Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Kirche

Liebe Mistchristen!... und andere Entgleisungen

Gesammelt von meinem Lieblingspfarrer Hartmut Walsdorff und von mir in den passenden Rahmen gebracht. VIEL VERGNÜGEN! 



Nickname 10.01.2017, 16.10 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Wie die Jungfrau zum Kinde

So kam auch der Gründonnerstag zu seinem Namen, könnte man jedenfalls annehmen. Rein zufällig ist der aber doch nicht entstanden, es gibt sogar mehrere Theorien zur Namensgebung.

Die Spekulationen um den Namen des Gründonnerstags sind vielfältig und gegensätzlich, schließen sich aber nicht zwangsläufig gegenseitig aus. So kann die Bezeichnung „Grüner Donnerstag“ sowohl vom Wörtchen „grün“ kommen als auch von älteren Worten, die mit „grün“ nichts zu tun haben.

Eine Theorie ist, dass der Gründonnerstag seiner Wortherkunft nach vom mittelhochdeutschen „greinen“ abstammt, was so viel wie weinen bedeutet. Diese Ableitung würde Sinn machen, wenn man sie auf die weinenden Büßer bezieht. Im Mittelalter wurden bestrafte Sünder zu Gründonnerstag nämlich wieder in die Gemeinde aufgenommen und galten nach Lukas 23,31 wieder als „grünendes Holz“ am Stamme der Kirche – was auf eine weitere mögliche Herkunft des Namens deutet. Aus diesem Grund wird der Feiertag auch „Antlasstag“ genannt. Antlass leitet sich aus dem Wort „Ablass“, also dem Erlass von begangenen Sünden ab.

Im Mittelalter war es Brauch, am Gründonnerstag besondere (Heil-)Kräuter zu sammeln und diese mit Blumen zu einem Antlasskranz zu flechten. Der Kranz wurde dann zusammen mit den sogenannten „Antlasseiern“ – also Eiern, die an Gründonnerstag gelegt worden waren – bis zum Erntedankfest aufbewahrt. Sowohl dem Kräuterkranz als auch den Antlasseiern wurden besondere Kräfte zugesprochen.

Andere sind der Meinung, dass die Herleitung von „Grienen“ bzw. Greinen / Weinen keinen Sinn machte, weil ja am Gründonnerstag selbst noch nicht geweint wurde. So besteht eine weitere Theorie darin, dass der Gründonnerstag schlicht von der Farbe der priesterlichen Gewänder abgeleitet worden wäre. Zwar hat der Feiertag in der Liturgie traditionell die Farbe Weiß (deswegen auch „Weißer Donnerstag“ ) – diese Vorgaben waren jedoch nicht verbindlich. So ist es möglich, dass es zu regionalen Abweichungen gekommen ist und manche Messdiener im Mittelalter grüne Gewänder getragen haben.

Eine weitere Herleitung für den Namen des Gründonnerstags besteht darin, dass im Mittelalter an diesem Feiertag immer besonders viel grünes Gemüse gegessen wurde, wie z.B. Grünkohl, aber auch Kräuter. Dies stand zum einen im Einklang mit der Karwoche, die den Verzehr von Fleisch verbietet. Zum anderen war dies aber auch saisonal bedingt, da im Frühling natürlich auch besonders viel grünes Gemüse wächst. Daneben war mit dem Verzehr von grünem Gemüse die Hoffnung verbunden, Kraft und Stärke für das kommende Jahr aufzunehmen.

Der genaue Ursprung des Namens bleibt nach wie vor ungeklärt – wahrscheinlich ist, dass eine Kombination von verschiedenen Faktoren zu der Bezeichnung des „Gründonnerstag“ geführt hat.



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Interessant ist, dass viele Bräuche, an denen man an diesem Feiertag besonders festhält, aus dem Volksaberglauben stammen.

Wie die Geschichte um den Namen des Feiertags schon andeutet, spielen am Gründonnerstag grüne Gemüse und Eier, sowie die Farbe Grün insgesamt eine besondere Rolle.

War es früher vor allem Brauch, zu Gründonnerstag zusammen Kräuter sammeln zu gehen, begnügt man sich heute mit dem Verzehr von grünem Gemüse und grüner Feldfrüchte. Früher hoffte man dadurch nach dem langen Winter die Kraft und Stärke des Frühlings aufzunehmen – was sogar stimmt, denn Frühlingsgemüse  enthalten reichlich Vitamine und Spurenelemente. Ein Grund für viele, nach wie vor an diesem Brauch festzuhalten.

Außerdem bestellte man in manchen Regionen zu Gründonnerstag Feld und Garten – in dem Glauben, dass dies eine besonders reiche Ernte beschere. Auch hier spielt die Farbe Grün als Farbe der Hoffnung eine besondere Rolle.

Eier, die zu Gründonnerstag gelegt wurden, waren die so genannten Antlasseier oder Gründonnerstagseier. Diese wurden im Mittelalter zur Kirche gebracht und geweiht. Anschließend verspeiste man zusammen mit seiner Familie einen Teil der Eier. Wichtig war dabei, auch ein Stück der Schale mit zu essen – denn ihr wurden besondere Kräfte zugesprochen. Die Reste der Eier und der Schale mussten daraufhin ins Feuer geworfen werden. Dadurch, so glaubte man, war man das ganze Jahr über vor allerlei Krankheiten und Leiden geschützt.

Daneben wurden die Antlasseier noch für viele andere Abwehrzauber eingesetzt. So war es in manchen Regionen z.B. Brauch, einen Teil der Schale in den Herd oder die Hauswand einzumauern oder sie im Garten oder im Stall einzugraben. Je nach Platzierung erhoffte man sich so Schutz vor bösen Geistern, eine reiche Ernte oder Schutz vor Erkrankungen des Viehs. Legte man das Ei auf den Dachboden, so hieß es, war man vor Blitzeinschlägen gefeit. Ein Ei in der Nähe eines Stroms zu vergraben wehrte Überschwemmungen ab. Sogar Hexen konnte man der Legende nach durch die Gründonnerstagseier erkennen und abwehren.

In manchen Regionen Deutschlands sucht man heute Eier bereits an Gründonnerstag statt an Ostern. Und wenn man sie bis dahin nicht schon alle aufgefuttert hat, kann man sie ja noch einmal verstecken. Viel Spaß dabei! 


Nickname 24.03.2016, 09.15 | (4/2) Kommentare (RSS) | PL

Verdrückt ausgekehrt oder: Alles eine Frage der Perspektive

Sonntagspredigt in der Dorfkirche: "Ihr schaut immer nur auf das Äußere, auf das hübsche Gesicht, die modische Bluse und das flotte Röckchen", wettert der strenge Kaplan gegen die leichtfertigen Liebschaften der jungen Burschen. "Ich aber sage euch: Ihr solltet mehr auf das sehen, was darunter ist!"


Allen Lesern einen Feierabend mit dem Blick für das Wesentliche!



Nickname 25.02.2016, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL

ETN-Botschafterin Maja Prinzessin von Hohenzollern schreibt zum alljährlichen Weihnachtsfest:

Vor Gott sind alle Geschöpfe gleich, in der katholischen Kirche haben Tiere jedoch keinen Platz.


Immer wieder erleben wir in unserer Tierschutzarbeit, wie grausam und brutal mit Tieren umgegangen wird. Besonders in Süd- und Osteuropa, also in den katholisch-orthodoxen Ländern, müssen wir immer wieder erleben, dass ausgesetzte Hunde und Katzen auf der Straße ihrem Schicksal überlassen werden, ohne Liebe und Fürsorge, meist Opfer von Hunger, herannahenden Autos oder brutaler Gewalt werden. So viele von ihnen werden geschlagen, eingesperrt, ein Leben lang an der Kette gehalten und misshandelt. Wie oft fand ich in Spanien schon Hunde und Katzen, denen man die Augen ausgestochen, die Schwänze oder die Ohren abgeschnitten hatte. Von den Tiertötungsstationen, den „Perreras“, in denen jedes Jahr hunderttausende Tiere teils bei lebendigem Leib verbrannt werden, ganz zu schweigen.


Letztes Jahr beendeten wir mit dem ETN e.V. ein Hundemassaker in Rumänien, wo man circa dreihundert Hunden pro Tag mit dem Spaten den Schädel einschlug. Seit 2004 sind in Rumänien circa zehn Millionen (!) Straßenhunde auf brutale Weise ermordet worden. Ginge es um Menschen, würde man hier sicher von „Völkermord“ sprechen.


In Italien kämpfen wir gerade zusammen mit dem ETN e.V., Tasso e.V. und dem bmt e.V. gegen die entsetzlichen „Canili“, in denen ca. 550.000 Hunde und Katzen auf engstem Raum in riesigen Lagerhallen zusammengepfercht sind und dort ohne medizinische Betreuung, verwundet, halb verhungert und ohne Zuwendung zugrunde gehen.


(Bitte helfen Sie diesen Tieren und unterzeichnen Sie unsere Petition „Canili“)
http://www.tasso.net/Helfen/Aktionen-unterstutzen/Todeslager-in-Italien


In Ungarn und Polen kommen tausende Welpen zu Tode, die als billige „Wühltischware“ im Akkord gezüchtet und viel zu früh von ihren Müttern weggerissen werden, um sie auf Wochenmärkten in Deutschland zu verhökern.


Immer wieder suchen wir nach Ursachen, warum Menschen Tiere so grausam behandeln.


Und tatsächlich findet man in der katholischen Kirche eine Ursache für den schlimmen Umgang mit Tieren in Süd- und Osteuropa. Die katholische Kirche spricht Tieren nämlich eine Seele und Anspruch auf Fürsorge ab. Sie degradiert sie damit zu einer gefühllosen Sache, und genauso werden die Tiere dann oft auch behandelt.


Deshalb fordern wir „unseren“ deutschen Papst, der eigentlich eine andere Herzensbildung in Bezug auf Tiere haben sollte, immer wieder dazu auf, endlich anzuerkennen, dass Tiere Teil der Schöpfung sind und selbstverständlich eine Seele haben. Würde er dies in nur einem Satz in seiner „Urbi & Orbi“-Rede sagen und seinen Priestern als Botschaft mit auf den Weg geben, dann könnte er Millionen Tieren das Leben retten. Wenn er wollte. Leider haben sich weder der Papst noch die vom ETN e.V. angeschriebenen sechszehn Bistümer in Deutschland zur Zusammenarbeit im Tierschutz bereit erklärt und sich auch nicht zum Wohle der Tiere geäußert.


Stattdessen erhielten wir die Antwort aus dem Vatikan:
„ In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz“.


Ein Satz wie ein Faustschlag und das Todesurteil für Millionen von Tieren. Möglicherweise hätten Tiere einen anderen Status, wenn sie Kirchensteuer zahlen würden.


Dabei lässt sich eine Ethik, die den Tieren eigene Rechte gegenüber den Menschen zugesteht, biblisch begründen. Wir fordern die Kirche daher auf, endlich moralische Verantwortung für das zu übernehmen, wofür sie vorgibt, einstehen zu wollen, nämlich für alle Geschöpfe der Erde, so wie es unmissverständlich aus der Bibelschrift hervorgeht.


Wenn ich in die Augen meiner Hunde schaue, die ich alle zehn aus den Fängen brutaler Tierquäler gerettet habe, dann weiß ich ganz bestimmt, dass sie eine Seele haben.
Bei manchen Menschen bin ich mir jedoch nicht so sicher.


Schließen Sie bitte unsere Tiere in Ihre Gebete mit ein, und denken Sie auch am Heiligen Abend an sie, denn sie gehören zu uns und bereichern unser Leben.

Herzlichst
Ihre

Maja Prinzessin von Hohenzollern
ETN-Botschafterin

QUELLE: www.pro-iure-animalis.de 2014


Anmerkung: Der Beitrag stammt zwar aus dem vorigen Jahr, hat aber bis heute leider kein bisschen an Aktualität verloren.

Nickname 21.12.2015, 14.01 | (0/0) Kommentare | PL

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ÜBER MICH:Geboren vor 61 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von drei allerliebsten Fellnasen.


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