,
doch mir bleibt keine Zeit zum weinen.
Muss durch die Straßen - Knochen finden -
obwohl stetig meine Kräfte schwinden.


Hab's nicht verdient, bin eigentlich gut,
will nicht, dass man mir Böses tut.
Von Würmern geplagt, von Flöhen gebissen,
lieber Gott, ich möchte von dir wissen,
Ob's jemanden gibt auf dieser Welt dem ich,
und der auch mir gefällt?


Sollt es diesen Jemand geben,
so würd' mein Herz vor Freude beben.
Ja! Alles würd' ich für ihn machen
und kau auch nicht auf seinen Sachen.


Ihm lauf ich ganz bestimmt nicht fort,
ich liebe ihn und hör auf's Wort.
Doch so schwach, allein wie ich jetzt bin,
macht Weiterleben keinen Sinn.


Schmutzig und unendlich mager
weine ich jede Nacht in meinem Lager,
weil ich mir solche Sorgen mache,
ob ich am nächsten Tag erwache.


Soviel Liebe und Treue kann ich geben,
will deshalb eine Chance zum Leben.
Oh lieber Gott, erhör' mich gleich,
bevor die letzte Hoffnung weicht
und schicke jemand, der mich liebt.


Mein Gott - wenn es dich wirklich gibt...


(Bev Davenport
Homeless Afghan Rescue & Care
übersetzt aus dem Amerikanischen von Bastian Rosing)


*********


Ob unser Böbchen sein Dasein als Kettenhund fristen musste, bevor man ihn gewaltsam fortgejagt hat (wofür das Geschoss in seinem Schulterblatt, das ausgestochene linke Auge und die gebrochenen Vorderbeine sprechen könnten), oder ob er sein ganzes bisheriges Leben als Streuner auf den Straßen Rumäniens verbrachte, wissen wir nicht. Er mag etwa zwölf bis dreizehn Jahre alt gewesen sein, als er uns anvertraut wurde, lebte auf den Tag genau zwei Jahre bei uns und genoss hier sichtlich seine Rente.



Einen dankbareren, bescheideneren und zufriedeneren Hund haben wir selten erlebt. Wenn es nach uns ginge, dann würde jegliche kommerzielle Hundezucht verboten, bis auch der letzte Heimatlose und Ausgesetzte ein gutes Zuhause gefunden hat. Ich weiß, das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben. Wir geben jedoch nicht auf, denn es heißt - hoffentlich - nicht völlig umsonst: "Wer nur eine Seele rettet, der rettet die ganze Welt."


Nickname 23.07.2017, 14.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EIN WIEDERSEHEN

"Ich kann nicht bleiben, ich muss nun gehen...
der Regenbogen ruft mit den schönsten Farben.
Aber immer, wenn es regnet und die Sonne scheint,
bin ich bei Dir und leuchte nur für Dich.
Denk immer daran: Du hast mich nicht verloren,
ich bin Dir den Weg nur vorausgegangen...



Der Tag wird kommen, an dem wir uns wiedersehen -
der Tag, an dem wir zusammen am Himmel wandeln."



Das ist ein Trost und vielleicht der einzige, den es gibt.

Nickname 23.07.2017, 14.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DA STAND PREDIG AUF UND PETRETE

„Gottes Regieanweisung gilt noch immer: Sechs Tage sollt ihr schlafen, am siebenten ausruhen!“ (schaffen)


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Er muss es wissen: „Ob es nun ein Leben nach dem Tode gibt, darüber informiert jetzt der erfahrene Theologe Jürgen Moltmann.“


******


„Bevor wir uns um den Tisch des Herrn sammeln, singen wir 229: Kommt mit Gabeln und Lobgesang!“ (Gaben)


******


„Kehrt mit seiner Säge ein in jedes Haus…“ (seinem Segen)


******


In flagranti: „Der Herr hat uns im Schlaf erwischt.“ (erfrischt)



Besser als nichts: „Während der Kollekte sammeln wir das nächste Lied ein.“


******


„Ich sage euch: Es werden Blinde lahmen und Aussätzige Tauben sehen und rein werden, aus, äh, die Aussätzigen und die Tauben werden was hören.“


Nickname 23.07.2017, 13.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

HÄNGEN WIR DEN KIRCHTURM NICHT ZU HOCH!

Neues vom "Versprecherpapst":


"Gänzlich neue Perspektiven eröffnen sich durch die kirchliche Befruchtung." (künstliche)


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"Ich als verdorbener Diener, äh Verdiener, als verruf - äh o je, ich verordneter und berufener Diener der Kirche Jesu Christi..."


************


"...sondern erlöse uns von dem Pöbel!" (Bösen oder Übel)


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"Besonders herzlich begrüße ich die Verstorbenen unserer Angehörigen." (oder doch lieber umgekehrt?)


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"Riesenstimmung herrschte unter den 37.000 ausverkauften Zuschauern."


Allen Lesenden einen stimmungsvollen Abend

und eine gute Nacht!


Nickname 22.07.2017, 22.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

BEAMTE, BITTE NICHT LESEN!

(Alle, die es trotzdem tun, sind als löbliche Ausnahmen selbstverständlich ausgeschlossen):


Ein Politiker, ein Wissenschaftler und ein Beamter wollen gemeinsam Schnecken sammeln. Sie treffen sich am vereinbarten Ort und ziehen gemeinsam in verschiedene Richtungen los.


Nach einer halben Stunde kehrt der Wissenschaftler mit 162 Schnecken zurück. Eine weitere halbe Stunde später kommt der Politiker und hat 87 Schnecken dabei. Vom Beamten ist weit und breit nichts zu sehen. Erst nach drei Stunden kommt auch er endlich wieder - und hat nicht mal eine Schnecke dabei. Die beiden anderen wundern sich: "Wieso hast du denn keine einzige Schnecke gefunden?" "Das ist unglaublich mit diesen Viechern!", empört sich der Beamte. Ich sehe eine Schnecke, bücke mich danach und - husch! - ist sie weg!"


Nickname 22.07.2017, 22.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ZUM NACHTISCH: DIE NEUE BRILLE

Eine Freundin fragt die andere: "Sag mal, warum trägst du eigentlich nie deine Brille, wenn du dich mit deinem Freund triffst?"

"Ach", erwidert die Gefragte, "er findet mich ohne Brille einfach hübscher - und ich ihn auch!"



Vierzig Jahre später:


Ein Rentnerehepaar sitzt beim Mittagessen.
Nach längerer Betrachtung sagt sie zu ihm:
"Also, mit der neuen Brille gefällst du mir überhaupt nicht."
"Wieso?"
, fragt er verwundert. "ich habe doch gar keine neue Brille."
Darauf sie: "Du nicht - aber ich."


Nickname 22.07.2017, 13.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

GUTER RAT ZUR FERIENZEIT

MERKE:


Ihr Urlaub sollte lange genug dauern,

dass der Chef Sie vermisst -

aber nicht so lange, bis er entdeckt,

dass er auch ohne Sie ganz gut

zurecht kommen kann!


Nickname 22.07.2017, 13.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

OHNE PUNKT UND KOMMA


"Hör mal gut zu, Paul", tadelt der Lehrer, "du hast eine furchtbare Angewohnheit, du sprichst keinen Satz zu Ende!"

"Aber Herr Lehrer, wieso denn, det hat mir noch keener, wo meene Mutta so uff mich, meen Vata meent ooch, denn hätte der doch schon, und überhaupt, da bemüht man sich un denn is man dauernd..."


***************************************


Wütend kommt Luise aus der Schule nach Hause und knallt ihre Mappe in die Ecke. "Na, dein Diktat war wohl nicht so gut?" fragt die Mutter. "Dämliche Rechtschreibreform!" empört sich Luise. "Det is so ´ne Unjerechtichkeit. Nu wern alle die bestraft, die bis jetzt immer richtich jeschrieben haben!" (Wie recht sie doch hat!)


Nickname 22.07.2017, 13.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

JEWICHTIJET


Scheenen, juten Tach ooch!


Als waschechte "Berliner Jöre" rede ich gern, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Hier habe ich ein bisschen etwas in unserer Mundart aufgeschrieben. Ville Vajnüjen!


Der Lehrer fragt: "Was wiegt schwerer, ein Pfund Federn oder ein Pfund Eisen?"

 Sabine meldet sich: "Een Pfund Eisen, Herr Lehrer!"

"Aber Sabinchen, ein Pfund ist doch ein Pfund. Kannst du das nicht einsehen?"

"Nee", mault Sabine.

"Sieh mal, das Paket mit den Federn ist zwar größer, aber genauso schwer wie das Eisen, verstehst du?"

Sabinchen schüttelt den Kopf.

Der Lehrer ist ratlos. "Was soll ich denn nur machen, um es dir zu erklären?"

"Jehnse mal uff´n Hof, Herr Lehrer, und ick werd Ihn vom dritten Stock een Pfund Federn uff´n Kopp werfen und hinterher een Pfund Eisen. Wennse dann immer noch derselben Meinung sind, schließ ick mir Ihn jerne an!"


************


"Fritzchen, det dürfste aba nich!", schimpft Ute mit ihrem kleinen Bruder, als der sich mit Mutters Puderquaste durch das Gesicht fährt.

"So, und weswejen nich?"

"Mensch, det is doch klar - nur Meechens dürfen sich pudern, Jungs müssen sich waschen!"


Allen Lesern een sonnijet Wochenende,

det sich jewaschen hat!


Nickname 22.07.2017, 13.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

WAS IST REINKARNATION?

Das Stammtischgespräch kommt auf das Thema Wiedergeburt.


"Was heißt denn das eigentlich?", will einer wissen.


"Seelenwanderung", klärt ihn einer von den Oberklugen auf. "Nach dieser Auffassung könntest du nach deinem Tod beispielsweise in Tiergestalt auf die Erde zurückkehren."


"Aha, dann wäre es also möglich, dass ich hier später einmal als Rindvieh herumlaufe?"


"Nein, auf keinen Fall. Niemand wird zweimal dasselbe!"


Nickname 21.07.2017, 22.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

LEICHTER GESAGT, ALS GETAN


„Lass dir nicht den Tag verderben, deine gute Laune klau´n!“ Ehrlich gesagt, manchmal fällt es mir schwer, diesen Rat der Gruppe TRUCK STOP zu beherzigen. Beispielsweise, wenn jemand sich in der Tiefgarage auf einen ausgewiesenen Frauen- oder Behindertenparkplatz stellt und der Fahrer sich als dreißigjähriger Bodybuilder entpuppt, dem das Testosteron aus allen Poren tritt und dessen einzige Behinderung darin besteht, dass er dringend eine Brille bräuchte, um die Hinweisschilder zu lesen. Oder wenn ich im strömenden Regen mit unseren Hunden den Waldspaziergang absolviere und plötzlich ein wildfremder Riesenköter, der eben noch in der dicksten Pfütze gebadet hat, auf mich zurast, mich anspringt und mir seine schlammigen Tatzen auf die Schultern meiner neuen, cremefarbenen Jacke legt. Sein Frauchen kreischt entsetzt: „Oh du Schlimmer, du sollst doch nicht immer springen, denk doch an deinen Rücken, hoffentlich hast du dir nichts verrenkt!“ Kein Wort der Entschuldigung, geschweige denn das Angebot, die Reinigungskosten zu übernehmen. Man braucht schon einen sehr speziellen Humor und eine gute Portion stoischer Gelassenheit, um in derartigen Situationen die Mundwinkel oben zu behalten.


Die Krönung all dessen erlebte ich kürzlich im Supermarkt an der Aufschnitttheke. Vor mir war eine Frau an der Reihe, die ich vom Sehen her kannte. Ich grüßte nett, aber sie tat, als wäre ich aus Fensterglas. Auf die Frage der Verkäuferin, was es denn sein dürfe, verlangte sie: „Geben Sie mir 14 Scheiben Parmaschinken, aber hauchdünn geschnitten!“ Die Verkäuferin versprach, ihr Bestes zu tun und schnitt eine Scheibe zur Ansicht ab. „Ist es recht so?“ „Oh Gott, nein“, mäkelte es vor mir, „das ist ja keine Scheibe, sondern ein Brett. Ich sagte hauchdünn, ich möchte durch die Scheiben Zeitung lesen können!“ Die Verkäuferin bedauerte, Leselupen könne ihre Maschine leider nicht schneiden. „Nun werden Sie mal nicht frech!“ keifte Madame. „Nennen Sie das etwa Service? Ja früher, da war der Kunde noch König! Vergessen Sie den Schinken und geben Sie mir 122 Gramm italienische Mortadella.“ Die Ärmste hinter der Theke kroch förmlich in sich zusammen und wisperte kleinlaut, leider sei die italienische Mortadella wieder nicht mitgekommen, aber ganz sicher zum Wochenende und ob es nicht stattdessen eine leckere Salami sein dürfe. Flehentlich bot sie Madame ein fast durchsichtiges Scheibchen als Kostprobe an. Jetzt ging es erst richtig los. „Was ist denn das für ein Saftladen hier? Das sind ja Zustände wie früher im Osten, ich werde…“


An dem Punkt mischte ich mich ein. „Hören Sie“, wandte ich mich an die Zeternde, „Höflichkeit hat wohl kaum etwas mit irgendeiner bestimmten Himmelsrichtung zu tun, also benehmen Sie sich ein bisschen und entscheiden Sie sich endlich, andere wollen schließlich auch noch bedient werden.“ Zustimmendes Raunen hinter mir, die Schlange reichte mittlerweile fast bis zum Eingang zurück. „Und übrigens, haben Sie keine anderen Sorgen? In Afrika verhungern täglich Tausende von Kindern, und Sie…“ Weiter kam ich nicht. Ohne mich, die Aufschnittverkäuferin oder sonst jemanden eines weiteren Blickes zu würdigen, machte Madame auf dem Absatz kehrt und rauschte davon wie eine griechische Erinnye; wohl um sich bei Zeus persönlich über den mangelnden Respekt des Erdenvolkes zu beklagen.


Zu Hause erzählte ich dem besten aller Ehemänner von dieser unmöglichen Person. Er kratzte sich am Kinn, sah mich sinnend an und meinte: “Hm, na ja, im Prinzip müsstest du die Frau verstehen können. Oder weißt du nicht mehr, wie gründlich es dir erst vor kurzem den Tag verdorben hat, als ausgerechnet dein Lieblingsmozarella und die Sanddornkonfitüre, die du so gern zum Frühstück isst, mal wieder nicht mitgekommen waren?“ Also, das kann man ja wohl nicht vergleichen, oder? Auf wessen Seite steht er eigentlich??


Nickname 21.07.2017, 22.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAS WASSERSTOFF - MYSTERIUM


Eine Blondine hat mit ihrem Auto ein anderes Fahrzeug gerammt. Brüllt der Fahrer: "Sie dummes Huhn, haben Sie überhaupt eine Fahrprüfung gemacht?"
Zischt die Blondine beleidigt zurück: "Bestimmt öfter als Sie!"


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Zwei Blondinen sitzen im Auto und fahren an einer Wiese vorbei, auf der eine Artgenossin versucht, im Gras mit ihrem Boot zu rudern. "Das gibt's ja nicht", schimpft die erste Blondine im Auto. "Solche wie die sind es, die unseren Ruf ruinieren!""Ja, genau!", erwidert die zweite. "Und wenn ich schwimmen könnte, würde ich ihr dafür eine reinhauen!"


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Eine Blondine fragt in einem Elektrogeschäft: "Wieviel kostet diese Mikrowelle"?. Der Verkäufer:"Ich verkaufe nichts an Blondinen." Die Blondine färbt sich die Haare schwarz und stellt dem Verkäufer erneut dieselbe Frage. Dieser antwortet wieder: "Ich verkaufe nichts an Blondinen." Sie fragt: "Woher wissen Sie denn, dass ich eine Blondine bin?" Der Verkäufer: "Weil nur Blondinen fragen, was eine Mikrowelle kostet und dabei auf eine Waschmaschine zeigen."


Wer kennt sie nicht, die unzähligen und meist unerträglich platten Witze über die Frau in Blond? Diese kleine Auswahl ist, genau wie die vielen tausend anderen ihrer Art, sowieso nur an den weizen- oder semmelfarbenen Haaren herbeigezogen. In Wahrheit ist die Blondine an sich nämlich alles andere als auf den - nicht nur äußerlich - hellen Kopf gefallen. Im Gegenteil, sie spielt bloß die Hilflose. Dabei macht sie sich den Umstand zunutze, dass die meisten Babys blond zur Welt kommen. Dieser Anblick löst bei fast jedem Mann automatisch Beschützerinstinkte aus; er kann gar nicht anders, als Beistand zu leisten. Und warum sollte man so unangenehme und lästige Dinge wie das Wechseln eines Autoreifens selbst erledigen (obwohl man es spielend könnte)? Also alles nur Masche, schlau ausgedacht obendrein.


Leider setzen manche Vertreterinnen der Wasserstoffzunft ihren ganzen Ehrgeiz daran, das Klischee vom blonden Dummchen weit- und hinreichend zu erfüllen: Eine 35jährige, blonde Pharmareferentin aus Uelzen erhielt wegen vorsätzlicher Geschwindigkeitsüberschreitung auf regennasser Straße einen Bußgeldbescheid in Höhe von €150.--, gegen den sie vor dem Amtsgericht Celle Einspruch einlegte. Als Begründung führte sie an, sie sei von mehreren dunklen Typen in einem Wagen mit stark getönten Scheiben verfolgt worden. Da ihr als blonder Frau das schon des Öfteren passiert sei, habe sie aus Angst und um die vermeintlichen Verfolger abzuschütteln, Gas gegeben. Ihr Pech war nur, dass es sich bei den 'dunklen Typen' um Polizeibeamte in einem Zivilfahrzeug handelte. Der Einspruch wurde abgewiesen. MERKE: Auch Blondinen dürfen nicht schneller unterwegs sein, als die Polizei erlaubt - schon gar nicht bei Regen.


Von mir fast unbemerkt, hat sich nach und nach auch in meinen mittelbraunen Schopf die eine oder andere "altersblonde" Strähne geschlichen. Gleichzeitig nimmt die Gefahr (oder die Chance), von dunklen Typen in Autos mit getönten Scheiben verfolgt zu werden, mit jedem Jahr weiter ab. Schade eigentlich.


TIPP: Die ganze Wahrheit erfährt man in dem Lied "Blond wie eine Semmel" von Rainhard Fendrich. Der Mann schreibt einfach geniale Texte und weiß auch hier offenbar genau, wovon er spricht.


Nickname 21.07.2017, 22.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

V.G.F.A.A.


Die folgende Geschichte widme ich denjenigen, für die „Wir sind alle über 40“ nicht mehr nur ein Schlagertitel, sondern längst eine Tatsache ist. Natürlich dürfen die Jüngeren ebenfalls mitlesen und sich einen Vorgeschmack auf Zukünftiges holen:


Mein Doktor stellte neulich beim mir „Verminderte Gedächtnisleistung als Folge des Allgemeinen Alterungsprozesses“ fest, kurz V.G.F.A.A.


Und das sind die Symptome: Ich beschließe, dem besten aller Ehemänner eine Freude zu machen und seinen Wagen zu waschen. Auf dem Weg in die Garage nehme ich den Autoschlüssel vom Brett; da sehe ich durchs Küchenfenster, wie der Briefträger soeben die Post in unseren Briefkasten wirft. Mal sehen, wahrscheinlich sind es doch wieder bloß Rechnungen und Reklame, aber vielleicht ist ja ausnahmsweise auch ein richtiger Brief dabei… so wie früher, mit der Hand geschrieben und nicht am Computer getippt.


Ich öffne den Briefkasten, lege den Autoschlüssel kurz darin ab und sortiere die Post. Die Werbung wandert gleich in die blaue Tonne, die Rechnungen bringe ich nach oben in mein Arbeitszimmer und lege sie dort auf den Schreibtisch, um sie später zu bezahlen. Ich nehme den Umschlag mit den PIN – Nummern fürs Onlinebanking aus der Schublade. Au weia, nur noch fünf PINS, da werde ich nachher sofort bei der Bank neue bestellen. Beim Schließen der Schublade stoße ich um ein Haar den halb ausgetrunkenen Kaffeebecher von heute morgen um. Gerade noch mal gut gegangen, meine Tastatur mag nämlich überhaupt keinen Kaffee. Nichts wie ab mit dem Becher in die Küche. Auf dem Weg nach unten höre ich, wie der Zimmerbrunnen in der Diele statt zu sprudeln nur noch heiser röchelt, er braucht dringend Wasser. Ich stelle den Kaffeebecher auf den Schuhschrank und – yipieehh! Da liegt ja meine Brille, die ich schon den ganzen Vormittag suche wie ein Stückchen Brot. Am besten setze ich sie gleich auf, bevor ich sie erneut verlege.


Dann gehe ich in den Keller, um eine Flasche destilliertes Wasser für den Brunnen zu holen. Himmel, A…. und Zwirn – da hat doch irgend so ein Vollidiot mein Handy auf dem Bügeltisch liegen lassen, und ich habe mich halb tot danach gesucht, als ich meiner Freundin eine SMS schreiben wollte. Ich bringe es lieber sofort zurück nach oben ins Esszimmer, wo es normalerweise neben dem richtigen Telefon liegt. In dem Moment höre ich, wie es an der Haustür läutet. Wendy und Barny stehen sofort auf der Matte und bellen wie verrückt. Ich werfe das Handy in den Korb mit der Bügelwäsche und haste die Treppe hinauf. Als ich die Haustür öffne, ist keiner da. Das waren bestimmt wieder die Kinder von nebenan mit einem ihrer Klingelstreiche. Während ich die Haustür schließe, versuche ich krampfhaft, mich daran zu erinnern, was ich eigentlich die ganze Zeit über tun wollte.


Abends muss ich erkennen, dass ich im Grunde nichts erledigt habe: Das Auto des Besten ist immer noch schmutzig, die Überweisungen sind unerledigt, der halbvolle Kaffeebecher steht nach wie vor auf dem Schuhschrank, die Brunnenpumpe hat mangels Wasser ihr Leben ausgehaucht, im Umschlag stecken unverändert nur fünf PINS, das Handy bleibt verschwunden und wo - zum Kuckuck! – habe ich den Autoschlüssel gelassen? Ich bin fix und fertig, denn obwohl ich eigentlich nichts geschafft habe, hatte ich doch den ganzen Tag zu tun.


V.G.F.A.A. ist offenbar ein sehr schweres und ernsthaftes Leiden. Ich werde im Internet darüber recherchieren. Vorher will ich nur noch einige Mails verschicken…


Hat es Euch auch schon erwischt? Gebt bitte diese Nachricht an alle Eure Freunde und Bekannten weiter; ich habe nämlich vergessen, wem ich sie bereits gesendet habe.
Vielen Dank!


Nickname 21.07.2017, 17.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

AUSGLEICHENDE GERECHTIGKEIT

  Wissen Sie..., es gibt ein paar Dinge, von denen ich sicher glaube, sie passieren mir nie: Beispielsweise zu Käsekuchen „Nein, danke!“ sagen, zu Fuß auf einen Berg steigen oder einen Euro im Schlitz des Einkaufswagens stecken lassen. Das hat nichts mit Geiz zu tun; ich gebe gern Geld aus für mich und für andere. Aber es irgendwo einfach zu vergessen, das geht mir gegen die Natur.


Manche Zeitgenossen sind da weniger achtsam. Zu meiner Freude: Ich habe mir nämlich angewöhnt, immer erst die Wagenschlange zu kontrollieren, bevor ich mir einen aus der Kette ziehe. So werde ich hin und wieder fündig; und weil ich, ebenso wie Ina Müller in ihrem Lied, noch immer in Mark umrechne, halte ich dann jedes Mal fast ein Zweimarkstück in der Hand. Kein schlechter Schnitt für ein bisschen genauer hingucken, oder?


Am vergangenen Sonnabend war ich schon um halb sieben Uhr morgens mit den Hunden unterwegs. Ich liebe es, in der Frühe durch den Wald zu gehen. Um die Zeit sind wir fast allein, ich kann den Sonnenaufgang beobachten und genieße die Stille.


Anschließend fuhr ich gleich noch zum Einkaufen. Besonders am Wochenende erledige ich das gern zeitig, bevor der große Ansturm beginnt. Mein erster Weg führte mich zum Bäcker, der in dem Supermarkt sein Geschäft, nebst einem kleinen Café, betreibt. „Shop-in-Shop“, wie das auf gut Neudeutsch heißt. Ich schob meinen leeren Einkaufswagen an die Seite, damit kein anderer Kunde darüber fallen konnte. Das Angebot war wie gewohnt vielfältig, und es fiel mir wieder einmal schwer, mich zu entscheiden. Zum Glück herrschte noch kaum Betrieb, und niemand drängelte.


Nach zehn Minuten hatte ich dann endlich meine Wahl getroffen. Ich bezahlte, nahm Kuchenpaket sowie Brötchentüte in Empfang, um sie in den Korb zu legen – und ließ um ein Haar beides auf den Boden plumpsen. Mein Wagen war weg, dabei hatte er doch eben noch hier gestanden! Suchend blickte ich mich um und entdeckte zehn Meter weiter einen Herrn (wenn er denn einer war), der fröhlich vor sich hin pfeifend einen – meinen! – Einkaufswagen durch die Gänge schob. Na, das war ja wohl die Höhe! „He, Sie da!“, wollte ich schon losbrüllen, „bringen Sie gefälligst die Karre zurück, die gehört mir!“ Nur, was sollte das nützen? Wie hätte ich beweisen können, dass es tatsächlich m e i n Euro war, der in dem Münzschlitz steckte? Ich fühlte, wie eiskalte Wut auf den dreisten Kerl in mir hochkam; doch dann obsiegte mein Sinn für Gerechtigkeit. Schließlich war es meine eigene Schuld, ich hätte den leeren Wagen nicht einfach so herum stehen lassen dürfen. Auch war mir kein Schaden entstanden – hatte ich doch erst wenige Tage zuvor wieder einen glücklichen Fund gemacht, das glich sich also aus. Und im Nachhinein besehen hatte mir der Wagendieb sogar einen Gefallen erwiesen, indem er mir die Steilvorlage für diese Geschichte lieferte. So fühlte ich mich am Ende noch als die Beschenkte. Es ist eben alles eine Frage des Blickwinkels und hängt ganz davon ab, in welchem Licht man eine Angelegenheit betrachtet.


Allen Lesern wünsche ich stets die richtige Perspektive...



...und einen sonnigen Feierabend!

Nickname 21.07.2017, 17.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

FOREVER YOUNG?


Träumen Sie auch von der immerwährenden Jugend? Meine Kusine Billa tut das. Ein ebenmäßiges, faltenloses Gesicht, straffe Brüste sowie Bauch/Beine/Po als cellulitefreie Zone und das alles auf ewig und drei Tage, das wär´s für sie. Trotz aller fieberhaften Suche ist dieser Jungbrunnen aber noch nicht gefunden; und bis es soweit ist, wird eben gecremt, geschnippelt, abgesaugt und aufgespritzt, was das Zeug hält. Die Prominenz macht es vor, und Billa erwägt ernsthaft, sich etwas Fett vom Gesäß entnehmen und in die Wangen injizieren zu lassen. Da bekommt das Wort „Arschgesicht“ eine ganz neue Bedeutung... Für mich hört sich das eher nach einem Horrorfilm an, Frankenstein lässt grüßen!


Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass sich wohl die wenigsten darüber im Klaren sind, mit welchem Tierleid und welcher Tierquälerei das vermeintliche Plus an Schönheit erkauft wird. Botulinumtoxin (besser bekannt als Botox) zum Beispiel ist ein Nervengift und zwar "das stärkste Gift der Welt. Schon ein Zehnmillionstel Gramm genügt, um einen Menschen zu töten."


Malen Sie sich bitte einmal aus, wie viele unserer Mitgeschöpfe unter unsäglichen Schmerzen sterben mussten, bevor dieses Präparat überhaupt auf dem Markt zugelassen wurde und fragen Sie sich dann, ob das bisschen makellose Haut solche Opfer rechtfertigt. Wobei „makellos“ relativ ist, da Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt. Trotzdem entwickeln sich kosmetische Operationen mittlerweile immer häufiger zur Sucht. Wer an einer Stelle angefangen hat, findet stante pede eine neue, die ebenfalls noch optimierungswürdig scheint.


Wissenschaftler und Alchimisten in der ganzen Welt arbeiten ja schon seit Jahrhunderten daran, dem Geheimnis der ewigen Jugend und nie vergehenden Schönheit auf die Spur zu kommen. Neben der unsterblichen Seele einen ebensolchen Körper zu besitzen, wäre jedoch eine Katastrophe. Wir sind eh schon zu viele, und täglich kommen einige Hunderttausende hinzu. Es ist abzusehen, wann Mutter Erde diese immer schwerer werdende Last nicht mehr tragen, geschweige denn ernähren kann.


Für immer jung, möchten Sie das wirklich sein? Also, ich nicht. Ewige Jugend wäre ja auch gleichbedeutend mit ewigem Stillstand, da der Geist, genau wie der Körper, auf der Stelle treten würde. Es gäbe keine Entwicklung, keinen Reifeprozess, keine Erfahrungen. Außerdem habe ich Heimweh nach denen, die schon mal vorgegangen sind - besonders nach meinen Großeltern und unseren Hunden – und freue mich darauf, sie eines Tages wiederzusehen. Im Übrigen besitzen alte Gesichter mit ihren Runzeln und Falten für mich eine besondere Ausstrahlung und ihren ganz eigenen Reiz. Ich lese gern in ihnen und höre den Menschen, die sie tragen, zu, wenn diese mir die Geschichten ihres langen Lebens erzählen.


Nickname 20.07.2017, 14.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

HEUTE NICHT, MORGEN NICHT, ÜBERMORGEN GANZ BESTIMMT


Sie kennen das: Alle Jahre wieder am Silvesterabend beschließen Sie, endlich abzunehmen, mit dem Rauchen aufzuhören, sich mehr zu bewegen oder was immer Ihnen sonst erstrebenswert scheint. Und alle Jahre wieder passiert dasselbe: Spätestens am 2. Januar haben Sie sämtliche guten Vorsätze vergessen. Schon der große griechische Philosoph Sokrates (469 – 399 v. Chr.) stellte sich die Frage, warum das wohl so ist: Weshalb tut der Mensch das Schlechte, obwohl er eigentlich weiß, was das Gute wäre? „Akrasia“ nannten die Griechen das Problem. Das bedeutet so viel wie „Willensschwäche“ oder „Handeln wider besseres Wissen“: Jemand hat sich entschieden, mit dem Trinken aufzuhören, weil Alkohol die Leber kaputt macht. Aber wenn´s doch so gut schmeckt und so gesellig ist…


Sokrates verwirrte damals seine Freunde mit der Behauptung, dass es dieses Phänomen im Grunde gar nicht gebe: Wenn einer das Schlechte tue, dann wüsste er eben doch nicht so genau, was das Gute sei, denn sonst würde er es auch tun. Dem widersprechen allerdings meine ganz persönlichen Erfahrungen: Ich weiß sehr wohl, dass es gut für meine Gesundheit wäre, die zehn Kilo, die ich so an überflüssigem Ballast mit mir herumschleppe, endlich abzuwerfen. Dafür müssten allerdings sämtliche Konditoreien und Eisdielen im Umkreis von mindestens hundert Kilometern auf der Stelle schließen. „…und führet mich nicht in Versuchung…!“


Die Schwierigkeit liegt also offensichtlich in der Diskrepanz zwischen guten Gründen auf der einen Seite und handlungswirksamen Motivationen auf der anderen. Eine solche könnte zum Beispiel die zauberhafte türkisfarbene Hose sein, die seit drei Jahren in meinem Kleiderschrank hängt und nur darauf wartet, dass ich den Reißverschluss wieder zukriege (wenn ich die Hose anhabe, versteht sich). Morgen beginne ich mit der Diät, ganz bestimmt. Und heute werde ich auch nicht mehr viel essen, höchstens gleich ein oder zwei klitzekleine Stückchen Pflaumenkuchen, zum Abgewöhnen sozusagen…


Nickname 20.07.2017, 13.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

MÜßIGGANG HAT GOLD IM MUNDE ODER: MORGENSTUNDE IST ALLER LASTER ANFANG


Wie heißt es richtig: „Lass mir die Arbeit machen“ oder „lass mich die Arbeit machen?“ Beides ist falsch: „Lass a n d e r e die Arbeit machen“, muss es korrekt lauten. So will es zumindest die deutsche Sprachlehre für Faule. Meine persönliche Grammatik ist das nicht. Vor Jahren waren wir mit einem bekannten, leider früh verstorbenen Showkünstler eng befreundet. Über sechs Monate gastierte er mit seinem Partner hier in der Stadt, aber natürlich konnten wir nur manchmal eine Vorstellung besuchen. Jeden Abend dachte ich, jetzt steht er wieder bis kurz vor Mitternacht auf der Bühne, danach noch abschminken, mit den Fans plaudern und Hunderte von Autogrammen schreiben. Vor eins kommt er nicht aus dem Theater, während du hier im Bett liegst und selig schlummerst. Also habe ich bis ein Uhr früh gelesen, gelernt und Seminararbeiten geschrieben. Mit unseren Gärtnern verhält es sich zurzeit ähnlich. Sie jäten fleißig Unkraut, schneiden Hecken, mähen Rasen; aber ich sitze derweil nicht etwa mit einem guten Buch in der Sonne. Stattdessen wasche ich den Wagen und räume die Garage auf.


Ich hatte schon immer ein schlechtes Gewissen, wenn andere arbeiten mussten, während ich mir einen feinen Lenz machte. Dabei habe ich es dreißig Jahre lang ebenso gehalten: Während die Gäste unseres kleinen Familienhotels sich die Stadt ansahen, gut essen gingen und eine tolle Zeit verlebten, habe ich ihr Frühstücksgeschirr abgewaschen, ihre Betten bezogen und ihre Toiletten geputzt. Das fand ich völlig in Ordnung. Anscheinend ist es eben doch nicht dasselbe, wenn zwei das gleiche tun. Aber vielleicht fällt es mir einfach nur schwer, mich daran zu gewöhnen, dass ich das Glück habe, anderen Menschen Arbeit geben zu können. Mögen mich nie schlimmere Sorgen plagen.


Nickname 20.07.2017, 13.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BEST BEFORE



Vor kurzem entdeckte ich beim Aufräumen meines Kühlschranks einen Becher Sahnejoghurt und ein Päckchen Geflügelaufschnitt. Sie waren ans hintere Ende der Glasplatte gerutscht und dort in Vergessenheit geraten; daher lag ihr Mindesthaltbarkeitsdatum inzwischen eine Woche zurück. Ich wollte schon beides in den Mülleimer werfen, zögerte dann aber.


Eine Freundin hatte kürzlich den Film „Taste the Waste“ gesehen und mir davon erzählt. Aus ihm geht hervor, dass in deutschen Haushalten und Supermärkten rund die Hälfte aller Lebensmittel weggeworfen wird. Nur die wenigsten davon sind tatsächlich verdorben. Aber jede Tomate, die nicht rot genug ist, jeder Apfel, der ein bisschen schrumpelig wirkt und jedes Brot, dessen Kruste nicht mehr genügend kracht, wandert gnadenlos in den Müll. Ganz zu schweigen von den vielen Tonnen an Nahrungsmitteln, die zwar für die Gesundheit noch völlig unbedenklich sind, jedoch das magische Datum erreicht oder bereits geringfügig überschritten haben. Diese dürfen nicht einmal mehr an Bedürftige verschenkt werden, weil der Gesetzgeber dies als menschenverachtend untersagt. Es tut mir leid, aber darunter verstehe ich etwas anderes. Im übrigen handelt es sich, wie der Name deutlich macht, um ein Mindesthaltbarkeits- und kein Verfallsdatum. Wenn jemand während einer Autofahrt sagt, bis zur nächsten Raststätte sind es mindestens noch zwanzig Kilometer, dann meint er damit ja auch, es werden wohl eher fünfundzwanzig sein.


Mutig wagte ich einen Selbstversuch. Ich öffnete den Joghurtbecher und unterzog den Inhalt einer kritischen Prüfung. Rein optisch war nichts daran auszusetzen, und er roch, als sei er soeben frisch abgefüllt worden. Da es außerdem meine Lieblingssorte war (Kiwi mit Banane und Schokostückchen), löffelte ich den Becher genüsslich leer. Auch der Geflügelaufschnitt schien durchaus noch genießbar, und ich aß zwei Scheiben davon. Den Rest bot ich unseren Fellnasen an, die sich begeistert darüber hermachten. Dann wartete ich ab, was passieren würde. Es geschah – nichts. Weder ich noch die Hundchen zeigten irgendwelche Vergiftungserscheinungen. Stunden später erfreuten wir uns immer noch bester Gesundheit und unternahmen zur Feier des Tages einen besonders ausgedehnten Waldspaziergang.


Seitdem schrecken ein paar Tage „darüber“ mich nicht mehr, und ich kaufe öfters Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeit unmittelbar vor dem Ablauf steht. Sie haben obendrein den Vorteil, dass man sie meistens zum halben Preis bekommt. Das tut nicht nur meinem Gewissen gut, sondern auch meinem Portemonnaie. Gestern zum Beispiel erwischte ich ein Bio-Hähnchen für €7,59 statt für reguläre €15,98. Ich habe davon eine köstliche Hühnerbrühe gekocht, die genau richtig kam. Der beste aller Ehemänner ist nämlich gerade ein wenig sommerverschnupft, und frisch gekochte Hühnersuppe gilt bekanntlich als Geheimwaffe gegen Erkältungsviren, egal zu welcher Jahreszeit.


Bei meiner Geburt bekam auch ich ein Etikett mit meinem Haltbarkeitsdatum. An manchen Tagen fühle ich mich, als wäre es bereits verstrichen. Im Selbstversuch stelle ich dann glücklicherweise fest, dass ich durchaus noch genießbar bin. Mindestens haltbar bis…? Das weiß nur der liebe Gott. In dem Sinne: „Carpe diem“!


Nickname 19.07.2017, 15.16| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTERES HAPPY END NICHT AUSGESCHLOSSEN

Heute möchte ich Ihnen den Rüden LUCKY aus dem Tierheim Berlin vorstellen. Hier sein Steckbrief:



Vermittlungsnummer: 17/415

Rasse: Labrador - Mix

Sonstiges: Ich suche ein Gnadenplätzchen

Geburtsdatum: 06/2005

Im Tierheim seit: 14.02.2017

Geschlecht: männlich


Lucky wurde gefunden. Er ist ein absolut liebenswerter und menschenbezogener Kerl. Auch mit seinen Artgenossen versteht er sich gut.


Aufgrund neurologischer Ausfälle hat Lucky Schwierigkeiten beim Laufen. Er wünscht sich deshalb ein ebenerdiges Zuhause und liebevolle Zweibeiner mit viel Zeit, die gut auf ihn aufpassen. Über einen eingezäunten Garten würde er sich auch sehr freuen. Auf seinen Bewegungsapparat wird er bei uns im Tierheim lebenslang kostenlos behandelt.


Können Sie Lucky ein tolles endgültiges Zuhause geben? Er wartet im Gruppenhaus auf seine neuen Menschen. Wenden Sie sich auch gerne telefonisch unter 030 / 76 888 204 an seine Tierpfleger.


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Am liebsten hätten wir ihn auf der Stelle zu uns geholt, er entspricht haargenau unserem Beuteschema. Aber unsere Familienplanung ist abgeschlossen. „Aller guten Hunde sind drei“, dabei soll und muss es bleiben. Denn einerseits wäre unser Dreigestirn von weiterem Rudelzuwachs wohl nur mäßig begeistert. Besonders Woody begegnet fremden Artgenossen immer noch mit Misstrauen. Er hat während seiner dreijährigen Gefangenschaft im rumänischen Hundeknast wohl zu schlimme Erfahrungen gemacht. Barny und Nelly findet er okay, sie gehören ja zur Familie. Aber alle übrigen Vierpfoter mögen sich bitteschön fernhalten.


Ich müsste außerdem meine Ehrenämter  bei meinen Senioren aufgeben. Zwar sind mir (von wenigen Ausnahmen abgesehen) Hunde lieber als Menschen, aber alte Leute haben hierzulande ebenso wenig eine Lobby wie unsere tierischen Mitgeschöpfe. In den vergangenen elf Jahren habe ich viele traurige, einsame Menschen gesehen und bei einigen, die sonst niemanden mehr hatten, gemeinsam mit einer Pflegekraft am Sterbebett gesessen.


Dass wir uns recht verstehen: Die beiden Heime, in denen ich tätig bin, sind tadellos geführt. Die Bewohner werden mit allem Notwendigen versorgt und respektvoll behandelt. Aber die Mitarbeiter stehen unter einem enormen Stress. Die Rundumbetreuung der großenteils schwer Pflegebedürftigen erfordert unglaublich viel Kraft und Energie. Da bleibt kaum Zeit übrig für persönlichen Zuspruch und Beschäftigung. Hier beginnt mein Job, und mir geht regelmäßig das Herz auf, wenn ich begrüßt werde mit Worten wie: „ Ach, schön, da sind Sie ja wieder. Jetzt gibt´s hier gleich was zu lachen!“ Ich habe meine Berufung und meine Aufgabe in diesem Leben gefunden. Dafür bin ich dankbar.


Zurück zu Lucky: Leider können wir ihn nicht bei uns aufnehmen, darum haben wir für ihn eine Patenschaft übernommen. Das ist eine echte Alternative für Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, kein eigenes Haustier halten können oder wollen, aber dennoch einem Vierbeiner etwas Gutes tun möchten. Bei einem Hund sind Sie ab 50€ monatlich dabei, es gibt auch Patenschaften für Katzen und Kleintiere. Wenn Sie Interesse haben, schauen Sie sich doch hier mal unverbindlich um:


http://www.tierschutz-berlin.de/nc/tierheim/tiervermittlung/hunde.html


Ihr Beitrag hilft, das Tier zu pflegen, ärztlich zu versorgen und zu ernähren, bis es in ein neues liebevolles Zuhause vermittelt werden kann. Als Pate haben Sie einen wichtigen Anteil am Happy End für Ihr Patentier!


Dabei geht es besonders um die Sorgenkinder, die aus ganz unterschiedlichen Gründen im Tierheim sind. Es sind ältere oder chronisch kranke Tiere - oder solche, die ganz spezielle Anforderungen an einen neuen Besitzer stellen. Diesen Tieren, die unter Umständen länger warten müssen, bis sie jemand zu sich nimmt, kann mithilfe Ihrer Patenschaft bis zu ihrer Vermittlung der Aufenthalt im Tierheim Berlin so liebevoll und artgerecht wie möglich gestaltet werden.


Natürlich bekommen Sie (über das befriedigende Gefühl, etwas Gutes zu tun, hinaus) auch etwas für Ihre Patenschaft:


Sie erhalten eine Urkunde mit einem Foto Ihres Patentiers, die Zeitschrift "Berliner Tierfreund", und Sie werden, falls Sie es wünschen, auf der Internetzseite des Tierheims als Pate genannt.


Wer Zeit und Freude daran hat, kann sein Patentier besuchen. Direkter Kontakt zu den Tieren ist über die Teilnahme und entsprechende Vorbildung an den ehrenamtlichen Arbeitsgemeinschaften z.B. für Hunde oder Katzen möglich. Und wer weiß, was sich daraus vielleicht entwickelt…



Es gibt eine Liste, aus der man sich ein Patentier wählen kann. LUCKY stand allerdings nicht auf dieser Liste. Wir haben ihn aus den Vermittlungshunden ausgesucht, weil er unserer verstorbenen Wendy - meiner Seelengefährtin - ähnlich sieht. Auch sie war ein Fundhund – ausgesetzt, weil sie schon älter und die Krebsgeschwulst in ihrer Achsel nicht mehr zu übersehen war. Ich habe beim Tierheim angerufen, unseren Wunsch vorgetragen, und wenige Tage später hielten wie die „Adoptionspapiere“ in der Hand. Sie können also auch für Ihr Traumtier eine Patenschaft übernehmen, bis es – hoffentlich – ein neues Zuhause gefunden hat.


Bestimmt gibt es diese Möglichkeit  auch in anderen Tierheimen. Das ersetzt den schuldlos verstoßenen Fellnasen zwar kein eigenes Zuhause, aber es bedeutet immerhin ein winziges Fünkchen Hoffnung. Das ist besser als nichts.


Nickname 16.07.2017, 22.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

KLEINE BIENE MAJA


Die kleine Hundeoma MAJA ist seit kurzem eine Bewohnerin unseres Tierheims. Ihr genaues Alter ist leider nicht bekannt, aber sie ist mindestens 10 Jahre alt. Charakterlich ist sie einfach unglaublich freundlich und aufgeschlossen gegenüber uns Menschen. Mit ihrer sanften Art fordert sie uns gern zum Kuscheln auf und genießt jede Zuwendung. Bei den Schmuseeinheiten macht die Kleine auch gern wie eine Katze einen Buckel und blüht zusehends auf. Auch mit ihren Artgenossen versteht sich Maja sehr gut und verhält sich freundlich ihnen gegenüber.


Leider ist die Süße in einem sehr schlechten Pflege- und Gesundheitszustand zu uns gekommen. Wir wissen nicht, was die Kleine in ihrem Leben schon alles durchmachen musste und was sie alles erlebt hat. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass sie bisher kein schönes Leben hatte. Die kleine Maja tut uns so Leid und wir tun unser Bestes, damit sie bei uns alles Schlimme vergessen kann. Sie soll sich in Ruhe bei uns erholen und wieder ganz viel Lebenskraft finden. Sie hat jetzt einen warmen Schlafplatz, täglich mehrere kleine Mahlzeiten, gute tierärztliche Versorgung, liebe Hundekumpels und ganz viel Zuwendung von uns Zweibeinern. Es werden nun auch alle tierärztlichen Behandlungen wie Zahnsteinentfernung, Blut- und Herzuntersuchung vorgenommen.


Hundeoma MAJA würde sich riesig freuen, wenn sich liebe Menschen finden würden, die sie mit einer Spende oder einer Langzeitpatenschaft unterstützen möchten. Sie sagt jetzt schon ganz lieb DANKE! 


Das Schönste für Maja wäre aber, wenn sie ein fürsorgliches Zuhause bei einer liebevollen Familie finden würde.


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 16.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

HEY, AMIGO CHARLY!


Ein freundliches "HALLÖCHEN" an alle Hundeliebhaber!

 
Mein Name ist CHARLY und ich bin zirka im September 2016 geboren. Ich bin ein Mischlingsrüde und habe eine Schulterhöhe von  38 cm. Findet Ihr nicht auch das ich ein wunderhübscher Hundemann bin und einfach unglaublich niedlich aussehe? Leider brachte mir das bisher kein Glück, denn ich wurde wie ein Wanderpokal immer wieder hin und her gereicht, bis ich zum Schluss im Tierheim Herzsprung abgegeben wurde.


Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir versprochen, dass jetzt damit Schluss ist und sie mir ein Zuhause bei verantwortungsbewussten Menschen suchen, bei denen ich den Rest meines Lebens verbringen darf. Ich finde das klasse und möchte Euch vieles über mich erzählen, damit Ihr wisst, ob ich in Eure Familie passen würde.


Ich muss Euch jetzt gleich sagen, dass ich kein Anfängerhund bin. Ich bin sozusagen ein Hundemann mit zwei Persönlichkeiten. Meine erste ist die eines liebevollen, anhänglichen, lebensfrohen und aufgeweckten Hundejungen. Ich übertreibe nicht, wenn ich euch sage dass ich euch Zweibeiner liebe und jede Zuwendung von Euch unheimlich genieße. Die angenehmen Kusche-l und Schmuseeinheiten liebe ich sehr und fordere sie auch regelmäßig ein. Auch habe ich von meinen Pflegefrauchen schon allerhand Spitznamen bekommen, wie z.B. „Tolpatsch“, „Clown“ oder „Schlingel“. Ich denke sie haben sich für diese Kosenamen entschieden, weil ich im Geiste noch ein richtiges Kind bin und die Welt für mich ein riesengroßer Spielplatz ist. Ich liebe es zu toben, rennen, spielen, springen und jede Menge Dinge zu erforschen. Lange Spaziergänge sind genau das Richtige für mich und dabei blühe ich unheimlich auf. Ein paar Sachen habe ich schon gelernt, wie z.B. Stubenreinheit, das Kommando „Sitz“ und das brave Mitfahren im Auto. Aber es gibt noch viele Punkte des Hundeeinmaleins, die ich lernen muss. Aber mit Eurem liebevollem Training, meiner Intelligenz und meinem „großem Appetit“ werde ich Klassenbester und ein richtiger Vorzeigehund.


Meine zweite Persönlichkeit ist leider das genaue Gegenteil. Ich habe in meinem kurzen Leben schon viele schlechte Erfahrungen machen müssen und ein fürsorgliches Zuhause ist mir fremd. Daher habe ich mir angewöhnt, auf mir unbekannten Situationen, sowie Dinge, die ich nicht möchte, mit Knurren und Schnappen zu reagieren. Dies ist kein leichtes Welpenzwacken, sondern ernst gemeint.

 
Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir aber erklärt, dass ich bei den passenden Menschen und mit einer liebevollen, konsequenten Erziehung dieses Verhalten wieder Stück für Stück ablege. Wir wachsen dann zu einen klasse Teamzusammen und werden jede Lebenssituation meistern. Ich suche auf jeden Fall ein sportliches Zuhause - bei einer Familie ohne kleine Kinder - das mich körperlich sowie geistig auslastet. Mit meinen Artgenossen komme ich auf neutralem Gelände sehr gut zurecht, jedoch reagiere ich in meinem Zuhause eifersüchtig. Aus diesem Grund suche ich ein Zuhause ohne einen anderen Hund.


Ich hoffe sehr, dass sich freundliche Menschen in mich verlieben und ich bei ihnen die schlechten Erfahrungen aus meiner Vergangenheit vergessen kann.


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 16.07.2017, 21.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

GEHT NICHT AN IHNEN VORÜBER!

Ich schenke mein Herz den Hundesenioren, die dankbar sind für streichelnde Hände, für langsame, gemütliche Spaziergänge, ein warmes Plätzchen auf dem Sofa und viel Liebe. Denn auch wir Menschen werden älter, aber deswegen doch nicht weniger liebenswert.

Ihr geht an mir vorüber
und seht mich gar nicht an,
da springt ein wilder Feger,
gleich da nebenan.


***


Ihr geht an mir vorüber,
haltet endlich an,
ich mag so gerne Kinder
und springe auch nicht an.


***


Ihr geht an mir vorüber,
ich warte viel zu lang,
mit meiner grauen Schnauze.
Nun zittert auch mein Gang.


***


Ihr geht an mir vorüber,
nun steh ich nicht mehr auf.
Mich schmerzen meine Glieder,
Trauer nimmt ihren Lauf.


***


Ihr geht an mir vorüber,
mein Blick ist grau und leer,
Meine Hoffnung schwindet,
ich liebte euch so sehr.


***


Ihr geht an uns vorüber,
wir sitzen auf der Bank,
streichelnd warme Hände,
mein Herz ist voller Dank.


(C.V.)


Nickname 15.07.2017, 13.43| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SPÄT FLIEGT ER, DOCH ER FLIEGT


"Wir fliegen über weite Strecken,
können das Lebenslicht erwecken;
bringen dir die Herrlichkeit dieser Welt,
zeigen dir Schönheit und was dir gefällt.
Zwinkern wir dir zu,
findest du Gelassenheit im Sein und Ruh´.
Wir sind die Boten des Glücks und der Unsterblichkeit,
über winden alle Ewigkeit,
vereinen die Welt in unserem Sein,
so gühren wir dich zu dir heim,
können still im Wasserstehen
und in den inneren Spiegel sehen.
Daraus erwächst die Kraft für alle unsere Tätigkeiten,
wir können mit den Wolken reiten
in die unendlichen Weiten."


Jeanne Ruland


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Kraniche gelten in Schweden als Glücksboten, weil sie den Frühling und damit neues Leben ankündigen. Bei den Kelten hingegen hüten sie das Geheimnis um das Ogham (das Keltische Baumalphabet) und sind mit dem keltische Gott Ogma verbunden, welcher die Oghamschrift erfunden haben soll, nachdem er den Flug der Kraniche beobachtet hatte.


So kommt das Krafttier Kranich zu uns, um uns einen Neubeginn und eine Überraschung anzukündigen. Es wird Zeit, dass wir den Winter unserer Lebensphase hinter uns lassen und uns einem neuen Frühling zuwenden. Als Meister der Meditation und Kontemplation zeigt uns das Krafttier Kranich, wie wir durch Meditation zu innerem Wissen und Weisheit gelangen und dadurch das Gleichgewicht in unserem Leben wiederfinden.


Themen wie Wachsamkeit, Glück, Neubeginn, Konzentration und Entspannung spielen eine zentrale Rolle. So zeigt uns der Kranich, wie wir gleichzeitig wachen und schlafen können, um uns tiefenentspannt zu erholen und dennoch blitzschnell präsent zu sein, wenn es erforderlich ist. Es geht also vermehrt um die Intensität des Erlebens oder Loslassens und die Bündelung der Gedankenkraft.


In diesem Sinne, allen Lesern einen von Glück und Harmonie geprägten Wochenausklang mit angenehmen Überraschungen. Denken wir stets daran: Die Welt ist voll von kleinen Freuden - die Kunst besteht nur darin sie zu sehen!


Nickname 14.07.2017, 22.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENFÜHRER AUF LEISEN SOHLEN

„Hunde haben Herrchen,

Katzen haben Personal.“


(Volksmund)


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Sie heißt Mimi, Pussy, Kitty oder Mohrle und ist, neben Hund und Vogel, unser liebstes Haustier: die Katze. Die alten Ägypter verehrten sie als Göttin und setzten sie als Tempelwächterin ein, weil sie ungebetene Geister und Kräfte mit ihrem „7. Sinn“ sofort wahrnehmen kann. Neun Leben soll die Katze haben, und in vielen Kulturen gilt sie als Orakeltier. Den Spruch „Schwarze Katze von links – Glück bringt´s, schwarze Katze von rechts bringt Schlecht´s“ kennen sicher viele. Auch sagt man ihr nach, dass sie zwischen den Welten reisen und mit Toten und Geistern kommunizieren könne.



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Als Krafttier will die Katze uns den Weg in die Selbstbestimmung zeigen und uns daran erinnern, dass wir unserer Intuition vertrauen und auf unsere innere Stimme hören sollen. Sie fordert uns auf, mit wachen Sinnen durchs Leben zu gehen und unsere Freiheit niemals um der Sicherheit willen aufzugeben (offen gestanden hätte ich damit ein Problem, denn mein persönliches Sicherheitsbedürfnis ist ausgesprochen groß). Unser Selbstwertgefühl hängt oftmals doch sehr stark vom Urteil anderer ab. Wir möchten geliebt und gelobt werden und erhoffen uns von unseren Mitmenschen Anerkennung, Aufmerksamkeit und seelische Streicheleinheiten. Wenn die Katze in unser Leben schleicht, will sie uns lehren, unabhängig zu sein. Nach dem Motto: „Ich hab euch gern, und ihr könnt mich auch gern haben.“


Wenn wir nicht mit denen zusammen sein können, die wir lieben, dann lieben wir doch einfach die, mit denen wir zusammen sind. Selbstliebe, das ist das Zauberwort, denn mit wem verbringen wir schließlich mehr Zeit, als mit uns selbst? Andere haben nur so lange Macht über uns, wie wir ihnen das erlauben. Erkennen wir uns an, wie wir sind und nehmen uns selbst liebevoll in den Arm. Wir sind bei uns selbst in den besten Händen, oder sollten es jedenfalls sein. Meisterin Katze leitet und dabei an: „Entspanne dich, strecke dich wohlig aus und lasse dich wärmen von der Sonne und der Liebe, die überall um dich ist.“ Umgeben wir uns mit Menschen, die uns zu schätzen wissen und lassen wir jene in Dankbarkeit und Frieden ziehen, die uns nicht mehr guttun. Durch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit ziehen wir neue, glückliche Erfahrungen an.



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Die Kehrseite der Katzenmedaille ist, dass die Samtpfoten für Täuschung, Hinterhältigkeit, Grausamkeit und Manipulation stehen. Sie gelten als egozentrisch, kratzbürstig, eigensinnig und unberechenbar. Zu ihrer Ehrenrettung sei aber gesagt, dass es sich auch um äußerst reinliche Tiere handelt, die den klaren Durchblick lieben. Und wenn der mal nicht gegeben ist, legen sie eben selber tatkräftig Pfote an:



AFFIRMATIONEN:


„Unabhängig und frei folge ich dem Weg meiner Seele.“


„Ich bin ich.

Frei und glücklich gestalte ich mein Leben

und lasse alles los,

was mir nicht mehr dient.“

Nickname 14.07.2017, 21.59| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENFÜHRER MIT WEI(S)SER SCHNAUZE

"Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und Antworten

sind im Hund enthalten."


(Franz Kafka)


Mein ganzes Leben lang haben Hunde mich begleitet. Sie sind meine Lieblingstiere, darum sollen sie auch den Reigen der beschriebenen Krafttiere eröffnen.


Ein Krafttier ist ein uns schützender Tiergeist. Es verleiht uns besondere Eigenschaften und Fähigkeiten, es warnt und begleitet uns, es hilft bei Heilbehandlungen, es schenkt uns den Mut und die Stärke, im Leben weiterzugehen und anstehende Aufgaben zu bewältigen und es zeigt uns, wie es um unsere Kraft steht und was wir tun können, um diese wiederherzustellen und zu erhalten.


Es gibt lebenslange Krafttiere und Helfertiere, die uns nur für eine Weile begleiten. Doch egal auf welche Weise ein Krafttier zu uns kommt, jedes birgt eine besondere Medizin in sich. Medizin meint im schamanischen Sinn eine Kraft, die heilig ist und jedem Wesen inne wohnt. Diese Kraft kann ohne greifbare Wirkstoffe wie Tabletten, Pülverchen oder Tropfen eine Heilung bewirken.


Der Hund wird oft dem Element Wasser zugeordnet und bringt uns die Medizin, die wir brauchen, um zu uns selbst zu finden. Wenn keiner mehr für uns da ist, steht er uns bei und ermutigt uns. Er erträgt uns auch dann, wenn wir uns mal nicht von der besten Seite zeigen. Er fordert uns auf, uns nicht zu vergraben, sondern vor die Tür zu gehen, die Natur zu genießen und sie anzunehmen, wie sie gerade ist. Mit seiner bedingungslosen Liebe zeigt er uns, dass jeder Tag ein neuer Anfang ist und neue Chancen bietet. Er lehrt uns die Kunst, im Hier und Jetzt zu sein, unsere Aufgaben und Pflichten zu erfüllen und unserem gewohnten Rhythmus zu folgen, egal, wie es gerade in uns aussieht.



Wenn der Hund in unser Leben tappst, dann haben wir in ihm einen treuen und aufrichtigen Begleiter und Lehrer gefunden. In der Mythologie fällt dem Hund die Aufgabe zu, die Zwischenwelten zu bewachen – so der Höllenhund Zerberus in den griechischen Sagen. Der Hund ist ein aufopferungsvoller Bewacher und Beschützer sogar in den schwierigsten Situationen. Er lehrt uns Loyalität gegenüber anderen. Dabei respektiert er unseren freien Willen und lässt uns das Tempo vorgeben. Er wartet, bis wir von uns aus ein Zeichen geben, dass wir bereit sind weiterzugehen. Der Hund schenkt uns Mut und Kraft, unseren Weg zu gehen, uns selbst und anderen zu vergeben und uns dabei selbst treu zu bleiben.



Das Verhalten unseres Hundes spiegelt oft auch unsere eigene Persönlichkeit wieder. Durch seine Beobachtungsgabe und das ständige Zusammenspiel mit uns kann er unseren nächsten Schritt schon vorausahnen und dient dadurch als Spiegelbild dessen, wer wir wirklich sind.


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Wo so viel Licht ist, gibt es natürlich auch Schatten. Von der negativen Seite betrachtet kann uns der Hund auf versteckte Aggressionen hinweisen, auf gedankenlose Befehlstreue und Obrigkeitshörigkeit, auf Verschlossenheit, starke Abgrenzung und Angst vor Strafe. Er verweist uns auch darauf, dass wir möglicherweise dazu neigen, uns in die Angelegenheiten anderer einzumischen, die uns nichts angehen und mehr auf andere als auf uns selbst ausgerichtet sind.


AFFIRMATIONEN:


„Ich nehme bedingungslos die Umstände,

das Hier und Jetzt in meinem Leben an.“


„Ich sage JA zu dem, was ist und vertraue meinem Weg.“


Nickname 14.07.2017, 17.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

JA, WO ISSES DENN?

  AHOI!


Liebe Leute, na, habe ich Euch den Mund wässrig gemacht? Bestimmt möchtet Ihr jetzt erfahren, was ein Krafttier ist und welche Bedeutung die einzelnen Tiere haben, wenn sie auf irgendeine Weise in Euer Leben trotten, rennen, traben, springen oder fliegen.


Also, ein Krafttier ist ein Seelenführer. Jeder Mensch kann eines oder mehrere Krafttiere haben und sie können so unterschiedlich sein wie Ihr. Das Krafttier bringt Euch sozusagen eine Botschaft, die für Eure aktuelle Lebenssituation wichtig ist. Wenn Ihr Eure Aufgabe gemeistert habt, kann es sein, dass ein Krafttier verschwindet und ein anderes Tier an seiner Stelle auftaucht, das Euch auf dem nächsten Abschnitt begleitet. Aber erst müsst Ihr sie ja mal finden, oder sie Euch. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ihr könnt Euch zum Beispiel überlegen, welches Tier Ihr schon als Kind immer besonders gern mochtet, welches Euch als Erstes einfällt, wenn Ihr an Tiere denkt oder von welchem Tier Ihr öfters träumt. Eventuell gibt es Tiere, mit denen Ihr etwas Besonderes erlebt habt. Das kann etwas Angenehmes oder Unangenehmes sein. Vor welchen Tieren habt Ihr vielleicht schon lange Angst? Das spielt nämlich auch eine Rolle, weil diese Tiere Euch auffordern wollen, dass Ihr Euch mit ihnen beschäftigt und Eure Angst vor ihnen verliert. (Bei unserer Madame sind das vor allem Spinnen und Schlangen, da kreischt sie schon und rennt weg, wenn sie die bloß mal im Fernsehen sieht).


Gibt es Tiere, die Euch seit Eurer Geburt begleiten, oder habt Ihr ein Tier als Sternzeichen? Da könnt Ihr ruhig auch mal in anderen Horoskopen nachschauen, zum Beispiel im chinesischen oder indianischen. Unser Frauchen ist so ziemlich von allem etwas: Löwe im westlichen Horoskop, Ziege im chinesischen und im indianischen ist sie ein Lachs. Der reinste Zoo! Wir werden ja sehen, was das zu bedeuten hat. Wurdet Ihr schon mal von einem Tier angegriffen oder gebissen, und welche Tiere trefft Ihr in Eurer Umgebung immer wieder? Das kann alles wichtig sein, wenn Ihr Euer ganz persönliches Krafttier finden wollt. Ihr könnt auch meditieren oder eine schamanische Krafttierreise machen, aber das ist schon mehr was für Fortgeschrittene; dann lieber vor dem Einschlafen das Tier bitten, dass es sich Euch im Traum zeigt. Wenn´s nicht gleich auf Anhieb klappt, lasst Euch nicht entmutigen, probiert es einfach immer wieder!


Nun wollt Ihr aber wissen, welches Tier den Anfang macht, stimmt´s? Das lest Ihr dann beim nächsten Mal; vorerst verrate ich Euch nur soviel: Es gilt schon seit ewigen Zeiten als bester Freund des Menschen.


Also, bis denne.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny



Nur ein ganz kleiner Snack -
Schreiben macht hungrig, sagt Frauchen auch immer!

Nickname 14.07.2017, 14.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

DIE KRAFT DER TIERE

  AHOI!


Liebe Leute, wie Ihr wisst, bin ich nur ein Hund. NUR? Einige Menschen denken, sie wären uns Tieren überlegen durch ihre Logik, ihr Urteilsvermögen und ihre Intelligenz. Es stimmt, in mancher Beziehung habt Ihr uns einiges voraus. Wir handeln rein instinktiv oder intuitiv und nicht nach dem Verstand (ob der allerdings immer ein Vorteil ist, weiß ich nicht); auch können wir nicht in die Zukunft planen, sondern leben ganz im Hier und Jetzt. Das lässt uns abhängig und angreifbar sein.


In der Bibel steht: "Macht euch die Erde untertan". So weit, so gut. Aber trägt ein Herrscher nicht auch die Verantwortung für das Wohlergehen seiner Untertanen? Trotzdem meinen viele Menschen, sie hätten das Recht, uns - ihre Mitgeschöpfe - zu missbrauchen, auszubeuten und zu quälen. Das war nicht immer so: In früheren Kulturen wurden die Tiere beschützt und als geistige Wesen verehrt. Man glaubte, dass es am Anfang eine Welt der Tiermenschen gegeben habe, in der beide Gattungen sich sozusagen 'vermählt' hätten und aus der die Menschenwelt erst geschaffen worden sei. Die Menschen lernten von den Tieren und waren überzeugt, dass sie verwandte Seelen hätten. Indianische Priester riefen Tiere zu Hilfe, wenn sie sich mit deren Kraft verbinden wollten, um zum Beispiel Kriege zu beenden und Krankheiten zu heilen.


Damals entstand auch das Wissen um die so genannten Kraft- und Helfertiere, von denen wir Euch in der nächsten Zeit berichten wollen. Wir erklären Euch, was ein Krafttier ist, wie Ihr Eures findet und was es für Euch tun kann. Vielleicht begegnet der Eine oder Andere seinem ganz persönlichem Krafttier, das ihn begleitet und ihm auf seinem Lebensweg zur Seite steht. Kommt mit, das wird eine richtig spannende Safari ohne jedes Blutvergießen. Also dann, bis bald.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny


Nickname 14.07.2017, 14.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

DIE UNTERSCHÄTZTE GEFAHR

Eigentlich möchte man nicht viel einkaufen, drei Minuten müssten reichen: Schnell ins Geschäft, nach einer Packung Salz, einem Kilogramm Zucker und einem Glas Gurken greifen und zur Kasse hasten, denn schließlich wartet der Hund vor dem Eingang.


TASSO warnt davor, Hunde vor dem Geschäft angeleint warten zu lassen


Immer wieder erreichen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale Meldungen, dass Hunde, die für einen kurzen Moment vor dem Laden angeleint wurden, verschwunden sind. „Das ist eine stark unterschätzte Gefahr“, erklärt TASSO-Leiter Philip McCreight, der sich seit über 30 Jahren für die Rückvermittlung verschwundener Tiere einsetzt. Hundehalter, die ihr Tier vor Geschäften anleinen, gehen dabei gleich drei Risiken ein. So kann der geliebte Vierbeiner gestohlen werden; Kriminelle können die Situation beobachten und blitzschnell zuschlagen. Der Hund ist in den allermeisten Fällen unwiederbringlich weg. Auch muss man sich bewusst machen, dass es viele Hundehasser gibt, die dem Hund unbemerkt einen Giftköder anbieten können. Hat der Hund nicht gelernt, Futter von Fremden abzulehnen, kann ein dreiminütiger Einkauf das Tier unter Umständen sein Leben kosten. Zuletzt muss man auch immer davon ausgehen, dass der angeleinte Hund von Passanten bedrängt werden kann. Da die Länge der Leine keine ausreichende Rückzugsmöglichkeit bietet, kann es passieren, dass er aus Angst zuschnappt und so eine unnötige Konfliktsituation losgetreten wird.


Vor Geschäften angeleinte Hunde können zudem auch selbst als Gefahr wahrgenommen werden: Für Menschen, die Angst vor Hunden haben, kann das Betreten eines Geschäftes, dessen Eingangstür scheinbar von einem Hund bewacht wird, zur stressigen und vielleicht sogar unmöglichen Herausforderung werden.


TASSO empfiehlt: Nehmen Sie Rücksicht auf die Sicherheit Ihres Hundes und auf Ihre Mitmenschen. Sofern es die Wetterbedingungen zulassen, kann der Hund einen kurzen Zeitraum im Auto warten. Am besten ist der Hund jedoch immer zu Hause aufgehoben.

©TASSO e.V.

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Anmerkung: Es kommt noch etwas hinzu: Wenn mehrere Hunde, die sich untereinander nicht kennen, gleichzeitig vor dem Laden angebunden sind, kann es leicht zu lautstarken Auseinandersetzungen oder sogar Beißereien kommen - einfach deshalb, weil die ansonsten friedliebenden Tiere "Frust schieben". Man hat sie dort zurückgelassen und ist allein in den Laden gegangen, aus dem es obendrein auch noch verlockend riecht. Sowas geht ja mal gar nicht! Manche Hundehalter behaupten allerdings, ihr Vierbeiner würde ums Verrecken nicht allein zu Hause bleiben. Das kann man aber üben. Unsere Holly war so eine Hündin. Kaum waren wir aus dem Haus und hatten die Tür hinter uns zugemacht, fing sie an, herzzerreißend zu jaulen. Dabei handelte es sich um nichts anderes als pure Verlassensangst, denn die Süße war als Fundhund ins Tierheim gekommen, sprich: Sie wurde ausgesetzt. Wir haben es dann so mit ihr trainiert: Rausgehen - Tür zu - Holly jault - wir Tür auf und zurück ins Haus - Holly fürs Aufpassen loben. Wir haben mit einer halben Minute begonnen und es nach relativ kurzer Zeit geschafft, sie bis zu drei Stunden allein zu lassen, ohne die gesamte Nachbarschaft durch Hundis "Sirenengeheul" in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen. Dass wir beim Nachhausekommen die Betten neu gemacht, einen vormals glatten Teppich mit Fransen versehen (siehe Foto) und einmal sogar zwei frischgebackene Kuchen, die ich leichtsinnigerweise offen auf dem Küchentisch hatte stehen lassen, halb aufgefressen vorfanden, gehört eigentlich nicht hierher...


HOLLY


Nickname 13.07.2017, 22.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

WENN HALTER ZUSAMMENHALTEN

...haben Hunde mehr Spaß!



Am liebsten begleiten unsere Hunde uns überall hin. Aufgeregt wedeln sie mit dem Schwanz, sobald Herrchen oder Frauchen zu den Schuhen greift und freuen sich über jeden noch so kleinen Ausflug.


Allerdings ist es nicht immer möglich, den geliebten Vierbeiner mitzunehmen. Manchmal ist es sogar sinnvoller, wenn er zu Hause bleibt. So beispielsweise beim Einkauf: Obwohl es immer noch weit verbreitet ist, rät TASSO dringend davon ab, Hunde vor dem Geschäft warten zu lassen. Den Hund im Auto lassen, ist da keine Alternative: Ab bereits frühlingshaften Temperaturen kann das Auto zur tödlichen Falle werden.


Ungern allein


Nicht nur der Kinobesuch oder Ausflug in einen Freizeitpark, sondern auch spontane Überstunden im Büro oder ein ungeplanter Krankenhausaufenthalt können dafür sorgen, dass Abwesenheitszeiten in zumutbarer Weise überbrückt werden müssen. Deshalb ist es sinnvoll, das Alleinbleiben von Anfang an zu trainieren. Beginnen Sie mit kleinen Schritten: Verlassen Sie den Raum für einen kurzen Moment und schauen Sie, wie Ihr Hund reagiert. Bleibt er entspannt, steigern Sie langsam die Zeit, ohne ihn zu überfordern. Mit der Zeit erkennt der Vierbeiner das Muster und verlässt sich darauf, dass Sie zurückkommen. Und Sie haben den wichtigsten Schritt getan: Ein gut vorbereiteter Hund, der Vertrauen in seinen Halter hat, wird so auch wenige Stunden allein zu Hause bleiben können.


Es geht auch anders


Meist ohne es zu wissen haben Hundehalter die großartige Möglichkeit, ein starkes Netzwerk zu gründen. Wer einen Hund hat, wird bestätigen, dass der regelmäßige Spaziergang zu vielen neuen Bekanntschaften führt. Schnell kommt man mit anderen Gassigehern ins Gespräch, erfragt Namen und tauscht Kontaktdaten aus.



Hundehalter verbindet nicht nur die gemeinsame Wahl des Haustieres, sondern auch die damit verbundenen Herausforderungen des Alltags. Haben Sie Menschen kennengelernt, mit denen Sie den Spaziergang gerne absolvieren, und haben sich auch die Hunde aneinander und an die jeweils andere Person gewöhnt, nutzen Sie diesen tollen Umstand! Besprechen Sie die Möglichkeiten, sich bei der Hundebetreuung gegenseitig zu unterstützen, indem Sie bei Bedarf den jeweils anderen Hund zu sich nehmen. Auf diese Weise tragen Sie zur Lebensqualität Ihres Hundes bei, der seine Zeit mit einem liebgewonnenem Artgenossen und einem sorgenden Menschen verbringen darf.



Wichtig ist, dass Sie den Hunden genügend Zeit geben, ihr jeweiliges Gegenüber gut kennenzulernen. Auch diese neue Situation muss geübt werden. Beginnen Sie mit kurzen Abwesenheitszeiten, die Sie nach und nach steigern. Entwickelt sich alles zu Ihrer und des Hundes Zufriedenheit, sind Sie auf einem guten Weg, auch mal für eine längere Zeit, Ihren Hund betreuen lassen zu können. Prüfen Sie aber auch, ob der andere Tierhalter mit Ihrem Hund zurechtkommt. Schließlich haften im Ernstfall Sie als Halter grundsätzlich für eventuelle Schäden, die Ihr Hund verursacht – auch wenn er sich in anderweitiger Obhut befindet. Besprechen Sie das Vorgehen in Notfällen und auch, wer wann und auf welche Weise benachrichtigt werden muss.


Sind alle Fragen geklärt und die Hunde gut vorbereitet, kann es bei der nächsten Möglichkeit losgehen.


TASSO wünscht allen Hunden und ihren Haltern viel Spaß!


©TASSO e.V.

Nickname 13.07.2017, 22.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

ACHTUNG, GIFTKÖDER!

Erschreckend, aber leider wahr: Auch in diesem Jahr häufen sich bereits wieder die Giftköderwarnungen und Berichte über vergiftete Hunde.


Giftköder sind mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen versehene Wurststückchen oder Hundeleckerlis. Hundehasser legen sie an durch Hunde gut frequentierten Orten aus: in Parks und Hundefreilaufflächen, hinter Büschen und Hecken sowie im hohen Gras.


Seien Sie aufmerksam!


Besteht der Verdacht, dass Ihr Hund einen Giftköder aufgenommen hat, müssen Sie schnell handeln. Obwohl die unterschiedlichen Giftstoffe auf verschiedene Arten wirken, verursachen die meisten Köder schon binnen kürzester Zeit erste Vergiftungsanzeichen. „Häufiges und oft erstes Symptom von Vergiftungen ist Erbrechen. Weitere Symptome einer Vergiftung können unter anderem ein übermäßiges Hecheln sowie eine vermehrte Produktion von weißem Speichel, blasse Schleimhäute, veränderte Pupillen sowie eine allgemeine Teilnahmslosigkeit sein“, erklärt TASSO-Tierärztin Frau Dr. Anette Fach.


Bei Rattengift können die ersten Symptome, wie beispielsweise Müdigkeit, Erbrechen, blutiger Durchfall oder auch eine herabgesetzte Körpertemperatur, auch erst nach einigen Tagen erscheinen. Zudem treten zwei bis drei Tage nach der Aufnahme von Rattengift Blutungen auf Schleimhäuten und aus den Körperöffnungen auf. Der Hund verstirbt meistens innerhalb von drei bis fünf Tagen an Organversagen. Auch das Insektenbekämpfungsmittel Schneckenkorn wird zum Präparieren von Giftködern genutzt. Aufgrund seines süßlichen Geschmacks wird es von Hunden, aber auch von Katzen gern gefressen. Darüber hinaus nutzen Hundehasser auch die tödliche Wirkung von überdosierten Sedativa für ihre Zwecke: Hat Ihr Hund einen mit Beruhigungsmitteln gespickten Köder geschluckt, kommen die ersten Anzeichen binnen kürzester Zeit. Er beginnt zu torkeln oder verliert das Bewusstsein. Jedoch nicht nur Giftstoffe kommen zum Einsatz. Ebenso können Köder zum Beispiel mit Nägeln oder Rasierklingen gespickt sein.


Bemerken Sie, dass Ihr Hund an etwas intensiv schnuppert oder bereits an etwas leckt, sollten sie sofort reagieren und das Verhalten unterbinden. Vorsicht ist immer geboten, denn viele Gifte wirken bereits dann, wenn sie nur eingeatmet werden oder das Tier lediglich daran leckt.


Beugen Sie vor!


Verlieren Sie Ihren Hund draußen nicht aus den Augen. Eine vertrauensvolle Bindung und ein guter Grundgehorsam bilden eine solide Basis, um den Hund im Zweifelsfall schnell abrufen zu können. Im Idealfall können Sie durch gezieltes Training Ihrem Hund beibringen, nichts vom Boden aufzunehmen. Holen Sie sich Rat bei einem Hundetrainer. Hilfreich ist es auch, den Hund beim Spaziergang ausreichend zu beschäftigen, damit er sich nicht selbst auf die Suche nach interessanten Dingen begibt. Von einer Fütterung des Tieres vor einem Spaziergang ist abzuraten, denn übermäßige Bewegung nach einer Mahlzeit zählt zu den möglichen Risikofaktoren, die eine Magendrehung verursachen. Zudem wird auch ein satter Hund ein gefundenes Leckerli nicht verschmähen.


Haben Sie einen Giftköder gefunden, zeigen Sie den Fund unbedingt bei der Polizei an, denn nur mit Erstattung einer Anzeige kann diese gegen die Täter ermitteln.


Verhindern Sie Unmut!


In Hundekot zu treten ist selbst für den größten Tierfreund nicht angenehm. Das rechtfertigt natürlich noch lange nicht, Hunde zu vergiften. Jedoch gibt es extremen Hundehassern Anlass für ihre Giftköder-Anschläge. Wir von TASSO wünschen uns, aber auch allen Hundehaltern und allen, die kein Tier haben, einen rücksichtsvollen Umgang miteinander. Dazu gehört auch, dass Hundekot vom Halter aufgesammelt und in Abfallbehälter entsorgt wird.



© Copyright TASSO e.V.

Nickname 13.07.2017, 22.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

HUNDEBABYS ZU VERKAUFEN

 Nach DAN CLARK, 'Weathering The Storm'

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen:


Hundebabys zu verkaufen.


Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: "Für wie viel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer sagte, "zwischen 30 und 50 Dollar." Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Kleingeld heraus. "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich sie mir anschauen?" Der Besitzer lächelte und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, sichtlich weit hinter den anderen und deutlich langsamer als diese. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. "Was fehlt diesem kleinen Hund?", fragte er. Der Mann erklärte, dass der Welpe von Geburt an ein kaputtes Gelenk habe und nie richtig laufen würde.


"Den möchte ich kaufen!" sagte der Junge. "Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund", antwortete der Mann. "Aber wenn du ihn unbedingt haben willst, schenke ich ihn dir."


Der kleine Junge würde wütend. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde, und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und dann jede Woche 50 Cent, bis ich ihn abbezahlt habe." Der Mann entgegnete: "Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen Hunde."


Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf. Zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes und verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Liebevoll auf den Hund blickend, sagte er: "Ach, ich renne selbst auch nicht gut, und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht!"


Der Mann biss sich auf die Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."


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Diese anrührende Geschichte kann uns die Augen öffnen. Viele Menschen fühlen sich wertlos und klein. Sie glauben, nicht gut genug zu sein, halten sich für unnütz und überflüssig. Sollten auch Sie so denken, bitte beherzigen Sie folgendes:


Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht an seiner Perfektion. Niemand ist vollkommen; selbst jene, die als die schönsten Menschen gelten, entdecken an sich noch Makel. Vielmehr kommt es darauf an, ob Sie die Herzen Ihrer Mitmenschen erreichen, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie – wenn vielleicht auch nur für einen Augenblick – glücklich machen können. Was zählt, ist nicht, wie Sie aussehen, sondern wer Sie sind. Wenn Sie ganz Sie selbst sind, werden andere Sie genau so akzeptieren, Sie schätzen und lieben. Vielleicht muss man erst ein gewisses Alter erreichen, um das zu begreifen – vor dreißig Jahren war ich auch noch nicht so weit. Aber alle Gedanken, die uns selber abwerten, alle Grenzen, die uns scheinbar gesetzt sind, existieren nur in unseren Köpfen. Was wir von uns halten, das halten auch andere von uns. Herzensgüte und Mitgefühl sagen mehr über den Menschen aus, als Body-Maß-Index und Körperfettanteil. Nobody is perfect, also lieben Sie Ihre Unvollkommenheit – Sie haben jedes Recht dazu!


Wir wünschen Allen

Nickname 13.07.2017, 21.53| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

WENN´S DEM ESEL ZU WOHL WIRD

…dann geht er aufs Eis. So will es jedenfalls das Sprichwort. In Wahrheit dürfte das aber weit neben der Realität liegen. Der Esel scheut nämlich das Wasser in jeder Form, also vermutlich auch in gefrorenem Zustand. Die Grauchen weigern sich hartnäckig, selbst durch kleinste Wasserläufe zu waten, obwohl sie dazu ohne weiteres in der Lage wären. Wegen der spiegelnden Oberfläche können sie nicht erkennen, wie tief der Bach oder das Flüsschen ist. Daher baute man ihnen etwa ab dem 19. Jahrhundert kleine Brücken, die sprichwörtlichen „Eselsbrücken“. Eine solche ist im übertragenen Sinn ein Umweg, der dennoch – oder gerade deswegen – zum Ziel führt. Außerdem überquert ein Esel nicht unbesehen jede Brücke, sondern setzt seinen Huf nur auf ihm geheuer erscheinenden Untergrund. Er geht erst hinüber, wenn ihm die Brücke ausreichend Halt bietet. In dem Sinne steht die „Eselsbrücke“ auch für Sicherheit.



Während der Schulzeit habe ich sie geliebt, jene kleinen gereimten, oftmals recht witzigen Merksätze, die man Eselsbrücken nennt. Besonders in Musik und Geschichte haben sie meinem Gedächtnis mehr als nur einmal auf die Sprünge geholfen: „753, Rom kroch aus dem Ei“, „333, bei Issos Keilerei“, sowie Eine Alte Dame Geht Häufig Einkaufen“ für die Reihenfolge der Saiten auf der Gitarre sind wohl heute noch jedem Schüler geläufig. Aber auch in anderen Fächern bewahren sie einen vor so mancher Stolperfalle. Beispielsweise in Physik, die optische Linse – ist konvex nun nach innen gewölbt und konkav nach außen, oder verhält es sich genau umgekehrt? Ich weiß nicht mehr, in wie vielen Klausuren mich das Punkte gekostet hat, weil ich die beiden immer wieder verwechselt habe – bis mein Papa (Ingenieur von Beruf und daher physikalisch bewandert) mir folgenden Spruch verriet, der mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird: „Ist ein Mädchen brav, bleibt der Bauch konkav; hat ein Mädchen …, wird der Bauch konvex“. Glauben Sie mir, seitdem habe ich das nie mehr durcheinandergebracht.


So, und nun sind Sie dran. Was meinen Sie, wodurch wird der Bauch des Mädchens konvex? Ein kleiner Hinweis: Es liegt nicht am zu vielen Essen…

Nickname 13.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENHUNDE


Manche sind unvergessen...

...weil sie ein Leben verändert haben und auch nach ihrem Tod in einem weiter leben.


Man spürt es - in seinem Denken, in seinem Handeln, in seinem Fühlen. Seelenhunde hat sie jemand genannt: Jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.


Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.


Kein Tag wird vergehen, ohne an sie zu denken und ohne sie zu vermissen. Nur Hundemenschen können verstehen, wie es ist, einen Hund zu verlieren!



Trotzdem - oder gerade deshalb -  ist es wichtig, sich zu fragen:


Was hätten sie gewollt?


"Wir können Tränen vergießen, weil sie gegangen sind,
oder wir können lächeln, weil sie gelebt haben.

Wir können unsere Augen verschließen und beten,
dass sie wiederkehren,
oder wir können unsere Augen öffnen und all das sehen,
was sie hinterlassen haben.


Das Herz kann leer sein, weil wir sie nicht sehen können,
oder es kann voll Liebe sein, die wir mit ihnen geteilt haben.


Wir können uns vom Morgen abwenden und im Gestern leben,
oder wir können morgen glücklich sein, wegen des Gestern.


Wir können uns grämen, dass sie gegangen sind,
oder wir können uns dankbar erinnern, ihr Andenken bewahren
und es weiterleben lassen.

Wir können weinen und uns verschließen,

leer sein und uns abwenden,
 oder wir können tun, was sie gewollt hätten:
lächeln, unsere Augen öffnen, leben und weitermachen."


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Ich will es versuchen, um all unserer Lieblinge im Regenbogenland willen. Und ich will dankbar sein, dass es sie für uns gab, dass wir sie lieb haben und ihrem Leben einen versöhnlichen Ausklang bereiten durften. Eines wunderschönen Tages sehen wir uns wieder!


Nickname 13.07.2017, 17.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

LIEBESKUMMER LOHNT SICH NICHT, MY DARLING

  AHOI!


Tagchen, ich bin´s mal wieder. Hatte ich schon erwähnt dass hier in meiner Gegend die allerschönsten Mädchen weit und breit wohnen? Ehrlich, von so was können die meisten andernorts nur träumen. Es gibt Blonde, Braune und Schwarze; mit Locken, kraushaarig oder glatt. In allen Rassen und Größen – eine hübscher als die andere. Wie soll hund sich da bloß entscheiden? Na ja, was mich angeht, habe ich meine Wahl getroffen:


Die Niedlichste überhaupt ist und bleibt EMMY, sie habe ich am liebsten (außer Wendy natürlich, das ist klar). Emmy ist ein Retriever-Mischlingsmädchen, mit wunderschönen hell- bis mittelblonden Löckchen und den seelenvollsten Augen von der Welt. Eigentlich ist Emmy sehr schüchtern und guckt immer ganz verlegen zur Seite, wenn wir uns treffen. Aber sie wedelt mit dem Schwänzchen, was heißen soll, dass sie sich freut, mich zu sehen. Unsere Frauchen verstehen sich gut, und die gemeinsamen Spaziergänge sind für uns Hunde jedes Mal ein Fest. Treue lautet Emmys zweiter Vorname, wenigstens dachte ich das bis vor kurzem. Aber dann war plötzlich alles anders, sie tat, als würde sie mich gar nicht kennen, und schüchtern konnte man sie weiß Gott auch nicht mehr nennen. Emmy war heiß. Das hatte aber nun so rein gar nichts mit dem Wetter zu tun. Nein, mein Frauchen sagte, sie (also Emmy) wäre läufig, und das konnte man ruhig wörtlich nehmen. Wenn ihr Frauchen nämlich nicht höllisch aufgepasst hat, ist sie ausgebüxt und jedem Köter hinterher gelaufen, egal ob der nun hübsch oder hässlich war. Auf einmal fand sie sogar den doofen Pepper toll, der sonst Luft für sie ist und den sie normalerweise nicht mal mit der Kneifzange anpacken würde. Er war auch ziemlich scharf auf sie; na ja, wie der Name schon sagt. Bloß mich hat sie kaum noch angeguckt. Also, nicht dass ich richtig eifersüchtig gewesen wäre, ich fand sie auch gar nicht so viel anders als sonst. Das liegt wohl daran, dass ich damals in dem polnischen Tierheim kastriert wurde, irgendwie habe ich das mit der Liebe anscheinend vergessen. Aber es machte mich doch traurig. Ich meine, vielleicht bin ich ja nur noch ein halber Mann, aber trotzdem immer noch ein ganzer Kerl!


Dann fuhr Emmy mit ihrer Familie für zwei Wochen weg, und ich konnte nur hoffen, dass, wenn sie zurück kommt, alles wieder beim Alten ist. Wie mein Frauchen meinte: „Ewige Liebe vergeht, aber wahre Freundschaft besteht.“ Es hieß also abwarten und Knochen kauen! Und was soll ich Euch erzählen – als Emmy wiederkam, war sie wie früher: Lieb, schüchtern und noch immer ein bisschen verlegen. Mann, war ich froh! Das mit der Hitze hat sich in Zukunft auch erledigt, Emmy wurde nämlich vorige Woche ebenfalls kastriert. Seit gestern ist sie diesen lästigen Plastikkragen los, und wir können wieder zusammen spielen, als ob da nie was gewesen wäre. Und das Schönste ist, heute Mittag haben wir im Wald Pepper getroffen. Der Blödmann dachte sich wohl, mal sehen, vielleicht geht da ja doch noch was. Ich wollte ihm schon zeigen, wo das Stöckchen hängt, aber das war gar nicht nötig. Emmy lief einfach an ihm vorbei, präsentierte ihm kurz ihren niedlichen Südpol, und Leute, das war´s. Ich bin wieder ihre Nummer Eins, (wenn auch nur platonisch, wie Frauchen das nennt), und das Leben ist ja sowas von schön!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny


Nickname 13.07.2017, 17.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

SAUER MACHT LUSTIG - WER´S GLAUBT, MUSS NIESEN

  AHOI!


Liebe Leute, na das war vorhin vielleicht ätzend, sowas passiert mir auch nur einmal und nie wieder! Ihr müsst wissen, unser Frauchen, die ist echt ´ne Wucht. Kaum, dass die mal mit uns schimpft; höchstens, wenn wir uns beim Briefträger oder beim Paketboten so richtig eingegroovt haben und einfach nicht mehr aufhören wollen zu bellen - da kann´s schon vorkommen, dass sie etwas energischer wird. Aber sonst lässt sich wirklich nichts gegen sie sagen. Klar hat sie ihre Macken und den einen oder anderen Tick: Zum Beispiel, wenn´s um gesunde Ernährung geht.


Sie ist kein Ökofreak oder so, isst ein-, zweimal im Monat wohl auch ein Stück Fleisch oder Wiener Würstchen (das meiste davon fällt ihr allerdings "rein zufällig" auf den Boden, wo wir es dann aufsammeln dürfen). Aber sie sagt, gerade weil sie und Chef nicht immer nur das essen, was wirklich bio-logisch ist, kommt es auf eine gute Nahrungsergänzung an. Sie behauptet sogar, dass es heutzutage gar nicht mehr ohne geht, weil in den meisten Lebensmitteln zu wenig von dem drin ist, was der Körper so zum Leben braucht.


Zurzeit schwört sie auf Vitalpilze und Apfelessig - und ich stecke ab heute meine Nase garantiert nie mehr in Sachen, die mich nichts angehen, das gelobe ich bei meinem Schnurrbart und meinen Schlappohren! Ich wollte nämlich unbedingt wissen, was drin ist in dieser Dose mit den weißen Tabletten; man will ja schließlich mitbellen können. Da hat sie mich eben dran schnuppern lassen. Das hat vielleicht gebissen in meiner Nase und im nächsten Moment ging´s auch schon los: Ich habe geniest und geniest und konnte gar nicht mehr aufhören. Anstatt mich zu bedauern, hat Frauchen nur gelacht und gemeint, so würde es neugierigen Hunden ergehen, und Apfelessig habe nun mal kein Leberwurstaroma. Also, wenn das wirklich gesund sein soll, na dann ha-ha-hatschiiii, Prost Mahlzeit!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer BARNY


Nickname 13.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DIE GESCHICHTE VON LEA



Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

Als sie mich meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir, ihnen auf die Nerven ginge. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche, wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.


Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich soll verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.


Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen.


Ich heiße jetzt Lea.


Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und es gibt nichts Schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.


Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte es wäre o.k., dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Zuchten und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.


Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.


In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "man kann nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken nur noch schreien vor Schmerzen.


Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand.


Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich ...... Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.


Ein Traum:
Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie "Auf Wiedersehen" auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.


Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es sollte nicht sein. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht.
Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.


Lea


©1999 J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Witt


Meine eindringliche Bitte an alle, die sich einen Familienhund anschaffen möchten: "Es geht auch billiger" und "Geiz ist geil" - diese Mentalität mag beim Kauf eines Fernsehers oder einer Waschmaschine durchgehen, nicht aber bei einem lebendigen Wesen. Wer einen Hund so billig wie möglich haben möchte (z. B. auf Polenmärkten oder im Internet), sollte sich darüber im klaren sein, dass er damit Qualzuchten unterstützt. Dabei werden Hündinnen als reine Gebärmaschinen missbraucht; und wenn sie dann mit vier, spätestens fünf Jahren "ausgedient" haben, kann sich jeder ausmalen, was mit ihnen geschieht. In den Tierheimen hierzulande sitzen die schönsten Hunde, die dort für kleines Geld zu haben sind. Die meisten von ihnen mögen nicht "reinrassig" sein - was immer das heißt, denn sie sind auf jeden Fall echte Hunde. Und sie haben einen unschätzbaren Vorteil: Sie alle sind Individualisten, keiner gleicht punktgenau (wie die berühmten 101 Dalmatiner) dem anderen, und Sie können Ihren Liebling unter Tausenden erkennen!


Nickname 13.07.2017, 17.08| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

BRIEF EINES ARBEITERS AUS EINER PERRERA

Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht einen Weckruf!

Als Leiter einer Perrera werde ich etwas mit Euch teilen ... einen Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt.


Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die Ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn sie nicht mehr die süßen Hundebabies sind. Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass eine 90%ige Chance besteht, dass diese Hunde nie mehr aus dem Zwinger kommen, wenn sie erst einmal hier gelandet sind? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt herum laufen, sind reinrassige Tiere.


Die häufigsten Ausreden, die ich höre, sind:


"Wir sind umgezogen, und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen."Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus, in dem sie mit ihrem Tier leben können?


"Der Hund wurde größer, als wir dachten."Und was dachten Sie denn, wie große ein deutscher Schäferhund wird????


"Ich habe keine Zeit mehr für das Tier."Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.


"Er zerstört meinen ganzen Garten."Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?


Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund." Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird. Und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal erklären:


Dein Tier hat 72 Stunden Zeit, eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es.


Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.


Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren.


Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die es verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass es mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Fressen, welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen.


Wenn Dein Hund groß und schwarz ist oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...) angehört, hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick, in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" sie sind.


Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist, wird er sterben.


Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.


Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt.


Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektion der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von €150,- zu bezahlen.


Und nun möchte ich Euch etwas über die Euthanasie schreiben, für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:


Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz, bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.


Dein Hund oder Deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem, wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht und eine Dosis einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lautem Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.


Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten, wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig?


Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag wenn ich nach Hause komme von der Arbeit. Ich hasse meinen Job, ich hasse es, dass es ihn überhaupt gibt, und ich hasse es zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn Ihr Euch nicht ändert.


Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras! Nur Du kannst das stoppen! Ich mache alles Mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere, die rein kommen als die, die raus dürfen.


Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben!


Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh, und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.


Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe Ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt.


Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.


Jazz M. Onster.


QUELLE: bmt


**********************************************



Anmerkung: Auch unser Barny saß in Polen in einer solchen Tötungsstation. Die Todeskandidaten werden meist wahllos zusammengestellt und den Verantwortlichen ist es egal, ob junge oder alte, hübsche oder hässliche, gesunde oder kranke Hunde sterben. Wieviele Hunde an einem Tag sterben, hängt davon ab, wie voll die Perrera ist. Es können 50 Hunde sein, es können aber auch "nur" 15 sein. Da kommt der Veterinär und sagt: "So, jetzt dieser Zwinger, dieser und dieser..." Barny hatte das große Glück, dass er über das Tierheim Herzsprung nach Deutschland kam und so den Weg zu uns fand.

Nickname 13.07.2017, 16.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

A PROPOS: SCHÖNHEITSIDEALE

  AHOI!


„Spieglein, Spieglein dort am Schrank, seh´ ich dich, dann werd´ ich krank!“ Diesen Spruch sagt unser Frauchen jeden Morgen innerlich auf, wenn sie sich in der Spiegeltür am Kleiderschrank anschaut. Ihr gefällt rein gar nichts, was sie da sieht. Ihren Bauch findet sie zu wabbelig, die Oberschenkel zu dick, den Po zu flach. Klar, sie ist keine zweite Claudia Schiffer oder Heidi Klum, und die Zeit ihrer Idealmaße (damals 68,5 kg bei 1,76 m Körpergröße) liegt auch schon ein paar Jahrzehnte zurück. Aber Nelly, Woody und ich, wir Drei lieben sie genauso wie sie ist, weil sie uns lieb hat und gut für uns sorgt. Das ist überhaupt das Wichtigste.


Ihr Menschen legt viel zu viel Wert auf Äußerlichkeiten. Für einen perfekten Body quält Ihr Euch im Fitnessstudio (das ist ja noch harmlos), lasst Euch mit schmerzhaften Spritzen malträtieren und legt Euch sogar unters Messer. Und was kommt dabei raus: Muskelpakete, die nicht mehr zum übrigen Körper passen, Brüste wie Atombomben und Lippen, dass man meinen könnte, jemand sei in einen Bienenschwarm geraten. So ein Stückchen glattere Haut macht aus Euch ja auch noch keinen neuen, besseren Menschen - abgesehen davon, das unzählig viele meiner Artgenossen und andere Tiere dafür in grausigen Tierversuchen schreckliche Schmerzen erleiden und sogar mit ihrem Leben bezahlen müssen. Macht Euch doch mal locker, und denkt nicht immer nur an Euer Aussehen. Wie Ihr inwendig beschaffen seid, darauf kommt´s nämlich an. Wir Hunde würden niemals einen Artgenossen verachten, bloß weil sein Fell struppig wirkt, seine Beine ein bisschen krumm gewachsen sind oder seine Schnauze ein Stück zu kurz geraten ist. Hauptsache, er gibt einen duften Kumpel ab, mit dem man Knochen stehlen kann. Schönheit liegt jeweils im Auge des Betrachters, und bekanntlich sieht man nur mit dem Herzen gut.


Weiter nichts als Gemeinplätze, sagen Sie? Schon möglich, aber stimmen tun sie doch. Nehmen Sie zum Beispiel unseren Bobby. Mit seinen deformierten Vorderbeinen, dem fehlenden Auge, der schiefen Schnauze und dem gespaltenen Ohr war er wahrlich kein Adonis und wäre bei Schönheitskonkurrenzen wohl regelmäßig leer ausgegangen. Dafür hatte er ein Gemüt wie Samt und Seide und ein flaumfederweiches Herz. Das hatten Nelly und ich auf Anhieb gecheckt und ihn mit offenen Pfoten in unser Rudel aufgenommen. Für uns Hunde zählt wirklich nur die innere Schönheit, und die sehen wir bei Euch auch ohne dass Ihr Euch wenden oder operieren lasst!


Na dann, bis in Bälde.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny




Wellness im Schnee - mei, d e s macht schee!

Nickname 12.07.2017, 22.26| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

JETZT BIN ICH BERÜHMT!

Heute wurde ich geboren. Eins von zehn. Mein Vater war sehr berühmt. Ich habe eine Menge Halbbrüder und -schwestern. Meine Mutter ist sehr berühmt. Seit sie berühmt wurde, hatte sie immer nur Welpen. Keine liebende Hand, keine lustigen Ausflüge . . . nur Welpen. Sie ist immer sehr traurig, wenn sie von ihr weggehen.


Heute verließ ich mein Heim. Ich wollte nicht weg, deshalb habe ich mich hinter meiner Mutter und drei übrigen Geschwistern versteckt! Ich mochte dich nicht. Aber sie sagten, ich würde eines Tages berühmt sein. Ich frage mich, ob berühmt das gleiche ist wie Spaß und gute Zeiten? Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl es Dich gestört hat, daß ich mich vor dir versteckt habe. Ich glaube nicht, daß Du mich mochtest.


Mein neues Heim ist weit weg. Ich bin verstört und ängstlich. Mein Herz sagt: Sei tapfer. Meine Verwandten sind es auch. Ob sie auch in gute Hände kamen wie ich? Ich bin hungrig, weil zuviel essen schlecht für meine Knochen ist. Ich kann nicht beißen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind. Ich laufe einfach weg und spiele und tue so, als ob ich auf einer großen Wiese bin mit Schmetterlingen, Rotkehlchen und Fröschen.


Ich weiß nicht, warum sie mich treten. Ich bin still, aber der Mann schlägt mich und sagt laute Dinge. Die Frau gibt mir keine guten Sachen, wie ich sie bei meiner Mutter hatte. Sie wirft nur trockenes Futter auf den Boden und geht weg, bevor ich nah genug zum Berühren und Schmusen kommen kann. Manchmal riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem.


Heute bekam ich zehn Welpen. Sie sind so wundervoll und warm. Bin ich jetzt berühmt? Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen, aber sie sind so klein. Ich bin so jung und verspielt, daß es schwer ist, hier in dem Loch unter dem Haus zu liegen und meine Welpen zu säugen. Jetzt weinen sie. Ich zerkratze und zerreiße mein Fell. Ich wünschte, jemand würde mir etwas Futter hinwerfen. Ich bin auch sehr durstig.


Jetzt habe ich nur noch acht. Zwei wurden während der Nacht kalt und ich konnte sie nicht warm machen. Sie sind tot. Wir sind alle sehr schwach. Vielleicht können wir etwas Futter bekommen, wenn ich sie auf die Veranda trage?


Heute haben sie uns weggeholt. Es war zuviel Aufwand, uns zu füttern und jemand kam, um uns zu holen. Jemand schnappte meine Welpen, sie weinten und winselten. Wir wurden in einen Lastwagen mit Boxen getan. Sind meine Babies jetzt berühmt? Ich hoffe es, denn ich vermisse sie. Sie sind weg.


Der Ort riecht nach Urin, Angst und Krankheit. Warum bin ich hier? Ich war genau so schön wie meine Verwandten. Ich bin hungrig, schmutzig, in Panik und unerwünscht. Vielleicht das Schlimmste, unerwünscht zu sein. Niemand kam, obwohl ich lieb zu sein versuchte.


Heute kam jemand. Sie legten mir ein Band um den Hals und führten mich zu einem Raum, der sehr sauber war und einen glänzenden Tisch hatte. Sie hoben mich auf den Tisch. Jemand hielt mich und streichelte mich. Ich fühlte mich so gut!!! Dann fühlte ich mich müde und lehnte mich hinüber zu demjenigen, der mich gestreichelt hatte.


Jetzt bin ich berühmt:

Heute hat sich jemand um mich gekümmert!


Aus: Dalmatinerpost, Juni 1997,
Verfasser leider unbekannt

Nickname 12.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EINE LEIHGABE

"Ich werde dir für eine Weile diesen Hund leihen", sagte Gott. "Damit du ihn liebst, während er lebt und damit du um ihn trauerst, wenn er gegangen ist. Vielleicht für zwölf oder vierzehn Jahre, oder vielleicht auch nur für zwei oder drei.


Aber wirst du, bis ich ihn zurückrufe, für ihn sorgen?


Er wird dich mit all seinem Charme erfreuen.Und sollte auch sein Aufenthalt kurz sein, wirst du dich doch immer an ihn erinnern, auch in deinem größten Kummer.


Ich kann dir nicht versprechen, dass er bleiben wird, weil alle von der Erde wieder zurückkehren.


Aber es gibt Dinge, die hier gelernt werden, die dieser Hund lernen soll. Ich habe um die ganze Welt geschaut, um einen geeigneten Lehrer zu finden. Und von allem Volk, das sich auf der Erde tummelt, habe ich dich gewählt.


Wirst du ihm nun all deine Liebe geben, nicht das Unvermeidliche scheuen, noch mich hassen, wenn ich komme, um ihn zurück zu holen?


Trotz all der Freude, die dieser Hund dir bringen wird, gehst du das Risiko von großem Schmerz ein.


Wirst du ihn mit Zärtlichkeit aufnehmen, wirst du ihn lieben, während du darfst, und für das Glück, das du kennen lernen wirst, für immer dankbar sein?


Aber sollte ich ihn viel früher zurückrufen, als du rechnest, bitte trage tapfer den bitteren Schmerz, der kommt, und versuche zu verstehen.


Erinnere dich daran, als du ihn mit deiner Liebe umhegen konntest, halte jeden Moment eures vertrauten Bandes fest und sei sicher:


Er liebte dich auch"


(Verfasser leider unbekannt)



Wir haben den Trennungsschmerz von einem geliebten Vierbeiner schon oft erlebt - die kürzeste, gemeinsam verbrachte Zeitspanne mit unserem JULCHEN betrug gerade acht Monate - und er steht uns noch des öfteren bevor. Jedes Mal bricht es uns das Herz, aber wir möchten keinen unserer Lieblinge missen. Und ich glaube, am Ende sind sie die größeren Lehrer als wir.

Nickname 12.07.2017, 22.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EIN KLEINER, ALTER RÜDE


Einer nach dem Anderen geht an meinem Käfig vorbei.
Zu alt, zu verbraucht, zu abgenutzt, auf keinen Fall.
Hat die Zeit hinter sich, taugt nicht mehr
für Lauf und Spiel mit dem Ball.
Dann schütteln sie langsam den Kopf und gehen vorbei.


Ein kleiner alter Rüde, krank von Arthrose und Schmerz.
Es scheint, für mich gibt es keinen mehr mit Herz.
Ich hatte mal ein Zuhause und auch ein Bett.
Einen warmen Platz und Futter - so nett.


Nun wird mein Fang grau und mein Augenlicht schwach.
Wer möchte einen Hund, so alt und schwach.
Meine Familie entschied, ich sollte weg.
Ich war im Weg und meine Haltung, kein Zweck.


Ganz gleich welcher Grund in den Sinn ihnen kam.
Es war nicht Recht, dass man mein Leben mir nahm.
Nun sitz ich im Käfig. Tagaus und tagein
finden jüngere Hunde ein neues Daheim.


Als ich, fast am Ende, schon den Glauben verlor,
sahst du mein Gesicht und Hoffnung kam empor.
Du sahst durch das Grau und die vom Alter gebeugten Beine
Und sagtest mir, dass jenseits des Käfigs die Sonne noch scheine.


Du nahmst mich nach Hause, gabst mir Futter
und einen Platz zu leben,
teiltest dein Kissen mit meinem armen müden Kopf daneben.
Wir schmusen und spielen und du sprichst lieb mit mir.
Du liebst mich so innig und zeigst es auch hier.


Auch wenn ich viele Stunden mit andren verbracht habe,
so ist deine Liebe zu mir eine besondere Gabe.
Ich verspreche die Liebe zurück zu geben,
während meines gesamten restlichen Lebens.


Wir werden Wochen oder Jahre miteinander überstehen.

Wir teilen ein Lächeln und ich werde dich weinen sehen.
Und wenn der Abschied kommt für mich und dich,
weiß ich, dass du weinst und dein Herz trauert um mich.


Wenn ich dann die Brücke erreiche, ganz frisch
Sind meine Gedanken bei dir an deinem Tisch.
Und ich werde prahlen vor allen und jedem
Von dem Menschen, der meine letzten Tage erfüllte -
mein Leben.


(Gefunden im Internet, Verfasser leider unbekannt)



Nickname 12.07.2017, 22.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

MÖRDER HUND? BESTIE KIND?


Wir sind allein im Zimmer, deine Mutter ist im Obergeschoss des Hauses. Ich mag dich, habe dich von Anfang an sehr gern gehabt. Ich nehme es dir nicht übel, dass du oft grob zu mir bist, du bist ja noch klein.


Plötzlich findest du diesen Bürotacker, beginnst damit zu spielen... Du bist ja noch so klein, so neugierig, willst alles ausprobieren. Du tackerst Papier zusammen, jauchzt vor Freude. Ganz selten beschäftigt sich jemand mit dir, armes Kind, das musst du meist selbst machen, sie wollen nur ihre Ruhe haben.


Dann kommst du auf mich zu, mit dem Tacker in der Hand. Deine kleine Kinderhand greift nach meinem Schlappohr, und ... AU! Das hat weh getan! Ich jaule auf, doch du verstehst es nicht. Bist ja noch so klein, für dich ist es nur ein Spiel. Du greifst wieder nach meinem Ohr, ich will fliehen, doch wir sind in dem kleinen Zimmer eingesperrt.


Du tust es wieder, wieder jaule ich laut auf unter dem Schmerz. Du verstehst es nicht, denkst es wäre ein Spaß, ein lustiges Spiel. Ich bin dir nicht böse, du bist ja noch so klein. Du tust es wieder und wieder und wieder, ich kann dir nicht entkommen.


Mein lautes Jaulen schallt durchs ganze Haus, doch niemand kümmert sich darum. Wo ist deine Mutter? Warum läßt sie uns wieder so lange allein? Warum hört sie mein Jaulen, meine verzweifelten Hilfeschreie nicht? Du rennst hinter mir her, drängst mich in die Ecke, tust es wieder. Wieder jaule ich gequält auf, dieses Mal noch lauter als zuvor.


„Halt endlich die Schnauze du Scheißköter!", hallt die Stimme deiner Mutter durchs Treppenhaus. Sie nennt mich immer so, sie mag mich nicht besonders. Eigentlich hat sie mich nur gekauft, damit du etwas zum Spielen hast, und sie in Ruhe lässt. Sie will immer nur ihre Ruhe haben. Sie mag sich nicht um dich kümmern, und sie mag sich erst recht nicht um mich kümmern.


Mein Ohr schmerzt, doch du lässt nicht von mir ab. Was soll ich nur tun? Ich will dir nicht wehtun, weiß du meinst es micht böse. Du verstehst es nicht, weil dir niemand beigebracht hat, dass man Tiere nicht zum Spaß quälen darf. Niemand hat dir je beigebracht, dass auch ich Schmerzen empfinde. Sie wollen nur ihre Ruhe haben ...


Wieder spüre ich diesen stechenden Schmerz, er macht mich rasend. Wieder versuche ich zu entkommen, doch es glingt mir nicht. Ich will dir nicht wehtun, ich liebe dich doch! Du tust es wieder und immer wieder, der Schmerz wird unerträglich. Doch du hörst nicht auf, jagst mir eine Klammer nach der Anderen ins Ohr. Du kannst nichts dafür, du weißt nicht was du tust. Du bist ja noch so klein, verstehst es nicht.


Schließlich kann ich nicht mehr, halte die Schmerzen nicht länger aus. Ich schnappe nach dir, mein Fangzahn streift dich an der Wange. Wir halten beide erschrocken inne, sehen uns einen Moment in die Augen. Ich wollte dich nicht verletzen, wollte nur dass es aufhört ... Du greifst dir mit deiner kleinen Hand an die Wange, und als du das Blut an ihr siehst, beginnst du zu schreien.


Plötzlich geht alles ganz schnell. Deine Mutter kommt, reißt dich an sich. Dein Vater kommt, tritt brutal auf mich ein und schleift mich ins Auto. Er bringt mich zum Tierarzt. „Sofort einschläfern, die Töle hat mein Kind gebissen!", brüllt er aufgebracht. Der Tierazt kennt mich, er wundert sich, kann kaum glauben, dass ich das wirklich getan haben soll. Tränen schießen ihm in die Augen, als er die annähernd 100 Heftlammern in meinem Ohr sieht. Er streichelt mir sanft über den Kopf, dann greift er zur Spritze.


Er muss es tun, ist dazu verpflichtet ...


Morgen werde ich die Sonne nicht mehr aufgehen sehen. Aber ich werde berühmt sein. Auf den Titelblättern aller großen Zeitungen wird mein Foto stehen. Darüber wird in großen Buchstaben geschrieben sein: „HUND ZERFLEISCHT KIND!"


In den Artikeln wird es heißen:


„Schon wieder fiel ein vermeintlich braver Familienhund grundlos ein Kind an und verletzte es schwer im Gesicht..."


Vielleicht wird die Geschichte sogar im Fernsehen diskutiert. Viele Menschen werden dann entsetzt aufschreien, hitzig diskutieren, einige werden fordern, dass alle Hunde für immer eingesperrt werden sollten. Aber niemand wird sagen was genau geschah, denn das interessiert nur ganz wenige. Deine Eltern haben es den Medien so erzählt, und die waren sehr froh darüber. Die Menschen lieben Geschichten über wilde Bestien, das bringt gute Auflagen und gute Einschaltquoten. Gute Auflagen & Einschaltquoten bringen viel Geld, und das lieben die Menschen noch viel mehr.


Ich habe die Menschen geliebt. Ich habe dich geliebt ...


QUELLE:

studivz, "Pro Tierschutz", Verfasser leider unbekannt)


Anmerkung: Immer wieder gibt es Eltern, die glauben, ein Hund wäre eine Art Nanny und könnte ihre eigene Zuwendung ihrem Kind gegenüber ersetzen. So wie viele Erziehungsberechtigte ihre Kinder vorm Fernseher oder Computer "parken", damit sie in Ruhe ihren eigenen Angelegenheiten nachgehen können, so soll mancher Hund gleichzeitig Spielkamerad, Seelentröster und Aufsichts'person' für den Nachwuchs sein. Ich bin an sich keine Kinderfeindin, sie sind Opfer ihrer Un - Erzogenheit und wissen noch nicht, was sie tun.Ein Hundeführerschein soll nach dem Willen des Gesetzgebers bald verbindlich für alle Hundehalter eingeführt werden. Wie wäre es mit einem Kinderführerschein als Eignungstest für zukünftige Eltern? Die Durchfallquote läge sicherlich erschreckend hoch.

Nickname 12.07.2017, 14.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

VIEL ZU HEIß!

  AHOI!


Liebe Leute, sagt mal, wann kommt denn nun endlich der Sommer? Wo hält sich der bloß versteckt? Frauchen hat schon überall nachgesehen: unterm Bett, hinter der Couch und sogar im Kühlschrank – nirgends eine Spur! Es braucht ja nicht gleich so eine Gluthitze zu sein wie momentan in Kalifornien; aber 17 Grad sind wirklich nicht die Welt und so ein bisschen Sonne aufs Fell wäre schon fein. Vorausgesetzt, man kann sich an ein schattiges Plätzchen zurückziehen, wenn´s einem zu bullig wird und muss zum Beispiel nicht stundenlang in der Stadt im geparkten Töff-Töff schmoren. Dabei erdulden wir Hunde nämlich echte Höllenqualen.


Stellt Euch das vor: Wenn es draußen 25°C sind, herrschen in einem Auto, das im Schatten steht, ungefähr 32 Grad; und wenn Ihr Euren Wagen in der Sonne geparkt habt, weil weit und breit kein anderer Platz zu finden war (übrigens wandert ja die Sonne. Wo es eben noch Schatten gab, kann sie schon bald darauf vom Himmel brennen), liegt die Temperatur im Innern ratzfatz bei etwa 70°C! Das hält kein Schwein aus, erst recht kein Hund. In so einem Brutkasten erleiden viele von uns nach kürzester Zeit einen Hitzschlag, der unser Gehirn schädigen kann und an dem wir im schlimmsten Fall sogar sterben. Ihr meint, das brauche ich Euch nicht extra zu sagen? Na klar, I h r würdet Eure Lieblinge niemals für länger in einen derartigen Backofen setzen. Leider haben andere da weniger Verstand.


In München gab es erst kürzlich wieder einen solchen Fall: Da entdeckten Passanten eine Deutsche Dogge in einem VW Golf (!) und alarmierten sofort die Polizei. Das Tier hatte kaum genügend Platz, um sich hinzulegen, und die Fenster waren alle hermetisch verschlossen – als ob sich jemand an ein Fahrzeug wagen würde, das von so einem Kalb bewacht wird! Das arme Vieh hockte mit verdrehten Augen völlig apathisch da, hechelte mit dunkel angelaufener Zunge und hatte sich auch schon erbrochen. Das sind alles typische Symptome für einen Hitzschlag. Vom Besitzer war natürlich weit und breit nichts zu sehen, deswegen mussten die Beamten den Wagen knacken. Drei Mann hoch (so eine Dogge wiegt ja schon was) hievten sie den Hund nach draußen in den Schatten, gaben ihm ein paar Schlucke Wasser zu trinken und verständigten einen Tierarzt. Der Hundehalter bekam eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Eine viel zu milde Strafe, finde ich. Wenn es nach mir ginge, müsste man solche Leute ebenfalls für ein paar Stunden ohne einen Tropfen Wasser und ausreichend Luft in ein heißes Auto sperren und erst in allerletzter Sekunde befreien, damit sie am eigenen Leib erfahren, wie sich das anfühlt.


Ihr wisst ja, grundsätzlich gilt für uns Fellnasen die olympische Idee: „Dabei sein ist alles!“ Aber so freudig wir Euch sonst überallhin begleiten - während der Hundstage machen wir schon mal eine Ausnahme und warten (wenn es nicht allzu lange dauert) gern daheim auf den kühlen Fliesen in der Küche oder im Bad, bis Ihr zurück seid. Wenn wir dann hecheln und die Augen verdrehen, liegt es nicht an der Hitze, sondern an unserer großen Wiedersehensfreude. In dem Sinne – kommt alle gesund durch den Sommer (bald ist er da, Ihr werdet sehen)!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny



Vorne bin ich schon knackig braun,

bloß hinten muss ich noch ein bisschen...

************




...und anschließend im Halbschatten dösen -

so lass ich mir den Sommer gefallen!

************



WENDY hat das auch immer sehr genossen.

Nickname 11.07.2017, 21.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

UMSONST GELEBT!



Ich öffne meine Augen und sehe meine Mama, die warm ist und dicke Zitzen hat. Ich spiele mit meinen Brüdern und Schwestern, wir knurren und beißen einander und haben viel Spaß.

Ich bin glücklich. Ich bin schon zehn Wochen alt und kann bereits springen und bellen, als fremde Leute kommen, die mich auf den Arm nehmen und mich mitnehmen in mein neues Zuhause.


Alles riecht fremd dort und ich fühle mich nicht heimisch, aber die Kinder lehren mich allerlei wilde und verrückte Spiele, und das liebe ich. Ich darf in ihre Hausschuhe beißen und auf ihrem Bett liegen, um mit ihnen dort zu spielen und bei ihnen zu schlafen. Die ganze Familie lacht, wenn ich in die Ärmel beiße und schrecklich knurre. Im Garten jagen wir hintereinander her und ich darf in ihre Beine beißen. Ich darf alles tun, was ich will. Sie lachen, wenn ich sie anspringe und ich bin glücklich.


Ich bekomme neue Zähne und werde groß und stark. Wenn ich sie jetzt anspringe, fallen sie manchmal um und weinen und dann sind die großen Menschen böse mit mir und schreien mich an. Wenn ich jetzt einen herrlich riechenden Hausschuh finde und zerbeiße, nehmen sie ihn mir weg und schlagen mich damit und schreien. Wenn sie mich vom Bett herunterholen und ich knurre sie an wie einst, denn ich darf doch dort schlafen, schreien sie wieder und jagen mich in den Garten.


Ich darf nicht mehr im Haus bei meiner Menschenfamilie sein und nicht mehr mit den Kindern spielen. Sie sperren mich in eine Kammer. Ich bin unglücklich. Ich verstehe nicht, was mit mir passiert. Ich jammere, ich belle und möchte bei meinen Menschen sein. Ich werde verrückt. Wenn ich jemanden aus dem Haus kommen höre, hoffe ich, sie kommen, um mich zu holen und ich belle. Da schreien die Menschen und schütten Wasser nach mir. Ich bin Tage und Wochen eingesperrt, ich bin einsam, mir ist oft kalt. Warum sitze ich hier? Ich will heraus, ich will nicht allein sein. Ich belle und jammere. Ich bin unglücklich.


JETZT sitze ich irgendwo in einem fremden Käfig zwischen anderen Käfigen mit vielen Hunden. Wir jammern, und manchmal kommen Menschen, um uns hinter den Gittern anzusehen. Ich vertraue niemandem mehr, sitze hinten in meinem Käfig und weigere mich, die Menschen anzuschauen. Nie bleiben sie vor meinem Käfig stehen. Ich bleibe hier sitzen - warum sitze ich hier??? Ich will heraus, ich will nicht allein sein, ich jammere und belle. Ich bin unglücklich!



Da kommt ein Mann mit einer Leine und einem Halsband - möchte er mich etwa haben? Er nimmt mich mit durch viele Gänge in ein Zimmer, wo es fremd riecht. Er nimmt eine Leine und bindet mir meine Schnauze zu. Warum macht er das? Ich habe doch nicht die Absicht ihn zu beißen! Er nimmt mich in seinen Arm - will er doch freundlich sein?


Au - was macht er jetzt? Er steckt etwas in mein Fell. Ich kann meine Augen nicht mehr offen halten. Ich schließe sie, ich schlafe ein. Ich höre auf, traurig zu sein. Ich höre auf, mich zu fragen, was es war, was die Menschen von mir wollten. Ich schlafe, ich sehe den Himmel, niemand schreit mehr mit mir, niemand tut mir mehr weh!!!


(www.tierherzen-brauchen-hilfe.de)


*********************************************


Regel Nr. 1: Einmal erlaubt, immer erlaubt = Gewohnheitsrecht. Das gilt für kleine Kinder und junge Hunde gleichermaßen. Klare Ansagen und liebevolle Konsequenz sind das A und O jeder Erziehung.


Regel Nr. 2: "Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück." (Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker, 570 ? 480 v.Ch.) Was damals galt, ist heute immer noch wahr.


Regel Nr. 3: Wer sichergehen will, dass er mit seinem vierbeinigen Hausfreund keine "Katze im Sack" kauft, der begebe sich in ein Tierheim, lasse sich dort beraten und wähle dann in Ruhe und mit Bedacht seinen Traumhund aus.



 CHARLY, einer unserer früheren Lieblinge

aus dem Tierheim Berlin

Nickname 10.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WAS WÄRE, WENN?

Haben Sie schon mal Post von Ihrem Hund erhalten? Wohl kaum, denn er kann zwar vieles, nur schreiben leider nicht. Aber könnte er es, wären seine Briefe sicher höchst interessant und aufschlussreich. Er würde auch nicht lange - wie wir es gern tun - um die Sache herumreden, sondern gleich auf den Punkt kommen. Das läse sich dann beispielsweise so:

Liebes Frauchen!


Könntest du damit aufhören, mich in aller Öffentlichkeit "Bärchen" oder "Schieterle" zu nennen? Ich weiß, du tust das, weil du mich so süß und knuddelig findest. Zu Hause in unseren eigenen vier Wänden stört es mich ja auch nicht weiter; nur wenn wir unterwegs sind, vor den anderen, da ist es mir doch ein bisschen peinlich. Zum Beispiel heute, als wir Emmy in der Frühe beim Waldgassi trafen, hat sie mich wieder kaum angeguckt. Aber diesmal bestimmt nicht aus Schüchternheit, sondern weil sie sich insgeheim halbtot gelacht hat darüber, wie du mich rufst. Wenn sich das rumspricht, bin ich bei den anderen Jungs unten durch. Ich finde meinen Namen, den du extra für mich ausgesucht hast, wirklich schön. Wollen wir es nicht dabei lassen? BITTE!


Dein Barny



BARNY, einfach nur Barny.

Na ja, vielleicht höchstens noch "Poldi",

nach meinem polnischen Landsmann

aus der Nationalmannschaft.

Alles andere lassen wir sein.

Nickname 10.07.2017, 20.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DAS KANN DOCH JEDEM MAL PASSIEREN!

  Liebes Frauchen!

Tut mir echt leid, dass ich neulich in dem großen Kaufhaus für Tiere ans Regal mit den Halsbändern und Leinen gepinkelt habe, als du mir einen neuen Ranzen anprobieren wolltest. Bestimmt war dir das sehr peinlich, aber musstest du gleich so ein Drama daraus machen? Die nette Verkäuferin sagte noch, das wäre halb so wild, und ich sei nicht der erste, dem das passiert. Deswegen roch es dort wahrscheinlich auch so aufregend, dass ich einfach nicht an mich halten konnte. Überhaupt, wessen Idee war es denn, dass ich den neuen Ranzen brauchte, wo ich den alten gerade so schön eingetragen hatte? Ich fand, er passte noch ganz gut, aber du meintest, er wäre „eingelaufen“. In Wirklichkeit findest du mich einfach nur zu dick. Dabei trägt höchstens mein dichtes Fell, auf das du sonst so stolz bist, vielleicht ein bisschen auf. Und falls (ich sage ausdrücklich falls!) ich tatsächlich ein klein wenig zugelegt haben sollte, wessen Schuld wäre das? Schließlich bist d u es von uns beiden, die weiß, wie man die Kühlschranktür öffnet!


Dabei fällt mir ein: Warum hast du morgens beim Gassigehen vergessen, das Täschchen mit den Leckerlis für unterwegs mitzunehmen? Gerade heute, wo Herrchen den ganzen Tag weg ist und ich vor Kummer meinen Schwanz auf Halbmast trage, hätte ich ein Trösterchen dringend gebraucht. Aber Schwamm drüber, vergessen wir alles und sind uns wieder gut, ja?


Dein dich liebender Barny


P.S. Das „kleine Drecksvieh“ vor allen Leuten musste trotzdem nicht sein!


Nickname 10.07.2017, 19.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DIESE KUTSCHE FÄHRT RETOUR


Vor geraumer Zeit hatte ich hier das Gedicht 'Frau vs. Hund' wiedergegeben. Es löste völlig zu Recht heftige Empörung aus. Zur Erinnerung noch einmal das "Werk":


"Jüngling in den reifen Jahren,
willst du nehmen eine Frau,
denke stets an die Gefahren,
überleg´ es dir genau.


Hüte dich vor Liebesgaben,
hüte dich vor schwacher Stund´,
willst du lieben ohne Plagen,
kauf dir lieber einen Hund!


So ein Hund gehört dir immer,
weil er dich als Herrn erkennt,
bei einer Frau geschieht das nimmer,
denn Gehorsam ist ihr fremd.


Mitgift hat er freilich keine,
aber eines weißt du ganz genau,
so ein Hund wird immer treu sein –
weißt du das von deiner Frau?


So ein Hund weint nie ´ne Träne,
niemals braucht er Aspirin,
abends hat er nie Migräne
und braucht nie was anzuzieh´n.


Willst du mal ´ne Reise machen,
kannst du ruhig den Wau Wau
einem Freund in Pflege geben –
versuch das mal mit deiner Frau!

Gehst du mit ihr auf die Straße,
bleibt sie plötzlich stille steh´n:
„Lieber Mann, mich drückt die Blase,
halt die Tasche, ich muss gehen.“


Deinem Hund genügt ein Bäumchen,
denn er nimmt´s nicht so genau,
er hebt einfach hoch das Beinchen –
verlang das mal von deiner Frau!


Vor den Läden steh´n die Frauen,
neue Kleider sind ihr Ziel,
können gar nicht satt sich schauen,
haben Hüte nie zu viel.


Einen Hund, den brauchst du nimmer
auszuschmücken wie ´nen Pfau,
denn er läuft ja nackend immer –
verlang das mal von deiner Frau!


Willst du wie in früheren Tagen,
abends in die Kneipe geh´n,
musst die erst dein Frauchen fragen,
bitte, bitte, musst du fleh´n.


Bei den Hunden ist das anders,
denn die Sitten sind hier rauh,
diese werden eingeschlossen –
versuch das mal mit deiner Frau!


Und kommst du mal spät nach Hause,
willst zu ihr ins Bettchen geh´n,
wird sie toben ohne Pause:
„Geh, ich will dich nicht mehr seh´n!“


Doch wie anders ist so´n Hündchen,
macht es mal zu laut wau wau,
kriegt es eines auf die Schnauze –
mach das mal mit deiner Frau!


Drum ihr Männer, lasst euch sagen,
lasst die Hände von der Frau,
denn in ihren alten Tagen,
wird sie hässlich, alt und grau.


Wird dein Hund dir mal zuwider,
dann verkaufst du den Wau Wau
und kaufst dir ´nen neuen wieder –
verkauf mal so ´ne alte Frau!


Geschmacklos, oder? Besonders die beiden letzten Strophen wurden von Vielen als abstoßend empfunden, und mit Humor hat das wirklich nichts mehr zu tun. Vor kurzem bin ich nun auf das aus meiner Sicht höchst vergnügliche Gegenstück gestoßen. Ich finde, das kann man ruhig so stehen lassen. Aber lest bitte selbst:


Mädel, bist du zwanzig Jahr´,
nimm dir niemals einen Mann.
Willst du dich vor Leid bewahren,
schaff dir bloß kein Mannsbild an.


Schlecht sind heute alle Männer,
Kind, ich weiß das ganz genau.
Ich geb´ dir 'nen Rat als Kenner:
"Kauf dir lieber ´nen WAUWAU".


So ein Hündchen, ein Wauwauchen,
das ist Geld und Goldes wert.
Sagst du nur, "Sei lieb zu Frauchen",
ist er lieb, wie's sich gehört.


Und des Nachts vor deinem Bettchen
liegt er und bewacht dich dann.
Wohlbemerkt: "Vor" deinem Bettchen,
glaubst du denn, das tut ein Mann???


So ein Hündchen kannst du streicheln,
kannst zu ihm so zärtlich sein.
Doch willst du einem Manne schmeicheln,
bildet er sich gleich was ein.


So ein Hund, der kann nicht lügen,
höchstens knurrt er dann und wann.
Er wird niemals dich betrügen.
Weißt du das von deinem Mann???


So ein Hündchen geht nie kegeln,
lässt dich nie des Nachts allein.
Geht nicht zum Fußball, geht nicht segeln,
der will stets nur bei dir sein.


Und führen fern dich deine Wege,
gibst du dein WauWauchen dann
bei der Nachbarin in Pflege.
Mach das mal mit deinem Mann!


Zugegeben, beim Lesen habe ich das eine oder andere Mal mit dem Kopf genickt - obwohl der Beste selbstverständlich die berühmte Ausnahme von der Regel und über jede Kritik erhaben ist, ebenso wie alle anderen hier lesenden Herren der Schöpfung!


Nickname 10.07.2017, 17.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

ENTSCHULDIGUNG EINES HUNDEBESITZERS

Liebe Mitmenschen,

die ihr keine Hunde habt

UND (ich betone UND)

diese auch nicht leiden könnt!

Ihr habt ja so Recht!



Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk?


Und zwar  durchweg alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund-, Mischlings-, Doggen- oder Mopsbesitzer. Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde.


Und ja: unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse!


Es tut mir so leid!


Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:


1. Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn Ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchtet. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn Ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinen Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch!


2. Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht mal angeatmet hat!). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer.


3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das eklig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen.


4. Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr Euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche. Dann frisst mein Hund eben heute mal frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan!


5. Liebe Mitmenschen, die Ihr so romantisch in freier Natur grillt! Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja TEILWEISE ohne Leine laufen darf (Danke, Danke! Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierflasche treten oder an Euren Grillresten ersticken soll!


6. Liebe Jogger, natürlich habt Ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde Euren Weg kreuzen und Euch nötigen, Euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört Euch! Wir Hundebesitzer können unserem Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!


7. Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meinen Hund am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Gruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muss Danke zu mir sagen. Ich bin ein Hundebesitzer!


Liebe Mitmenschen, ich bilde meinen Hund aus und bringe ihm Gehorsam bei, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögender-Mensch nähert.


Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden.


Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten!


Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-mögende Mitmenschen! Ich weiß, dass es Euch gibt. Vereinzelt habe ich Euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit Euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn Ihr ihn streichelt.


Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken.


Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher! Danke!


Nickname 10.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GRAND CHARMEUR IM ALTERSHEIM

AHOI!


Liebe Leute, das ging mal wieder so richtig rund, heute Nachmittag im Seniorenheim! Vor dem 'Event' kämmte und bürstete Herrchen mich stundenlang, um mein Fell schön streichelweich für die alten Hände zu machen. Frauchen packte jede Menge Leckerlis ein – wohlweislich nur meine Lieblingssorte, sie wollte sich ja nicht blamieren. Wenn ich nämlich etwas nicht mag, kann sie sich auf den Kopf stellen oder ein Rad schlagen – ich mache meine Schnauze nicht auf. Einen Haufen Spielzeug, darunter zwei niegel-, nagelneue Qietschbälle, nahmen wir auch mit. Dann ging es los.


Bei unserer Ankunft wurden wir gleich mit großem Hallo begrüßt. Frauchen rückte schnell noch ein paar Tische zur Seite, damit meine Rennbahn frei war, und schon begann der Spaß. Ich will nicht hochstapeln, aber bestimmt bin ich an die dreißig Mal hinter meinen Bällchen her gerannt und habe sie wieder zurückgebracht. Na schön, früher habe ich es locker auf das Doppelte gebracht, aber immerhin. Das ging natürlich nicht ohne einiges Getöse ab, denn wie schon erwähnt handelte es sich um Qietschbälle. Es hat aber niemanden gestört; nur eine Bewohnerin war etwas irritiert und fragte immer wieder: „Hört ihr nicht, es hat an der Tür geklingelt. Warum geht denn keiner aufmachen?“ Na ja, sie ist fast taub, nur ganz hohe Töne hört sie noch gut. Frauchen hat übrigens echt Bauklötzer gestaunt, wie flink und behende einige der Damen plötzlich waren; sonst sitzen sie nämlich meistens nur still auf ihren Stühlen und rühren sich nicht vom Fleck.


Zwischendurch gab es immer wieder eine Runde Leckerlis und jede Menge Streicheleinheiten. Die alten Damen haben sich beim Kraulen gegenseitig förmlich überboten, und es ist ein Wunder, dass ich überhaupt noch Fell habe. Aber schön war es doch, und ich habe es richtig genossen, Hund im Korbe zu sein. (Ich weiß, dass es Hahn heißt. Aber erstens habe ich vier Beine; und zweitens kann ich nicht krähen – bis jetzt jedenfalls. Wer weiß, vielleicht fange ich eines Tages ja noch an, Fremdsprachen zu lernen.) In der „Linde“ herrscht nämlich chronischer Herrenmangel. Es gibt zwar auch einige männliche Bewohner; aber die wollen entweder für sich allein sein oder sind bereits so krank, dass sie an den Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen können.


Das viele Pfötchengeben war ein bisschen doof, immer erst „Sitz“ und Pfote hoch, bevor es was zu futtern gab. Aber die alten Leutchen stehen da voll drauf, und Frauchen hatte mich extra darum gebeten. Sie meinte, diese Menschen hätten wirklich nicht mehr viel Freude im Leben, eigentlich würden viele nur noch dasitzen und auf den Tod warten. Da habe ich ihnen natürlich den Gefallen getan, und sie gerieten vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen!


Nach anderthalb Stunden waren sämtliche Leckerlis vernichtet, und die Bälle quietschten nicht mehr. Meine Spielkameradinnen fingen langsam zu gähnen an, und ich fühlte mich so richtig schön k.o. Noch eine Runde mit Streicheln und Pfötchengeben, und dann nichts wie nach Hause. Beim Abschied mussten wir hoch und heilig versprechen, bald wiederzukommen. Na klar, machen wir!


Es war ein toller Nachmittag, aber jetzt bin ich hundemüde. Meine Decke habe ich schon mal vorgewärmt, und Herrchens Schuhe geben ein feines Kopfkissen ab. Also dann, gut´s Nächtle, liebe Leute. Ich wünsche Euch einen friedlichen Schlaf und viele lustige Träume.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer BARNY


Nickname 09.07.2017, 22.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WIE MACHE ICH´S NUR WIEDER GUT?

Liebes Frauchen!


Verzeih, dass ich in der Frühe beim Waldgassi den Benno von Frau Meyer-Kühlwein so ein bisschen angegangen bin. Ich weiß, du hasst es, wenn ich das tue, aber ich konnte nicht anders. Der Typ ist so ein Langweiler: Statt wie jeder vernünftige Beagle mit mir eine Runde pirschen zu gehen, Vögel aufzuscheuchen und in Mauselöchern zu stöbern, steht er nur da wie ein Denkmal, zuckt mit keiner Wimper und rührt sich nicht vom Fleck. Mir sagt man ja nach, dass ich nicht mehr der Schnellste bin; aber verglichen mit dem gehe ich immer noch ab wie ein Düsenjet! Ich musste ihn einfach zwicken, um zu sehen, ob er überhaupt noch lebt. Wer konnte denn ahnen, dass er deswegen gleich so ein Theater macht! Jault wie am Spieß gebraten, humpelt, als hätte ich ihm ein Bein abgebissen - dabei habe ich ihn nicht mal richtig erwischt - und verkriecht sich unter Muttis bodenlangem Sommermantel. Klar, dass die sauer war und geschimpft hat, Du hättest das umgekehrt auch getan.


Aber Frauchen, wir beide wissen: Es gibt so gut wie kein Problem, das sich mit einer anständigen Fleischwurst nicht aus der Welt schaffen ließe. Was hältst Du davon, wenn wir rübergehen und ihm zur Versöhnung eine bringen? Du könntest noch eine Flasche Sekt mitnehmen. Die trinkst Du dann mit der Meyer-Kühlwein, und wenn mich der Benno von der Wurst abbeißen lässt, wäre das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Man muss flexibel sein, sagst du doch immer.

Dein Dich liebender BARNY



Ist gut, ich schäme mich ja schon!

Nickname 09.07.2017, 21.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

BOTSCHAFT VOM HIMMEL

Letzte Nacht stand ich an Deinem Bett,

um einen Blick auf Dich zu werfen,
und ich konnte sehen, dass Du weintest
und nicht schlafen konntest.
Während Du eine Träne wegwischtest,
winselte ich leise, um dir zu sagen:
"Ich bin's, ich hab' Dich nicht verlassen.
Ich bin wohlauf, es geht mir gut, und ich bin hier."


Heute morgen beim Frühstück,
da war ich ganz nah bei Dir
und ich sah Dich den Tee einschenken,
während Du daran dachtest,
wie oft früher Deine Hände zu mir herunter gewandert sind.


Ich war heute mit Dir beim Einkaufen,
Deine Arme taten Dir weh vom Tragen.
Ich sehnte mich danach,
Dir dabei zu helfen und wünschte,
ich hätte mehr tun können.


Heute war ich auch mit Dir an meinem Grab,
welches Du mit so viel Liebe pflegst.
Aber glaube mir, ich bin nicht dort.
Ich ging zusammen mit Dir nach Hause,
Du suchtest den Schlüssel.
Ich berührte Dich mit meiner Pfote und sagte lächelnd:
"Ich bin's."


Du sahst so müde aus,
als du Dich in den Sessel sinken ließest.
Ich versuchte mit aller Macht,
Dich spüren zu lassen, dass ich bei Dir bin.
Ich kann Dir jeden Tag so nahe sein,
um Dir mit Gewissheit sagen zu können:
"Ich bin nie fortgegangen."


Du hast ganz ruhig in Deinem Sessel gesessen,
dann hast Du gelächelt, und ich glaube, Du wusstest -
in der Stille des Abends,
dass ich ganz in Deiner Nähe war.


Der Tag ist vorbei, ich lächle und seh' Dich gähnen,
und ich sag' zu Dir:
"Gute Nacht, Gott schütze Dich,
ich seh' Dich morgen früh."


Und wenn für Dich die Zeit gekommen ist,
die Brücke, die uns beide trennt, zu überqueren,
werde ich zu Dir hinübereilen,
damit wir endlich wieder zusammen,
Seite an Seite sein können.


Es gibt so viel, das ich Dir zeigen muss,
und es gibt so viel für Dich zu sehen.
Habe Geduld und setze Deine Lebensreise fort,
und dann komm, komm heim zu mir.


(gefunden im Internet,
Verfasser leider unbekannt)



WENDY, meine Seelengefährtin

Nickname 09.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DER HUND MIT DEN ZWEI KÖPFEN?!


DANN DOCH EHER

ZIEMLICH BESTE FREUNDE!

Nickname 09.07.2017, 21.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WENN HUNDE IN DEN HIMMEL KOMMEN

...brauchen sie keine Flügel, denn Gott weiß, dass Hunde rennen möchten.

So gibt er ihnen Wiesen. Wiesen und Wiesen und Wiesen.

Wenn ein Hund im Himmel ankommt, dann rennt er einfach los.


Im Hundehimmel gibt es schöne Seen, groß und klar. Und überall Gänse, die flattern und schnattern, zupfen und rupfen. Hunde lieben das.


Sie rennen am Wasser entlang und bellen und bellen. Und Gott, hinter einem Baum verborgen, schaut ihnen zu und lächelt.


Natürlich gibt es Engel dort, Engelkinder.


Gott weiß, dass Hunde Kinder mehr lieben als alles andere sonst auf der Welt. Darum schickt er viele Engelkinder in seinen in seinen Hundehimmel. Es gibt dort Kinder mit Fahrrädern und Kinder mit Schlitten; es gibt Kinder, die rote Gummibälle werfen, und Kinder, die ihre Drachen durch die Wolken ziehen.
Die Hunde sind dabei, und die Kinder lieben sie heiß.


Und, oh, Hundekuchen! Hundekuchen über Hundekuchen, so weit das Auge reicht.


Gott hat einen Sinn für Humor. So gibt er seinen Hundekuchen die Gestalt von witzigen Tieren und anderen Sachen:
Kätzchen-Hundekuchen gibt es und Eichhörnchen-Hundekuchen. Aber auch Eiskrem-Hundekuchen und Schinkenbrötchen-Hundekuchen.


Klar, jeder Engel, der vorbeikommt, hat einen Leckerbissen für jeden Hund.
Und natürlich, alle Gottes-Hunde gehorchen sofort, wenn ein Engel „Sitz!“ sagt.
Im Hundehimmel wird jeder Hund ein guter Hund.


Gott schüttelt unermüdlich Wolken auf; damit macht er weiche Kuschelbetten für seinen Hunde im Hundehimmel.


Und wenn sie dann müde sind vom vielen Rennen und Bellen und Schinkenbrötchen verschlingen, findet ein jeder von ihnen ein Wolkenbett zu Schlafen.


Sie legen sich nieder, drehen sich um und um auf ihrer Wolke…
…bis sie genau richtig liegen, und dann rollen sie sich zusammen und schlafen ein.
Gott wacht über jeden Einzelnen von ihnen, und schlechte Träume gibt es nicht.


Leider nicht alle, aber viele Hunde im Hundehimmel haben jemandem gehört, solange sie auf der Erde waren. Natürlich haben sie das nicht vergessen. Ihr Himmel ist voller Erinnerungen. Und manchmal führt ein Engel einen Hund zu einem kleinen Besuch zurück auf die Erde. Niemand auf der Erde kann ihn sehen oder hören. Aber der Hund schnüffelt in seinem alten Hof herum, sieht nach der Katze von nebenan, folgt seinem Menschenkind auf dem Schulweg, hockt sich vor die Gartentür und wartet auf den Briefträger.

Und dann, wenn er zufrieden feststellt, dass alles in Ordnung ist, kehrt er mit seinem Engel in den Himmel zurück.

Denn das ist ihr Platz, ganz in der Nähe Gottes, der sie geschaffen hat.


Die Hunde im Hundehimmel, die auf der Erde kein richtiges Zuhause hatten, bekommen eines im Himmel. Dort haben sie Höfe und Vorgärten zum darin Spielen, und Sofas zum darauf Liegen und Tische zum darunter Sitzen, während die Engel ihre Mahlzeiten einnehmen. Natürlich hat jeder Hund seinen Napf mit seinem Namen darauf. Und jeder Hund wird den ganzen Tag gestreichelt und bekommt gesagt, wie brav er ist.


Hunde dürfen im Hundehimmel bleiben, solange sie möchten, und das kann bedeuten, für immer.


Wenn alte Freunde ankommen, werden sie schon erwartet. Die Hunde im Hundehimmel sind da, gleich an der Himmelspforte:


Beinahe wie Engel!


(gefunden im Internet, Verfasser leider unbekannt)



Unser Karlchen

Nickname 09.07.2017, 21.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

HERRCHEN UNSER

Ich glaube an das Herrchen
und an seine Streichelhändchen,
heimkehrend von der Arbeit,
ruhend auf der Wohnzimmercouch.


Von dort wird es kommen
zu richten meine Futterschüssel,
zu kraulen hinter den Ohren,
zu bürsten mein Fell,
oder zu empfangen meine Flöhe.


Herrchen unser,
gesegnet sei dein Vorrat an Hundefutter,
geheiligt sei unser täglicher Spaziergang ,
dein Pfiff komme,
mein Wille geschehe,
wie bei Tag als auch bei Nacht.


Und vergib mir die zerbissenen Schuhe,
wie auch ich vergebe denen,
die glauben, mein Hinterteil wäre der
ideale Spritzenlandeplatz,


denn mein ist das Reich
und des Kauknochens Herrlichkeit
in Ewigkeit – wuff!



Dieses herrliche Hundgebet stammt aus der Feder von Sonja Bartl. Die bewundernswerte Frau hat viele Jahre tapfer gegen ihre Krankheiten gekämpft und trotz aller Schmerzen und Rückschläge nie ihren Humor verloren. Ich hatte das Glück, sie persönlich kennenzulernen. Leider ist sie viel zu jung verstorben; aber in ihren Gedichten, Geschichten und Bildern lebt sie weiter.

Nickname 09.07.2017, 21.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EINE GUTENACHT - GESCHICHTE

DER KORB DES ALTEN MANNES

(Frei erzählt nach SHAD HELMSTETTER)

 

Es war einmal ein Waisenjunge. Er zog von Dorf zu Dorf, immer auf der Suche nach etwas Essbarem und einem Dach über dem Kopf.


Eines Tages traf der Junge auf einen alten Mann, der ebenfalls von Dorf zu Dorf wanderte. Sie beschlossen, gemeinsam weiterzugehen.


Der alte Mann trug einen großen, zugedeckten Weidenkorb, der offenbar sehr schwer war, denn der Alte lief tief gebeugt und stöhnte hin und wieder unter der Last. Als sie Rast an einem Bach machten, stellte der alte Mann seinen Korb erschöpft auf den Boden.


Der Junge fragte "Soll ich deinen Korb für dich tragen?"


"Nein", antwortete der Alte, "den Korb kannst du nicht für mich tragen. Ich muss ihn ganz allein tragen."


"Was ist denn in dem Korb?" fragte der Junge, doch er erhielt keine Antwort.


Viele Tage wanderten die beiden gemeinsam. Nachts, wenn der Alte glaubte, dass der Junge schlief, kramte er in seinem Korb herum und sprach leise mit sich selbst.


Es kam der Tag, an dem der alte Mann nicht mehr weitergehen konnte. Er legte sich nieder, um zu sterben. Und er sprach zu dem Jungen: "Du wolltest wissen, was in meinem Korb ist, nicht wahr? In diesem Korb sind all die Dinge, die ich von mir selbst glaubte und die nicht stimmten. Es sind die Steine, die mir meine Reise erschwerten. Auf meinem Rücken habe ich die Last jedes Kieselsteines des Zweifels, jedes Sandkorns der Unsicherheit und jedes Mühlsteins des Irrwegs getragen, die ich Laufe meines Lebens gesammelt habe. Aber ach – ohne sie hätte ich so viel weiter kommen können im Leben. Statt meine Träume zu verwirklichen, bin ich nun nur hier angekommen." Und er schloss die Augen und starb.


Der Junge ging zu dem Korb und hob den Deckel ab. Der Korb, der den alten Mann so lange niedergedrückt hatte, war leer.


***************************************

 

Beim Lesen der Geschichte fiel mir auf, dass ich ganz gut an der Stelle des alten Mannes hätte sein können. Anderen geht es vielleicht ebenso: Sie fühlen sich wie „in den Fuß gehauen“ durch die Zweifel und die Unsicherheiten, die sie von klein an mit sich herumschleppen. Bestimmt wurde den Wenigsten damals gesagt, sie seien einzigartig, wunderbar und liebenswert und das trotz – oder gerade wegen – ihrer Fehler und Schwächen. Meine Mutter war jedes Mal persönlich beleidigt, wenn ich eine Klassenarbeit verhauen hatte. Dann hieß es: "Hast du wieder stundenlang geschmökert, anstatt zu lernen? So schwer kann´s wohl nicht gewesen sein, sonst hätten andere keine Eins oder Zwei geschrieben. Also, streng dich beim nächsten Mal mehr an, wir wollen doch stolz auf dich sein." Für mich hieß das übersetzt, ich sei unfähig und dumm, denn ich hatte ja gelernt und es trotzdem nicht kapiert. Heute weiß ich, dass sie im Grunde gar nichts dafür konnte. Sie war wie eine dieser Eislaufmuttis; ich sollte ihre eigenen Ambitionen verwirklichen, die sie selber aufgrund der Umstände nicht ausleben konnte.

 

Aber wenn wir schon als Kind derart negative Urteile über uns hören, halten wir sie für wahr; sie werden uns ja von den Menschen eingeimpft, die uns am nächsten stehen und denen wir vertrauen. Sie wurzeln tief in unserem Kopf und unserem Herzen, wo sie zu regelrechten Glaubenssätzen werden, die wir nicht mehr ausreißen können. Schließlich geht es uns wie dem alten Mann: Wir tragen die Last solcher abwertenden Gedanken bis ans Ende auf unseren Schultern.

 

Irgendwann müssen also wir den Korb der Zweifel und Unsicherheiten absetzen und für immer in die Ecke stellen. Sonst belastet er uns auf ewig und verhindert, dass wir unbeschwert unsere Ziele verfolgen, unsere Träume verwirklichen und einfach leben.

 


Eine kleine Übung,

um im Hier und Jetzt anzukommen:

 


HEUTE

Entscheide ich mich dafür,

keine Vergangenheit  zu haben.

Ich 'vergesse' alles,

was ich erlebt und erfahren habe

und lebe nur heute.


Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WARTE, WARTE NUR EIN WEILCHEN

Sind Sie ein geduldiger Mensch? „Für den, der abwarten kann, beginnt auch ein Ei zu fliegen“, so drückte es Robert Lembke aus. Ich persönlich liebe mein gelegentliches Frühstücksei butterweich – also höchstens fünf Minuten – gekocht und wäre nur mäßig begeistert, wenn es plötzlich mit schadenfrohem Gackern auf und davon flöge. Sie merken schon, Geduld ist nicht meine Stärke. Im Gegenteil, sie gehört zu den schwierigsten Lernaufgaben, die mir für dieses Leben gestellt wurden.


Unsere Vierbeiner sind hierbei hervorragende Lehrer. Bobby zum Beispiel war ein echter Zen – Meister, ein Muster an Gelassenheit und Ruhe. Wenn wir spätabends unsere letzte Runde drehten, brauchten wir von der Gartentür bis zur nächsten Straßenecke und retour – eine Strecke von etwa vierhundert Metern – gut eine halbe Stunde. Da halfen weder ungeduldiges Zerren an der Leine (der Große stemmte einfach alle Viere fest in den Boden und machte sich so schwer wie ein Elefantenbaby), noch gemurmelte Beschwörungen im Stil von: „Na los, jetzt komm schon, du fauler Hund, oder willst du hier Wurzeln schlagen?“. Bevor nicht jeder einzelne Grashalm, jedes Blatt am Strauch gelesen und mit einem Kommentar versehen worden war, ging es keinen Millimeter voran. Ich trat dabei von einem Fuß auf den anderen und vertrieb mir die Zeit, indem ich zum nachtblauen Himmel schaute und die lieben Sternlein zählte. Oder ich lauschte dem Flüstern der Blätter in den Baumkronen und träumte vor mich hin. Wenn es dann irgendwann an der Leine ruckte, was bedeutete, es möge nun bitteschön weitergehen, merkte ich, dass ich im Stehen eingeschlafen war.



Wussten Sie eigentlich, dass „Patient“, wörtlich übersetzt, nicht der Kranke, sondern der Geduldige heißt? Denken Sie bei Ihrem nächsten Arztbesuch daran, wenn Sie, trotz vereinbarten Termins, wieder zweieinhalb Stunden im überfüllten Wartezimmer hocken, bevor Sie endlich aufgerufen werden. Dafür ist aber der Doktor dann auch ein richtiger Mensch – hoffentlich! - und kein Ei, das nach einer bestimmten Wartezeit… Sie wissen schon.

Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

UNSER TÄGLICHES BROT


Bei unserem Bäcker hängt an der Wand hinter der Verkaufstheke ein Holzschild in Form einer Stulle (für Nicht-Berliner: eine Brotscheibe oder –schnitte). Darauf steht: „Altes Brot ist nicht hart. KEIN Brot, das ist hart.“


Ich lese es und frage mich, warum er dort ausgerechnet diesen Spruch angebracht hat. Wenn seine Kunden den beherzigen und zukünftig alle ihr Brot aufessen würden, anstatt es nach zwei Tagen in den Müll zu werfen, weil die Kruste nicht mehr kracht, wäre das doch ziemlich schlecht fürs Geschäft.


Die Erzählungen meiner Mutter aus der Zeit nach dem Krieg fallen mir ein. Meine Großmutter war damals schwerkrank, mein Großvater befand sich in Gefangenschaft, und Mama als die Älteste von drei Geschwistern war verantwortlich für das Überleben der Familie. Oft legte sie barfuß oder in viel zu engen Schuhen fünfzehn Kilometer und mehr am Tag zurück, um irgendwo ein Brot zu ergattern. Das kam natürlich nicht frisch aus dem Backofen, wies wohl auch schon ein paar Schimmelstellen auf. Diese wurden sorgfältig entfernt. Das übrige Brot schnitt man in kleine Würfel und röstete sie mit einem Stückchen Butter – sofern vorhanden – in der Pfanne an (war keine Butter oder sonstiges Fett da, was der Regel entsprach, sahen später eben mehr Augen in die Suppe hinein als aus ihr heraus). Das Ganze wurde mit kochendem Wasser übergossen, man gab ein paar Krümel Salz oder Zucker für ein bisschen Geschmack hinzu, und fertig war das Festmahl. Satt machte so eine Brotsuppe zwar nicht, aber sie wärmte durch und besänftigte den knurrenden Magen wenigstens für kurze Zeit.


Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Stück Brot wegwerfen muss. Zum Glück kommt das nur selten vor. Man kann geschnittenes Brot ja wunderbar einfrieren und entnimmt dann eben immer nur so viele Scheiben, wie man auch wirklich essen will. 


Übrigens gibt es einen kinderleichten Trick, um altbackenes Brot noch einmal so gut wie frisch zu bekommen: Man besprühe es leicht mit Wasser, stecke es für eine bis zwei Minuten, je nach Brotsorte und Dicke der Scheiben, in den Toaster und röste es auf mittlerer Stufe an. Die Krume wird wieder weich und fluffig, die Kruste schön kross. Etwas Butter und Pflaumenmus drauf – für diesen Leckerbissen lasse ich die feinste Sahnetorte stehen. Probieren Sie es aus, es schmeckt phantastisch. Ich wünsche guten Appetit!



Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ICH BIN JA SO VERSCHOSSEN

„…in deine Sommersprossen, die kleinen und die großen sind meine Freud´!“ Diesen alten Gassenhauer singe ich unserem Barny manchmal vor. Der Schatz hat nämlich zwei ganz allerliebste Sommersprossen auf seiner süßen Schnute. Direkt zum Verschießen!



Aber wieso ist man eigentlich verschossen? Schlag nach bei Shakespeare, denn da steht was drin, so hieß es in meiner Jugend. Heute stehen uns andere Informationsquellen zur Verfügung, und da habe ich mich einmal schlau gemacht:


Also… früher sagte man: „Ich bin geschossen“ - eine Anspielung auf Amor, den römischen Liebesgott. Der Legende nach verliebt sich derjenige besonders heftig, der von dessen Pfeilen getroffen wird und man ist machtlos gegen das süße Gift. Nun wissen wir alle, dass besonders die Herren der Schöpfung sich schwer tun mit verbalen Liebeserklärungen. Einfach zu sagen, ich bin verliebt, ist und war vielen von ihnen auch früher schon peinlich.  Man(n) wusste sich zu helfen: Er verschmolz kurzerhand zwei Wörter – geschossen und verliebt – zu einem neuen, weniger gefühlsseligen und ist seitdem verschossen. So simpel, so genial. Wollten wir es allerdings ganz genau nehmen (was wir natürlich nicht tun, dafür ist die Sache an sich viel zu schön), dann gäbe es hierbei einen Haken: Ein wörtlich verschossener Pfeil hätte nämlich leider sein Ziel verfehlt und wäre irgendwo in die Landschaft geflogen, anstatt mitten ins Herz.


Aber egal, wie Sie es nennen – Spaß macht es auf jeden Fall. Am besten suchen Sie sich einen strategisch günstigen Platz, wo der Pfeil Sie unter allen Umständen treffen muss, und seien Sie wieder mal verliebt!


Nickname 08.07.2017, 21.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

TRÄUME SIND NICHT NUR SCHÄUME

Seit einiger Zeit träume ich nachts manchmal die kuriosesten Geschichten. Lauter Dinge, die mit meinem aktuellen Dasein rein gar nichts zu tun haben. Mein Unterbewusstsein kramt sie wohl aus irgendwelchen früheren Leben hervor, damit ich sie endlich auflöse und heile. Das strengt ganz schön an, deswegen bin ich morgens oft unausgeschlafen und komme nur schwer in die Gänge.

 

Mit meinem letzten Traum kann ich wenigstens etwas anfangen: Ich saß mit einer Gruppe von Leuten zusammen – alle zwischen Dreißig und Vierzig, also bedeutend jünger als ich – und wir spielten Kniffel. Das ist ein vergnügliches, nicht allzu anspruchsvolles Würfelspiel, bei dem man sich zwar konzentrieren muss, sich aber trotzdem immer noch angeregt unterhalten kann. Leider war ich die Einzige mit echten Würfeln, Spielblock und Stift. Alle anderen hatten sich das Spiel als App auf ihr Smartphone heruntergeladen und knobelten still vor sich hin.


 

Das wurde mir bald zu dumm und ich sagte: „Also, mir reicht´s, ich habe keine Lust mehr. Kniffel ist schließlich ein Gesellschaftsspiel und wie der Name sagt, spielt man es miteinander und nicht allein auf einem fremden Stern.“ Zwar hörte niemand hin, dafür waren alle zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Aber kennen Sie das befreiende Gefühl, wenn Sie endlich etwas ausgesprochen haben, das Sie schon lange loswerden wollten? So war mir nach dem Aufwachen zumute.

 

Wie ich gerade auf Kniffel kam, liegt nahe; ich spiele es regelmäßig mit zwei alten Damen im Heim. Über Smartphones kann ich wenig sagen, denn ich besitze keins. Vor kurzem habe ich gelesen, dass viele Menschen die wachsende Isolation und Vereinsamung in unserem Land beklagen. Mir scheint, sie arbeiten gerade fleißig daran mit.

 

Nickname 08.07.2017, 21.08| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SCHERZFRAGE

"Was ist der Unterschied zwischen Gott und Lehrern?" Antwort: "Gott weiß alles, Lehrer wissen alles besser." Wer alles besser weiß, braucht aber deshalb noch lange nicht viel zu wissen, geschweige denn alles. Besonders Pauker - Hochschullehrer inklusive - spielen allerdings gern den Zwerg Allwissend. Von ein paar rühmlichen Ausnahmen abgesehen; so hatte ich zum Beispiel an der Uni einen Professor, der, um unsere Examensangst ein wenig zu mildern, frank und frei zugab, dass wir ihn ohne weiteres auch 'auf Lücke' prüfen könnten. Aber viele von ihnen tun wirklich so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei verlangt keiner von ihnen, dass sie Gott sind und tatsächlich alles wissen. Warum geben sie dann so an?


Möglicherweise können sie gar nichts dafür, und es liegt an unserer Erwartungshaltung, die wir ihnen gegenüber haben. Sie sollten vielleicht nicht alles wissen, aber doch eine ganze Menge, das ist der Anspruch. Es wäre ja auch voll peinlich, wenn ein Lehrer bei "Wer wird Millionär" bereits an der 500-Euro-Frage scheitern würde (obwohl ich sagen muss, dass ich beim Mitraten an der Stelle schon öfter ins Straucheln gekommen bin, die 125.000er-Frage dagegen puppenleicht fand). Das gäbe dann am nächsten Tag in der Schule ein schönes Spießrutenlaufen. Dabei finde ich, dass nicht das reine Wissen einen guten Lehrer ausmacht; das kann jeder Schüler sich auch allein mithilfe von Handbüchern und im Internet aneignen. Lehrer sollten vor allem gut darin sein, ihren Schülern etwas beizubringen, das sie zu lebenstüchtigen jungen Menschen macht. Dazu gehört weit mehr als nur stures Einpauken von Geschichtsdaten und mathematischen Formeln.





Nickname 07.07.2017, 22.12| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

V.I.P.


In metallic-blauer Schrift auf einem Kuvert aus goldfarbener Knisterfolie leuchtet es mir entgegen:


„Herzlichen Glückwunsch, liebe Frau D.! Sie wurden als V.I.P. Kundin von uns ausgewählt…“


Wie denn, ich als V.I.P.? Na, da soll doch gleich…! Ich ahne schon, was mich erwartet, und richtig: In dem nobel aussehenden Umschlag steckt der brandneue Katalog eines Modehauses für die Dame ab Konfektionsgröße 42. Alles was die stärkere Frau im kommenden Herbst und Winter so trägt, fotografiert an bildhübschen Zwanzigjährigen mit, na sagen wir, höchstens Größe 36. Wir erinnern uns: Zielgruppe soll hier Mrs. Molly und nicht Miss Twiggy sein! Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Also, Mode für Herbst und Winter 2017/2018. Donnerwetter, die haben vielleicht ein Tempo drauf! Ich habe noch nicht einmal meine Garderobe für diesen Sommer aufgefrischt. Auf der Titelseite geht es dann folgendermaßen weiter:


„…Sie kommen als Erste (Frage: Und Einzige? Wenn man das so liest, könnte man es fast glauben) in den Genuss unserer Kollektion für die Saison Herbst/Winter 2017/2018. Für Ihre Vorabbestellung bis 25.07.2017 aus unserem neuen Katalog bedanken wir uns mit lohnenden Vorteilen:


Geschenk 1: praktischer Multifunktionswecker (brauchen wir nicht, Nelly, Barny und Woody sorgen mit ihren kalten Schnauzen schon dafür, dass wir nicht verpennen)


Geschenk 2: Gutschrift über 10 € für Sie (wenn ich nichts bestelle, spare ich mehr)


Extra: bevorzugte Lieferung ab Mitte September 2017


Das ist ja wohl der Hohn auf Socken! Ich kaufe doch heute nichts, was ich erst in knapp zweieinhalb Monaten bekomme. Geduld ist nicht meine Stärke, und wenn ich überhaupt etwas bestelle, dann will ich es möglichst schon gestern geliefert haben. Außerdem, wer sagt, dass ich im Herbst noch Mode für große Größen brauche? Schließlich könnte ich bis dahin abnehmen. Vielleicht nicht gleich mehrere Kleidergrößen und erst recht nicht während der von mir so heiß geliebten Eiszeit (Mango, Pistazie, Zitrone,  Stracciatella, mmhhh…). Aber das wissen die ja nicht.


Regelmäßig finde ich mindestens drei solcher Druckerzeugnisse, alle ganz ähnlich marktschreierisch aufgemacht, in unserem Hausbriefkasten vor. Pro Woche? Nicht doch, pro Tag! Woher wissen die bloß alle, wie ich heiße und wo ich wohne, obwohl ich noch nie etwas bei ihnen geordert habe? Ganz zu schweigen von der Flut an Flyern diverser Pizzalieferdienste, Handwerksbetriebe und Gärtnereien sowie den Wurfsendungen sämtlicher ortsansässiger Discounter. Für die kleinen, unscheinbaren, dafür aber immens wichtigen Briefe – Liebesgrüße vom heimlichen Verehrer, Steuergutschrift vom Finanzamt, das kommt schon mal vor! – bleibt kaum noch Platz, und man muss höllisch aufpassen, dass man sie nicht versehentlich mit all dem unerwünschten Papierkram in der blauen Tonne entsorgt. Unser Postbote hat jedes Mal seine liebe Not, den ganzen Wust in unseren Briefkasten zu stopfen, der sich dann wegen Überfüllung oft nur mit Gewalt öffnen lässt. Aber das ist noch längst nicht alles. Neulich kam der Katalog eines bekannten Versandhauses mit vier Buchstaben sogar per Paketauto. Der Wälzer wog mindestens drei Kilo und war ungefähr so dick wie der 10. Band des Großen Brockhaus (die Älteren erinnern sich: Das ist ein auf Papier gedrucktes Lexikon, also ein Buch).


Der Text auf Umschlag oder Titelblatt variiert von Firma zu Firma, Inhalt und Aussage bleiben sich dagegen stets gleich. Papier ist geduldig; ich bin es nicht, und ich merke, wie ich beim Lesen immer mehr erröte. Vor Freude? Nein, vor Wut und das aus mehreren Gründen.


Erstens: Halten die mich echt für so bescheuert, dass ich ihnen abkaufe, gerade ich sei unter Tausenden - ach was sage ich, Hunderttausenden - auserwählt worden, diese tollen, extra für mich designten Modelle zu erwerben und zu tragen? Nicht wahr, da fühle ich mich doch gleich wie Claudia Schiffer, Heidi Klum und Naomi Campbell in einer Person! Und wäre es wirklich an dem, was um Himmelswillen sollen all die anderen, minder Privilegierten in der kommenden Saison anziehen? Oder müssen die nackt herumlaufen? Zweitens: Wissen die Verantwortlichen für diese überflüssigen Papierberge noch immer nicht, welchen Schaden Folien und ähnliche Verpackungen in der Umwelt anrichten? (Dazu fällt mir ein: Wer, zum Teufel, ist eigentlich irgendwann auf den idiotischen Einfall gekommen, bunte Blumensträuße in Klarsichtfolie zu verpacken, die man noch nicht einmal wiederverwenden kann, weil sie beim Versuch, den Tesafilm abzuziehen, todsicher zerreißt?) Abgesehen davon haben die Prospektmacher und ihre Auftraggeber wohl auch nichts vom Sterben des Regenwaldes gehört. Das Papier für ihre bunten Hochglanzblätter wird bekanntlich aus Holz gemacht, und woraus bestehen Bäume? Aus Holz. Botschaft angekommen? Ein paar Zyniker werden jetzt einwenden, dass das vorhin erwähnte Lexikon schließlich auch auf Papier gedruckt wurde; aber das lässt sich ja wohl nicht vergleichen.


Alle meine Bemühungen, die lästigen Briefkastenverstopfer loszuwerden, sind kläglich gescheitert. Ich habe versucht, sie telefonisch abzubestellen. Das Gespräch ging natürlich auf meine Kosten, weil die meisten Unternehmen wenig kundenfreundliche, gebührenpflichtige 01805er Rufnummern verwenden. Dutzende von Mails habe ich geschrieben, mit der Bitte, meine Daten doch schleunigst aus dem Firmencomputer zu löschen. Ich habe geweint, gebettelt und gedroht. Es war vergebens. Man kann oder will mich einfach nicht verstehen. Prospekte und Kataloge flattern weiterhin munter ins Haus - und wandern gleich darauf ungelesen in den Müll.



Bisher glaubte ich, das Kürzel V.I.P. stände für „Very Impotent Person“. In Wahrheit bedeutet es aber etwas ganz anderes, nämlich: „Völlig Irrsinnige Papierverschwendung“!

Nickname 07.07.2017, 22.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BALL PARADOX

„Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen.“ Diesen Satz habe ich schon auf vielen Seiten als Leitmotiv gelesen. Für mich klingt er fast rührend trotzig, dabei ist er wohl eher provokativ gemeint. Im Grunde trifft er aber genau den Kern der Sache.


Es ist nicht der Sinn unseres Lebens, den Vorstellungen und Erwartungen anderer zu entsprechen. Unser Ego redet uns das zwar ein: „Du musst nur den anderen gefallen, dann hast du Erfolg und wirst geliebt.“ Unser höheres Selbst, das heißt unser eigentliches ICH, weiß es besser. Wenn wir nicht authentisch sind und auch mal gegen den Strom schwimmen (was das Leben zugegebenermaßen anstrengender macht), dann sind wir auf Dauer nicht glaubwürdig. Und wenn wir uns selbst nicht lieben und wertschätzen, wie soll es dann sonst jemand tun? Wie innen, so außen, ganz einfach und logisch.


Trotzdem stört mich etwas an dieser Aussage, sie erscheint mir irgendwie unvollständig. Wenn man dagegen den Umkehrschluss zieht und beides hintereinander liest, wird das Bild komplett: „Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen – und die anderen sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ich sie haben will!“. Toleranz pur. Wobei das Wort für mich immer so einen negativen Beigeschmack hat: Zwar heiße ich es nicht gut, wie er/sie denkt, sich kleidet oder benimmt, aber ich toleriere es halt, weil ich so ein weltoffener, großzügiger Mensch bin. Akzeptanz gefällt mir persönlich besser, denn das bedeutet, den anderen ohne Vorurteile und Vorverurteilungen anzunehmen, genauso wie er ist. Nun bin ich selbst von dieser Haltung noch Lichtjahre entfernt, ertappe mich täglich dabei, wie ich mir über Menschen eine Meinung bilde, die ich überhaupt nicht kenne und nur flüchtig im Vorbeigehen registriere. Aber wenn wir irgendwann dahin kommen könnten, diesen Satz zu leben, dann wäre das das Ende aller Feindseligkeiten und Kriege. Wir hätten unseren Garten Eden wieder.


Nickname 06.07.2017, 22.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

HILFE, ICH BRAUCHE DRINGEND NEUE FÜßE!

Meine passen nämlich bald in keinen Schuh mehr. Warum? Weil ich mir jeden, wirklich jeden anziehe, egal ob es meine Größe ist oder nicht.


Jüngstes Beispiel: Robin, der Enkel meiner Freundin Melanie, besucht seit einem Jahr die Realschule. Seine Leistungen sind ganz unterschiedlich; in Mathematik ist er ein As, Deutsch geht so, und Englisch läuft irgendwie nebenher. Seine Einstellung dazu war bisher eher lässig: „Was regst du dich auf über die Fünf in Englisch? Dafür habe ich in Mathe eine Eins!“ Aber allmählich kommt er drauf, dass gute Noten doch cooler sind als schlechte, und zwar in allen Fächern. Er strengt sich jetzt richtig an, und Melanie hilft ihm nach Kräften. Jeden Tag paukt sie mit ihm Englisch, obwohl sie es selber gar nicht kann.


Bisher lief das ganz prächtig, und im wöchentlichen Vokabeltest hatte der Junge schon zweimal ein „Sehr gut“. Aber jetzt geht´s langsam ans Eingemachte, an die Grammatik. Da stößt sie an ihre Grenzen, und vor ein paar Tagen erreichte mich ein telefonischer Hilferuf. Ich sagte, weißt du was, nenn mir den Titel des Englischbuchs, dann bestelle ich es mir, und wir machen Fernunterricht. Sie wohnt im Rheinland, da ist es leider nichts mit schnell mal rübergehen für ein Stündchen Nachhilfe. Kurze Zeit später rief sie mich wieder an: „Ich habe das Buch bestellt und an deine Adresse verschickt, am Donnerstag müsste es da sein." Prima, dann hätten wir übers Wochenende Zeit; am Montag ist nämlich die erste Hausaufgabe fällig.


Leider wartete ich heute vergeblich auf den Postboten. Ich war richtig verärgert. Warum hatte Melanie mir nicht einfach den Titel genannt, wie sie es ursprünglich wollte? Ich hätte das Buch dann bei einem großen Onlinehändler bestellt, bei dem gerade meine einmonatige kostenlose Probemitgliedschaft als Premiumkundin läuft. So wäre es garantiert heute hier gewesen. Ich weiß, sie meinte es gut und wollte mir die Ausgabe ersparen. Und dafür, dass die Mühlen der Post so langsam mahlen, können wir schließlich beide nichts. Trotzdem mache ich mir Vorwürfe und fühle mich schuldig, weil ich dem Kind dieses Mal nicht helfen kann. Anscheinend habe ich einen moralischen Schuhtick. Aua, verflixt noch mal – schon wieder eine neue Blase…


Nickname 06.07.2017, 22.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DANKE, SIE SIND EIN ENGEL!

„Mit siebzehn hat man noch Träume, da wachsen noch alle Bäume in den Himmel der Liebe“, sang Peggy March einst in den 60ern. So schön, so romantisch – nur leider wuchsen bei mir keine Bäume in den Himmel, sondern ich selbst. Schon mit fünfzehn war ich einen guten Kopf größer als die meisten meiner Mitschüler, und mit einem Kampfgewicht von knapp siebzig Kilo kam ich mir wie ein richtiges Elefantenbaby vor. Meine Omi, die nur anderthalb Meter groß war und nie mehr als einen Zentner wog, redete mir gut zu: „Warte nur, mein Kind, eines Tages wirst du dem lieben Gott dankbar sein, dass er dich hat so groß werden lassen.“ Ein schwacher Trost, wenn ich mir immer wieder den dämlichen Spruch anhören musste: „Na, wie ist denn die Luft da oben?“ und sich alle Jungs nur für meine zierlichen Freundinnen interessierten. Von denen hatte ich immerhin eine ganze Menge, sie brauchten ja meine Konkurrenz nicht zu fürchten. Am gemeinsten war, dass es ab Kleidergröße 40 keine richtig flotten Teenagerklamotten mehr gab und ich zu allem Übel auch noch im Omalook herumlaufen musste; zumindest empfand ich es damals so.


Aber irgendwann findet jedes Töpfchen sein Deckelchen. Mit einundzwanzig lernte ich in der Tanzschule den Besten kennen, der für mich auch heute noch der Größte ist – von außen, wie von innen. Wir waren damals beide auf der Suche nach einem neuen 'Trainingsgerät' fürs Turniertanzen - bei seinem Gardemaß von 1,90 m kein leichtes Unterfangen. Fast zwanzig Jahre lang haben wir dann recht erfolgreich Standardturniere getanzt. Hierbei kam unsere Körperlänge uns zugute, denn wir konnten viel raumgreifender tanzen und fielen einfach mehr auf als die kleineren Paare.


Es kommt des Öfteren vor, dass mich im Supermarkt jemand bittet, ihm etwas aus den oberen Regalen herunterzureichen. Erst gestern versuchte eine kleine Dame vergeblich, an das letzte Päckchen Tiefkühlspinat zu gelangen, das im Fach ganz hinten lag. Ich half ihr und erntete dafür ein strahlendes Lächeln. „Vielen Dank, Sie sind ein Engel!“, sagte sie. Das war vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es söhnte mich ein weiteres Mal mit meinen 'Affenarmen' aus. Omi hat recht behalten, es kommt manchmal eben doch auf die Größe an…


Nickname 06.07.2017, 21.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

EINS RAUF MIT MAPPE! EIN BISSCHEN NOSTALGIE


„Ach ja, früher, da war alles besser!“ Das sagen viele, aber so war es sicher nicht - und wenn doch, dann nur sehr bedingt. Es kommt ganz darauf an, in welcher Epoche man den größten Teil seines Lebens verbracht hat. Unsere Eltern und Großeltern würden wohl kaum von sich behaupten, sie hätten die besten aller Zeiten erlebt. Ihre Jugend und jungen Erwachsenenjahre waren geprägt von Krieg und Zerstörung, von Hunger und Angst. Eigentlich konnte es nur noch aufwärts gehen. Ich persönlich denke, dass meine Generation (Jahrgang 1955 und folgende) es hierzulande am glücklichsten getroffen hat. Wir leben seit unserer Geburt in Frieden, größtmöglicher Freiheit und sofern ich das beurteilen kann, weitestgehend in sozialer Sicherheit. Ich bin keine ewig Gestrige, die wehmütig den alten Zeiten nachtrauert. Es gibt aber Dinge, von denen ich meine, sie seien früher tatsächlich anders und besser gewesen.


Unsere Patentochter Sanni hat gerade ihr Abitur gemacht. Das erinnert mich an meine eigene Schulzeit. Wir hatten damals noch kein Kurssystem, sondern wurden bis zum Ende im Klassenverband unterrichtet. Natürlich gab es Cliquen, man mochte nicht alle Mitschüler gleich gut leiden, und ich gehörte eher zu den Unbeliebten. Trotzdem standen meine Klassenkameraden auf dem Gang vor dem Prüfungszimmer und drückten mir die Daumen, als ich ins mündliche Abitur musste, um mich von der Fünf in Mathe auf eine Vier zu retten. Als unser Lehrer dann endlich den Kopf durch die Tür steckte und flüsterte: „Ja, sie hat´s geschafft“, klatschten sie sogar Beifall.


Es gab eine richtig tolle Schulabschlussfete; eigentlich war es schon eher ein Ball. Wir hatten alles in eigener Regie geplant und vorbereitet, jeder steuerte seinen Teil bei: Etwas für das leibliche Wohl, ein selbst getextetes Lied, eine Parodie oder einen lustigen Sketch. Sämtliche Eltern und Lehrer waren eingeladen, und sie kamen auch alle, um mit uns den Abschluss dieses Lebensabschnitts zu feiern, bevor wir dann „hinaus ins feindliche Leben“ gingen.


Bei Sanni verläuft schon längst vieles im Sande. Durch das Kurssystem werden Freundschaften frühzeitig beendet, denn jeder setzt sich andere Schwerpunkte, und in den letzten drei Semestern hat sie ihre Freundinnen im Unterricht nur noch selten gesehen. Eine Abifeier war zwar geplant, aber „eigentlich hat keiner so richtig Lust, sich um die Vorbereitungen zu kümmern. Es wollen sowieso nicht alle kommen, sondern lieber mit ihren eigenen Leuten was machen.“ Ich finde das jammerschade. Ein bisschen Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt wären doch ganz hübsche Mitbringsel aus der guten, alten Zeit.


Nickname 06.07.2017, 21.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

UND HEUT´ ABEND HAB ICH KOPFWEH

Perlen bedeuten Tränen, so besagt es das Sprichwort. Bei mir sind es jedes Mal Freudentränen, wenn ich welche geschenkt bekomme; egal ob als Kette, als Armband, als Ohrclips oder als Ring. Die kleine Meerjungfrau in mir liebt alles, was aus dem Wasser kommt, und Perlen sind für mich ein ganz besonderer Schatz der Natur. Wenn ich bedenke, welche Anstrengung es eine Auster kostet, um ein solches Kleinod hervorzubringen, wird mir ganz andächtig zumute.


Perlen sind gern unter sich; deshalb ist es ratsam, sie weich einzupacken und getrennt von anderen Preziosen aufzubewahren.- Ein sehr spezielles Schmuckkästchen hatte ein französischer Fischer aus Saint – Tropez eingerichtet. Der Ärmste litt jahrelang unter quälenden Kopfschmerzen, allerdings ohne ersichtlichen Grund. Seine Frau befürchtete für ihre Ehe schon das Schlimmste (normalerweise sind Migräne in gewissen Momenten der Unlust ja eine beliebte Entschuldigung der Damen), als ein Arztbesuch ebenso überraschende wie erleichternde Aufklärung brachte: Ihr Mann lebte seit sechzehn Jahren mit einer Zuchtperle im Ohr! Wie war sie dorthin gelangt? Die Ehefrau erinnerte sich, dass ihre damals zweijährige Tochter ihr seinerzeit beim Spielen versehentlich eine Perlenkette vom Hals gerissen hatte. Eine der größten Perlen war offenbar in das Ohr des Vaters geraten, als dieser mittags ein Nickerchen hielt. Jahrelang blieb die Suche vergeblich – bis zu jenem denkwürdigen Besuch beim Ohrenarzt.


Endlich konnte die Kette repariert werden; der Mann war um eine Ausrede ärmer, die Frau um ein geliebtes Schmuckstück reicher – und „Fisherman´s Friend“ war in diesem Fall kein Halsbonbon, sondern ein besonders edler Ohrwurm.


Fazit: Perlen schmücken, statt zu drücken – vorausgesetzt, sie werden äußerlich getragen.


Nickname 05.07.2017, 22.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAHOAM IS DAHOAM!

"East, west - home is best!" Dieses Sprichwort nahm eine Engländerin sich zeitlebens besonders zu Herzen. Die kürzlich Verstorbene reiste in 94 Jahren nur ganze 16 Kilometer weit! Als vierjähriges Mädchen zog sie mit ihrem Vater in das kleine südenglische Dorf Shrewton, wo sie die restlichen 94 Jahre ihres Lebens verbrachte, so meldete die Londoner "Times". Einzige Ausnahmen bildeten ein Arztbesuch im Nachbardorf und ein Ausflug in die nächste Kleinstadt Salisbury, wo sie als 96-Jährige zum ersten Mal in ihrem Leben eine Fußgängerampel sah.

Wie ihre Angehörigen versicherten, hatte sie trotzdem nie das Gefühl, etwas zu verpassen. Sie lebte gern in Shrewton und es zog sie nichts von dort weg. Der Tante-Emma-Laden und das Postamt hielten alles bereit, was sie zum Leben benötigte. Eine Verwandte, die am Sterbebett bei ihr war, berichtete: "Sie sagte immer: 'Hier gibt es doch alles, was ich brauche.' "


Dabei dachte ich, wir wären die weltweit größten Reisemuffel. Wir haben es nie über die Steiermark hinaus gebracht, und auch das ist schon zwölf Jahre her. Das liegt natürlich mit an unseren Vierbeinern, denen wir weite Reisen nicht gern zumuten möchten. Der Hauptgrund ist aber die eigene Bequemlichkeit. Madame ist zum Kofferpacken nämlich viel zu faul - wozu sich die Mühe machen, wo man doch zuhause alles an Ort und Stelle hat!




Monsieur lässt ebenfalls am liebsten auf der heimischen Terrasse die Beine baumeln.


Nickname 05.07.2017, 22.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ZUR GUTEN NACHT: DARÜBER LÄSST SICH STREICHEN

Neue Verbr... äh, Verzeihung, Versprecher - gesammelt von meinem Lieblingspfarrer Hartmut Walsdorff:

"Herzlichen Dank für das korpulente Mahl." (opulente, und zuviel davon macht dann eben korpulent)


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"Ich sage das voller Wermut." (Wehmut, aber zuviel Wermut kann sicher auch manchmal wehmütig stimmen)


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"Kaum ein Junge kennt heute noch dasMörseralphabet." (Morse, für die Jüngeren: So ähnlich wie SMS-Kürzel)


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"Einer wie er hat immer noch was in Petting." (Wie schön, wenn man sowas in petto hat)


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"Mit einer Artillerieverkalkung ist nicht zu spaßen." (Gemeint sind natürlich die Arterien; bei der Artillerie wäre es mir eigentlich lieber)


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"Ihr rechtes Blicklicht blickt nicht." (Blinklicht blinkt nicht - zwei schöne Zungenbrecher)


Allen Lesern

eine bärig gute Nacht!


Nickname 04.07.2017, 17.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SO GEHÖRT SICH DAS: ERST DIE FREIZEIT, DANN DAS VERGNÜGEN!


"Alle Kinder waren munter wie die Fische im Wasser. Am nächsten Morgen konnte der Heimleiter einige im See fangen. Sie wurden zum Mittagessen gebraten."


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Schulwandertag: "In einer Stunde waren wir gewaschen, angezogen und gefrühstückt."


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"Zur Strafe mussten wir die Schnipsel alle wieder aufsammeln. Das war eine richtige Syphilisarbeit." (Sisyphus)


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Verkehrserziehung: "Wenn ein Auto einen Radfahrer überholt, sollte es ihm genügend Platz zum Hinfallen lassen."


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Dein Helfer in allen Lebenslagen: "Der riesige Menschenstrom vor Weihnachten zwang die Polizei in der Stadt, Verhütungsmaßnah-
men zu ergreifen. Ein großes Aufgebot regelte den Verkehr."


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Rücksichtsvoll: "Er schleppte sich in ein Haus, damit die Leute auf der Straße nicht merkten, dass er tot war."


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Verständigung: "Das Buch des Papstes ist jetzt auch ins Evangelische (ins Englische) übersetzt worden."


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Halbe Sache: "Die Schwesterparteien haben Frieden geschlossen und wollen wieder aufeinander losgehen (zugehen)."


Allen Lesern einen friedlichen Abend!


Nickname 04.07.2017, 17.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

MAN SOLLTE SCHON WISSEN WIE ES GEHT!

„Im Zeitalter der Aufklärung lernten die Menschen, wie man die Kinder selber macht.“

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Wie im richtigen Leben: „Man muss in der Schule nicht alles kapieren. Hauptsache, man kann es.“


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Rücksichtsvoll: „ich beichte in der Kirche nur ganz wenig, damit sie hinter mir nicht so lange warten müssen.“



So werden sie erwachsen: „Mein kleiner Bruder ist schon abgestillt. Jetzt muss er nur noch abgeflascht werden.“



Weise Voraussicht: „Heiraten kann man erst, wenn man eine Kamera hat. Weil die Braut ja ein Video von der Hochzeit haben will.“


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Man kann nicht alles haben: „Gestern war ein Mann an der Tür, der hat fürs Altersheim gesammelt. Aber unseren Opa haben wir ihm nicht gegeben.“


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„Mein Opa spielt in der Blaskapelle auf einer echten Trombose."


Allen einen musikalischen Feierabend!


Nickname 04.07.2017, 17.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

DIE BENACHTEILIGUNG ERFOLGT DURCH DIE POST

"Höhepunkt des Abends sind die singenden, musizierenden und johlenden Geschwister Schmidt." (jodelnden)


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"Rinderhufsteaks zum Braten und Grillen." (Hüft...)


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"Mann 40, habe Ärger mit 2 Frauen, suche 3., die mir Rechtsanwalt bezahlt."


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"Kühler und Wasserpumpe eines nicht zugelassenen Opas montierte ein Mann am vergangenen Montag in Unterhachingen ab und nahm die Teile mit." (Opels)


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"Das größte Glück der Pferde sind Reiter auf der Erde."


Allen Lesern

einen sattelfesten Feierabend!


Nickname 04.07.2017, 17.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

WAS DARF´S DENN SEIN?

Jeder, der Bestellungen bearbeiten muss, hat es schon erlebt: Nicht immer weiß der Kunde genau, was er will. Manches kennt er nur vom Hörensagen, und da können die Ohren schon mal den einen oder anderen Streich spielen. Hier ein paar hübsche Beispiele:


Bestellung: Textbuch zu Hoffmannstropfen
Gemeint war: Hoffmanns Erzählungen


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Bestellung: Andersens gesammelte Mädchen
Gemeint war: Andersens Märchen


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Bestellung: Etwas von Annemarie Rilke
Gemeint war: Rainer Maria Rilke


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Bestellung: Maiers Schulrat
Gemeint war: Maria Stuart


Nickname 04.07.2017, 17.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

HAMSE NICH EEN LIED FÜR MICH?

So ein Radiomoderator hat es nicht immer leicht, wenn es darum geht, die musikalischen Wünsche seiner Hörer zu erfüllen. Oftmals muss er dabei wahre Detektivarbeit leisten und gibt auch dem zuständigen Redakteur allerhand Rätsel auf. Wie wär´s zum Beispiel hiermit:


Bestellung: Klein Müllers Dori
Gemeint war: Glenn Miller Story


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Bestellung: Mei Häppi nässt.
Gemeint war: My Happiness


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Bestellung: Insel mit Mut
Gemeint war: In the mood


******


Bestellung: Sio ledda arigedda
Gemeint war: See you later Alligator


In diesem Sinne!


 

Nickname 04.07.2017, 17.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

VERSPROCHEN IST VERSPROCHEN!

Ob in der Wirtschaft, beim Sport oder in der Politik: Der Versprecherteufel findet seine Opfer überall, zum Vergnügen von Zuhörern und Lesern. Bei vielen stand wohl der gute, alte Sigmund Freud Pate; bei anderen - wie dem "Sexfrühstück" - war eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Wie auch immer, amüsant sind sie allemal. Ich habe hier für Sie wieder eine kleine Auswahl zusammengetragen. Viel Spaß damit!




Allen einen schönen Abend,

der hält, was er verspricht!

Nickname 03.07.2017, 17.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SUCHE GARAGE MIT DUSCHE/WC FÜR ZWEI AUTOS

Ja, auch das findet man, wenn man die Anzeigenteile diverser Tageszeitungen aufmerksam liest. Überhaupt zahlt genaues Lesen sich aus. Schmunzeln garantiert!

"Wieder mehr Babys! Ursache ist größtenteils unklar."

Oder auch nicht, denn:
"Der Geschlechtsunterschied zwischen den Eltern ist Voraussetzung für die Zeugung des Nachwuchses."
(Vive la différence!)


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"Als untergewichtig gelten Säuglinge, die bei der Geburt weniger als 2500 Kilogramm wiegen." (Ach, du dickes Ei!)


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"Total entnervte Psychologen-Wohngemeinschaft sucht robuste Person zur Zähmung zweier antiautoritär erzogener 'Ungeheuer', 3 und 6 Jahre alt"


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"Diskussionsgruppe Donnerstag: Der Verkehr mit dem anderen Geschlecht (nur bei schlechtem Wetter)" (Und was machen wir bei Sonnenschein?)


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"Und er verströmte warme Wellen von Trost und Liebe für sie, und wenn er ihr die Butter reichte, war sein Herz darin."


Allen Lesern

einen herzerwärmenden Montagabend!


Nickname 03.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ES FÄNGT DAMIT AN, DASS AM ENDE EIN PUNKT FEHLT

Gute Manieren: „Ach, wissen Sie, wer im Gasthaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!“ (Glashaus)

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Botox fürs Parlament: „Herr Abgeordneter, Sie müssen sich hier nicht so aufpolstern.“ (aufplustern)


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Putzig: „Es half dann auch nichts, dass Wolfgang Schnäuble staubte.“ (Schäuble schnaubte)


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Jungfräulichkeit verloren: „Der Senator kam nicht mit hehren Lenden.“ (leeren Händen)


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Studenten hoffen auf Sonne: „Es bleibt bei der Regenstudienzeit. Punkt.“ (Regelstudienzeit)


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Appetitlich: „Die Kinder sehen sich gerade Schneeweißchen und Rosenkohl an.“ (Rosenrot)


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Hier wäre ein Navi hilfreich: „ Sie finden uns in Köln, Frankfurt oder Frankfurt oder an der Oder in Franfkurt an oder in Berlin – na, hoffentlich finden Sie uns!“


Allen einen gut orientierten Feierabend!


Nickname 03.07.2017, 17.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ES SPIELTE DAS PHILHARMONISCHE STREICHPARKETT

Rekordverdächtig:

„Brigitte Mira war dreimal verheiratet und fünfmal geschieden.“


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Da war was los:

„Riesenstimmung herrschte unter den 37.000 ausverkauften Zuschauern.“


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Schon wieder hungrig:

„Können wir jetzt endlich zur Tageskarte kommen?“ (Tagesordnung)



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Toller Service:

„Ich bin noch Marktfrau der alten Schule: Wenn ein Kunde keine Tasche mithat, schlage ich ihm die Eier ein.“


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Das nennt man Fortschritt:

„Vor der Wende gab es nicht mal Apfelsinen bei uns, jetzt gibt es Mangos und Zivis.“ (Kiwis)


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Goethe lässt schön grüßen:

(An die Versicherung) „Beide Hunde liefen frei, da kam es zur Beißerei. Unser Schäferhund gewann – und Sie sind dran!“


Allen einen harmonischen Nachmittag!



Nickname 03.07.2017, 16.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ES GIBT WIRKLICH KEINEN GRUND ZUM ANLASS

Ganz schön elitär: „Bei uns im Dorf studierte natürlich nicht jeder Schafskopf. Aus meinem Jahrgang war ich der Einzige.“


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Ein echter Feinschmecker: „Ich esse am liebsten Obst, Genüsse und Flügel.“ (Nüsse und Geflügel)


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„Wir schalten nach Rom zur Ostereisprache des Papstes.“ 
(…ansprache)


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Eine saubere Sache: „Ihre Seife kann ich nur wärmstens empfehlen. Unsere Kinder sind nicht wiederzuerkennen!“


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Na, dann Prost: „Hauptverantwortlich für den Dialog soll der landeskirchliche Sektbeauftrage sein.“ (Sekten…)



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Ein unmoralisches Angebot: „Ihr könnt mich doch gern alle mal haben!“ (alle mal gern haben)


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Schnipp, schnapp, Haare ab: „Gelobt sei der Herr der himmlischen Haarscheren!“ (Heerscharen)


Allen einen wohlfrisierten Feierabend!



Nickname 03.07.2017, 16.43| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SO SICHER WIE DAS AMEN IN DER KÜCHE

Dazu fällt mir spontan die folgende kleine Geschichte ein: Zwei Steppkes unterhalten sich. Fragt der eine: "Sag mal, betet ihr bei euch zu Hause auch immer vor dem Essen?" Antwortet der andere: "Nee, das brauchen wir nicht, meine Mutter kocht ganz gut!"



Und hier noch ein paar Betthupferl, entdeckt in Schulaufsätzen unseres hoffnungsvollen Nachwuchses. Viel Vergnügen!


"Mozart ist selbst gestorben." (Eine alte Erkenntnis - wenn man will, dass etwas richtig getan wird, muss man es selbst tun!)


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"Wenn langsam das Empfinden für das andere Geschlecht wächst, werden die Abende länger..." (...die Nächte dafür um so kürzer)


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"Auch mein Vater ist mit Vögeln groß geworden. Mein Opa hatte eine riesige Voliere." (Ach so, das erklärt natürlich alles!)


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"Der Heimcomputer ist mein liebstes Haustier." (Praktisch - er braucht kein Futter und muss nicht raus)


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"Da spürte er etwas Hartes in der Hose - es war der Salzstreuer, den er aus Versehen eingesteckt hatte." (Sicher war die Enttäuschung groß!)


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"I want to be sexsessful!" (Wer möchte das nicht?)


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"Erst jetzt, wo sie gestorben sind, können sie endlich in Frieden miteinander leben." (Besser spät, als nie!)


Allen Lesern eine friedliche Nachtruhe!



Nickname 02.07.2017, 21.59| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

AUF EIN WORT


Manche fragen mich: "Warum führst du diese Seite hier? Engel existieren doch höchstens in der Phantasie von ein paar weltfremden Esoterikern. Überhaupt fällt es angesichts all des Scheußlichen, das wir einander und unseren Mitgeschöpfen antun, schwer, noch an etwas Gutes im Menschen zu glauben!“ Letzteres stimmt. Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass es Engel gibt, denn ich habe in meinem Leben schon oft Hilfe erfahren, die nicht von dieser Erde war. Die Vorstellung, dass ich dem ganzen Chaos um mich herum und den Widerwärtigkeiten in der Welt nicht völlig schutzlos ausgeliefert bin, unterstützt mich außerdem dabei, weiterzumachen und meinen Alltag zu meistern. Diese Sprüche sind meine eigenen kleinen Lichtblicke und haben für mich persönlich autosuggestive Kraft. Ich sage sie mir vor wie ein Mantra und spüre, sie entspannen mich und tun mir gut. Es heißt, „Freude ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Sie kennen das: Wenn Sie einen flachen Stein ins Wasser werfen, zieht er zunächst nur enge, dann immer weitere Kreise. Vielleicht verhält es sich mit guten Gedanken ähnlich, darum teile ich Sie hier mit Ihnen.


"Das JA zu meinem Leben,
das JA zu meinem Tod
gibt mir die Kraft zu leben,
vom Morgen- bis zum Abendrot
und auch mitten in der Nacht,
wenn mein Engel bei mir wacht."


Nickname 02.07.2017, 17.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

HIER MÖCHTE ICH WOHNEN!

"Es gibt einen Ort namens Glück,
der nur eine Armlänge von deinen Ängsten entfernt ist
und sich ein paar Schritte
jenseits deiner Bedenken befindet.


Auf dem Weg dorthin
muss man manchmal den Pfad des Mutes
bis zur Niemals - aufgeben - Straße gehen,
um schließlich auf das Feld der Träume zu gelangen."


Nickname 02.07.2017, 16.48| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

KLEINE GESCHENKE ERHALTEN DIE FREUNDSCHAFT

Fülle lebt von Aufmerksamkeit.
Ich bin mit meiner Konzentration ganz bei mir selbst.
Ich spüre mich, meine Kraft,
meine Liebe zu mir selbst.


Wenn ich die Fülle im Innen und im Außen wahrnehmen kann,
dann kann mir das Leben die Geschenke liefern,
die schon lange für mich bereit stehen.


Nickname 02.07.2017, 16.40| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

VON ALLEN SEITEN

Der Engel Gottes sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.


Der Engel Gottes sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen.


Der Engel Gottes sei hinter dir,
um dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.



Der Engel Gottes sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
um dich aus der Schlinge zu ziehen.


Der Engel Gottes sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.


(Nach einem irischen Segenswunsch)

Nickname 02.07.2017, 16.21| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SO SEI ES

 


"Die Liebe und Zuneigung des Himmels
seien mit dir.


Die Liebe und Leidenschaft der Heiligen
seien mit dir.


Die Liebe und Gewogenheit der Engel
seien mit dir.


Die Liebe und wärmende Kraft
der Sonne seien mit dir.


Die Liebe und das wegweisende Licht
des Mondes seien mit dir -


an jedem Tag und in jeder Nacht
deines Lebens."


(IRISCHER SEGENSWUNSCH)

Nickname 02.07.2017, 12.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

VON EINEM FREUND


"Das Leben ist mein Freund.
Es zeigt mir seine Liebe deutlich in vielfältiger Weise.


******


Ich erhalte und entdecke täglich
die wunderbaren Geschenke des Lebens."

Nickname 02.07.2017, 07.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

ES IST IMMER DER RICHTIGE MOMENT

"Ich kann mein Leben jederzeit ändern.
Ich bin jetzt bereit für positive Veränderungen."


************

"Ich ziehe jetzt neue Freunde in mein Leben,
(ohne darüber die alten zu vergessen)
die faszinierend, liebevoll, einfühlsam,
fröhlich und großzügig sind."


(LOUISE L HAY)


Nickname 01.07.2017, 22.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

MEINE ERKLÄRUNG DER SELBSTACHTUNG


Ich bin ich.

Auf der ganzen Welt gibt es niemanden, der genauso ist wie ich.


Es gibt Menschen, die mir in Teilen ähnlich sind, aber niemand ist ganz wie ich. Deswegen gehört alles, was von mir kommt, auf authentische Weise mir, weil ich allein es wähle.


Mir gehört alles von mir - mein Körper und alles, was er tut; mein Verstand und alle Gedanken und Ideen; meine Augen und alle Bilder, die sie erblicken; meine Gefühle, welche immer sie sein mögen: Wut, Freude, Frustation, Liebe, Enttäuschung, Aufregung; mein Mund und alle Worte, die aus ihm kommen - höflich, süß und roh, richtig oder falsch; meine Stimme, laut und leise; alle meine Taten, ob sie auf andere oder mich selbst gerichtet sind.


Mir gehören meine Phantasien, meine Träume, meine Hoffnungen, meine Ängste. Mir gehören alle meine Triumphe und Erfolge, ebenso alle meine Niederlagen und Fehler.


Weil mir alles von mir gehört, kann ich mir selbst eng vertraut werden. Dadurch kann ich mich lieben und in allen Teilen freundlich zu mir sein. Ich kann es dann allem von mir möglich machen, in meinem besten Interesse zu wirken.


Ich weiß, es gibt Aspekte von mir selbst, über die ich im Unklaren bin und andere Aspekte, die ich nicht kenne. Aber solange ich mir selbst gegenüber freundlich und liebend bin, kann ich mutig und hoffnungsvoll nach Lösungen für das Rätsel und nach Möglichkeiten suchen, mehr über mich herauszufinden.


Wie auch immer ich in einem gegebenen Augenblick aussehe und klinge, was immer ich sage und tue und was immer ich denke und fühle, bin ich. Dies ist authentisch und repräsentiert, wo ich zur Zeit stehe.


Wenn ich später überblicke, wie ich aussah und klang, was ich sagte und tat, wie ich dachte und fühlte, können sich einige Aspekte als unpassend herausstellen. Ich kann das Unpassende verwerfen und das behalten, was sich als passend erwiesen hat und etwas Neues erfinden für das, was ich verwarf.


Ich kann sehen, hören, fühlen, denken, sagen und tun. Ich besitze das Handwerkszeug um zu überleben, anderen nahe zu sein, produktiv zu sein, aus der Welt der Menschen und Dinge, die mich umgeben, Sinn und Ordnung zu schaffen.


Ich gehöre mir, und deswegen kann ich mich gestalten.
ICH BIN ICH, UND DAS IST OKAY.


(VIRGINIA SATIR)

***

Es täte sicher uns allen gut, wenn wir uns wieder darauf besinnen würden.

***

VIRGINIA SATIR(* 26. Juni 1916, Neillsville, Wisconsin; † 10. September 1988, Kalifornien) war eine der bedeutendsten Familientherapeutinnen. Sie wird auch häufig als Mutter der Familientherapie bezeichnet.


Nickname 01.07.2017, 22.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

MEIN HERZ IST EIN GARTEN


Vor kurzem bin ich bei der Suche nach einem bestimmten Text auf die aus vorchristlicher Zeit stammenden Essener Schriftrollen gestoßen. Die Betonung liegt auf der 2. Silbe (Essëner), der Name hat also nichts mit den Einwohnern der Stadt Essen zu tun. Die Essener oder Essäer waren vermutlich eine religiöse Gruppe im antiken Judentum, die äußerst strenge, zum Teil sogar asketische Lebensregeln befolgte. Ob sie identisch sind mit den Bewohnern von Qumran im Westjordanland, ist nicht bewiesen. Die Schriftrollen vom Toten Meer, die zwischen 1947 und 1956 in elf Felsenhöhlen nahe der Ruinenstätte Khibet Qumran gefunden wurden, werden ihnen jedoch zugeschrieben. Einige dieser Schriftrollen sind übersetzt worden. Egal, ob jemand gläubig ist oder nicht und welcher Religion er sich zugehörig fühlt – die Texte sind wunderbar poetisch, weise und zeitlos gültig. Daher möchte ich sie hier gern auszugsweise wiedergeben und, soweit ich es vermag, mit meinen eigenen Worten interpretieren.


INHALT DER 1. SCHRIFTROLLE:


„Mein Herz ist ein Garten, genannt Eden. Mein Garten ist fruchtbar und schöpferisch […] Wie der Garten Eden kann er ein Segen oder ein Fluch sein. Ein ungepflegter Garten wird zu einem Dschungel, und kein Garten bringt mehr Wachstum hervor als der Garten meines Herzens und meines Gemütes.
Wenn Unkraut und Disteln gepflanzt werden, so sind sie es, die wachsen. Sie werden die Blumen meines Herzens, die Lebensfreude ersticken und verderben. Der Meister hat gesagt: 'Wie der Mensch in seinem innersten Herzen denkt, so ist er.' Was ich in meinem Garten gepflanzt habe, ist, was ich bin, oder besser gesagt ist, was ich glaube zu sein, und alles, was ich je in meinem Leben erfahren werde, ist, was ich im Garte meines Herzens pflanze.
Wenn ich Samen des Schmerzes und der Zurücksetzung säe, so pflanze ich in meinen Garten die Überzeugung, ungeliebt zu sein, pflanze Dornen des Schmerzes und der Benachteiligung. Selbstmitleid wird die Erfahrung meines Lebens sein.“


Dazu fällt mir ein: Wie innen, so außen (Spiegelgesetz). Die Welt ist das, was du über sie denkst (Huna). Wie man hineinruft, so schallt es heraus. (Sprichwort)


Nickname 01.07.2017, 17.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

RESONANZ OHNE DOPPELTEN BODEN

"Zusammen mit meinem Engel

macht alles Freude.

Er gibt mir Kraft - überall!"



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Ein persönliches Wort von mir: Manchen von Ihnen mögen diese Sätze recht naiv und blauäugig erscheinen. Klingen sie doch fast wie aus einem Märchen: zu schön, um wahr zu sein und unglaubwürdig angesichts all des Hasses und der Gewalt in der Welt. Aber das ist genau der Punkt. Wenn man vom Gesetz der Resonanz ausgeht, das besagt "Wie innen, so außen", dann ist es nur folgerichtig, zuerst für den eigenen inneren Frieden zu sorgen. Dabei können solche Kraftsätze sehr hilfreich sein. Wenn man sie sich immer wieder vorsagt, bis man sie verinnerlicht hat, spürt man, wie man ruhiger wird und sich entspannt. Das strahlt man dann natürlich auch nach außen und wirkt somit wohltuend auf andere - so, als ob man einen flachen Stein ins Wasser wirft, der dann immer wietere Kreise zieht. Ralf Senftleben (nachzulesen auf zeitzuleben.de) formuliert es treffend so:


Wenn Sie sich mit dem Thema der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, sind Sie bestimmt schon einmal über das Resonanzprinzip gestolpert. Das ist die Idee, dass alles, was uns passiert, irgendwie etwas mit uns selbst zu tun hat.


Es gibt ja das Sprichwort:


„Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es auch zurück.“


Dieser alte Spruch beschreibt so ungefähr das Resonanzprinzip.


Wir alle rufen ständig bewusst oder unbewusst Dinge in den sprichwörtlichen Wald. Oder sagen wir besser: in die Welt. Damit sind aber natürlich nicht nur unsere Worte gemeint, sondern noch mehr unsere Taten.


Und die Stimme, die aus der Welt zurückkommt, hat meistens etwas damit zu tun, was wir vorher in die Welt hineingesprochen haben.


Es kann aber auch etwas aus der Welt zurückkommen, weil wir vorher etwas NICHT in die Welt gegeben haben. Das heißt, auch Unterlassungssünden spielen beim Resonanzprinzip eine Rolle.


Ein nützliches Denkmodell


Unter den Verfechtern des Resonanzprinzips gibt es übrigens auch die, die sagen, dass dieses Prinzip immer und überall gilt; dass also grundsätzlich ALLES, was uns passiert, etwas mit uns selbst zu tun hat. Diese eher dogmatische Sichtweise teile ich persönlich nicht. Denn unser Leben hängt immer auch von Dingen ab, die jenseits unseres Einflusses liegen.


Für mich ist das Resonanzprinzip eher ein nützliches Denkmodell. Dieses Denkmodell hilft mir, in unerwünschten oder schlichtweg hässlichen Situationen über meinen Anteil an der Sache nachzudenken. Das Resonanzprinzip erlaubt mir hier, aus kniffeligen Situationen zu lernen, damit ich es das nächste Mal besser machen kann.


Ich sage mir dann:

1. O.k., du hast hier eine Situation, die du dir anders gewünscht hättest.
2. Und wenn ich ehrlich mit mir bin, habe ich bestimmt etwas in die Welt gegeben, das diese Situation mit hervorgebracht hat.
3. Oder ich habe vergessen, etwas zu sagen oder zu tun, so dass es dazu kommen konnte.
4. Ich sage nicht, dass ich alleine Schuld bin. Ich sage nur, dass ich auch meinen Anteil an der ganzen Sache habe.
5. Also, was genau war mein Teil an dieser Situation?
6. Und was kann ich das nächste Mal anders machen, damit diese Geschichte das nächste Mal nicht mehr passiert?


Diese Fragen zeigen so ungefähr den Denkprozess, mit dem man aus seinen Fehlern lernen kann.


Bei sich ansetzen


Wenn man das Resonanzprinzip anwendet, dann schaut man in erster Linie auf sich selbst und weniger auf die anderen, die an der Situation beteiligt waren. Das ist eine höchst pragmatische Sichtweise, denn bei uns selbst können wir am einfachsten ansetzen, um für die Zukunft etwas zu ändern.


Andere Menschen können wir dauerhaft kaum ändern. Auch nicht die Umgebung oder die Welt, in der wir leben. Aber uns selbst können wir ändern. Das ist zwar auch nicht immer einfach. Aber es ist ganz oft die einzige Chance, die wir haben, wenn wir etwas ändern wollen.


Nicht nach dem Schuldigen suchen


Und wenn Ihnen etwas Unangenehmes passiert ist, suchen Sie besser auch nicht nach dem Schuldigen. Warum soll man das nicht machen? Weil es ja nie nur EINEN Schuldigen gibt. Alles, was passiert, ist das Resultat von vielen, vielen Menschen, Umständen und Einflüssen.


Wir möchten zu unserer eigenen Entlastung zwar gerne einen einzigen Schuldigen haben, damit wir es nicht gewesen sind. Und damit es jemand gibt, auf den wir unseren Zorn konzentrieren können. Und damit es jemand gibt, den wir bestrafen und dann zur Tagesordnung übergehen können. Aber das Bestrafen des Schuldigen ändert ja selten das System, das den „Schuldigen“ hervorgebracht hat. Und damit haben wir nur das Symptom bekämpft und nicht die Ursache. Und wir haben dann schnell wieder den gleichen Salat.


Nach dem Resonanzprinzip gibt es keinen einzelnen Schuldigen. Sondern es gibt immer nur eine Reihe von Menschen, die durch ihr Tun oder ihre Unterlassungen einen Anteil an der augenblicklichen Situation haben.


Und die Suche nach einem Schuldigen ist zwar seelisch kurzfristig entlastend. Aber sie kann auch wirksam verhindern, dass man seinen eigenen Anteil an einer Situation sieht und für die Zukunft etwas daraus lernt.


Entspannt mit der eigenen Unzulänglichkeit umgehen


Wenn wir uns immer auf unseren eigenen Anteil konzentrieren, dann kommen wir manchmal zwangsläufig mit unserer eigenen Unzulänglichkeit, mit unseren Schwächen und unseren wunden Punkten in Berührung. Das macht natürlich nur bedingt Spaß und das auszuhalten, muss man auch erst einmal lernen.


Hier ist es wichtig, möglichst entspannt und verständnisvoll mit sich selbst umzugehen.


Machen Sie sich bitte klar, dass jeder von uns eine Menge Unfertigkeiten, Baustellen und Reizpunkte mit sich rumschleppt. Das trifft auch auf Sie zu. Genau wie auf mich. Oder auf Ihren Chef. Und auf Ihre Eltern. Das gilt einfach für uns alle.


Und das ist es auch, was das Menschsein interessant macht. Wenn wir perfekt wären, dann wären wir vollkommen und komplett langweilig. Und unser Leben wäre ohne Höhen und Tiefen. Erst unsere Schwächen machen uns menschlich, interessant und letztlich auch liebenswert.


Sagen Sie sich also oft Dinge wie:

•„Ja, ich habe meine Fehler. Manche meiner Fehler akzeptiere ich, wie sie sind. An anderen arbeite ich.“
•„Es ist nicht meine Aufgabe, perfekt zu sein.“
•„Ja, ich habe einen Fehler gemacht und ich bin da auch nicht stolz drauf. Aber das bedeutet nicht, dass ich ein schlechter Mensch bin. Das bedeutet nur, dass ich – wie jeder von uns – ein unfertiger Mensch bin.“
•„Zum Menschsein gehört es dazu, Fehler zu machen. Und solange ich meine Fehler sehe und daraus etwas lerne, ist das auch vollkommen in Ordnung.“


Das eigene Leben beleuchten


Das Resonanzprinzip ist ein sehr praktisches Instrument, um über sich selbst und den eigenen Wachstumsprozess nachzudenken.


Denken Sie doch mal kurz über Ihr Leben nach:


•Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Lebensqualität? Sind Sie hier zufrieden? Oder eher nicht?
•Wie sieht es mit Ihrem Beruf aus? Sind Sie mit Ihrer Situation zufrieden oder darf es gerne anders werden?
•Was ist mit Ihrem Liebesleben? Ist hier alles gut oder gibt es Verbesserungsmöglichkeiten?
•Wie steht es mit Ihren Finanzen? Stimmt hier alles? Oder muss sich etwa ändern?


Und dann fragen Sie sich:


•Was habe ich in die Welt gegeben, das dazu beigetragen hat, dass ich in dieser Situation gelandet bin?
•Bei unerwünschten Situationen: Was hätte ich anders machen müssen, um vielleicht nicht in dieser Situation zu landen, in der ich heute bin?
•Oder was müsste ich vielleicht in die Welt geben, um etwas zu ändern?
•Oder was sollte ich nicht mehr in die Welt geben, um etwas zu ändern?


Hier macht es auch oft Sinn, Menschen zu fragen, die einen gut kennen und die einem wirklich wohlgesonnen sind. Denn andere sehen oft viel klarer, was wir in die Welt geben, als wir selbst.


Das Resonanzprinzip hilft Ihnen, mehr Verantwortung für sich und Ihr Leben zu übernehmen. Es hilft Ihnen dabei, zu lernen und zu wachsen. Es hilft Ihnen, nicht immer gleich nach einem Schuldigen zu suchen und Ihren Anteil an Ihrer Situation zu erkennen. Und es kann Ihnen auch helfen, mit der Zeit mehr Verständnis für sich selbst zu entwickeln.


Oder, um es auf den Punkt zu bringen:


Das Resonanzprinzip ist

Persönlichkeitsentwicklung in Reinform.


In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein

!!!


Nickname 01.07.2017, 17.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

MEINE (BE)STÄNDIGEN BEGLEITER



Jetzt, in diesem Augenblick, bin ich von Engeln umgeben. Das Wort "Engel" bedeutet übersetzt "Botschafter Gottes". Man könnte sie auch himmlische Postboten nennen, denn sie übermitteln Botschaften zwischen der Quelle allen Seins und den Menschen. Sie blicken unter die Oberfläche und wissen um das Göttliche in jedem von uns. Die Engel lieben mich bedingungslos und wünschen nichts mehr, als mir in allen Bereichen meines Lebens hilfreich beizustehen. Sie sind vollkommen vertrauenswürdig und erfreuen sich nicht an meinen Fehlern - wie andere Menschen das nur allzu oft und gerne  tun.

Den Engeln ist es egal, ob ich an sie glaube oder nicht, denn sie glauben an m i c h. Sie erkennen meine Fähigkeiten und Begabungen, wissen, dass ich eine bedeutsame Lebensaufgabe zu erfüllen habe und möchten mir helfen bei allem, was ich erlebe und tue. 

Ich brauche kein besonderes spirituelles Training, um mit den Engeln zu kommunizieren; noch muss ich wie eine Heilige leben oder mich religiös betätigen. Jedem, der sich an sie wendet, wird von diesen himmlischen Wesen geholfen, und es gibt dabei keine Ausnahme. Die Sache hat keinen Pferdefuß, die Hilfe der Engel steht mir immer zur Verfügung und kostet mich nichts.

*****************


"Wir, die Engel, wissen, dass ihr zuweilen
unnötig leidet, da ihr glaubt,
allein und ohne Freunde zu sein.
Lasst euch von uns versichern, dass dem nicht so ist!
Wir sind immer für euch da,
um euch zu führen und zu trösten,
und wir werden das Licht der Liebe
auf jedes Problem richten, mit dem ihr ringt."


(DOREEN VIRTUE)


Nickname 30.06.2017, 19.34| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

EINKAUFSBUMMEL IM HIMMELSLADEN

Vor langer Zeit ging ich auf dem Pfad des Lebens

und sah ein Schild, auf dem stand:
"Der Himmelsladen".


Als ich näher kam, ging die Tür auf,
und bevor ich´s recht begriff, war ich schon drin -
und überall Engel um mich herum!


Einer davon gab mir einen Korb und sagte:
"Du darfst alles kaufen, was du dir wünscht.
In diesem Laden gibt es alles, was dein Herz begehrt,
und was du heute nicht kannst besorgen,
kannst du morgen holen."


Das erste, was ich nahm,
waren GEDULD und LIEBE.
Beide waren im selben Regal.
Dann griff ich nach VERSTÄNDNIS,
so etwas braucht man ja überall.
Außerdem packte ich zwei Schachteln WEISHEIT
und zwei Säckchen GLAUBEN in den Korb.


Selbstverständlich habe ich auch
den HEILIGEN GEIST nicht vergessen,
der überall zu finden war.
Ich nahm KRAFT und MUT,
denn sie sind im Beruf und im Leben an sich hilfreich.


Als mein Korb schon fast voll war,
erinnerte ich mich daran,
dass ich noch etwas GNADE und SEGEN brauchte;
auch mein SEELENHEIL sollte ich nicht vergessen.
Natürlich habe ich von allem genug
für dich und für mich eingepackt.


Ich ging zur Kasse, um zu bezahlen.
Ich hatte jetzt alles Notwendige,
um den Willen des Heilers zu erfüllen.


Fast an der Kasse angelangt, sah ich das GEBET.
Trotz vollem Korb wusste ich,
ich würde es draußen brauchen.


FRIEDEN und FREUDE

befanden sich in kleineren Regalen,
und das GLÜCK hing an der Decke,
ich packte von jedem etwas ein.
Als ich bei der Kasse angelangt war,
fragte ich, was alles kostet:
Der Kassierer lächelte und sprach:


"Nimm deinen Korb, und verteile überall, wohin du gehst,
die unerschöpfliche FÜLLE und den REICHTUM des Himmels:

Alles, worum du im Glauben gebeten hast,

wirst du bekommen." (Matthäus 21,22)


*Autor leider unbekannt*




fürs Lesen und

einen gesegneten Nachmittag!

Nickname 30.06.2017, 14.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

DES PUDELS KERN

Schon als kleines Mädchen hatte ich mit dem lieben Gott meine Not. Ich dachte wohl, dass es ihn gab; jemand musste schließlich die Erde erschaffen haben, die Tiere, die Blumen, die anderen Menschen und mich selbst. Nur das Bild des alten, gütigen, weisen Mannes mit Bart, das man uns Kindern von ihm malte, passte mir nicht. Für diese Darstellung waren die älteren Herren, die ich kannte, nämlich meine beiden Großväter, einfach zu schlechte Vorbilder.


Ebenso missfiel mir der Gedanke, Gott säße irgendwo im Himmel und würde nur darauf lauern, dass ich etwas Verbotenes tat, wofür er mich bestrafen konnte. Diese Angst wird in nahezu allen Religionen geschürt: "Wenn du gegen eines der Gebote verstößt, nicht blind gehorchst, dich nicht klein machst oder dich der höchsten Autorität widersetzt, musst du auf ewig in der Hölle die furchtbarsten Qualen erdulden." Angst essen Seele auf, heißt es; aber Gott ist sicherlich kein Kannibale.


Am wenigsten behagte mir die Vorstellung des angeblichen Getrenntseins von Gott. Er als der Allmächtige da oben, ich als kleines, unbedeutendes Würmchen hier unten - nach meinem Empfinden konnte das so nicht stimmen. Schon früh hatte ich mich der Natur verbunden gefühlt. Ich erinnere mich noch, wie ich meiner Omi erzählte: "Weißt du, ich glaube, der liebe Gott wohnt im Wald!", und sie antwortete: "Ja, mein Kind, der liebe Gott wohnt überall und in Allem." Diese Art zu glauben nennt man Pantheismus, doch das wussten wir beide damals natürlich nicht.


Alle sind eins, Jeder fühlt sich Jedem verbunden. Verstehen und Verzeihen heißen die Zauberwörter in der großen, himmlischen Familie. Einer Familie, in der es - anders, als es in meiner irdischen der Fall war - statt vieler Ungerechtigkeiten, Eifersucht und Neid nur gegenseitiges Verständnis, Harmonie und Freude gibt.


Gottvater und -mutter sind reines Licht und pure Liebesenergie. Als ein Teil davon habe ich die heilige Pflicht und Schuldigkeit, allem Lebendigen - einschließlich mir selbst - mit größtmöglicher Achtung und Liebe zu begegnen.


Wie passen die Engel in dieses märchenhafte Bild? Ich betrachte sie als meine himmlischen Geschwister, die immer für mich da sind und auf die ich mich jederzeit verlassen kann.


Manch einem werden solche Ideen wohl allzu naiv und weltfremd erscheinen. Für mich sind sie des Pudels Kern. Vielleicht versetzt mein Glaube keine Berge. Doch ich bin schon zufrieden, wenn es mir gelingt, ein paar von den winzigen Steinchen zu beseitigen, die uns manchmal in die Schuhe geraten und so gemein an den Fußsohlen pieken.


fürs Lesen, und bleiben Sie behütet!

Nickname 30.06.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

MEINE WAHL!

Es gibt tausend gute Gründe für mich,
ängstlich und zweifelnd im tiefen Mauseloch zu sitzen
und vom sonnigen Glück nur zu träumen.


Aber es gibt mindestens zweitausend bessere Gründe,
endlich hinauszugehen, mein Licht leuchten zu lassen
und ganz ich selbst zu sein.



Einer davon - wenn nicht sogar der beste - ist:
Es macht einfach Freude!


Nickname 29.06.2017, 15.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SELBSTWERT IST MEHRWERT

Um mit mir im Reinen zu sein,
muss die Meinung, die ich von mir selber habe,
mehr Gewicht haben als die Mutmaßungen,
die andere über mich anstellen.
Es ist eine bewusste Entscheidung,
mich nicht länger von ihren Worten

kleinmachen zu lassen.


Mein persönlicher Wert
ist das Produkt meiner Gedanken.
Ich darf mich nicht

in meinem Selbstwertgefühl verrechnen,
indem ich nur meine Unsicherheiten

zusammenzähle.


Nickname 29.06.2017, 14.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

ZUM GUTEN SCHLUSS

   


Erinnern Sie sich an die 'unheimliche Begegnung der dritten Art' mit meinem Klon? Ich sage Ihnen, das war echt gruselig! Jeder hat ja angeblich irgendwo auf der Welt einen Doppelgänger. Bekannte wollen unser Frauchen zum Beispiel mal am Strand von Mallorca gesichtet haben. Die schwören heute noch Stein und Bein, dass sie und nur sie es gewesen sein kann. Dabei hat die Große noch nie im Leben einen Fuß auf die Insel gesetzt. Aus der Ferne mag das ganz lustig scheinen. Aber wenn man sich dann selbst leibhaftig gegenübersteht, sieht die Sache schon anders aus.


Zurück zu Benny, so heißt mein Schwippzwilling. Stellen Sie sich vor, es könnte sein, dass wir gemeinsame Vorfahren haben! Sein Frauchen erzählte nämlich, sie hätte ihn von ihrem Schwiegerpapa geerbt. Der war damals schon achtzig, als er den Hund aus dem Tierschutz übernahm. Wenn Sie mich fragen, ein bisschen alt für einen zweijährigen, quirligen Hundejungen! Die beiden lebten in einer Zweizimmerwohnung. Viel Auslauf hatte Benny da nicht. In der Nähe gab es zwar einen kleinen Park, aber dort durften die Hunde natürlich nicht herumtoben, sondern mussten brav an der Leine laufen.


Ursprünglich stammt Benny genau wie ich aus Rumänien. Er hat dort auf der Straße gelebt, bis er von den Hundefängern gekascht wurde. Gott sei Dank haben deutsche Tierschützer ihn aus dem Tötungslager gerettet, nur ist nicht bekannt, wo genau das war. Wir sind auch gleichaltrig, beide so sieben bis acht Jahre. Wer weiß, am Ende sind wir sogar echte Geschwister! Benny lebt jetzt bei seiner neuen Familie in Kleinmachnow – das liegt direkt bei uns um die Ecke – in einem Haus mit großem Garten. Vielleicht können wir ihn da ja mal besuchen. Umgekehrt wird´s ein bisschen schwierig, weil unser Woody mit fremden Hunden noch nicht so richtig gut Freund ist.


Irgendwie schon komisch, auf einmal einen Bruder zu haben, von dem man bisher nicht wusste, dass es ihn gibt. Aber vielleicht ist unsere Ähnlichkeit ja auch bloß ein Zufall, sozusagen eine Laune der Natur. Was soll´s, für mich bleibt so oder so alles beim Alten. Frauchen hat nämlich gesagt, egal, wie viele Brüder, Schwestern, Vettern oder Kusinen von mir noch auftauchen – sie hält es mit einem bekannten Schlager aus den 60ern. Der geht so:

„…es gibt Millionen von Sternen,

in der Nacht brennen tausend Laternen,

Gut und Geld gibt es viel auf der Welt,

aber dich gibt´s nur einmal für mich!“


Ist das nicht schön?

Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre NELLY


Nickname 28.06.2017, 16.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

DIE WELT IST EIN DORF!

 


Wie man sich doch irren kann. Bisher dachte ich immer, ich sei ein Unikat, und Frauchen meint das auch. Wenn ich meine selbst einstudierte Ballakrobatik zeige oder einen Indianertanz aufführe, bei dem garantiert jeder Häuptling vor Neid erblasst, lacht sie, bis ihr die Tränen kommen und sagt, Nelly, du bist wirklich einmalig. Stellen Sie sich nun mein Entsetzen vor, als ich mich heute beim Waldgassi urplötzlich meinem Zwilling gegenübersah! Ich stehe jetzt noch unter Schock, das können Sie mir glauben. Der Schrecken schlug mir augenblicklich auf die Eingeweide, und ich musste mich schleunigst ins Unterholz verdrücken.


Zuerst glaubte ich an irgendeinen dämlichen Aprilscherz, oder mein Double wäre eine Art Fata Morgana und würde sich bei genauerem Hingucken in Luft auflösen. Aber weit gefehlt. Nachdem sich mein Innenleben beruhigt hatte und ich wieder aus dem Gebüsch hervorkroch, sah ich ihn mitten auf dem Waldweg liegen, wo er zwei Schmetterlinge beobachtete, die in der Sonne spielten und sich abwechselnd hinter dem linken und dem rechten Ohr kratzte. Hoffentlich hatte der keine Flöhe! Die springen ja meilenweit und hätten uns auch leicht verwechseln können, ähnlich wie wir uns waren. Er drehte sich nach mir um, wedelte freundlich mit seinem – meinem! - Schwanz und zwinkerte mir vertraulich zu.


Es war einfach unglaublich. Er hatte genau meine Größe, meine Statur, das gleiche dezente Grau um Schnauze und Brustansatz sowie – leider muss ich es zugeben – das gleiche schwarzglänzende, seidige Fell. Zum seinem Glück besaß er – anders als ich – noch beide Augen. Davon abgesehen glichen wir uns wie ein Ei dem anderen und wären glatt als doppeltes Lottchen durchgegangen – hätte es da nicht „den kleinen Unterschied“ gegeben. Sie verstehen schon, und ich brauche nicht weiter in intime Details zu gehen.


Ansonsten schien mein Klon nicht die hellste Kerze im Leuchter zu sein. Unsere Ähnlichkeit war ihm offenbar noch nicht aufgefallen; er tat zumindest so, als wäre das alles ganz normal. Ich brauchte dringend moralische Unterstützung. Unsere Frauchen waren längst in eine lebhafte Unterhaltung vertieft; sie schwatzten und lachten und achteten nicht weiter auf uns. Hilfesuchend sah ich mich nach Barny um. Aber der hatte inzwischen seine Busenfreundin Emmy entdeckt, ein hübsches Retrievermischlingsmädel; wenn die auf der Bildfläche erscheint, vergisst er alles andere und hat nur noch Augen für sie.


Mir war schlecht, ich wollte nach Hause. Zum Glück hatten unsere Frauchen gerade ihren Plausch beendet und verabschiedeten sich mit dem Versprechen, bald wieder gemeinsam spazieren zu gehen. Na, aber das nächste Mal dann bitteschön ohne mich! Wir fingen Barny ein, der sich nur schwer von seiner Emmy losreißen konnte und fuhren nach Hause, wo ich mich sofort in mein Körbchen flüchtete und mir die Decke über den Kopf zog. Bloß nichts mehr hören und sehen. Mir reichte es, vielen Dank, und von Doppelgängern bin ich für den Rest meines Lebens bedient! 


 


Bin ich´s oder bin ich´s nicht???

(Auflösung: Ja, ich bin es - Gott sei Dank!

Frauchen hatte nämlich keine Kamera dabei)


Jetzt am Abend – nach einem ausgiebigen Nickerchen, einem ordentlichen Abendfresschen und mit genügend Abstand – betrachte ich die Angelegenheit schon etwas anders. Ein Zwillingsbruder wäre vielleicht gar nicht so übel. Wenn ich mir überlege, was wir zwei alles anstellen könnten… Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, dass wir tatsächlich um ein paar Ecken miteinander verwandt sind. Das Leben geht ja manchmal seltsame Wege, und sein Frauchen hat da was erzählt. Mehr darüber demnächst. Mir fallen schon wieder die Augen zu, obwohl ich gerade erst ein paar Stunden geschlafen habe. Das alles war wohl doch ein bisschen viel für mich.


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre Nelly


Nickname 28.06.2017, 16.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

UNTER DEN BLINDEN



Das Sprichwort sagt, dort sei der Einäugige König. Allzu wörtlich würde ich das aber nicht nehmen. Du hast dich gestern sicher kein bisschen wie eine Königin gefühlt, als du nach der Operation aus der Narkose aufgewacht bist und einäugig warst. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und uns nur schweren Herzens zu dem Schritt entschlossen, das darfst du mir glauben. Gemeinsam mit der Tierärztin haben wir alles versucht, um dir das Auge zu erhalten. Wochenlang hast du Medikamente geschluckt, wir haben geträufelt und gesalbt. Leider trat keine Besserung ein, es wurde im Gegenteil immer schlimmer. Ich will gar nicht wissen, was für Schmerzen du ausgehalten hast; ich wäre wahrscheinlich schon längst schreiend durch die Decke gegangen, wehleidig wie ich bin. Die Tierärztin hatte gleich den Verdacht, dass ein Tumor dahinter steckt, und das hat sich nun bestätigt. Die Geschwulst hat auf den Sehnerv gedrückt und obendrein den Augapfel gequetscht. Armes Mäuschen, das muss höllisch weh getan haben. Verglichen damit sind die Wundschmerzen jetzt wohl ein Klacks; und dass ein Hund auch mit einem Auge ein glückliches und zufriedenes Leben führen kann, sehen wir am Böbchen. Jetzt hinterher tut es uns natürlich leid, dass wir so lange gewartet haben. Aber ein Auge zu entfernen ist schließlich etwas anderes, als einen Splitter aus der Pfote zu ziehen. Da überlegt man dreimal, bevor man etwas tut, das nicht mehr rückgängig zu machen ist.

 

Bis in zehn Tagen die Fäden gezogen werden, musst du den doofen Kragen anziehen. Dumme Witze gibt es gratis dazu – von wegen Rettungsweste oder Kardinal Richelieu. Aber mach dir nichts draus, betrachte ihn einfach als modisches Accessoire. Herrchen hat auch gesagt, dass die Farbe dir super steht. Außerdem sind diese modernen aufblasbaren Teile wesentlich bequemer als die Plastikdinger, die es früher gab. Die hatten so scharfe Kanten, dass nach dem Tragen erst mal die Wände frisch tapeziert und die Möbel restauriert werden mussten.

 

Gute Heilung, meine Kleine. Wirst sehen, bald ist alles vergessen. Dann guckst du wieder fröhlich ins Leben. „Wer dich liebt, lacht doch“, hat mein Papa immer gesagt; und für uns bleibst du auch mit Handicap das hübscheste Hundemädchen der Welt.


Nickname 28.06.2017, 16.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

OHNMÄCHTIGE TRÄNEN

 


Seit dem frühen Nachmittag sitzt Frauchen da und weint immer wieder bittere Tränen. Sie tut mir so leid! Es fing an, als sie dieses Gedicht hier gelesen hat:


DER ALTE KETTENHUND


"Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh'.


Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durch's morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.


Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört -
und wüßt mein Herr auch, was mir fehlt -
er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang - zum zehnten Mal leck ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus.


Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück, und nie werd' ich sie los.
Was Freiheit ist, das lern' ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei."


Leider ist nicht bekannt, wer dieses Gedicht geschrieben hat, es muss aber wohl jemand mit einem weichen, mitfühlenden Herzen gewesen sein. Herrchen, Barny und ich haben immer wieder versucht, unsere Große zu trösten, doch bisher war unsere Mühe vergeblich. Sie sagt, sie hat eine unbändige Wut auf die Menschen, fühlt sich so ohnmächtig und manchmal möchte sie am liebsten alles kurz und klein schlagen. Ich kann sie gut verstehen. Aber wer unser Frauchen kennt, der weiß, sie belässt es nicht beim Weinen, sondern muss selbst etwas tun. Und sie sagt, die besten Ideen kommen ihr immer dann, wenn sie so richtig wütend ist. Ich weiß noch nicht genau, was sie vorhat; nur dass es dabei um Tierschutz gehen soll, ist klar. Jetzt hört sie endlich auf zu weinen, Gott sei Dank! Ich habe nämlich schon Bauchweh vor lauter Mitgefühl. Aber das verschwindet sofort wieder, wenn es nachher Abendbrot gibt.


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Das ist WENDY, eine meiner Vorgängerinnen.

Sie musste hier nie an der Kette liegen -

ebenso wenig wie wir anderen!



Nickname 28.06.2017, 16.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

NACHGETRAGENES

So eine Sch…weinerei! Nachtrag von Frauchen


Trotz des unerfreulichen Intermezzos haben wir diesen und noch einen zweiten schönen Spaziergang sehr genossen. Es war aber auch ein richtiger Traumtag: Wolkenloser, strahlend blauer Himmel, das Laub raschelte unter den Füßen und leuchtete in den prächtigsten Farben, die Sonne schien unverdrossen bei sagenhaften 20 Grad. Um die Mittagszeit sang sogar eine Amsel ein spät-, spätsommerliches Lied. Nach der Gassirunde habe ich mich im Garten in die Sonne gelegt und noch einmal meinen natürlichen Vitamin – D – Speicher aufgefüllt. Einfach herrlich!


Mithilfe meines Engels übe ich gerade mehr Achtsamkeit: Bewussteres Atmen, Laufen, Hören und Sehen. Leben im Hier und Jetzt. Ich möchte lernen, Tage wie heute als Erinnerung in meinem Herzgedächtnis zu speichern. Daraus kann ich sie dann abrufen, damit sie mir über die dunkle, trübe Zeit hinweghelfen, bis wieder hellere Tage kommen. Vorhin gab es bei uns einen einzigartigen Sonnenuntergang mit ganzen Herden von rosaroten Schäfchenwolken. Jeder weiß, dass sie Schlechtwetterboten sind, und mein erster Gedanke war: Schade, nun ist der goldene Oktober wohl endgültig vorbei. Aber dann sagte ich mir: STOPP! Was zählt, ist nur dieser Moment. Jetzt ist es schön, du siehst das zauberhafte Farbenspiel am Himmel, das allein dafür gemacht ist, dich zu erfreuen. Also genieße es und sei dankbar, dass du das kannst. Kennen Sie das Lied „Fang das Licht“ von Karel Gott? Genauso sollte man es machen.


Einen angenehmen Feierabend wünscht
Ihre

Nickname 28.06.2017, 15.58| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

SO EINE SCH...WEINEREI!

 


Junge, Junge, unser Frauchen war vielleicht sauer, als wir vormittags vom Waldgassi heimkamen. So wütend habe ich sie noch nie erlebt. Sie schimpfte wie ein Rohrspatz und benutzte Ausdrücke, die ich hier lieber nicht wiederhole. Was war passiert? Schon bei der Rückfahrt fiel ihr auf, dass es im Auto strenger roch als sonst. Wie sie dann zuhause die Schuhe auszog, sah sie die Bescherung: Die Sohle vom linken Schuh klebte voll Hundesch...e! Da hatte es mal wieder jemand versäumt, seinem Fifi beizubringen, dass man auch im Wald sein großes Geschäft nicht mitten auf dem Weg erledigt. Sie achtet ja schon immer darauf, wo sie hintrtitt. Aber jetzt, wo alles so schön dick mit Laub bedeckt ist, kann man nicht gleich jede Hinterlassenschaft erkennen.


Herrchen brauchte geschlagene zehn Minuten, bis er den Schuh wieder blank geputzt hatte. Frauchen sagt, man müsste diese Leute packen und mit der Nase direkt in so einen Haufen stecken; dann wüssten sie, wie eklig das ist. Ich finde, sie hat recht.


Mit mir hat es diese Probleme übrigens von Anfang an nicht gegeben. Wie durch ein Wunder war ich nämlich schon total stubenrein, als ich aus Rumänien in meine Pflegestelle kam. Ich wusste auch, dass man an die Seite oder ins Gebüsch geht, wenn man groß muss. Dabei hatte ich niemanden, der mir das beigebracht hätte, als ich noch ein Welpe war. Die beste - wenn auch harte und oft unbarmherzige - Schule ist eben manchmal das Leben selbst.


Also dann, noch einen sonnigen Tag und auf Wiederlesen.


Bleiben Sie sauber!
Ihre Nelly


Nickname 28.06.2017, 15.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

NICHTS VERSÄUMT - NUR GETRÄUMT?

 


Manchmal werde ich in aller Herrgottsfrühe wach, wenn es draußen noch dunkel ist. Barny schnarcht friedlich in seinem Körbchen, die Großen schlafen tief und fest. Meine innere Uhr zeigt mir an, dass ich sie erst in ungefähr zwei Stunden wecken darf. Ich strecke mich genüsslich, schüttle mein Fell und kratze mich hinterm Ohr (dem rechten oder linken, wo es gerade juckt). Dann mache ich ein paar Drehungen und kuschle mich wieder in meine Decke. Sekunden später bin ich eingenickt.


Im Halbschlaf träume ich die verrücktesten Sachen: Gestern zum Beispiel von einer Schlange, die zusammengerollt vor Herrchens Bett neben seinem Stummen Diener lag. Sie ähnelte ein bisschen der von neulich im Wald. Nur war diese hier anders gemustert – breite, silberfarbene Streifen auf dunkelblauem Grund – und um einiges länger. Eben wollte ich sie ausgiebig beschnuppern, da wurde ich von einem Geräusch geweckt. Ich gähnte herzhaft, blinzelte und blickte im Zimmer umher: Auf dem Boden, dicht an Chefs Bett, schlief tatsächlich eine Schlange! Ich rieb mir die Augen mit den Pfoten und sah ein zweites Mal hin. Da lag sie noch immer reglos wie ein Stein, es war also kein Traum gewesen. Jetzt ließ Herrchen auch noch seinen Fuß aus dem Bett baumeln, direkt über dem Kopf des Untiers. Wenn das aufwachte und sich erschreckte, würde es ganz sicher zubeißen! Ich musste handeln und das schnell; denn schließlich ging es um Leben und Tod. In meiner Not packte ich Herrchens Schlafanzughosenbein mit den Zähnen und zerrte aus Leibeskräften daran. Er schimpfte und versuchte, mich abzuschütteln, aber ich ließ nicht locker. Endlich zog er seinen Fuß zurück und stand auf, dem gestreiften Biest immer noch gefährlich nahe. Um ihn aus dem Schlafzimmer zu locken, tat ich so, als müsse ich unbedingt nach draußen. Gott sei Dank, er folgte mir ins Esszimmer und öffnete die Terrassentür zum Garten. Damit hatte ich ihn fürs erste aus der Gefahrenzone. Dumm nur, dass ich jetzt wirklich ein dringendes Bedürfnis verspürte, die ganze Aufregung hatte mein Innenleben in ziemlichen Aufruhr versetzt. So ein Hund ist ja auch nur ein Mensch! Ich musste mich also zunächst um mein Geschäft kümmern und Herrchen seinem Schicksal überlassen.


Bis ich ins Haus zurückkam, schien einige Zeit vergangen zu sein. Chef hatte inzwischen geduscht und war bereits fertig angezogen. Er trug eine graue Jeans, ein hellblaues Hemd und dazu – ich traute meinen Augen nicht – die Schlange! Um seinen Hals war sie zu einem Knoten gebunden, Kopf- und Schwanzende hingen schlaff an seiner Brust herunter. Er hatte sie also auch ohne meine Hilfe zur Strecke gebracht. Natürlich gönnte ich ihm seine Trophäe. Trotzdem, hätte ich ihn nicht rechtzeitig gewarnt, wer weiß, wie die Sache ausgegangen wäre!


Viel Schönes und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Guck mal, was da fliegt!

Nickname 28.06.2017, 14.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

NICHTS FÜR FAUCHEN!

 


(Montag, 15. September 2014:) Liebes Tagebuch!


Heute morgen große Aufregung beim Waldgassi: Beinahe hätte ich eine Schlange gefrühstückt! Ich steckte mit meiner Schnauze gerade augentief in einem Mauseloch. Zuvor hatte ich erfolglos versucht, einem Eichhörnchen nachzuklettern und mit ihm ein wenig Fangen zu spielen. Nun hoffte ich bei Mäuschen auf mehr Glück. Plötzlich blieb Frauchen stehen wie ein Stock und flüsterte voller Angst: "Psssssssssssssst! Nelly, sei schön leise und rühr dich nicht vom Fleck!" Ich tat wie mir geheißen, sagte keinen Mucks und rührte mich nicht. Frauchen griff mich am Halsband und hakte die Leine ein. Sie zog mich weiter, erst ganz langsam, dann immer schneller. Nun riskierte ich doch einen Blick aus dem Augenwinkel und erspähte nur ein paar Zentimeter neben dem Mauseloch ein längliches, cremefarbenes Etwas mit einem schmalen, dunklen Strich auf dem Rücken, das sich in ulkigem Zickzack fortbewegte und wieselflink im Unterholz verschwand. So ein Ding hatte ich noch nie gesehen! Gern hätte ich Barny gefragt; er hätte mir sicher sagen können, was das war. Doch der trödelte natürlich wieder mal zehn Meter hinter uns her und kriegte von alldem nichts mit.


Zuhause berichteten wir Herrchen von unserem Abenteuer. Er meinte, das sei wohl bloß eine harmlose Blindschleiche gewesen. Na, ich weiß nicht. Blind vielleicht, sie wand sich ja, als würde sie den geraden Weg nicht finden. Aber von Schleichen keine Spur! Trotzdem hätte ich sie mühelos einholen und mit ihr ein wenig Fangen spielen können, wenn Frauchen mich nur gelassen hätte. Echt schade, manchmal ist sie so eine Spaßbremse!


Gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



LIEBES JULCHEN, wir denken oft an Dich!


Nickname 28.06.2017, 14.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

EINS ,ZWEI, DREI, KEILEREI

 


(11. November 2014:) Liebes Tagebuch!


Heute wieder ein Wildschwein gesehen. Diesmal habe ich es im Unterholz aufgestöbert, Barny steckte gerade kopfüber in einem Kaninchenbau. Ein Bild für Götter! Schade, dass wir keine Kamera dabei hatten. Chef war übrigens absolut not amused, besonders als ich auch noch anfing zu bellen. Es sollte furchterregend klingen und das Borstenvieh in die Flucht schlagen. Herrchen erzählte jedoch hinterher zuhause, es sei nur ein ängstliches "Wiff, Wiff" gewesen. War vielleicht auch besser so; wer weiß, wieviel Hündisch so ein Schwarzkittel beherrscht. Es wird einem ja so leicht das Wort im Maul verdreht, und am Ende kommt es dann zu folgenschweren Missverständnissen. Da geht´s uns Hunden wie den Menschen, habe ich gehört.


Nachdem Herrchen meinen Kumpel aus dem Kaninchenbau gezogen hatte (sonst hätte der sich noch bis Australien durchgebuddelt) und wir langsam weitergingen, stand der Keiler auf und schubberte sein dickes Hinterteil am nächsten Baum. Was er uns wohl damit sagen wollte?



Also dann, auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly

Nickname 28.06.2017, 14.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

BLEIB WEG VON MEINEM WIGWAM!

 


Kinder, war das ein Schreck! Da gingen wir, nichts Böses ahnend, vergnügt im Wald spazieren. Frauchen hatte mich anfangs noch an der Flexileine. Das macht sie immer so, bis wir die neuralgischen Punkte (so nennt sie die Stellen, an denen ich gern mal stiften gehe) passiert haben. Barny lief uns ein Stück voraus und stöberte links vom Weg im Unterholz. Auf einmal blieb er wie angenagelt stehen und starrte gebannt auf etwas. Meine scharfen Äuglein entdeckten es ebenfalls sofort, und ich kläffte vor Aufregung im höchsten Diskant. Am liebsten hätte ich mich losgerissen; aber die Leine ist ja sehr stabil und Frauchen hielt mich eisern fest.


Jetzt sah sie auch, was uns so faszinierte: Etwa zwanzig Meter neben dem Weg hatten Kinder im Sommer aus Ästen und Stöcken eine Art Wigwam gebaut. Und davor lag – nee, nicht Winnetou, sondern ein ausgewachsener Keiler! Es war halb elf am hellen Vormittag, noch dazu bei strahlendem Sonnenschein, wer rechnet denn da mit sowas? Anscheinend hatte der Bursche sich das hölzerne Zelt als Schlafplatz ausgesucht. Als er uns hörte, stand er behäbig auf und fixierte uns. Frauchen kriegte voll die Panik, das können Sie sich wohl denken. Leise, um das Wildschwein nicht zu erschrecken, rief sie nach Barny. Das war natürlich zwecklos, denn der gehorcht meistens nur, wenn er will. Und jetzt wollte er nicht. Aber da fing der Keiler zu quieken an; richtig drohend klang das und hieß auf Wildschweinisch wohl so viel wie: „Mach dich schleunigst vom Acker, du Zwerg! Ein bisschen dalli, wenn ich bitten darf, sonst nehme ich dich auf meine Hauer und lehre dich das Fliegen, dass dir Hören und Sehen vergeht!“ Das wirkte. Barny drehte sich um und trottete gemächlich zu uns zurück. Zack, da hatte Frauchen ihn auch schon am Haken. Dann gingen wir möglichst unauffällig weiter. Frauchen zitterten die Knie, und für den Rest der Strecke blieben wir angeleint. Das war zwar doof, aber sie kennt ihre Pappenheimer. Sie wusste genau, dass wir die erste sich bietende Gelegenheit zur Wildschweinjagd nutzen würden - und wie die hätte enden können, das malen wir uns lieber nicht aus!


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Nickname 28.06.2017, 14.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

DIE 5. JAHRESZEIT

 


Manche nennen sie Karneval oder Fasching. Bei unserem Frauchen heißt sie „Frühjahrsputz“. Zwar sagt sie selbst von sich, sie sei alles andere als eine perfekte Hausfrau. Es gäbe soviel Schöneres zu tun als sauberzumachen, und bei drei Hunden hätte man ohnehin selten ein blitzblankes Haus. Aber einmal im Jahr überkommt sie die Arbeitswut, dann gibt es kein Halten mehr. Heuer ist sie spät dran, weil ihr immer wieder etwas dazwischenkam. Deswegen muss Chef ordentlich mit ran. Sie hat ihn eingeteilt, um den Keller aufzuräumen, die Garage zu entrümpeln und die Küche neu zu streichen. In jedem Zimmer werden Gardinen abgenommen, Fenster geputzt und Teppichböden shampooniert. Frauchen kriecht bis in die hintersten Winkel, um auch noch die letzte Staubflocke zu vernichten. Für uns Hunde bedeutet das puren Stress. Überall stehen Wischeimer, Besen und Staubsauger herum, wir finden nirgends mehr ein stilles Örtchen. Und ständig heißt es: „Nelly, nun geh doch mal zur Seite!“, „Bobby, musst du ausgerechnet hier liegen?“ oder „Barny, du stehst schon wieder im Weg!“


Am ätzendsten finde ich den Geruch nach Essigreiniger, der in allen Räumen herumfliegt, in unsere Augen kriecht und unsere empfindlichen Nasen beißt. Warum eigentlich gibt es keine Putzmittel mit der erfrischenden Brise von knusprig gebratenem Hühnchen? Zum Glück ist das Wetter schön, da können wir wenigstens in den Garten flüchten. Dort haben wir unsere Ruhe – bis Herrchen wieder mit dem grässlichen Rasenmähdingsbums einen Höllenlärm veranstaltet und ich mich zu Tode fürchte. Wieso schaffen sie sich nicht lieber ein paar Heidschnucken an? Die machen wenig Krach, halten das Gras schön kurz und wir hätten noch jemanden zum Spielen.


Hoffentlich geht der Anfall bald vorbei, ich halte die ganze Aktion nämlich für reine Zeitverschwendung. Der Schmutz kommt sowieso wieder, und der Rasen wächst schneller, als du „Hundekuchen“ sagen kannst. Man könnte die Zeit viel sinnvoller nutzen, mit Ball spielen, Schmusen oder einfach gemeinsam in der Sonne dösen. Aber so sind unsere Zweibeiner – lieb und nützlich und gut, nur manchmal schwer zu begreifen.


Also dann, auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Während die Großen rackern, genießen wir den Tag!
(Ich liege ganz links, bin ein bisschen schwer zu erkennen.
)

Nickname 28.06.2017, 14.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

EIN FLOTTER DREIER


    


Barny hat einen tierischen Schreibkrampf, deswegen übernehme ich heute.


Also…, die beiden Großen haben es noch einmal getan, und wir Hunde sind wieder zu dritt. Honi soit, qui mal y pense! Ganz ehrlich, das mit dem „Nur–für–ein–paar–Tage–und–Nächte–auf–Probe“ hat sowieso niemand ernsthaft geglaubt. Wer einmal hier ist, der bleibt auch da; außer, es hätte zwischen uns eine unüberwindliche Abneigung gegeben. Die gab es aber nicht, ganz im Gegenteil.


Ich bin kein Schmetterling, der von Blüte zu Blüte flattert. Unseren Bobby hatte ich aufrichtig gern, und Barny läuft sowieso außer Konkurrenz. Aber beim Woody hatte ich von Anfang an das Gefühl, als würde ich ihn schon seit einer Ewigkeit kennen. Das erste Treffen gab es, wie mit dem Böbchen, auf neutralem Boden im Auslaufgebiet. Das heißt, diesmal fand es am Waldrand statt, weil der Kollege sich zu der Zeit noch entschieden weigerte, auch nur einen einzigen Meter an der Leine zu laufen. Er stand bloß wie angewachsen da und ließ sich beschnuppern. Ich merkte, da war einer, der noch mehr Angst hatte als ich, das gab mir Selbstvertrauen. Barny akzeptiert grundsätzlich jeden, solange der ihm nur seine Ruhe lässt und Herrchen als sein - also Barnys - persönliches Eigentum anerkennt, und damit war die Sache soweit geritzt.


Als wir zu Hause ankamen, hatte ich ein Déja – vu. Genau wie derzeit Bobby zögerte Woody höchstens ein paar Minisekunden, dann hopste er ins Haus. Wegen seines verkürzten Hinterbeins sah er dabei zum Brüllen aus. Sorry, ich weiß, man soll sich darüber nicht lustig machen, aber es war einfach urkomisch! Er guckte sich nur kurz um, fand auf Anhieb eines unserer kuscheligsten Hundebetten und plumpste hinein. Barny verdrehte die Augen, als wollte er sagen, war das nötig? Wir hatten es doch gerade so gemütlich zu zweit! Aber wir wollten ja gastfreundlich sein. Außerdem gibt´s hier jede Menge an weichen Kissen und Decken, wo ausdrücklich "Reserviert für Hunde" draufsteht, wir müssen uns also deshalb nicht ins Fell kriegen.


Inzwischen sind dreieinhalb Monate vergangen. Von Kleinigkeiten abgesehen leben wir ganz zufrieden miteinander; und wenn wir nicht gestorben sind, dann bellen wir morgen noch. Klingt märchenhaft, ich weiß, ist aber trotzdem wahr.


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre NELLY




Nickname 27.06.2017, 21.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

WIR ÜBERLEGEN NOCH

 AHOI! 


Liebe Leute, unser Frauchen hat seit gestern einen dicken Knoten im Gehirn von dem Bandwurmsatz, den sie geschrieben hat. Deswegen mach´ ich hier mal weiter.


Also: Wo der Woody - der ja damals noch Grigore hieß -, vorübergehend Quartier bezogen hatte, das war keine richtige Pflegestelle, sondern ein Gnadenhof für alte und kranke Hunde. Die sollen gar nicht mehr vermittelt werden und dort friedlich bis zu ihrem Ende leben. Eigentlich eine schöne Sache. Da gab es aber eine Schäferhündin, die jünger und fitter war als die anderen und die das Sagen hatte. Anscheinend witterte sie in dem Neuzugang einen unerwünschten Konkurrenten und fing prompt an, ihn zu mobben. Sie hatte sozusagen das Hausrecht, und den Leuten fiel nichts Besseres ein, als den Grigore in eine Transportbox zu sperren (das ist eine Art Käfig, in dem wir Hunde zum Beispiel eine Flugreise aussitzen müssen). Darin brachte er viele Stunden am Tag und die meisten Nächte zu. Nicht eben komfortabel, und für seine angeknacksten Knochen war es das reine Gift. In dem engen Kasten konnte er sich ja kaum umdrehen, geschweige denn richtig ausstrecken.


Nach dem Telefongespräch mit Frau T. und zwei schlaflosen Nächten hielt unser Frauchen Familienrat mit Chef. Der kennt sie seit über vierzig Jahren und weiß, wie sie tickt. Darum wunderte er sich auch kein bisschen, als sie vorschlug, den Hund einfach mal so für ein paar Tage und Nächte auf Probe bei uns wohnen zu lassen. Er gab nur zu bedenken, wie ich und Nelly darauf reagieren würden. Wir hatten uns ja gerade erst wieder in unserer gemütlichen Zweisamkeit eingerichtet.


Genug für heute. Ich bin das viele Schreiben nicht gewohnt, und mir fallen gleich die Pfoten ab. Morgen gibt´s den Rest der Geschichte. Also, bis denne.


Macht´s gut, Nachbarn!

EUER BARNY




Nickname 27.06.2017, 21.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

WAS TUN? SPRACH ZEUS

 GANZ EHRLICH... 


Woody ist ein best dog ever, ein weltbester Hund. Wieso nur ein bester und nicht der beste überhaupt? Weil unsere Vierbeiner allesamt beste Hunde waren und sind. Tatsächlich haben wir mit unseren tierischen Lebensabschnittsgefährten unglaubliches Glück gehabt. Klar gab es hin und wieder Schwierigkeiten. Nicht jeder war hundertprozentig pflegeleicht – das bin ich übrigens auch nicht – und unsere Holly würde mancher vielleicht sogar als Problemhund bezeichnen. Sie hatte ja auch schon einiges durch, bevor sie zu uns kam. Für uns war sie eine feine Kameradin, wir haben sie innig geliebt und oft herzhaft über ihre Einfälle gelacht.


Back to Woody. Ich könnte schwören, dass unser Böbchen dabei seine Pfoten im Spiel hatte. Denn eigentlich sollte das mit drei Hunden eine einmalige Sache bleiben. Wir sind nicht mehr die Jüngsten und möchten auf keinen Fall, dass unsere Lieblinge uns überleben.


Hätte ich seinem früheren Pflegefrauchen nicht von seinem Fortgehen geschrieben und hätte sie nicht angerufen und gesagt, ach, das sind ja traurige Nachrichten, und gerade habe ich zwei von Bobbys Art hier, von denen der eine aber zurzeit in einer anderen Pflegestelle untergebracht ist, - übrigens heißt er zufällig auch Grigore, so wie früher der Bobby, ist ja in Rumänien ein gebräuchlicher Hundename -, weil er sich mit dem Spotty nicht versteht, der will nämlich immer den Chef spielen, aber ihn konnte ich nicht weggeben, weil er total auf mich fixiert ist und sonst niemanden an sich ran lässt und der Grigore ist ja mehr so eine Art Teddy, der lässt sich alles gefallen, nur hat er es in der Pflegestelle nicht besonders gut und das macht mir viel Kopfzerbrechen, ich muss ihn unbedingt von da wegholen, aber ich weiß nicht, wo ich ihn hier bei mir unterbringen soll, ich kann ihm höchstens in der Garage etwas herrichten…


So, den letzten Satz lernen Sie jetzt auswendig, und morgen erzählen wir Ihnen, wie es weiterging!




Nickname 27.06.2017, 21.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

LEHRMEISTER HUND: DIE KLUGHEIT DER SCHNÜFFELNASEN

 AHOI!


Liebe Leute, das ist ja schon wieder ewig lange her, seit ich zuletzt etwas geschrieben habe. Hier war in den vergangenen Monaten einiges los. Zuerst mussten wir dem Julchen nachwinken, als sie über die Regenbogenbrücke lief. Mit ihr war ich zwar nicht so dicke wie vorher mit Wendy, trotzdem ging mir der Abschied an die Nieren. Drei Tage später zog Nelly bei uns ein; und als hätte ich mit ihr nicht genug zu tun, kam auch noch Bobby ins Haus. Fairerweise muss ich sagen, dass es mit ihm keinerlei Probleme gibt. Der alte Knabe ist recht bescheiden, mimt nicht den Boss und freut sich, wenn er seine Ruhe hat. Die sei ihm gegönnt, so brauche ich bei den Mädels wenigstens keine Konkurrenz zu fürchten!


Vor kurzem hörte ich Frauchen mit Chef darüber sprechen, wie es früher war, bevor sie sich kannten. Sie erzählte von den Tieren, die bisher ihr Leben begleitet haben. Das waren echt viele: Mit uns Dreien insgesamt fünfzehn Hunde, ein Wellensittich, rund ein Dutzend Meerschweinchen und sogar ein Pony! Die hatte sie alle sehr lieb; aber sie meinte, besonders wir Hunde seien gute Lehrmeister und könnten den Menschen mancherlei beibringen. Das brachte mich auf eine Idee. Wie wäre es, wenn ich ein paar Kapitel darüber schriebe, was die Zweibeiner sich so alles von uns abgucken und wie sie sich selbst in uns wiedererkennen können? Das ist ein spannendes Thema, und ich bin auf dem Gebiet ja sozusagen Fachhund. Bevor ich anfange, muss ich mich nur noch ein wenig sammeln.


Das geht am besten mit Yoga:




Also dann, bis in Bälde.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny

Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

EIN STERN, DER DEINEN NAMEN TRÄGT

Ganz leise gingst Du von uns fort,
nun fehlst Du uns an jedem Ort.
Unsere Herzen sind traurig und schwer,
wir vermissen Dich so sehr.

UNSER LIEBER





19. NOVEMBER 2016

"Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können. Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben."


Antoine de Saint-Exupéry,

Der kleine Prinz


****************************


Mach es fein, mein Böbchen. Inzwischen bist Du wohl schon, begleitet von vielen Engeln, im Regenbogenland angekommen, wo unsere Süßen Dich mit "großem Bahnhof" empfangen haben. Grüße sie von uns, ja? Vielleicht besuchst Du mich manchmal im Traum, damit ich weiß, dass es Dir gut geht.



Auf Wiedersehen, Du treue Hundeseele. Zwei unvergessliche, erfüllte Jahre waren uns vergönnt, und keiner hätte dankbarer sein können als Du. In unseren Herzen hast Du tiefe Pfotenspuren hinterlassen. Wir werden immer an Dich denken, und eines schönen Tages sind wir alle wieder zusammen.


In liebevoller Erinnerung,

Deine Familie

Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

SUNNY SUNDAY

Ach, wie haben wir sie genossen - die ersten Sonnenstrahlen im Freien! Zwar nur für ein Viertelstündchen, weil der Boden und die Luft noch zu kalt sind. Das sagte zumindest Frauchen und kam gleich mit einer warmen Decke angerannt. Wir hätten es auch so noch eine Zeitlang ausgehalten, aber für´s Böbchen war es schon besser. Sein Fell am Bauch wächst ja erst langsam wieder nach, weil es ihm der Tierarzt wegen der Ultraschalluntersuchung doch hatte abrasieren müssen. Schön war´s in jedem Fall und hat Vorfreude auf mehr gemacht (auf die Sonne, meine ich, nicht auf den Tierarzt).


Also dann, guten Abend und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly




Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

WAS KANN DER BOBBY DENN DAFÜR DASS ER SO SCHÖN IST?

 


Was sagen Sie? Der Knabe in dem Lied heißt Sigismund? Ja, ich weiß, und für meinen Geschmack ist das ein reichlich alberner Name. Außerdem liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, und so mancher hat ein Gesicht, das nur seine Mutter lieben kann. Aber unseren Bobby finde ich richtig hübsch mit seinem einen Auge, der demolierten Schnauze, dem gespaltenen Ohr und den verkrüppelten Vorderbeinen. Sein weiches, weißes Fell mit den lustigen Kuhflecken hat es mir angetan, und wenn er mir manchmal zublinzelt, kommt er mir direkt verwegen vor. Dabei ist er alles andere als das. Statt auszuteilen steckt er lieber ein, möchte es jedem recht machen und niemandem im Wege sein. Ein echter Seelenhund!


Halten Sie mich bitte nicht für flatterhaft. Ich liebe Barny nach wie vor heiß und innig. Sein Herz ist aus purem Gold; er hat mich hier mit offenen Pfoten aufgenommen und ganz schnell heimisch werden lassen. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein. Obendrein besitzt er sehr viel Charme, trotz seiner manchmal etwas ruppigen Art. Aber Bobby ist eben ganz anders, eher ein Hund zum Anlehnen, und das gefällt mir gut. Übrigens, wer sagt denn, dass man nicht zwei lieben kann? Rein platonisch, wohlgemerkt, zu etwas anderem reicht´s beim Böbchen ohnehin nicht mehr. Jedenfalls hat er bisher meine sämtlichen Flirtversuche höflich, aber doch entschieden zurückgewiesen. Dabei dachte ich, Männer wollen immer… Frauchen sagt, das liegt am Alter, er ist froh, wenn man ihm seinen Frieden lässt. Den hat er sich auch verdient nach allem, was er durchmachen musste. Ich fühle mich trotzdem hundewohl mit meinen beiden Jungs und bin, wie Lucylectric (noch so ein komischer Name) froh, „dass ich´n Mähähädchen bin“!


Gute Nacht und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Sie sehen, meine Männer liegen mir zu Füßen!


(ERINNERUNGEN)

Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

UND DANN HAU´ ICH MIT DEM HÄMMERCHEN

 

Wissen Sie, unser Fraule gilt allgemein als friedliebende Person. Sie möchte immer ausgleichen und verabscheut jede Streiterei. Um bloß nicht die Harmonie zu zerstören, schluckt sie so manchen Ärger hinunter, der ihr dann als schwerverdauliche Kost tagelang im Magen liegt. Auf die Dauer ist sowas natürlich ungesund. Ihre beste Freundin hat ihr deswegen geraten, sie solle ihre Wut ruhig mal raus lassen, zum Beispiel einfach laut losbrüllen oder mit der Faust auf den Tisch hauen. Das liegt unserer Großen ja nun gar nicht. Da schien guter Rat teuer, doch wie heißt es gleich: „Immer, wenn du meinst, du erträgst den Druck nicht mehr, dann kommt ein Ventil von irgendwoher.“ (Ich weiß, der Spruch heißt anders, aber so passt er besser.)

Ausgerechnet unsere Tierärztin hatte die rettende Idee, und das kam so: Barny, mein Rudelkumpel, ist ein echtes Goldstück, und ich möchte ihn um nichts auf der Welt gegen einen anderen eintauschen. Aber wie wir alle hat auch er seine kleinen Macken und Marotten. Zum Beispiel war er schon immer ein bisschen kaufaul. Er mochte nie so gern Trockenfutter fressen, weil man das ja zerbeißen muss, und nach seiner Zahn-OP hat sich das noch verstärkt. Nun ist es leider so, dass seine doofe Autoimmunkrankheit eine Futterumstellung notwendig gemacht hat. Dose darf zwar weiterhin sein, aber nur noch ein Drittel der Tagesration. Was hat Frauchen nicht alles angestellt, um ihm das Trockenfutter schmackhaft zu machen: Mit Leberwurst einbalsamiert oder sorgfältig mit Fleisch vermischt, und was macht er? Leckt sämtliche Bröckchen fein säuberlich ab und lässt sie dann liegen!

Das Fraule wollte schon verzweifeln, da verriet ihr die Tierärztin einen bewährten Trick: Man gebe das Trockenfutter in einen gut verschlossenen Leinenbeutel und schlage mit einem Hammer oder Fleischklopfer so lange drauf, bis nur noch größere Krümel übrig sind. Natürlich hat Chefin das gleich ausprobiert, und der Erfolg war überwältigend! Inzwischen frisst der Blonde das Trockenfutter, mit gedünstetem Fleisch gemixt, lieber als Dose. Ich würde sagen, 1:0 für Frauchen, die sich obendrein beim Zerhämmern gleich noch ein bisschen abreagieren kann. Das tut ihren Nerven gut, und meinem Kumpel schmeckt´s. Zwei Fliegen mit einer Klappe, was wollen Mensch und Hund mehr? Jetzt muss ich meine Pfoten ausschütteln, ich kriege schon einen Krampf vom vielen Tippen.

Also dann, auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!
Ihre Nelly


Warten aufs Mittagessen
************


Satt und zufrieden,
nur Bobby hätte gern noch etwas mehr 

(ERINNERUNGEN)

Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

MENSCHEN TUN SO ETWAS

Eine Kugel im linken Schulterblatt - das ergab heute eine Röntgenuntersuchung bei unserem lieben Bobby. Man hat ihn also nicht nur getreten, mit dem Auto angefahren, ihm das Auge ausgestochen und versucht, ihn mit dem Spaten zu erschlagen, sondern obendrein auch noch auf ihn geschossen.


Sie wissen, sonst plaudere ich gern mit Ihnen, aber dazu fällt mir einfach nichts mehr ein.


Also dann, Auf Wiederlesen.
Ihre fassungslose Nelly

Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

ANSCHAUEN KOSTET NICHTS

(10. Dezember 2014)

 

Unsere erste Begegnung hatten wir auf neutralem Boden: Wir trafen Frau T. mit Bobby im Auslaufgebiet. Dort gab es für niemanden einen Heimvorteil, so konnten wir uns ganz zwanglos beschnuppern. Barny machte es wie immer: Er ignorierte den fremden Artgenossen und ließ ihn links liegen. So schien es zumindest. Seltsam war nur, dass er jedes Mal genau den Baum goss, den der Neue eben bewässert hatte und sich für dieselben Nachrichten interessierte, die der andere gerade las. Ein reichlich plumpes Manöver, wenn Sie mich fragen. Männer sind ja so leicht zu durchschauen! Ich ging natürlich diskreter vor. Erstens, weil ich ein Mädchen bin und zweitens, weil große Hunde mir nach wie vor Angst einjagen. Es ist zwar schon viel besser geworden, aber ein bisschen fürchte ich mich noch immer. Der hier schien allerdings harmlos zu sein. Er wedelte mich freundlich an, zwinkerte mir mit seinem einen Auge lustig zu und tat sonst nichts Anstößiges oder Beunruhigendes. Auch war er wohl schon ein älteres Semester, aber das musste ja nichts heißen. Schließlich sagt man zu Recht: Je oller, je doller. Trotzdem flößte mir der nette Bursche mit seinem gescheckten Fell gleich Vertrauen ein.


Nach etwa einer halben Stunde kamen wir zurück an den Ausgangspunkt. Die Großen besprachen sich kurz; dann sprangen Barny und ich in unser Auto, und Bobby stieg bei Frau T. ein. Mach´s gut, Kumpel, es war nett, dich kennenzulernen. Vielleicht sieht man sich irgendwann.


Wir ahnten noch nicht, was unsere Menschen ausgeheckt hatten! Davon in Kürze dann mehr.


Gute Nacht und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly


Zwei Wochen später...



...warten wir gemeinsam aufs Abendbrot.


(ERINNERUNGEN)

Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH

DIE BEIDEN HABEN ES GETAN!

(2. Dezember 2014)

 


Und nun sind wir zu dritt. Honi soit, qui mal y pense! Vielleicht erinnern Sie sich, was ich Ihnen über Frauchens Prinzipien erzählt habe: "Drei sind einer zu viel", "Zwei Hände, zwei Hunde" und derlei Weisheiten mehr. Aber ein anderes Sprichwort sagt: Grundsätze sind dafür da, um sie zu brechen. Bobby (der vorher Grigo hieß) ist allerdings nicht aus irgendeiner weiblichen Laune heraus angeschafft worden, die Sache hat eine sehr ernste Vorgeschichte. Frauchen ist im Internet auf einen Artikel über die entsetzlichen italienischen „Canili“ gestoßen, hat auch etwas über die so genannten Todeshäuser in der Ukraine und die Hundemassaker in Rumänien (bei denen die Hunde zu Hunderten mit Spaten erschlagen werden) gelesen. Danach war sie nicht mehr dieselbe. Tagelang lief sie herum wie Falschgeld, weinte und tat nur das Allernötigste. Eines Abends bekam ich dann mit, wie sie betete: "Gott, bitte lass mich sterben. Lass mich jetzt einschlafen und morgen früh nicht mehr aufwachen. Diese Erde ist kein guter Ort und Mensch zu sein ist eine Schande. Für Barny und Nelly ist ja gesorgt und D. kommt auch allein zurecht. Ich mag nicht mehr, bitte lass Schluss sein." Sie hat es nur gedacht, aber ich konnte es trotzdem hören und bekam schreckliche Angst um sie. Zum Glück ist sie dann am nächsten Morgen doch wieder aufgewacht. Sie sprach mit Herrchen und sagte, sie würde gern noch einen Hund haben; einen, der wie Barny und ich das Grauen überlebt hat und mit dem sie sozusagen stellvertretend all die vielen Millionen ehren wolle, für die sie nichts tun könne. Sie schauten auf der Seite von Frau T., meiner ehemaligen Pflegemama, nach und entdeckten dort den Grigo. Über ihn stand folgendes zu lesen:


"Grigo ist einer von diesen ganz armen Socken: Als er hier ankam, war ein Auge total vereitert und verschrumpelt und wir mussten feststellen, dass genau darunter der Backenzahn gespalten war, ebenso wie sein linkes Ohr. Wie kann so etwas passieren? Durch einen Schlag mit dem Spaten vielleicht...? Das Auge und der Zahn - und noch 12 weitere Zähne waren total vereitert und mussten schnellstmöglich herausoperiert werden. Mittlerweile hat der liebe Grigo diesen Eingriff hinter sich und erholt sich zusehends. Er ist ein alter Hund, der auch noch auf den Vorderläufen stark humpelt. So möchte er keine langen Spaziergänge mehr und liebt es, im Garten zu liegen. Er ist ein sehr ruhiger und verträglicher Hund, sein größtes "Hobby" ist Fressen, das genießt er sehr und kann nicht genug kriegen. Für Grigo suchen wir einen ruhigen Platz mit Garten und möglichst ebenerdiger Wohnung. Er ist absolut stubenrein und liebt es, auf einer weichen Matte zu liegen. Außerdem fährt er sehr gerne im Auto mit und läuft halbwegs gut an der Leine. Grigo ist kastriert, geimpft, gechipt sowie entwurmt und gegen Flöhe/Zecken behandelt. Seine Schulterhöhe beträgt 53 cm. er wiegt ca. 20 kg. Wer gibt ihm ein liebevolles Zuhause für seine letzten Jahre?"





 

Die Antwort lautete kurz und bündig: WIR! Danach ging dann im Grunde alles ganz fix, und nun gehört er also zu unserem Familienrudel. Nur den Namen haben wir geändert, bei uns heißt er jetzt Bobby. Ihm ist es wurscht, wie er gerufen wird, er hört sowieso nicht mehr besonders gut. Wie wir uns kennenlernten, wie sein Einzug verlief und wie wir miteinander leben, darüber berichte ich Ihnen beim nächsten Mal. Und wissen Sie was? Ich kenne da noch so eine Spruchweisheit, die trifft es genau, finde ich. Sie lautet: „Aller guten Hunde sind drei“!

Auf Wiederlesen bis zum nächsten Mal!

Haben Sie es fein!
Ihre Nelly

(ERINNERUNGEN)

Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

OH, DIESE MÄNNER!

 

(13. Oktober 2014)

Ihnen vertraue ich es an, Sie werden mich sicher nicht verraten: Mein neuer Rudelgefährte Barny gefällt mir von Tag zu Tag besser. Ich finde ihn äußerst attraktiv mit seinem blonden, seidenweichen Fell; er wird ja auch zweimal die Woche von Herrchen gestriegelt und gebürstet wie beim teuersten Hundefrisör. Kein Wunder, dass ihm so manches Rasse- oder Mischlingsmädchen nachguckt und mit ihm zu flirten versucht. Dann denke ich immer, ätschebätsch, der gehört mihir! Aber erzählen Sie ihm das bloß nicht weiter, sonst wird er noch eitel. Mir gegenüber verhält er sich höflich und zurückhaltend, wie ein echter Kavalier eben. Er wird nie zudringlich oder so, wenn Sie wissen, was ich meine. Sowieso ist er nur wenig interessiert am weiblichen Geschlecht; das hängt wohl damit zusammen, dass wir beide kastriert sind. Gut, manchmal kommt er mir etwas schwerfällig vor. Ein bisschen mehr Temperament dürfte er gern zeigen, da muss ich ihm noch auf die Sprünge helfen. Er hat ja sein Leben bisher mit zwei lieben, älteren Hundedamen geteilt, das färbt eben ab.

Trotz aller Vorzüge hat er eine fürchterliche Unart: Seine ewige Spülerei. Jedesmal, wenn er beim Waldgassi die Hundenachrichten liest und eine Randnotiz oder einen Kommentar hinterlässt, unterschreibt er das mit seinem Namen. Dabei scharrt er dermaßen heftig mit den Hinterpfoten, dass haufenweise Blätter, Kiefernnadeln und Erdreich in alle Himmelsrichtungen fliegen. Auf die Weise tut er der übrigen Hundewelt kund: "Barny was here!" Oft stehe ich direkt hinter ihm und kriege die volle Ladung ins Gesicht. Nicht gerade angenehm, das können Sie mir glauben; besonders bei meinen empfindlichen Augen. Frauchen oder Herrchen müssen mich dann regelmäßig saubermachen. Warum ich ihm nicht lieber ausweiche und anderswo meine Zeitung lese? Sehr einfach, weil gerade dort, wo er ist, etwas  Interessantes drinstehen könnte. Nicht, dass ich besonders neugierig wäre, oh nein, aber schließlich will man ja auch als Mädchen überall mitreden können!

Das ist eigentlich schon alles, was mich an ihm stört. Irgendwie gewöhne ich ihm das auch noch ab. Ich wäre nicht die erste, die sich ihren Partner nach eigenen Wünschen erzieht. Dafür braucht es nur Geduld, starke Nerven, und man muss ausgeschlafen sein.

Also dann, gute Nacht und auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Er ist so süß, wie er da liegt und schläft...!


(ERINNERUNGEN)

Nickname 27.06.2017, 21.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

DUMME HABEN´S LEICHTER

(28. September 2014)

Ich stecke gerade richtig in der Zwickmühle. Das tut zwar nicht so weh, wie es klingt, ist aber doch sehr unangenehm. Ich weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten soll.

Es geht um folgendes:
Ich lebe ja erst seit kurzem hier bei meiner Familie. Bisher kenne ich kein normales Hundedasein, muss alles, was dazu gehört, von der Pieke auf erlernen. Ich bin mit Feuereifer dabei, und die Großen sind sehr stolz auf mich, denn ich begreife schnell. Es heißt, ein Lehrer muss selbst die dümmsten Schüler von Zeit zu Zeit loben, damit sie nicht die Lust verlieren. Das gilt erst recht für eine kluge Hündin wie mich! Herrchen und Frauchen wissen das und belohnen mich immer mit einem feinen Leckerli, wenn ich etwas richtig mache. Das spornt an, denn ich futtere für mein Leben gern. Und wenn eine Sache nicht gleich auf Anhieb klappt, kriege ich trotzdem ein Häppchen. Barny kassiert ebenfalls tüchtig ab, er mischt ja überall mit.

Jetzt kommt´s: Er hat mir im Vertrauen erzählt, dass es nur anfangs so viele Leckerlis gibt. Sobald ich alle Kommandos kenne und befolge, werden es weniger, bis die Quelle irgendwann versiegt. Er sagt, zu seiner Zeit als Neuer war das genauso. Damals hat sich Wendy über die Extrabröckchen gefreut. Sie verstehen mein Problem? Um noch lange abzusahnen, müsste ich mich möglichst dumm anstellen und recht begriffsstutzig tun. Das ginge aber entschieden gegen meine Ehre. Schließlich habe ich einen Ruf zu verlieren, ich bin ja nicht umsonst als blitzgescheites Mädchen bekannt. Barny und ich hielten heimlich Kriegsrat und fanden die Lösung: Ein dritter Hund! Der hätte dann auch alles neu zu lernen, und es gäbe wieder Häppchen im Überfluss. So einfach, so genial. Die Sache hat leider einen Haken: Herrchen und Frauchen möchten keinen weiteren Hund. Das heißt, eigentlich schon. Wenn es nach Frauchen ginge, hätten sie sogar ihr privates, kleines Tierheim. Aber sie hat da ein Prinzip: „Zwei Hände zum Streicheln, zwei Hunde“, und sie meint, „Drei sind einer zuviel“ sei nicht nur der Titel einer erfolgreichen Fernsehserie, sondern ein sehr wahrer Satz. Insgeheim gebe ich ihr recht. Mit Barny teile ich unsere Zweibeiner ja gern, er ist ein prima Kumpel. Aber mit noch einem Artgenossen? Nein danke! Sie sehen, ich sitze wirklich arg in der Klemme.
Was raten Sie mir?

Also dann, auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!
Ihre Nelly

Nickname 27.06.2017, 21.21| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

BEINAHE WIE ODYSSEUS

 AHOI!


Liebe Leute, die vergangenen Wochen waren der reinste Höllentrip; eine wahre Odyssee, wie Frauchen sagt. Sowas braucht kein Mensch, erst recht kein Hund. Sie haben mich regelrecht auf den Kopf gestellt, um herauszufinden, was mir fehlt: Röntgen, Ultraschall, Blutbild, Kot- und Urinproben fürs Labor (das war bestimmt ein Bild für Götter, wie Herrchen mit dem Marmeladenglas hinter mir her hechelte und versuchte, den Strahl einzufangen) – sogar den Bauch haben sie mir aufgeschnitten, weil sie glaubten, ich hätte vielleicht eins von meinen Spielzeugen verspeist. Da gibt es die unglaublichsten Sachen. Ein anderer Patient von Frau K., ein Schäferhund, hat zum Beispiel mal einen ganzen Tennisball verschluckt, aber fragt mich bitte nicht, wie. Und ein Cockerspaniel bekam den Spitznamen „Ü – Ei“, weil er immer die kleinen Figürchen aus den Überraschungseiern so lecker fand, weswegen er dreimal operiert werden musste, damit die Kinder ihre Sammlung wieder vollständig hatten. Bei mir endete die Sache allerdings wie das berühmte Hornberger Schießen. Sämtliche Befunde waren negativ, was in dem Fall ja eigentlich positiv wäre – nur dass es mir trotzdem weiterhin dreckig ging. Ich wurde immer schlapper, hing herum wie ein Schluck Wasser und fraß kaum noch. Frauchen gab sich alle erdenkliche Mühe. Sie kaufte mir die feinsten Leckerbissen, nach denen jeder andere Hund sich alle vier Pfoten geleckt hätte, aber ich kriegte einfach nix runter. Die Ärmste verzweifelte beinahe. Sie weinte viel und betete immer wieder zum lieben Gott um ein Wunder für mich.


Ich hatte schlimmes Bauchweh und bekam jeden zweiten Tag ein starkes Schmerzmittel gespritzt. Das brachte sie dann endlich auf eine heiße Spur. Nachdem ich mich nämlich trotz allem kein bisschen besser fühlte und immer weiter abnahm, zapfte Frau K. mir noch einmal Blut ab, und diesmal gab es tatsächlich einen Befund: Ich hatte wohl inwendig ein bisschen geblutet; dadurch waren zwei Werte erhöht und die deuteten klar auf ein Magengeschwür hin. Das Schmerzmittel war also genau verkehrt gewesen, denn bekanntlich gehen derartige Medikamente ja tierisch auf den Magen; ohne diesen unbeabsichtigten Behandlungsfehler würden wir aber wahrscheinlich heute noch im Dunkeln tappen, oder ich wäre vielleicht schon gar nicht mehr da. Nun fragt Ihr Euch sicher, wie gerät ein Hund an ein Magengeschwür? Schwer zu sagen, da gibt es verschiedene Möglichkeiten; beispielsweise eine Vergiftung oder eine Infektion mit bestimmten Bakterien. Ehrlich gesagt ist es uns auch total piepegal, woher es kam – Hauptsache, ich werde das fiese Ding möglichst schnell wieder los. Jetzt kriege ich einen Säureblocker, dazu Tabletten, die die Magenwände schützen und natürlich Diät. Wie die allerdings genau auszusehen hat, daran scheiden sich hier bei uns die Geister. Das erzähle ich Euch dann beim nächsten Mal. Also, bis die Tage.


Macht´s gut, Nachbarn!

Euer Barny



Heile, heile, Hundchen -

es wird bald wieder gut!


(ERINNERUNGEN)


Nickname 27.06.2017, 16.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

UNSER HELD DES TAGES

Hallo, mein Barnybärchen!


Unverhofft kommt oft, davon können wir alle hier ein Lied mit vielen Strophen singen! Eigentlich war Deine Zahn – OP ja erst für nächste Woche angesetzt; aber wie heißt es noch: Wer vorher plant, muss doppelt planen. Am Donnerstag wolltest Du lieber neben Deinem gefüllten Napf verhungern, als nur einen einzigen Happen fressen. Du hattest offensichtlich große Schmerzen. Also rief ich kurz entschlossen bei der Tierärztin an, und sie sagte: „Gut, dann machen wir es morgen früh.“ Da hatten wir Glück, denn ursprünglich stand schon ein anderer Termin auf ihrem Kalender, den sie aber verschoben hatte – warum, das wusste sie selbst nicht mehr genau. Es sollte wohl so sein.


Die Operation war kein Zuckerschlecken, und Frau K. leistete Schwerstarbeit. Über eine Dreiviertelstunde lang fuhrwerkte sie in Deinem Mäulchen herum, die Narkose musste zweimal vertieft werden. Die eine Zahnwurzel steckte so „festgemauert in der Erden“, dass sie nur in Einzelteilen regelrecht heraus gemeißelt werden konnte. Ein Stückchen blieb trotzdem drin, aber Frau K. versicherte uns, dass es keinen Schaden mehr anrichten würde. Um es zu entfernen, hätte sie die Narkose ein weiteres Mal verlängern müssen. Das mochte sie nicht riskieren, denn Dein Blutdruck war so niedrig, dass sie schon Probleme hatte, eine Vene zu finden, um die Braunüle zu legen. So stellte sich ganz nebenbei heraus, dass Dein Herz nicht mehr das kräftigste und wohl auch schon ein bisschen ausgeleiert ist. Eigentlich wäre es dafür bei einem Hund von sieben bis acht Jahren zu früh, aber wir kennen ja Deine Vorgeschichte nicht. Wenn Du Dich von dem Eingriff erholt hast, werden wir eine Ultraschalluntersuchung machen, danach wissen wir mehr. Zum Glück lässt sich so etwas gut behandeln und mit den passenden Medikamenten kannst Du steinalt werden.


Um elf Uhr durften wir Dich abholen. Da wusstest Du schon wieder, wer wir waren und freutest Dich, uns zu sehen. Allerdings warst Du noch recht wackelig auf den Beinchen und knicktest immer wieder ein, darum trug Herrchen Dich vorsichtshalber ins Auto. Kaum zu Hause angekommen, wurde Dir schlecht. Die Tierärztin hatte uns vorgewarnt, dass das als Folge der Narkose passieren könne. Ich wunderte mich allerdings, was da alles zutage kam. Der Menge nach hättest Du nämlich mindestens ein Bernhardiner sein müssen!


In den nächsten Stunden schliefst Du erst einmal Deinen Rausch aus, und gegen Abend warst Du fast wieder der Alte. Dein Magen meldete Hunger, das gabst Du mir deutlich zu verstehen. Gedünstete Hähnchenleber, mikrofein zerkleinert mit Reis war genau das richtige Menü für einen Zahnkranken. Du verspeistest es mit größtem Behagen - so genüsslich hatten wir Dich lange nicht mehr futtern gesehen!


Ich staune immer wieder, wie hart im Nehmen Ihr Hunde seid. Beim Julchen verhielt es sich ebenso. Der Ärmsten wurden ja gleich sechs Zähne auf einmal ausgerupft. Na und? Hinterher ein paar Stunden ratzen, einmal kräftig schütteln und die Angelegenheit war so gut wie vergessen. Dagegen würde unsereiner noch tagelang jammern, sich die Backe halten und sich mit Schmerztabletten dopen.


Heute ging es dann zur Nachkontrolle. Die Tierärztin zeigte sich recht zufrieden; nur an einer kleinen Stelle war die Wundnaht aufgegangen, aber in ein paar Tagen wird auch das verheilt sein. Du bekommst jetzt ein Antibiotikum, damit sich die Knochenhaut vom Kiefer nicht entzündet, und bald kannst Du wieder Deine geliebten Beefsticks kauen.


Hast Dich tapfer geschlagen, mein Kleiner, wir sind mächtig stolz auf Dich. Hoffentlich war es das erst einmal für lange, lange Zeit. Wir lieben Dich von ganzem Herzen!


Dein sehr erleichtertes Frauchen



Ihr werdet sehen,

bald helfe ich wieder

bei der Gartenarbeit!


(ERINNERUNGEN)

Nickname 27.06.2017, 16.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

EIN SCHUSS IN DEN OFEN

 


Hey, Barny!


Gratuliere, mein Lieber - das hast Du sauber hingekriegt! Ein paar Stunden vor dem Besuch bei der Tierärztin fängst Du mitten in der Nacht plötzlich an, Dir die Seele aus dem Leib zu husten und spuckst jede Menge weißes Zeug, dass einem angst und bange werden kann. Frauchen kriegt natürlich voll die Panik, Du könntest was Giftiges gefressen haben. Sie rüttelt Herrchen wach und sagt: „Los, steh auf, wir müssen sofort mit Bärchen in die Klinik fahren!“ Dann springt sie aus dem Bett, zieht sich in Schallgeschwindigkeit an und steht frühmorgens um halb vier vor dem Spiegel, um sich zu schminken. Sie ist ja so eitel, dass sie ohne Farbe im Gesicht nicht mal dem Postboten die Tür aufmachen würde. Ich wette, wenn ihr das Haus überm Kopf abbrennt, legt sie auch erst noch Make-up auf, bevor sie sich von der Feuerwehr retten lässt!


Irgendwann beruhigt sich Dein Husten etwas, und sie wollen nun doch bis neun Uhr warten, wenn du sowieso zur Tierärztin musst. Die zeigt sich verständlicherweise not amused, diagnostiziert eine saftige Erkältung, und damit ist Deine Zahnbehandlung fürs Erste vom Tisch. Aber freu Dich nicht zu früh, das gewährt Dir nämlich nur eine Galgenfrist: Dein neuer Termin für nächsten Mittwoch steht bereits fest!


Der ganze Tag ist irgendwie daneben. Chef kommt nur schwer in die Gänge, das Fraule läuft wie eine Schlafwandlerin durch die Gegend; aber das Beste hast Du Dir mit dem Hustensaft geleistet. Frauchen will ihn Dir richtig professionell mittels einer Spritze ins Maul geben, und was machst Du? Schnalzt einmal kräftig mit der Zunge, und anstatt in Deinem Hals landet das klebrige Zeug mitten in Frauchens linkem Auge! Na, die hat vielleicht geweint! Erstens vor Schmerz, weil es höllisch gebrannt hat und zweitens vor Wut, weil sie sich nun noch mal neu schminken musste. Ich erwähnte wohl schon, wie eitel sie ist. Dann musste sie aber doch lachen und sann auf eine List, wie sie Dir den Saft erfolgreich einflößen könnte. Not macht bekanntlich erfinderisch, und sie kennt ja ihr Leckermäulchen. Frischkäse – Doppelrahmstufe, versteht sich – mit Hustensirup vermischt (in angemessenem Verhältnis, also drei Teile Frischkäse und ein Teil Hustensaft), dann klappt´s auch mit der Medizin!


Ehrlich gesagt beneide ich Dich nicht um das, was Dich nächste Woche erwartet. Ich habe ein bisschen gelauscht, wie Frauchen mit der Tierärztin telefonierte, und was ich da zu hören bekam, klang richtig gruselig. Aber ich weiß ja, Du bist hart im Nehmen, ein ganzer Kerl eben, und sicher werden sie Dich hinterher nach Strich und Faden verwöhnen. Hühnchen, Leber und Schabefleisch, mmhhh... mir läuft gleich das Wasser im Maul zusammen. Bobby und ich kriegen natürlich unseren Anteil, da passen wir schon auf. Jetzt schlaf Dich erst mal gesund, dann sehen wir weiter.


Gute Nacht, und schnarch uns was Feines.
Deine Nelly



Wer schläft, hustet nicht!


(ERINNERUNGEN)


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AU BACKE, MEIN ZAHN!

Na, Kumpel, da hast Du morgen einen richtig bescheidenen Tag vor Dir: Um neun Uhr früh heißt es antreten bei der Tierärztin zur Zahnbehandlung. Das Ganze unter Vollnarkose, wir machen schließlich keine halben Sachen. Wie es scheint, hast Du echt Zahnweh, weil Du nur noch weiches Zeug fressen magst. Frauchen macht sich natürlich Vorwürfe, dass sie so lange gewartet haben, Du kennst sie ja. Aber jetzt ist sicher genau der richtige Zeitpunkt, damit Du auch über- und überübermorgen noch kraftvoll zubeißen kannst!
(WIR LIEBEN REKLAME!!!)

Bobby und ich werden Dir ganz feste die Pfoten drücken, dass alles gut vonstattengeht. Bist ja ein tapferes Kerlchen, und Chef bleibt bei Dir, da kann gar nichts passieren. Viel Glück, Freund Barny, und halte die Öhrchen fein steif!

Deine Rudelgefährtin
NELLY
  


(ERINNERUNGEN)

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MEINE LEINE SCHLEPP´ ICH NICHT Teil 3: Der Erfolg

 


Beim nächsten Ausflug fiel mir etwas Sonderbares auf: (ich erwähnte ja schon, dass ich ein gescheites Mädchen bin): Trotz des lästigen Anhängsels konnte ich mich ganz locker bewegen und deutlich weiter als zehn Meter laufen! Die Schleppleine war scheinbar bloß eine Attrappe, ein gemeiner Trick, um mich am Wegrennen zu hindern. Aber meine Herrschaften, nicht mit mir! Ich zählte heimlich bis drei, dann schoss ich ab wie eine Rakete, mitten hinein ins Unterholz. Spaß, Spaß, Spahaß! Plötzlich passierte es: An einem Ast oder einem Gestrüpp blieb ich hängen, verhedderte mich und konnte weder vor noch zurück. Je mehr ich mich bemühte, freizukommen, desto fester zog sich die Leine um das Hindernis. Sie war also doch keine Attrappe...


Die Zeit verging, ich hing unverändert fest und begann, mich ein bisschen zu fürchten. Frauchen hatte inzwischen Chef zu Hilfe gerufen, gemeinsam suchten sie nach mir. In der Ferne hörte ich sie pfeifen und immer wieder meinen Namen rufen. Hier stecke ich, dachte ich verzweifelt, bitte kommt und macht mich los! Auf die Idee, einfach laut zu bellen, damit sie mich orten konnten, kam ich in meiner Panik nicht. Mir blieb kein anderer Ausweg, als mich selbst befreien. So begann ich, vorsichtig an der Leine zu knabbern. Sie schmeckte scheußlich und erwies sich obendrein als sehr robust.  Zum Glück habe ich gute Zähne, die aus Rumänien allerhand gewöhnt sind. Nach einer halben Stunde hatte ich es endlich geschafft. Die Leine war durch, der Gurt vom Ranzen auch. Ich war frei. FREI!!! Völlig fertig machte ich mich auf den Weg zu meinen Menschen. Ein Stück vom Ranzen hing noch lose über meinem Rücken, so dass wenigstens Steuermarke und Adressanhänger gerettet waren. Mit hängenden Ohren trottete ich auf Herrchen und Frauchen zu und erwartete mein wohlverdientes Donnerwetter. Aber nichts dergleichen geschah. Frauchen nahm mich nur in die Arme und ich sah, dass sie weinte. Sie hatte wohl große Angst um mich ausgestanden. Ganz fest drückte sie mich an sich, während Herrchen mir den Rücken kraulte. Dann gingen wir nach Hause, wo Barny uns schon sehnsüchtig erwartete und vor lauter Wiedersehensfreude einen Indianertanz aufführte.


Noch am selben Abend kauften Herrchen und Frauchen mir einen neuen Ranzen: schön stylisch in Violett mit meinen Klettstickern "Im Dienst" und "Schutzengel" dran. Eine neue Schleppleine wurde allerdings nicht angeschafft...


Weder Leine noch Ranzen stammten übrigens aus ostasiatischer Massenproduktion. Beide waren 'made in Germany', aber meinem durchtrainierten rumänischen Gebiss hält eben nicht mal die deutsche Wertarbeit stand!


**E N D E**


Danke für Ihr Interesse und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly

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MEINE LEINE SCHLEPP´ ICH NICHT Teil 2: Der Plan

 


Es war herrlich! Ich tobte wie ein übermütiger Welpe durch den Wald und erkundete das Revier in sämtliche Himmelsrichtungen. Dabei dehnte ich meine Streifzüge immer weiter aus. Hatte ich erst die Witterung eines Kaninchens oder Eichhörnchens in der Nase, stellte ich meine Ohren automatisch auf Durchzug. Dann mochten die Großen noch so viel rufen oder pfeifen, ich sah und hörte nichts mehr. Irgendwann habe ich es wohl auf die Spitze getrieben. Als ich nämlich einmal nach von Frauchen gefühlten zwei Stunden wiederkam (in Echtzeit war ich höchstens fünfzehn Minuten lang weg gewesen), gab es weder Lob noch Leckerli. Frauchen sah mich nur stumm und böse an, nahm mich an die kurze Leine und führte mich wie eine Schwerverbrecherin ab nach Hause. Sie erzählte Herrchen davon, und gemeinsam schmiedeten sie einen perfiden Plan.


Ganz ehrlich, nie hätte ich gedacht, dass sie wegen so einer winzigen Eskapade gleich zu derart unfairen Mitteln greifen würden. Um es kurz zu machen: Sie verpassten mir eine Schleppleine! Das zehn Meter lange Nylonseil wurde an meinem Ranzen festgehakt. Am hinteren Ende gingen Frauchen oder Herrchen und dirigierten das Ding; jedenfalls nahm ich das an. Ich bin ein gescheites Mädchen. Ich sah ein, dass unter diesen Umständen ein Ausbruchversuch sinnlos wäre, und probierte es gar nicht erst. Die Großen waren sehr zufrieden und gratulierten sich zu ihrem genialen Einfall.


Ende gut, alles gut! Wirklich? Das erfahren Sie demnächst.


Alles Gute und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



MOLLY mit BELLA, ihrer Seelenschwester.
Beide waren bis zum Ende unzertrennlich.

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MEINE LEINE SCHLEPP´ ICH NICHT Teil1: Die Vorgeschichte

 

Nachdem ich in mein neues Zuhause gezogen war, durfte ich die ersten Wochen nur angeleint spazieren gehen. Unser Auslaufgebiet ist ja riesig; wer sich nicht auskennt, kann sich leicht verirren. Wir liefen alle Strecken mehrfach ab und kamen immer aus einer anderen Richtung zurück, damit ich den Heimweg zur Not auch allein finden würde. Bald kannte ich die meisten Rundgänge auswendig. Mit den Hunden, die wir trafen, verstand ich mich im Allgemeinen gut, mochte ab und zu auch mit ihnen spielen; nur ging das wegen der doofen Leine schlecht. Ich fing an, mich ein bisschen zu langweilen. Barny konnte ja immer frei herumlaufen, und ich wäre ihm zu gern auf seinen Extratouren gefolgt.

Endlich kam der große Tag, an dem Frauchen sagte: "Ich denke, wir haben jetzt lange genug geübt. Wir sollten Nelly einen ersten Freigang erlauben." Chef war einverstanden, meinte jedoch, er würde dann lieber das Fahrrad mitnehmen, um mich nötigenfalls verfolgen zu können. Das war lieb von ihm gedacht, aber überflüssig. Die neue Freiheit war ja noch ungewohnt für mich und ich fühlte mich ein wenig unsicher. So entfernte ich mich anfangs nur selten von den anderen, unternahm höchstens mal einen kurzen Streifzug durchs Unterholz, wenn irgendwo ein Vogel aufflog oder ein Mäuschen raschelte. Dabei blieb ich stets in Ruf- und Sichtweite, bis eines Tages... Aber das erzähle ich Ihnen beim nächsten Mal.

Alles Gute und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Eine meiner Vorgängerinnen:

MOLLY.

Sie war eine Seele von Hund und wurde 9 1/2 Jahre alt.


Nickname 27.06.2017, 16.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

ES KANN DIE FRÖMMSTE NICHT IN FRIEDEN LEBEN

 

Eltern und Nachbarn haben eines gemeinsam: Beide kann man sich nicht aussuchen. Das heißt, bei den Nachbarn ginge das schon. Nur müsste man dann erst eine Zeitlang zur Probe wohnen, bevor man sich endgültig entscheidet, in eine bestimmte Gegend zu ziehen. Vielleicht hat man Glück, und da wohnen lauter nette Leute: die ein Auge zudrücken, wenn die Jugend ein-, zweimal im Jahr nach zehn Uhr abends noch ein bisschen lauter feiert. Und die nicht gleich mit ihrem Anwalt kommen, wenn wir Hunde nachts ab und zu bellen, weil wir etwas Verdächtiges gehört haben. Oft liest man ja fellsträubende Geschichten, von Gartenzwergmorden und Zoff am Maschendrahtzaun. Manchmal enden solche Streitereien sogar erst vor Gericht, oder wenn einer der Kampfhähne seine Siebensachen packt und sich eine neue Bleibe sucht.

Ich habe auch eine Nachbarin, ein Airedaleterriermädchen namens Suse. Die benimmt sich aber leider gar nicht mädchenhaft, sondern wie eine rüpelige Straßengöre! Sie kann mich nicht ausstehen (das beruht übrigens auf Gegenseitigkeit), und seit ich hier eingezogen bin, hat sie mich auf dem Kieker. Ein anderes Frauchen erzählte neulich, dass Suse in unserem Kiez unbedingt so eine Art Bandenchefin sein und den Ton angeben will. Von mir aus soll sie, ich möchte in Frieden leben und lege es nicht auf ein Kräftemessen an. Das kriegt die doofe Suse aber nicht ihren eckigen Kopf, da hat sie, scheint´s, nur Hundekuchen drin. Sobald wir uns treffen, stürzt sie sich wie eine Furie auf mich und beginnt eine wüste Rauferei. Zwar beißt sie nicht richtig zu, schnappt nur in die Luft, schmeißt sich auf mich und spektakelt herum wie eine Irre. Ich wehre mich natürlich so gut ich kann, denn ich habe zwar fürchterliche Angst, doch feige bin ich nicht! Suses Frauchen ist nicht besonders gut zu Fuß; bis die kommt, haben meine Großen längst eingegriffen. Eigentlich soll man das ja nicht, es kann gefährlich werden, weil der Hund in seiner Wut manchmal nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden kann. Das ist ihnen in dem Moment aber völlig gleich, Herrchen packt die Töle kurzerhand am Schlafittchen oder schubst sie einfach zur Seite. Da sitzt sie dann total belämmert und ist auf einmal mäuschenstill. Ich hocke daneben und zittere am ganzen Körper, für mich bedeutet es puren Stress. Ihrem Frauchen ist das immer sehr peinlich, sie entschuldigt sie jedes Mal in den höchsten Tönen. Und was habe ich davon? Lieber soll sie mit ihrer Halbstarken eine gute Hundeschule besuchen, da können beide eine Menge lernen.


Eins steht auf jeden Fall für mich fest: Ganz gleich, was die blöde Suse sich noch ausdenkt, um mich einzuschüchtern – ich ziehe hier nicht weg!


Viel Schönes und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Guck mal, du dumme Suse,

was du mich kannst!

Nickname 27.06.2017, 16.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

ANGEKOMMEN!

 

Kinder, wie die Zeit vergeht! Vier Monate lebe ich jetzt in meinem neuen Zuhause und mir kommt es vor, als sei ich schon immer hier gewesen. Meine beiden Menschen sind sehr verständnisvoll und geduldig. Frauchen hat mir „Platz“ und Pfötchen geben beigebracht, mit Herrchen habe ich „bei Fuß“ gehen geübt. Ich besitze eine gute Auffassungsgabe und lerne schnell. Seit drei Wochen darf ich im Wald frei herumlaufen, da machen die Spaziergänge gleich doppelt so viel Spaß. Auf der Straße bleiben wir Hunde natürlich angeleint, das ist einfach sicherer. Wir wohnen zwar in einer äußerst ruhigen Gegend mit nur wenig Autoverkehr, aber verrückte Raser gibt es ja überall. Besonders vor Motorrädern habe ich Angst. Wenn die mit ihrem Höllenlärm an uns vorbreibrettern, mache ich schon mal unvermutet einen Seitensprung.

Mein Rudelkumpel, der blonde Barny, und ich verstehen uns schon richtig gut. Er ist ein feiner Kerl, ich orientiere mich an ihm und er gibt mir Sicherheit. Sonst habe ich noch keine neuen Hundefreundschaften geschlossen. Ich weiche meinen Artgenossen lieber aus und gehe meiner eigenen Wege. Allerdings habe ich eine Lieblingsfeindin, aber die ist ein Kapitel für sich.


Frau T. kam uns schon bald besuchen, so wie sie es versprochen hatte, begrüßte mich herzlich und brachte sogar ein paar Leckerlis mit. Sie sah sich alles genau an, den Garten und das ganze Haus, und schien sehr zufrieden. Ich freute mich natürlich auch, sie zu sehen, war aber nicht weiter betrübt, als sie wieder ging. Inzwischen hatte ich Herrchen und Frauchen ja liebgewonnen und wollte nicht mehr zurück in die Pflegestelle.


So rückt meine traurige Vergangenheit in immer weitere Ferne. Nur manchmal werden schlimme Erinnerungen wach – zum Beispiel gestern. Da wurde morgens im Auslaufgebiet ein Hund vermisst. Es herrschte helle Aufregung, alle fahndeten nach dem Ausreißer. Der war hier nämlich nur zu Besuch und kannte sich im Revier nicht aus. Vermutlich hatte er ein Eichhörnchen, ein Kaninchen oder sogar ein Wildschwein gewittert, die Verfolgung aufgenommen und dabei die Orientierung verloren. Überall im Wald waren Rufe, Schreie und Pfiffe zu hören, wie ich sie von den rumänischen Hundefängern her kenne. Die kamen ja nicht nur in der Stille der Nacht. Manchmal trieben sie uns mit fürchterlichem Krach in die Enge, um uns so leichter einfangen zu können.- Mir war das alles zu viel, ich wollte nur nach Hause. Zum Glück hatte Herrchen ein Einsehen und brach die Runde vorzeitig ab. Wir holten sie mit Frauchen dann später nach.


Es dauert sicher noch eine Weile, bis ich mich ganz an ein normales Hundedasein gewöhnt habe. Aber wir lassen uns Zeit, und jeden Tag gewinne ich ein Stück Selbstvertrauen hinzu. Das Leben kann wunderschön sein!


Also dann, gute Nacht und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly!
 


DANKE, liebes JULCHEN,

dass Du mich hierher geführt hast!


Nickname 26.06.2017, 20.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

ZU HAUSE! ZU HAUSE?

 

Die Fahrt nach Berlin dauert nur eine Dreiviertelstunde, viel zu kurz für meinen Geschmack. Wie wird mein künftiges Leben aussehen? Wird es mir dort gefallen und wird man mich gut behandeln? Von den vielen Fragen schwirrt mir der Kopf und mein Bauch tut vor Aufregung weh. Zum Glück fährt der Mann sehr vorsichtig, besonders wenn Kurven kommen. So wird mir wenigstens nicht übel. Ich sitze im Heckraum des Autos, durch ein Gitter von den anderen getrennt. Die Frau hat es sich mit Barny (so heißt der Blonde) auf der Rückbank bequem gemacht. Warum lassen sie mich nicht mit ihm zusammensitzen? Haben sie Angst, ich könnte ihn beißen? Das fiele mir nicht im Traum ein! Aber vielleicht verhält es sich auch umgekehrt, schließlich hat er hier die älteren Rechte.

Dann sind wir am Ziel. Mir wird nun doch ein bisschen schlecht und ich muss würgen. Leider merkt es keiner, und die Bescherung landet im Auto. Sofort ist mir besser, dafür wird es wohl ein Donnerwetter und womöglich sogar Schläge setzen. Aber nichts dergleichen passiert, stattdessen werde ich getröstet und behutsam aus dem Wagen gehoben. Scheu, mit geducktem Kopf sehe ich mich um. Von außen wirkt das Haus riesig, wie soll ich mich je darin zurechtfinden? Wir gehen auch nicht sofort hinein, sondern drehen erst eine Runde durch den Garten. Ein Glück, ich muss nämlich dringend mal Pipi und … na, Sie wissen schon. Der Stress und die Aufregung schlagen durch. Hinterher fühle ich mich erleichtert und sehe mich ein bisschen um. Schön groß ist der Garten ja und nicht zu ordentlich. Gepflegte Wildnis sozusagen. Wie es scheint, nimmt man hier auf die Bedürfnisse von uns Hunden Rücksicht. Aber jetzt wird es kritisch, wir gehen ins Haus. Das heißt, die anderen gehen rein. Ich weigere mich strikt, da können die beiden Menschen bitten und locken, soviel sie wollen. Bin ich nämlich erst einmal drinnen, sitze ich in der Falle, dann ist jeder Gedanke an Flucht aussichtslos.


Sie haben ein Einsehen und lassen mich in Ruhe. Erst nach einer Weile kommt der Mann und trägt mich ins Haus. Zitternd hebe ich meine Nase in die Luft und schnuppere: Wenigstens riecht es hier nicht steril, sondern angenehm würzig nach Hund. Die Frau stellt mir eine Schüssel mit Futter hin. Das duftet verlockend, und weil ich furchtbar hungrig bin, schlinge ich es in Sekundenschnelle hinunter. Sie zeigen mir den Wassernapf und meinen Schlafplatz. In der Küche und im Flur lassen sie eine kleine Lampe brennen. Dann streicheln sie mich noch einmal, reden mir gut zu und gehen ins Bett. Die erste Nacht im neuen Heim steht mir bevor - umgeben von fremden Gerüchen, fremden Geräuschen und fremder Stille. Ich fürchte mich ein bisschen. Ob ich hier wohl heimisch werde? Morgen ist ein neuer Tag, dann sehen wir weiter.


Also dann, gute Nacht und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly
 



Nickname 25.06.2017, 21.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

GESCHAFFT !

 

Kurz und froh gesagt: Sie haben mich genommen! Es lief alles ganz leicht. Zugegeben, als Frau T. die Haustür aufmachte und die Beiden hereinließ, bin ich erst einmal erschrocken: So ein großer Mann, mindestens 1,90 m! Sie können sich denken, dass mir ein bisschen bange ums Herz war; bisher hatte ich von Männern ja nichts anderes als Fußtritte und Schläge kennengelernt. Vorsichtshalber legte ich mich vor dem Riesen auf den Rücken und präsentierte ihm mein Bäuchlein. Wenn er nur ein paar Brocken Hündisch konnte, dann würde er diese Demutsgeste schon verstehen. Ich kniff die Augen fest zu und wartete. Es dauerte gar nicht lange, bis er anfing, mir mit den Fingerspitzen vorsichtig die Brust zu kraulen. War das angenehm, von mir aus hätte er ewig weitermachen können. Doch da hörte ich die Frau sagen: „So, jetzt bin ich aber auch mal dran!“ Sie hatte sich bis dahin im Hintergrund gehalten, wohl um zu sehen, wie ich auf den Mann reagierte. Nun holte sie eine große Tüte mit Leckerlis hervor, und es dauerte nur eine Minute, bis wir zehn uns um sie versammelt hatten. Das heißt nein, wir waren elf, denn sie hatten noch jemanden mitgebracht: Einen hübschen, blonden Hundejungen, der sich wie selbstverständlich zu uns setzte. Ob sie den gegen mich austauschen wollten? Das hätte mir für ihn leid getan, er gefiel mir nämlich ausgesprochen gut. Aber da irrte ich mich zum Glück.


Nachdem die Tüte mit den Leckereien leer gefuttert war, durften der Blonde und ich uns in aller Ruhe beschnuppern. Das taten wir ausgiebig, drehten gemeinsam ein paar Runden durch den Garten, und im Nu war das Eis zwischen uns gebrochen. Der Rest ist schnell erzählt: Es mussten nur noch einige Formalitäten erledigt und etwas Geld bezahlt werden, dann hieß es Lebewohl sagen zu Frau T. und meinen Pflegegeschwistern. Sie werden verstehen, ein bisschen wehmütig war mir dabei schon zumute. Ich hatte mich hier ja wohl gefühlt, und wer wusste denn, was mich dort draußen erwartete? Frau T. strich mir beim Abschied über den Kopf, wünschte mir viel Glück und versprach, mich bald besuchen zu kommen, um zu sehen, wie ich es getroffen hätte. Zum Dank für alles leckte ich ihr kurz die Hand und fuhr ihr mit der Zunge einmal quer übers Gesicht. Dann stiegen wir zu viert ins Auto, und die Reise in mein neues Leben begann.


Beim nächsten Mal berichte ich Ihnen mehr darüber.

Also dann, gute Nacht und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Nickname 24.06.2017, 19.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

FAST AM ZIEL

 

Auf der Pflegestelle bei Frau T., in der Nähe von Berlin, ging es mir gut. Zum ersten Mal in meinem Leben bekam ich anständiges Fressen und für mich allein ein Körbchen mit einer weichen Decke darin. Das Schönste war, dass ich nicht mehr vor schwarz angezogenen, nach Alkohol stinkenden Männern mit Holzknüppeln und Eisenstangen um mein Leben rennen musste.

Wir waren zu zehnt in dem Haus. Frau T. und ihre Kinder sprachen immer sehr freundlich mit uns und gaben uns viele Streicheleinheiten. Natürlich nie genug, dafür reichten die Hände und auch die Zeit nicht aus. In dem großen, ein bisschen verwilderten Garten durften wir nach Herzenslust buddeln und toben. Mir war das meistens zuviel, ich mochte lieber meine Ruhe haben. Deswegen zog ich mich oft in mein Körbchen zurück und träumte vor mich hin. Wovon? Das wusste ich damals nicht genau, heute ist es mir klar.

Unsere Pflegemama sprach häufig in so ein kleines Ding, das sie Handy nannte. Manchmal kamen danach Menschen, um einen von uns zu besuchen und meistens nahmen sie ihn anschließend mit. Frau T. war dann immer sehr zufrieden, und für uns Zurückgebliebene gab es ein paar extra Leckerlis. Ich habe keine Ahnung, was aus meinen Kameraden geworden ist, aber ich hoffe, sie mussten nicht zurück auf die Straße.

Eines Morgens redete Frau T. wieder mit dem kleinen Apparat. Als sie fertig war, setzte sie sich zu mir, kraulte mich hinter den Ohren und sagte: „Na, meine süße Bona“, (diesen Namen hatte man mir in Rumänien gegeben), „vielleicht wird das heute dein Glückstag, und für dich fängt ein ganz neues Leben an.“ Ein neues Leben? Eigentlich war ich hier mit meinem momentanen recht zufrieden, es war das angenehmste, das ich je geführt hatte. Aber Frau T.´s fröhliche Stimme ließ mich ahnen, dass da draußen womöglich etwas noch Besseres auf mich wartete.

Schluss für heute, ich merke, dass ich schläfrig werde.
Also dann, auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!
Ihre Nelly