Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Sprache

Liebe Mistchristen!... und andere Entgleisungen

Gesammelt von meinem Lieblingspfarrer Hartmut Walsdorff und von mir in den passenden Rahmen gebracht. VIEL VERGNÜGEN! 



Nickname 10.01.2017, 16.10 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Unter dem Schottenrock ist gar nichts

Zumindest dachten wir das bisher.

Aber:
"Die Schotten gelten weithin als verschlossen und schwierig. Eine raue Schale, ja die haben sie. Aber unter dem Schottenkilt verbirgt sich ein großes Herz." (Einfach nur ein bisschen tiefer gerutscht)


Mein Gott, das dauert:

"Sehr geehrtes Wohnungsamt! Ich habe bereits vor vier Wochen einen Antrag auf Schwangerschaft gestellt. Ich muss Sie bitten, mich innerhalb von 8 Tagen zu befriedigen, da ich mich sonst an die Öffentlichkeit wende."


***


Fremdwörter sind und bleiben Glückssache:

"Es gibt keinen Grund, die Arbeit intensizu, intenja, jetzt hab ich´s: intensizuvieren."


***


Aufklärung einmal anders:

"Die Waldbrände werden häufig durch kleine Kinder verursacht, und solche entstehen in der Regel durch unvorsichtiges Spielen an gefährlichen Stellen." (Man kann eben nicht genug aufpassen)


***


Müssen nur noch entwöhnt werden:

"Aus liebevoller Aufzucht geimpfte Raucherdackel zu verk., Tel: ..."


Ein unerfüllbarer Wunsch:

"...ein Kunde sucht eine Chopin-Platte, aber nur von ihm selbst gespielt."


ALLEN LESENDEN EINEN
WUNSCHLOS GLÜCKLICHEN ABEND!

Nickname 12.10.2016, 18.11 | (0/0) Kommentare | PL

Ich bin ja so verschossen

„…in deine Sommersprossen, die kleinen und die großen sind meine Freud´!“ Diesen alten Gassenhauer singe ich unserem Barny manchmal ins Ohr.

Der Kleine hat nämlich zwei ganz allerliebste Sommersprossen mitten auf seiner süßen Schnute. Zum Verschießen!



Aber wieso ist man eigentlich 'verschossen'?

Schlag nach bei Shakespeare, denn da steht was drin, so hieß es in meiner Jugend. Heute verfügen wir über andere Informationsquellen, und da habe ich mich gleich einmal schlau gemacht:


Also… früher sagte man: „Ich bin geschossen“ - eine Anspielung auf Amor, den römischen Liebesgott. Der Mythologie zufolge verliebt sich derjenige besonders heftig, der von dessen Pfeilen getroffen wird, und man ist machtlos gegen das süße Gift. Nun wissen wir alle, dass besonders die Herren der Schöpfung sich schwer tun mit verbalen Gefühlsäußerungen. Einfach zu sagen, ich bin verliebt, ist und war vielen von ihnen auch früher schon peinlich.  Man(n) wusste sich zu helfen: Er verschmolz kurzerhand zwei Wörter – geschossen und verliebt – zu einem neuen, weniger emotionsgeladenen, und ist seitdem verschossen. So simpel, so genial. Wollten wir es ganz genau nehmen (was wir natürlich nicht tun, dafür ist die Sache an sich viel zu schön), dann gäbe es hierbei allerdings einen Haken: Ein wörtlich verschossener Pfeil hätte nämlich leider sein Ziel verfehlt und wäre irgendwo in die Landschaft geflogen, anstatt mitten ins Herz.


Aber egal, wie Sie es nennen – Spaß macht es auf jeden Fall. Am besten begeben Sie sich an einen strategisch günstigen Ort, wo Amors Pfeil Sie unter allen Umständen treffen muss, und seien Sie wieder mal verliebt!

Nickname 04.07.2016, 13.06 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL

Zur guten Nacht: Darüber lässt sich streichen


Das Sandmännchen bringt heute ein paar neue Verbr...

äh, ich meine natürlich Versprecher -

gesammelt von meinem Lieblingspfarrer Hartmut Walsdorff:


"Herzlichen Dank für das korpulente Mahl." (opulente, und zuviel davon macht dann eben korpulent)


***


"Ich sage das voller Wermut." (Wehmut, aber zuviel Wermut kann sicher auch manchmal wehmütig stimmen)


***


"Kaum ein Junge kennt heute noch dasMörseralphabet." (Morse, mein Jahrgang erinnert sich. Für die Jüngeren: So ähnlich wie SMS-Kürzel)


***


"Einer wie er hat immer noch was in Petting." (Wie schön, wenn man sowas in petto hat)


***


"Mit einer Artillerieverkalkung ist nicht zu spaßen." (Gemeint sind natürlich die Arterien; bei der Artillerie wäre es mir eigentlich lieber)


***


"Ihr rechtes Blicklicht blickt nicht." (Blinklicht blinkt nicht - zwei schöne Zungenbrecher)


Allen Lesern eine bärig gute Nacht!


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Nickname 16.06.2016, 21.00 | PL

Versprochen ist versprochen!

Ob in der Wirtschaft, beim Sport oder in der Politik: Der Versprecherteufel findet seine Opfer überall, zum Vergnügen von Zuhörern und Lesern. Bei vielen stand wohl der gute, alte Sigmund Freud Pate; bei anderen - wie dem "Sexfrühstück" - war eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Wie auch immer, amüsant sind sie allemal. Ich habe hier für Euch wieder eine kleine Auswahl zusammengetragen. Viel Spaß damit!


Nickname 12.04.2016, 08.26 | (0/0) Kommentare | PL

Alles easy, oder was?

Am Rosenmontag haben wir im Seniorenheim "Lindenhof" unseren diesjährigen Fasching gefeiert. Es war wunderschön und rundherum gelungen. Die Musik, die Kostüme, die Stimmung, das Essen – alles hat gepasst. Als Dankeschön für meine Mitwirkung bekam ich einen Riesenstrauß Tulpen und ein Buch. Es enthält allerhand Lustiges und Nachdenkliches, Komisches und Skurriles rund ums Altwerden. Darin fand ich auch den folgenden Briefwechsel zwischen einem Enkel und seiner Großmutter, den ich Euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.
Viel Vergnügen!

Liebe Omi, aus Italy schicke ich dir ´ne Message, damit du schnallst, dass ich gut drauf bin. Wir sind mit dem Ofen erst bis Pisa gebrettert, wo sie diesen affengeilen Tower haben und haben uns eine Mafiatorte reingezogen. Am ersten Abend haben wir heavy abgebaggert, aber jetzt sind die Vibrations gut. Wir kübeln reichlich Wein rein, sind aber gut drauf und checken den Trip gut ab. Mach dir keine Sorgen, liebe Omi. Wir heizen jetzt noch durch die Pampa nach Rom, das soll ja galaktisch sein. Lauter Antikschrott haben die da, das wird der Royal Flash. So long, liebe Omi. Wenn du genug Power hast, schick doch mal Schotter blau gebündelt, postlagernd Rom, rüber. Jetzt muss ich sehen, dass ich in die Hufe komme. Kisses, Harry

Mein lieber Harald, vielen Dank für Deinen schönen Brief aus Pisa. Deine Omi freut sich immer, wenn sie etwas von Dir hört. Aber Harald, schreib doch auch einmal, was Du so machst und wie es Dir geht, denn davon schreibst Du gar nichts. Ich mache mir doch Sorgen. Kommst Du denn mit dem Geld klar, oder soll die Omi Dir noch 20 Euro schicken? Ich gehe heute Tante Leni besuchen und gebe ihr Deinen Brief zu lesen. Sie freut sich sicher darüber. Erhol Dich nur gut, lieber Harald, und schreib mal wieder. Deine Omi
P.S. Habe ich Dich richtig verstanden, Ihr fahrt nach Rom? Ach bitte, mein Junge, grüße doch den Heiligen Vater von mir, wenn Du ihn triffst. Er wohnt ja dort.

Liebe Omi, danke für den Schotter, du bist wirklich eine schrille Gurke. Schreibe heute nur ganz kurz, will noch auf die Disko - Piste gehen. Habe die Freaks hier gefragt: Der Typ, den ich von dir grüßen soll, wohnt in ´ner abgeschotteten WG. Man muss schon elende Connections haben, um da dran zu kommen – und darauf habe ich echt null Bock. Rom ist tierisch! Love, Harry
P.S. Was macht deine Thrombose?

Mein lieber Harald, danke für die schöne Postkarte aus Rom.Mit meiner Thrombose ist es schon viel besser geworden.Die neue Salbe von Dr. Möbels hilft doch gut. Hast Du den Heiligen Vater schon gesehen? Du schreibst gar nichts davon. Ich hoffe, es geht Dir gut. Geh doch mal in den Petersdom, da hält sich der Heilige Vater oft auf. Es wäre zu schön, wenn Du ihn einmal sehen könntest. Immer Deine Omi
P.S. Übrigens, ich wollte Dir eigentlich noch 20 Euro in den Brief einlegen, aber ich hatte den Umschlag schon zugeklebt.

Hey Omi, bin in den Peters-Schuppen gemoved. Affenstark! Habe den Freak, den du kennst, gesehen. Trägt ja tierische Klamotten! Der ist voll auf dem Jesustrip und hat in dieser Petersdisko ´ne irre Show abgezogen – Wahnsinnssound! Kam leider nicht näher an ihn heran. Ich flipp ja aus, was du für coole Zampanos kennst, Omi. Der Riesentyp weiß echt, was Tango ist. Schätze, dass ich in Deutschland jetzt verschärft zuschlagen werde, um auch so einen Superjob zu kriegen. Take it easy! Love, Harry


Na, alles gepeilt? Ich gestehe, dass ich ein paar Mal im Wörterbuch der Jugendsprache nachschlagen musste. Dafür ticke ich jetzt aber auch voll durch und raffe, was abgeht. Echt krass, oder?


Nickname 08.03.2016, 18.44 | (0/0) Kommentare | PL

Auch ich fragte mich schon oft...

...warum wir Deutschsprechenden immer noch groß und klein schreiben. Jetzt weiß ich es! (Das Internet bildet eben doch):


Die Spinnen
Die spinnen


Warum sind füllige Frauen gut zu Vögeln?
Warum sind füllige Frauen gut zu vögeln?


Er hat liebe Genossen.
Er hat Liebe genossen.


Wäre er doch nur Dichter!
Wäre er doch nur dichter!


Sich brüsten und anderem zuwenden.
Sich Brüsten und anderem zuwenden.


Die nackte Sucht zu quälen.
Die Nackte sucht zu quälen.


Sie konnte geschickt Blasen und Glieder behandeln.
Sie konnte geschickt blasen und Glieder behandeln.


Der gefangene Floh.
Der Gefangene floh.


Helft den armen Vögeln.
Helft den Armen vögeln.


Und da soll es doch tatsächlich Leute geben, die behaupten,

die Groß- und Kleinschreibung wäre nicht wichtig...



schule_0006

Nickname 18.11.2015, 16.58 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 61 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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Liebe Sabine,ja,sehr schön ist das geschriebe
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Sehr schön geschrieben. Hoffentlich denkt man
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